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AKTUELLE BERICHTE
Initiative Denkmalschutz: Kundgebung zur Rettung des Monturdepots in der Hofburg
/ Presseaussendungen /Wien 1010, Innere Stadtvon IDM_adminKundgebung zur Rettung des Monturdepots in der Wiener Hofburg am Mittwoch, 4.9.2024 Gestern, Mittwoch Abend um 18:00 Uhr (4.9.) fand eine Demonstration vor der Präsidentschaftskanzlei der Wiener Hofburg statt, um gegen die bevorstehende Zerstörung des historisch einzigartigen Monturdepots aus 1908 zu protestieren, das sich im Parterre des Leopoldinischen Traktes befindet. Initiiert von der Künstlerin Raja Schwahn-Reichmann und unterstützt von der Initiative Denkmalschutz, dem Verein für den Schutz bedrohter Kulturgüter, versammelte man sich am Ballhausplatz. Auch der Denkmalbeirat, einem Expertengremium des Bundesministers für Kultur in Belangen des Denkmalschutzes, streicht die einzigartige Bedeutung dieses Monturdepots hervor, es stellt ein „einzigartiges Dokument der höfischen Kultur des späten 19. Jahrhunderts“ dar (siehe: Wahrnehmungsbericht des Denkmalbeirates vom 26. Juli 2024). Das Monturdepot soll für die Sicherheitszentrale der Präsidentschaftskanzlei geopfert werden, der Umbau respektive die Zerstörung soll unmittelbar bevorstehen, obwohl das Bundesdenkmalamt noch am 7. August mitteilte, dass nicht einmal ein Antrag auf Veränderung der Denkmalanlage der Wiener Hofburg gestellt wurde (die Verändung entspräche der Zerstörung des Monturdepots). [Nachtrag: Auch am 4.9. ist noch kein Antrag im Bundesdenkmalamt eingelangt, aktuelle Auskunft aus dem Bundesdenkmalamtes] Der Denkmalbeirat „spricht sich mit aller Deutlichkeit gegen diese Zerstörung aus“, nun will auch die Bevölkerung ein Zeichen setzen und sich für die Erhaltung einsetzen. Es wird nicht die letzte Protestveranstaltung gewesen sein! Weitere werden folgen !!! Um das Kulturerbe besorgte Bürgerinnen und Bürger Rückfragen: Raja Schwahn-Reichmann, tel.: 0676 / 495 31 33 (https://rajaschwahnreichmann.at) Markus Landerer, Initiative Denkmalschutz, 0699 / 1024 4216 (www.idms.at) Diverse Stellungnahmen: 10. August 2024, TICCIH Austria, Österreichischer Denkmalrat für das kulturelle Erbe von Industrie und Technik Stellungnahme TICCIH Austria zur geplanten Auflösung des Monturdepot in der Wiener Hofburg https://www.ticcih.at/2024/08/10/stellungnahme-ticcih-austria-zur-geplanten-aufloesung-des-monturdepot-in-der-wiener-hofburg/ 2. Augsut 2024, ÖRV, Österreichischer Restauratorenverband ÖRV-Stellungnahme zum Monturdepot in der Wiener Hofburg https://www.orv.at/aktuelles/news 26. Juli 2024, Denkmalbeirat beim Bundesdenkmalamt Denkmalbeirat-Wahrnehmungsbericht: Das „Monturdepot“ im Leopoldinischen Trakt der Wiener Hofburg https://www.bda.gv.at/dam/jcr:ca6e7d6d-7a1d-49db-8e3a-068c638a081c/20240726_Monturdepot_Wahrnehmungsbericht.pdf Medienberichte: 30. Oktober 2024, Ö1 Radio Betrifft Geschichte: Ausgedient, kein Platz mehr für Livreen? Das Monturdepot in der Hofburg steht vor dem Aus https://oe1.orf.at/programm/20241030/775081/Ausgedient-kein-Platz-mehr-fuer-Livreen 14. August 2024, Kronenzeitung Zerstörung droht! Hofburg: Sicherheitszentrale statt Baujuwel? https://www.krone.at/3493460 11. August 2024, ORF III Kultur Heute Weekend: Monturdepot der Hofburg: Ein Rundgang durch die Zeit (2 min Privatvideo; noch bis 10.9. abrufbar) https://on.orf.at/video/14238100/15698273/monturdepot-der-hofburg-ein-rundgang-durch-die-zeit-kultur-heute-weekend-vom-11082024 31. Juli 2024, ORF Wiener Hofburg: Eine „Zeitkapsel“ droth zu verschwinden https://topos.orf.at/monturdepot100 26. Juli 2024, Kronenzeitung Bau-Juwel in Gefahr: Montur-Depot in der Hofburg droht die Zerstörung https://www.krone.at/3471211 7. Mai 2024, Falter Unter der Hofburg ist die Kaiserzeit noch fast lebendig. Aber nicht mehr lange: Dem Monturdepot im Souterrain der Präsidentschaftskanzlei droht das Aus – und damit einem der letzten komplett erhaltenen Orte, an dem sich die Arbeitswelt eines kaiserlichen Hofstaats erleben lässt (Bezahlschranke) https://www.falter.at/zeitung/20240507/unter-der-hofburg-ist-die-kaiserzeit-noch-fast-lebendig-aber-nicht-mehr-lange 6. Mai 2024, APA/Salzburger Nachrichten K.u.k. Monturdepot übersiedelt von Hof- in Wagenburg https://www.sn.at/kultur/allgemein/monturdepot-hof-wagenburg-157950967 6. Mai 2024, APA-OTS-Presseaussendung Burghauptmannschaft Österreich / Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft BHÖ / KHM: Des Kaisers alte Kleider in neuem Licht: Bewahrung eines österreichischen Kulturguts – Verlegung des k.u.k. Monturdepot vom bisherigen Standort in der Hofburg Wien in die Wagenburg des Kunsthistorischen Museums. https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20240506_OTS0025/bhoe-khm-des-kaisers-alte-kleider-in-neuem-licht –
Initiative Denkmalschutz: Mit neuem Denkmalschutzgesetz Substanzverluste zu befürchten!
/ Presseaussendungen /Österreich allgemein / österreichweitvon IDM_adminAPA-OTS-Presseaussendung vom 27.08.2024 Initiative Denkmalschutz: Mit neuem Denkmalschutzgesetz sind viele Substanzverluste zu befürchten! Am 1. September tritt das neue Denkmalschutzgesetz in Kraft, doch der neu formulierte § 5 Abs. 5 könnte den raschen Todesstoß für viele Denkmäler bedeuten! Wien (OTS) – Die Warnungen der Initiative Denkmalschutz wurden nicht gehört, ab kommenden Sonntag (1.9.) können denkmalgeschützte Objekte viel rascher als bisher eine Zerstörungsbewilligung bekommen (Denkmalschutzaufhebung). Allein mit der Begründung, dass die “weitere Erhaltung wirtschaftlich unzumutbar” sei, könne dann der Eigentümer die Aufhebung des Denkmalschutzes erwirken. Baldige Verluste auch von gut erhaltenen Denkmälern zu befürchten! Bis jetzt war es oft so, dass Denkmale jahrzehntelang verfallen gelassen wurden, da dies – im Gegensatz zum aktiven Zerstören – nicht verboten war. In Hinkunft ist jedoch zu befürchten, dass allein mit der (von zumeist Privatgutachten) attestierten „fehlenden wirtschaftlichen Zumutbarkeit“ Denkmale rasch zerstört werden dürfen. Ein Abwarten auf „bessere Zeiten“ oder „neue Eigentümer“, wie es bis jetzt nicht selten der Fall war (z.B. Ortszentrum von Bad Gastein), ist dann nicht mehr möglich, das Denkmal wird sofort zerstört! Lastenausgleich für Denkmaleigentümer umso dringlicher! Umso wichtiger sind daher Steuererleichterungen und möglichst unbürokratische Förderungen für Eigentümer, die im Gegenzug große arbeitsintensive Aufwendungen für den Erhalt unseres österreichischen Kulturgutes leisten und damit viele Steuereinnahmen bringen. Es darf nicht sein, dass Abriss und Neubau gewinnbringender sind als der Erhalt unseres Kulturerbes! Derzeit wird so mancher Denkmaleigentümer sogar noch steuerlich bestraft, wenn er mit besonders viel Aufwand Gebäude restauriert (Stichwort: Liebhaberei). Es gilt daher einen gerechten Lastenausgleich zu schaffen! Nach Nationalratswahl: Rasche Evaluierung des Gesetzes nötig! Die Initiative Denkmalschutz befürchtet sehr bald auch den Verlust von gut erhaltenen Denkmälern! Oder wie soll der Erhalt von z.B. Burgruinen, religiösen (Klein-)Denkmälern oder technischen Denkmälern wirtschaftlich zumutbar sein? Die nächste Bundesregierung wird daher jetzt schon aufgefordert, möglicht umgehend das neue Gesetz zu evaluieren (und nicht erst 2029 wie im Gesetz vorgesehen). Konvention von Granada (echte Erhaltungspflicht) unterzeichnen! Überdies ist es für die Republik Östereich höchst an der Zeit, die so wichtige „Konvention von Granada“ aus dem Jahr 1985 endlich zu ratifizieren. Die Ratifizierung wurde zwar im Rahmen der Denkmalschutzgesetznovelle immer wieder in Aussicht gestellt, ist aber bis heute nicht erfolgt. Von den 46 Europaratsmitgliedern haben dieses so wichtige „Übereinkommen zum Schutz des architektonischen Erbes Europas“ nur fünf noch immer nicht ratizifiert, darunter neben Österreich nur noch Albanien, Island, Monaco und San Marino. In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf unsere laufende „Parlamentarische Bürgerinitiative: Wirkungsvoller Schutz gefährdeter Kulturgüter in Österreich“ und auf unsere gesamte Stellungnahme zur Denkmalschutzgesetznovelle verweisen. Rückfragen & Kontakt Initiative Denkmalschutz – Verein für den Schutz bedrohter Kulturgüter Markus Landerer, tel. 0699/1024 4216, DI Dr. Alexander Schmiderer, tel. 0664/750 545 42 https://www.idms.at OTS Stichwörter: Architektur, Innenpolitik, Immobilien, Kultur, Recht, Denkmalpflege, Bundesdenkmalamt, Ortsbildschutz, Kulturgüterschutz, Kulturerbe Ressorts: Kultur Österreich, Innenpolitik

