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AKTUELLE BERICHTE

1200 Wien

Stellungnahme zum Planentwurf 7103E (Kindergarten Kapaunplatz 10), 14.11.2013

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7103E, Kat.G. Brigittenau Für das Gebiet zwischen Kapaunplatz und Aignerstraße Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Auf dem kleinen Plangebiet befindet sich am Kapaunplatz 10 der (§ 2a) denkmalgeschützte Kindergarten „Friedrich Wilhelm Fröbel“, der von der bekannten und u.a. auf die Errichtung von Kindergärten spezialisierten Architektin Margarete Schütte-Lihotzky 1950-1952 erbaut wurde. „Der Bau spiegelt den Willen der Stadtregierung, den sozialpädagogischen Niedergang der totalitären Ära des Nationalsozialismus zu überwinden und die Ideen der Zwanzigerjahre neuerlich aufleben zu lassen und sie weiter zu entwickeln.“ (Zitat Docomomo). Laut Erläuterungsbericht soll südlich dieses Hauptbaues eine zusätzliche bebaubare Fläche verordnet werden, um einen „Erweiterungsspielraum“ (S.4) zu schaffen. Wieso dafür so eine umfassende Ausweitung der Baufläche bis zur Aignerstraße erfolgen muss, zumal nur beabsichtigt ist einen „kleinräumigen Neubau an Stelle des bestehenden provisorischen Objekts“ (S. 3; südl. des Hauptbaues) zu errichten, bleibt unklar. Im Sinne der Erhaltung des denkmalgeschützten Bestandes wird empfohlen die Baufluchtlinien des Hauptbaues (aus 1950-52) möglichst dem Bestand genau anzupassen und die Höhenwidmung auf Bestand zu reduzieren (derzeit mit Bauklasse I viel höher gewidmet). Für den „beabsichtigten Erweiterungsspielraum“ möge dazu abgesetzt(!) eine kleinere bebaubare Fläche geschaffen werden. Dies gewährleistet nicht nur die Sicherung des denkmalgeschützten Hauptbaues, sondern dient auch der visuellen Lesbarkeit des architekturgeschichtlich bedeutenden Kindergartens.

1130 Wien

Stellungnahme zum Planentwurf Hietzing 8016 (Unter-, Ober St. Veit und Baumgarten; u.a. Klimt-Villa), 31.10.2012

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 8016, Kat.G. Unter St. Veit, Ober St. Veit und Unterbaumgarten Für das Gebiet zwischen Preindlgasse, Bezirksgrenze, Fleschgasse, Hietzinger Hauptstraße, Münichreithstraße, St.-Veit-Gasse, Kupelwiesergasse, Hietzinger Hauptstraße Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historischen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Dadurch wird auch am ehesten – neben der Festsetzung einer Schutzzone – der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. In diesem Zusammenhang wird auch auf unsere Stellungnahme zum Planentwurf 7985 vom 22. September 2011 hingewiesen, der große Teile des nun behandelten Gebietes umfasst aber nicht im Gemeinderat beschlossen wurde. Es wird vorgeschlagen die Schutzzone im Bereich St.-Veit-Gasse zu erweitern und die Häuser St.-Veit-Gasse 53 und 55 in die Schutzzone aufzunehmen (Nr. 53 ein sehr schönes Haus der Spätgründerzeit, Nr. 55 aus dem Spätbiedermeier), zumal sogar im Erläuterungsbericht (S. 4) das Gebäude Nr. 55 als „erhaltenswert“ eingestuft wird. Begrüßt wird die nun vorgesehene nochmals niedrigere Höhenwidmung (wie schon 2011 gefordert, damals war 7,5 m geplant) für das ebenerdige Haus St.-Veit-Gasse 47, die jedoch bestandsgenau erfolgen soll (ca. 3,5 statt wie jetzt vorgesehen 4,5 m). Sehr begrüßt wird ebenso die nun geplante Erweiterung der Schutzzone in der Auhofstraße um die Häuser Auhofstraße 78A bis 78C (Auhofstraße 78A Zitat Dehio: „Erb. 1909-11 von Carl Witzmann. 2geschossiger, sachlich gegliederter Villenbau (…).“ Für die Häuser in der Auhofstraße 78A bis 78C wird vorgeschlagen die Baufluchtlinien exakt an den Bestand anzupassen.

