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AKTUELLE BERICHTE

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Stellungnahme Planentwurf 8099: Breitenfurter Straße 4-44, 25.02.2016

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8099, Katastralgemeinde Altmannsdorf, 12. Bezirk Meidling Für das Gebiet zwischen Breitenfurter Straße, Schneiderhangasse, Stegmayergasse, Sonnergasse, Breitenfurter Straße, Altmannsdorfer Straße Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab (und verweisen auf unsere fast gleichlautende Stellungnahme zum Planentwurf 7860 vom 20.11.2012): Grundsätzliches Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso mögen die Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand festgelegt werden. Dadurch wird auch am ehesten – neben der Festsetzung einer Schutzzone – der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Die Stellungnahme im Detail

1190 Wien

Türkenwirt (TÜWI): Rettung für Gründerzeitbau gestartet, 09.02.2016

Türkenwirt (TÜWI): Rettung für Gründerzeitbau in Döbling gestartet Petition Initiative Denkmalschutz gemeinsam mit Wiener Cottage Verein Wien (OTS) – Der Gründerzeitbau TÜWI in der Peter Jordan-Straße 76 soll – trotz Erhaltungswürdigkeit und Schutzzone – für die Erweiterung der Universität für Bodenkultur (BOKU) abgerissen werden. Forderung nach Erhaltung des TÜWI – Abbruchreife zu hinterfragen Für den Türkenwirt mit seinem färbig-glasiert gedeckten Turm wurde bereits eine Abbruchbewilligung („Abbruchreife“) erteilt, doch dem Augenschein nach befindet sich das Gebäude in einem baulich guten Zustand (außer Fassaden-Putzabplatzungen). Die soeben veröffentlichte Petition (www.wien.at/petition/online) fordert – im Sinne von Transparenz und Bürgerbeteiligung – die Veröffentlichung der Gutachten. Der Erhalt von Bauten in Schutzzonen liegt im öffentlichen Interesse, daher muss die Öffentlichkeit eingebunden werden! MODUL Gebäude: Möglicher Alternativstandort für Boku-Erweiterung Alternativen für die am Standort TÜWI angedachte BOKU-Erweiterung müssen gefunden werden. Das MODUL Gebäude in der Peter Jordan-Straße 78, gleich gegenüber des TÜWI gelegen, würde viel Platz bieten. Da die Tourismusschule MODUL der Wirtschaftskammer Wien bis 2018 in die Muthgasse übersiedeln wird, scheint dieser Standort ideal für eine mögliche BOKU-Erweiterung. Alternativen müssen jedenfalls gefunden werden, einen Abbruch in Schutzzonen werden wir nicht hinnehmen. Petition Türkenwirt zum Download: Download Die Petition Türkenwirt auf der Petitionsplattform der Stadt Wien (für digitale Signatur): http://www.wien.at/petition/online

1190 Wien

Casino Zögernitz: Initiative Denkmalschutz warnt vor Teilzerstörung

Casino Zögernitz: Initiative Denkmalschutz warnt vor Teilzerstörung Appell an Döblinger Bezirksräte übermorgen klar dagegen Stellung zu beziehen! Diesen Donnerstag, am 28. Jänner werden die Döblinger Bezirkspolitiker in der Bezirksvertretungssitzung ihre Stellungnahme zur Änderung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes abgeben, deren wesentliche Änderung in der Umwidmung des Casino Zögernitz liegt (Planentwurf Nr. 8050). Bereits am Tag zuvor am Mittwoch wird der Bauausschuss des 19. Bezirks diese Stellungnahme dazu vorbereiten. In der Umwidmung ist der Teilabbruch des Casino Zögernitz vorgesehen. Dazu hat die Initiative Denkmalschutz am 14. Jänner – im Rahmen der öffentlichen Auflage – eine kritische Stellungnahme verfasst, die allen Bezirksparteien zur Kenntnis gebracht wurde. Die vorgesehenen, umstrittenen Teilabbrüche Im aktuellen Planentwurf ist nämlich der Abbruch des nördlichen, um 1927 angefügten neobarocken Speisesaalanbaues (mit barockisierenden Eckrisaliten und floralen Stuckdekorationen) vorgesehen. Weiters die Zerstörungen des in diesem Bereich erhaltenen historischen Alleeabschnitts sowie der letzten Überreste der ursprünglich 1865 errichteten Endstation der Pferdeeisenbahnlinie im Nordwesteck des Grundstückes (ehem. Fahrkartenschalter). Stattdessen soll im nördlichen Bereich ein größer dimensionierter Wohnbau gewidmet werden. Wo bleibt der Schutzzonen-Schutz?

