Soweit auf unserer Homepage durch Links der Zugang zu fremden Informationen ermöglicht wird, übernehmen wir für die inhaltliche Richtigkeit dieser Informationen keine Gewähr; zum Zeitpunkt der Linksetzung haben wir von rechtswidrigen Tätigkeit oder Informationen keine Kenntnis und sind uns auch keiner Tatsachen oder Umstände bewusst, aus denen eine rechtswidrige Tätigkeit oder Information offensichtlich wird; wir sind jederzeit bereit, elektronische Verweise zu entfernen, wenn uns entsprechende Mitteilungen über rechtswidrige Inhalte der verlinkten sites zukommen (§ 17 ECG).
AKTUELLE BERICHTE
Novomatic Forum (Wien): Denkmalamt rügt Farbgebung
/ Berichte /Wien 1010, Innere Stadtvon IDM_adminBeim (per Bescheid) denkmalgeschützten, ehemaligen Novomatic Forum gegenüber der Wiener Secession gibt es aktuell denkmalrechtliche Probleme. Denn die neue Fassadenfärbelung in Weiß entspricht nicht der ursprünglich zweifärbigen (rot-weißen) Farbgebung. Dies war nicht mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt, auch ein entsprechender Veränderungsantrag wurde nicht gestellt. Die Zentrale des ehemaligen Österreichische Verkehrsbüro wurde 1922/23 von den beiden Otto Wagner-Schülern Heinrich Schmid und Hermann Aichinger erbaut (der Bau wurde damals nur als ein zwanzigjähriges Provisorium genehmigt) und 2007 an den niederösterreichischen Glücksspielkonzern Novomatic verkauft. Novomatic veräußerte den bemerkenswerten Bau der Zwischenkriegszeit im Februar 2021 an die LNR Development GmbH respektive die LNR Projekt FS7 Immobilien GmbH [FS7 = Friedrichstraße 7]). Geschäftsführer Lukas Neugebauer rechtfertigt sich, dass die vorgefundene Fassade nicht mehr dem Originalzustand entsprach, sodass die Fassade keinen schützenswerten Charaker mehr hatte. Seit Mai betreibt Szene-Gastronom Martin Ho dort sein neues „404 – Don’t ask why“. Das Architektenteam Aichinger & Schmid bildeten in der Zwischenkriegszeit eine sehr erfolgreiche Bürogemeinschaft. Sie erbauten eine große Anzahl an Wohnhausanlagen (u.a. den Rabenhof im 3. Bezirk), viele Wohn- und Geschäftshäuser sowie das Funkhaus Wien (damals RAVAG) in der Argentinierstraße 30a (gemeinsam mit Clemens Holzmeister). Medienberichte: 9. Juli 2021, Die Presse Ein Art-déco-Juwel und jede Menge Zores. Umbau. Das frühere Novomatic Forum wurde Anfang des Jahres an einen jungen Immobilienentwickler verkauft. Jetzt gibt es Probleme mit dem Denkmalschutz. Und Fragen rund um den Konkurs eines kleinen Wiener Planungsunternehmens: https://www.diepresse.com/6006199/ein-art-deco-juwel-und-jede-menge-zores 7. Juli 2021, Falter (Nr. 27/2021) Ganz in Weiß? Das ehemalige Novomatic-Forum heißt jetzt Kleines Haus der Kunst, die Gastronomie liefert Martin Ho. Doch nun gibt es Streit mit dem Denkmalamt (Bezahlschranke): https://www.falter.at/zeitung/20210707/ganz-in-weiss/_d29b343fe2 1. Mai 2021, Kurier Martin Ho eröffnet neues Lokal im Wiener Novomatic-Forum. Bereits im Mai geht es los. Der Name des Lokals: „404 – Don’t Ask Why“ – Auch Kulturprogramm: https://kurier.at/chronik/oesterreich/martin-ho-eroeffnet-neues-lokal-im-wiener-novomatic-forum/401369207 16. April 2021, APA-OTS (offizielle Presseaussendung) LNR Development stellt Pläne für Art-Déco-Juwel am Naschmarkt vor. Gemischte Nutzung des Hauses vis-à-vis der Seccession. Neue Kulturflächen werden öffentlich zugänglich gemacht. Verhandlungen mit Pächtern in finaler Phase: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210416_OTS0007 15. April 2021, Der Standard Wird Martin Ho das ehemalige Novomatic-Forum mit Kunst und Gastro füllen? Der neue Eigentümer des ehemaligen Novomatic-Forums gewährt Kunst ein dauerhaftes Quartier. Der Szenegastronom und Galerist Ho könnte einziehen – die Verhandlungen laufen: https://www.derstandard.at/story/2000125877927/wird-martin-ho-das-ex-novomatic-forum-mit-kunst-und 19. Februar 2021, ORF Novomatic verkaufte ihr „Forum“-Gebäude. Der Glücksspielkonzern Novomatic hat sein „Forum“-Gebäude zwischen Karlsplatz und Naschmarkt gegenüber der Wiener Secession für rund 25 Mio. Euro verkauft. Das berichtete der Branchendienst immo7 News am Freitag: https://wien.orf.at/stories/3091097 25. Juni 2020, Die Presse Gastbeitrag (Martin Fritz): Holt das Novomatic Forum zurück ins öffentliche Interesse! Die öffentliche Hand sollte das Verkehrsbürogebäude von der Novomatic in Wien zurückkaufen: https://www.diepresse.com/5830903/holt-das-novomatic-forum-zuruck-ins-offentliche-interesse 28. Mai 2009, Wiener Zeitung Großes Glück für das Verkehrsbüro. Das Reisebüro am Wiener Karlsplatz wurde von der Novomatic AG als neue Kulturadresse adaptiert (von Hans Haider): http://www.prater.at/Presse/2009/Mai/Grosses_Glueck_fuer_das_Verkehrsbuero.php Literatur: Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band III/1: ‚Wien 1. bis 12. Bezirk‘, Salzburg und Wien 1990, Seite 14 Dehio-Handbuch, die Kunstdenkmäler Österreichs, Band: „Wien, 1. Bezirk – Innere Stadt“ (Hrsg. Bundesdenkmalamt), Horn/Wien 2003, Seite 694