Wolfsberger Schloßberg

Erscheinungsbild Wolfsberger Schlossberg, 22.10.2013

Initiative Denkmalschutz, Presseaussendung Kärnten, 22. Oktober 2013 Initiative Denkmalschutz: Das Erscheinungsbild des Wolfsberger Schlossberges muss erhalten bleiben Der Gemeinderat will übermorgen einen Bebauungsplan beschließen, der „das einzigartige Erscheinungsbild des Schlosses“ zerstören würde. Am kommenden Donnerstag beabsichtigt der Gemeinderat der Stadt Wolfsberg einen integrierenden Flächenwidmungs- und Bebauungsplan zu beschließen, der den umstrittenen Neubau der so genannten Schlossbergsiedlung auf den Schüßlergründen ermöglichen soll. Der Verein Initiative Denkmalschutz appelliert eindringlich an die Gemeinderatsmitglieder den Beschluss auszusetzen und von einer Bebauung des Wolfsberger Schlossberges abzusehen. Gemeinde hat die Verpflichtung den Erhalt des historischen Ortsbildes zu wahren! Das Areal, das von einer historischen Wehrmauer umsäumt ist, liegt in dem sehr sensiblen Bereich zwischen der historisch schützenswerten Wolfsberger Altstadt und dem Schlossberg samt denkmalgeschützten Schloss von Henckel von Donnersmarck: auf der Festungsterrasse aus dem 14./15. Jh westlich des ebenso denkmalgeschützten Paurischen Hauses (Schloßstraße 1). Gemäß dem Kärntner Ortsbildpflegegesetz (K-OBG, § 1) hat die Gemeinde für die „Pflege des erhaltenswerten Ortsbildes zu sorgen“. Ortsbildpflegekommission und Naturschutzabteilung haben sich klar gegen jegliche Verbauung ausgesprochen!

Petition gegen die Zerstörung der Rosenhügel-Filmstudios, 17.09.2013

Neue Petition der Initiative Denkmalschutz: Petition gegen die Zerstörung der Rosenhügel-Filmstudios im Sinne des Wiener Landesgesetzes (LGBl. 2/2013): Kurzbeschreibung: Die Rosenhügelstudios in Wien-Mauer, die einzigen noch intakten Filmindustriebauten aus der Stummfilmzeit in Österreich, sind unmittelbar vom Abriss bedroht. Ein Verfahren zur Aufhebung des Denkmalschutzes der Filmateliers aus den 1920er Jahren („Halle 1“ und „Halle 2“) ist im Laufen. Der Verein Initiative Denkmalschutz fordert gemeinsam mit den hier Unterzeichneten den Erhalt dieser Inkunabeln der österreichischen Filmgeschichte. Petitionstext:

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ehem. Kaiserin Elisabeth-Spital, Stellungnahme zu Planentwurf 8053

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8053, Katastralgemeinde Rudolfsheim, 15. Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus Für das Gebiet zwischen Kardinal-Rauscher-Platz, Huglgasse, Felberstraße und Holochergasse, Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Bestand, Architektur und Baugeschichte Das Plangebiet ist ident mit dem Areal des ehem. Kaiserin Elisabeth-Spitals (von 1890 bis 2012 in Betrieb; 1888 bis 1891 als Kaiser Franz Joseph-Krankenhaus bezeichnet) und war eine weitläufige späthistoristische Anlage im Pavillonsystem. Von der ursprünglichen Anlage blieben nach der Aufhebung des Denkmalschutzes (§ 2a Denkmalschutzgesetz) im Jahr 2011 und den darauf folgenden umfangreichen Abrissen im heurigen Jahr nur mehr der südlich der Goldschlagstraße bestehende Teil erhalten: der Bettina-Stiftungspavillon (Felberstraße 66-76; erbaut: 1894-96) sowie die beiden identen, flankierenden Bauten Pavillon 4 im Westen (Holochergasse 2; ursprünglich Wohnhaus für die geistlichen Pflegerinnen mit Spitalskapelle; erbaut 1896/97) sowie im Osten das Wohnhaus/Verwaltungsgebäude für Beamte und Diener (Huglgasse 1; 1899-1900). Die Architektur, insbesondere die Fassadenentwürfe stammen von Eugen Sehnal, die Bauleitung hatte Franz Berger über und das Raumprogramm erstellte Friedrich Schauta.

