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AKTUELLE BERICHTE

Bahnhofensemble in Rekawinkel zerstört – ehem. Hotel Kühnel, 12.3.2015

Bahnhofensemble in Rekawinkel zerstört – ehem. Hotel Kühnel Für das Gebiet zwischen Hofwiesengasse, Speisinger Straße, Verbindungsbahn, Versorgungsheimstraße, Lainzer Straße und Chrudnergasse Initiative Denkmalschutz: Bahnhofensemble in Rekawinkel zerstört Großer kultureller Verlust für die Gemeinde Pressbaum im Wienerwald Der Bahnhof Rekawinkel besitzt eines der ganz wenigen Aufnahmsgebäude in Österreich, die noch aus der Frühzeit des Eisenbahnbaus (1856-1858) erhalten geblieben ist und vorbildlich restauriert wurde. Gleich neben dem Aufnahmsgebäude wurde – wie für Bahnhöfe damals üblich – entsprechende Infrastruktur für Eisenbahnreisende geschaffen. Dieses Hotel Kühnel wurde jetzt vor wenigen Tagen abgerissen, sodass das Ensemble gründerzeitlicher Bahnhof mit Bahnhofshotel zerstört wurde. Ursprünglich 1881 als Gasthaus errichtet, wurde das spätere Hotel Kühnel 1891 erweitert (Baumeister Franz Ginner). Die lang gestreckte, zweigeschoßige Fassade war von dreiachsigen Giebelrisaliten gegliedert und durch übergiebelte und gerade verdachte Fenster mit Putzparapeten akzentuiert. Seitlich befand sich ein Rohziegel-Werkstatt mit Wagenunterstand. Eine Inschrift am Gebäude lautete: „HÔTEL und CAFFÊ RESTAURATION Franz Kühnel“. Die Initiative Denkmalschutz fordert Gemeinden und Land Niederösterreich auf aktiv für das kulturelle Erbe einzutreten Seit vielen Jahren ist das Hotel Kühnel (Hauptstraße 13) unter den Augen der verantwortlichen Politiker und Behörden verfallen. Die Initiative Denkmalschutz zeigt sich enttäuscht, dass weder Politiker noch zuständige Behörden sich dem Erhalt dieses einzigarten Ensembles in Österreich angenommen hatten. Foto 1: Linie29, CC BY-SA 4.0, Wikipedia (Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hotel_K%C3%BChnel_Rekawinkel_001.JPG; weiteres Foto: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hotel_K%C3%BChnel_Rekawinkel_002.JPG Foto 2: während des Abbruchs am 8. März 2015, Fotografin: Doris Franziska Sander Quellen: Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Niederösterreich südlich der Donau, Teil 2 M bis Z (Hrsg. Bundesdenkmalamt), Horn-Wien 2003, S.1747 Dieter Halama, Das obere Wiental in alten Ansichten, Band 1, 2003 Manfred Wehdorn, Ute Georgeacopol-Winischhofer, Baudenkmäler der Technik und Industrie in Österreich, Band 1: Wien, Niederöstereich, Burgenland, Wien-Köln-Graz 1984, S. 218f. http://de.wikipedia.org/wiki/Pressbaum Markus Landerer und Claus Süss Initiative Denkmalschutz Verein für den Schutz bedrohter KulturgüterFuchsthallergasse 11/51090 Wien / ViennaÖsterreich / Austriamobil: +43 (0)699 1024 4216tel/fax: +43 (0)1 310 22 94www.initiative-denkmalschutz.atwww.facebook.com/initiative.denkmalschutzemail:

1130 Wien

Stellungnahme Planentwurf 8138, Lainz u. Speising, 05.03.2015

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7654E, Kat.G. Ober St. Veit in Hietzing, Wien Für das Gebiet zwischen Hofwiesengasse, Speisinger Straße, Verbindungsbahn, Versorgungsheimstraße, Lainzer Straße und Chrudnergasse Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Einleitung: Zur Gewährleistung des Bestandes der historisch erhaltenswerten Bauten im Plangebiet wird vorgeschlagen – neben der Festsetzung einer Schutzzone – für diese sowohl die Höhenwidmung als auch die bebaubare Fläche exakt dem historischen Bestand anzugleichen. Ebenso wird empfohlen die Anzahl der Hauptgeschoße in einer besonderen Bestimmung („BB“) gemäß dem Bestand festzuschreiben. Dadurch wird am ehesten der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Anmerkung: Da in den gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen sowie im aktuellen Planentwurf keine Bestandshöhen angegeben sind, kann in dieser Stellungnahme nur auf augenfällige Differenzen zwischen Bestandshöhe und Widmungshöhe hingewiesen werden. Begrüßt wird die neuerliche Festsetzung der Schutzzone im Bereich Chrudnergasse 2 bis 18, Lainzer Straße 164 bis 170 sowie Versorgungsheimstraße 1-3. Ebenso begrüßt wird die beabsichtigte Reduzierung der Höhenwidmungen in der Chrudnergasse 12 bis 18 von aktuell „W I“ (= 9 m) auf „W I 4,5“, wiewohl wir unsererseits eine Höhenwidmung im Bereich Chrudnergasse 12 bis 18 (vgl. Foto 1) von etwa 3,5 bis 4 Meter als besser geeignet vorschlagen, um den historischen Charakter des Straßenzuges authentischer bewahren zu können. Erfreulich ist auch die beabsichtigte Anpassung der Bauflächen- und Höhenwidmung weitgehend auf den Bestand beim Objekt Lainzer Straße 155 (Ecke Chrudnergasse 2).

Hallein

Einspruch gegen Bebauungsplan, Wittgenstein-Villa („Fischer-Villa“) in Oberalm bei Hallein, 05.03.2015

Einspruch gegen Bebauungsplan, Wittgenstein-Villa („Fischer-Villa“) in Oberalm bei Hallein, 05.03.2015 Einspruch gegen Bebauungsplan „Oberalm Süd und Bogenmühle Teil B“ – „Fischer-Villa“ In der so genannten Fischer-Villa (Fischer-Villa-Straße 6) hat der österreichische Philosoph Ludwig Wittgenstein (1889–1951) im Sommer 1918 – auf Fronturlaub bei seinem Onkel Paul Wittgenstein (1842–1928) – seiner epochalen Schrift „Tractatus logico philosophicus“ die endgültige Fassung verliehen. Die ehem. Sommerfrische-Villa ist nicht denkmalgeschützt, muss aber als erhaltenwürdiges, kulturgeschichtlich außergewöhnliche Gebäude eingestuft werden. Deshalb erhebt der Verein Initiative Denkmalschutz, der sich für den Erhalt gefährdeter Kulturgüter in Österreich einsetzt, Einspruch gegen den geänderten Bebauungsplan „Oberalm Süd und Bogenmühle Teil B“. Die Erweiterung der „Fischer-Villa“ in ein Doppelhaus hätte zur Folge, dass historisch bedeutsame Baustruktur zerstört würde. Die Beseitigung alten Baumbestandes würde sich negativ auf die Lebensqualität vor Ort auswirken. Die geplanten Maßnahmen würden die solitäre Stellung der Fischer-Villa mit ihrem charakteristischen Kranz mächtiger Bäume vernichten. Unser Verein fordert daher die Erhaltung und Restaurierung des bestehenden Bestandes im Hinblick auf die Nutzung als „Europäischen Erinnerungsort für lebendige Kultur“. Foto: Wittgenstein-Villa („Fischer-Villa“), Stefan Zenzmaier

