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AKTUELLE BERICHTE

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Otto Wagner-Spital Steinhof – Mediation

Otto Wagner-Spital Steinhof – Mediation Die Initiative Denkmalschutz trat heute gemeinsam mit der Bürgerinitiative Steinhof in die Vorphase der Mediation ein Zur Vorgeschichte: Nach heftigen Bürgerprotesten stoppte im Herbst vergangenen Jahres die Stadt Wien die heftig umstrittene Verbauung im denkmalgeschützten Jugendstiljuwel Otto Wagner-Spital und beschloss den Dialog mit den Bürgern zu suchen (vgl. Zeitschrift Denkma[i]l Nr. 9). Am 22. Februar trat nun die Initiative Denkmalschutz gemeinsam mit der Bürgerplattform Steinhof in die Vorphase der Mediation ein (Teilnehmende: 11 Personen der Initiative Steinhof und 2 Personen der Initiative Denkmalschutz). In dieser ersten Phase erfolgt eine für alle Konfliktparteien passende Darstellung der Ausgangslage, sowie die Erarbeitung und konkrete Ausformulierung der Zielsetzung für die Mediation am Otto-Wagner-Spital Areal.

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Stellungnahme zum Planentwurf Stadlauer Malzfabrik

Stellungnahme zum Planentwurf 7956 im 22. Bezirk, Stadlauer Malzfabrik Für das Gebiet zwischen Erzherzog-Karl-Straße, Linienzug 1-5 (ÖBB Ostbahn), Linienzug 5-6 (Kaisermühlenstraße, Neuhaufenstraße), Neuhaufenstraße, Donaustadtstraße, Lange Allee, Rabenlechnerweg, Schreinerweg und Polgarstraße im 22. Bezirk, Katastralgemeinde Stadlau und Hirschstetten gibt der Verein Initiative Denkmalschutz folgende Stellungnahme ab: Beschreibung und Bedeutung der historischen Gebäude im Plangebiet „Im Plangebiet befindet sich noch historische Bausubstanz des traditionsreichen Betriebes Kathreiner Malzkaffee, der heutigen Stadlauer Malzfabrik.“ (Zitat Erläuterungsbericht S. 2). Die Stadlauer Malzfabrik AG (STAMAG) in der Smolagasse 1 ist „ein in der Grundstruktur immer noch einheitliches Industrieensemble aus der Zeit um 1900“ und bezieht daraus seine Bedeutung (Zitat Achleitner). Die Stadlauer Malzfabrik wurde als Erste Wiener Exportmalzfabrik J. Hauser & M. Sobotka 1884 gegründet und 1884-1886 von Josef Pflugmacher erbaut (Entwurf und Ausführung) und wurde 1889 nach Brand wiederhergestellt und in der Folge mehrfach umgebaut und erweitert. „Die Bauweise ist eine schlichte Mauerstruktur mit Pfeilervorlagen, wobei die Felder geputzt und die ‚Lisenen‘ und Segmentbögen der Fenster in Sichtziegel ausfgeführt wurden. Das ergibt eine kräftige, ruhige Ordnung der Objekte.“ (Achleitner). Im Zentrum der weitläufigen Anlage liegt die Mälzerei, nördl. davon Wohn- und Verwaltungsbauten, südl. Lager, Backwarenfabrik und Werkstätten (die tonnengewölbten Werkstätten mit ihren zarten, eisernen Dachkonstruktionen, erbaut 1906 (vgl. Foto Achleitner, S.357), wurden erst vor wenigen Tagen, am 18. Jänner, durch einen Brand stark beschädigt). Das Verwaltungsgebäude, erbaut 1894, mit klassizierender Gliederung und Expedit (erbaut um 1890, Halle mit breitem Treppengiebel) gruppieren sich um einen repräsentativen Platz.