Augartenspitz: Konzerthalle Muth 6.9.2013

Augartenspitz: Konzerthalle „Muth“ – Brief an die Nationalratsabgeordneten anlässlich Nationalratswahl, 06.09.2013 Sehr geehrte Kandidatin zur Nationalratsabgeordneten der Republik Österreich! Sehr geehrter Kandidat zum Nationalratsabgeordneten der Republik Österreich! Stellen Sie sich vor, Sie hätten ein Gesetz mitbeschlossen, in dem für bestimmte Vorhaben ganz klar gewisse Voraussetzungen gefordert werden. Stellen Sie sich vor, eine Behörde setzt sich darüber hinweg; bewusst und offenbar – von wem auch immer – beeinflusst. Stellen Sie sich vor, die Staatsanwaltschaft findet dabei keinen Anfangsverdacht, der eine Untersuchung rechtfertigen würde. Stellen Sie sich vor, ein Landeshauptmann sieht dabei keinen Anlass einzugreifen, obwohl er das Recht dazu hätte.

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Petition von Neustift

Neue Petition der Initiative Denkmalschutz: „Wirkungsvoller Schutz für historische Bauten und das Ortsbild in Schutzzonen“ am Neustifter Kirtag (23.-26. August 2013) Info- und Unterschriftenstand der Initiative Denkmalschutz am Neustifter Kirtag von 10 bis 24 Uhr (Freitag bis Montag)Anlässlich der jüngsten Abbrüche in der Schutzzone Neustift am Walde (vgl. Presseaussendungen vom Juli und August) wird die Initiative Denkmalschutz mit einem Info-Stand am traditionellen Neustifter Kirtag vertreten sein. Unser Verein wird gemeinsam mit örtlichen Bürgerinitiativen Unterschriften für eine Petition im Wiener Gemeinderat sammeln (Text im vollen Wortlaut siehe unten). Die politischen Stadtverantwortlichen werden dringend aufgefordert zu handeln, um der immer mehr um sich greifenden Kulturvernichtung in Wien endlich ernsthaft und wirkungsvoll Einhalt zu gebieten. Darüber hinaus stehen Mitglieder der Initiative Denkmalschutz für Auskünfte und weitere Informationen zur Verfügung. „Petition von Neustift“ im vollen Wortlaut Die Petition kann auch online unterstützt werden (für Wiener mit Handy-Signatur oder Bürgerkarte), siehe: http://www.wien.gv.at/petition/online Wir bitten um zahlreiches Unterzeichnen und um Weiterverbreitung! Rückfragehinweis:Markus Landerer und Claus Süssim Namen der Initiative DenkmalschutzVerein für den Schutz bedrohter KulturgüterFuchsthallergasse 11/51090 Wien / ViennaÖsterreich / Austriamobil: +43 (0)699 1024 4216tel/fax: +43 (0)1 310 22 94email:

Linzer Eisenbahnbrücke

Linzer Eisenbahnbrücke Denkmalschutzaufhebung – Herr Landeshauptmann bitte melden! 16.8.2013