1210_Schicht-Fabrik

Stellungnahme Planentwurf 8153: Schicht-Villa, Angyalfödstr. 97-99, 1210 Wien

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8153 im 21. Bezirk, Katastralgemeinde Leopoldau Für das Gebiet zwischen Hans-Czermak-Gasse, Satzingerweg, Angyalföldstraße Bestand, Geschichte und Bedeutung der Bauten im Plangebiet Im Plangebiet befindet sich die so genannte „Schicht-Fabrik“ (Angyalföldstraße 97-99 bzw. Schichtweg 123-133, ehem. auch Donaufelderstraße 123), ein Industrieensemble aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, das „weniger ein architektonisches als ein kultur- und sozialgeschichtliches Interesse verdient“ (Zitat Achleitner). Der Industrielle Georg Schicht II verlegte 1884 die Sodafabrik vom 10. Bezirk auf den Standort in Leopoldau . Die Firma erzeugte zunächst Kristallsoda, Ätznatron, Chlorkalk, Laugenessenz und Waschblau. Im Jahr 1900 ließ Georg Schicht sich nach seinen Plänen (er war Absolvent der Technischen Hochschule und hatte die Baumeisterprüfung) die „ans Phantastische, aber sicher ans Kuriose grenzende ‚Englische Villa’“ erbauen (Architekt: Ferdinand Berehinak). Diese wird heute auch als „Schicht-Villa“ bezeichnet. 1910 wurde „ein Wasserglasofen für die Herstellung der bekannten Schicht-Seife“ errichtet, „die über den Zweiten Weltkrieg hinaus den Wohlstand der Firma sicherte. Neben dem bescheidenen, fast biedermeierlich wirkenden alten Wohnhaus und einem parkähnlichen Garten handelt es sich, einschließlich späterer Objekte (wie Garagen, Lagerhallen etc.) um ein geschlossenes Ensemble, das trotz der Bombenschäden ein interessanter ‚Zeitzeuge‘ geblieben ist.“ (Zitat Achleitner)

1190 Wien

Stellungnahme Planentwurf 8050, u. a. Casino Zögernitz, 14.01.2016

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 8050, Kat.G. Oberdöbling und Heiligenstadt Für das Gebiet zwischen Barawitzkagasse, Heiligenstädter Straße, Rampengasse, ÖBB Franz-Josefs-Bahn, Radelmayergasse, Döblinger Hauptstraße und ÖBB Vorortelinie. Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Im Plangebiet befinden sich zahlreiche historisch wertvolle Biedermeierbauten, vor allem aber Gründerzeitbauten im Ensemble Allgemeines: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historischen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Weiters möge in einer besonderen Bestimmung die Anzahl der Geschoße mit der Anzahl der bestehenden Geschoße festzusetzen. Dadurch wird auch am ehesten – neben der Festsetzung einer Schutzzone – der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Auf Grund des Fehlens von Daten der Bestandshöhen können wir bei den aus unserer Sicht historisch relevanten Objekten nur die augenfälligen Abweichungen von Bestandshöhe zur geplanten Widmungshöhe aufzeigen.

1190 Wien

Stellungnahme Planentwurf 8141, ehem. städtischer Schlachthof, Grinzinger Str. 151, 14.1.2016