AKH (Wien): Vorgängerbau Landesirrenanstalt 1974 gesprengt (Verlorenes Erbe)
/ Berichte /Wien 1090, Alsergrundvon IDM_adminIn der sehenswerten TV-Serie „Verlorenes Erbe“ (von Rupert Reiter-Kluger) im ORF 2-Vorabendprogramm (“Studio 2”) wurde am 1. Juli 2021 die NÖ Landesirrenanstalt am Brünnlfeld behandelt. Diese stand am Platz des heutigen, neuen Allgemeinen Krankenhauses der Stadt Wien (AKH) in Michelbeuern. Sie war die erste „richtige“ Heilanstalt für ‚Geisteskranke‘ in Wien und ersetzte den Narrenturm (das „Tollhaus“) im (alten) Allgemeinen Krankenhaus. Diese Landesirrenanstalt wurde 1974 gesprengt und machte in Folge den beiden, mächtigen AKH-Bettentürmen Platz. Zur Geschichte der Landesirrenanstalt: 1821 hatte Fürst Schwarzenberg das Brünnlfeld – ein Areal zwischen dem alten AKH und dem Linienwall (heute U6/Stadtbahn) – und einen Garten erworben, um eine moderne Anstalt zu errichten. 1823 wurde das Areal vom Staat angekauft, um eine Irrenanstalt zu errichten. Nach Verzögerungen wurde diese Irrenanstalt 1848-52 nach Plänen von Ferdinand Fellner (* 1815 + 1871) erbaut, 1878 erfolgte eine Erweiterung. Nach der Errichtung des Psychiatrischen Krankenhauses Am Steinhof von 1903 bis 1907 (später bekannt als Otto Wagner-Spital) wurde die Niederösterreichische Landesirrenanstalt am Brünnlfeld geschlossen und schließlich 1974 gesprengt. Der Zeitzeuge, Historiker Alfred Wolf (Jahrgang 1923) wird im ORF-Beitrag interviewt. In historischen Interviews aus den 1960er-Jahren zu sehen der damalige Psychiater und von 1950 bis 1969 Klinikvorstand Hans Hoff sowie sein Mitarbeiter Erwin Ringel. Der Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud hielt seine ersten Vorlesungen in der Klinik. Die prächtige Holzkassettendecke wurde vor der Zerstörung gerettet. Sie wurde in das südburgenländische Schloss Rotenturm eingebaut. Auch der repräsentative, 1904 errichtete Torbau an der Lazarettgasse wurde abgerissen, um den drei Schwesterwohntürmen Platz zu machen. Im Oktober 1974 wurden sieben Sprengungen durchgeführt, die so heftig waren, dass die die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf der Hohen Warte ein „Erdbeben“ registriert hatte. Eine der beiden alten Kliniken, die ehemalige I. medizinische Universitätsklinik, wurde noch 2020 abgerissen. In wenigen Jahren folgt der nächste Altbau, die ehemalige Kinderklinik, der abgerissen werden soll. ORF-FERNSEHBEITRAG (5 MIN) ZUM NACHSEHEN: https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14097426/Verlorenes-Erbe-Freud-Klinik-am-Bruennlfeld/14951133 (1.7.2021, ORF ‚Studio 2‘, „Verlorenes Erbe: Freud Klinik am Brünnlfeld“) Linktipp: – Denkmalschutz durch Privatpersonen – Die Revitalisierung von Schloss Rotenturm, in: Zeitschrift Denkma[i]l, Nachrichten der Initiative Denkmalschutz, Nr. 13 / 2013, Seite 39 f. (Foto Holzkassettendecke Seite 40): https://www.initiative-denkmalschutz.at/denkmail/Denkmail_Nr_13_web.pdf

Bwag, CC BY-SA 4.0
Die Gartenlaube, gemeinfrei
Buchpräsentation „Österreichs gefährdetes Kulturerbe“
/ Berichte /Wien, allgemein von W.F.Buchpräsentation „Österreichs gefährdetes Kulturerbe“ Aus Anlass des 10-jährigen Gründungsjubiläums unseres Vereins sowie des Europäischen Kulturerbejahres 2018 (www.kulturerbejahr2018.at) präsentieren wir das von der Initiative Denkmalschutz herausgegebene und von den Autoren Mag. Wolfgang Burghart und Dr. Gerhard Hertenberger verfasste Buch „Österreichs gefährdetes Kulturerbe“, das einen Überblick über den zum Teil erschreckenden Umgang mit historischer Bausubstanz in Österreich im letzten Jahrzehnt bietet, dargestellt an 70 aktuellen Fallbeispielen. http://www.aktion21.at/_data/iD_oe_Buchpraesentation-Oesterr-gefaehrdetes-Kulturerbe.pdf Burghart, Wolfgang, Hertenberger, Gerhard: Österreichs gefährdetes Kulturerbe. Vom Umgang mit historischen Bauten – 70 Fallbeispiele ((Hrsg. Initiative Denkmalschutz). Verlag Schreybgasse. Wien 2018. 