Herr Landeshauptmann bitte melden! Sprechen auch Sie sich für den Abriss der Linzer Eisenbahnbrücke aus? Initiative Denkmalschutz zu Linzer Eisenbahnbrücke: Oberösterreich, Linz – Noch bis etwa nächster Woche(?) hat der Oberösterreichische Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer (ÖVP) Zeit den Bescheid des Bundesdenkmalamtes zu beeinspruchen. Leider hat er bis heute keine öffentliche Stellungnahme abgegeben. Während sich langsam die Vorgänge rund um die Denkmalschutzaufhebung des einzigartigen technischen Denkmals der Linzer Eisenbahnbrücke zu einem veritablen Skandal entwickeln, bleibt der Landeshauptmann von Oberösterreich verdächtig still. Nachdem sich in der Stadt Linz die SPÖ, FPÖ und Grüne für den Abriss der denkmalgeschützten Eisenbahnbrücke ausgesprochen haben, liegt jetzt die ganze Hoffnung auf der Position der Landes-ÖVP (die Stadt-ÖVP spricht sich – nur vermeintlich(?) – für den Erhalt der Eisenbahnbrücke aus). Der Landeshauptmann ist die einzige Partei im Denkmalschutzverfahren, die sich (noch?) nicht dezitiert für den Abriss ausgesprochen hat. Währenddessen verdichten sich die Indizien, dass sich der Denkmalbeirat ganz klar für den Erhalt der Eisenbahnbrücke ausgesprochen hat. Warum weicht nun das Denkmalamt von der Meinung des Denkmalbeirates ab? Unser Verein Initiative Denkmalschutz will keine Spekulationen anstellen, sondern endlich die Fakten auf den Tisch! – Wann wird endlich die Bevölkerung und damit die Öffentlichkeit sich ein sachliches Bild von der Angelegenheit machen dürfen, und warum verschanzt man sich hinter das Amtsgeheimnis, gerade in einer Angelegenheit, die sich im „öffentlichen Interesse“ befindet? – Herr Landeshauptmann bitte melden! Foto: NeoUrfahraner/Wikipedia Rückfragehinweis: Markus Landerer und Claus Süss im Namen der Initiative Denkmalschutz www.initiative-denkmalschutz.at Mobil: 0699 1024 4216 ZVR-Nr. 049832110

Linzer Eisenbahnbrücke

Linzer Eisenbahnbrücke – Denkmalschutzaufhebung durch Bundesdenkmalamt, 9. 8. 2013

Initiative Denkmalschutz zu Denkmalschutzaufhebung Linzer Eisenbahnbrücke: Landeshauptmann Pühringer ist aufgefordert die Entscheidung des Bundesdenkmalamtes zu beeinspruchen! Oberösterreich, Linz – Nach dem gestrigen Bekanntwerden, dass der Denkmalschutz für die Linzer Eisenbahnbrücke aufgehoben werden soll, ist nun der Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer am Zug und aufgefordert die 14tägige Einspruchfrist gegen den Bescheid des Bundesdenkmalamtes zu nutzen und gegen diesen zu berufen. Von allen anderen Parteien wie die ÖBB, die die Denkmalschutzaufhebung betreiben, und die Stadt Linz, die sich öffentlich gegen die Erhaltung ausgesprochen hat, sind wohl keine Einsprüche zu erwarten. Besondere Brisanz kommt in diesem Zusammenhang der Stellungnahme des Denkmalbeirates zu, der die Sachlage zu prüfen hatte. Dieses Gremium ist vor einer Bewilligung zur Zerstörung eines Denkmals zu hören (§ 5 Abs. 5 Denkmalschutzgesetz/DMSG). Inititiative Denkmalschutz fordert Transparenz und Offenlegung des Denkmalbeiratsprotokolls Unser Verein fordert die sachliche, öffentliche Diskussion über die Erhaltungsmöglichkeit der Linzer Eisenbahnbrücke, insbesondere da die Erhaltung von Kulturgut „im öffentlichen Interesse“ gelegen ist. Gemäß Verordnung über den Denkmalbeirat (BGBl. II Nr. 572/2003) kann der Denkmalbeiratsbericht veröffentlicht werden (§ 13 Abs. 3). Wenn es stimmt, dass der Denkmalbeirat für die Erhaltung der Linzer Eisenbahnbrücke eingetreten ist, dann hat die Öffentlichkeit ein Recht zu erfahren, wieso das Bundesdenkmalamt (BDA) hier zu einer anderen Entscheidung gekommen ist, insbesondere als dem Denkmalbeirat eine wesentliche Hilfestellung zur Entscheidungsfindung des Denkmalamtes zukommt. Absolute Transparenz ist das Gebot der Stunde.

