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AKTUELLE BERICHTE
U5-Ausbau: Initiative Denkmalschutz und Architekturrebellion Austria fordern Erhalt der Häuser Elterleinplatz und Währinger Gürtel
/ Petitionen, Presseaussendungen /Wien 1170, Hernalsvon IDM_adminAPA-OTS-Presseaussendung, Initiative Denkmalschutz, Montag, 9. Dezember 2024 U5-Ausbau: Initiative Denkmalschutz und Architekturrebellion Austria fordern Erhalt der Häuser Elterleinplatz und Währinger Gürtel Eingebrachte Petition am 6.12. abgelehnt, die beiden Initiativen werden dagegen Einspruch erheben bzw. eine neue Petition starten! Wien (OTS) – Just erst letzten Freitag, 6.12., bekamen die Initiatoren der Petition “Erhalt der historischen Eckbauten Elterleinplatz 8 und Währinger Gürtel 41. Abrisse im Zuge des U5-Baus stoppen!” die offizielle Antwort, dass die Petition aus rechtlichen Gründen nicht zugelassen wird, somit fand die abgelehnte Petition auch nicht in der am gleichen Tag abgehaltenen Sitzung des Gemeinderatsausschusses für Petitionen Erwähnung (OTS). Dem Einbringer der Petition (eingebracht am 21.11.), Stephan Erath, wurde tags zuvor noch telefonisch mitgeteilt, die Thematik sei so “komplex” und muss daher länger geprüft werden. Sehr komplex klingt der zu prüfende Sachverhalt jedoch nicht. Mit der Begründung: “Gegenstand einer Petition kann jedoch nur das Handeln von Organen der Gemeinde oder des Landes Wien sein, nicht jedoch die privatrechtliche Tätigkeit einer eigenständigen juristischen Person“. Dies, obwohl sich die Wiener Linien zu 100 % im Eigentum der Stadt Wien befinden, putzt sich die Stadt Wien ab und meint, keinen Einfluss auf die Wiener Linien ausüben zu können. Die Initiative Denkmalschutz und Architekturrebellion Austria werden daher Einspruch erheben bzw. eine neue Petition starten, um die Gründerzeithäuser am Elterleinplatz 8 (17. Bezirk) und am Währinger Gürtel 41 (18. Bezirk) doch noch vor dem Abriss zu retten. Erfreut zeigen sich die beiden Initiativen, dass von den Grünen Hernals ein Verlangen auf Abhaltung einer Bürgerversammlung gemäß § 104c Wiener Stadtverfassung in der letzten Bezirksvertretungssitzung am 5.12. eingebracht wurde, sodass der Bezirkvorsteher Peter Jagsch (SPÖ) über die neue “Gestaltung am Elterleinplatz” in den nächsten Monaten in einer öffentlichen Veranstaltung der interessierten Wiener Bevölkerung Frage und Antwort wird stehen müssen. Stadt Wien Taktik: Intransparenz und möglichst späte Information! Wie es aussieht, hat die Wiener Stadtregierung alles daran gesetzt, die Wiener Bevölkerung möglichst spät über den “nötigen”(?) Abriss der beiden Gründerzeithäuser zu informieren, obwohl dies spätestens seit April 2022 bekannt war (MA 18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung, vgl. z.B. Präsentation “U2xU5, 2. Baustufe” von Gregor Stratil-Sauer). Ohne dass es ausgeprochen wurde, hat man diese wichtige Info in Bild und Text möglichst gut “versteckt” bzw. nicht erwähnt. Echte Bürgerbeteiligung (Charta von Aalborg) und eine ehrliche Informationseinbindung umfasst auch eine “frühzeitige Information” der Bevölkerung. Es ensteht der unschöne Eindruck, dass die möglichst späte Information Absicht war, um jeden Widerstand gegen die Abrisse im Keim zu ersticken; so auch die Nichterwähnung der Petition im Gemeinderatsausschuss für Petitionen letzten Freitag. Rückfragen & Kontakt Initiative Denkmalschutz – Verein für den Schutz bedrohter Kulturgüter in Österreich Markus Landerer, tel.: 0699 / 1024 4216, Dr. Gerhard Hertenberger, tel.: 0676 / 772 34 33 https://www.idms.at Architekturrebellion Austria, Stephan Erath, tel.: 0681 / 1054 1664, https://www.instagram.com/architekturrebellion_austria Beilage: – abgelehnte „Petition: Erhalt der historischen Eckbauten Elterleinplatz 8 und Währinger Gürtel 41. Abrisse im Zuge des U5-Baus stoppen!“ (eingebracht am 21.11.2024) im vollen Worlaut: Petition_Erhalt-Elterleinplatz-u-Waehringer-Guertel_eingebracht-2024-11-21_abgelehnt-2024-12-06 Zusätzliche Infos / Links (z.T. nicht in OTS angeführt): – OTS vom 6.12.2024: „Petitionsausschuss tagte im Wiener Rathaus. Der Gemeinderatsausschuss für Petitionen hat heute, Freitag, im Wiener Rathaus getagt. Auf der Tagesordnung standen 29 Petitionen.“: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20241206_OTS0113 – OTS vom 5.12.2024: „Grüne Wien/Prack, Prauhart: Abbruch von Gründerzeithaus am Elterleinplatz wird Thema für Bürgerversammlung in Hernals. Bezirk muss bessere Informationen zur Umgestaltung des Elterleinplatzes im Zuge des U-Bahnbaus bereitstellen“, siehe: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20241205_OTS0077 – Wiener Stadtverfassung § 104c (Bürgerversammlung): https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=LrW&Gesetzesnummer=20000308&FassungVom=2024-11-04&Artikel=&Paragraf=104c&Anlage=&Uebergangsrecht= – Präsentation “U2xU5, 2. Baustufe. U5 bis Hernals, U2 bis Wienerberg” von Gregor Stratil-Sauer (Stadt Wien MA 18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung), 21. April 2022: https://oevg.at/fileadmin/user_upload/Editor/Dokumente/Veranstaltungen/2022/u2u5/stratil-sauer.pdf (vgl. dazu auch „Mit der U5 vom Karlsplatz bis Hernals“, Stadt Wien – Stadtentwicklung und Stadtplanung, abgerufen am 8.12.2024: https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/verkehrsplanung/u-bahn/u2u5/linie-u5.html) – MeinBezirk.at: Bezirksparlament: Abriss am Elterleinplatz 8 sorgt für heftigen Polit-Streit (5.12.2024): https://www.meinbezirk.at/hernals/c-politik/abriss-am-elterleinplatz-8-sorgt-fuer-heftigen-polit-streit_a7047392 – Charta von Aalborg: „Die Vereinten Nationen haben bei ihrer im Juni 1992 in Rio de Janeiro abgehaltenen Konferenz für Umwelt und Entwicklung (auf welches sich die am 27. Mai 1994 von den Teilnehmern der europäischen Konferenz über zukunftsbeständige Städte und Gemeinden in Aalborg beschlossene Charta von Aalborg ausdrücklich bezieht) ein „Agenda 21“ genanntes Schlüsseldokument als Instrument der Bürgerbeteiligung verabschiedet. Darin ist die Teilhabe der Bevölkerung an kommunalen Planungs- und Entscheidungsprozessen festgeschrieben. Die Staatengemeinschaft hat also erkannt, dass die Teilhabe der Bevölkerung an Planungs- und Entscheidungsprozessen in der Kommune als notwendige und sinnvolle Ergänzung der repräsentativen Demokratie und gleichzeitig auch als deren Korrektiv dienen kann, um eine nachhaltige und umweltgerechte Entwicklung zu gewährleisten.