256 Seiten. ISBN 978-3-7142-0055-3, € 29,90 BUCHBESCHREIBUNG: In den vergangenen zehn Jahren haben zahlreiche Kulturdenkmäler in Österreich tiefgreifende Veränderungen erfahren. Es geht um zunehmende Verluste an historischer Bausubstanz, problematische Veränderungen und akute Gefährdungen unseres baukulturellen Erbes, aber auch um Fälle geretteter Denkmäler. Aus einer fast erdrückenden Fülle von Objekten greifen die Autoren Wolfgang Burghart und Gerhard Hertenberger typische Beispiele für das Versagen zuständiger Institutionen, für politische Einflussnahme und/oder Profitgier von Spekulanten auf. Berichtet wird aber auch über das große Engagement von Privatpersonen oder Unternehmen, die weitgehend ohne finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand Objekte vorbildlich sanieren und damit einen entscheidenden Beitrag zum Bewahren unseres kulturellen Erbes für zukünftige Generationen leisten. Gerade im Europäischen Kulturerbejahr 2018 soll mit diesem Buch der Wert unseres baulichen Erbes, das entscheidend für die Signifikanz der Orte ist, an denen Kultur im weitesten Sinn stattfindet, herausgearbeitet werden. Das vorliegende Werk bietet einen Überblick über das Geschehen im Denkmalschutz der letzten zehn Jahre und gibt an Hand von 70 Einzeldenkmälern Einblick in die vielfältigen Probleme beim Einsatz für deren Erhalt. Kann über den Verein Initiative Denkmalschutz oder über den gut sortierten Buchhandel bezogen werden. ÜBER DIE AUTOREN: MAG. WOLFGANG BURGHART geb. 1973, Studium der Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in Wien. Tätigkeiten im Verlagswesen, Buch- und Antiquitätenhandel. Langjährige Beschäftigung mit den Themen Architekturgeschichte, Denkmalschutz und Industriekultur. Neben Österreich stellt Ostdeutschland (Sachsen) einen Schwerpunkt seiner Aktivitäten dar. Korrespondent der Zeitschrift „Industriekultur“ und seit 2008 Chefredakteur der Zeitschrift „Denkma[i]l“ der Initiative Denkmalschutz. DR. GERHARD HERTENBERGER geb. 1967, Studium der Biologie an der Universität Wien, anschließend Forschungstätigkeit, Wissenschaftsautor für Biowissenschaften, sowie Buchautor. Seit den 1990er-Jahren intensive Beschäftigung mit baukulturellem Erbe, Fotodokumentation historischer Gebäude und umfangreiches Archiv. In den vergangenen Jahren als Experte für Denkmalschutzfragen und freier Autor zahlreicher investigativer Artikel u. a. in der Zeitschrift „Denkma[i]l“ der Initiative Denkmalschutz, deren Chef vom Dienst er seit 2013 ist. DER BUCHINHALT GELEITWORTE (u. a.): – Univ.-Prof. Dr. phil. lic. phil. Nott Caviezel, Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege, Forschungsbereich Denkmalpflege und Bauen im Bestand, Technische Universität Wien – Univ.-Prof. Dr. Wilfried Lipp, Ehrenpräsident ICOMOS Österreich (Internationaler Rat für Denkmalpflege; Präsident 2002-2018) – Univ.-Doz. Prof. Dr. Bernd Lötsch, von 1994-2009 Generaldirektor des Naturhistorischen Museums Wien EINLEITUNG: Denkmalschutz in Österreich 2008-2018, 10 Jahre Initiative Denkmalschutz, Wolfgang Burghart, Chefredakteur „Denkma[i]l“ Initiative Denkmalschutz DIE 70 FALLBEISPIELE GEFÄHRDET: Schloss Greifenberg in Radmer (Stmk.), der Perlmooserhof in Mannersdorf (Bgld.), Gut Guggenthal bei Salzburg (Sbg.), Schloss Ladendorf im Weinviertel (NÖ), Schloss Batthyány in Trautmannsdorf/Leitha (NÖ), die alte Poststation in Perschling (NÖ), der Klagenfurter Schrotturm (Ktn.), die Badlwandgalerie bei Peggau (Stmk.), die Papierfabrik Klein-Neusiedl (NÖ), das Südbahnhotel am Semmering (NÖ), die Villa Seewald in Pressbaum (NÖ), das Hotel Alpenhof am Achensee (Tirol), die Hammerbrot‐Fabrik in Schwechat (NÖ), das historische Zentrum Bad Gasteins (Sbg.), Stollenanlage „Quarz“ bei Melk (NÖ) VERLOREN: der Mang‐Hof in St. Peter am Kammersberg (Stmk.), das Haidhaus in Innerbraz (Vbg.), das Meiergut in Schlüßlberg (OÖ), das Wolf‐Dietrich‐Berghaus am Dürrnberg (Sbg)., Gasthof „Goldener Hirsch“ in Kaumberg (NÖ), die Gartlmühle in Gresten (NÖ), die Brauerei Noppinger an der Salzach (Sbg.), die alte Brauerei Schwechat (NÖ), der Kastellhof in Graz (Stmk.), das Hotel Burger in Wienerbruck (NÖ), der Staberhof in Waiern (Ktn.), der ehemalige Pfarrhof von Trumau (NÖ), die ehemalige Kattundruckerei Farovino in Graz (Stmk.), Bauernhaus vlg. Oderich in Neudorf bei Parndorf (Bgld.), die Waisenhauskaserne Klagenfurt (Ktn.), die Arbeitersiedlung Marienthal (NÖ), Totalabbruch Schweizertalstraße 16 (Wien), die Lambacher Flachsspinnerei Stadl‐Paura (OÖ, das Café Wenninger in Wiener Neustadt (NÖ), der Seebahnhof in Gmunden (OÖ), die Eichenhalle in Kirchberg in Tirol, die Linzer Eisenbahnbrücke (OÖ), der Kampf um das Haus Bauernmarkt 21 (Wien), Historische Bedürfnisanstalten in Wien, die Villa Jaray in Wien-Grinzing, die Murbrücke in Judenburg (Stmk.), das Josef‐Afritsch‐Heim in Wien‐Hietzing GERETTET: der Untere Edelhof in Forchtenstein (Bgld.), der Schwarzer Hof in Eisenerz (Stmk.), Bergbau Platzertal (Tirol), die Ögghöfe im Kaunertal (Tirol), Schloss und Park Pöckstein (Ktn.), die Zinkhütte in Döllach (Ktn.), die Ankerbrotfabrik (Wien), Schloss Rotenturm an der Pinka (Bgld.), Bahnhof der Kaltenleutgebner Bahn in Perchtoldsdorf (NÖ), das Kaiserin-Elisabeth-Krankenhaus in Hohenems (Vbg.), die Baumwollspinnerei Teesdorf (NÖ), das Strandbad Klosterneuburg (NÖ), der Toboggan (Wien), die Villa Werner und das Klimt-Atelier (Wien), Haus Dellacher in Oberwart (Bgld.), VERÄNDERT: der Schlüsselhof in Steyr (OÖ), Der Garten von Schloss Aschach (OÖ), Die Demontage des Hofkammerarchivs (Wien), Der Schubert-Turm in Wien-Erdberg, Die Sofiensäle in Wien-Landstraße, Rotunde/Riesenrundgemälde Innsbruck (Tirol), der Salzburger Hauptbahnhof (Sbg.), das Otto-Wagner-Spital Am Steinhof (Wien), die Rosenhügel-Studios (Wien), Struberkaserne und Panzerhalle (Salzburg), der Westbahnhof (Wien), Gebäudeaufstockungen in Wien, der Augarten und die Konzerthalle MuTh (Wien)
Emmersdorfer Stadel muss erhalten werden, 23. 10. 2018
/ Presseaussendungen /Kärnten / Klagenfurt Stadtvon FischerInitiative Denkmalschutz: Emmersdorfer Stadel muss erhalten werden! Der Klagenfurter Stadtsenat möchte heute den Abriss beschließen Seit vielen Jahren verlottert der im Eigentum der Stadt Klagenfurt befindliche Stadel des Schlosses Emmersdorf in Klagenfurt-Wölfnitz. Noch vor wenigen Jahren befürwortete Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, damals noch als Vizebürgermeisterin, die Erhaltung des Stadels, doch seit kurzem scheint alles anders zu sein und jetzt soll es sehr schnell gehen. „Speed kills“. Cui bono? Stadt Klagenfurt hat baukulturelle Verantwortung zu tragen! Nicht alles, was nicht denkmalgeschützt ist, ist nicht erhaltenswert. Auch wenn das Bundesdenkmalamt keine Unterschutzstellung erwägt, tragen Land Kärnten und insbesondere die Stadt Klagenfurt Verantwortung für ihr baukulturelles Erbe (nicht umsonst gibt es das Kärntner Ortsbildpflegegesetz oder eigene Schutzzonen-Verordnungen wie z.B. in Wien, dort auch für Einzelobjekte). Der Emmersdorfer Stadel aus der Mitte des 19. Jh. (vielleicht auch älter) ist ein inzwischen selten gewordener Typus eines Stadels mit Ziegelgittern, der ein argrarisches Kulturdenkmal von lokaler Bedeutung darstellt. Ist die Stadt Klagenfurt ihrer eigenen Erhaltungspflicht nicht nachgekommen?
Kalksburg (Wien): Stellungnahme zu Planentwurf 8256
/ Stellungnahmen /Wien 1230, Liesingvon IDM_adminInitiative Denkmalschutz, 27. September 2018 Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8256 Für das Gebiet zwischen Breitenfurter Straße, Haselbrunnerstraße, Ketzergasse, Stadt- bzw. Landesgrenze, Jakob-Sommerbauer-Straße, Breitenfurter Straße im 23. Bezirk, Katastralgemeinde Kalksburg Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Einleitung: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso möge die Anzahl der Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand angepasst werden. Dadurch wird auch am ehesten – neben der Festsetzung einer Schutzzone – der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Anmerkung: Wir beziehen uns in dieser Stellungnahme für Schutzzonenerweiterungen primär auf die Außenerscheinung der Gebäude. Im Wissen, dass so manche Objekte eine unscheinbare bzw. im Verlauf von Jahrzehnten stark vereinfachte Fassade haben, im Inneren aber durchaus erhaltenswerte Bausubstanz aufweisen können, ist immer eine eingehende Untersuchung des Objektes notwendig. Da uns ein solcher Befund mangels Zutritt zu vielen Objekten und aus zeitlichen Gründen nicht möglich ist, empfehlen wir den Verantwortlichen, immer auch die innere Bausubstanz bei Schutzzonenerweiterungen zu berücksichtigen. Die Stellungnahme im Einzelnen: Schutzzonen Die geplante Verkleinerung der Schutzzone im Bereich Breitenfurter Straße (beginnend Ecke Gräfin-Zichy-Straße bis vor Breitenfurter Straße 531) wird abgelehnt. Gegen die geplante Verkleinerung der Schutzzone im Bereich Breitenfurter Straße 535 bis 543 (nach erfolgten Abrissen und Veränderungen) wird hingegen kein Einspruch erhoben. Begrüßt wird die wieder vorgesehene Schutzzone für die Häuser Breitenfurter Straße 531 bis Breitenfurter Straße 533 Breitenfurter Straße 531 (ident Mackgasse 1; unter Denkmalschutz): Dehio (S. 720): „Hildegardis-Haus der Caritas Socialis, Trakt an der Breitenfurter Straße schlößchenartiger Bau (ehem. Mackscher Besitz) um 1800. Klassizistischer, kubischer, dem abfallenden Gelände entsprechend 2-3geschossiger Bau mit Dreieckgiebel, Lisenen- und Putzfeldgliederung, mittig Schmiedeeisenbalkon auf Konsolen, zur Mackgasse Schmiedeeisenpawlatschen; in den 1960er Jahren Aufstockung um ausgebautes