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Wiener Gürtel – Pressekonferenz, Montag, 23. Jänner 2012

Pressekonferenz der Initiative Denkmalschutz: Wiener Gürtel – Gründerzeitensemble vor Zerstörung Wien (OTS) – Im Rahmen einer PK wird die Initiative Denkmalschutz über die drohende Zerstörung des Gürtelensembles im Bereich Döblinger Haupstraße 2 am Gürtel sprechen, dem in diesem Abschnitt eine „überdurchschnittliche Bedeutung“ zukommt. Weiters wird über den kaum vorhandenen Schutz des Wiener Gürtels als Gesamtes berichtet. Gast: Dr. Madeleine Petrovic, Buchautorin: „Der Wiener Gürtel, Wiederentdeckung einer Prachtstraße“ Zeit: 9:30 Uhr Ort: Cafe Latte Grande (bei U6-Station Nußdorfer Str.) Währinger Gürtel 139, 1180 Wien Rückfragehinweis: Markus Landerer und Claus Süss Verein Initiative Denkmalschutz (ZVR-Nr. 049832110) Tel.: 0699 1024 4216 email:

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Wiener Gürtel in Döbling vor Zerstörung

Initiative Denkmalschutz: Wiener Gürtel – Gründerzeitensemble mit „überdurchschnittlicher Bedeutung“ in Döbling vor Zerstörung Wien (OTS) – Das Gründerzeithaus am Döblinger Gürtel 1 steht als „Tor zu Döbling“ am Eingang in die Döblinger Haupstraße an einem städtebaulich wichtigem Punkt. Nun soll es einem Hotel-Neubau weichen. Die Initiative Denkmalschutz fordert den Erhalt des Hauses. Der Verlust in diesem sensiblen Bereich wäre für den Wiener Gürtel überaus groß. Ähnlich sieht es der bekannte Wiener Architekturhistoriker em. Univ. Prof. Dr. Walter Krause, Spezialist für Historismus und Gründerzeit. Das Haus mit seiner Umgebung und der Otto Wagner-Stadtbahn „bildet ein historisches Ensemble, dem in der Gesamtheit zweifellos überdurchschnittliche Bedeutung zuzumessen ist.“ Der Abriss würde somit „das Gesamtensemble sehr beeinträchtigen.“ Auch Dr. Madeleine Petrovic, Autorin des Buches „Der Wiener Gürtel. Wiederentdeckung einer Prachtstraße“ weist auf die besondere Bedeutung des Gürtels für Wien hin, der als „Boulevard der Arbeiterklasse“ sowie als Prachtstraße und proletarisches Pendant zur bürgerlichen Ringstraße geplant war.“ Zum geplanten Abbruch meint sie: „Die Bemühungen um Ensembleschutz und Denkmalschutz sind keine Absage an moderne Architektur. Es geht darum das richtige Projekt am richtigen Ort zu entwickeln. Ein Ensemble wie dieses zu zerstören und zu glauben, das hätte mit Modernität zu tun, wäre dumm und unklug.“

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Josefstadt

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7877 im 8. Bezirk, Katastralgemeinde Josefstadt Für das Gebiet zwischen Pfeilgasse, Tigerpark, Lerchengasse, Pfeilgasse, Strozzigasse, Lerchenfelder Straße und Lerchenfelder Gürtel Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historischen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Dadurch wird auch am ehesten – neben der Festsetzung einer Schutzzone – der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden.

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Mariahilf

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7953 im 6. Bezirk Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historischen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Dadurch wird auch am ehesten – neben der Festsetzung einer Schutzzone – der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden.

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Leopoldau

Stellungnahme zum Planentwurf 7414E, 1210 Wien (Kat.G. Leopoldau) für das Gebiet Leopoldauer Platz 93 u. 94 Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historischen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Dadurch wird auch am ehesten – neben der Festsetzung einer Schutzzone – der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden.