Initiative Steinhof
Leiner (Wien): Jugendstilgeländer abtransportiert, Haus wird abgerissen
/ Berichte /Wien 1070, Neubauvon IDM_adminNach Versteigerung: Zehn neue Besitzer für das in 27 Teile zerstückelte, ursprünglich 320 Meter lange Jugendstilgeländer aus dem ehemaligen Leiner-Kaufhaus in der Mariahilfer Straße 18 im 7. Bezirk Neubau. Jetzt wurden die Teile abgeholt. Alfred Bazalka hat 9.600 € für 67 Laufmeter gezahlt und möchte das Jugenstilgeländer für einen Laubengang in Kärnten verwenden. Patrick Eder wiederum ersteigerte 70 Meter Geländerteile, damit er sich ein neues Haus in Wien im Stil der Zeit um 1900 erbauen kann, und da passen diese Teile nicht nur perfekt, sondern sind dazu auch noch von höchster Qualität, meint er. Der Erlös der Auktion kommt dem Wiener Hilfswerk zugute. Aber auch das Bezirksmuseum Neubau bekommt sechs Teile des Jugendstilgeländers. Diese müssen aber erst zurechtgeschweißt und mit Verbindungsgliedern ausgestattet werden. Das Bezirksmuseum sucht daher einen Metalltechniker oder Sponsoren für die Kosten von rund 5.000 Euro. ORF-FERNSEHBEITRAG (2 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14091476/67-Meter-Leiner-Gelaender-fuer-Laubengang/14914133 (7.5.2021, ORF ‚Wien Heute‘, „67 Meter Leiner-Geländer für Laubengang“). Youtube-Video (Drohnenflug Michael Hierner / Aurena): „Jugendstil Geländer“ im Leiner-Gebäude: https://www.youtube.com/watch?v=WRyobQgJBC0 Der Immobilien- und Handelskonzern, die Signa Holding GmbH von René Benko wird bis Herbst 2024 anstelle des ehemaligen Leiner-Flaggschiffs auf der Mariahilfer Straße ein Kaufhaus (https://mahi10-18.at) nach Vorbild des Berliner KaDeWe (Kaufhaus des Westens) samt Hotel und Park am Dach errichten. Seitens des Eigentümers wurde betont, dass das Haus nicht unter Denkmalschutz steht und das Geländer auch nicht aus der Erbauungszeit 1894/95 stammt. Signa-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber führt gegenüber der Zeitung „Der Standard“ (28.4.) aus, dass natürlich überlegt wurde, das Stiegenhaus zu erhalten, doch dies war aus vielen Gründen nicht möglich, u.a. wegen der unterschiedlichen Geschoßhöhen. Für Verwunderung in der Fachwelt sorgte jedoch Friedrich Dahm, Abteilungsleiter für Wien im Bundesdenkmalamt mit der Aussage im „Der Standard“: „Dieses Haus ist kein Jugendstil-Juwel, sondern nach all den Umbauten und Zerstörungen ein Schandfleck. Ja, das nachträglich eingebaute Stiegenhaus ist zwar ganz schön, war aber schon zum Zeitpunkt seines Einbaus 1912 altmodisch und retardierend. Aus denkmalpflegerischer Sicht ist hier keine Schutzwürdigkeit gegeben.“ Kritisiert werden die Argumentation „retardierend“ im Zusammenhang mit einer möglichen Schutzwürdigkeit, die Begrifflichkeiten „Schandfleck“ sowie „Schönheit“, die in der kunsthistorischen Welt, insbesondere in der denkmalpflegerischen Fachwelt strikt vermieden werden. Unser Verein Initiative Denkmalschutz hatte bereits 2019 mit Bedauern auf den bevorstehenden Verlust dieses Jugendstilgeländers hingewiesen. Georg Scherer hatte noch im Februar auf seinem WienSchauen-Blog für einen Erhalt des Gebäudes samt Rekonstruktion der historischen Fassade plädiert: „Leiner-Haus: Verpasste Chance“. Auch das Bezirksmuseum Neubau wird einen Teil des Jugendstilgeländers bekommen. In den sozialen Medien wird über die Zerstörung des Stiegengeländers getrauert. 1894/95 als „Warenhaus zur großen Fabrik“ bzw. Warenhaus Stefan Esders an der Ecke Mariahilfer Straße 18, Karl-Schweighofer-Gasse 2 erbaut (Entwurf: Friedrich Schachner), war es das erste große Wiener Kaufhaus. Schon 1898 wurde es um ein Geschoß aufgestockt, und 1912 ersetzte man das ganze große Stiegenhaus durch eine neu hineingestellte(!), viergeschoßige Eisenkonstruktion, die nur noch bis Anfang Mai bestehen wird. Die ausführende Baufirma war damals das bekannte Duo „Kupka & Orglmeister„. Das Geschäftshaus wurde 1964 von Leiner übernommen und blieb in seiner Grundstruktur bis heute erhalten. Mit dem Abriss wurde bereits im April begonnen (die erhaltene Gründerzeitfassade an der Mariahilfer Straße 12-16 bleibt bestehen). Herzstück des einstigen Geschäftshauses, das durch viele Umbauten im Laufe der Zeit stark verändert wurde (u.a. Vereinfachung der Fassade nach dem 2. Weltkrieg), ist das große Jugendstil-Geländer aus dem Jahr 1912. Diese Eisentreppe ist in Wien vermutlich in ihrer Größe einzigartig, nachdem z. B. das etwas ältere Hauptstiegenhaus im alten Warenhaus Gerngroß von 1904, in der Größe vergleichbar – 1979 durch Brand vernichtet wurde (Mariahilfer Straße 44-46). Aktuelle Medienberichte 7. Mai 2021, ORF Wien 67 Meter Leiner-Geländer für Laubengang. 320 Meter Jugendstilgeländer aus dem ehemaligen Leiner-Haus in der Mariahilfer Straße haben neue Besitzer gefunden. Jetzt haben sie ihre ersteigerten Teile abgeholt, quasi bei einer letzten Warenausgabe im ehemaligen Möbelhaus: https://wien.orf.at/stories/3102846 7. Mai 2021, Kurier Großbaustelle Wiener KaDeWe: Mehr als nur Fassade. Die Signa-Gruppe schleift das Leiner-Haus auf der Mariahilfer Straße, um Platz für ein echtes Kaufhaus zu schaffen. Das wirbelt Staub auf: https://kurier.at/chronik/wien/grossbaustelle-wiener-kadewe-mehr-als-nur-fassade/401374382 5. Mai 2021, Krone Kommentar des Tages: MAHÜ Signa-Haus: „Jugendstilteile wären Hingucker“: https://www.krone.at/2405586 4. Mai 2021, Krone Signa-Haus auf Mahü: Bezirksrätin zu Klotz: „Ich bin todunglücklich“: https://www.krone.at/2404990 30. April 2021, Krone Projekt Leiner: Wie die Grünen einem Investor die Rutsche legen: https://www.krone.at/2402257 29. April 2021, Krone Ehemaliges Leiner-Haus: Abriss in Schutzzone: Das Bauglück des Jongleurs: https://www.krone.at/2401288 28. April 2021, Der Standard Auktion: Leiner-Stiegenhaus wird versteigert. Aus dem Leiner auf der Mahü will Signa ein „Kaufhaus des Westens“ machen. Das Jugendstil-Stiegenhaus kommt online unter den Hammer: https://www.derstandard.at/story/2000126241647/leiner-stiegenhaus-wird-versteigert 26. April 2021, MeinBezirk Neubau: Ein Geländer für die neue Grätzeloase. Techniker oder Sponsoren gesucht: https://www.meinbezirk.at/neubau/c-lokales/ein-gelaender-fuer-die-neue-graetzeloase_a4595588 Nebenbei: 8. Mai 2021, Der Standard Retter oder Bösewicht: René Benko und die Politik: Opposition will Kika/Leiner-Übernahme durchleuchten. Der Milliardär René Benko übernahm im Sommer 2018 die Möbelkette Kika/Leiner. Die Opposition glaubt, dass Türkis-Blau ihm dabei zu sehr half: https://www.derstandard.at/story/2000126481589/rene-benko-und-die-politik-opposition-will-kikaleiner-uebernahme-durchleuchten Älterer iD-Bericht vom 23. April 2021 Leiner (Wien): Trauer um Jugendstilgeländer aus 1912 – Für Versteigerung zerstückelt: https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/leiner-wien-trauer-um-jugendstilgelaender-aus-1912-fuer-versteigerung-zerstueckelt Initiative Denkmalschutz in den Medien: 3. Oktober 2019, Kurier KaDeWe: Das sagen Experten zum Neubau. Aus dem Leiner der Mariahilferstraße wird ein Warenhaus nach Berliner Vorbild. Experten loben vor allem Dach und Fassade des Neubaus in Neubau: https://kurier.at/chronik/oesterreich/kadewe-das-sagen-experten-zum-neubau/400637384 12. August 2019, MeinBezirk Mariahilfer Straße: Initiative Denkmalschutz schlägt Alarm wegen Leiner: https://www.meinbezirk.at/neubau/c-lokales/initiative-denkmalschutz-schlaegt-alarm-wegen-leiner_a3565320
Welterbe Wien (u. Heumarkt): Managementplan mit 15 Jahren Verspätung?