1130 Wien

Stellungnahme Planentwurf 7318E, Cottagegasse, Gentzgasse, 05.03.2015

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7318E, Kat.G. Währing, 1180 Wien Für das Gebiet zwischen Cottagegasse, Hofstattgasse und Gentzgasse Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Es wird vorgeschlagen für das gesamte Plangebiet, das durch seine viergeschoßige gründerzeitliche Blockrandbebauung gekennzeichnet ist, eine Schutzzone auszuweisen. Bereits 1996 wurde dieses Gebiet von der Magistratsabteilung 19 mit hoher Wahrscheinlichkeit als schutzzonenwürdig befunden (vgl. „Schutzzonenmodell Wien“ ), und sonst hat es – bis auf den bedauerlichen Abbruch Cottagegasse 6 / Ecke Hofstattgasse 9 (Gasthaus „Sanfter Heinrich“ bzw. „Das Cottage“) in jüngster Zeit (vgl. Fotoserie: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157629297696963/ ) – kaum nachteilige Veränderungen der historistischen Gründerzeithäuser gegeben: Haus Gentzgasse 64-66 (historistische Fassadengliederung teilweise erhalten, gründerzeitliche Struktur im Inneren), Cottagegasse 2 (Ecke Gentzgasse 68; vgl. Foto 1; Eckturm, Fassade abgeschlagen, erhaltene gründerzeitlicher Dekor und Gestaltung im Inneren), Cottagegasse 4 (vgl. Foto 2; reiche späthistoristische Fassadengliederung), Hofstattgasse 7 (vgl. Foto 3; secessionistische Fassadengliederung). Insbesondere auch im Hinblick auf die gründerzeitliche Häuserzeile gegenüber der Cottagegasse 2-6 (die Häuser Cottagegasse 1 bis 7 wurden um 1890/1900 erbaut und zeichnen sich durch barockisierende und zum Teil üppige neomanieristische Formensprache aus), die sich zwar außerhalb des Plangebietes befindet, jedoch unzweifelhaft schutzzonenwürdig ist und ein gemeinsam geschütztes Straßenensemble bilden könnte, ist eine Schutzzonenwidmung angebracht. Ebenso wird empfohlen für das Plangebiet die Anzahl der Hauptgeschoße in einer besonderen Bestimmung („BB“) gemäß dem Bestand festzuschreiben. Dadurch wird am ehesten der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden.

1110

Stellungnahme Planentwurf 8143, ehem. Ariadne Fabrik, Pförtnerhaus, Simmeringer Hauptstraße 501, 11.02.2015

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 8143, Kat.G. Kaiserebersdorf in Simmering, 1110 Wien Für das Gebiet zwischen Csokorgasse, Nowalskigasse, Landesgrenze (Stadtgrenze) und Simmeringer Hauptstraße. Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Im Plangebiet befindet sich in der Simmeringer Hauptstraße 501 (Ecke Csokorgasse 2) das Backstein-Pförtnerhaus mit Eingangstor der ehem. Ariadne Draht- und Kabelwerke. Dies ist der letzte Überrest der 1921 bis 1924 erbauten Fabrik, die vom bekannten und 1928 ausgewanderten Architekten Michael Rosenauer entworfen wurde. Michael Rosenauer (*1884 in Wels, + 1971 in London) schuf während seiner Zeit in Österreich viele ausgezeichnete Bauten für private und öffentliche Auftraggeber. 1929 wird er als „einer der führenden Architekten Österreichs“ beschrieben (Das Jahrbuch der Wiener Gesellschaft 1929). Die Empfehlungen im Detail: Es wird vorgeschlagen das historische Backstein-Pförtnerhaus samt markantem, in Art Deco Anklängen gestalteten Eingangstor bestandsgenau zu widmen, um damit den Bestand zu sichern (Baufluchtlinien exakt dem Bestand anpassen, Höhenwidmung exakt bis zur Traufkante des Bestandes, detto Dachhöhe und -neigung).

Paragrah

Informationspflicht! VwGH-Erfolg für die Initiative Denkmalschutz, 15.12.2014

Informationspflicht! Verwaltungsgerichtshof „verurteilt“ Stadt Wien Großer Erfolg für die Initiative Denkmalschutz und engagierte Bürger Wien (OTS) – Im dauernden Kampf um ihre Rechte auf Auskunft gegenüber Wiener Behörden erzielte die Initiative Denkmalschutz einen großen Erfolg. Der VwGH erkannte am 18.11. die Rechtswidrigkeit einer Auskunftsverweigerung an. Die simple Frage nach einer zeitlichen Fristsetzung für Bezirksvertretungen in Bezug auf Stellungnahmen zu Flächenwidmungsplanentwürfen wurde nicht „mutwillig“ gestellt. Keine Transparenz: Bürgerpflanz auf Kosten der Steuerzahler Unglaublich, wie viel Energie und Aufwand die Stadt Wien dafür aufbringt, Bürgern ihre Rechte vorzuenthalten. Anstatt die, in einem bloßen Datum bestehende Auskunft zu erteilen, führte die Behörde und der Berufungssenat seitenlang und – wegen der Prozesskosten – teuer aus, warum eine solche Auskunft dem „Amtsgeheimnis“ unterliegt. Wer Bürgerbeteiligung ernst nimmt, muss Auskunftsrechte garantieren Wenn die zuständige Stadträtin Maria Vassilakou Bürgerbeteiligung anstrebt, dann ist sie auch dringend aufgefordert die dazu nötigen Auskunftsrechte in den Magistratsabteilungen sicherzustellen. Es ist schon pikant, dass gerade die dem Ressort Vassilakou unterstellte Magistratsabteilung 21 die Auskunft nun nachgewiesenermaßen rechtswidrig verweigert hatte. Daher ist die Initiative Denkmalschutz Mitglied bei Aktion 21 – pro Bürgerbeteiligung, um verstärkt die ihr zustehenden Bürgerrechte und echte Bürgerbeteiligung einzufordern. Das Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshof vom 18. November 2014 im vollen Wortlaut: hier klicken Rückfragehinweis: Markus Landerer und Claus Süss im Namen des Vorstandes der Initiative Denkmalschutz mobil: 0699 1024 4216 email: Linktipp: Verein Aktion 21 – pro Bürgerbeteiligung: www.aktion21.at