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Stellungnahme zum Brand Am Hof, 21.11.2011

Initiative Denkmalschutz zu Brand der ehem. Bankzentrale Am Hof in Wien: Freude über Restaurierungsankündigung von Investor René Benko „Restaurierung der Räumlichkeiten, so wie sie waren“ Wien (OTS) – Der Brand in der ehem. Bank Austria Zentrale (Am Hof 2) in der Wiener Innenstadt letzten Freitag (18. November 2011) hat gerade die wertvolle Beletage mit den Prunkräumen am stärksten beschädigt. Diese beinhalten insbesondere den prachtvollen Festsaal, die Zimmer des Generaldirektors im „Kirchenstöckl“ sowie den Goldenen Saal. Die Initiative Denkmalschutz hat im ersten Augenblick befürchtet, dass diese Räumlichkeiten nun für immer Geschichte sind und nicht wiederhergestellt werden, sondern dies zur Gelegenheit genommen wird den Brand zu einer optimalen fiskalischen Verwertung und Quadratmetermaximierung des historisch bedeutenden und unter Denkmalschutz stehenden Monumentalbaues zu nutzen.

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Meiergut in Schlüßlberg (Pol.Bez. Grieskirchen) droht Abriss

Initiative Denkmalschutz fordert Erhalt des Meiergut in Schlüßlberg Dem gut erhaltenen Erdpresser-Hof „Moar in da Au“ droht der Abriss Oberösterreich, Pol. Bez. Grieskirchen – Das urkundlich 1569 erstmals erwähnte Meiergut (Meierhof in der Illingau), auch genannt Erdpresser-Hof „Moar in der Au“, gehörte ursprünglich zum Schloss Schlüßlberg und ist als Bauernhof ein typischer Einspringer, wie es nur mehr wenige in Oberösterreich gibt. Die Gemeinde will jedoch den Abriss und spricht von „Baufälligkeit“. Die Anlage Meierhof, Nebengebäude samt Wagenhütte befindet sich aber in einem sehr guten und erhaltenswürdigen Bauzustand. Die Gemeinde hat sogar schon eine Baubewilligung für einen Wohnungsneubau erteilt. In der Gemeindezeitung (Nr. 10, Nov. 2011, Seite 2) spricht der Bürgermeister fälschlicherweise vom weitgehenden Erhalt des Hofes. Tatsächlich soll die historische Anlage fast gänzlich dem Erdboden gleich gemacht werden.

Spätgotisches Widum in Gries (Tirol): Petition zur Rettung, Aufhebung der Zugangssperre gefordert