/ Berichte /Wien, allgemeinvon IDM_adminAm Donnerstag, 6. Mai 2021 lud Planungsstadträtin Ulli Sima gemäß § 58 Wiener Stadtverfassung zu einer Enquete mit dem Titel „„Managementplan Welterbe Historisches Zentrum von Wien“. Unter dem Vorsitz von Gemeinderat Omar Al-Rawi und im Beisein der beiden Stadträtinnen Kathrin Gaál und Veronika Kaup-Hasler sowie von Landtagspräsident Ernst Woller (alle SPÖ), diskutierten im Wiener Rathaus VertreterInnen aus Politik, Fachwelt, Zivilgesellschaft und Verwaltung den vorliegenden Management-Entwurf des mit seinen mehr oder weniger konkreten Vorschlägen. Der Managementplan benennt Schutzziele und Empfehlungen und definiert, wie und mit welchen Instrumenten die Erhaltung der Welterbestätte in Zukunft gemanagt werden soll. In zwei Reflexionsrunden im Wiener Rathaus wurde der in den letzten 1 1/2 Jahren ausgearbeitete Entwurf erörtert und entsprechende Fragen an die Autoren, vertreten durch Planungsdirektor Thomas Madreiter und MA21A-Abteilungsleiter Bernhard Steger, formuliert. ORF-FERNSEHBEITRAG: https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14091348/Plan-soll-Wiens-Welterbestatus-retten/14913397 (6.5.2021, ORF ‚Wien Heute‘, „Plan soll Wiens Welterbestatus retten“). Die Teilnehmer an der Enquete An den Reflexionsrunden teilgenommen haben u.a. die Gemeinderät*innen Anton Mahdalik (FPÖ), Heidemarie Sequenz (GRÜNE), Elisabeth Olischar (ÖVP), Selma Arapovic (NEOS) und Ernst Woller (SPÖ), Markus Figl (Bezirksvorsteher 1. Bezirk), Rudolf Zabrana (Vertreter des 3. Bezirks), Ruth Pröckl (Bundesministerium für Kultur, BMKÖS) und Ernst-Peter Brezovszky (Leiter des UNESCO-Referat im Außenministerium, BMEIA) als Vertreter*in der State Party, Renate Bornberg (ICOMOS Austria), Sabine Haag (Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission), Brigitta Ringbeck (Koordinierungsstelle Welterbe, Auswärtiges Amt Berlin), Martin Fritz (Kurator, Berater, Publizist), Rüdiger Lainer (Architekt), Anita Mayer-Hirzberger (Professorin am Institut für Musikwissenschaft, mdw), Maria Auböck (Architektin), Michael Kloos (Architekt, planning and heritage consulting), Andreas Vass (Architekt und Vorsitzender der ÖGFA), Elke Delugan-Meissl (Architektin und Vorsitzende des Fachbeirats), Christoph Stadlhuber (CEO SIGNA Prime Selection AG), Christa Reicher (Leiterin Lehrstuhl für Städtebau und Entwerfen, Aachen), Hannes Swoboda (Präsident des Architekturzentrums Wien), Christoph Bazil (Präsident des Bundesdenkmalamtes) und weitere Expert*innen. (Stand: 29.4.) Wien beim Managementplan seit vielen Jahren säumig! 2001 wurde dem „Historischen Zentrum von Wien“ das UNESCO-Weltkulturerbe-Prädikat verliehen. 2005 trat die neue Fassung der „Richtlinien für die Durchführung des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“ in Kraft, seitdem sind eigene Managementpläne für Welterbestätten zwingend erforderlich. Die Stadt Wien machte sich damals gleich an die Arbeit und präsentierte ein Jahr später – im Dezember 2006 – die Publikation „Wien, Weltkulturerbe – Der Stand der Dinge“, der als „Bericht und integrierender Bestandteil des erforderlichen Managementplanes„ zu verstehen war, wie es in einer offiziellen Presseaussendung der Stadt Wien damals hieß. Darin findet sich auf Seite 95 folgende wichtige Schutzvorgabe: Alle Welterbeareale in Wien sind Ausschlusszonen für Hochhäuser. Doch dieser Managementplan-Entwurf mit diesem vorliegenden „integrierenden Bestandteil“ trat dem Vernehmen nach nie offiziell in Kraft. Unser Verein Initiative Denkmalschutz hatte bereits 2013 den Widerspruch zwischen Heumarkt-Projekt und diesem Management-Plan Entwurf aufgezeigt (OTS 20.3.2013: Wiener Eislaufverein: Initiative Denkmalschutz deckt auf: Stadt Wien verstößt gegen ihre eigene Welterberichtlinie!) Der Managementplan und seine Bedeutung für zukünftige Hochhäuser So wurde jetzt, am 6. Mai 2021 im Wiener Rathaus im Rahmen der Enquete zum Managementplan ein neuer Entwurf der Öffentlichkeit präsentiert. Im 90-Seiten starken Entwurf des Managementsplans für das UNESCO-Weltkulturerbe „Historisches Zentrum von Wien“ (Version vom 21. April 2021, dieser liegt der Initiative Denkmalschutz vor) wird unter Punkt „4.1. Handlungsfeld Erhalten und Bauen“ auf Seite 59 betreffend „Historische Bausubstanz und charakteristische Stadtmorphologie“ ein kurz- bis mittelfristige Handlungsempfehlung (1 bis 5 Jahre) ausgesprochen, die eine „Klarstellung betreffend die Entwicklung von Hochhäusern“ empfiehlt. Im Kapitel „Konsolidierung von Höhenentwicklung und welterberelevanten Blickzielen“ (Seite 87 f.) heißt es: „Wien wächst – unter Berücksichtigung stadtstruktureller Bezüge auch in die Höhe. Dafür gibt Wien mit dem Fachkonzept Hochhäuser einen strukturierten und den vielfältigen Anforderungsansprüchen einer modernen Stadt entsprechenden Entscheidungsprozess vor. (…) Die Stadt als lebendigen Organismus begreifend, folgt das Fachkonzept Hochhäuser der Logik von Überprüfungs- anstatt Ausschlusszonen. Aufgrund des Stufenbaus der Rechtsordnung sowie vielfältiger ineinandergreifender Instrumente sind jedoch in der Kerzone neue Hochhäuser (über die bestehenden hinaus) faktisch ausgeschlossen.“ Man beachte jedoch den Begriff „neue Hochhäuser“, gilt das auch für bereits bestehende Hochhausstandorte wie am Heumarkt? Erfreulich zumindest, dass der Welterbe-Begriff in die Bauordnung verankert werden soll. Politische Reaktionen der Opposition Eine „Ausschlusszone für Hochhäuser im historischen Zentrum Wien“ sowie eine „Welterbe-Koordinierungsstelle“ forderte Planungssprecherin der ÖVP, Elisabeth Olischar (vgl. Presseaussendung). Grundsätzlich mangle es dem Managementplan an „ausreichender Verbindlichkeit“, was mit „ausgeprägter Beliebigkeit“ einhergehe, so Olischar. „Bisher hat die Wiener SPÖ nach dem Motto agiert: Was nicht passt, wird passend gemacht.“ Der Wiener Heumarkt sei exemplarisch dafür. Durch die Verankerung der Welterbezonen in der Wiener Bauordnung erwartet sie sich in Zukunft jedenfalls rechtliche Verbindlichkeit“. Die FPÖ fragt in einer Presseaussendung: „Hochhäuser künftig im historischen Zentrum Wiens möglich?“ und kritisiert – wie die ÖVP: „Die Opposition war in die Erstellung des Entwurfs wie üblich nicht einmal im Ansatz eingebunden und hat diesen erst im Vorfeld der gestrigen Enquete zur Verfügung gestellt bekommen„. Zivilgesellschaft kaum eingebunden Von der Einbindung der Zivilgesellschaft kann auch kaum gesprochen werden. Von den prononcierten Hochhaus-Kritikern für diesen Standort am Heumarkt war nur Andreas Vass beteiligt. Und auch die „breite Öffentlichkeit“ war nur bedingt eingebunden, konnte man die dreistündige Enquete nur via Livestream verfolgen. Und dieser fand zu einer für die Mehrheit der berufstätigen Menschen zu einer unmöglichen Zeit statt, nämlich von 9 Uhr bis 12:30 Uhr. Von einem späteren Online-Stellen des Live-Streams, damit auch die Interessierten zu einem späteren Zeitpunkt die Diskussions verfolgen können, ist nichts bekannt. Was bedeutet das für den Heumarkt? Der Hotelneubau beim Eislaufverein könnte – so wie bisher – etwa 43 Meter hoch werden (gemäß Bauordnung für Wien entspricht dies etwa 38 Meter ohne technischer Aufbauten), entsprechend der Welterbe-Auflage „nicht höher als Bestand“. Eine Einigung mit der UNESCO wäre dann leicht möglich. Ernst Woller (SPÖ) , Landtagspräsident und Welterbe-Beauftragter der Stadt, möchte noch heuer die Lösung präsentieren, damit Wien nächstes Jahr von der Roten Liste der gefährdeten Welterbestätten gestrichen werden kann. Zur Vorgeschichte: Obwohl die UNESCO seit 2013 der Stadt Wien unmissverständlich klar gemacht hat, dass am Heumarkt-Areal „nicht höher als Bestand“ gebaut werden darf, ignorierte die Stadt Wien 2017 diese Vorgabe und beschloss den bis heute gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes, der eine höhere Bebauung erlaubt. Konsequenter Weise setzte daraufhin die UNESCO das Welterbe „Historisches Zentrum von Wien“ auf die Rote Liste der gefährdeten Welterbestätten. Managementplan Welterbe Historisches Zentrum Wien (Stadt Wien): https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/strategien/managementplan-welterbe.html Managementpläne für Welterbestätten. Ein Leitfaden für die Praxis. Brigitte Ringbeck, Deutsche UNESCO-Kommission, Bonn 2008 (116 Seiten): https://www.unesco.de/sites/default/files/2018-06/Managementplaene_Welterbestaetten.pdf Aktuelle Medienberichte: 6. Mai 2021, Kurier Welterbe-Enquete im Wiener Rathaus: Der Versuch einer Debatte. Am Donnerstag wurde der Managementplan für das historische Stadtzentrum Wiens, seines Zeichens Welterbe-Stätte, […]
