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AKTUELLE BERICHTE

1160_Villa_Zagorski

Villa Zagorski, Stellungnahme zu Planentwurf 7691E, 15.11.2012

Stellungnahme für den Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7691E, Katastralgemeinde Ottakring, 16. Bezirk Für das Gebiet zwischen Rädtnergasse, Vogeltenngasse, Gallitzinstraße, Johann-Staud-Straße Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Bestand, Geschichte und Bedeutung der Bauten im Plangebiet Im Plangebiet befindet sich in der Gallitzinstraße 97 (Ecke Hertlgasse 9) die burgartig gestaltete Villa Anton Zagorski, die 1886 von Johannes Hofer erbaut wurde. Zagorski war Baumeister und von 1882 bis ein Jahr vor der Eingemeindung Wiens 1891 Bürgermeister von Ottakring. Die monumentale zweigeschoßige, von Zinnen bekrönte Mietvilla ist im Übergangsstil vom Streng- zum Späthistorismus entstanden. Die mit Türmen und vorgelagerter Mittelloggia akzentuierte Villa weist bemerkenswerte Gitterportale, umlaufende Gesimse und ein florales Fries unter der Traufe auf. Die Einzäunung ist noch großteils original erhalten, abgefaste Pfeiler sind von stilisierten Pinienzapfen bekrönt. Die auch als „Ganserlburg“ bezeichnete Villa steht per Bescheid unter Denkmalschutz.

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Fünfhaus und Sechshaus, Stellungnahme zu Planentwurf 8035, 14.11.2012

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8035 im 15. Bezirk, Katastralgemeinde Fünfhaus und Sechshaus Für das Gebiet zwischen Sechshauser Straße, Kranzgasse, Herklotzgasse, Fünfhausgasse, Sechshauser Straße, Sechshauser Gürtel, (Linke Wienzeile) Bezirksgrenze und Stiegergasse Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historischen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Dadurch wird auch am ehesten – neben der Festsetzung einer Schutzzone – der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Auf Grund des Fehlens von Daten der Bestandshöhen können wir bei den aus unserer Sicht historisch relevanten Objekten nur die augenfälligen Abweichungen von Bestandshöhe zur geplanten Widmungshöhe aufzeigen.

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Schicht-Fabrik, Stellungnahme zu Planentwurf 8036 (Leopoldau), 2.11.2012

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8036 im 21. Bezirk, Katastralgemeinde Leopoldau für das Gebiet zwischen Hans-Czermak-Gasse, Satzingerweg und Angyalföldstraße Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Bestand, Geschichte und Bedeutung der Bauten im Plangebiet Im Plangebiet befindet sich die so genannte „Schicht-Fabrik“ (Angyalföldstraße 97-99 bzw. Schichtweg 123-133, ehem. auch Donaufelderstraße 123), ein Industrieensemble aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, das „weniger ein architektonisches als ein kultur- und sozialgeschichtliches Interesse verdient“ (Zitat Achleitner).

Schloss Pöckstein: Schnellstraßenprojekt zerstört Schlosspark

Initiative Denkmalschutz: Schnellstraßenprojekt S37 würde Gesamtkunstwerk Schlosspark Pöckstein in Kärnten zerstören – ASFINAG plant trotz Denkmalschutz Brücke über Schlosspark! Initiative Denkmalschutz fühlt sich an brutale Straßenbauprojekte der 1960er und 1970er Jahre erinnert: In der Gemeinde Straßburg im Ortsteil Pöckstein-Zwischenwässern (Pol. Bez. St. Veit a. d. Glan) steht das romantische und hoch bedeutende frühklassizistische Schloss Pöckstein samt historischen Garten. „Als Gesamtkunstwerk, das ungemein wirkungsvolle Architekturen mit gärtnerisch gestalteten, durch Gartenbaudenkmale bereicherte Freiräume verbindet, zählt die