“ (Quelle: http://www.aktion21.at/kontakt/index.php?menu=17; vgl. dazu auch Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Aalborg-Charta, englische Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Aalborg_Charter. Weitere wichtige Informationen: – WienSchauen (16.10.2024): Elterleinplatz: Hernalser Prachtbau trotz Schutzzone vor Abriss: https://www.wienschauen.at/elterleinplatz-hernalser-prachtbau-trotz-schutzzone-vor-abriss/ – WienSchauen (06.07.2024): Währinger Gürtel: Wiener Linien wollen Gründerzeithaus abreißen: https://www.wienschauen.at/wahringer-gurtel-wiener-linien-wollen-grunderzeithaus-abreissen/ OTS Stichworte: Stadtplanung, Verkehr, Denkmalpflege, Infrastruktur, Ortsbild, Architektur, Bahn, Kultur, NGOs, Politik, Bau, Immobilien, Bildende Kunst, Kunst, Kunst & Kultur, Transport, Branchen, Wirtschaft und Finanzen OTS Channel: Chronik, Kultur
Krankenhaus Hietzing (Wien): Stellungnahme zum Planentwurf 8398 – Abriss Pavillon 2
/ Stellungnahmen /Wien 1130, Hietzingvon IDM_adminInitiative Denkmalschutz, 3. Oktober 2024 Stellungnahme zum Planentwurf 8398 – Krankenhaus Hietzing (ehem. Krankenhaus Lainz) – Abriss Pavillon 2 Für das Gebiet zwischen Wolkersbergenstraße, Hochmaisgasse, Lynkeusgasse, Linienzug 1-2, Hermesstraße und Linienzug 3-12 im 13. Bezirk, Katastralgemeinde Lainz und Speising Öffentliche Auflage 22. August 2024 bis 3. Oktober 2024 Einleitung: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso möge die Anzahl der Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand angepasst werden. Durch diese Maßnahme – und durch die Festsetzung einer Schutzzone – wird am ehesten der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Die Stellungnahme im Detail: Das Krankenhaus Hietzing wurde in neoklassizistischen Formen 1908-1913 als Kaiser-Jubiläums-Spital der Gemeinde Wien nach Plänen von Johann Nepomuk Scheiringer erbaut (Bauleitung Josef Klingsbigl) und in der Zwischenkriegszeit um den Tuberkulosepavillon, Pavillon 8, erweitert. Unser Verein Initiative Denkmalschutz kann [in] keiner Weise nachvollziehen, warum der Pavillon 2 (Hermesstraße 2) abgerissen werden soll. Es gab Alternativplanungen auch im Realisierungswettbewerb, bei denen der historische Pavillon erhalten geblieben wäre (vgl. Soyka/Silber/Soyka, siehe: https://architekt.at/projekte/klinik-hietzing). Es hätte unserer Meinung nach die Vorgabe geben müssen, dass auch der Pavillon 2 zu erhalten sei. Für uns ist in keiner Weise nachvollziehbar, wieso der Pavillon 2, der spiegelgleich zum Pavillon 6/7 situiert ist und eine Einheit mit den anderen Pavillons (Pavillon 3-5 und Direktionsgebäude) um den Garten bildet, zum Abriss freigegeben wird. Im Dehio-Handbuch (Hrsg. Bundesdenkmalamt) wird der Pavillon 2 zusammen mit dem gegenüberliegenden und als erhaltenswert eingestuften Pavillon 6/7 folgendermaßen beschrieben: „Die den Park begrenzenden 3geschossigen Gebäude als Doppelflügelanlagen ausgebildet, mit abwechslungsreicher Gliederung durch Risalite (gestuft, an den Seitenfronten polygonal, von Dreieck- oder Segmentgiebeln überfangen) und Putzfelder; reliefierte Profilportraits berühmter Ärzte zwischen den Genien mit Atrributen der Medizin; Portale mit Vordächern auf toskanischen kannelierten Säulen, darüber Sprenggiebel mit Maskenreliefs.“ Der Pavillon 2 ist nicht so überformt (wie im STEK-Bericht aus 2022 auf Seite 9 behauptet: https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/pdf/stek-klinik-hietzing.pdf), dass er nicht mehr erhaltenswert wäre (War das wirklich die Stellungnahme der für Schutzzonen zuständigen Magistratsabteilung 19? Wir bezweifeln das stark). Umso mehr kritisiert unser Verein, dass der Motivenbericht der Magistratsabteilung 19 wieder einmal im Dunkeln bleibt. Im Erläuterungsbericht auf Seite 18 heißt es lediglich: „Diese [Schutzzone] soll basierend auf Untersuchungen der Magistratsabteilung 19 – Stadtgestaltung und Architektur – den genannten Gebäudebestand und Garten- und Parkanlagen am historischen Areal umfassen.“ Die architektonische Beurteilung der technischen Infrastruktur mit der Küchen- und Heizzentrale (Kesselhaus) im Zwickel Hermesstraße/Wolkersbergenstraße [die ebenso abgerissen werden soll] bleibt ebenso im Dunkeln. Auch die Behauptung im Umweltbericht unter Punkt 5.2. („Voraussichtliche Entwicklung des Umweltzustandes im Plangebiet bei Nichtdurchführung des vorliegenden Plans (Nullvariante)“): „Auch käme es nicht zur Ausweisung einer Schutzzone, um, ergänzend zu den Auflagen des Denkmalschutzes für einzelne Bestandsgebäude, das baukulturell bedeutsame Ensemble einschließlich der milieuprägenden Grünräume vor Abbruch oder Überformung in geeigneter Form zu schützen.