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AKTUELLE BERICHTE
Unter Purkersdorf (NÖ): 1.100 Unterschriften zur Rettung des Bahnhofsgebäudes
/ Berichte /Niederösterreich / St. Pölten Landvon IDM_adminAls im Jänner 2021 erste Pläne publik wurden, dass das historische Bahnhofsgebäude in Unter-Purkersdorf bei Wien abgerissen werden soll, regte sich erster Widerspruch in der Bevölkerung. Noch Ende Mai meinte der Bürgermeister der Stadtgemeinde Purkersdorf, dass das Bahnhofsgebäude aufgrund seiner zahlreichen Umbauten nicht erhaltenswert sei und verwies auf die ÖBB, die Eigentümer des Areals sind. Am 10. Juni 2021 hat jetzt die „Bürgerinitiative zur Rettung des Bahnhofsgebäudes Unter Purkersdorf und für eine sinnvolle Nutzung des Areals“ dem SPÖ-Bürgermeister Stefan Steinbichler unglaubliche 1.100 Unterschriften übergeben und damit den Bürgerinitiativantrag zur Rettung des Bahnhofsgebäudes Unter-Purkersdorf eingeleitet. Unterstützt wurde die Bürgerinitiative von den Initiativen „Vision statt Beton“ (www.visionstattbeton.at) sowie „die Bahnhofsfrauen“ (www.bahnhofsfrauen.at; mit sehr kreativen Videos z.B.: Video ‚Ba-Ba-Bahnhofserhalt‘) um eine „aktive und verbindliche Bürgerbeteiligung“ zu erreichen. Der Bürgerinitiativantrag im genauen Wortlaut: Wir Purkersdorfer BürgerInnen unterstützen folgenden Bürgerinitiativantrag an den Gemeinderat (möglich nach § 16 Gemeindeordnung): – Der Bürgermeister und Gemeinderat der Stadtgemeinde Purkersdorf werden aufgefordert, sich bei den dafür zuständigen Stellen (Bundesdenkmalamt, ÖBB usw.) aktiv für den Erhalt, für eine sinnvolle Nutzung und gegen den Abriss des historischen Bahnhofsgebäudes in Unter Purkersdorf einzusetzen. – Außerdem wird die Gemeinde aufgefordert, einen öffentlichen Wettbewerb durchzuführen mit dem Ziel eines nachhaltigen Gesamtkonzepts für das Areal in Unter Purkersdorf, aufbauend auf einer aktiven und verbindlichen Einbeziehung der Bevölkerung (z.B. BürgerInnenrat). – Wir verlangen, dass keine Umwidmung des Areals Unter Purkersdorf stattfindet, bevor der Gemeinderat dieses Forderungen umgesetzt hat. Damit haben sich rund 13 Prozent aller Wahlberechtigten in Purkersdorf für den Erhalt des Bahnhofsgebäudes ausgesprochen (gemäß § 16 Gemeindeordnung sind soviele Stimmen notwendig, wie für die Erlangung eines Gemeinderatsmandats bei der letzten Gemeinderatswahl). Bis übermorgen, Dienstag, 22. Juni 2021 (nächste Gemeinderatssitzung) können noch Unterschriften abgegeben werden. Die Stellungnahme der Stadtgemeinde Purkersdorf zur Petition: „Als Stadtgemeinde begrüßen wir aktives Engagement von Bürgerinnen und Bürgern. Momentan befasst sich eine vom Gemeinderat nominierte Planungsgruppe unter der Leitung StR Sabina Kellner und GR Berd Wiltschek mit der Entwicklung eines Konzepts für das Gelände in Unterpurkersdorf. Ihnen zur Seite stehen weitere – von den Parteien entsandte – Experten, die aktuell erarbeiten, welche Infrastruktur aus Sicht der Stadt dort entwickelt werden sollte. Die Ideen von engagierten Bürgerinnen und Bürgern werden in diesen Prozess mit einbezogen. Die von der Initiative gesammelten Unterschriften zur Erhaltung des Bahnhofsgebäudes werden der ÖBB als Eigentümerin übergeben.