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AKTUELLE BERICHTE
Österreich: Die vergessenen Lager der NS-Zeit (Beispiel Pulkau)
/ Berichte /Österreich allgemein / Hollabrunnvon IDM_adminIn der NS-Zeit gab es über ganz Österreich verteilt KZ-Lager samt Außenstellen, Zwangsarbeitslager, Kriegsgefangenenlager u.v.m. Das Bundesdenkmalamt arbeitet seit einigen Jahren an einem Verzeichnis dieser Orte, bevor diese noch mehr in Vergessenheit geraten und von der Natur zurückerobert werden. Über 2.000 solcher Orte soll es in ganz Österreich gegeben haben, mehr als tausend davon hat man schon verorten können. Am Beispiel von Pulkau im niederösterreichischem Weinviertel (Bez. Hollabrunn) wird diese Thematik vorgestellt, u. a. von Dr. Paul Mahringer, dem Leiter der Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung im Bundesdenkmalamt. Das kleine, ehemalige Zwangsarbeitslager von Pulkau z.B. ist noch immer Sperrzone. ORF-BERICHT WEITERLESEN: https://orf.at/stories/3215700 (4.6.2021, „NS-Opfer: Die vergessenen Lager“) ORF ZiB 2-FERNSEHBEITRAG (5 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-2/1211/ZIB-2/14094442/Liste-vergessener-NS-Orte-in-Oesterreich/14930746 (4.6.2021, ORF Zeit im Bild 2, „Liste vergessener NS-Orte in Österreich“)
Kapfenberg (Stmk): Böhler-Villa von Josef Hoffmann 1970 abgerissen
/ Berichte /Steiermark / Bruck-Mürzzuschlagvon IDM_adminIm Rahmen der ORF-Serie “Verlorenes Erbe” (im Vorabendprogramm in “Studio 2”) wurden diesmal zerstörte Villa Otto Böhler in der Industriestadt Kapfenberg (Mariazeller Straße 32) präsentiert. Dieses repräsentative Landhaus (historisches Foto) wurde 1910/11 vom bekannten Jugendstilarchitekten und Gründer der Wiener Werkstätte, Josef Hoffmann (*1870, +1956) erbaut (Entwurfszeichnung, Vorprojekt I, Villa Dr. Otto Böhler). Die Industriellenfamilie Böhler gründete 1870 ein Unternehmen von Weltrang (Stichwort „Böhlerstahl“), die Villa des Stahlwerk-Direktors Otto Böhler ging 1970 in Flammen auf. Im Rahmen einer Feuerwehrübung wurde es abgefackelt, nachdem das Landhaus in Stadtbesitz gekommen war und Hausschwammbefall festgestellt wurde. Im Fernsehbeitrag sprechen der Josef Hoffmann-Experte Rainald Franz (MAK) zur Hoffmann-Villa sowie Fritz Böhler, Enkel der Firmengründer sowie Günther Agath, Zeitzeuge aus Kapfenberg. In Kapfenberg selbst befindet sich noch das Hotel Böhlerstern (Werkshotel in der Friedrich-Böhler-Straße 13, vom bekannten Architekten Otto Prutscher entworfen) sowie neben dem Hoffmann-Landhaus eine Villa in der Mariazeller Straße 30, ein villenartiger Bau, kurz nach 1900 erbaut (ebenso von Otto Prutscher entworfen). An Stelle der Hofmann-Villa in der Mariazeller Straße 32 befindet sich heute ein medizinisches Zentrum. ORF-FERNSEHBEITRAG (6 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14094432/Verlorenes-Erbe-Boehler-Villa/14930519 (ORF ‚Studio 2‘: „Verlorenes Erbe: Böhler-Villa“, 4.6.2021) Linktipps: iD-Bericht (ORF ‚Verlorenes Erbe‘): „Wien: Die verlorenen Josef Hoffmann-Villen im 18. u. 19. Bezirk“: https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/wien-die-verlorenen-josef-hoffmann-villen-im-18-u-19-bezirk Der Architekt Josef Hoffmann: – auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Hoffmann – im Architektenlexikon: http://www.architektenlexikon.at/de/234.htm

LutzBruno (talk), public domain
Autor unbekannt, gemeinfrei
Stellungnahme Planentwurf 7238E, Ratschkybad in Meidling, 25.09.2014