“ kann nicht nachvollzogen werden. Seit der Bauordnungsnovelle 2018 sind grundsätzlich auch Bauwerke, die vor 1945 errichtet wurden und als erhaltenswert eingestuft werden, vor Abbrüchen geschützt. Wie man also die Behauptung aufstellen kann, dass Gebäude ohne Schutzzonenausweisung vom Abbruch bedroht wären, ist für uns nicht nachvollziehbar (oder will man damit ausdrücken, dass die Bauordnungsnovelle 2018 für Bauten vor 1945, die nicht in einer Schutzzone liegen, doch keinen Schutz gebracht hat?). Da bereits spätestens im Beschluss der Stadtentwicklungskommission (63. STEK-Bericht vom 13.12.2022: https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/pdf/stek-klinik-hietzing.pdf) die Weichen für den Abriss des Pavillon 2 gestellt wurden (und ein mehrstufiger Wettbewerb bereits abgeschlossen ist, siehe „Realisierungswettbewerb Klinik Hietzing – Gesamtentwicklung“: https://www.next-pm.at/wettbewerbe/ausstellungen/klinik_hietzing), erscheint hier die Abgabe einer Stellungnahme zur Umwidmung reine Makulatur und wohl absolut sinnlos zu sein. Hier hätte der Gesetzgeber in der „Bauordnung für Wien“ bereits vor dem Umwidmungsverfahren die formale Möglichkeit zur Abgabe einer Stellungnahme einfügen müssen (im Sinne eines formalen „Anhörungsrechts“ und nicht nur durch informelle Informationskanäle und -veranstaltungen). Unser Verein Initiative Denkmalschutz gibt trotz allem eine Stellungnahme ab, um damit gleichzeitig diese Unsitte der Stadt Wien aufzuzeigen, erst so spät die Bürger:innen formal in die Stadtplanung/Stadtentwicklung einzubinden. Abschließend wird nachdrücklich vorgeschlagen, für die Schutzzone die entsprechenden Architekturteile in einen Katalog nach § 7 (4) Wiener Bauordnung aufzunehmen, sodass auch diese einen rechtsverbindlichen Bestandteil des Bebauungsplanes bilden. PS: Aus Denkmalschutzsicht bemerkenswert ist auch, dass das Bundesdenkmalamt erst in der 2. Nachtragsverordnung (15. Dezember 2009), also ganz kurz vor Auslaufen der Bestimmung § 2 Denkmalschutzgesetz („Vorläufige Unterschutzstellung kraft gesetzlicher Vermutung“) am 31. Dezember 2009, das Krankhaus Hietzing (hier bezeichnet als „Anlage Krankenhaus der Stadt Wien Lainz“) in den § 2a Denkmalschutzgesetz („Vorläufige Unterschutzstellung durch Verordnung“) aufgenommen hat: „Verwaltungsgebäude (Direktion, A-, B-Gebäude), ehem. Schwesternheim (Pavillon IV), ehem. Tuberkulosepavillon (Pavillon VIII), Rolandsbrunnen, Umfriedung, gestaltete Freiflächen.“ (siehe: 2. Nachtragsverordnung auf der Website des Bundesdenkmalamtes: https://www.bda.gv.at/dam/jcr:0b83ffcf-353a-4b4e-bcf4-10f1f27e49bb/Nachtragsverordnung_II.pdf) Markus Landerer und Dr. Gerhard Hertenberger, im Namen der Initiative Denkmalschutz, Verein für den Schutz bedrohter Kulturgüter Fuchsthallergasse 11/5, 1090 Wien, Österreich email: ZVR-Nr.: 049832110 Literatur: Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs (Topographisches Denkmälerinventar, Hrsg. Bundesdenkmalamt), Band: Wien X. Bis XIX. Und XXI. Bis XXIII. Bezirk, Wien, 1996, S. 181 ff. Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band III/2: Wien 13.-18. Bezirk, Salzburg und Wien 1995, Seite 19 Weitere Infos: Stadt Wien: Klinik Hietzing Neu – Modernisierung der Gesundheitseinrichtung: https://www.wien.gv.at/stadtplanung/klinik-hietzing-neu

Stephan Erath
Markus Landerer, Initiative Denkmalschutz
Kapfenberg (Stmk): Böhler-Villa von Josef Hoffmann 1970 abgerissen
/ Berichte /Steiermark / Bruck-Mürzzuschlagvon IDM_adminIm Rahmen der ORF-Serie “Verlorenes Erbe” (im Vorabendprogramm in “Studio 2”) wurden diesmal zerstörte Villa Otto Böhler in der Industriestadt Kapfenberg (Mariazeller Straße 32) präsentiert. Dieses repräsentative Landhaus (historisches Foto) wurde 1910/11 vom bekannten Jugendstilarchitekten und Gründer der Wiener Werkstätte, Josef Hoffmann (*1870, +1956) erbaut (Entwurfszeichnung, Vorprojekt I, Villa Dr. Otto Böhler). Die Industriellenfamilie Böhler gründete 1870 ein Unternehmen von Weltrang (Stichwort „Böhlerstahl“), die Villa des Stahlwerk-Direktors Otto Böhler ging 1970 in Flammen auf. Im Rahmen einer Feuerwehrübung wurde es abgefackelt, nachdem das Landhaus in Stadtbesitz gekommen war und Hausschwammbefall festgestellt wurde. Im Fernsehbeitrag sprechen der Josef Hoffmann-Experte Rainald Franz (MAK) zur Hoffmann-Villa sowie Fritz Böhler, Enkel der Firmengründer sowie Günther Agath, Zeitzeuge aus Kapfenberg. In Kapfenberg selbst befindet sich noch das Hotel Böhlerstern (Werkshotel in der Friedrich-Böhler-Straße 13, vom bekannten Architekten Otto Prutscher entworfen) sowie neben dem Hoffmann-Landhaus eine Villa in der Mariazeller Straße 30, ein villenartiger Bau, kurz nach 1900 erbaut (ebenso von Otto Prutscher entworfen). An Stelle der Hofmann-Villa in der Mariazeller Straße 32 befindet sich heute ein medizinisches Zentrum. ORF-FERNSEHBEITRAG (6 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14094432/Verlorenes-Erbe-Boehler-Villa/14930519 (ORF ‚Studio 2‘: „Verlorenes Erbe: Böhler-Villa“, 4.6.2021) Linktipps: iD-Bericht (ORF ‚Verlorenes Erbe‘): „Wien: Die verlorenen Josef Hoffmann-Villen im 18. u. 19. Bezirk“: https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/wien-die-verlorenen-josef-hoffmann-villen-im-18-u-19-bezirk Der Architekt Josef Hoffmann: – auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Hoffmann – im Architektenlexikon: http://www.architektenlexikon.at/de/234.htm
Weißenbach/Triesting (NÖ): Jugendstil-Häuser werden Neubau geopfert