„ (Quelle: MeinBezirk) Eine weitere Petition lief vom 21.3.2021 bis 15.6.2021: – „Bahnhofsareal Unter-Purkersdorf: Umwidmung in Grünland statt Bauland“ – Erhaltung des historischen Bahnhofsgebäudes – Errichtung eines multifunktionalen Stadtparks für alle Generationen siehe: https://www.openpetition.eu/at/petition/online/bahnhofsareal-unter-purkersdorf-umwidmung-in-gruenland-statt-bauland Medienberichte: 17. Juni 2021, NÖN Bahnhofsgebäude: Erfolg für Initiativen in Unterpurkersdorf. „Bahnhofsfrauen“ und „Vision statt Beton“ konnten 1.100 Unterschriften für Erhalt des Bahnhofsgebäudes übergeben: https://www.noen.at/purkersdorf/bahnhofsgebaeude-erfolg-fuer-initiativen-in-unterpurkersdorf-purkersdorf-bahnhof-unterpurkersdorf-print-277701643 16. Juni 2021, MeinBezirk Purkersdorf: Unterschriften von Petitionen an Bürgermeister übergeben: https://www.meinbezirk.at/purkersdorf/c-lokales/unterschriften-zur-rettung-des-bahnhofsgebaeudes-unter-purkersdorf-uebergeben_a4707299 29. Mai 2021, NÖN Blues und mehr: „Bahnhofsfrauen“-Aktionen für Unterpurkersdorfs Bahnhof. „Bahnhofsfrauen“ setzen sich mit kreativen Aktionen für Erhalt des Bahnhofsgebäudes ein: https://www.noen.at/purkersdorf/blues-und-mehr-bahnhofsfrauen-aktionen-fuer-unterpurkersdorfs-bahnhof-purkersdorf-bahnhofsfrauen-bahnhof-unterpurkersdorf-print-275144402 22. Mai 2021, Heute Bahnhofsgebäude in Unter Purkersdorf soll bleiben. Die Kulturinitiative „Bahnhofsfrauen“ setzt sich für den Erhalt des Bahnhofsgebäudes in Unter Purkersdorf ein. Nachhaltige Gestaltung ist geplant: https://www.heute.at/s/bahnhofsgebaeude-in-unter-purkersdorf-soll-bleiben-100143587 25. März 2021, NÖN Purkersdorf: Bahnhofsgebäude soll vor Abriss gerettet werden. Bürgerinitiative sammelt Unterschriften sowie Ideen, um Bahnhofsgebäude Unterpurkersdorf vor Abriss zu bewahren: https://www.noen.at/purkersdorf/purkersdorf-bahnhofsgebaeude-soll-vor-abriss-gerettet-werden-purkersdorf-bahnhof-unterpurkersdorf-print-267157980 Älterer iD-Bericht: 19. Februar 2021: Unter Purkersdorf (NÖ): Gegen Bahnhof-Abriss regt sich Widerstand https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/unter-purkersdorf-noe-gegen-bahnhof-abriss-regt-sich-widerstand
Groß-Enzersdorf (NÖ): Der Auhof wird abgerissen
/ Berichte /Niederösterreich / Gänserndorfvon IDM_adminDas „geschichtliche Juwel“ Auhof in Groß-Enzersdorf bei Wien war ursprünglich ein Altersheim aus der Kaiserzeit. Dieser Tage wurde mit dem Abriss begonnen, so die Informationen, die unserem Verein zugetragen wurden. Eine Sanierung käme zu teuer, hieß es bereits 2017 von Seiten der Gemeinde, auch die Barrierefreiheit und die Schaffung von Parkplätzen seien Argumente für den Abriss, die ebenso die Erhaltung teurer gemacht hätten. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Gründerzeitbau in der Lobaustraße 64 zum Gemeindebau umfunktioniert. Einige Anrainer und Bürger in Groß-Enzersdorf bedauern den Abbruch. Medienbericht: 6. April 2017, Niederösterreichische Nachrichten Groß-Enzersdorf: Geschichtliches Juwel: Auhof steht vor Abriss. Das Bauwerk aus der Kaiserzeit wird wohl nicht zu retten sein. Zu teuer kämen Sanierung und Erhalt, berichtet SP-Bürgermeister Hubert Tomsic: https://www.noen.at/gaenserndorf/gross-enzersdorf-geschichtliches-juwel-auhof-steht-vor-abriss-geschichtliches-juwel-auhof-44287317 Linktipp: Weitere Auhof-Fotos von Erich J. Schimek / Initiative Denkmalschutz: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157680551884182

GT1976 CC BY-SA 4.0, Wikipedia
Erich J. Schimek / Initiative Denkmalschutz
Einladung Pressekonferenz: Hochhausprojekt Wr. Eislaufverein, Dienstag, 10. Mai 2016
/ Presseaussendungen /Wien, allgemein von W.F.Hochhausprojekt Wiener Eislaufverein: Bruch des UNESCO-Welterbevertrages und des EU-Gemeinschaftsrechts? ++ Bauordnung für Wien: Mangelnde Öffentlichkeitsbeteiligung unionsrechtswidrig? ++ ++ Droht Österreich nächste EU-Vertragsverletzungsklage? ++ ++ Hochhauspolitik der Stadt Wien: Wien bald kein Weltkulturerbe mehr? ++ ++ Die Stadt Wien ignoriert die Empfehlungen des UNESCO-Beratungsgremiums ++ Einladung zur Pressekonferenz zum Download. Foto/Visualisierung: Prof. Martin Kupf Ort: Cafe Landtmann, Universitätsring 4, 1010 Wien Zeit: 9:30 Uhr Die Stadt Wien beabsichtigt, in der zweiten Jahreshälfte 2016 den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan für den 1. und 3. Wiener Gemeindebezirk (Kernzone Welterbeareal) abzuändern und dort ausdrücklich Widmungen für die Errichtung eines ca 75 m hohen Wohnturmes sowie die Aufstockung des Hotels Intercontinental vorzusehen. Bekannt ist dieses Vorhaben als das Projekt „HOTEL INTERCONTINENTAL / WIENER EISLAUFVEREIN“. Zur Veranschaulichung der Problematik und der verheerenden Auswirkungen auf das Wiener Stadtbild, verweisen wir auf die beiliegende Fotomontage. Die Weichen für diesen enormen Eingriff in das Stadtbild des historischen Zentrums von Wien hat die Stadt Wien bereits gestellt: Ende 2014 hat der Wiener Gemeinderat das neue Hochhauskonzept erlassen, mit dem die AUSSCHLUSSZONEN FÜR HOCHHÄUSER im Wiener Welterbeareal aufgehoben wurden. Da das „Historische Zentrum von Wien“ seit dem Jahr 2001 WELTKULTURERBE ist, würde die Errichtung von Hochhäusern im Bereich des derzeitigen Hotels Intercontinental einen massiv störenden Eingriff in dieses Weltkulturerbe darstellen. Dies bestätigte auch ICOMOS, der Internationale Rat für Denkmalpflege, der als Beratungsgremium der UNESCO im November 2015 eine Mission in Wien durchführte und in seinem Bericht die massive GEFÄHRDUNG DES WELTKULTURERBES WIEN durch die geplanten Vorhaben feststellte. Die Stadt Wien ignorierte jedoch die Empfehlungen von ICOMOS und beharrt nach wie vor auf ihrer neuen Hochhauspolitik. Derartiges verantwortungsloses Verhalten kann den Verlust des „Historischen Zentrums von Wien“ als Weltkulturerbe zur Folge haben. Wir haben daher NAMENS UND AUFTRAGS DER INITIATIVE DENKMALSCHUTZ, dem unabhängigen Verein für den Schutz bedrohter