Toboggan (Wien): Streit um Dachverlängerung bei ‚Teufelsrutsche‘

Der 25 Meter hohe „Toboggan“ (der Name stammt aus der Indianersprache Algonkin und bezeichnet einen leichten, einfachen Holzschlitten) im Wiener Prater ist ein außergewöhnliches Denkmal: Er ist ein weltweit einzigartiger historischer Rutschturm aus Holz. Die Geschichte des Toboggans, die älteste noch existierende Holzrutsche der Welt, beginnt 1913, als der Turm als „Teufels Rutsch“ eröffnet wurde, 1945 am Ende des 2. Weltkriegs abgebrannt, wurde er 1947 nach alten Originalplänen wiederaufgebaut. Im Jahr 2000 musste der Toboggan aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Der Turm verfiel zusehends und war eigentlich schon zum Abbruch freigegeben, als das Bundesdenkmalamt den Toboggan 2006 unter Denkmalschutz stellte (per Bescheid). Selbst Fachleute meinten damals, dass eine Restaurierung nicht mehr ginge, erzählt der Künstler Sammy Konkolits, doch „Geht nicht, gibt’s für mich nicht“. Er mietete 2005 die „Teufelsrutsch“ und ließ den Toboggan 2008/2009 umfassend sanieren (mit Fördermittel des Bundesdenkmalamtes und des Wiener Altstadterhaltungsfonds). Der groteske Gerichtsstreit um einen 40 cm-Dachvorsprung Alles begann mit der Generalsanierung 2008.  Während der Sanierung sprach sich der Grundeigentümer, die Praterservice (heute Prater Wien GmbH) gegen den Dachüberstand aus, obwohl dieser seit jeher Teil der historischen Turmanlage war und es kam zu einem Baustopp, berichtet der Rechtsanwalt Roland Zauner. Und auch das Bundesdenkmalamt machte die Wiederherstellung des Originals damals zur Bedingung. Doch nach diesem Einspruch während der Bauarbeiten erfolgte ein Baustopp und Sammy Konkolits sah sich gezwungen das Dach der Holzrutsche schließlich zu verkürzen. Seitdem regnete es bei Wind immer wieder auf die Holzrutsche, sodass die Rutsche mit der Zeit immer mehr geschädigt wurde. Der Dachüberstand fehlte immer schmerzlicher. Diesen Missstand ließ Konkolits schließlich – mit Untermauerung der Notwendigkeit durch ein Gutachten des Denkmalamtes – 2020 endlich beheben, indem er – wieder mit Förderungen des Bundesdenkmalamtes – das Dach der Holzrutsche seitlich verlängerte – so wie auch ursprünglich vom Denkmalamt vorgeschrieben. Doch jetzt schaltet sich die Baubehörde ein und fordert den Abriss dieses Dachvorsprungs. Jetzt muss das Verwaltungsgericht entscheiden, ob der neue, alte Dachteil am Toboggan wieder entfernt werden muss oder bestehen bleiben darf. SERVUS-TV-FERNSEHBERICHT (4 MIN): https://www.servustv.com/videos/aa-27tavwqd12111 (26.5.2021, „Streit um Teufelsrutsche im Wiener Prater“) ORF-FERNSEHBEITRAG (2 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14093385/Tobbogan-Krach-ums-Dach/14924861 (25.5.2021, „Tobbogan: Krach ums Dach„, ORF 2 ‚Wien Heute‘, 19:00 Uhr) Linktipps: – Der Toboggan auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Toboggan_(Wurstelprater) – Der Toboggan auf dem Blog „Baudenkmäler in Österreich“: https://baudenkmaeler.wordpress.com/2014/01/04/toboggan-prater-wien-ii – Eine Rutschfahrt auf dem Toboggan (Youtube; 2 MIN): https://www.youtube.com/watch?v=1WXgegK07XY (6.7.2020, „Wiener Prater Toboggan 360° VR POV Onride“, Rene – Über die Toboggan-Sanierung 2008/2009 (Österreichischer Ingenieurholzvbauverband; IHBV): https://www.ihbv.at/referenz/toboggan – Der Toboggan auf Facebook: https://www.facebook.com/prater.toboggan – Toboggan-Fotos (August 2016) von Erich J. Schimek (für die Initiative Denkmalschutz): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157672286480242 – Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshof 18.12.2006 (Baugebrechen Toboggan): https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vwgh/JWT_2006050056_20061218X00/JWT_2006050056_20061218X00.pdf bzw. https://www.ris.bka.gv.at/JudikaturEntscheidung.wxe?Abfrage=Vwgh&Dokumentnummer=JWR_2006050056_20061218X05 – Der Toboggan allgemein (Geschichte) Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Toboggan_(Fahrgesch%C3%A4ft) – Zum Vergleich: Der (kleinere) Münchner Toboggan (temporär am Oktoberfest):  https://www.oktoberfest.de/attraktionen/fahrgeschaefte/der-toboggan Literatur: – 100 Jahre Toboggan. Glanz und Elend und Glanz eines Prater-Wahrzeichens. Ein Interview mit und Fotos von Sammy Konkolits, o.O., o.J. [Wien, 2013] – Wolfgang Burghart, Der Toboggan – Rettung eines Prater-Originals, im Buch: „Österreichs gefährdetes Kulturerbe“ (Gerhard Hertenberger und Wolfgang Burghart; Hrsg. Initiative Denkmalschutz), Wien 2018, Seite 62 f. Aktuelle Medienberichte: 26. Mai 2021, Heute Gerichtsstreit: Prater-Wahrzeichen droht der Abriss. Toboggan-Betreiber Sammy Konkolits steigt die Baupolizei aufs Rutschendach, weil es zu breit ist. Obwohl der Umbau im Auftrag des Denkmalamtes lief: https://www.heute.at/s/prater-wahrzeichen-droht-wegen-40-cm-der-abriss-100144163 26. Mai 2021, MeinBezirk Wiener Prater: Streit um denkmalgeschützen Rutschturm Toboggan. Baupolizei und Denkmalamt sind sich uneinig: Wurde das Dach des Toboggan zu Recht um 40 Zentimeter verbreitert, oder nicht? Über die Zukunft des traditionsreichen Rutschturms im Prater entscheidet jetzt das Verwaltungsgericht: https://www.meinbezirk.at/leopoldstadt/c-lokales/streit-um-denkmalgeschuetzen-rutschturm-toboggan_a4670864 25. Mai 2021, ORF Gerichtsstreit über Dach auf Praterrutsche. Eine Uneinigkeit zwischen Baupolizei und Denkmalamt um einen 40-Zentimeter-Dachvorsprung eines 25 Meter hohen Wahrzeichens im Prater als Causa vor Gericht: Das Verwaltungsgericht muss entscheiden, ob der neue, alte Dachteil am Toboggan entfernt werden muss oder bleiben kann: https://wien.orf.at/stories/3105383 25. Mai 2021, Krone Behörden-Krach: Dachgroteske gefährdet Attraktion im Wiener Prater. Denkmalschutzgesetz oder Baurecht, was ist wichtiger? Im Wurstelprater in Wien ist das keine philosophische Frage, sondern kann im Extremfall zum Abriss des beliebten Toboggans führen. Die „Teufelsrutsche“ hat ein neues Dach. Daran scheiden sich die Geister. Es geht um 40 Zentimeter. Und einem Zwist unter Nachbarn: https://www.krone.at/2421521 Ältere Medienberichte: 28. September 2018, MeinBezirk Behörden schieben sich seit Monaten gegenseitig Verantwortung zu. Alarm: Denkmalschützer [= INITIATIVE DENKMALSCHUTZ] warnen vor Brandgefahr in Prater: https://www.meinbezirk.at/wien/c-lokales/alarm-denkmalschuetzer-warnen-vor-brandgefahr-in-prater_a2940339 2. September 2017, MeinBezirk Der neue Staatsmeister im Sackrutschen ist gefunden. Hochbetrieb am Toboggan im Wiener Prater. Sammy Konkolits, Betreiber der Holzrutschbahn, sucht den Staatsmeister im Sackrutschen: https://www.meinbezirk.at/leopoldstadt/c-lokales/der-neue-staatsmeister-im-sackrutschen-ist-gefunden_pic10948493_a2236335 10. August 2017, Die Presse „Möglichst nirgends anstoßen“: Rutschen ist für jeden erlernbar. Sammy Konkolits veranstaltet zum achten Mal die Staatsmeisterschaften im Sackrutschen. Der Ex-Fußballer hat damit seine Lebensaufgabe gefunden: https://www.diepresse.com/5267085/bdquomoglichst-nirgends-anstossenldquo-rutschen-ist-fur-jeden-erlernbar 13. März 2017, MeinBezirk Der Wiener Toboggan: Ein Denkmal aus Holz im Prater. Der 25 Meter hohe Holzrutschturm am Wiener Prater kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. An seiner Beliebtheit jedoch hat er bis heute nichts eingebüßt: https://www.meinbezirk.at/leopoldstadt/c-lokales/der-wiener-toboggan-ein-denkmal-aus-holz-im-prater_a2042884 9. Mai 2016, Der Standard 250 Jahre Prater: Der „Rutschduam“ des Teufels, die älteste Attraktion im Prater. Um den Toboggan oder „Teufels Rutsch“ ranken sich viele Mythen: https://www.derstandard.at/story/2000035119462/der-rutschduam-des-teufels-die-aelteste-attraktion-im-prater 31. August 2013, ORF 2 ORF 2 Fernsehsendung „Bürgeranwalt“ zu Toboggan (17:30 Uhr): https://volksanwaltschaft.gv.at/artikel/geruchsbelaestigung-durch-pferdemistcontainer-im-prater 30. August 2013, ORF Prater-Originale streiten über Pferdemist. Zwei Prater-Originale, die Teufelsrutsche und das Ponykarussell, streiten seit Jahren vor Gericht. Zankapfel ist ein Container, in dem die Pferdeexkremente des Karussells gelagert werden. Die Zukunft des Toboggans, der Teufelsrutsche, steht auf dem Spiel: https://wien.orf.at/v2/news/stories/2600988 20. April 2013, MeinBezirk Toboggan – 100 Jahre im Wiener Wurstelprater. Der Toboggan die beliebte Rutsche im Wiener Wurstelprater wird 100. Eine Sonderbriefmarke präsentiert Betreiber Sammy Konkolits: https://www.meinbezirk.at/leopoldstadt/c-lokales/toboggan-100-jahre-im-wiener-wurstelprater_a543121 9. April 2013, MeinBezirk Alsergrunder Künstler erweckt Toboggan zum Leben. Der Künstler Sammy Konkolits ehrt jetzt seine Teufelsrutsche anlässlich der 100-Jahr-Feier mit einer Sonder-Briefmarke: https://www.meinbezirk.at/alsergrund/c-lokales/alsergrunder-kuenstler-erweckt-toboggan-zum-leben_a527003 17. Dezember 2008, ORF Toboggan: Gleichenfeier im Prater. Die Sanierung der weltweit ältesten Holzrutsche, des Toboggan im Wiener Prater, ist fast beendet. Jetzt wurde die Gleichenfeier begangen. Die Ausbesserungsarbeiten waren schon dringend notwendig: https://wiev1.orf.at/stories/329512 17. Dezember 2008, Der Standard Auferstehung der Teufelsrutsche. Im Frühjahr sollen Besucher wieder über die legendäre und garantiert schwindlig machende Abwärtsspirale rutschen können: https://www.derstandard.at/story/1227289102888/auferstehung-der-teufelsrutsche 17. Dezember 2008, Die Presse Wiener Prater: Wiederbelebung des historischen „Toboggan“. Die rund 350.000 Euro teure Sanierung der weltältesten Holzrutsche ist beinahe abgeschlossen, am 15. März wird die Rutsche eröffnet. Rund 22 Kubikmeter Lärchen- und Fichtenholz wurden verarbeitet: https://www.diepresse.com/438383/wiener-prater-wiederbelebung-des-historischen-toboggan 17. Dezember 2008, Der Standard / APA Weltälteste Holzrutsche wieder wie neu. Toboggan-Sanierung beinahe abgeschlossen – Der Bau ist denkmalgeschützt – Seit […]