1010_Schottengasse 6-8

Bank Austria: Umbau ohne Denkmalschutz? 29.8.2012

Bevorstehender Umbau eines der repräsentativsten Bankgebäude in der Wiener City ohne Bundesdenkmalamt? Das monumentale Hauptwerk der bekannten Architekten Gotthilf-Miskolczy und Neumann am Schottentor (erbaut 1909-12) steht nicht unter Denkmalschutz! Erst im Juni dieses Jahres wurde bekannt, dass die historische Zentrale der Bank Austria verkauft und in der Folge umgebaut und adaptiert werden soll. Wenn man dieser Tage am Schottenring 2-6 entlangspaziert, sieht man jetzt schon erste Bauarbeiten: einen Baukran und Bauarbeiter, die am Bankgebäude geschäftig werken. Unser Verein nahm dies zum Anlass mehr über die Schutzwürdigkeit des Gebäudes zu erfahren und siehe da, mit großem Erstaunen mussten wir feststellen, dass das „Hauptwerk der auf monumentale Bankgebäude spezialisierten Architekten“ Ernst von Gotthilf-Miskolczy und Alexander Neumann (Dehio) gar nicht unter Denkmalschutz steht. Dies ist umso erstaunlicher, als alle am Schottenring bis zur Börse folgenden Gebäude (Nr. 8-14a), die weit nicht eine so hohe Bedeutung aufweisen (z.T. schlichte Miethäuser), alle unter Denkmalschutz stehen (Bescheid), und sich das prächtige Bankgebäude überdies in der Kernzone des Weltkulturerbes „Historisches Zentrum von Wien“ befindet.

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Parlamentsgebäude ohne gesetzlichen Denkmalschutz? 6.8.2012

Initiative Denkmalschutz: Parlamentsumbau ohne gesetzlichen Denkmalschutz? Steht das Parlamentsgebäude nicht unter Denkmalschutz? Wien (OTS) – Um Transparency International, die nach den neuesten Meldungen die Umbauarbeiten des Parlamentsgebäudes begleiten soll, die Arbeit zu erleichtern, werfen wir eine bisher wenig beachtete Frage auf: Steht das historistisch-griechische Symbol der Demokratieund deren neuzeitliche Heimstätte aktuell unter Denkmalschutz? Im veröffentlichten Denkmalverzeichnis des Bundesdenkmalamtes ist das Parlamentsgebäude, Dr.-Karl-Renner-Ring 3, per „Bescheid“ als denkmalgeschützt ausgewiesen. Die „Tatsache der Unterschutzstellung unbeweglicher Denkmale“ ist im Grundbuch ersichtlich gemacht. Dort findet sich zwar im Gutsbestand, dass „die Erhaltung im öffentlichen Interesse gelegen (Parlamentsgebäude)“ ist, doch seit einem „Veränderungsbescheid“ aus dem Jahr 1975 keine Grundlage dafür, dass das Parlamentsgebäude von der 2010 erfolgten Aufhebung des generellen Denkmalschutzes für öffentliche Gebäude durch eine Verordnung nach § 2a Denkmalschutzgesetz ausgenommen ist. Eine solche Verordnung ist aber ebenso wenig zu finden wie ein eigener Unterschutzstellungsbescheid des Denkmalamtes.

1040_Graf_Starhemberg_Gasse

Abriss Bösendorfer-Klavierfabrik, 27.7.2012

Abriss Bösendorfer-Klavierfabrik Versagen der Stadt Wien bei der Altstadterhaltung prolongiert Seit über 15 Jahren gibt es einen Grundlagenplan Schutzzonenerweiterungen. Auch das Areal rund um die Bösendorfer-Fabrik wurde damals als schutzzonenwürdig erkannt. Geschehen ist – wieder einmal – nichts. Erst im April wurde ein Gründerzeitensemble mit „überdurchschnittlicher Bedeutung“ am Döblinger Gürtel zerstört, nun soll die Bösendorfer-Klavierfabrik, ebenso schutzwürdig, abgerissen werden (und es ließen sich noch viele andere Beispiele aufzählen). Diese sind alle Opfer einer versäumten Schutzzonenpolitik der Stadt Wien. Bereits 1996 hat die Stadt Wien in einer umfassenden Schutzzonen-Studie die Bösendorfer-Klavierfabrik samt Umgebung als „mit hoher Wahrscheinlichkeit schutzzonenwürdig“ deklariert („Schutzzonenmodell Wien“, MA 19), doch anstatt den Schutz mittels Verordnung im Rahmen des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes auch in die Tat umzusetzen (zuständig die MA 21), ist nichts geschehen, wie auch in vielen anderen Fällen (z.B. aktuelle Auseinandersetzung um den Erhalt des Hauses Hietzinger Hauptstraße 100-102).