/ Berichte /Niederösterreich / Baden bei Wienvon IDM_adminDie so genannten Prym-Häuser in der Gemeinde Weißenbach an der Triesting (Bez. Baden) – secessionistische Bauten unter dem Einfluss der Otto Wagner Schule – werden abgerissen. Die drei Arbeiterwohnhäuser in der Further Straße 49-53 wurden von der Industriellenfamilie Prym 1905-10 erbaut. Die gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Arthur Krupp GesmbH (ein Unternehmen im Unternehmensverband der „Wien-Süd“) möchte jetzt die drei Jugendstil-Häuser durch zwei neue Wohnbauten ersetzen, da eine Sanierung zu teuer käme (Visualisierung der Neubauten). Die beiden Neubauten sollen zunächst zwischen den drei Altbauten errichtet werden, erst dann – wenn die Bewohner umgezogen sind – sollen die Jugendstil-Häuser abgerissen werden. Auch der Bürgermeister Johann Miedl (ÖVP), dem leistbarer Wohnraum ein großes Anliegen ist, bedankt sich bei der GEWOG Arthur Krupp für Ihre Neubauplanung. Es gibt auch Förderzusagen seitens des Landes Niederösterreich für die Neubauten. Der Baubeginn ist für Sommer 2021 geplant, Fertigstellung Sommer/Herbst 2022. Somit kann vermutet werden, dass der Abriss der drei secessionistischen Arbeiterwohnhäuser im Herbst 2022 erfolgen wird. Medienberichte: 1. Mai 2021, Zeit im Blick (Blog) Weissenbach: Prym Häuser werden abgerissen. Nach über einem Jahrhundert müssen die drei Jugendstil Bauten abgerissen werden. Da in der Gemeinde schon ältere Gebäude saniert wurden, ist die Frage nach dem Grund dieser endgültigen Maßnahme legitim …: https://zeitimblick.info/weissenbach-prym-haeuser-werden-abgerissen 24. April 2021, NÖN Prym Häuser: Sanierung wäre zu teuer. Drei Bauten werden abgerissen, stattdessen werden zwei neue in Weissenbach errichtet: https://www.noen.at/baden/weissenbach-prym-haeuser-sanierung-waere-zu-teuer-weissenbach-an-der-triesting-prym-haus-sanierung-neubau-arthur-krupp-print-270812385 Dehio-Beschreibung (Hrsg. Bundesdenkmalamt): Further Straße „Nr. 13, 14, 15 [sic; richtig: Nr. 49-53]: ‚Prymhäuser‘: 3 gleichartige Arbeiterwohnhäuser der Fa. Prym, 2geschossig mit Mittelrisalit (Schopfwalm) und reichem secessionistischem Dekor unter dem Einfluss der Schule Otto Wagners, 1905-10 erb.“ Zitiert aus: Dehio-Handbuch, die Kunstdenkmäler Österreichs, Topographisches Denkmälerinventar, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Band: Niederösterreich südlich der Donau, Teil 2 M bis Z, Horn/Wien 2003, Seite 2575 (vgl. BDA Publikationen: https://bda.gv.at/publikationen/details/dehio-niederoesterreich-suedlich-der-donau-in-zwei-teilen-die-kunstdenkmaeler-oesterreichs)
Toboggan (Wien): Streit um Dachverlängerung bei ‚Teufelsrutsche‘
/ Berichte /Wien 1020, Leopoldstadtvon IDM_adminDer 25 Meter hohe „Toboggan“ (der Name stammt aus der Indianersprache Algonkin und bezeichnet einen leichten, einfachen Holzschlitten) im Wiener Prater ist ein außergewöhnliches Denkmal: Er ist ein weltweit einzigartiger historischer Rutschturm aus Holz. Die Geschichte des Toboggans, die älteste noch existierende Holzrutsche der Welt, beginnt 1913, als der Turm als „Teufels Rutsch“ eröffnet wurde, 1945 am Ende des 2. Weltkriegs abgebrannt, wurde er 1947 nach alten Originalplänen wiederaufgebaut. Im Jahr 2000 musste der Toboggan aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Der Turm verfiel zusehends und war eigentlich schon zum Abbruch freigegeben, als das Bundesdenkmalamt den Toboggan 2006 unter Denkmalschutz stellte (per Bescheid). Selbst Fachleute meinten damals, dass eine Restaurierung nicht mehr ginge, erzählt der Künstler Sammy Konkolits, doch „Geht nicht, gibt’s für mich nicht“. Er mietete 2005 die „Teufelsrutsch“ und ließ den Toboggan 2008/2009 umfassend sanieren (mit Fördermittel des Bundesdenkmalamtes und des Wiener Altstadterhaltungsfonds). Der groteske Gerichtsstreit um einen 40 cm-Dachvorsprung Alles begann mit der Generalsanierung 2008. Während der Sanierung sprach sich der Grundeigentümer, die Praterservice (heute Prater Wien GmbH) gegen den Dachüberstand aus, obwohl dieser seit jeher Teil der historischen Turmanlage war und es kam zu einem Baustopp, berichtet der Rechtsanwalt Roland Zauner. Und auch das Bundesdenkmalamt machte die Wiederherstellung des Originals damals zur Bedingung. Doch nach diesem Einspruch während der Bauarbeiten erfolgte ein Baustopp und Sammy Konkolits sah sich gezwungen das Dach der Holzrutsche schließlich zu verkürzen. Seitdem regnete es bei Wind immer wieder auf die Holzrutsche, sodass die Rutsche mit der Zeit immer mehr geschädigt wurde. Der Dachüberstand fehlte immer schmerzlicher. Diesen Missstand ließ Konkolits schließlich – mit Untermauerung der Notwendigkeit durch ein Gutachten des Denkmalamtes – 2020 endlich beheben, indem er – wieder mit Förderungen des Bundesdenkmalamtes – das Dach der Holzrutsche seitlich verlängerte – so wie auch ursprünglich vom Denkmalamt vorgeschrieben. Doch jetzt schaltet sich die Baubehörde ein und fordert den Abriss dieses Dachvorsprungs. Jetzt muss das Verwaltungsgericht entscheiden, ob der neue, alte Dachteil am Toboggan wieder entfernt werden muss oder bestehen bleiben darf. SERVUS-TV-FERNSEHBERICHT (4 MIN): https://www.servustv.com/videos/aa-27tavwqd12111 (26.5.2021, „Streit um Teufelsrutsche im Wiener Prater“) ORF-FERNSEHBEITRAG (2 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14093385/Tobbogan-Krach-ums-Dach/14924861 (25.5.2021, „Tobbogan: Krach ums Dach„, ORF 2 ‚Wien Heute‘, 19:00 Uhr) Linktipps: – Der Toboggan auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Toboggan_(Wurstelprater) – Der Toboggan auf dem Blog „Baudenkmäler in Österreich“: https://baudenkmaeler.wordpress.com/2014/01/04/toboggan-prater-wien-ii – Eine Rutschfahrt auf dem Toboggan (Youtube; 2 MIN): https://www.youtube.com/watch?v=1WXgegK07XY (6.7.2020, „Wiener Prater Toboggan 360° VR