Schloss Arenberg (Salzburg): Umstrittenes Neubauprojekt im historischen Garten
/ Berichte /Salzburg / Stadt Salzburgvon IDM_adminIm historischen Garten des Schloss Arenberg (Arenbergstraße 10) innerhalb der Salzburger Altstadt – im Äußeren Stein – am Fuße des Kapuzinerbergs gelegen, soll ein vom Star-Architekten Coop-Himmelb(l)au entworfener, spektakulärer Neubau errichtet werden. Das Besondere daran: Der Neubau soll gleich einer Gebäudeskulptur, sich wie eine Schnecke um eine alte, große Eiche legen (Visualisierung). Eigentümer und Bauherr ist die Salzburg-Stiftung der American Austrian Foundation (AAF) mit ihrem Open Medical Institute (OMI), das eine Erweiterung des medizinischen Ausbildungszentrums im Schloss benötigt. Auch wenn das Projekt modern und innovativ wirken mag, sprechen viele Faktoren gegen eine solchen Neubau. Das Projekt befindet sich nicht nur in einer historischen Gartenanlage und einer besonderen Kulturlandschaft zwischen Kapuzinerberg und dem so genannten Bürglstein, einem vorgelagerten, kleinen Stadtberg, sondern auch in der Altstadtschutzzone I der Stadt Salzburg sowie in der Kernzone des UNESCO-Weltkulturerbes „Historisches Zentrum der Stadt Salzburg„. Der Boden selbst ist ebenso geschichtsträchtig, hier lag einst ein römischer Friedhof. Jetzt hofft man auf eine Baubewilligung von Seiten der Stadt Salzburg, muss jedoch noch einige Hürden überwinden, insbesondere die Zustimmung der Sachverständigenkommission für Altstadterhaltung (SVK). In einem Leserbrief des Denkmalpflege-Experten Dr. Bruno Maldoner wird dieses Projekt scharf kritisiert und als „Akt des Vandalismus“ bezeichnet. Das denkmalpflegerische Hauptproblem: Kaum ein historischer Garten steht in Österreich unter Denkmalschutz, und dem Bundesdenkmalamt sind diesbezüglich die Hände gebunden, denn die wenigen wirklich geschützten Gartenanlagen stehen im Verfassungsrang. LESERBRIEF WEITERLESEN: https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/wir-sollten-unser-kulturgut-erhalten-103333336 (4.5.2021, „Wir sollten unser Kulturgut erhalten“, zum Artikel „Rund um die Eiche soll ein Bauwerk wachsen“ (SN vom 20. April 2021) von Daniele Pabinger zum Projekt im Garten des Schlosses Arenberg) Medienberichte: 20. April 2021, Salzburger Nachrichten Bauwerk soll Eiche in Salzburger Welterbezone umwachsen – Wiener Stararchitekten warten auf grünes Licht. Coop Himmelb(l)au arbeiten an einer „Gebäudeskulptur“ für den Salzburger Arenbergpark. Die Visualisierung des Projekts liegt erstmals auf dem Tisch. Am Zug sind nun die Hüter der Altstadt (Bezahlschranke): https://www.sn.at/salzburg/kultur/bauwerk-soll-eiche-in-salzburger-welterbezone-umwachsen-wiener-stararchitekten-warten-auf-gruenes-licht-102664327 11. April 2021, Krone Projekt von Wolf Prix: Stararchitekt plant Neubau beim Arenberg (nicht online) 1. Oktober 2020, Salzburger Nachrichten Prestigeprojekt im Arenbergpark: Stararchitekten Coop Himmelb(l)au planen ersten Bau in der Stadt Salzburg. Einen neuen Anlauf nimmt die Salzburg Stiftung der American Austrian Foundation für ihren Schlosszubau in der Welterbezone. Der Standort im Arenbergpark ist sensibel, liegt auf geschichtsträchtigem Boden und wird dominiert von einer Eiche (Bezahlschranke): https://www.sn.at/salzburg/kultur/prestigeprojekt-im-arenbergpark-stararchitekten-coop-himmelblau-planen-ersten-bau-in-der-stadt-salzburg-93541054 15. Oktober 2019, Salzburger Nachrichten Stararchitekten Coop Himmelb(l)au planen in Salzburger Welterbezone. Die Eigentümer von Schloss Arenberg wollen ihr medizinisches Ausbildungszentrum in Salzburg erweitern. Der Bauplatz ist sensibel, in der Altstadtschutzzone und auf geschichtsträchtigem Boden. Messen müssen sich die Architekten aber auch mit einer mächtigen Eiche (Bezahlschranke): https://www.sn.at/salzburg/chronik/stararchitekten-coop-himmelblau-planen-in-salzburger-welterbezone-77728222 Das Schloss Arenberg (Arenbergstraße 10) – auf Salzburg Wiki: https://www.sn.at/wiki/Schloss_Arenberg – auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Arenberg_(Salzburg) Literatur: Eva Berger, Historische Gärten Österreichs, Garten- und Parkanlagen von der Renaissance bis um 1930, Band 2: „Oberösterreich, Salzburg, Vorarlberg, Kärnten, Steiermark, Tirol“, Wien – Köln- Weimar 2003, Seite 232 Ältere Medienberichte: 11. April 2012, ORF Streit um Schlosspark Arenberg. Über den Park von Schloss Arenberg in der Stadt Salzburg ist ein Streit entbrannt. Das Anwesen gehört der American Austrian Foundation, die dort einen Skulpturenpark aufbaut. Mittlerweile sei der Park aber verriegelt, ärgert sich die Bürgerliste: https://sbgv1.orf.at/stories/334976 3. Jänner 2012, ORF Spitzenmediziner lehren in Schloss Arenberg. Spitzenärzte führender amerikanischer Universitäten geben im Schloss Arenberg in Salzburg-Parsch ihr Wissen unentgeltlich an Ärzte aus dem ehemaligen Ostblock weiter. Das historische Schloss war 2009 bei einem Brand fast vollständig zerstört und wiederaufgebaut worden: https://salzburg.orf.at/v2/news/stories/2515501 25. Mai 2010, Krone Wieder freier Blick: Hässlicher Erdwall beim Schloss Arenberg soll weg. Ein Jahr nach dem Großbrand steht Schloss Arenberg schöner da denn je. Nur eines stört noch viele Salzburger: der hässliche Erdwall an der Bürglsteinstraße! Der soll, so die Planungsabteilung der Stadt, aber noch heuer wieder abgebaut werden: https://www.krone.at/201443 23. Mai 2010, ORF Erdwall beim Schloss Arenberg soll weg. Der umstrittene meterhohe Erdwall zwischen Park von Schloss Arenberg und der Bürglsteinstraße in der Stadt Salzburg soll noch heuer verschwinden. Das ist zumindest das Ziel der Planungsabteilung: https://sbgv1.orf.at/stories/444720 12. April 2010, Krone Nach nur 8 Monaten: Schloss Arenberg nach Großbrand 2009 wieder saniert. (…). Die Baukosten von rund acht Millionen Euro seien zudem durch eine Versicherung völlig gedeckt gewesen. Im Sommer soll dann auch der Skulpturenpark wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein (…): https://www.krone.at/194677 12. April 2010, ORF Schloss Arenberg nach Brand komplett saniert. Nach dem Großbrand vor einem Jahr steht das Schloss Arenberg in der Stadt Salzburg wieder im alten Glanz da. Die Renovierung des Schlosses aus dem Jahr 1820 kostete acht Millionen Euro: https://sbgv1.orf.at/stories/435582 11. Juni 2009, Krone Brandmauer fehlte: Versicherung will bei Schloss Arenberg aussteigen. Der Großbrand auf Schloss Arenberg vom 20. April hat ein Nachspiel: Die American Austrian Foundation hat das abgebrannte Dachgeschoß illegal als Hotel genutzt. Weil eine Brandmauer fehlte, will die Feuerversicherung nun aussteigen. Nach dem Brand kam es zu schweren Wasserschäden – weil ein Notdach fehlte: https://www.krone.at/148483 21. April 2009, ORF Schloss-Sanierung wird ein Jahr dauern. Am Tag nach dem Großbrand in Schloss Arenberg in der Stadt Salzburg ist die Feuerwehr immer noch mit dem Löschen von Glutnestern beschäftigt (…). Zwei Stockwerke müssen abgetragen werden: https://sbgv1.orf.at/stories/356788 21. April 2009, ORF Schloss Arenberg: Brand aus um 4.17 Uhr. Nach mehr als zwölf Stunden Löscharbeiten hieß es erst Dienstag in den frühen Morgenstunden Brand aus im Schloss Arenberg in der Stadt Salzburg: Der Dachstuhl des Biedermeier-Gebäudes war ausgebrannt: https://sbgv1.orf.at/stories/356659 21. April 2009, Krone Brand in Salzburger Schloss Arenberg gelöscht. Insgesamt forderte der Brand im Biedermeier-Gebäude, dessen Dachstuhl völlig ausbrannte, sieben Verletzte (…). Ersten Ermittlungen zufolge haben Schweißarbeiten auf dem Kupferdach den Brand ausgelöst: https://www.krone.at/141944 20. April 2009, ORF Schloss-Großbrand in der Stadt Salzburg. In der Stadt Salzburg ist das Schloss Arenberg in Brand geraten. Die Feuerwehr ist im Großeinsatz und versucht, das Gebäude zu retten: https://sbgv1.orf.at/stories/356575 20. April 2009, Welt Großbrand in Salzburgs Schloss Arenberg. (…) Der Dachstuhl des aus dem 14. Jahrhundert stammenden Gebäudes stand innerhalb kurzer Zeit in Flammen: https://www.welt.de/vermischtes/article3592389/Grossbrand-in-Salzburgs-Schloss-Arenberg.html