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8141 im 19. Bezirk, Katastralgemeinde Nußdorf Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8141 im 19. Bezirk, Katastralgemeinde Nußdorf Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Bachofenstraße 8 / Boschstraße 62 , ehem. Handschuhfabrik Zacharias (per Bescheid unter Denkmalschutz), 2stöckiger, 1886/87 vom Architekten Gutav Matthies erbauter, stark gegliederter Sichtziegelbau aus der Gründerzeit (Umbau 1904). Die Firma J. E. Hacharias zählte zu den bedeutendsten und modernsten Handschuhfabriken der Monarchie. Es wird begrüßt, dass die Baufluchtlinien wieder exakt dem Bestand angepasst werden sollen. Im aktuell gültigen Plandokument 7674 (aus 2006) ist südlich im Anschluss an das Gebäude das Areal als Parkplatz gewidmet, das „von jeder oberirdischen Verbauung freizuhalten ist“ (BB4). Nun soll im neuen Planentwurf die bebaubare Fläche direkt an das Gebäude heranrücken, sodass die Südansicht des denkmalgeschützten Fabriksgebäudes verloren gehen könnte. Es wird daher angeraten, die bebaubare Fläche vom Bestandsobjekt abzurücken, um das südseitige Erscheinungsbild der ehem. Handschuhfabrik zu sichern.

1160 Wien

Stellungnahme Planentwurf 8140, Station Hernals (Vorortelinie), 24.12.2015

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 8140, Kat.G. Ottakring und Dornbach, 1160 und 1170 Wien Für das Gebiet zwischen Paletzgasse, Julius-Meinl-Gasse, Hernalser Hauptstraße und Heigerleinstraße Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Im Plangebiet befindet sich das Stationsgebäude der ehem. Vorortelinie (heute S45), die 1893-1898 nach Plänen des berühmten Jugendstilarchitekten Otto Wagner erbaut wurde. Das Gebäude der „Station Hernals“ besteht aus einem monumentalen Baublock mit Eckrisaliten in Renaissanceformen. Nun soll neben dem historischen Stationsgebäude auf einem Areal einer ehemaligen Kohlenrutsche ein Wohngebäude errichtet werden (ca. 25 Meter Höhe bis zur Firstkante; BB13 = 84,7 m über Wiener Null). Die Empfehlungen im Detail: Die Initiative Denkmalschutz schlägt vor, die bebaubare Fläche – insbesondere in Bezug auf die Höhenerstreckung- stark zu reduzieren, um der Bedeutung des denkmalgeschützten Stationsgebäudes samt Schnellbahnstrecke gerecht zu werden und eine allzu starke visuelle städtebauliche Beeinträchtigung hinanzuhalten. Die Initiative Denkmalschutz schließt sich sinngemäß der Stellungnahme des Fachbeirats für Stadtplanung und Stadtgestaltung an, die da lautet: „(…). Das Gebäude der Station Hernals ist, sowohl in seiner spezifischen städtebaulichen Situierung, wie auch in der gestalterischen Ausbildung und Gliederung ein im Schaffen Otto Wagners besonderer Bau. Städtebaulich durch die sich aus der Linienführung der Bahnlinie ergebende Schrägstellung zum gründerzeitlichen Raster, gestalterisch durch den sich aus dieser städtebaulichen Setzung resultierenden Verzicht auf die Symmetrie und die unterschiedliche Ausbildung der Anbindungsbauwerke. Ein prägnantes Element der Führung der Vorortelinie ist der Wechsel von Hoch- und Tieflage mit den dafür notwendigen Einschnitten sowie den Brücken/Viadukt und Dammbauwerken. Der Wechsel der der Station zugehörigen Bauwerke ist an der Station Hernals exemplarisch ablesbar, Brücke/Viadukt auf der Nordseite, der Bahndamm mit Böschung auf der Südseite. Eine Bebauung dieser Böschung südlich des Stationsgebäudes wäre ein Eingriff in das Ensemble, der das ganzheitliche Wagner’sche Konzept und seine historische Bedeutung zerstören würde. Eine Bebauung dieses Grundstücksteiles wird vom Fachbeirat dezidiert abgelehnt. Eine Bebauung darf nicht über den Scheitelpunkt der Böschung hinausgehen. Die Höhenentwicklung, Situierung und Ausbildung der Baukörper am hinter der Böschung liegenden südlichen Grundstücksteil muss auf diesen einzigartigen Kontext und die spezifische Situation subtil reagieren. Anforderungen für eine Realisierung: Sowohl die Baukörperkonfiguration wie auch die Ausbildung der Fassaden müssen dem Kontext entsprechend von hoher Qualität und Subtilität sein. (…)“ Foto: S45-Station Hernals (ehem. Vorortelinie), Hernalser Hauptstraße 177 / Heigerleinstraße 45; Fotograf: Markus Landerer / Initiative Denkmalschutz Quellen: Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Wien X. bis XIX. und XXI. bis XXIII. Bezirk (Topographisches Denkmälerinventar, Hrsg. Bundesdenkmalamt), Wien 1996, S. 440 Die Station Hernals auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Wien_Hernals Markus Landerer und Claus Süss im Namen des Vorstandes Verein Initiative Denkmalschutz Initiative Denkmalschutz Verein für den Schutz bedrohter KulturgüterFuchsthallergasse 11/51090 Wien / ViennaÖsterreich / Austriamobil: +43 (0)699 1024 4216tel/fax: +43 (0)1 310 22 94www.initiative-denkmalschutz.atwww.facebook.com/initiative.denkmalschutzemail:

1160 Wien

Stellungnahme Planentwurf 8140, Station Hernals (Vorortelinie), 24.12.2015

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 8140, Kat.G. Ottakring und Dornbach, 1160 und 1170 Wien Für das Gebiet zwischen Paletzgasse, Julius-Meinl-Gasse, Hernalser Hauptstraße und Heigerleinstraße Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Im Plangebiet befindet sich das Stationsgebäude der ehem. Vorortelinie (heute S45), die 1893-1898 nach Plänen des berühmten Jugendstilarchitekten Otto Wagner erbaut wurde. Das Gebäude der „Station Hernals“ besteht aus einem monumentalen Baublock mit Eckrisaliten in Renaissanceformen. Nun soll neben dem historischen Stationsgebäude auf einem Areal einer ehemaligen Kohlenrutsche ein Wohngebäude errichtet werden (ca. 25 Meter Höhe bis zur Firstkante; BB13 = 84,7 m über Wiener Null). Die Empfehlungen im Detail: Die Initiative Denkmalschutz schlägt vor, die bebaubare Fläche – insbesondere in Bezug auf die Höhenerstreckung- stark zu reduzieren, um der Bedeutung des denkmalgeschützten Stationsgebäudes samt Schnellbahnstrecke gerecht zu werden und eine allzu starke visuelle städtebauliche Beeinträchtigung hinanzuhalten. Die Initiative Denkmalschutz schließt sich sinngemäß der Stellungnahme des Fachbeirats für Stadtplanung und Stadtgestaltung an, die da lautet: „(…). Das Gebäude der Station Hernals ist, sowohl in seiner spezifischen städtebaulichen Situierung, wie auch in der gestalterischen Ausbildung und Gliederung ein im Schaffen Otto Wagners besonderer Bau. Städtebaulich durch die sich aus der Linienführung der Bahnlinie ergebende Schrägstellung zum gründerzeitlichen Raster, gestalterisch durch den sich aus dieser städtebaulichen Setzung resultierenden Verzicht auf die Symmetrie und die unterschiedliche Ausbildung der Anbindungsbauwerke. Ein prägnantes Element der Führung der Vorortelinie ist der Wechsel von Hoch- und Tieflage mit den dafür notwendigen Einschnitten sowie den Brücken/Viadukt und Dammbauwerken. Der Wechsel der der Station zugehörigen Bauwerke ist an der Station Hernals exemplarisch ablesbar, Brücke/Viadukt auf der Nordseite, der Bahndamm mit Böschung auf der Südseite. Eine Bebauung dieser Böschung südlich des Stationsgebäudes wäre ein Eingriff in das Ensemble, der das ganzheitliche Wagner’sche Konzept und seine historische Bedeutung zerstören würde. Eine Bebauung dieses Grundstücksteiles wird vom Fachbeirat dezidiert abgelehnt. Eine Bebauung darf nicht über den Scheitelpunkt der Böschung hinausgehen. Die Höhenentwicklung, Situierung und Ausbildung der Baukörper am hinter der Böschung liegenden südlichen Grundstücksteil muss auf diesen einzigartigen Kontext und die spezifische Situation subtil reagieren. Anforderungen für eine Realisierung: Sowohl die Baukörperkonfiguration wie auch die Ausbildung der Fassaden müssen dem Kontext entsprechend von hoher Qualität und Subtilität sein. (…)“ Foto: S45-Station Hernals (ehem. Vorortelinie), Hernalser Hauptstraße 177 / Heigerleinstraße 45; Fotograf: Markus Landerer / Initiative Denkmalschutz Quellen: Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Wien X. bis XIX. und XXI. bis XXIII. Bezirk (Topographisches Denkmälerinventar, Hrsg. Bundesdenkmalamt), Wien 1996, S. 440 Die Station Hernals auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Wien_Hernals Markus Landerer und Claus Süss im Namen des Vorstandes Verein Initiative Denkmalschutz Initiative Denkmalschutz Verein für den Schutz bedrohter KulturgüterFuchsthallergasse 11/51090 Wien / ViennaÖsterreich / Austriamobil: +43 (0)699 1024 4216tel/fax: +43 (0)1 310 22 94www.initiative-denkmalschutz.atwww.facebook.com/initiative.denkmalschutzemail:

Türkenwirt

Abrisswelle rollt über Wien. Forderung nach 5-Punkte-Plan, 04.11.2015

Initiative Denkmalschutz: Abrisswelle rollt über Wien Die Vernichtung des historischen Stadtbildes geht zügellos weiter Ob Schutzzone oder nicht, es hat den Anschein, als ob es keinen Unterschied macht. Aktuell werden und wurden laufend historisch wertvolle Häuser in Wien abgerissen. Ein unvergleichliche Abrisswelle rollt derzeit über Wien. So wird u. a. in wenigen Wochen der „Türkenwirt“, ein bedeutendes Gründerzeithaus im 19. Bezirk, der Spitzhacke zum Opfer fallen, und das trotz Schutzzone! (Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157629287691293/ bzw. siehe Foto anbei; vgl. auch Anmerkung unten) Die aktuellen Koalitionsverhandlungen – eine Chance für die Altstadterhaltung? Die vergangenen 5 Jahre der Rot-Grünen Stadtregierung waren geprägt durch herbe Verluste (u.a. zahlreiche Zerstörungen in den Heurigenorten, wie z.B. in Neustift am Walde; das Hopf-Haus in der Donaustadt u.v.m.). Die laufenden Koalitionsverhandlungen müssen dazu genutzt werden auch über Altstadterhaltung und das historische Stadtbild nachhaltig und sehr konkret zu verhandeln. Vizebürgermeisterin Vassilakou hat bereits Handlungsbedarf eingestanden Vizebürgermeisterin Vassilakou hat den Handlungsbedarf offenbar schon einmal erkannt und in einer großen Tageszeitung am 17. März 2015 kundgetan: „Kein Altbau-Abriss mehr ohne mein Okay“ und sprach die Probleme der Abrisswelle an: Außerhalb von Schutzzonen kann quasi sofort mit dem Abriss ohne Prüfung der Erhaltenswürdigkeit begonnen werden, innerhalb der Schutzzone bekommt man trotz Schutzwürdigkeit die Erlaubnis wegen „technischer“ (u. wirtschaftlicher) Abbruchreife. Eine weitere Ursache bildet auch die Verschleppung der ursprünglich großzügig geplanten Erweiterung von Schutzzonen, wie sie seitens der MA 19 1996 angedacht war, jedoch weitgehend unberücksichtigt blieb. Ebenso müssen endlich auch die Anreize für Abrisse auf Grund der Ungleichbehandlung bei Mietpreisen zwischen Alt- und Neubauten abgeschafft werden, die Eigentümer geradezu dazu anstiftet ihre Häuser abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen.

Bad Ischl (OÖ): Grand Hotel Bauer 1975 abgerissen (‚Verlorenes Erbe‘)