Kulturgüter in Österreich, Fuchsthallergasse 11/5, 1090 Wien, einen offenen Brief an die in der Wiener Politik zuständigen Personen gerichtet, in dem wir die STADT WIEN AUFFORDERN, den EMPFEHLUNGEN VON ICOMOS FOLGE ZU LEISTEN und ihre absurde Hochhauspolitik abzuändern. GLEICHZEITIG VERSTÄNDIGTEN WIR auch die EUROPÄISCHE KOMMISSION, dass die Bestimmungen der Wiener Bauordnung, wonach bei der sog. STRATEGISCHEN UMWELTPRÜFUNG (Richtlinie 2001/42/EG), die bei besonders sensiblen Stadtprojekten durchzuführen ist, lediglich die Wiener Umweltanwaltschaft ein Mitwirkungsrecht hat, GEGEN DAS UNIONSRECHT VERSTOSSEN. Österreich droht damit die nächste Vertragsverletzungsklage vor dem Gerichtshof der EU in Luxemburg. Bei der Pressekonferenz werden wir Ihnen die beiden erwähnten Schreiben an die Stadt Wien sowie an die Europäische Kommission präsentieren und erläutern, wobei wir auch die beiden Bundespräsidentschaftskandidaten aufgefordert haben, sich zum Thema „Hochhäuser in der Wiener Innenstadt“ und „Gefährdung des Historischen Zentrums von Wien als Weltkulturerbe“ IM RAHMEN DES WAHLKAMPFS um das Amt des Bundespräsidenten der Republik Österreich zu äußern. Wir möchten Sie daher zu unserer PRESSEKONFERENZ, die dem Thema „Hochhausprojekt Wien Eislaufverein: Bruch des UNESCO-Welterbevertrages und des EU-Gemeinschaftsrechts?“ gewidmet wird, herzlich einladen. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten, weil dieses Thema uns allen, die um die Zukunft Wiens als Weltkulturerbe besorgt sind, nicht fremd bleiben sollte. Für weitere Fragen steht Ihnen Univ.-Doz. Dr. Wolfgang List unter der Telefonnummer 0664 / 427 64 65 gerne zur Verfügung. LIST RECHTSANWALTS GMBH ( www.ralist.at) INITIATIVE DENKMALSCHUTZ ( www.idms.at), Mitglied beim Verein Aktion 21 – pro Bürgerbeteiligung ( www.aktion21.at)
Weißgerberviertel (u. a. Hetzgasse 8), Stellungnahme Planentwurf 7975, 6. Mai 2016
/ Presseaussendungen /Wien 1030, Landstraße von idmsStellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7975, 3. Bezirk Landstraße, Katastralgemeinde Landstraße für das Gebiet zwischen Hintere Zollamtsstraße, Bezirksgrenze zum 2. Bezirk (Donaukanal), Rotundenbrücke, Rasumofskygasse, Marxergasse, Blattgasse, Kegelgasse, Seidlgasse, Marxergasse, Markthallenbrücke, Obere Viaduktgasse und Hetzgasse Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Der Verein begrüßt die im Planentwurf vorgesehenen Erweiterungen der Schutzzone, gleichzeitig wird vorgeschlagen noch folgende Häuser in die Schutzzone aufzunehmen (vgl. Plan anbei, vorgeschlagene Schutzonenerweiterung in oranger Farbe flächig hinterlegt): Adamsgasse 2, 4, 3, 5 Dampfschiffstraße 8-8A, 18-20 Hetzgasse 3A bis 9, 13 Lorbeergasse 3 Löwengasse 2, 2A und 2B Matthäusgasse 8-14 sowie 7, 11-13 Obere Viaduktgasse 28 Obere Weißgerberstraße 7-7a, 10-12, 14, 17, 19, 22 Radetzkygasse 24-26 und 25-27 Untere Viaduktgasse 2, 5, 9, 13 Untere Weißgerberstraße 6, 10, 7-11 Weißgerberlände 10 Weiters ist beim Objekt Untere Viaduktasse 2 der Vorschlag bzgl. Bebauungsplan zu beachten, siehe dort.