Boutique Rikki Reiner Klagenfurt (Ktn.): Kulturerbe von Günther Domenig (1983) zerstört
/ Berichte /Kärnten / Klagenfurt Stadtvon IDM_adminIm April 2021 wurde die 1983 vom berühmten österreichischen Architekten Günther Domenig entworfene Boutique Rikki Reiner in der Altstadt von Klagenfurt zerstört. Diese war im denkmalgeschützten Alten Rathaus (ehem. Palais Welzer) beheimatet (Alter Platz 1). Am 27. April geht diese traurige Kunde an die Öffentlichkeit. Die Plattform Stadtentwicklung Klagenfurt schreibt da auf Facebook: NACHRUF AUF EIN KULTURDENKMAL Günther Domenig (1934-2012), weltweit bekannter Architekt aus Kärnten, hat 1983 die Boutique Rikki Reiner am Alten Platz in Klagenfurt gestaltet. Pandemiebedingt haben wir erst jetzt bemerkt, dass dieses einzigartige und markante Kulturerbe zerstört wurde und einem Shopdesign weichen musste, das man auch reihenweise in den Cityarkaden findet. Das Haus steht unter Denkmalschutz, die Inneneinrichtung wie die legendären Umkleidekabinen und Tresen aus Beton scheinbar nicht. Dekonstruktivistische Architektur mag zwar nicht den Geschmack aller treffen, unbestreitbar ist, dass diese Boutique weltweit als Kunstwerk anerkannt und vielfach publiziert wurde. Ein architektonisches Kleinod in Klagenfurt, aber auch die Chance für das neue Modegeschäft, sich von der Konkurrenz abzuheben und einzigartig zu sein, fiel dem Presslufthammer und der Unwissenheit einiger zum Opfer. Bilder mit freundlicher Genehmigung von Michael Schuster, der die Boutique für Günther Domenig damals dokumentiert hat. Eine umfangreiche Dokumentation dieses Werks befindet sich im Archiv des Architekturzentrums Wien (AZW). Über Günther Domenigs expressiven Baustil heißt es auf Wikipedia: „Domenigs Baustil hat verschiedene architektonische Strömungen seit den 1960er-Jahren wie Strukturalismus, Brutalismus und Dekonstruktivismus vorweggenommen und zum Teil entscheidend mitgeprägt. Sein Hauptwerk wird dem Dekonstruktivismus zugerechnet und ist zwischen Expressionismus sowie Poststrukturalismus angesiedelt.“ Otto Kapfinger über die Boutique Rikki Reiner auf Nextroom.at (Portal für Architekturvermittlung): https://www.nextroom.at/building.php?id=30307 Wir danken der Plattform Stadtentwicklung Klagenfurt sowie dem Fotografen Michael Schuster für die Übernahme von Text und Bild. PS: Da die Boutique Rikki Reiner kurz nach Veröffentlichung (1983) des bekannten Architekturführers von Friedrich Achleitners erbaut wurde (1984), findet sich kein Eintrag im so wichtigen Architekturbuch: Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band II: „Kärnten, Steiermark, Burgenland“, Salzburg und Wien 1983. Dafür findet sich auf Seite 55 das Geschäft Frank (mit Foto) beschrieben, eine frühe Arbeit von Günther Domenig aus dem Jahr 1971/72. Adresse: Alter Platz 24 in Klagenfurt. Ältere Medienberichte: 31. Mai 2017, ORF Traditionsboutique Rikki Reiner in Konkurs. Das bekannte Traditionsunternehmen Rikki Reiner ist in Konkurs. Als Gründe werden Internethandel und geändertes Kaufverhalten genannt: https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2846500 24. Mai 2017, Kleine Zeitung Rikki Reiner schließt nach 43 Jahren. Klagenfurter Unternehmer-Duo Rikki und Herbert Reiner legt „kreative Pause“ ein. Vor allem der Online-Handel hat dem Geschäft Umsatz weggenommen (Bezahlschranke): https://www.kleinezeitung.at/kaernten/klagenfurt/5223612/Klagenfurt_Rikki-Reiner-schliesst-nach-43-Jahren
Burgenland: Die Wiederentdeckung der Streckhöfe
/ Berichte /Burgenland / Burgenland landesweitvon IDM_adminSie sind oft hunderte Jahre alt, haben das Ortsbild im Burgenland geprägt und drohen langsam zu verschwinden: die Streckhöfe. Doch nun erleben die langgezogenen Höfe eine Renaissance. Immer mehr junge Familien suchen gezielt nach solchen Häusern. Im Fernsehbeitrag sprechen Mario Tusch, der einen 200 Jahre alten Streckhof in Hirm erworben hat, Architektin und Baukultur-Expertin Susanne Schmall sowie der Eisenstädter Architekt Klaus-Jürgen Bauer, der das Buch „Streckhöfe, ein Lookbook“ (eine Materialkunde) herausgegeben hat. ORF-FERNSEHBERICHT ZUM NACHSEHEN (3 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Burgenland-heute/70021/Burgenland-heute/14090799/Renaissance-der-Streckhoefe/14910317 +++ ORF-BERICHT LESEN: https://burgenland.orf.at/stories/3101860
Schörgelgasse 6 Abriss (Stmk): ‚Altes Graz liegt im Koma‘
/ Berichte /Steiermark / Grazvon IDM_adminVergeblich waren Einsprüche der Altstadtkommission sowie des Altstadt-Anwalts gegen den Abrissbescheid vom Jänner 2019. Nachdem bereits am 5. August letzten Jahres das Werkstättengebäude der ehemaligen Schlosserei des 200 Jahre alten Gebäudes Schörgelgasse 6 in der Kopernikusgasse abgerissen wurde, wurde dieser Tage mit dem Abriss des einstöckigen Haupthauses zur Schörgelgasse 6 (bzw. zum Dietrichsteinplatz) begonnen (6. Bezirk Jakomini). Grund für den Abriss: Das Landesverwaltungsgericht Steiermark hat entschieden, die Erhaltung sei wirtschaftlich nicht zumutbar, daher konnte die Genehmigung nicht verwehrt werden. Dies war jedoch nur möglich, weil derzeit zu geringe Fördergelder zur Verfügung stehen. Peter Laukhardt, langjähriger Sprecher der Bürgerinitiative Soko Altstadt ist schockiert und resümiert: „Das alte Graz liegt im Koma – zumindest am Ostrand des Dietrichsteinplatzes!“ Denn mit dieser Begründung könnte man fast jedes Altstadthaus in Graz abreißen. Gefördert wurde der Abriss auch durch den neuen Bebauungsplan, der Ende Juli letzten Jahres in Kraft getreten ist und eine höhere (dreigeschoßige) Bebauung erlaubt. Jetzt fürchtet er um das benachbarte einstöckige Haus am Dietrichsteinplatz 8. Dieses könnte als nächstes der Spitzhacke zum Opfer fallen. Die zuvor geäußerte Kritik der Altstadtkommission an dieser Höherzonung verhallte ungehört. Daher schlug Altstadtanwalt Armin Stolz bereits letzten Sommer Alarm. Er attestiert einen „zahnlosen Altstadtschutz“, die Abbruchproblematik hat sich – auch in der Altstadtschutzzone – in den letzten Jahren weiter verschärft. Das größte Problem: Immer öfter wird mit der „wirtschaftlichen Unzumutbarkeit“ für den Abriss argumentiert und hatte damals für Herbst einen Vorschlag für ein verbessertes Altstadterhaltungsgesetz angekündigt. Baubeschreibung (nach ÖKT): Pawlatschenhaus mit Schlosserei: „Dieses zweigeschossige Ensemble ist ein Rest des vorstädtischen Gewerbes am Dietrichsteinplatz. Besonders das schöne schmiedeeiserne Schlosserei-Schild ist ein deutliches Zeichen dieser einstmals so bedeutenden Zunft. Die Kellertür mit rundbogiger Steinrahmung und der Inschrift „J M 1818“ weist auf einen Vorbesitzer hin, einen Johann May. Der Hoftrakt zeichnet sich durch einen schon selten gewordenen Balkongang auf Radkonsolen aus. Das Ensemble ist somit „als städtebauliche Erinnerung zu bewerten“. Schörgelgasse 6 (mit weiteren Fotos) auf Baugeschichte.at (bzw. Grazwiki.at): https://baugeschichte.at/Sch%C3%B6rgelgasse_6. Aktuelle Medienberichte: 29. April 2021, Krone Schörgelgasse 6: Haus abgerissen: „Altes Graz liegt im Koma!