Das unterhalb der Brenner-Autobahn und neben der denkmalgeschützten Kapelle zu den hll. Christoph und Sigmund zu Lueg gelegene Widum wurde 2016 vom gebürtigen Bozner Juri Vonmetz erworben. Er wollte den spätgotischen Pfarrhof vor dem Verfall retten und restaurieren. Dass ihm dann so viele Schwierigkeiten gemacht wurden, konnte er damals nicht einmal im Ansatz erahnen, zumal der Bürgermeister dem Anliegen anfangs aufgeschlossen gegenüberstand, ihm zum Erwerb gratulierte und mit dem Denkmalamt korrespondierte, so Vonmetz. Doch es kam anders und Bürgermeister Mühlsteiger drängte auf Vollstreckung eines alten Abbruchbescheids aus dem Jahr 2012, nachdem das Denkmalamt die Einleitung eines Unterschutzstellungsverfahrens  ankündigte. Das Bundesdenkmalamt wurde sofort aktiv und stellte die Denkmalanlage ehemalige Zollstätte Lueg bestehend aus Kirche, Widum („Lueg 212“) und Zollstation (Bodendenkmal) per Mandatsbescheid („Not-Unterschutzstellung„) 2017 unter Denkmalschutz. Nach einer erfolglosen Bekämpfung durch Bürgermeister und Gemeinde bis zum Höchstgericht wurde der Denkmalschutz für das wertvolle Kulturgut 2019 auch rechtskräftig. Doch die Schwierigkeiten blieben, zumal die Anlage seit 2011 in einem per Gemeindeverordnung wegen Steinschlag gesperrten Gebiets liegt, für welches aber eine Steinschlagsicherung durch die Asfinag geplant ist. Obwohl Sperrgebiet, wurden von der Gemeinde in all den Jahren Ausnahmegenehmigungen für zahlreiche Aktivitäten erteilt, nicht aber zur dringend notwendigen Sicherung des bereits teilweise eingestürzten Daches und bestandserhaltender Sanierung des Gebäudes. Der Zugang hierfür wird Herrn Vonmetz vom Bürgermeister mit der Begründung “Steinschlaggefahr” weiterhin strikt verwehrt. Bemerkenswert ist, dass das Widum seit dem 15. Jahrhundert besteht, über 500 Jahre ständig bewohnt war und dennoch seit dessen Errichtung nirgends in den Quellen je ein Steinschlagereignis erwähnt wurde und auch in den letzten Jahrzehnten trotz aller Untersuchungen und regelmäßigen Begehungen diverser Experten (Landesgeologie, Wildbach- und Lawinenverbauung, Asfinag, Bezirksforstinspektion) noch nie ein frischer Stein im Nahbereich des Widums gefunden wurde (der Steinschlag 2011 – auf Grund dessen das Gelände zum Sperrgebiet erklärt wurde – ereignete sich knapp 500 Meter entfernt bei Haus „Lueg 218“). Jetzt bekommt Vonmetz Schützenhilfe aus dem Stubaital in Form einer Petition. Alle Bürgerinnen und Bürger, denen die Erhaltung unseres Kulturerbes am Herzen liegt, mögen daher diese Petition unbedingt unterzeichnen: Petition zur Rettung des gotischen Denkmalensembles Kirche und Widum am Lueg. Gefordert wird darin die Umsetzung des bereits von der ASFINAG vorgesehenen Steinschlagschutzes im Zuge der Neuerrichtung der Lueg-Autobahnbrücke und die sofortige Beendigung vom Betretungsverbot, damit endlich das desolate Dach gesichert werden kann. MEINBEZIRK-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.meinbezirk.at/stubai-wipptal/c-lokales/neues-kapitel-im-alten-streit_a4577381 (16.4.2021, „Widum Lueg: Neues Kapitel im alten Streit“) An: Gemeinde Gries am Brenner. PETITION zur Rettung des gotischen Denkmalensembles Kirche und Widum am Lueg – HIER UNTERZEICHNEN: https://mein.aufstehn.at/petitions/petition-zur-rettung-des-gotischen-denkmalensembles-kirche-und-widum-am-lueg – WIR FORDERN DIE UMSETZUNG DES GEPLANTEN STEINSCHLAGSCHUTZES! – WIR FORDERN SOFORTIGE AUSNAHMEGENEHMIGUNGEN VOM BETRETUNGSVERBOT! Aktuelle Medienberichte 28. April 2021, UnserTirol24 Tiroler Geschichte in einer Sperrzone verfällt. Viel ist in unserem Land an geschichtsträchtigen Gebäuden und Stätten schon verloren gegangen. (…) . Ein besonderer Fall von Denkmalverlust spielt sich schon seit Jahren in Lueg, drei Kilometer vom Markt Brenner entfernt, ab: https://www.unsertirol24.com/2021/04/28/wo-tiroler-geschichte-in-einer-sperrzone-verfaellt 16. April 2021, MeinBezirk Widum Lueg: Neues Kapitel im alten Streit. Schon lange will Juri Vonmetz das denkmalgeschützte Widum in Lueg sanieren. Er erhält jetzt Rückendeckung aus dem Stubai: https://www.meinbezirk.at/stubai-wipptal/c-lokales/neues-kapitel-im-alten-streit_a4577381 14. April 2021, Tiroler Tageszeitung Schützenhilfe für Erhalt des Widums in Gries am Brenner. Eine Petition setzt sich für den Erhalt des denkmalgeschützten Widums in Gries am Brenner ein. Derzeit besteht ein Betretungsverbot: https://www.tt.com/artikel/18034763/schuetzenhilfe-fuer-erhalt-des-widums-in-gries-am-brenner Älterer iD-Bericht mit den weiteren Hintergründen: 30. März 2021: Spätgotisches Widum in Gries (Tirol): Zugangssperre verhindert dringende Dachsanierung: https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/spaetgotisches-widum-in-gries-tirol-zugangssperre-verhindert-dringende-dachsanierung APA-OTS Presseaussendung der Initiative Denkmalschutz (6. Juni 2018) Kuriosum zum Europäischen Kulturerbejahr 2018: Eigentümer will spätgotisches Haus retten, doch Tiroler Bürgermeister fordert Abriss! Initiative Denkmalschutz fordert Land Tirol und den Bund auf zu vermitteln, um dem Eigentümer bei seinem vorbildlichen Einsatz für unser österreichisches Kulturerbe zu unterstützen: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180606_OTS0012 Widum – Baugeschichte / Beschreibung – im Tiroler Kunstkataster: https://gis.tirol.gv.at/kunstkatasterpdf/pdf/43841.pdf – in der Denkmalliste (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Gries_am_Brenner