/ Berichte /Wien 1120, Meidling von W.F.Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr.7238E, Kat.G. Meidling im Bezirk Meidling, 1120 Wien Für das Gebiet zwischen Ratschkygasse, Singrienergasse, Pohlgasse und Ruckergasse Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Im Plangebiet befinden sich folgende historische Objekte, die im Dehio-Handbuch, die Kunstdenkmäler Österreichs, angeführt werden: Das Ratschkybad (Ratschkygasse 26), das Sozialamt und SPÖ-Bezirksorganisation (erbaut 1890, Ruckergasse 40), die Schule der Stadt Wien in der Ruckergasse 44 (erb. 1901/02) und in der Singrienergasse 23 (erb. 1913/14). Die Empfehlungen im Detail: Das ehem. Städtische Volksbad ist seit 1993 denkmalgeschützt und wurde 1923/24 von Josef Bittner (mit Hubert Gessner und Adolf Stöckl; Ausführung Peter Brich) in späten Formen des Heimatstils erbaut und weist eine hohe Giebelfassade auf. Es wird vorgeschlagen die Baufluchtlinien dieses ehem. Tröpferlbades genau dem Bestand anzupassen (das ist derzeit im Planentwurf überhaupt nicht der Fall). Ebenso möge auch die gewidmete Höhe exakt dem Bestand angepasst werden (hier ist besonders für die giebelständige Fassade samt Dach eine besondere Widmung/Bestimmung nötig), um die Erhaltung dieses historischen Bades zu sichern.
Stellungnahme Planentwurf 8117, Gaswerk Leopoldau, 18.09.2014
/ Presseaussendungen /Wien 1210, Floridsdorf von W.F.Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 8117, Kat.G. Leopoldau in Floridsdorf, 1210 Wien Für das Gebiet zwischen Pfendlergasse, Jürgenssenweg, Rosenblattgasse, Tauschekgasse, Felmayergasse und Richard-Neutra-Gasse. Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Im Plangebiet befindet sich das ehem. Gaswerk Leopoldau (Pfendlergasse 1), das neben dem Simmeringer Gaswerk die ehemals größte Gaswerk-Erzeugung Wiens darstellte. Erbaut 1909-1912 von den Architekten Georg Köhler, Georg Löwitsch und Friedrich Dietz von Weidenberg weist die Anlage ein „bemerkenswertes Ensemble von Wohn- Verwaltungsgebäuden, Betriebs- und Magazinhallen“ auf (Dehio). Im Gelände des Gaswerks befinden sich aktuell 17 unter Denkmalschutz stehende Objekte. Einleitung: Zur Gewährleistung des Bestandes der historisch erhaltenswerten Bauten im Plangebiet wird vorgeschlagen – neben der Festsetzung einer Schutzzone – für diese sowohl die Höhenwidmung als auch die bebaubare Fläche exakt dem historischen Bestand anzugleichen. Ebenso wird empfohlen bei (ehem.) Wohngebäuden die Anzahl der Hauptgeschoße in einer besonderen Bestimmung („BB“) gemäß dem Bestand festzuschreiben. Dadurch wird am ehesten der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Die Empfehlungen im Detail:
Bauernhaus vulgo Mang – 1000 Jahre alte Geschichte vernichtet, 29. Juli 2014
/ Presseaussendungen /Steiermark / Murau (Pol. Bezirk)von Viktor ZdrachalEines der geschichtlich ältesten ländlichen Bauwerke der Steiermark abgerissen Murau (Bezirk). Vor wenigen Tagen wurde der historische Bauernhof – just als die zuständigen Beamten samt deren Urlaubsvertreter im Bundesdenkmalamt Steiermark nicht erreichbar sind – abgerissen. Zuvor bemühte sich das Denkmalamt um eine Unterschutzstellung, der Bescheid wurde aufgehoben. Aus unerfindlichen Gründen wurde dieser Bescheid jedoch nicht saniert. Bauernhaus vulgo Mang – (Bau-)Geschichtliche Bedeutung Das mächtige Bauernhaus, vulgo Mang (auch Freithofer-Hof genannt), in der Gemeinde St. Peter am Kammersberg im Ortsteil Althofen (Nr. 20), der geschichtlich auf einen karolingischen Großhof (Königshof) des 9. Jh. zurückgeht, von dem sich letztlich auch der