“: https://www.krone.at/2402296 29. April 2021, Kleine Zeitung Altstadtschützer empört. Biedermeier-Zeile beim Dietrichsteinplatz wird abgerissen. Schon im Jänner 2019 gab es den Abbruchbescheid, gegen den der Altstadtanwalt kämpfte. Auf verlorenem Posten (Bezahlschranke): https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5972689/Altstadtschuetzer-empoert_BiedermeierZeile-beim-Dietrichsteinplatz Ältere Medienberichte: 15. August 2020, Kleine Zeitung Ex-Stadtplanungschef mahnt: ‚Es ist erschreckend, wie grauslich Graz schon ist‘. Ein Gesetz, das nur die Interessen der Baulöwen bedient. Politiker, die zusehen, wie die Landeshauptstadt zubetoniert wird: Jetzt schlägt der ehemalige Stadtplanungschef Heinz Rosmann Alarm. (Anm.: Heinz Rosmann wirkt bei der „Initiative für ein unverwechslbares Graz“ mit; Bezahlschranke): https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5852738/ExStadtplanungschef-mahnt_Es-ist-erschreckend-wie-grauslich-Graz 6. August 2020, Kleine Zeitung Abbruch: Haus in der Schörgelgasse bereits teilweise abgerissen. Nun hat der Besitzer Fakten geschaffen: Ein erster Teil eines 200 Jahre alten Gebäude-Ensembles unweit des Dietrichsteinplatzes wurde abgerissen.“ (Bezahlschranke): https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5849318/Abbruch_Haus-in-der-Schoergelgasse-bereits-teilweise-abgerissen; 4. August 2020, Kleine Zeitung Geplanter Gebäudeabriss: Grazer Altstadtanwalt schlägt Alarm. Geplanter Abriss eines Gebäudes beim Dietrichsteinplatz: Altstadtanwalt fordert besseren Schutz historischer Häuser (Bezahlschranke): https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5848240/Geplanter-Gebaeudeabriss_Grazer-Altstadtanwalt-schlaegt-Alarm Älterer iD-Bericht: 15. August 2020: Abriss Schörgelgasse 6 (Graz): Altstadtanwalt schlägt Alarm
Spätgotisches Widum in Gries (Tirol): Petition zur Rettung, Aufhebung der Zugangssperre gefordert
/ Berichte /Tirol / Innsbruck Landvon IDM_adminDas unterhalb der Brenner-Autobahn und neben der denkmalgeschützten Kapelle zu den hll. Christoph und Sigmund zu Lueg gelegene Widum wurde 2016 vom gebürtigen Bozner Juri Vonmetz erworben. Er wollte den spätgotischen Pfarrhof vor dem Verfall retten und restaurieren. Dass ihm dann so viele Schwierigkeiten gemacht wurden, konnte er damals nicht einmal im Ansatz erahnen, zumal der Bürgermeister dem Anliegen anfangs aufgeschlossen gegenüberstand, ihm zum Erwerb gratulierte und mit dem Denkmalamt korrespondierte, so Vonmetz. Doch es kam anders und Bürgermeister Mühlsteiger drängte auf Vollstreckung eines alten Abbruchbescheids aus dem Jahr 2012, nachdem das Denkmalamt die Einleitung eines Unterschutzstellungsverfahrens ankündigte. Das Bundesdenkmalamt wurde sofort aktiv und stellte die Denkmalanlage ehemalige Zollstätte Lueg bestehend aus Kirche, Widum („Lueg 212“) und Zollstation (Bodendenkmal) per Mandatsbescheid („Not-Unterschutzstellung„) 2017 unter Denkmalschutz. Nach einer erfolglosen Bekämpfung durch Bürgermeister und Gemeinde bis zum Höchstgericht wurde der Denkmalschutz für das wertvolle Kulturgut 2019 auch rechtskräftig. Doch die Schwierigkeiten blieben, zumal die Anlage seit 2011 in einem per Gemeindeverordnung wegen Steinschlag gesperrten Gebiets liegt, für welches aber eine Steinschlagsicherung durch die Asfinag geplant ist. Obwohl Sperrgebiet, wurden von der Gemeinde in all den Jahren Ausnahmegenehmigungen für zahlreiche Aktivitäten erteilt, nicht aber zur dringend notwendigen Sicherung des bereits teilweise eingestürzten Daches und bestandserhaltender Sanierung des Gebäudes. Der Zugang hierfür wird Herrn Vonmetz vom Bürgermeister mit der Begründung “Steinschlaggefahr” weiterhin strikt verwehrt. Bemerkenswert ist, dass das Widum seit dem 15. Jahrhundert besteht, über 500 Jahre ständig bewohnt war und dennoch seit dessen Errichtung nirgends in den Quellen je ein Steinschlagereignis erwähnt wurde und auch in den letzten Jahrzehnten trotz aller Untersuchungen und regelmäßigen Begehungen diverser Experten (Landesgeologie, Wildbach- und Lawinenverbauung, Asfinag, Bezirksforstinspektion) noch nie ein frischer Stein im Nahbereich des Widums gefunden wurde (der Steinschlag 2011 – auf Grund dessen das Gelände zum Sperrgebiet erklärt wurde – ereignete sich knapp 500 Meter entfernt bei Haus „Lueg 218“). Jetzt bekommt Vonmetz Schützenhilfe aus dem Stubaital in Form einer Petition. Alle Bürgerinnen und Bürger, denen die Erhaltung unseres Kulturerbes am Herzen liegt, mögen daher diese Petition unbedingt unterzeichnen: Petition zur Rettung des gotischen Denkmalensembles Kirche und Widum am Lueg. Gefordert wird darin die Umsetzung des bereits von der ASFINAG vorgesehenen Steinschlagschutzes im Zuge der Neuerrichtung der Lueg-Autobahnbrücke und die sofortige Beendigung vom Betretungsverbot, damit endlich das desolate Dach gesichert werden kann. MEINBEZIRK-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.meinbezirk.at/stubai-wipptal/c-lokales/neues-kapitel-im-alten-streit_a4577381 (16.4.2021, „Widum Lueg: Neues Kapitel im alten Streit“) An: Gemeinde Gries am Brenner. PETITION zur Rettung des gotischen Denkmalensembles Kirche und Widum am Lueg – HIER UNTERZEICHNEN: https://mein.aufstehn.at/petitions/petition-zur-rettung-des-gotischen-denkmalensembles-kirche-und-widum-am-lueg – WIR FORDERN DIE UMSETZUNG DES GEPLANTEN STEINSCHLAGSCHUTZES! – WIR FORDERN SOFORTIGE AUSNAHMEGENEHMIGUNGEN VOM BETRETUNGSVERBOT! Aktuelle Medienberichte 28. April 2021, UnserTirol24 Tiroler Geschichte in einer Sperrzone verfällt. Viel ist in unserem Land an geschichtsträchtigen Gebäuden und Stätten schon verloren gegangen. (…) . Ein besonderer Fall von Denkmalverlust spielt sich schon seit Jahren in Lueg, drei Kilometer vom Markt Brenner entfernt, ab: https://www.unsertirol24.com/2021/04/28/wo-tiroler-geschichte-in-einer-sperrzone-verfaellt 16. April 2021, MeinBezirk Widum Lueg: Neues Kapitel im alten Streit. Schon lange will Juri Vonmetz das denkmalgeschützte Widum in Lueg sanieren. Er erhält jetzt Rückendeckung aus dem Stubai: https://www.meinbezirk.at/stubai-wipptal/c-lokales/neues-kapitel-im-alten-streit_a4577381 14. April 2021, Tiroler Tageszeitung Schützenhilfe für Erhalt des Widums in Gries am Brenner. Eine Petition setzt sich für den Erhalt des denkmalgeschützten Widums in Gries am Brenner ein. Derzeit besteht ein Betretungsverbot: https://www.tt.com/artikel/18034763/schuetzenhilfe-fuer-erhalt-des-widums-in-gries-am-brenner Älterer iD-Bericht mit den weiteren Hintergründen: 30. März 2021: Spätgotisches Widum in Gries (Tirol): Zugangssperre verhindert dringende Dachsanierung: https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/spaetgotisches-widum-in-gries-tirol-zugangssperre-verhindert-dringende-dachsanierung APA-OTS Presseaussendung der Initiative Denkmalschutz (6. Juni 2018) Kuriosum zum Europäischen Kulturerbejahr 2018: Eigentümer will spätgotisches Haus retten, doch Tiroler Bürgermeister fordert Abriss! Initiative Denkmalschutz fordert Land Tirol und den Bund auf zu vermitteln, um dem Eigentümer bei seinem vorbildlichen Einsatz für unser österreichisches Kulturerbe zu unterstützen: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180606_OTS0012 Widum – Baugeschichte / Beschreibung – im Tiroler Kunstkataster: https://gis.tirol.gv.at/kunstkatasterpdf/pdf/43841.pdf – in der Denkmalliste (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Gries_am_Brenner
Hammerbrotwerke Schwechat (NÖ): Es war Brandstiftung