Turbulenzen um Bezirksmuseumsleiter Floridsdorf: Neuer Kandidat Chance für Neustart? 17.04.2016
/ Berichte /Wien 1210, Floridsdorf von idmsTURBULENZEN UM BEZIRKSMUSEUMSLEITER FLORIDSDORF: NEUE KANDIDATUR ALS CHANCE FÜR EINEN NEUSTART? Am 9. April war unser Verein – schon lange geplant – zu Gast im Bezirksmuseum Floridsdorf und hielt seine diesjährige Vollversammlung ab. Nach den öffentlichen Turbulenzen rund um die Neubestellung des Bezirksmuseumsleiters in den letzten Wochen beschloss unser Verein einstimmig eine Resolution (siehe anbei), die sich nachdrücklich für eine Bestellung im Sinne einer „sachlich-fachlichen Qualität“ ausspricht. Jetzt haben wir erfahren, dass eine weitere Person sich für den Posten des Bezirksmuseumsleiters bewirbt. Wir glauben, dass der neue Kandidat Dr. Peter Schubert für alle Beteiligten die Chance beinhaltet das Bezirksmuseum in eine gedeihliche Zukunft zu führen. Herr Dr. Schubert ist vielfacher Buchautor und zeichnet für zahlreiche Ausstellungen verantwortlich. Er ist Bewohner des Bezirks und hat auch mehrfach zu Floridsdorf betreffenden Themen publiziert. Gewählt wird der neue Bezirksmuseumsleiter am Dienstag, den 19. April.
Jagdschloss Magdalenenhof am Bisamberg: Stellungnahme zum Planentwurf 7532E, 7. April 2016
/ Presseaussendungen /Wien 1210, Floridsdorf von idmsStellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7532E, Katastralgemeinde Stammersdorf, 21. Bezirk Floridsdorf Für das Gebiet im Bereich Senderstraße, Oskar-Czeija-Gasse Bestand, Geschichte und Bedeutung der Bauten im Plangebiet Im Plangebiet liegt das so genannte, unter Denkmalschutz (§ 2a) stehende und seit Ende 2011 leer stehende Jagdschloss Magdalenenhof (Senderstraße 130), das 1911/12 für den Besitzer der Brauerei Jedlesee, Rudolf Dengler vom Architekten Paul Hoppe erbaut wurde. Südöstlich, schräg gegenüber, befindet sich der Gutshof Magdalenenhof (Senderstraße 125, Senderstraße 127, Oskar-Czeija-Gasse 2), ein wahrscheinlich seit dem Mittelalter bestehender Gutshof aus dem 16. bis 1. Hälfte 18. Jahrhundert, ehemals Besitz des Schottenstifts, seit 1928 im Eigentum der Stadt Wien. Der bestehende Gutshof ist eine großzügige 3seitige Anlage um einen breiten Rechteckhof aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, Verwaltungsbau und Wirtschaftstrakte mit Sichtziegelordung. Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Vorschläge für Festsetzungen im Plangebiet ab: Es wird vorgeschlagen für die oben genannten, historisch erhaltenswerten Bauten eine Schutzzone auszuweisen (auch im Hinblick einer Schutzzonenerweiterung auf die außerhalb des Plangebietes liegende, denkmalgeschützte Sendeanlage am Bisamberg, dessen östlicher Teil in der Oskar-Czeija-Gasse 5 auf Wiener Stadtgebiet liegt). Weiters mögen die Baufluchtlinien (wie auch die Höhenwidmung) exakt dem historischen Bestand angepasst (bzgl. Baufluchtlinien ist dies im aktuell gültigen Plandokument und im Planentwurf nicht der Fall) und die Anzahl der Hauptgeschoße in einer besonderen Bestimmung („BB“) gemäß dem Bestand festgeschrieben werden. Dadurch wird am ehesten der dauerhafte Bestand gewährleistet und ein Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden.