Ortsname ableitet, prägte bis vor kurzem das Ortsbild. Es handelte sich damit um eines der geschichtlich ältesten ländlichen Bauwerke der Steiermark. Das Gebäude wies bemerkenswerte mittelalterliche Bausubstanz mit zahlreichen gotischen Baudetails auf. Ende letzter Woche (24./25. Juli) wurde das geschichtsträchtige Gebäude dem Erdboden gleichgemacht. Es war wohl kein Zufall, dass zu diesem Zeitpunkt die leitenden Beamten im Bundesdenkmalamt (Landeskonservatorat Steiermark) auf Urlaub waren. Bundesdenkmalamt mühte sich um Unterschutzstellung Bereits im Mai vorigen Jahres hatte das Denkmalamt erfahren, dass das Bauernhaus abgerissen werden soll und verhängte daraufhin wegen „Gefahr in Verzug“ eine sofortige Unterschutzstellung mittels Mandatsbescheids (§ 57 AVG), d. h. das Ermittlungsverfahren wurde nachgereicht. Im September schließlich erließ das Bundesdenkmalamt einen endgültigen Bescheid, gegen den berufen wurde. Mit Spruch vom 23. Juni 2014 wurde dieser Bescheid vom zuständigen Bundesverwaltungsgericht aus Formalgründen aufgehoben, da der Mandatsbescheid vom 10. Mai 2013 in der Hektik des Dienstschlusses an einem Freitag Nachmittag nicht mehr ordnungsgemäß mit einer (elektronischen) Amtssignatur versehen werden und damit nicht rechtskonform zugestellt werden konnte. Wieso unterblieb die Sanierung des Bescheides, sodass Abbruch ermöglicht wurde?
Wiener Stadtbildverlust in der Leopoldstadt: Obere Donaustraße 67A, 16.07.2014
/ Berichte /Wien 1020, Leopoldstadt von IDM_adminInitiative Denkmalschutz: Wieder Stadtbildverlust in der Leopoldstadt Abriss eines Neorenaissancegebäudes in der Oberen Donaustraße Nachdem die Gründerzeithäuser in der Taborstraße 81-83 nach großem Engagement einer örtlichen Bürgerinitiative und durch einen Eigentümerwechsel gerettet wurden, geht die Kulturzerstörung in der Leopoldstadt dennoch munter weiter. Dieser Tage wird gerade das Haus Obere Donaustraße 67A abgerissen. Dieses Gründerzeithaus bildete mit den benachbarten Häusern Nr. 67 und 69 eine geschlossene Blockverbauung mit einheitlicher Neorenaissance-Gliederung und reich instrumentierter Stirnfront an der südlichen Schmalseite (Foto:http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez02/00155202.jpg). Aus diesem Block – erbaut 1888/89 – wird gerade dieses mittig gelegene, schmale Haus wie ein Zahn aus einem Gebiss herausgerissen. Vor 6 Jahren wurde bereits das überaus wertvolle frühgründerzeitliche Gebäude Obere Donaustraße 61 abgebrochen (erbaut 1868; vgl. iD-Presseaussendung, 12.08.2008) und 1997 das 1864 erbaute Gründerzeithaus Obere Donaustraße 63, welches ein sehr seltenes Beispiel einer frühhistoristischen Straßenhofanlage bildete. All dies geschah, nachdem die Wertigkeit dieses Bereichs am Donaukanal seitens der Stadt Wien untersucht und als vermutlich wertvoll eingestuft wurde. Initiative Denkmalschutz verlangt großzügige Ausdehnung der Schutzzonen
Stellungnahme Planentwurf 8063E, Penzing: Linzer Straße, Bergmillergasse, 4. Juni 2014
/ Presseaussendungen /Wien 1140, Penzing von IDM_adminStellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 8059, Kat.G. Hütteldorf in Penzing, 1140 Wien Für das Gebiet zwischen Keißlergasse, Bergmillergasse, Christine-Enghaus-Weg, Linzer Straße, Stockhammerngasse, Helene-Odilon-Gasse und Weinfeldweg Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Einleitung: Zur Gewährleistung des Bestandes der historisch erhaltenswerten Bauten im Plangebiet wird vorgeschlagen – neben der Festsetzung einer Schutzzone – für diese