Otto Wagner Spital Steinhof: Stadt Wien ignoriert Mediationsergebnis, 25.11.2014

Alle in die Mediation eingebundenen Bürgerinitiativen distanzieren sich von geplanter Vorgehensweise der Stadt Wien Link zur Aussendung auf apa-ots-presseportal: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20141125_OTS0018/otto-wagner-spital-steinhof-stadt-wien-ignoriert-mediationsergebnis Wien (OTS) – Die beiden Steinhof Initiativen sowie die Bürgerinitiative Flötzersteig, alle Mediationsteilnehmer, fühlen sich durch die verkündeten Pläne der Stadt Wien vor den Kopf gestoßen. Ohne Vorliegen eines konkreten Nachnutzungskonzeptes für das Gesamtareal soll im Ostareal mit Wohnbautätigkeit begonnen werden. Entgegen den öffentlichen Stellungnahmen ignoriert die Stadt Wien damit wesentliche Grundsätze des Mediationsergebnisses. Das vom Büro Vassilakou eingesetzte Expertengremium stellt explizit klar, dass „der Ostteil im funktionalen und räumlichen Zusammenhang mit dem Gesamtareal betrachtet werden muss.“ Indem die Stadtregierung durch Wohnverbauung des Therapie-Areals den 2. Schritt vor den 1. setzen will, würden dem Gesamtprojekt wesentliche Zukunftschancen genommen. Fünf Initiativen fordern daher sofortigen Baustopp Alle an der Mediation beteiligten Bürgerinitiativen sowie die Initiative Denkmalschutz (Teilnehmer der Vormediation) und der Verein „Aktion 21 – pro Bürgerbeteiligung“ stellen eine gemeinsame zentrale Forderung: Sofortiger Baustopp für das Gesamtareal (außer Instandhaltungen) bis auf Weiteres. Foto: Erich J. Schimek Rückfragehinweis: Christine Muchsel, 0664 / 395 50 06, www.steinhof-gestalten.at Ing. Gerhard Hadinger, 0664 / 414 50 30, www.steinhof-erhalten.at Herta Wessely, Aktion 21 – pro Bürgerbeteiligung, www.aktion21.at Markus Landerer, Initiative Denkmalschutz, www.idms.at

1130 Wien

Stellungnahme Planentwurf 8077: Speising (u.a. Gallgasse, Maygasse, Winkelbreiten), 23.10.2014

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 8077, Kat.G. Speising in Wien-Hietzing, 1130 Wien Für das Gebiet zwischen Gallgasse, Riedelgasse, Meillergasse, Maygasse, Speisinger Straße, Winkelbreiten und Klitschgasse Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Einleitung: Zur Gewährleistung des Bestandes der historisch erhaltenswerten Bauten im Plangebiet wird vorgeschlagen – neben der Festsetzung einer Schutzzone – für diese sowohl die Höhenwidmung als auch die bebaubare Fläche exakt dem historischen Bestand anzugleichen. Ebenso wird empfohlen die Anzahl der Hauptgeschoße in einer besonderen Bestimmung („BB“) gemäß dem Bestand festzuschreiben. Dadurch wird am ehesten der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Anmerkung: Da in den gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen sowie im aktuellen Planentwurf keine Bestandshöhen angegeben sind, kann in dieser Stellungnahme nur auf augenfällige Differenzen zwischen Bestandshöhe und Widmungshöhe hingewiesen werden. Schutzstatus: Im Plangebiet befindet sich die so genannte Künstlersiedlung (Griepenkerlgasse 15-33 und Riedelgasse 16 bis 42) in einer Schutzzone, die auch im aktuellen Planentwurf in Größe und Umfang gleich bleiben soll. Das Bundesdenkmalamt hat folgende Objekte unter Denkmalschutz gestellt: Maygasse 37 (Haus Anton Peschka), Winkelbreiten 6 (Villa Wachter) sowie (vermuteter Denkmalschutz, § 2a DMSG) die genannte Künstlerhaussiedlung.