/ Berichte /Niederösterreich / Bruck/Leithavon IDM_adminDie ehem. Hammerbrotwerke in Schwechat, direkt an der Stadtgrenze zu Wien gelegen, waren ein Vorzeigebetrieb der Sozialdemokraten. 1908-09 ließen sie die heute (per Bescheid) denkmalgeschützte Brotfabrik mit Getreidemühle von den bekannten Architektenbrüdern Franz Gessner und Hubert Gessner (Otto Wagner Schüler) errichten, um selbst Brot für die Arbeiterschaft im Großraum Wien zu erzeugen und auszuliefern. Die architektonische Qualität sieht man den Gebäuden heute noch an: große Backsteinbauten in spätsecessionistischen, dekorativen Formen. Alles errichtet mit hochwertigen Materialien, innen mit Fliesen und Marmor ausgekleidet wegen der Hygiene. Am Dienstag, 23. Februar dieses Jahres gegen 4 Uhr Früh war ein Schwelbrand in der Zwischendecke des Dachstuhls des seit 1969 nicht mehr in Betrieb befindlichen Werks ausgebrochen. Fünf Stunden kämpfte die Feuerwehr gegen die Flammen. Jetzt steht die Brandursache fest: Es war Brandstiftung. Dies soll aber nicht daran hindern, die Wohnbaupläne des Eigentümers Soravia umzusetzen. Der Brand war allerdings nicht der erste am Areal in der Innerbergerstraße 28, auch kommt es – trotz Wachdienst – immer wieder zu Vandalismusschäden. Bereits 2001 war die Fabrik teilweise abgebrannt. 2011 hat der damalige Eigentümer, die Post, das Areal zum Verkauf angeboten. 2018 schlug der bekannte Immobilienentwickler Soravia zu, bereits damals präsentierte sich die altehrwürdige Industrieanlage sehr desolat: Es fehlten Dächer, Decken waren eingestürzt, Fenster waren kaputt. Als zukünftige Nutzung sind Wohnungen, Büro, Gastronomie, Gewerbe vorgesehen. Es soll „unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes“ ein „Wohnbauprojekt mit entsprechendem Infrastrukturausbau und Gewerbenutzungen entstehen. Zielsetzung ist es, die historische Bausubstanz zu erhalten und zu restaurieren, neuen leistbaren Wohnraum im historischen Ambiente zu schaffen, dabei auch für kreative Impulse im Bereich Gewerbe zu sorgen und somit eine echte Landmarke für Schwechat zu realisieren“. Jabornegg & Pálffy sind die planenden Architekten bei dem Projekt, heißt es auf der Soravia-Website. Dabei wird auch über eine Umwidmung des Areals mit der Stadt Schwechat verhandelt. Projekt Hammerbrotfabrik (Soravia): https://www.soravia.at/project/hammerbrotwerke Projekt Hammerbrotfabrik (Jabornegg & Pálffy Architekten): https://jabornegg-palffy.at/projekte/hammerbrotwerke Die Hammerbrotfabrik Schwechat (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Hammerbrotwerke#Werk_Schwechat Die Hammerbrotwerke (Wien Geschichte Wiki): https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Hammerbrotwerke Fotos der Hammerbrotfabrik Schwechat von Erich J. Schimek (Initiative Denkmalschutz; März 2013): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157633131904994 Aktuelle Medienberichte: 28. April 2021, NÖN Hammerbrotwerke: Es war Brandstiftung. Das Feuer im ersten Stock eines der historischen Fabriksgebäude wurde gelegt – die Ermittlungen der Polizei laufen noch. Hinweise gibt es noch keine: https://www.noen.at/schwechat/schwechat-hammerbrotwerke-es-war-brandstiftung-schwechat-redaktionsfeed-feuerwehreinsatz-brandstiftung-schwelbrand-ermittlungen-redaktion-271847118 24. Februar 2021, NÖN Hammerbrotwerke: Brand in historischer Fabrik. Die Schwechater Feuerwehren kämpften fünf Stunden gegen Flammen in der Zwischendecke zum Dachstuhl: https://www.noen.at/schwechat/schwechat-hammerbrotwerke-brand-in-historischer-fabrik-schwechat-redaktionsfeed-redaktion-hammerbrotwerke-ff-schwechat-fabriksbrand-feuerwehreinsatz-250763103 21. Oktober 2020, Fireworld (Feuerwehr-News) Brand bei den ehemaligen Hammerbrotwerken in Schwechat: https://www.fireworld.at/2020/10/21/noe-brand-bei-den-ehemaligen-hammerbrotwerken-in-schwechat Ältere Medienberichte: 19. September 2018, ORF Historische Brotfabrik soll Wohnraum werden. In den sogenannten Hammerbrotwerken in Schwechat wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem für Wien Brot gebacken. Heute stehen die Gebäude schon lange leer. Nun gibt es den Plan, die denkmalgeschützte Fabrik zu revitalisieren: https://noe.orf.at/v2/tv/stories/2936911 5. September 2018, NÖN Zweites Leben für Hammerbrot-Fabrik. Immobiliengruppe „Soravia“ plant Wohnbauprojekt auf Areal. Aus denkmalgeschützten Backsteinbauten werden Wohnhäuser: https://www.noen.at/schwechat/schwechat-zweites-leben-fuer-hammerbrot-fabrik-soravia-hammerbrot-fabrik-112916209 27. August 2018, GEWINN Soravia will Hammerbrotwerke retten. Wie das Wirtschaftsmagazin GEWINN in seiner neuen Ausgabe berichtet, hat Immobilienentwickler Soravia die historischen Hammerbrotwerke in Schwechat gekauft. Die seit Jahrzehnten leerstehende, denkmalgeschützte Großbäckerei soll vor dem Verfall gerettet und zu Wohnungen umgebaut werden: https://www.gewinn.com/immobilien/immobilien-news/artikel/soravia-will-hammerbrotwerke-retten 27. August 2018, APA-OTS Soravia will Hammerbrotwerke retten. Wie das Wirtschaftsmagazin GEWINN in seiner neuen Ausgabe berichtet, hat Immobilienentwickler Soravia die historischen Hammerbrotwerke in Schwechat gekauft: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180827_OTS0053 8. Mai 2013, NÖN Achtung: Es knallt jetzt in Schwechat. Film-Schauplatz / „CopStories“-Dreh auf historischem Boden – dem ehemaligen Hammerbrotwerk. Das Areal steht weiter zum Verkauf: https://www.noen.at/schwechat/achtung-es-knallt-jetzt-in-schwechat-4477966 Literatur: – Gerhard A. Stadler, Das industrielle Erbe Österreichs, Geschichte – Technik – Architektur, Wien-Köln, Weimar 2006, Seite 724, Brotfabrik Schwechat – Dehio-Handbuch Niederösterreich südlich der Donau – Teil 2 (M bis Z), Die Kunstdenkmäler Österreichs, Topographisches Denkmälerinventar, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Horn – Wien 2003, Seite 2177, siehe: https://bda.gv.at/publikationen/details/dehio-niederoesterreich-suedlich-der-donau-in-zwei-teilen-die-kunstdenkmaeler-oesterreichs
Gmunden (OÖ): Kösslmühle Abriss 2020 – Filmdoku erinnert
/ Berichte /Oberösterreich / Gmundenvon IDM_adminDie alte Kösslmühle in Gmunden am Traunsee (Salzkammergut) wurde im Dezember 2020 abgerissen, dort soll jetzt ein Neubau mit 20 Wohnungen entstehen (Eigentümer: Maximilianhof Immobilien GmbH). Ursprünglich hieß dieses Gebäude nahe der Traunbrücke „Mühle an der Achleiten“, später „Bürgerspitalmühle“ und „Spitalmühle“. Erbaut wurde das Gebäude 1354 im Auftrag des benachbarten Bürgerspitals. Die Bezeichnung Kösslmühle erhielt sie im 17. Jh.. Viele Bürger und Denkmalschützer betrauerten den Abriss des markant am Traunufer gelegenen, bis ins Mittelalter zurückreichende Gebäude in der Kösslmühlgasse 7. Jetzt wurde der Kösslmühle vom Musealverein Gmunden posthum ein filmisches Denkmal gesetzt (8-minütige Filmdoku). Der Obmann des Musealvereins Gmunden, August Mayer, sowie der Lokalhistoriker Holger Höllwerth kommen zu Wort, berichten über die Geschichte, Bedeutung und den Abriss. Bereits im August 2017 verfügte der Bürgermeister einen Baustopp, da ein Teil der Giebelwand des verfallenen Kösslmühle entfernt wurde, es lag nämlich keine Abbruchgenehmigung vor. Die Eigentümer erklärten des Fehlen des Giebelwandteiles mit einem Unfall: Ein Nusbaum sie zuvor bei einem Sturm auf das Dach gefallen, und bei der Beseitigung des Baumes hat sich auch der Giebelteil gelöst. Das Loch wurde dann provisorisch zugemacht. Im Laufe des Novembers hörte man immer öfter von Seiten der Stadt, dass durch Befragungen und Fotos ein Unfall eher ausgeschlossen wird, die Bezirkshauptmannschaft Gmunden hatte Ermittlungen eingeleitet. Bereits 2015 hat der Bürgermeister einem überdimensionierten Neubau einer Seniorenresidenz Kösslmühle einen Riegel vorgeschoben und verlangte: „Wir wollen keine weiteren Bausünden. Eine Umwidmung gibt es nur, wenn das Projekt verkleinert wird.