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Ausstieg aus der Steinhof-Mediation, 11.7.2012

Otto-Wagner-Spital Steinhof: Initiative Denkmalschutz steigt aus der Mediation aus Wien (OTS) – Gestern Abend fand der Abschluss der Pre-Mediationsphase Otto-Wagner-Spital Steinhof statt, und der Vertrag für die Hauptmediation wurde unterzeichnet, nicht jedoch vom Verein Initiative Denkmalschutz. Die Initiative Denkmalschutz, seit Beginn im Februar dabei, konnte nämlich den Mediationsvertrag inhaltlich nicht mittragen. Die Bedingung, bis Ende August 2012 eine konsensuale Lösung für das östliche Spitalsareal in der Mediation zu finden, ansonsten wird das GESIBA-Projekt durchgezogen, war für den Verein unannehmbar. „Unter dem Damoklesschwert eines solchen Zeitdrucks, noch dazu über die Sommerferien, kann es weder eine Verhandlung auf Augenhöhe noch eine ordentliche, vertrauensvolle und ergebnisoffene Mediation geben“, sind sich beide Vertreter des Vereins, Markus Landerer und Claus Süss, einig.

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7954 (Landstraße), 11.7.2012

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7954 im 3. Bezirk, Katastralgemeinde Landstraße für das Gebiet zwischen Erdberger Lände, Lechnerstraße, Dietrichgasse, Haidingergasse, Göllnergasse, Schwalbengasse, Erdbergstraße und Wassergasse Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Es wird vorgeschlagen für das Gebiet Schwalbengasse 10-16, sowie Erdbergstraße 35-39 eine Schutzzone zu widmen. Insbesondere das fünfgeschoßige Spätgründerzeithaus Schwalbengasse 10 ist erhaltenswert und zeichnet sich durch seine monumentale und städtebaulich prägenden Erscheinung sowie seiner reichen historistischen Gliederung aus (zwei Runderker, Segment- und Dreiecksgiebel, Attikaaufsatz mit Initialen plastisch eingerahmt, Girlandenschmuck an Fenster und Türen, Baluster und plastischer Parapetdekor). Das daneben befindliche, aus zwei Baukörpern bestehende Objekt Schwalbengasse 12 ist 2geschoßig. Der weitgehend schlichte östliche Baukörper wird durch sein stark profiliertes Kranzgesims und sein Mansarddach geprägt, der westliche Baukörper scheint älteren Datums und besitzt nur ein schlichtes Gurtgesims und ein Walmdach. Das Haus Schwalbengasse 14 ist seines Fassadendekors beraubt, stammt aber vermutlich aus der Spätbiedermeierzeit bzw. Frühgründerzeit.