Steffl-Blick bedroht: Neubauprojekt Rathausstraße 1 weiterhin zu hoch, 01.04.2016
/ Berichte /Wien 1010, Innere Stadt von W.F.Neubauprojekt Rathausstraße 1 weiterhin zu hoch Trotz Sichtverschlechterung auf „Steffl“ beabsichtigt der Bauausschuss des 8. Bezirkes am 4. April seine Zustimmung zu erteilen Dem Vernehmen nach hat sich seit unserer letzten Presseaussendung vor exakt einem Jahr nichts an den Neubauplänen für das ehem. Rechenzentrum an der 2er-Linie geändert. Trotzdem will am kommenden Montag der Bauausschuss der Josefstadt diese mit einer § 69 Ausnahmegenehmigung bewilligen, damit die Bauhöhe an der entscheidenden Gebäudekante zur Stadiongasse hin um 4,74 Meter (!) überschritten werden darf! Voraussetzung für Erteilung der § 69 Ausnahmegenehmigung ist nicht gegeben! Der Bauausschuss der Josefstadt darf daher diese nicht erteilen! Dem Bauausschuss der örtlich zuständigen Bezirksvertretung obliegt als Behörde(!) die Entscheidung über eine solche Abweichung von den Bebauungsbestimmungen (vgl. § 133 Abs. 1 Bauordnung für Wien). Der 1. Bezirk hat vor wenigen Wochen einer solchen Ausnahmegegenehmigung bereits zugestimmt. Die Bestimmung zur Ausnahmegenehmigung besagt, dass eine solche seitens des örtlichen Bauausschusses nur erteilt werden darf, wenn das vom Flächenwidmungs- und Bebauungsplan „beabsichtigte örtliche Stadtbild“ nicht störend beeinflusst wird (§ 69 Abs. 1 Zeile 3), als auch – da in Schutzzone gelegen – „das öffentliche Interesse an der besonderen Ausbildung des Baukörpers zur Gestaltung des örtlichen Stadtbildes überwiegt“ (§ 69 Abs. 3). Blickachse Josefstädter Straße für Neubauplanung als besonders bedeutend eingestuft!
Steffl-Blick bedroht: Neubauprojekt Rathausstraße 1 weiterhin zu hoch, 01.04.2016
/ Berichte /Wien 1080, Josefstadt von W.F.Neubauprojekt Rathausstraße 1 weiterhin zu hoch Trotz Sichtverschlechterung auf „Steffl“ beabsichtigt der Bauausschuss des 8. Bezirkes am 4. April seine Zustimmung zu erteilen Dem Vernehmen nach hat sich seit unserer letzten Presseaussendung vor exakt einem Jahr nichts an den Neubauplänen für das ehem. Rechenzentrum an der 2er-Linie geändert. Trotzdem will am kommenden Montag der Bauausschuss der Josefstadt diese mit einer § 69 Ausnahmegenehmigung bewilligen, damit die Bauhöhe an der entscheidenden Gebäudekante zur Stadiongasse hin um 4,74 Meter (!) überschritten werden darf! Voraussetzung für Erteilung der § 69 Ausnahmegenehmigung ist nicht gegeben! Der Bauausschuss der Josefstadt darf daher diese nicht erteilen! Dem Bauausschuss der örtlich zuständigen Bezirksvertretung obliegt als Behörde(!) die Entscheidung über eine solche Abweichung von den Bebauungsbestimmungen (vgl. § 133 Abs. 1 Bauordnung für Wien). Der 1. Bezirk hat vor wenigen Wochen einer solchen Ausnahmegegenehmigung bereits zugestimmt. Die Bestimmung zur Ausnahmegenehmigung besagt, dass eine solche seitens des örtlichen Bauausschusses nur erteilt werden darf, wenn das vom Flächenwidmungs- und Bebauungsplan „beabsichtigte örtliche Stadtbild“ nicht störend beeinflusst wird (§ 69 Abs. 1 Zeile 3), als auch – da in Schutzzone gelegen – „das öffentliche Interesse an der besonderen Ausbildung des Baukörpers zur Gestaltung des örtlichen Stadtbildes überwiegt“ (§ 69 Abs. 3). Blickachse Josefstädter Straße für Neubauplanung als besonders bedeutend eingestuft!