POV Onride“, Rene – Über die Toboggan-Sanierung 2008/2009 (Österreichischer Ingenieurholzvbauverband; IHBV): https://www.ihbv.at/referenz/toboggan – Der Toboggan auf Facebook: https://www.facebook.com/prater.toboggan – Toboggan-Fotos (August 2016) von Erich J. Schimek (für die Initiative Denkmalschutz): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157672286480242 – Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshof 18.12.2006 (Baugebrechen Toboggan): https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vwgh/JWT_2006050056_20061218X00/JWT_2006050056_20061218X00.pdf bzw. https://www.ris.bka.gv.at/JudikaturEntscheidung.wxe?Abfrage=Vwgh&Dokumentnummer=JWR_2006050056_20061218X05 – Der Toboggan allgemein (Geschichte) Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Toboggan_(Fahrgesch%C3%A4ft) – Zum Vergleich: Der (kleinere) Münchner Toboggan (temporär am Oktoberfest): https://www.oktoberfest.de/attraktionen/fahrgeschaefte/der-toboggan Literatur: – 100 Jahre Toboggan. Glanz und Elend und Glanz eines Prater-Wahrzeichens. Ein Interview mit und Fotos von Sammy Konkolits, o.O., o.J. [Wien, 2013] – Wolfgang Burghart, Der Toboggan – Rettung eines Prater-Originals, im Buch: „Österreichs gefährdetes Kulturerbe“ (Gerhard Hertenberger und Wolfgang Burghart; Hrsg. Initiative Denkmalschutz), Wien 2018, Seite 62 f. Aktuelle Medienberichte: 26. Mai 2021, Heute Gerichtsstreit: Prater-Wahrzeichen droht der Abriss. Toboggan-Betreiber Sammy Konkolits steigt die Baupolizei aufs Rutschendach, weil es zu breit ist. Obwohl der Umbau im Auftrag des Denkmalamtes lief: https://www.heute.at/s/prater-wahrzeichen-droht-wegen-40-cm-der-abriss-100144163 26. Mai 2021, MeinBezirk Wiener Prater: Streit um denkmalgeschützen Rutschturm Toboggan. Baupolizei und Denkmalamt sind sich uneinig: Wurde das Dach des Toboggan zu Recht um 40 Zentimeter verbreitert, oder nicht? Über die Zukunft des traditionsreichen Rutschturms im Prater entscheidet jetzt das Verwaltungsgericht: https://www.meinbezirk.at/leopoldstadt/c-lokales/streit-um-denkmalgeschuetzen-rutschturm-toboggan_a4670864 25. Mai 2021, ORF Gerichtsstreit über Dach auf Praterrutsche. Eine Uneinigkeit zwischen Baupolizei und Denkmalamt um einen 40-Zentimeter-Dachvorsprung eines 25 Meter hohen Wahrzeichens im Prater als Causa vor Gericht: Das Verwaltungsgericht muss entscheiden, ob der neue, alte Dachteil am Toboggan entfernt werden muss oder bleiben kann: https://wien.orf.at/stories/3105383 25. Mai 2021, Krone Behörden-Krach: Dachgroteske gefährdet Attraktion im Wiener Prater. Denkmalschutzgesetz oder Baurecht, was ist wichtiger? Im Wurstelprater in Wien ist das keine philosophische Frage, sondern kann im Extremfall zum Abriss des beliebten Toboggans führen. Die „Teufelsrutsche“ hat ein neues Dach. Daran scheiden sich die Geister. Es geht um 40 Zentimeter. Und einem Zwist unter Nachbarn: https://www.krone.at/2421521 Ältere Medienberichte: 28. September 2018, MeinBezirk Behörden schieben sich seit Monaten gegenseitig Verantwortung zu. Alarm: Denkmalschützer [= INITIATIVE DENKMALSCHUTZ] warnen vor Brandgefahr in Prater: https://www.meinbezirk.at/wien/c-lokales/alarm-denkmalschuetzer-warnen-vor-brandgefahr-in-prater_a2940339 2. September 2017, MeinBezirk Der neue Staatsmeister im Sackrutschen ist gefunden. Hochbetrieb am Toboggan im Wiener Prater. Sammy Konkolits, Betreiber der Holzrutschbahn, sucht den Staatsmeister im Sackrutschen: https://www.meinbezirk.at/leopoldstadt/c-lokales/der-neue-staatsmeister-im-sackrutschen-ist-gefunden_pic10948493_a2236335 10. August 2017, Die Presse „Möglichst nirgends anstoßen“: Rutschen ist für jeden erlernbar. Sammy Konkolits veranstaltet zum achten Mal die Staatsmeisterschaften im Sackrutschen. Der Ex-Fußballer hat damit seine Lebensaufgabe gefunden: https://www.diepresse.com/5267085/bdquomoglichst-nirgends-anstossenldquo-rutschen-ist-fur-jeden-erlernbar 13. März 2017, MeinBezirk Der Wiener Toboggan: Ein Denkmal aus Holz im Prater. Der 25 Meter hohe Holzrutschturm am Wiener Prater kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. An seiner Beliebtheit jedoch hat er bis heute nichts eingebüßt: https://www.meinbezirk.at/leopoldstadt/c-lokales/der-wiener-toboggan-ein-denkmal-aus-holz-im-prater_a2042884 9. Mai 2016, Der Standard 250 Jahre Prater: Der „Rutschduam“ des Teufels, die älteste Attraktion im Prater. Um den Toboggan oder „Teufels Rutsch“ ranken sich viele Mythen: https://www.derstandard.at/story/2000035119462/der-rutschduam-des-teufels-die-aelteste-attraktion-im-prater 31. August 2013, ORF 2 ORF 2 Fernsehsendung „Bürgeranwalt“ zu Toboggan (17:30 Uhr): https://volksanwaltschaft.gv.at/artikel/geruchsbelaestigung-durch-pferdemistcontainer-im-prater 30. August 2013, ORF Prater-Originale streiten über Pferdemist. Zwei Prater-Originale, die Teufelsrutsche und das Ponykarussell, streiten seit Jahren vor Gericht. Zankapfel ist ein Container, in dem die Pferdeexkremente des Karussells gelagert werden. Die Zukunft des Toboggans, der Teufelsrutsche, steht auf dem Spiel: https://wien.orf.at/v2/news/stories/2600988 20. April 2013, MeinBezirk Toboggan – 100 Jahre im Wiener Wurstelprater. Der Toboggan die beliebte Rutsche im Wiener Wurstelprater wird 100. Eine Sonderbriefmarke präsentiert Betreiber Sammy Konkolits: https://www.meinbezirk.at/leopoldstadt/c-lokales/toboggan-100-jahre-im-wiener-wurstelprater_a543121 9. April 2013, MeinBezirk Alsergrunder Künstler erweckt Toboggan zum Leben. Der Künstler Sammy Konkolits ehrt jetzt seine Teufelsrutsche anlässlich der 100-Jahr-Feier mit einer Sonder-Briefmarke: https://www.meinbezirk.at/alsergrund/c-lokales/alsergrunder-kuenstler-erweckt-toboggan-zum-leben_a527003 17. Dezember 2008, ORF Toboggan: Gleichenfeier im Prater. Die Sanierung der weltweit ältesten Holzrutsche, des Toboggan im Wiener Prater, ist fast beendet. Jetzt wurde die Gleichenfeier begangen. Die Ausbesserungsarbeiten waren schon dringend notwendig: https://wiev1.orf.at/stories/329512 17. Dezember 2008, Der Standard Auferstehung der Teufelsrutsche. Im Frühjahr sollen Besucher wieder über die legendäre und garantiert schwindlig machende Abwärtsspirale rutschen können: https://www.derstandard.at/story/1227289102888/auferstehung-der-teufelsrutsche 17. Dezember 2008, Die Presse Wiener Prater: Wiederbelebung des historischen „Toboggan“. Die rund 350.000 Euro teure Sanierung der weltältesten Holzrutsche ist beinahe abgeschlossen, am 15. März wird die Rutsche eröffnet. Rund 22 Kubikmeter Lärchen- und Fichtenholz wurden verarbeitet: https://www.diepresse.com/438383/wiener-prater-wiederbelebung-des-historischen-toboggan 17. Dezember 2008, Der Standard / APA Weltälteste Holzrutsche wieder wie neu. Toboggan-Sanierung beinahe abgeschlossen – Der Bau ist denkmalgeschützt – Seit […]
Gartenbaukino (Wien): Restaurierung zurück ins Jahr 1960
/ Berichte /Wien 1010, Innere Stadtvon IDM_adminDas im Jahr 1960 neu eröffnete Gartenbaukino an der Wiener Ringstraße (Adresse: Parkring 12), entworfen vom Wiener (Kino-)Architekten Robert Kotas (*1904, +1973) wurde 2018 unter Denkmalschutz gestellt. Jetzt wird das im Gartenbauhochhaus befindliche Kino unter Aufsicht des Bundesdenkmalamtes restauriert, dabei werden allerlei bauliche Veränderungen mit Akribie weitgehend wieder in die ursprüngliche Gestaltung zurückgeführt. Im Unterschutzstellungsbescheid des Bundesdenkmalamtes heißt es u.a.: „Als einzigem erhaltenen Großraum- und Einsaal-Premierenkino in Wien aus der Zeit um 1960 und Veranstaltungsort der Viennale sowie als eine der wenigen gut erhaltenen Freizeit- Architekturen der Nachkriegsmoderne in Wien und in Österreich kommt dem Objekt als Dokument der Freizeitkultur dieser Zeit besondere Bedeutung zu“. Bei Bar und Buffet wird die großteils übermalte Deckenbemalung rekonstruiert. Im Garderobengang am Weg zum Kinosaal hofft man noch darauf, ein altes Farbfoto zu finden, um der Farbgebung der ursprünglichen Tapete auf die Spur zu kommen. Personen, bei denen sich solche Fotos in den Privatsammlungen befinden, mögen sich bitte umgehend beim Gartenbaukino melden. ORF-FERNSEHBERICHT ZUM NACHSEHEN (2 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14093279/Spartacus-Plakate-bei-Kinosanierung-entdeckt/14924268 (24.5.2021, „Spartacus-Plakate bei Kinosanierung entdeckt“) Medienberichte: 24. Mai 2021, ORF Spartacus-Plakate bei Kinosanierung entdeckt. Die Generalsanierung des Gartenbaukinos am Ring sorgt für Überraschungen: Hinter einer Wandverkleidung sind Originalplakate für den Film „Spartacus“ aus dem Jahr 1960 aufgetaucht: https://wien.orf.at/stories/3105222 22. März 2021, Kurier Das neue Gartenbaukino will zurück in die 1960er. Bis Herbst wird Wiens größtes Ein-Saal-Kino renoviert – und sucht dafür nach Spendern: https://kurier.at/chronik/wien/das-neue-gartenbaukino-will-zurueck-in-die-1960er/401328195 22. März 2021, Die Presse Gartenbaukino: Zurück in die Zukunft. Das historische Kino am Wiener Parkring wird umfassend renoviert. Im Herbst soll das Gartenbaukino festlich und kitschig wie anno 1960 wiedereröffnen: https://www.diepresse.com/5955318/gartenbaukino-zuruck-in-die-zukunft 22. März 2021, ORF Gartenbaukino: „Zurück in die Zukunft“. Während Wiens Kinos bald wieder aufsperren wollen, weiß das Gartenbaukino, dass es zumindest bis Herbst geschlossen bleiben wird. Das denkmalgeschützte Einsaalkino am Ring wird generalsaniert, teilweise rückgebaut – und bittet dafür um Spenden: https://wien.orf.at/stories/3095657 22. März 2021, MeinBezirk Sesselpatenschaft und Crowdfunding: Das Gartenbaukino wird generalsaniert. Das Gartenbaukino wird komplett saniert und soll seinen Charme aus den 1960er-Jahren zurückbekommen. Wer das Kino unterstützen möchte, kann eine Sesselpatenschaft übernehmen: https://www.meinbezirk.at/innere-stadt/c-lokales/das-gartenbaukino-wird-generalsaniert_a4538159 12. Jänner 2021, ORF Gartenbaukino wird groß umgebaut. Das Gartenbaukino erhält ein Facelifting unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“. Chef Norman Shetler nützt die CoV-Krise zum groß angelegten Umbau des denkmalgeschützten Hauses am Ring. Rechtzeitig zur Viennale soll er fertig sein: https://wien.orf.at/stories/3084497 18. Jänner 2019, ORF Denkmalschutz für Gartenbaukino. Das Gartenbaukino auf dem Parkring steht seit dem Vorjahr unter Denkmalschutz. Damit zollt man seiner geschichtlichen und künstlerischen Bedeutung als Premierenkino Tribut: https://wien.orf.at/v2/news/stories/2959412 16. Oktober 2010, ORF Gartenbaukino wird 50 Jahre alt. Das Gartenbaukino hat doppelten Grund zu feiern: Einerseits begeht es sein 50-Jahr-Jubiläum, andererseits war 2010 das erfolgreichste Jahr des Kinos: https://wiev1.orf.at/stories/487542 Weitere interessante Weblinks: Das Gartenbaukino auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Gartenbaukino Die Geschichte des Gartenbaukinos: https://www.gartenbaukino.at/das-kino/die-geschichte-des-kinos.html Der Architekt Robert Kotas (Wien Geschichte Wiki): https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Robert_Kotas Fotos vom Gartenbaukino (Erich J. Schimek / Initiative Denkmalschutz): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157657528525509
Der Standard (Wien): Alte Häuser – Erhalten oder abreißen?