Schloss Arenberg (Salzburg): Umstrittenes Neubauprojekt im historischen Garten

Im historischen Garten des Schloss Arenberg (Arenbergstraße 10) innerhalb der Salzburger Altstadt – im Äußeren Stein – am Fuße des Kapuzinerbergs gelegen, soll ein vom Star-Architekten Coop-Himmelb(l)au entworfener, spektakulärer Neubau errichtet werden. Das Besondere daran: Der Neubau soll gleich einer Gebäudeskulptur, sich wie eine Schnecke um eine alte, große Eiche legen (Visualisierung). Eigentümer und Bauherr ist die Salzburg-Stiftung der American Austrian Foundation (AAF) mit ihrem Open Medical Institute (OMI), das eine Erweiterung des medizinischen Ausbildungszentrums im Schloss benötigt. Auch wenn das Projekt modern und innovativ wirken mag, sprechen viele Faktoren gegen eine solchen Neubau. Das Projekt befindet sich nicht nur in einer historischen Gartenanlage und einer besonderen Kulturlandschaft zwischen Kapuzinerberg und dem so genannten Bürglstein, einem vorgelagerten, kleinen Stadtberg, sondern auch in der Altstadtschutzzone I der Stadt Salzburg sowie in der Kernzone des UNESCO-Weltkulturerbes „Historisches Zentrum der Stadt Salzburg„. Der Boden selbst ist ebenso geschichtsträchtig, hier lag einst ein römischer Friedhof. Jetzt hofft man auf eine Baubewilligung von Seiten der Stadt Salzburg, muss jedoch noch einige Hürden überwinden, insbesondere die Zustimmung der Sachverständigenkommission für Altstadterhaltung (SVK). In einem Leserbrief des Denkmalpflege-Experten Dr. Bruno Maldoner wird dieses Projekt scharf kritisiert und als „Akt des Vandalismus“ bezeichnet. Das denkmalpflegerische Hauptproblem: Kaum ein historischer Garten steht in Österreich unter Denkmalschutz, und dem Bundesdenkmalamt sind diesbezüglich die Hände gebunden, denn die wenigen wirklich geschützten Gartenanlagen stehen im Verfassungsrang. LESERBRIEF WEITERLESEN:  https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/wir-sollten-unser-kulturgut-erhalten-103333336 (4.5.2021, „Wir sollten unser Kulturgut erhalten“, zum Artikel „Rund um die Eiche soll ein Bauwerk wachsen“ (SN vom 20. April 2021) von Daniele Pabinger zum Projekt im Garten des Schlosses Arenberg) Medienberichte: 20. April 2021, Salzburger Nachrichten Bauwerk soll Eiche in Salzburger Welterbezone umwachsen – Wiener Stararchitekten warten auf grünes Licht. Coop Himmelb(l)au arbeiten an einer „Gebäudeskulptur“ für den Salzburger Arenbergpark. Die Visualisierung des Projekts liegt erstmals auf dem Tisch. Am Zug sind nun die Hüter der Altstadt (Bezahlschranke): https://www.sn.at/salzburg/kultur/bauwerk-soll-eiche-in-salzburger-welterbezone-umwachsen-wiener-stararchitekten-warten-auf-gruenes-licht-102664327 11. April 2021, Krone Projekt von Wolf Prix: Stararchitekt plant Neubau beim Arenberg (nicht online) 1. Oktober 2020, Salzburger Nachrichten Prestigeprojekt im Arenbergpark: Stararchitekten Coop Himmelb(l)au planen ersten Bau in der Stadt Salzburg. Einen neuen Anlauf nimmt die Salzburg Stiftung der American Austrian Foundation für ihren Schlosszubau in der Welterbezone. Der Standort im Arenbergpark ist sensibel, liegt auf geschichtsträchtigem Boden und wird dominiert von einer Eiche (Bezahlschranke): https://www.sn.at/salzburg/kultur/prestigeprojekt-im-arenbergpark-stararchitekten-coop-himmelblau-planen-ersten-bau-in-der-stadt-salzburg-93541054 15. Oktober 2019, Salzburger Nachrichten Stararchitekten Coop Himmelb(l)au planen in Salzburger Welterbezone. Die Eigentümer von Schloss Arenberg wollen ihr medizinisches Ausbildungszentrum in Salzburg erweitern. Der Bauplatz ist sensibel, in der Altstadtschutzzone und auf geschichtsträchtigem Boden. Messen müssen sich die Architekten aber auch mit einer mächtigen Eiche (Bezahlschranke): https://www.sn.at/salzburg/chronik/stararchitekten-coop-himmelblau-planen-in-salzburger-welterbezone-77728222 Das Schloss Arenberg (Arenbergstraße 10) – auf Salzburg Wiki: https://www.sn.at/wiki/Schloss_Arenberg – auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Arenberg_(Salzburg) Literatur: Eva