Stellungnahme Planentwurf 8097, ehem. Schweinemastanstalt, Emil-Behring-Weg 3, Hetzendorf, 25.09.2014

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 8097, Kat.G. Hetzendorf in Wien-Meidling, 1120 Wien Für das Gebiet zwischen Wundtgasse, Bezirksgrenze und Emil-Behring-Weg Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Im Plangebiet befinden sich Reste einer ehem. Schweinemastanstalt, deren erhaltene Teile am Emil-Behring-Weg 3, Wirtschaftsbau mit seitlichen Rampen und 2 Doppelwohnhäuser, per Bescheid unter Denkmalschutz stehen. Die Bauwerke gehörten zu einer Viehzuchtanlage im Stil der 1930er Jahre, wurden später in die „Bundesanstalt für Virusseuchenbekämpfung bei Haustieren“ umgewandelt, bevor diese dann vor wenigen Jahren nach Mödling übersiedelte. Die Empfehlungen im Detail: Sehr begrüßt wird die weitgehende Anpassung der Baufluchtlinien an den Bestand der denkmalgeschützten Objekte. Jedoch erscheinen die geplanten Höhenwidmungen (Bauklasse I beschränkt auf 7,5 m) doch ein wenig höher als der Bestand. Diese mögen daher genau den Bestandshöhen angepasst werden, um die Erhaltung dieser historischen Gebäude zu sichern. Ebenso sehr begrüßt wird die geplante „Gründwidmung“ (gärtnerische Ausgestaltung) am Areal der 3 erhaltenen und denkmalgeschützten Bauten, die in den ersten Planungsentwürfen für eine Verbauung vorgesehen war. Markus Landerer und Claus Süss im Namen des Vorstandes Verein Initiative Denkmalschutz Fotos: Markus Landerer, Initiative Denkmalschutz Quellen: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wien/Meidling auf Wikipedia, de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Wien/Meidling Initiative Denkmalschutz Verein für den Schutz bedrohter KulturgüterFuchsthallergasse 11/51090 Wien / ViennaÖsterreich / Austriamobil: +43 (0)699 1024 4216tel/fax: +43 (0)1 310 22 94www.initiative-denkmalschutz.atwww.facebook.com/initiative.denkmalschutzemail: (ZVR-Nr.: 049832110)