Hochhausprojekt Eislaufverein, Duldet Kulturminister Aberkennung des UNESCO-Welterbetitel, 23.03.2016
/ Berichte /Wien 1030, Landstraße von W.F.Hochhausprojekt Eislaufverein: Wie lange duldet Minister Ostermayer, dass Wien seinen Welterbetitel für Spekulanten aufs Spiel setzt? Wien (OTS) – Im Vorjahr hat das UNESCO-Welterbekomitee beschlossen, eine internationale Expertenmisson nach Wien zur Begutachtung des beanstandeten Hochhausprojektes „Hotel InterContinental – Wiener Eislaufverein“ zu entsenden. Der vernichtende Bericht dieser ICOMOS-Expertenmission liegt nun vor und wurde vom Welterbezentrum veröffentlicht: http://whc.unesco.org/en/documents/140325 Die neuen Wiener Planungsinstrumente „Hochhauskonzept 2014“ und „Masterplan Glacis“ werden darin als Verschlechterung kritisiert, da sie Hochhausprojekte wie beim Eislaufverein nicht verhindern können. Im Fall der Verwirklichung von Hochhausprojekten im Welterbegebiet droht Wien der Verlust des Welterbeprädikates = „irreversibler Verlust des weltweit außergewöhnlichen Wertes“ (OUV). Siehe Bericht S.22, Pkt.5.1 letzter Absatz; Fotomontage Hochhaus Eislaufverein S.32 Die Wiener Stadtregierung muss sofort die Flächenwidmungsplanänderung zugunsten des Hochhauses am Eislaufverein stoppen, ansonsten erfolgt die Aberkennung des Welterbestatus durch das UNESCO-Welterbekomitee (10.- 20. Juli 2016 in Istanbul). Außerdem würde durch die Änderung des Flächenwidmungs- u. Bebauungsplanes ein Rechtsanspruch erwachsen.
Schloss Kleßheim Zubau: Gefährlicher Präzedenzfall, 21. März 2016
/ Presseaussendungen /Salzburg / Flachgauvon W.F.Schloss Kleßheim Zubau: Gefährlicher Präzedenzfall für zukünftige Veränderungen an denkmalgeschützten Gebäuden? Initiative Denkmalschutz warnt vor bedenklicher Entwicklung Jetzt nach der offiziellen Wiedereröffnung des Casinobetriebes im Schloss Kleßheim bei Salzburg (Gem. Wals-Siezenheim) kann man sich von den zwei würfelförmigen Zubauten an der Rückseite des Barockschlosses ein Bild machen, an deren desaströser Gesamtwirkung auch der Behübschungsversuch in Form einer Abdeckung in Gestalt eines Waldes nichts ändern kann (siehe Foto). Auch wenn diese Zubauten vom Bundesdenkmalamt auf Grund von baubehördlichen Vorschreibungen (Fluchtwege, Personalräume, Technische Ausstattung, Klima) nur temporär bewilligt wurden (für wie lange?), muss die Frage gestellt werden, ob solch grobe Eingriffe in das äußere Erscheinungsbild von denkmalgeschützten Gebäuden nun in Zukunft öfter erwartet werden müssen? Sogar der Betreiber, die Casino Austria AG, gesteht ein, dass dies „optisch nicht die beste Lösung“ sei, „aber effektiv“ (Quelle: ORF, 5.2.2016) Initiative Denkmalschutz warnt vor Präzedenzfall für künftige Bewilligungen! Ob Schloss Mirabell, Schloss Hellbrunn oder Schloss Leopoldskron nicht auch bald solche Zubauten benötigen? Mit diesem entstellenden Eingriff in die Architektur des – vom