Mansarddach und Trakt in der Mackgasse angeschlossen. Für folgende Häuser wird unbedingt eine Schutzzone vorgeschlagen Eingangs sei erwähnt, dass es spätestens seit 12. April 2018 (Kundmachung Schutzzone für das Einzelobjekt Nikolsdorfer Gasse 20 im 5. Bezirk, Plandokument Nr. 8191) möglich ist, auch Einzelobjekte als Schutzzone zu widmen. Weitere Beispiele: Fugbachgasse 15, 2. Bezirk, Plandokument Nr. 8166, rechtsgültig seit 17. Mai 2018 sowie Eichenstraße 2 (ehem. Remise Wolfganggasse 59), 12. Bezirk, Plandokument Nr. 8144, kundgemacht am 21. Juni 2018. Daher schlagen wir im aktuellen Plangebiet für folgende Objekte eine Schutzzonenwidmung vor: Breitenfurter Straße 551 (Dehio S. 708: „1897“ erbaut) Breitenfurter Straße 561 (Dehio S. 707) Breitenfurter Straße 573: Dehio (S. 709): „Erb. 1903, eingeschossiges secessionistisches Wohnhaus, Mittelrisalit mit Segmentbogengiebel, reicher Scheibendekor.“ Haselbrunnerstraße 14: Dehio (S. 715): „Erb. um 1870, 1885 um Seitentrakte erweitert; kleine Villa in frühhistoristischen Formen mit polygonaler Holzveranda und Zwerchgiebelaufsatz mit vorgelegter Balusterattika.“ Haselbrunnerstraße 18: Dehio (S. 715): „Erb. 1888, 2geschossige historistische Villa mit gestuften Fronten, seichter übergiebelter Mittelrisalit, Balusterparaete, Holzbalkons; davor Plastik Badende, auf rundem Sockel mit Palmettenranken, 2. H. 19. Jh.“ Gräfin-Zichy-Straße 9: Repräsentative späthistoristische Villa, erbaut 1897. Architekt (Entwurf lt. Achleitner S. 423, dort fälschlicherweise Gräfin-Zichy-Straße 7): „A. Blaschcel“ (vermutlich richtig: Anton Blaschke? Vgl. Eintrag Architektenlexikon: http://www.architektenlexikon.at/de/1017.htm). Ketzergasse 485 (Teil des Jesuitenkollegium Kalksburg, siehe Promenadeweg 3) Promenadeweg 3 (unter Denkmalschutz): Dehio (S. 691ff.): „Jesuitenkollegium Kalksburg: In ehem. Landschaftsgarten (E. 18 J.) des Hofjuweliers Franz von Mack gelegener langgestreckter 4geschossiger Komplex über L-förmigem Grundriß mit additiver Fasssadengliederung in frühhistoristischen Formen, z. T. auf Fundamenten des Mackschen Schlosses. (…). Außenbau. Anlage über von 2 Torhäuschen flankierte Liesingbrücke erreichbar. Der vielachsige 4geschossige Schultrakt von 1858-60 bzw. 1895-97 mit additiver Pilstergliederung, durch 2 seichte, von Mansardgeschoß und Ädikulen mit Volutenrahmung überhöhte Risalite akzentuiert (rundbogige Eingänge mit Steinrahmung); an der Rückfront Konviktskapelle im 3. Geschoß durch breite romanisierende Fenster, Strebepfeiler und Rundbogenfries gekennzeichnet. Vor dem Schultrakt monumentale vergoldete Figur Maria Immaculata, 1906. – Westl. in annähernd re. Winkel anschließend der ehrenhofförmige Konvikts- und Patrestrakt mit 3geschossigem, pavillonartig vortretendem Mittelrisalit unter Walmdach, Gliederung durch Rundbogenfenstern zwischen Pilastern; an der Rückseite Kollegskapelle, 1896 umgebaut und vergrößert, rechteckiger Anbau mit Polygonalschluß (Kruzifix. E. 19. Jh.). (…). Großräumige Parkanlage, vom ehem. Mackschen Landschaftsgarten nach 1792. Ummauerung und wenige Staffagebauten erhalten (…).“ Promenadeweg 12 (unter Denkmalschutz): Dehio (S. 722f.): „Sogen. Steinhaus, erb. 1787 (Dat. im Dachboden) im ehem. „kleinen Garten“ Franz von Macks, ehem. Teilbereich der Kalksburger Parkanlage (…). Bedeutendes Denkmal des profanen „gothic revival“ in Österreich. Über einem Grottenhügel (Steintafel mit Mackscher Stiftungsinschr.) aufragender romantischer kubischer Bau mit Bruchsteinverkleidung, unregelmäßig gesetzten gotisierenden Fenstern (Maßwerk-Oberlichten) und Erker, erneuertes Walmdach; ostseitig rezenter Terrassen-Anbau. – Im Inneren symmetrische Raumaufteilung, die Kabinetträume im Obergeschoß mit bmkw. Ausstattung, Wandgliederung mit frühklassizistischen Elementen (in den Supraporten Tapetenmalereien in Grisaille, Grotesken), die Türen und Fenster in gotisierenden Holzrahmungen (verschränkte Maßwerkböden, zierliche profilierte Säulenbündel mit Blattkapitellen), mit nahezu komplett erhaltenen gotisierenden Metallbeschlägen aus der Bauzeit, originale Farbglasscheiben und aufwendige Holzintarsienböden.“ +++ Zitat Denkmalliste Wikipedia: „Dieses Landhaus ist eines der bedeutendsten Denkmale der frühen profanen Neugotik in Österreich.“ Promenadeweg 18: Dehio (S. 723): „Breites Rundbogenportal, im Keilstein bez. 1733.