Gartenbaukino (Wien): Restaurierung zurück ins Jahr 1960

Das im Jahr 1960 neu eröffnete Gartenbaukino an der Wiener Ringstraße (Adresse: Parkring 12), entworfen vom Wiener (Kino-)Architekten Robert Kotas (*1904, +1973) wurde 2018 unter Denkmalschutz gestellt. Jetzt wird das im Gartenbauhochhaus befindliche Kino unter Aufsicht des Bundesdenkmalamtes  restauriert, dabei werden allerlei bauliche Veränderungen mit Akribie weitgehend wieder in die ursprüngliche Gestaltung zurückgeführt. Im Unterschutzstellungsbescheid des Bundesdenkmalamtes heißt es u.a.: „Als einzigem erhaltenen Großraum- und Einsaal-Premierenkino in Wien aus der Zeit um 1960 und Veranstaltungsort der Viennale sowie als eine der wenigen gut erhaltenen Freizeit- Architekturen der Nachkriegsmoderne in Wien und in Österreich kommt dem Objekt als Dokument der Freizeitkultur dieser Zeit besondere Bedeutung zu“. Bei Bar und Buffet wird die großteils übermalte Deckenbemalung rekonstruiert. Im Garderobengang am Weg zum Kinosaal hofft man noch darauf, ein altes Farbfoto zu finden, um der Farbgebung der ursprünglichen Tapete auf die Spur zu kommen. Personen, bei denen sich solche Fotos in den Privatsammlungen befinden, mögen sich bitte umgehend beim Gartenbaukino melden. ORF-FERNSEHBERICHT ZUM NACHSEHEN (2 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14093279/Spartacus-Plakate-bei-Kinosanierung-entdeckt/14924268 (24.5.2021, „Spartacus-Plakate bei Kinosanierung entdeckt“) Medienberichte: 24. Mai 2021, ORF Spartacus-Plakate bei Kinosanierung entdeckt. Die Generalsanierung des Gartenbaukinos am Ring sorgt für Überraschungen: Hinter einer Wandverkleidung sind Originalplakate für den Film „Spartacus“ aus dem Jahr 1960 aufgetaucht: https://wien.orf.at/stories/3105222 22. März 2021, Kurier Das neue Gartenbaukino will zurück in die 1960er. Bis Herbst wird Wiens größtes Ein-Saal-Kino renoviert – und sucht dafür nach Spendern: https://kurier.at/chronik/wien/das-neue-gartenbaukino-will-zurueck-in-die-1960er/401328195 22. März 2021, Die Presse Gartenbaukino: Zurück in die Zukunft. Das historische Kino am Wiener Parkring wird umfassend renoviert. Im Herbst soll das Gartenbaukino festlich und kitschig wie anno 1960 wiedereröffnen: https://www.diepresse.com/5955318/gartenbaukino-zuruck-in-die-zukunft 22. März 2021, ORF Gartenbaukino: „Zurück in die Zukunft“. Während Wiens Kinos bald wieder aufsperren wollen, weiß das Gartenbaukino, dass es zumindest bis Herbst geschlossen bleiben wird. Das denkmalgeschützte Einsaalkino am Ring wird generalsaniert, teilweise rückgebaut – und bittet dafür um Spenden: https://wien.orf.at/stories/3095657 22. März 2021, MeinBezirk Sesselpatenschaft und Crowdfunding: Das Gartenbaukino wird generalsaniert. Das Gartenbaukino wird komplett saniert und soll seinen Charme aus den 1960er-Jahren zurückbekommen. Wer das Kino unterstützen möchte, kann eine Sesselpatenschaft übernehmen: https://www.meinbezirk.at/innere-stadt/c-lokales/das-gartenbaukino-wird-generalsaniert_a4538159 12. Jänner 2021, ORF Gartenbaukino wird groß umgebaut. Das Gartenbaukino erhält ein Facelifting unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“. Chef Norman Shetler nützt die CoV-Krise zum groß angelegten Umbau des denkmalgeschützten Hauses am Ring. Rechtzeitig zur Viennale soll er fertig sein: https://wien.orf.at/stories/3084497 18. Jänner 2019, ORF Denkmalschutz für Gartenbaukino. Das Gartenbaukino auf dem Parkring steht seit dem Vorjahr unter Denkmalschutz. Damit zollt man seiner geschichtlichen und künstlerischen Bedeutung als Premierenkino Tribut: https://wien.orf.at/v2/news/stories/2959412 16. Oktober 2010, ORF Gartenbaukino wird 50 Jahre alt. Das Gartenbaukino hat doppelten Grund zu feiern: Einerseits begeht es sein 50-Jahr-Jubiläum, andererseits war 2010 das erfolgreichste Jahr des Kinos: https://wiev1.orf.at/stories/487542 Weitere interessante Weblinks: Das Gartenbaukino auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Gartenbaukino Die Geschichte des Gartenbaukinos: https://www.gartenbaukino.at/das-kino/die-geschichte-des-kinos.html Der Architekt Robert Kotas (Wien Geschichte Wiki): https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Robert_Kotas Fotos vom Gartenbaukino (Erich J. Schimek / Initiative Denkmalschutz): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157657528525509