Hammerbrotwerke Schwechat (NÖ): Es war Brandstiftung

Die ehem. Hammerbrotwerke in Schwechat, direkt an der Stadtgrenze zu Wien gelegen, waren ein Vorzeigebetrieb der Sozialdemokraten. 1908-09 ließen sie die heute (per Bescheid) denkmalgeschützte Brotfabrik mit Getreidemühle von den bekannten Architektenbrüdern Franz Gessner und Hubert Gessner (Otto Wagner Schüler) errichten, um selbst Brot für die Arbeiterschaft im Großraum Wien zu erzeugen und auszuliefern. Die architektonische Qualität sieht man den Gebäuden heute noch an: große Backsteinbauten in spätsecessionistischen, dekorativen Formen. Alles errichtet mit hochwertigen Materialien, innen mit Fliesen und Marmor ausgekleidet wegen der Hygiene. Am Dienstag, 23. Februar dieses Jahres gegen 4 Uhr Früh war ein Schwelbrand in der Zwischendecke des Dachstuhls des seit 1969 nicht mehr in Betrieb befindlichen Werks ausgebrochen. Fünf Stunden kämpfte die Feuerwehr gegen die Flammen. Jetzt steht die Brandursache fest: Es war Brandstiftung. Dies soll aber nicht daran hindern, die Wohnbaupläne des Eigentümers Soravia umzusetzen. Der Brand war allerdings nicht der erste am Areal in der Innerbergerstraße 28, auch kommt es – trotz Wachdienst – immer wieder zu Vandalismusschäden. Bereits 2001 war die Fabrik teilweise abgebrannt.  2011 hat der damalige Eigentümer, die Post, das Areal zum Verkauf angeboten. 2018 schlug der bekannte Immobilienentwickler Soravia zu, bereits damals präsentierte sich die altehrwürdige Industrieanlage sehr desolat: Es fehlten Dächer, Decken waren eingestürzt, Fenster waren kaputt. Als zukünftige Nutzung sind Wohnungen, Büro, Gastronomie, Gewerbe vorgesehen. Es soll „unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes“ ein „Wohnbauprojekt mit entsprechendem Infrastrukturausbau und Gewerbenutzungen entstehen. Zielsetzung ist es, die historische Bausubstanz zu erhalten und zu restaurieren, neuen leistbaren Wohnraum im historischen Ambiente zu schaffen, dabei auch für kreative Impulse im Bereich Gewerbe zu sorgen und somit eine echte Landmarke für Schwechat zu realisieren“.  Jabornegg & Pálffy sind die planenden Architekten bei dem Projekt, heißt es auf der Soravia-Website. Dabei wird auch über eine Umwidmung des Areals mit der Stadt Schwechat verhandelt. Projekt Hammerbrotfabrik (Soravia): https://www.soravia.at/project/hammerbrotwerke Projekt Hammerbrotfabrik (Jabornegg & Pálffy Architekten): https://jabornegg-palffy.at/projekte/hammerbrotwerke Die Hammerbrotfabrik Schwechat (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Hammerbrotwerke#Werk_Schwechat Die Hammerbrotwerke (Wien Geschichte Wiki): https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Hammerbrotwerke Fotos der Hammerbrotfabrik Schwechat von Erich J. Schimek (Initiative Denkmalschutz; März 2013): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157633131904994 Aktuelle Medienberichte: 28. April 2021, NÖN Hammerbrotwerke: Es war Brandstiftung. Das Feuer im ersten Stock eines der historischen