In der sehenswerten TV-Serie „Verlorenes Erbe“ (von Rupert Reiter-Kluger) im ORF 2-Vorabendprogramm (“Studio 2”) wurde am 16.6.2021 der Grand Hotel Bauer in Bad Ischl behandelt. Das ehemalige Luxushotel für die gehobene Gesellschaft in der ehemaligen Kaiserstadt wurde in den 1970er-Jahren abgerissen. Auf einer Anhöhe gelegen, hatte man einen schönen Blick auf die Kurstadt, heute befindet sich an seiner Stelle eine Wiese. 1860 erwarb Andreas Bauer das Areal des ehemals an diesem Ort sich befindlichen Bauernhauses „Am Haischberg“ und erbaute ab 1861 das neue Luxushotel. Ursprünglich war es als „Sommerhotel“ nur während der Sommermonate in Betrieb. Nach dem 1. Weltkrieg musste sich Bad Ischl neu orientieren, weil das Kaiserhaus abhanden kam. In schwierigen Zeiten gelang aber noch einmal eine kleine Blütezeit (u. a. mit Tennis und Golf). Nach mehrmaliger Versteigerung erwarb eine Aktiengesellschaft in Zürich 1934 die Liegenschaft. 1936-37 wurde es vom österreichischen Architekten Anton Potyka umgebaut. Im 2. Weltkrieg wurde der Betrieb 1940 eingestellt. Erst mit der Nutzung als Lazarett 1943 wurde eine Zentralheizung eingebaut, um das Haus erstmals ganzjährig nutzen zu können. Im gleichen Jahr wurden vier Baracken errichtet, die den Kranken und der Rehabilitation dienten. 1949 als „Privatsanatorium Salzkammergut“ geführt, ging das ehem. Grand Hotel drei Jahre später in Konkurs. Danach betrieb die Wiener Neulandschule dort eine Volksschule und die Unterstufe des Gymnasiums, doch auch dieser Betrieb wurde 1966 eingestellt. Im ORF-Fernsehbeitrag spricht darüber Maria Sams vom Stadtmuseum Bad Ischl. Danach war das Gebäude etwas desolat, stand leer und wurde schließlich zur Ruine, bis es 1974/75 abgerissen wurde. Drei der 1943 erbauten Baracken stehen heute noch und dienen als Schule, der Lebenshilfe, sowie Vereinen. 2002 gab es Überlegungen wieder an der gleichen Stelle ein Hotel zu errichten, zu dem kam es aber nicht. Heute gibt es erneut Pläne ein neues Grand Hotel anlässlich der Ernennung Bad Ischl 2024 zur Europäischen Kulturhauptstadt zu errichten, jedoch an einem anderen Ort. Das neue „Grand Elisabeth“ (Video) soll den Tourismus im Salzkammergut wieder ankurbeln (Unterlagen Pressekonferenz). ORF-FERNSEHBEITRAG (4 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14095799/Grand-Hotels-in-Bad-Ischl/14939011 (16.6.2021, ORF-Studio 2, „Grand Hotels in Bad Ischl“) Linktipps / Quellen: Die Geschichte des Areal „Bauerpark“ bzw. „Hotel Bauer“: http://www.bauerpark.at/Mehr%2008.htm RADIOBEITRAG (10 min): Zeitsprünge – Hotel Bauer und Bauerpark mit Helga Peer:  https://cba.fro.at/406097 (Cultural Broadcasting Archive)