Berger, Historische Gärten Österreichs, Garten- und Parkanlagen von der Renaissance bis um 1930, Band 2: „Oberösterreich, Salzburg, Vorarlberg, Kärnten, Steiermark, Tirol“, Wien – Köln- Weimar 2003, Seite 232 Ältere Medienberichte: 11. April 2012, ORF Streit um Schlosspark Arenberg. Über den Park von Schloss Arenberg in der Stadt Salzburg ist ein Streit entbrannt. Das Anwesen gehört der American Austrian Foundation, die dort einen Skulpturenpark aufbaut. Mittlerweile sei der Park aber verriegelt, ärgert sich die Bürgerliste: https://sbgv1.orf.at/stories/334976 3. Jänner 2012, ORF Spitzenmediziner lehren in Schloss Arenberg. Spitzenärzte führender amerikanischer Universitäten geben im Schloss Arenberg in Salzburg-Parsch ihr Wissen unentgeltlich an Ärzte aus dem ehemaligen Ostblock weiter. Das historische Schloss war 2009 bei einem Brand fast vollständig zerstört und wiederaufgebaut worden: https://salzburg.orf.at/v2/news/stories/2515501 25. Mai 2010, Krone Wieder freier Blick: Hässlicher Erdwall beim Schloss Arenberg soll weg. Ein Jahr nach dem Großbrand steht Schloss Arenberg schöner da denn je. Nur eines stört noch viele Salzburger: der hässliche Erdwall an der Bürglsteinstraße! Der soll, so die Planungsabteilung der Stadt, aber noch heuer wieder abgebaut werden: https://www.krone.at/201443 23. Mai 2010, ORF Erdwall beim Schloss Arenberg soll weg. Der umstrittene meterhohe Erdwall zwischen Park von Schloss Arenberg und der Bürglsteinstraße in der Stadt Salzburg soll noch heuer verschwinden. Das ist zumindest das Ziel der Planungsabteilung: https://sbgv1.orf.at/stories/444720 12. April 2010, Krone Nach nur 8 Monaten: Schloss Arenberg nach Großbrand 2009 wieder saniert. (…). Die Baukosten von rund acht Millionen Euro seien zudem durch eine Versicherung völlig gedeckt gewesen. Im Sommer soll dann auch der Skulpturenpark wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein (…): https://www.krone.at/194677 12. April 2010, ORF Schloss Arenberg nach Brand komplett saniert. Nach dem Großbrand vor einem Jahr steht das Schloss Arenberg in der Stadt Salzburg wieder im alten Glanz da. Die Renovierung des Schlosses aus dem Jahr 1820 kostete acht Millionen Euro: https://sbgv1.orf.at/stories/435582 11. Juni 2009, Krone Brandmauer fehlte: Versicherung will bei Schloss Arenberg aussteigen. Der Großbrand auf Schloss Arenberg vom 20. April hat ein Nachspiel: Die American Austrian Foundation hat das abgebrannte Dachgeschoß illegal als Hotel genutzt. Weil eine Brandmauer fehlte, will die Feuerversicherung nun aussteigen. Nach dem Brand kam es zu schweren Wasserschäden – weil ein Notdach fehlte: https://www.krone.at/148483 21. April 2009, ORF Schloss-Sanierung wird ein Jahr dauern. Am Tag nach dem Großbrand in Schloss Arenberg in der Stadt Salzburg ist die Feuerwehr immer noch mit dem Löschen von Glutnestern beschäftigt (…). Zwei Stockwerke müssen abgetragen werden: https://sbgv1.orf.at/stories/356788 21. April 2009, ORF Schloss Arenberg: Brand aus um 4.17 Uhr. Nach mehr als zwölf Stunden Löscharbeiten hieß es erst Dienstag in den frühen Morgenstunden Brand aus im Schloss Arenberg in der Stadt Salzburg: Der Dachstuhl des Biedermeier-Gebäudes war ausgebrannt: https://sbgv1.orf.at/stories/356659 21. April 2009, Krone Brand in Salzburger Schloss Arenberg gelöscht. Insgesamt forderte der Brand im Biedermeier-Gebäude, dessen Dachstuhl völlig ausbrannte, sieben Verletzte (…). Ersten Ermittlungen zufolge haben Schweißarbeiten auf dem Kupferdach den Brand ausgelöst: https://www.krone.at/141944 20. April 2009, ORF Schloss-Großbrand in der Stadt Salzburg. In der Stadt Salzburg ist das Schloss Arenberg in Brand geraten. Die Feuerwehr ist im Großeinsatz und versucht, das Gebäude zu retten: https://sbgv1.orf.at/stories/356575 20. April 2009, Welt Großbrand in Salzburgs Schloss Arenberg. (…) Der Dachstuhl des aus dem 14. Jahrhundert stammenden Gebäudes stand innerhalb kurzer Zeit in Flammen: https://www.welt.de/vermischtes/article3592389/Grossbrand-in-Salzburgs-Schloss-Arenberg.html