sowohl die Höhenwidmung als auch die bebaubare Fläche exakt dem historischen Bestand anzugleichen. Ebenso wird empfohlen die Anzahl der Hauptgeschoße in einer besonderen Bestimmung („BB“) gemäß dem Bestand festzuschreiben. Dadurch wird am ehesten der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Anmerkung: Da in den gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen sowie im aktuellen Planentwurf keine Bestandshöhen angegeben sind, kann in dieser Stellungnahme nur auf augenfällige Differenzen zwischen Bestandshöhe und Widmungshöhe hingewiesen werden. Im Plangebiet befinden sich 2 unter Denkmalschutz stehende Objekte (Linzer Straße 417 und 419), diese sind jedoch „nur“ vermutlich(!) denkmalschutzwürdig (gemäß § 2a (Bundes-)Denkmalschutzgesetz), eine abschließende Prüfung über die Schutzwürdigkeit fehlt. Die historisch erhaltenswerten Objekte, bei denen oben angeführte Vorschläge umgesetzt werden sollen, sind: Linzer Straße 415 (in Schutzzone gelegen), 3geschoßiges späthistoristisches Eckhaus mit zeittypischem, gut erhaltenen Fassadendekor, erbaut 1911 von Matthäus Bohdal. Die bestehende Geschoßanzahl soll im Bebauungsplan festgeschrieben werden („BB“). Kindergarten in der Linzer Straße 417 (in Schutzzone gelegen; vermutlich denkmalschutzwürdig, § 2a Denkmalschutz). Ein einstöckiger, breit gelagerter, leicht geknickter traufständiger Bau mit genutetem Erdgeschoß, im 1. Stock mit Lünetten über den Fenstern. gartenseitig verglaste Holzveranda aus dem 4. Viertel des 19. Jahrhunderts. Hier mögen die Baufluchtlinien dem Bestand exakt angeglichen sowie die bestehende Geschoßanzahl in einer besonderen Bebauungsbestimmung festgeschrieben werden („BB“). Die geplante Höhenwidmung (Bauklasse II = 12 Meter) ist augenfällig zu hoch, diese soll ebenso dem Bestand exakt angepasst werden.
Stellungnahme Planentwurf 6778E, Wieden: Argentinierstraße, Goldeggasse, 30.5.2014
/ Berichte /Wien 1040, Wieden von IDM_adminStellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 6778E, Kat.G. Wieden, 1040 Wien Für das Gebiet zwischen Argentinierstraße, Goldeggasse, Mommsengasse und Weyringergasse Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Einleitung: Zur Gewährleistung des Bestandes der historisch erhaltenswerten Bauten im Plangebiet wird vorgeschlagen – neben der Festsetzung einer Schutzzone – für diese sowohl die Höhenwidmung als auch die bebaubare Fläche exakt dem historischen Bestand anzugleichen. Ebenso wird empfohlen die Anzahl der Hauptgeschoße in einer besonderen Bestimmung („BB“) gemäß dem Bestand festzuschreiben. Dadurch wird am ehesten der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Anmerkung: Da in den gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen sowie im aktuellen Planentwurf keine Bestandshöhen angegeben sind, kann in dieser Stellungnahme nur auf augenfällige Differenzen zwischen Bestandshöhe und Widmungshöhe hingewiesen werden. Gefährdete Bauten: Da kein Objekt im Plangebiet unter Denkmalschutz steht (mit Ausnahme Weyringergasse 16-18) und eine Schutzzone im Plangebiet derzeit fehlt und auch im aktuellen Planentwurf nicht vorgesehen ist, sind alle historischen Bauten im Plangebiet im Bestand gefährdet, da sie rein rechtlich in Bezug auf die Altstadterhaltung problemlos abgerissen werden könnten.