“ Für weitere Häuser werden Schutzzonen vorgeschlagen: Breitenfurter Straße 529 Breitenfurter Straße 545 (Dehio S. 707) Breitenfurter Straße 563 (Dehio S. 708: „Hubert Maresch 1896“) Breitenfurter Straße 565 Breitenfurter Straße 571 (Dehio S. 708: „Hubert Maresch, 1891“) Breitenfurter Straße 579 (im Dehio S. 707 erwähnt) Mackgasse 4 und Mackgasse 6 Für folgendes Haus möge eine Schutzzone geprüft werden: Breitenfurter Straße 553 (Dehio S. 707) Bei vielen der genannten Objekte fallen die Baufluchtlinien nicht mit dem Bestand zusammen (z. B. Breitenfurter Straße 551, 561 und 573, Gräfin-Zichy-Gasse 9, Haselbrunnerstraße 14 und 18, Mackgasse 4 und 6, Promenadeweg 3 und 12). Dies wäre noch weitgehend nachzuholen. Ebenso möge die Höhenentwicklung dem Bestand angeglichen werden (vgl. auch Einleitung). Abschließend wird vorgeschlagen für die Schutzzone die entsprechenden Architekturteile in einen Katalog nach § 7 (4) Wiener Bauordnung aufzunehmen, sodass auch diese einen rechtsverbindlichen Bestandteil des Bebauungsplanes bilden. Markus Landerer und Claus Süss im Namen des Vorstands Verein Initiative Denkmalschutz (ZVR-Nr.: 049832110) Mobil: 0699 / 1024 4216 sowie 0676 / 740 43 27 www.initiative-denkmalschutz.at Fuchsthallergasse 11/5, 1090 Wien Quellen: – Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Wien X. bis XIX. und XXI. bis XXIII. Bezirk (Topographisches Denkmälerinventar, Hrsg. Bundesdenkmalamt), Wien 1996 – Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band III/3, Wien: 19.-23. Bezirk, St. Pölten und Salzburg 2010 – Denkmalliste Wien des Bundesdenkmalamtes (Stand 18. Jänner 2018): https://bda.gv.at/fileadmin/Dokumente/bda.gv.at/Publikationen/Denkmalverzeichnis/Oesterreich_PDF/Wien_2018.pdf (bzw. auf dieser Grundlage: Denkmalliste Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Wien/Liesing) – Kulturgüterkataster der Stadt Wien (Wien Kulturgut: http://www.wien.gv.at/kulturportal/public) – Architektenlexikon Wien 1770-1945 (Architekturzentrum […]
Synagoge Gänserndorf: Trotz Denkmalschutz vor Abriss? 16. Aug. 2018
/ Presseaussendungen /Niederösterreich / Gänserndorf von W.F.Synagoge in Gänserndorf trotz Denkmalschutz kurz vor Abriss? Bürgermeister forciert weiter Abbruch schlicht für einen „Parkplatz“! Initiative Denkmalschutz: Ausgerechnet der Obmann des Kulturausschusses im Landtag möchte seltene bauliche Reste jüdischer Synagogenbaukultur Niederösterreichs zerstören! Wien (OTS) – Mit der Behauptung „Einsturzgefahr“ könnte der Bürgermeister und Landtagsabgeordnete René Lobner (ÖVP) sein lang gehegtes Ziel doch noch erreichen und die ehemalige Synagoge samt Rabbinerhaus abreißen lassen (NÖN, 9.8.). Zuvor hatte das Denkmalamt seine Abrisspläne durchkreuzt und mittels Eilverfahren beide Gebäude vorläufig unter Denkmalschutz gestellt. Das Bundesdenkmalamt attestiert den Gebäuden trotz ihrer starken Veränderungen einen „bedeutsamen dokumentarischen geschichtlichen Charakter“, vor allem als äußerst rarer Typus aus Kombination Synagoge und Rabbinerhaus. Versucht Bürgermeister letztes Schlupfloch im Gesetz zu nützen? Nur mit dem Nachweis „Gefahr im Verzug“ darf der Bürgermeister die im Eigentum der Gemeinde befindlichen Gebäude ohne Zustimmung des Bundesdenkmalamtes abbrechen. Dies setzt voraus, dass „Gefahr für höherwertige Rechtsgüter besteht, vor allem bei Gefahr für Leben und Gesundheit von Menschen“, was mit „Einsturzgefahr“ bei leerstehenden und vor Zutritt gesperrten Gebäuden allein kaum zutreffen wird. IKG – Israelitische Kultusgemeinde hat Abriss nie zugestimmt! Noch immer behauptet der Bürgermeister, die IKG habe dem Abriss vor Jahren zugestimmt. Dies ist nicht richtig, wie es aus einem Schreiben aus der IKG an die Initiative Denkmalschutz hervorgeht. Erhaltung der Synagoge Gänserndorf Kulturaufgabe des Landes NÖ Die Synagoge in der Bahnstraße 60 wurde 1889 vom Architekten Jakob Modern erbaut und 1908 um das Rabbinerhaus erweitert. Unabhängig davon, ob die Bauten den strengen Denkmalschutzkriterien entsprechen werden, hat das Land Niederösterreich, und insbesondere der Bürgermeister von Gänserndorf, eine Kulturverantwortung wahrzunehmen. Besonders tragisch, wenn ausgerechnet der NÖ-Kulturausschuss-Obmann hier ein besonders verheerendes Beispiel für das Land abgeben würde. Rückfragen & Kontakt: Markus Landerer und Claus Süss, Initiative Denkmalschutz, mobil: 0699/1024 4216 und 0676/740 43 27, www.initiative-denkmalschutz.at Foto: Synagoge Gänserndorf, Initiative Denkmalschutz Original APA-OTS-Presseaussendung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180816_OTS0010
Trabrennbahn Krieau (Wien): Stallungen, Stellungnahme Planentwurf 8245