/ Berichte /Wien, allgemeinvon IDM_adminAbreißen und neu bauen: Das war lange das Geschäftsprinzip mancher Wiener Entwickler. Dabei geht es beim Erhalt alter Häuser nicht nur um das Stadtbild. Medienbericht in der Tageszeitung „Der Standard“ (Franziska Zoidl) mit Erwähnung unseres Vereins Initiative Denkmalschutz. HIER WEITERLESEN: https://www.derstandard.at/story/2000126829317/alte-haeuser-in-wien-erhalten-oder-abreissen (23.5.2021, „Alte Häuser in Wien: Erhalten oder abreißen?“)
Landesheilanstalt Mauer-Öhling (NÖ): Desolate Jugendstil-Einfriedung
/ Berichte /Niederösterreich / Amstettenvon IDM_adminDas Landesklinikum Mauer, ehem. „Landesheil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke in Mauer-Öhling„ (Gemeinde Amstetten) wurde von 1898 bis 1902 als Pavillonanlage im Jugendstil erbaut. Die Architekten waren Carlo von Boog und Erich Gschöpf. Sie entwarfen die Anlage nach modernsten medizinischen Grundsätzen und neuesten psychologischen Erkenntnissen. Sie war Vorbild für die 1904-1907 entstandene berühmte Heilanstalt Am Steinhof in Wien (Architekt Otto Wagner). Bemerkenswert bei der architektonischen Ausführung ist einerseits die weitgehende Verwendung von Eisen- bzw. Gussbeton, andererseits fällt die frühe Anwendung von reichhaltigen secessionistischen Dekorformen auf, zumal die Pläne vor 1898 entstanden sind. Das Landesklinikum gilt als eine der bedeutendsten Jugendstil-Anlagen in Niederösterreich. (Quelle: Wikipedia). Desolate Jugendstil-Einfriedung Der ehemalige Landesbaudirektor Peter Kunerth kritisiert nun den desolaten Zustand der historischen Einfriedung mit reicher Gliederung und floralem Dekor. Kunerth, auch Verfasser des Buches „Carlo von Boog. Die Planung der psychatrischen Krankenanstalt Mauer-Öhling und Am Steinhof in Wien„, befürchtet nun, dass – wenn man noch länger zuwartet – eine Sanierung kaum mehr möglich sein wird. Der kaufmännische Direktor des Landesklinikums erklärt, dass man bezüglich Sanierung im Gespräch mit den zuständigen Stellen sei. Medienbericht: 12. Mai 2021, NÖN Kaputtes Kulturgut: Einfriedung des Landesklinikums Mauer ist desolat. Ehemaliger Landesbaudirektor weist auf den kritischen Zustand eines „bemerkenswerten Baudenkmales“ hin: https://www.noen.at/amstetten/kaputtes-kulturgut-einfriedung-des-landesklinikums-mauer-ist-desolat-mauer-landesklinikum-mauer-peter-kunerth-print-273412673 Linktipp: – Das Landesklinikum Mauer auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Landesklinikum_Mauer
Herzogenburg (NÖ): Abriss historischer Brücke wegen Neubauförderung
/ Berichte /Niederösterreich / St. Pölten Landvon IDM_admin„Es wurde bereits entschieden den St. Andräer Steg neu zu bauen. Obwohl uns allen Leid ist um den alten Steg – auch mir. Man muss kein Nostalgiker sein, um zu wissen, dass er sehr wertvoll ist“, doch wir sind stark dafür, dass der Steg – eventuell mit Bürgerbeteiligung – einer Nachnutzung zugeführt wird, dies erklärte Stadträtin Daniela Trauninger (parteifrei, SPÖ Vorschlag) in der Herzogenburger Gemeinderatssitzung Ende April. Der St. Andräer Steg über die Traisen wurde 1885 errichtet, jetzt soll er abgerissen werden (Foto des Steges). Zuvor wurde noch über eine mögliche Sanierung diskutiert, doch für diese gibt es keine Förderung seitens des Landes Niederösterreichs. Da es hingegen eine solche für Abriss respektive Neubau gibt (Förderung bis zu 50 %), sind die Kosten beinahe gleich hoch, sodass sich die Gemeinderäte auf Grund dieses Ungleichverhältnisses (sowie einiger anderer Vorteile wie: Verbreiterung, keine Stützpfeiler und höher) sich bereits im März 2019 für den Neubau entschieden (ohne Förderung: Sanierungskosten 288.000 Euro versus Neubau 660.000 Euro). Nicht wenigen tat die Entscheidung für den Abriss aber weh (wie z.B. auch dem Grünen Gemeinderat Franz Gerstbauer). Auch eine St. Andräerin zeigte sich erbost, da der Steg von der bekannten k.k. Hof-Eisenkonstruktionswerkstätte Ignaz Gridl errichtet wurde. Möglich wird der Abriss auch deshalb, weil die Brücke nicht unter Denkmalschutz steht. VP-Gemeinderat Peter Schwed schlug sogar vor, ein ein oder zwei Meter langes Stück des Steges als Erinnerung wieder am gleichen Platz aufzustellen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung Ende April 2021 wurde nun die Vergabe der Arbeiten für den Neubau ersteilt. Auch der Stadtrat Erich Hauptmann (ÖVP) kann sich gut vorstellen, dass der alte Steg noch eine neue Funktion bekommt und nicht komplett entsorgt wird und vielleicht als Alteisen verkauft wird. Auch die Historikerin Christine Oppitz würde zumindest für eine Versteigerung einzelner Geländerteile plädieren, wenn der Steg bedauerlicher Weise schon abgerissen wird. Bis Ende 2022 soll der Neubau fertig sein. Erst dann soll der alte Steg abgerissen werden. Medienberichte 6. Mai 2021, NÖN St. Andräer Steg: Mit Neubau wird es ernst. Traisen-Übergang ist 1885 errichtet worden. Nun wird er um rund 627.000 Euro ersetzt: https://www.noen.at/herzogenburg/herzogenburg-st-andraeer-steg-mit-neubau-wird-es-ernst-herzogenburg-st-andraeer-steg-print-272576611 3. Mai 2021, MeinBezirk Neuerrichtung des St. Andräer Stegs: Ein „Stück Geschichte“ soll erhalten bleiben: https://www.meinbezirk.at/herzogenburgtraismauer/c-lokales/ein-stueck-geschichte-soll-erhalten-bleiben_a4606067 29. September 2019, NÖN Grünes Licht für St. Andräer Steg. Gemeinderat stimmte für freitragende Brückenvariante. Die Hälfte der rund 700.000 Euro muss die Stadt bezahlen: https://www.noen.at/herzogenburg/neubau-in-herzogenburg-gruenes-licht-fuer-st-andraeer-steg-herzogenburg-st-andraeer-steg-163659149 2. April 2019, NÖN Der Steg wird neu gebaut. Alte Konstruktion stammt aus 1885. Alle Mandatare befürworteten das 660.000-Euro-Projekt: https://www.noen.at/herzogenburg/stadtplanung-der-steg-wird-neu-gebaut-herzogenburg-stadterneuerung-gemeinderat-josef-boeck-142220445 17. Oktober 2018, MeinBezirk Damals und Heute: Traisensteg bei St. Andrä [Fotovergleich 1920 und 2018]: https://www.meinbezirk.at/herzogenburgtraismauer/c-lokales/damals-und-heute-traisensteg-bei-st-andrae_a2979204
Rinnböckhaus (Wien): Geschichtsträchtiges Arbeiterwohnhaus abgerissen