(Anmerkung: Und auch der Gemeindebau Weyringergasse 16-18 ist „nur“ vermutlich denkmalschutzwürdig (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz), eine abschließende Prüfung über die Schutzwürdigkeit fehlt) Es muss erstaunen, dass im aktuellen Planentwurf keine einzige Schutzzonenwidmung vorgesehen ist, zumal die Stadt Wien 1996 das gesamte(!) Plangebiet als „mit hoher Wahrscheinlichkeit schutzwürdig“ ausgewiesen hat (vgl. Schutzzonenplan Wien, Grundlage für die flächendeckende Darstellung künftiger Untersuchungsgebiete; siehe Beilage), und sich auch der Gebäudebestand seit dieser Zeit nur sehr wenig verändert hat. Als erhaltenswerte Bauten werden seitens der Initiative Denkmalschutz folgende Bauten erachtet und daher werden für diese – neben den oben angeführten Empfehlungen – Schutzzonen vorgeschlagen. 1.) Schutzzone: Goldeggasse/Mommsengasse – Goldeggasse 15-17 sowie Mommsengasse 22 bis 24 (Eckhaus Mommsengasse 22 ident Goldeggasse 15; Anmerkung: die benachbarten aber außerhalb des Plangebietes liegenden Häuser in der Mommsengasse 19 bis 25 und Goldeggasse 14-16 sind ebenso erhaltenswert respektive schutzzonenwürdig, aber derzeit nicht in einer Schutzzone befindlich). Goldeggasse 15 bis 17 (Mommensengasse 22): Zwei gut erhaltene Gründerzeithäuser, erbaut 1887, mit reicher historistischer Fassadengliederung im Stil der „Neu-Wiener-Renaissance“ (Nr. 15 erbaut durch Stadtbaumeister Alois Dworschak, Bauherr A. Ridler und Alois Dworschak, großes Eckhaus mit abgeschrägter Eckachse und eingeschoßigem Eckerker, gerahmt von den einachsigen ortbandgerahmten Seitenrisaliten der Fassaden. Portal mit Hermenpilasterrahmung und gesprengtem Segmentgiebel mit eingestellter Frauenbüste. Zweiteiliges Foyer mit Blendarkadengliederung zwischen korinthischen Pilastern. An den Decken Fresken mit fliegenden Putten zwischen Rosenranken und Palmen.);
Stellungnahme Planentwurf 7735E, Mariahilf: Gumpendorferstraße, Kaunitzgasse, 24.4.2014
/ Berichte /Wien 1060, Mariahilf von IDM_adminStellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7735E, Kat.G. Mariahilf, 1060 Wien Für das Gebiet zwischen Gumpendorfer Straße, Kaunitzgasse, Magdalenenstraße und Esterhazygasse Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historischen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Dadurch wird auch am ehesten – neben der Festsetzung einer Schutzzone – der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Es wird vorgeschlagen – ergänzend zur bestehenden Schutzzone – die Schutzzone um folgende Häuser zu erweitern: Gumpendorfer Straße 63D Kaunitzgasse 10 (Denkmalschutz) 12, 14 Kopernikusgasse 2, 4, 6, 7, 10, 13 (Schule) und 15 (Häuser zumeist in den späten 1860ern erbaut) Insbesondere wird auf die hohe Bedeutung der Häuser Gumpendorfer Straße 63D sowie Kopernikusgasse 13 hingewiesen, die unbedingt Aufnahme in einer Schutzzone finden sollten. Zu prüfen wäre auch, ob das Doppelhaus Kopernikusgasse 9-11 sowie manche Häuser in der Gumpendorfer Straße 63A bis 63E in die Schutzzone aufgenommen werden sollten. Das Haus Kaunitzgasse 10 (E-Werk/Umspannwerk; Batteriegebäude, Werkstätte und Maschinenhalle) wurde kurz nach dem 1. Weltkrieg erbaut und steht unter Denkmalschutz (§ 3, per Bescheid). Die beiden anschließenden Häuser Kaunitzgasse 12 (erbaut 1874) und Kaunitzgasse 14 (erbaut 1873) sind gut erhaltene Gründerzeitbauten. Es wird empfohlen die Widmung Bauklasse III (16 Meter) im Sinne einer weitgehenden Bestandswidmung beizubehalten und nicht um 2 Meter zu erhöhen wie im Planentwurf vorgesehen (auf Bauklasse IV 18 m). (Das Nachbargebäude Kaunitzgasse 16 mit der aktuellen Höhenwidmung „W IV 18 m“ kann nicht als Maßstab für die Angleichung herangezogen werden, da im Bestand deutlich höher.)