“ Daher bildete sich im Herbst 2016 eine Bürgerinitiative zur „Rettung der Kösslmühle“ (Komitee Erhaltung Kösslmühle) mit der Forderung, das Gebäude solle erhalten bleiben, es sei wesentlich für das Ortsbild, inbesondere wenn man von der Traunbrücke blickt. Im Herbst 2016 wurde zumindest soweit eingelenkt, dass keine überdimensionierte Seniorenresidenz erbaut werden soll, sondern nur ein nicht ganz so großer Neubau mit 20 Wohnungen. 1935 hatte die Oberösterreichische Kraftwerke AG (kurz OKA) erworben und 1954 einer recht sensiblen Renovierung unterzogen. Die Renovierung leitete der denkmalpflegerisch erfahrene Architekt Franz König. Es wurden z.B. Fragmente eines Sonnenuhrfreskos aus der Mitte des 17. Jh. unter dem Putz gefunden und rekonstruiert. Als sich der Abriss abzeichnete, hat sich der Obmann des Musealvereins, August Mayer, in der Generalversammlung 2019 auf ein gotisches Fenster in der Kösslmühle hingewiesen. Auch angemerkt wurde, dass dieses Haus nicht unter Denkmalschutz steht, sodass gegen den Abriss und Neubau nur sehr wenig vom Gestaltungsbeirat der Stadtgemeine getan werden konnte. Filmdoku: „Kösslmühle 2020 Gmunden“ (8 min; 13.4.2021): https://www.youtube.com/watch?v=tYdFXLyNkdM Ehem. Bürgerinitiative „Kösslmühlkomitee“: http://www.koesslmuehlkomitee.at Friedrich Idam (Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Denkmalschutz, Ortsbildpflege, Revitalisierung und Renovierung alter Bausubstanz (u.a.)): BEFUND UND PRIVATGUTACHTEN zur Denkmalwürdigkeit der Kößlmühle in Gmunden und deren Bedeutung im Ensemble der Traunuferverbauung und für das Orts- und Landschaftsbild vom 7. März 2017 (Auftraggeber: Komitee Erhaltung Kößlmühle): http://www.koesslmuehlkomitee.at/unterseite-2.html Gmundens Schätze: Kösslmühle: https://www.gmundens-schaetze.at/koesslmuehle.html Geschichte der Kösslmühle: http://www.koesslmuehlkomitee.at/unterseite-3.html sowie http://www.gmundner-musealverein.at/denkmalgeschuetzte-objekte.html Berichte in Medien (u.a.): 22. April 2021, Oberösterreichische Nachrichten Der Musealverein Gmunden hat der abgerissenen Kösslmühle ein kurzes aber sehenswertes Filmdenkmal gesetzt: https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/filmdokumentation-ueber-die-koesslmuehle;art71,3387492 21. April 2021, MeinBezirk „Erinnerung an Gebäude erhalten“: Video über die spannende Geschichte der Kösslmühle: https://www.meinbezirk.at/salzkammergut/c-lokales/video-ueber-die-spannende-geschichte-der-koesslmuehle_a4591121 20. April 2021, Tips Film dokumentiert die Geschichte der Kösslmühle. Die Kösslmühle wurde im Vorjahr abgerissen. In Zusammenarbeit mit dem Musealverein Gmunden hat der Filmemacher Ernst Spiessberger nun eine kurze Video-Dokumentation geschaffen: https://www.tips.at/nachrichten/gmunden/land-leute/531755-film-dokumentiert-die-geschichte-der-koesslmuehle 24. Oktober 2019, Oberösterreichische Nachrichten Gmunden erteilt Baubewilligung für neue Kösslmühle. Lange umstritten: Ab Mitte nachsten Jahres entstehen 16 neue Wohnungen an der Traun: https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/gmunden-erteilt-baubewilligung-fuer-neue-koesslmuehle;art71,3178978 13. Dezember 2017, Oberösterreichische Nachrichten Umstrittenes Wohnbauprojekt Kösslmühle nahm die größte Hürde. Im fünften Anlauf bekam das umstrittene Wohnbauprojekt am Gmundner Traunufer den Segen des unabhängigen Expertengremiums. Um diese Zustimmung zu erhalten, mussten die Investoren das Bauvorhaben aber spürbar verkleinern: https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Umstrittenes-Wohnbauprojekt-Koesslmuehle-nahm-die-groesste-Huerde;art71,2759967 11. Dezember 2017, Oberösterreichische Nachrichten Lostage für umstrittenes Bauprojekt in Gmunden. Morgen entscheidet der Gestaltungsbeirat, ob das umstrittene Bauprojekt am Gmundner Traunufer verwirklicht werden kann. Kritiker haben nicht nur architektonische Einwände. Sie befürchten auch, dass die Traunpromenade während der Bauzeit gesperrt werden könnte: https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Lostage-fuer-umstrittenes-Bauprojekt-in-Gmunden;art71,2757532 22. November 2017, Krone Gmundner Kösslmühle: Fassaden-Loch ist für Stadt „eher kein“ Unfall. Im August 2017 wurde die Kösslmühle – ein markantes Gebäude in Gmunden – massiv beschädigt. Bei Arbeiten am Dach brach ein Stück Fassade heraus. Die Stadt glaubt inzwischen, dass das mit Absicht passiert sein könnte, die Ermittlungen laufen aber noch: https://www.krone.at/600810 11. September 2017, Oberösterreichische Nachrichten Leserbrief (August Mayer): Kößlmühle – quo vadis? Gmunden gehört zu den historischen Städten, daher muss sich die Stadtgemeinde Gmunden für den Erhalt des historischen Stadtbildes einsetzen: https://www.nachrichten.at/meinung/leserbriefe/Koesslmuehle-quo-vadis;art11086,2674857 10. August 2017, Oberösterreichische Nachrichten Abrissarbeiten an der Kösslmühle lösen Proteste aus. VP-Bürgermeister Stefan Krapf schickte heute die Polizei an die Traun, um Abrissarbeiten an der Kösslmühle zu stoppen. Deren Besitzer beteuern, sie hätten nur versucht, einen umgestürzten Baum vom Dach zu entfernen: https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Abrissarbeiten-an-der-Koesslmuehle-loesen-Proteste-aus;art71,2647261 10. August 2017, ORF Aufregung um altes Gebäude in Gmunden. In Gmunden ist am Donnerstag Aufregung um ein altes Gebäude nahe der Traunbrücke ausgebrochen. Von Abrissarbeiten an der sogenannten „Kösslmühle“ war die Rede. Der Gebäudebesitzer stellte klar, lediglich ein Baum wurde entfernt: https://ooe.orf.at/v2/news/stories/2859874 10. August 2017, Krone Aufregung um Loch in Kösslmühle-Fassade. Einen Baustopp verordnete Gmundens Stadtchef Stefan Krapf, als er gestern, Donnerstag, von angeblichen Abrissarbeiten an der historischen Kösslmühle erfahren hat. Ein Anrainer hatte Alarm geschlagen, die Hauseigentümer sprechen von einem Unfall: Die Fassade sei bei der Entfernung eines Baums beschädigt worden: https://www.krone.at/582951 10. August 2017, Tips Kösslmühle erneut in Diskussion. Die Diskussion rund um die „Kösslmühle“ an der Traun ist um eine Facette reicher: Bei Arbeiten an dem markanten Gebäude, an dessen Stelle die Eigentümer einen – heftig diskutierten – Neubau errichten wollen, wurde ein Teil der Giebelwand entfernt: https://www.tips.at/nachrichten/gmunden/land-leute/400311-koesslmuehle-erneut-in-diskussion 20. Dezember 2016, Grüne Die Kösslmühle. Otto Kienesberger – Dieses Bauvorhaben ist derzeit in aller Munde: https://bezirkgmunden.gruene.at/themen/demokratie-kontrolle/die-koesslmuehle 10. November 2016, Oberösterreichische Nachrichten Von sieben Bauprojekten wurde bloß eines uneingeschränkt durchgewunken. Gmundner Gestaltungsbeirat tagte öffentlich im Rathaus unter großem Zuhörerinteresse: https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Von-sieben-Bauprojekten-wurde-bloss-eines-uneingeschraenkt-durchgewunken;art71,2398106 31. Oktober 2016, Tips Gmundner Grüne über ÖVP empört. Kurz vor der Gemeinderatswahl im Herbst 2015 hatte sich die ÖVP nach zuvoriger positiver Stellungnahme vom „Seniorenresidenz“ anstelle der Kösslmühle distanziert. Dass sich die ÖVP und Bürgermeister Stefan Krapf (…) aufgrund der Größe und architektonischen Gestaltung gegen ein Umwidmungsverfahren ausgesprochen hätten, sei jedoch schlichtweg falsch, sagt Grün-Mandatar Otto Kienesberger: https://www.tips.at/nachrichten/gmunden/wirtschaft-politik/375763-gmundner-gruene-ueber-oevp-empoert 31. Oktober 2016, gmundl – Der Gmunden-Blog ‚Zivilgesellschaft von der Wahrheit zur Satire Kösslmühle – Das Manifest: https://gmundl.com/2016/11/11/koesslmuehle-das-manifest 16. September 2016, Oberösterreichische Nachrichten Neue Pläne für Gmundner Kösslmühle. Keine Seniorenresidenz, kein Flüchtlingsheim entsteht, sondern Haus mit 20 Wohnungen: […]