Boutique Rikki Reiner Klagenfurt (Ktn.): Kulturerbe von Günther Domenig (1983) zerstört

Im April 2021 wurde die 1983 vom berühmten österreichischen Architekten Günther Domenig entworfene Boutique Rikki Reiner in der Altstadt von Klagenfurt zerstört. Diese war im denkmalgeschützten Alten Rathaus (ehem. Palais Welzer) beheimatet (Alter Platz 1). Am 27. April geht diese traurige Kunde an die Öffentlichkeit. Die Plattform Stadtentwicklung Klagenfurt schreibt da auf Facebook: NACHRUF AUF EIN KULTURDENKMAL Günther Domenig (1934-2012), weltweit bekannter Architekt aus Kärnten, hat 1983 die Boutique Rikki Reiner am Alten Platz in Klagenfurt gestaltet. Pandemiebedingt haben wir erst jetzt bemerkt, dass dieses einzigartige und markante Kulturerbe zerstört wurde und einem Shopdesign weichen musste, das man auch reihenweise in den Cityarkaden findet. Das Haus steht unter Denkmalschutz, die Inneneinrichtung wie die legendären Umkleidekabinen und Tresen aus Beton scheinbar nicht. Dekonstruktivistische Architektur mag zwar nicht den Geschmack aller treffen, unbestreitbar ist, dass diese Boutique weltweit als Kunstwerk anerkannt und vielfach publiziert wurde. Ein architektonisches Kleinod in Klagenfurt, aber auch die Chance für das neue Modegeschäft, sich von der Konkurrenz abzuheben und einzigartig zu sein, fiel dem Presslufthammer und der Unwissenheit einiger zum Opfer. Bilder mit freundlicher Genehmigung von Michael Schuster, der die Boutique für Günther Domenig damals dokumentiert hat. Eine umfangreiche Dokumentation dieses Werks befindet sich im Archiv des Architekturzentrums Wien (AZW). Über Günther Domenigs expressiven Baustil heißt es auf Wikipedia: „Domenigs Baustil hat verschiedene architektonische Strömungen seit den 1960er-Jahren wie Strukturalismus, Brutalismus und Dekonstruktivismus vorweggenommen und zum Teil entscheidend mitgeprägt. Sein Hauptwerk wird dem Dekonstruktivismus zugerechnet und ist zwischen Expressionismus sowie Poststrukturalismus angesiedelt.“ Otto Kapfinger über die Boutique Rikki Reiner auf Nextroom.at (Portal für Architekturvermittlung): https://www.nextroom.at/building.php?id=30307 Wir danken der Plattform Stadtentwicklung Klagenfurt sowie dem Fotografen Michael Schuster für die Übernahme von Text und Bild. PS: Da die Boutique Rikki Reiner kurz nach Veröffentlichung (1983) des bekannten Architekturführers von Friedrich Achleitners erbaut wurde (1984), findet sich kein Eintrag im so wichtigen Architekturbuch: Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band II: „Kärnten, Steiermark, Burgenland“, Salzburg und Wien 1983. Dafür findet sich auf Seite 55 das Geschäft Frank (mit Foto) beschrieben, eine frühe Arbeit von Günther Domenig aus dem Jahr 1971/72. Adresse: Alter Platz 24 in Klagenfurt. Ältere Medienberichte: 31. Mai 2017, ORF Traditionsboutique Rikki Reiner in Konkurs. Das bekannte Traditionsunternehmen Rikki Reiner ist in Konkurs. Als Gründe werden Internethandel und geändertes Kaufverhalten genannt: https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2846500 24. Mai 2017, Kleine Zeitung Rikki Reiner schließt nach 43 Jahren. Klagenfurter Unternehmer-Duo Rikki und Herbert Reiner legt „kreative Pause“ ein. Vor allem der Online-Handel hat dem Geschäft Umsatz weggenommen (Bezahlschranke): https://www.kleinezeitung.at/kaernten/klagenfurt/5223612/Klagenfurt_Rikki-Reiner-schliesst-nach-43-Jahren