Stellungnahme Planentwurf 8082 Ottakring: Seeböckg., Seitenbergg., 10.4.2014
/ Presseaussendungen /Wien 1160, Ottakring von IDM_adminStellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 8082, Kat.G. Ottakring, 1160 Wien Für das Gebiet zwischen Seeböckgasse, Seitenberggasse, Degengasse und Vorortelinie Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historischen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Dadurch wird auch am ehesten – neben der Festsetzung einer Schutzzone – der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Im Plangebiet befinden sich viele gründerzeitliche Bauten mit gut erhaltenen Fassaden (besonders erhaltenswerte Häuser: Wilhelminenstraße 67, Heigerleinstraße 20-22, Seeböckgasse 47). Schutzzone: Degengasse – Heigerleinstraße – Seitenberggasse Es wird vorgeschlagen für folgende Häuser, die gemeinsam ein zusammenhängendes Ensemble bilden, eine Schutzzone zu widmen: Degengasse 50 bis 56 (Ecke Heigerleinstraße 13 ), sowie für die Häuser Heigerleinstraße 18 bis 34A, Wilhelminenstraße 68 bis 72, Wilhelminenstraße 67 bis 69 (Ecke Heigerleinstraße 23 ). Ebenso die Häuser Seitenberggasse 17 bis 27 (siehe Foto; Ecke Wilhelminenstraße 61 ). Im Achleitner-Buch davon beschrieben: Heigerleinstraße 20-22 (siehe Foto): Bauherr: Josef Wiesgrill, Entwurf: Wenzel König, 1906 (S. 165) Wilhelminenstraße 67 (=Heigerleinstraße 28 , siehe Foto): Bauherr: Altine Gmeiner, Entwurf und Architekt Josef Schwarz, 1910 (S. 169)
Anlässlich Hopf-Haus Demo: Verliert die Donaustadt ihr historisches Erscheinungsbild, 4.4.2014
/ Presseaussendungen /Wien 1220, Donaustadt von IDM_adminInitiative Denkmalschutz: Verliert die Donaustadt ihr historisches Erscheinungsbild? ) Hopf-Haus: Anlässlich der Demo am 5.4.2014 gegen Abriss Das einstöckige Hopf-Haus in Wien-Kagran, ein wunderschönes Beispiel für den „Baumeister-Jugendstil“ in Transdanubien, soll abgerissen werden und einem 6geschoßigen Wohnungsneubau weichen. Das vom Stadtbaumeister Josef Hopf 1905-06 erbaute Haus zeichnet sich durch seine reizvolle, dekorative Fassade in secessionistischen bzw. Neoempire-Formen aus. Falls die Demonstration morgen, Samstag „Gegen den Abriss des Hopf-Hauses“ (5. April, 14-15 Uhr direkt vor dem Hopf-Haus, Donaufelder Straße 241; vgl. Facebook-Gruppe) den geplanten Abriss nicht mehr verhindern kann, sind die Verantwortlichen schnell ausgemacht: Es war wieder einmal die Untätigkeit sowohl der Wiener Stadtregierung als auch der Bezirksvertretung Donaustadt. Fordert die Untätigkeit von Gemeinde und Bezirk drei Opfer in Kagran? Diese beiden Institutionen haben es nämlich verabsäumt sich zeitgerecht für den Schutz der historisch wertvollen Häuserzeile an der Donaufelderstraße einzusetzen. 2004/05 wäre der richtige Zeitpunkt dafür gewesen. Damals wurde der aktuell gültige Flächenwidmungs- und Bebauungsplan im Gemeinderat beschlossen (24. Mai 2005; Plandokument 7482). Und der Bezirk Donaustadt hat in seiner Stellungnahme zum Planentwurf, die wesentlichen Einfluss auf den Beschluss im Gemeinderat hat, keinen Wunsch im Sinne der Erhaltung geäußert (mehrheitlicher Beschluss in der Bezirksvertretungssitzung vom 2. Dezember 2004): Es wurde weder eine Schutzzone noch eine niedrigere Bauhöhenwidmung vorgeschlagen, beides wesentliche Instrumente, die den Erhalt gesichert und den Anreiz zum Abriss und Neubau vermieden hätten. Donaufelderstraße 217 und 219 die nächsten Opfer? Nach dem Hopf-Haus könnten zwei weitere historische Gebäude in der Donaufelderstraße die nächsten Opfer sein: Beim Haus Donaufelderstraße 217 mit secessionistischem Fassadendekor, prangt aktuell schon ein Werbeplakat für einen Wohnungsneubau, ebenso beim Nachbarhaus aus der gleichen Bauepoche. Spätestens seit 1996 war die Erhaltenswürdigkeit bekannt! Bereits 1996 hat die Stadt Wien im Rahmen ihres Schutzzonenmodells Gebiete definiert, die „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ als schutzzonenwürdig eingestuft werden konnten, darunter waren auch die betroffenen Häuser. Geschehen ist leider – wie man sieht – nichts. Wann werden Gemeinde und die Bezirke endlich tätig? Flächenwidmungs- und Bebauungsplan ist das entscheidende Schutzinstrument