herausragenden Barockbaumeister Johann Bernhard Fischer von Erlach geplanten – Schlosses wurde ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen! Wie will man in Hinkunft solch schwerwiegende Veränderungen fachlich untersagen, wenn man bei einem über 300 Jahre alten, prachtvollen Repräsentationsbau solch große Quaderanbauten – wenn auch „nur“ temporär – bewilligt hat? Auf jeden Fall muss dieses Beispiel zum Anlass genommen werden zu hinterfragen, wie einerseits mit übermäßigen Wünschen von Eigentümern und andererseits mit allzu strengen baubehördlichen Vorschriften zukünftig umgegangen werden kann? Dies auch unter dem oft vermittelten Eindruck, dass bei vielen privaten Eigentümern von kleineren, denkmalgeschützten Objekten vielfach strengere Maßstäbe angelegt werden.
Historischem Bauernhaus in Oftering bei Linz droht Abbruch, 17. März 2016
/ Presseaussendungen /Oberösterreich / Linz Land von W.F.Historischem Bauernhaus in Oftering bei Linz droht Abbruch Initiative Denkmalschutz fordert sofortigen Stopp der Abrisspläne In der Gemeinde Oftering nahe Linz (Pol. Bez. Linz-Land) soll im Ortszentrum ein als „Bauernhaus“ bekanntes historisches Wohnhaus einem Parkplatz weichen. Oftering ist bekannt für seine zahlreichen Vierkanthöfe und hat sich seinen dörflichen Charakter weitgehend bewahrt. Insbesondere historische Gebäude wie das vom Abriss bedrohte tragen wesentlich dazu bei und müssen unbedingt erhalten bleiben. Jetzt soll ausgerechnet dieses „Bauernhaus“ beseitigt werden, wie erst vor kurzem die Gemeinde entschied. Das 1stöckige Gebäude mit seiner Putzgliederung in der Tradition spätbarock-biedermeierlicher dörflicher Wohnhäuser ist gut erhalten und Ideen für eine Weiternutzung gäbe es viele. Auch viele Bürger in Oftering können das nicht verstehen, da das historische Gebäude in der Freilinger Straße 2 (am Türgewände datiert 1872; im Kern aber wohl älter) seit über 150 Jahren zum Ortsbild gehört und Oftering als Vierkanterdorf auch bekanntes Ausflugsziel in Oberösterreich ist. So haben sich Bürger an die Initiative Denkmalschutz gewandt um Unterstützung für die Rettung zu bekommen. Initiative Denkmalschutz fordert Erhaltung und Erstellung von Nutzungskonzepten Wie die Erfahrung lehrt, hat das baukulturelle Erbe nicht nur aus Sicht des Denkmal- und Ortsbildschutzes eine besondere Wichtigkeit für die Ortsbildstruktur, sondern ist die Erhaltung historisch gewachsener Ortskerne als identitätsstiftende Zone für jede Gemeinde von maßgeblicher Bedeutung. Die Initiative Denkmalschutz fordert daher die politisch Verantwortlichen in Oftering auf die Abrisspläne sofort zu stoppen, das Gebäude zu erhalten und konsequent sinnvolle Nutzungskonzepte für dieses historische bäuerliche Wohnhaus zu entwickeln. Nicht nur viele Ofteringer Bürger würden es den Gemeindeverantwortlichen danken, sondern auch alle an der dörflichen Kultur interessierte Österreicher.