Haus Beer (Wien): Architekturjuwel von Josef Frank wird Museum

Das Haus (oder die Villa) Beer ist „das wohl bedeutendste Beispiel der Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit“ (Zitat Friedrich Achleitner*) und steht – so gut wie in seinem Originalzustand erhalten – seit 1987 unter Denkmalschutz. Es wurde vom Gummisohlenfabrikanten Julius Beer in Auftrag gegeben und ist ein Vorzeigebauwerk moderner Architektur aus 1929-31 vom österreichisch-schwedischen Architekten und Designer Josef Frank (* 15. Juli 1885 in Baden bei Wien; † 8. Jänner 1967 in Stockholm) gemeinsam mit Oskar Wlach. Kaum ein Haus der Wiener Moderne ist öffentlich zugänglich. Jetzt ist ein Glücksfall eingetreten. Vor kurzem hat Lothar Trierenberg (Villa Beer Immobilien GmbH) das Haus gekauft und möchte es restaurieren, als Museum gestalten und somit der Öffentlichkeit zugänglich machen. Aktuell sind Renovierungsarbeiten in Planung und ein Nutzungskonzept in Zusammenarbeit mit Fachexperten in Ausarbeitung. Lothar Trierenberg hat die Idee gemeinsam und kooperativ einen inhaltlich interessanten Ort zu schaffen bereits vor über 20 Jahren bei der Gründung von „das möbel – das café“ konsequent verfolgt. Sein Interesse an Architektur und Design hat er mit „das möbel“ (das café und das geschäft) zu seinem Beruf gemacht. Nach dem Verkauf des Geschäftes mit dem Ziel Zeit für neue Projekte zu schaffen, spielte ein glücklicher Zufall letzten November die Information, dass die „Villa Beer“ zum Verkauf stand, in seine Hände. Jetzt möchte Trierenberg dieses architekturhistorisch so wertvolle Haus ohne Zeitdruck wohlüberlegt und gut beraten wiederbeleben. Wer die Geschichte dieses Hauses ab jetzt mitverfolgen will, kann auf der offiziellen Website www.villabeer.wien einen Newsletter abonnieren. Siehe: https://www.villabeer.wien/das-haus. ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (7 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/kulturMontag/1303/kulturMontag/14095559/Villa-Beer-goes-Museum/14937160 (14.6.2021, ORF 2 Kulturmontag, „Villa Beer goes Museum“: https://tv.orf.at/program/orf2/20210614kumo120.html) Aktuelle Medienberichte: 12. Juni 2021, Kurier Villa Beer: Hietzinger Architektur-Juwel wird zu Museum. Die Villa zählt zu den wichtigsten architektonischen Bauten Österreichs. Der neue Eigentümer will jetzt ein Museum daraus machen (Bezahlschranke): https://kurier.at/chronik/wien/villa-beer-hietzinger-architektur-juwel-wird-zu-museum/401410242 5. Mai 2021, APA-OTS Architekturjuwel Villa Beer soll Museum werden. Wie das Wirtschaftsmagazin GEWINN in seiner neuen Ausgabe berichtet, soll die von Josef Frank und Oskar Wlach entworfene Villa Beer in Hietzing für Besucher geöffnet werden: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210505_OTS0170 Interessante Weblinks: Tano Bojankin, Das Haus Beer und seine Bewohner: http://www.ipts.at/Texte_Publikationen/Das%20Haus%20Beer%20und%20seine%20Bewohner,%202008.pdf(in: Iris Meder (Hrsg.), Josef Frank. Eine Moderne der Unordnung, Salzburg u. Wien (Pustet) 2008, S. 101-107) Das Haus Beer auf „Hietzing“ (Online-Plattform für den 13. Bezirk): http://www.hietzing.at/Bezirk/geschichte2.php?id=329 (Wenzgasse 12: Dieses Haus von Josef Frank und Oskar Wlach mit seiner durchkomponierten Raumfolge wurde für Julius und Margarete Beer erbaut.) Fotos vom Haus Beer (Erich J. Schimek für die Initiative Denkmalschutz): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157666766443856. Älterer iD-Bericht: 18. Juli 2020: Haus Beer (Wien): Wie geht es weiter mit einem Schlüsselwerk moderner Architektur? https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/haus-beer-wien-wie-geht-es-weiter-mit-einem-schluesselwerk-moderner-architektur Vergangene Petitionen zum Haus Beer: – Petition: „Haus Beer in Gefahr – Petition zur Rettung des Hauptwerks von Josef Frank“ (Dez. 2016): https://www.wien.gv.at/petition/online/PetitionDetail.aspx?PetID=4ece6f8323e243ad938edf2585df4fca (mit Antworten der zuständigen Stellen der Stadt Wien und Stellungnahme des Bundesdenkmalamtes) / Die Empfehlung des Petitionsausschusses (21.6.2018, OTS): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180621_OTS0105 – Internationale Petition „Villa Beer by Josef Frank under threat“: https://www.petitions.net/villa_beer_by_josef_frank_under_threat Ältere Medienberichte: 21. Juli 2020, Heute Architektur-Juwel „Haus Beer“ um 5,3 Mio. Euro zu haben: https://www.heute.at/s/architektur-juwel-haus-beer-um-53-mio-euro-zu-haben-100092811 12. Juli 2020, MeinBezirk Wie geht es weiter mit der Villa Beer? Sie ist als wichtiger Bau der europäischen Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts eingestuft: https://www.meinbezirk.at/hietzing/c-regionauten-community/wie-geht-es-weiter-mit-der-villa-beer-sie-ist-als-wichtiger-bau-der-europaeischen-architekturgeschichte-des-20-jahrhunderts-eingestuft_a4144899 4. September 2018, OTS Architekturzentrum Wien: „Alles Frank!“ in der Villa Beer. Besichtigungsmöglichkeit: Sa 08.09. & So 09.09.2018, 11:30 – 18 Uhr, Villa Beer, Wenzgasse 12, 1130 Wien: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180904_OTS0128 12. September 2017, MeinBezirk Die Villa Beer in Hietzing: Zukunft noch ungewiss, Verfall des Hauses oder Öffentlichkeits-Konzept? https://www.meinbezirk.at/hietzing/c-lokales/die-villa-beer-in-hietzing-zukunft-noch-ungewiss-verfall-des-hauses-oder-oeffentlichkeits-konzept_a2246706 17. November 2016, OTS Österreichische Gesellschaft für Architektur: Haus Beer in Gefahr: Petition zur Rettung des Hauptwerks von Josef Frank: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161117_OTS0190 28. Oktober 2016, OTS DOCOMOMO Austria: Hilferuf für ein Baudenkmal – Villa Beer akut gefährdet! Umbaupläne zerfetzen originale Raumkomposition: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161028_OTS0064 21. Juli 2016, Profil Architektur: Moderne Gebäude sind massiv bedroht. Umbau, Leerstand, Abriss: Die architektonischen Schätze der Moderne sind in Österreich heftigen Bedrohungen ausgesetzt. Experten und Bürgerinitiativen laufen Sturm (u.a. Haus Beer): https://www.profil.at/kultur/architektur-moderne-gebaeude-7317126 4. April 2016, OTS Architekturzentrum Wien: BesucherInnenansturm bei „Alles Frank!“ in der Villa Beer. Rund 2.500 Architekturinteressierte besuchten am Wochenende das Meisterwerk der Zwischenkriegsmoderne von Josef Frank: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160404_OTS0125 26. März 2016, ORF Baujuwel von Josef Frank: Villa Beer verfällt. Ein Baujuwel verfällt in Wien-Hietzing: die Villa Beer des österreichischen Architekten Josef Frank aus den frühen 1930er Jahren. Das Haus ist im Privatbesitz, am ersten April-Wochenende wird die Villa erstmals zugänglich sein.: https://wien.orf.at/v2/news/stories/2764985 4. Juli 2012, MeinBezirk „Villa Beer war mein Zuhause“ Udo Pöschmann lebte 66 Jahre in dem Schlüsselwerk der Moderne: https://www.meinbezirk.at/hietzing/c-lokales/villa-beer-war-mein-zuhause_a210391 9. Juli 2009, Wiener Zeitung Die Villa Beer wird wiederbelebt. (…) Josef Franks „Villa Beer“ in Hietzing wird in ihrer ursprünglichen Widmung wiederauferstehen: als Wohnhaus einer kunstsinnigen Wiener Familie. Die Zweidrittel-Mehrheit an diesem brüchig gewordenen Juwel wurde von der gemeinnützigen Privatstiftung des Wiener Unternehmers Dr. Johannes Strohmayer erworben: https://www.wienerzeitung.at/startseite/archiv/75011_Die-Villa-Beer-wird-wiederbelebt.html 18. Jänner 2006, OTS VP-Dworak zur Villa Beer: Ohne Nutzungskonzept ist der Kauf ein konzeptloses Projekt. Wien (VP-Klub) – Die Ankündigung von SP-Stadtrat Rudi Schicker,  die von Josef Frank 1931 erbaute Villa Beer, Josef Franks Hauptwerk der „Moderne“, durch die Stadt Wien anzukaufen, begrüßt LAbg. Bernhard Dworak, Bezirksparteiobmann der ÖVP Hietzing: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20060118_OTS0035 17. Jänner 2006, OTS Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien: Villa Beer – Schlüsselwerk moderner österreichischer Architektur. Studie über Zugängigkeit des Gebäudes für die Öffentlichkeit ist fertig: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20060117_OTS0129   * Zitat aus: Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jh., Band III/2, Salzburg und Wien 1995, Seite 65 PS: Der originale, 4-seitige Unterschutzstellungsbescheid des Bundesdenkmalamtes liegt unserem Verein Initiative Denkmalschutz vor