/ Stellungnahmen /Wien 1020, Leopoldstadtvon IDM_adminStellungnahme der Initiative Denkmalschutz zum Planentwurf 8245 (Trabrennbahn Krieau, Stallungen) Für das Gebiet zwischen Vorgartenstraße und Stella-Klein-Löw-Weg im 2. Bezirk, Katastralgemeinde Leopoldstadt Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Auf dem Plangebiet befinden sich drei Stallgebäude der Anlage Trabrennbahn Krieau (Der nordwestliche Teil des Stall VII, Stall VIII sowie Stall IX). Die Anlage der Trabrennbahn Krieau wurde 1992 vom Bundesdenkmalamt per Bescheid unter Denkmalschutz gestellt (ZI.: 3524/8/91, 21. Jänner 1992: Tribüne 1, 2, 3, Schiedsrichterturm, Administrationsgebäude, Stall II, III, IV, V, VI, VII, VIII, IX). Gemäß Antwortschreiben des Bundesdenkmalamtes an die Initiative Denkmalschutz vom 18. April 2018 (GZ: BDA-03524.obj/0010-WIEN/2018) wurden die Stallgebäude VII (geringer künstlerischer Wert), der Mittlere Teil des Stalls VIII (durch spätere Umbauten in schlechten baulichen Zustand) und der Stall IX (in Nachkriegszeit errichtet, geringer künstlerischer Wert) vom Denkmalamt „aufgegeben“ (Denkmalschutz aufgehoben). In den letzten Wochen und Tagen wurden große Teile der Stallgebäude im Plangebiet abgerissen. Es ist zu hoffen, dass zumindest die weiterhin unter Denkmalschutz stehenden Teile des Stalls VIII erhalten geblieben sind. Für diese wird vorgeschlagen eine Schutzzone zu widmen, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass weitere benachbarte Stallgebäude unter Denkmalschutz stehen, und später dieser Bereich ebenso Aufnahme in eine Schutzzone finden soll. Wichtig ist die möglichst bestandsgenaue Widmung der denkmalgeschützten Teile von Stall VIII (sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche), um dadurch den Schutz zu stärken und keine Anreize für Abbruch und Neubau zu geben. Weiters wird vorgeschlagen für die Schutzzone die entsprechenden Architekturteile in einen Katalog nach § 7 (4) Wiener Bauordnung aufzunehmen, sodass auch diese einen rechtsverbindlichen Bestandteil des Bebauungsplanes bilden. Abschließend muss bemängelt werden, dass die Bezirksvertretung Leopoldstadt während der öffentlichen Auflage ihre Stellungnahme zum Planentwurf abgegeben hat (12. Juni), die öffentliche Auflagefrist aber erst am 28. Juni endet. Es wird daher angeregt, dass die MA 21 hinkünftig die öffentlichen Auflagen von Planentwürfen mit den Sitzungsterminen der örtlichen Bezirksvertretung zeitlich besser abstimmt, um diese Reihenfolge hinkünftig zu verhindern. Markus Landerer und Claus Süss im Namen des Vorstands Verein Initiative Denkmalschutz (ZVR-Nr.: 049832110) Mobil: 0699 / 1024 4216 sowie 0676 / 740 43 27 www.initiative-denkmalschutz.at, eMail: Fuchsthallergasse 11/5, 1090 Wien PS: Dieser Entwurf des neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes liegt/lag vom 17. Mai bis 28. Juni 2018 zur öffentlichen Einsicht auf. Literatur / Quellen: – Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Band: Wien II. bis IX. und XX. Bezirk, Topographisches Denkmälerinventar, Hrsg. Bundesdenkmalamt, Wien 1993, Seite 43 – Umweltbericht (SUP: Strategische Umweltprüfung), Beilage I zum Planentwurf 8121, MA 21, 15. Juli 2014. Seite 18 f.
Für die Erhaltung Frühgründerzeithaus Radetzkystraße 24-26, 20.06.2018
/ Berichte /Wien 1030, Landstraße von idmsInitiative Denkmalschutz: Für die Erhaltung des Frühgründerzeithauses Radetzkystraße 24-26 in Wien-Landstraße. Demo: Fr., 22.6., 18:30 Uhr Überstürzte Demolierungsversuche wegen bevorstehender Novelle der Bauordnung für einen besseren Schutz für Wiener Altbauten? Wien (OTS) – Mit 1. Juli soll die Gesetzesnovelle zur neuen Bauordnung in Kraft treten, die erstmals einen Schutz auch für erhaltenswerte Altbauten außerhalb von Schutzzonen vorsieht (erbaut vor 1945). Im Weißgerberviertel im 3. Bezirk scheint sich nun die Lage bei einem solchen Bauwerk dramatisch zuzuspitzen. Das 1847-49 erbaute Frühgründerzeithaus mit seiner repräsentativen turmartigen Ecklösung zum Donaukanal zeichnet sich durch seine bemerkenswert frühe neogotische Formensprache aus (Stadtbaumeister Josef Kastan). Jetzt hat der Eigentümer, obwohl sein Haus noch von zahlreichen Mietern (zum Teil mit unbefristeten Verträgen) bewohnt wird, bereits den Wohnungsinhabern des Nachbarhauses einen bevorstehenden Abriss angekündigt und stellt derzeit ein Baugerüst auf. Nun wird befürchtet, dass der Eigentümer schwer rückgängig zu machende Tatsachen schafft und vielleicht die Fassade am Eckturm demolieren will. Bewohner des Hauses haben jetzt eine Petition zur Rettung des Hauses eingereicht: www.wien.gv.at/petition/online Demonstration Rettet das Frühgründerzeithaus Radetzkystraße Datum: Freitag, 22.06.2018, 18:30 – 19:00 Uhr Ort: Radetzkystraße 26, Ecke Dampfschiffstraße 18, 1030 Wien, Österreich Url:
Gries am Brenner: Eigentümer will spätgotisches Haus retten, Bürgermeister fordert Abriss!