Fabriksgebäude wurde gelegt – die Ermittlungen der Polizei laufen noch. Hinweise gibt es noch keine: https://www.noen.at/schwechat/schwechat-hammerbrotwerke-es-war-brandstiftung-schwechat-redaktionsfeed-feuerwehreinsatz-brandstiftung-schwelbrand-ermittlungen-redaktion-271847118 24. Februar 2021, NÖN Hammerbrotwerke: Brand in historischer Fabrik. Die Schwechater Feuerwehren kämpften fünf Stunden gegen Flammen in der Zwischendecke zum Dachstuhl: https://www.noen.at/schwechat/schwechat-hammerbrotwerke-brand-in-historischer-fabrik-schwechat-redaktionsfeed-redaktion-hammerbrotwerke-ff-schwechat-fabriksbrand-feuerwehreinsatz-250763103 21. Oktober 2020, Fireworld (Feuerwehr-News) Brand bei den ehemaligen Hammerbrotwerken in Schwechat: https://www.fireworld.at/2020/10/21/noe-brand-bei-den-ehemaligen-hammerbrotwerken-in-schwechat Ältere Medienberichte: 19. September 2018, ORF Historische Brotfabrik soll Wohnraum werden. In den sogenannten Hammerbrotwerken in Schwechat wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem für Wien Brot gebacken. Heute stehen die Gebäude schon lange leer. Nun gibt es den Plan, die denkmalgeschützte Fabrik zu revitalisieren: https://noe.orf.at/v2/tv/stories/2936911 5. September 2018, NÖN Zweites Leben für Hammerbrot-Fabrik. Immobiliengruppe „Soravia“ plant Wohnbauprojekt auf Areal. Aus denkmalgeschützten Backsteinbauten werden Wohnhäuser: https://www.noen.at/schwechat/schwechat-zweites-leben-fuer-hammerbrot-fabrik-soravia-hammerbrot-fabrik-112916209 27. August 2018, GEWINN Soravia will Hammerbrotwerke retten. Wie das Wirtschaftsmagazin GEWINN in seiner neuen Ausgabe berichtet, hat Immobilienentwickler Soravia die historischen Hammerbrotwerke in Schwechat gekauft. Die seit Jahrzehnten leerstehende, denkmalgeschützte Großbäckerei soll vor dem Verfall gerettet und zu Wohnungen umgebaut werden: https://www.gewinn.com/immobilien/immobilien-news/artikel/soravia-will-hammerbrotwerke-retten 27. August 2018, APA-OTS Soravia will Hammerbrotwerke retten. Wie das Wirtschaftsmagazin GEWINN in seiner neuen Ausgabe berichtet, hat Immobilienentwickler Soravia die historischen Hammerbrotwerke in Schwechat gekauft: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180827_OTS0053 8. Mai 2013, NÖN Achtung: Es knallt jetzt in Schwechat. Film-Schauplatz / „CopStories“-Dreh auf historischem Boden – dem ehemaligen Hammerbrotwerk. Das Areal steht weiter zum Verkauf: https://www.noen.at/schwechat/achtung-es-knallt-jetzt-in-schwechat-4477966 Literatur: – Gerhard A. Stadler, Das industrielle Erbe Österreichs, Geschichte – Technik – Architektur, Wien-Köln, Weimar 2006, Seite 724, Brotfabrik Schwechat – Dehio-Handbuch Niederösterreich südlich der Donau – Teil 2 (M bis Z), Die Kunstdenkmäler Österreichs, Topographisches Denkmälerinventar, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Horn – Wien 2003, Seite 2177, siehe: https://bda.gv.at/publikationen/details/dehio-niederoesterreich-suedlich-der-donau-in-zwei-teilen-die-kunstdenkmaeler-oesterreichs