Klein-Mariazell (NÖ): Klosterabriss 1964 – Verlorenes Erbe

In der sehenswerten TV-Serie „Verlorenes Erbe“ im ORF 2-Vorabendprogramm (“Studio 2”) war am 9. Juni 2021 die Zerstörung des jahrhundertealten Klosters von Klein-Mariazell Thema (Bericht: Rupert Reiter-Kluger). Im Mittelalter, 1136 gegründet, war es ursprünglich ein Stift der Benediktiner in der Klostersiedlung Klein-Mariazell in der heutigen Gemeinde Altenmarkt an der Triesting. Nach der Klosteraufhebung durch Kaiser Josef II. 1782 wurde es 1825 versteigert und erlebte, zum Schloss umgebaut, eine zweite Blüte. Das Schloss von Kleinmariazell war bis zu seiner Zerstörung 1964 einer der ganz wenigen original erhaltenen Benediktinerklosterbauten in Österreich. Der Niedergang begann mit dem 2. Weltkrieg: 1940 wurde das Schloss als Umsiedlungslager genutzt. Nach dem Krieg war der Betrieb neun Jahre lang ein USIA-Betrieb, wurde also von der sowjetisch/russischen Besatzungsmacht verwaltet. In dieser Zeit begann der Verfall. Wertvolles Inventar wurde abgeführt, Einheimische plünderten zusätzlich. Trotzdem gab es in den 1950er-Jahren den Konsens über den hohen kulturellen Werte der Klosteranlage und die einhellige Auffassung, dass es nicht abgerissen werden darf. Auch gab es eine eigene Initiative des Publizisten Otto Schulmeister zur Rettung der Klosteranlage, doch alles vergeblich. 1964 wurde das Kloster wegen Baufälligkeit abgerissen. Im Zuge der Abbrucharbeiten wurden romanische Bauteile freigelegt, die dann doch noch vor der gänzlichen Zerstörung gerettet wurden. So blieb vor allem der Kreuzgang für die Nachwelt erhalten. Im Fernsehbeitrag werden interviewt: Stefan Smidt, Miteigentümer, und Thomas Aigner vom Verein für Kultur und Denkmalpflege im Oberen Triestingtal, der berichtet, dass seit etwa 25/30 Jahren hier wieder eine richtige Aufbruchsstimmung, ausgelöst durch die Generalsanierung der Basilika Klein-Mariazell 1994-98 und durch die Wiederansiedelung einer Ordensgemeinschaft und durch die Initiative Kulturverein Mariazell im Wienerwald, dessen Anliegen es ist, das alte Kloster in seiner alten Größe wieder sichtbar zu machen. ORF-FERNSEHBEITRAG (5 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14094950/Verlorenes-Erbe-Kloster-Kleinmariazell/14933381 (9.6.2021, ORF 2, ‚Studio 2‘: „Verlorenes Erbe: Kloster Kleinmariazell“) Linktipps: – Kloster Klein-Mariazell (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Klein-Mariazell – Mariazell im Wienerwald – Verein für Kultur und Denkmalpflege im oberen Triestingtal: https://www.mariazell-wienerwald.at/team – Mariazell im Wienerwald – gemeinnützige Kulturbetriebs GmbH: https://www.mariazell-wienerwald.at/team Medienberichte: 3. September 2020, NÖN Kulturelles Erbe. Thomas Aigner: „Mariazell liegt im Triestingtal“. Verein „Mariazell im Wienerwald“ revitalisiert die besonderen Schätze der Region: https://tab.noen.at/baden/kulturelles-erbe-thomas-aigner-mariazell-liegt-im-triestingtal-bezirk-baden-thomas-aigner-mariazell-im-wienerwald-221739615 30. Dezember 2019, NÖN Altenmarkt: Mariazell im Wienerwald soll zu Kulturregion werden. Mariazell im Wienerwald soll zu einer Kulturregion werden, die sich positiv auf die gesamte Region im südlichen Wienerwald auswirkt. Vielfältige Maßnahmen geplant: https://www.noen.at/baden/altenmarkt-mariazell-im-wienerwald-soll-zu-kulturregion-werden-altenmarkt-an-der-triesting-mariazell-im-wienerwald-leader-region-triestingtal-179239793 3. März 2019, NÖN Klein-Mariazell: Keller wird Kulturtreff. Verein für Denkmalpflege erwarb ehemaligen Stiftkeller und nützt ihn nun als Museumsdepot für historische Kleinode: https://www.noen.at/baden/klein-mariazell-keller-wird-kulturtreff-altenmarkt-an-der-triesting-stiftweinkeller-klein-mariazell-dioezesanarchiv-st-poelten-137423833

Klagenfurt (Ktn): Hausabriss neben Gasthof ‚Weißes Ross‘

Neben dem denkmalgeschützten Gasthaus ‚Zum weißen Ross“, einem spätbarocken Gebäude (spätes 18. Jh., mit Pilastergliederung und Fassadendekor) am St.-Veiter-Ring 19, befindet sich ein kleines, einstöckiges Häuschen in der Mondgasse 1 (Foto Gasthaus mit Abriss Mondgasse). Obwohl sich viele Klagenfurter eine Renovierung wünschten, wurde es Anfang Juni 2021 abgerissen. Zuvor stand es jahrzehntelang leer. Medienberichte: 3. Juni 2021, 5min Abbrucharbeiten in der Mondgasse haben begonnen. Klagenfurt – Die Abbrucharbeiten in der Klagenfurter Mondgasse haben begonnen. Viele kennen das Gebäude von vorbeifahren. Es stand zuletzt jahrelang leer: https://www.5min.at/202106385778/abbrucharbeiten-in-der-mondgasse-haben-begonnen 5. Juni 2021, MeinBezirk Mondgasse: Abbrucharbeiten haben begonnen: https://www.meinbezirk.at/klagenfurt/c-regionauten-community/abbrucharbeiten-haben-begonnen_a4687460