/ Berichte /Wien 1110, Simmeringvon IDM_adminHinter der schlichten und recht unscheinbaren Fassade in der Simmeringer Hauptstraße 3 verbirgt sich eine besondere Rarität der frühen Arbeitergeschichte. Doch dieser Tage verschwindet dieser Häuserblock Rinnböckstraße 2, Litfaßstraße 2 und Simmeringer Hauptstraße 3 bedauerlicher Weise aus dem Wiener Stadtbild, er wird abgerissen. Der Häuserblock bildete den letzten erhaltenen Rest der so genannten Rinnböckhäuser, die in der Frühgründerzeit, von 1861 bis 1865 vom promintenten Deichgräbermeister und Abgeordneten zum Simmeringer Gemeinderat Josef Rinnböck (1816-1880) errichtet wurden. Die Leiterin des Bezirksmuseum Simmering, Petra Leban, hatte sich letztes Jahr noch für die Erhaltung der Gebäude eingesetzt, doch die Magistratsabteilung 19 („Architektur und Stadtgestaltung“) konnte im Sinne der Bauordnung für Wien keine Schützwürdigkeit feststellen (diese bezieht sich bedauerlicher Weise jedoch ausschließlich auf das äußere Erscheinungsbild), sodass der Abbruch seitens der Baupolizei (MA 37) problemlos bewilligt wurde. Auch die Grünen Simmering setzten sich vergeblich für den Erhalt ein. „Das Haus ist ein wertvolles Zeugnis der Geschichte des Arbeiterbezirks Simmering und ein Meilenstein im sozialen Wohnbau“, meinte dazu Andreas Fritsch, Bezirksrat und grüner Sprecher für Stadtplanung in Simmering. Auch das Bundesdenkmalamt prüfte eine Unterschutzstellung, konnte offenbar aber nach den strengeren Vorgaben („höheren Qualitätskriterien“) im Denkmalschutzgesetz ebenso keine Schutzwürdigkeit feststellen. Somit fallen kulturhistorisch bedeutende Objekte von lokaler Bedeutung, die nicht durch ihre Außenerscheinung glänzen, aus jegliche Schutzbestimmungen. Josef Rinnböck (1816–1880) war mit seinem Unternehmen am Abriss der Wiener Stadtmauer beteiligt und baute aus diesen Abbruch-Ziegeln diesen frühen Arbeitergroßwohnhof. Im Hof des Rinnböckhauses befand sich der „Schreindorfer Saal“, ein Tanz- und Konzertsaal (Bild). Der Schreindorfer Saal wurde 1955 abgerissen. Das stadteinwärts gelegene, größere, dreigeschoßige Arbeiterwohnhaus in der Simmeringer Hauptstraße 1 musste 1974 dem Autobahnbau der Südosttangente weichen (Foto während Abriss). Obwohl die Existenz der Arbeiterwohnhäuser einer privaten Initiative verdanken, markieren die Häuser gleichsam den Beginn des modernen sozialen Wohnbaus in Wien und waren zu ihrer Erbauungszeit die zweitgrößte Wohnhausanlage auf dem Gebiet der heutigen Stadt (nach dem Freihof auf der Wieden im 4. Bezirk). Jetzt erinnert nur noch die neogotische Grabkapelle auf dem Simmeringer Friedhof an Josef Rinnböck. Direkt am Fuß des Kirchhügels der Simmeringer Pfarrkirche steht dort das wohl prominenteste Monument dieses Friedhofs, die Rinnböck-Kapelle. Dieser neugotische Bau wurde 1869 von Josef Rinnböck als Grablege für sich und seine Familie errichtet. Medienberichte: 23. November 2020, MeinBezirk Zum Schutz historischer Gebäude: Bewohner sind für den Erhalt des Rinnböckhauses: https://www.meinbezirk.at/simmering/c-lokales/bewohner-sind-fuer-den-erhalt-des-rinnboeckhauses_a4338925 10. November 2020, MeinBezirk Kulturgut bewahren: Das alte Rinnböck-Haus in Gefahr? https://www.meinbezirk.at/simmering/c-regionauten-community/das-alte-rinnboeck-haus-in-gefahr_a4341649 Weitere Infos: Die Rinnböck-Kapelle und die Rinnböck-Häuser in Simmering: https://denkwuerdigkeiten.com/2020/07/20/die-rinnbock-kapelle-und-die-rinnbock-hauser-in-simmering Rinnböckhäuser, Wien XI – Baudenkmäler in Österreich: https://baudenkmaeler.wordpress.com/2014/09/14/rinnbockhauser-wien-xi
Graz (Stmk): Abriss Lendkai 93, bald auch Lendkai 95 Geschichte?
/ Berichte /Steiermark / Grazvon IDM_adminAnfang Mai wurde in Graz das 1893 erbaute, dreigeschoßige Gründerzeithaus Lendkai 93 mit seiner späthistoristischen Fassade abgerissen (4. Bez. Lend). Peter Laukhardt von der Bürgerinitiative Soko Altstadt schreibt dazu auf Grazwiki.at: „Aus dem Bebauungsplan 04.08.1 (rechtskräftig am 5.10.2017) war eigentlich keine Notwendigkeit für einen Abbruch erkennbar, denn auf Seite 10 heißt es: „Hier bleiben die Festlegungen des bestehenden Bebauungsplanes nahezu unverändert. Es kann aufgezeigt werden, dass (…) alle Liegenschaften den städtebaulichen Zielsetzungen entsprechen und der Bebauungsplan hier den Bestand abbildet. Im Sinne der Weiterentwicklung des Bebauungsplanes wurde jedoch festgelegt: Eine Überschreitung des im 3.0 Flächenwidmungsplan 2002 und im § 2 der Bebauungsdichteverordnung 1993 festgesetzten Höchstwertes der Bebauungsdichte ist für die Liegenschaften (…) Lendkai 87 bis 95 (…) im Rahmen der Festlegungen des Bebauungsplanes zulässig. Damit kann ein geschlossenes Gesamtbild an den Straßen erreicht werden und können die dortig vorhandenen Baulücken gut geschlossen werden.“ Peter Laukhardt von Soko Altstadt kommentiert dazu auf Grazwiki.at: „Also wird hier abgerissen, damit die ganze Zeile – mit Schließung der Baulücke – aufgezont werden kann. Wer sich heute die dortige Situation ansieht, greift sich an den Kopf, so brutal soll hier verdichtet werden.“ (Quelle: https://www.grazwiki.at/Lendkai_93). Auch das Nachbarhaus, das kleine Vorstadthaus Lendkai 95 wird wohl bald Geschichte sein, denn Peter Laukhardt schreibt auf Grazwiki.at: „Das Schicksal dieses kleinen Vorstadthauses mit seinem verspielten Giebel ist mit dem des Hauses Lendkai 93 eng verknüpft. Bald wird es in Graz solche köstlichen Baulichkeiten nicht mehr geben.“ (Quelle: https://www.grazwiki.at/Lendkai_95). Foto Lendkai 93 und 95 auf Google Maps: https://www.google.at/maps/@47.0795494,15.4309552,3a,75y,243.4h,89t/data=!3m6!1e1!3m4!1sL12sLg_zqnZYfBnyJOAGCw!2e0!7i13312!8i6656 Literatur: Österreichische Kunsttopographie (ÖKT), Band XLVI: Die Kunstdenkmäler der Stadt Graz. Die Profanbauten des IV. und V. Bezirkes (Lend und Gries), Wien 1984, Seite 317 Beschreibung Lendkai „Nr. 93: Erbaut 1893 für Josef und Constanzia Pessl durch Baumeister Josef F. Flohr. Späthistoristisches dreigeschossiges sechsachsiges Wohnhaus mit reduzierter Fassade. Pläne. Baupläne 1893, bez. „Jos. F. Flohr“, StA.“