/ Presseaussendungen /Tirol / Innsbruck Landvon FischerKuriosum zum Europäischen Kulturerbejahr 2018: Eigentümer will spätgotisches Haus retten, doch Tiroler Bürgermeister fordert Abriss! Initiative Denkmalschutz fordert Land Tirol und den Bund auf zu vermitteln, um dem Eigentümer bei seinem vorbildlichen Einsatz für unser österreichisches Kulturerbe zu unterstützen Wien (OTS) – In der Gemeinde Gries am Brenner wurde nach einem Steinschlag 2011 ein großräumiges Sperrgebiet mit Betretungsverbot erlassen, darunter auch für das alte spätgotische Widum (Pfarrhaus). Ein Jahr später hat die Baubehörde sogar „Einsturzgefahr“ attestiert und wegen „Gefahr in Verzug“ einen Abbruchbescheid für das Widum erlassen, doch schien die Gemeinde jahrelang keine Eile mit der Umsetzung zu haben. Auch vom Betretungsverbot wurden vielfache Ausnahmen erlassen, nicht jedoch für den seit 2016 neuen Eigentümer des Widums im Ortsteil Lueg (Nr. 216), der es restaurieren will. Mittlerweile hat das Bundesdenkmalamt das geschichtsträchtige, im Kern aus der Mitte des 15. Jh. stammende Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, doch Bürgermeister Karl Mühlsteiger (Offene Gemeindeliste) pocht weiterhin auf Abriss und hat beim Bundesverwaltungsgericht den Bescheid beeinsprucht, eine Entscheidung ist in Bälde zu erwarten. Mehr Eigentümerwertschätzung statt Kulturvernichtungsförderung! Österreich ist eines der letzten Europaratsmitglieder, das die „Konvention von Granada“ (1985) noch immer nicht ratifiziert hat, sodass Eigentümer ihre Denkmäler weitgehend konsequenzlos verfallen lassen dürfen. Umso schlimmer, wenn die Politik stattdessen engagierten Denkmaleigentümern Prügel vor die Füße wirft. Nach dem Abriss des kulturhistorisch bedeutenden, im Kern aus dem Mittelalter stammenden Gasthauses in Lueg (Nr. 210) vor wenigen Jahren, bleibt umso mehr zu hoffen, dass zumindest dieses Baujuwel gerettet wird. Bei gutem Willen aller Akteure sollte eine Lösung gefunden werden. Foto: Initiative Denkmalschutz Original APA-OTS-Pressemeldung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180606_OTS0012 Rückfragen & Kontakt: Markus Landerer und Claus Süss Initiative Denkmalschutz mobil: 0699/1024 4216 und 0676/740 43 27 www.initiative-denkmalschutz.at
Hitler Geburtshaus: Initiative Denkmalschutz forder Erhaltung statt tiefgreifende Veränderung, 10. April 2018
/ Presseaussendungen /Oberösterreich / Braunau von W.F.Hitlers Geburtshaus in Braunau: Initiative Denkmalschutz fordert Erhaltung des Altstadthauses statt tiefgreifende Veränderung Keine denkmalbehördliche Bewilligung für baulichen Eingriff mehr nötig. Denkmalamt mittels Enteignungsgesetz ausgeschaltet Wien (OTS) – „Wir müssen dem Haus die Optik nehmen“, wird der zuständige Sektionschef im Innenministerium, Hermann Feiner im Kurier zitiert (6.4.). Wie künftig auf die Bedeutung des Ortes hingewiesen werden soll, soll mittels Architektenwettbewerb geklärt werden. Denkmalamt entmachtet: sogar Komplettabriss theoretisch möglich Kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen, wurde mit dem im Nationalrat beschlossenen Enteignungsgesetz (Dez. 2016) auch dem Bundesdenkmalamt jegliche Möglichkeit genommen, Eingriffe in die Bausubstanz zu untersagen, wenn diese „der dauerhaften Unterbindung der Pflege, Förderung oder Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts oder eines bejahenden Gedenkens an den Nationalsozialismus“ dienen. Sogar ein Komplettabriss wäre hier „mitumfasst“ („vollständige Beseitigung des Geburtshauses von Adolf Hitler“, Zitat aus den Erläuterungen zur Regierungsvorlage). Doch auch ein starker „optischer Eingriff“ würde das gut erhaltene Altstadtensemble in der Salzburger Vorstadt schwer beschädigen. Initiative Denkmalschutz fordert von Bundesminister für Inneres, Herbert Kickl (FPÖ) die umfassende Erhaltung Zwischen Denkmalschutz und einem Gedenkort, der sich auf NS-Täter und die NS-Schreckensherrschaft bezieht, muss kein Widerspruch existieren. Die Initiative Denkmalschutz schließt sich daher dem Internationalen Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) Austria an, der das aus dem 17. Jh. stammende Haus als „authentischen Erinnerungsort der Aufklärung und Entmystifizierung nationalsozialistischer Ideologie bewahrt und einer entsprechenden Nutzung zugeführt“ sehen will. Das Konzept von Andreas Maislinger für ein „Haus der Verantwortung“ scheint in diesem Sinne beispielsweise besonders geeignet.
UNESCO-Welterbe Wien: Ohne Reduktion Heumarkt-Hochhaus zielsicher zur Aberkennung. Hier die Fakten, 26.03.2018
/ Berichte /Wien, allgemeinvon idmsUNESCO-Welterbe Wien: Ohne Reduktion des Heumarkt-Hochhausprojekts zielsicher zur Aberkennung. Initiative Denkmalschutz zeigt die Fakten Die ÖVP-FPÖ Bundesregierung muss den Flächenwidmungsplan beeinspruchen und den Turm reduzieren. Aktuelle Aussagen des Kulturministers Blümel lassen jedoch anderes befürchten. Wien (OTS) – Bundesminister Gernot Blümel äußerte sich im Standard Interview (online 24.3.), dass er auf die Wiederaufnahme der Gespräche mit der UNESCO setzt, um die Aberkennung des Welterbetitels abzuwenden. In den seit Juni 2017 gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan, der das 66 m Hochhausprojekt erst ermöglicht, möchte er jedoch nicht eingreifen. Somit scheint die Bundesregierung lediglich bestrebt zu sein, das aktuelle Heumarkt-Projekt der UNESCO „schmackhaft“ zu machen, doch dies ist mehr als unrealistisch. Seit 2012/13 haben das UNESCO-Welterbekomitee und die beratende Fachorganisation ICOMOS (Internationaler Rat für Denkmalpflege) sich beim Heumarkt-Projekt ‚Hotel InterContinental – Wiener Eislaufverein‘ ganz klar deklariert: keine Höherwidmung als Bestand (ca. 39 m). ALLE FAKTEN U. UNESCO-BESCHLÜSSE: www.idms.at/unesco/unesco-heumarkt.pdf Bundesregierung muss jetzt rechtliche Schritte ergreifen Da Wien weiter uneinsichtig bleibt und nicht alle Maßnahmen zur Durchsetzung des Welterbeübereinkommens (BGBl.Nr.60/1993) setzt, muss nun der zuständige Bundesminister für Kultur, Gernot Blümel (gemäß Bundesverfassungsgesetz Art. 16 Abs. 4), die Zuständigkeit an sich ziehen und selbst die erforderlichen Maßnahmen treffen. Stadt Wien hat von Anfang an UNESCO-Titel Aberkennung provoziert