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AKTUELLE BERICHTE
Grünbach (OÖ): Neuhauserhof vor Abriss. Wunsch Erblasser ignoriert! Petition gestartet
/ Berichte /Oberösterreich / Freistadtvon IDM_adminOnline Petition: STOPP! KEIN ABRISS DES 320 JAHRE ALTEN ERBHOFES IN GRÜNBACH! https://www.openpetition.eu/at/petition/online/stopp-kein-abriss-des-320-jahre-alten-erbhofes-in-gruenbach 2020 vererbt der ehemalige Briefträger Nikolaus Neuhauser der Gemeinde Grünbach seinen 320 Jahre alten Neuhauserhof samt ca. 9 Hektar Grund. Doch seinem testamentarisch festgehaltenen „ausdrücklichen Wunsch“, den historischen Freihof (Am Bach 5) zu erhalten und zu sanieren, will die Gemeinde Grünbach jetzt – moralisch höchst zweifelhaft – nicht nachkommen, zumal noch weitere € 190.000 auf einem Sparbuch geerbt wurden. Doch im Juni hat der Gemeinderat mit den Stimmen der ÖVP gegen die gesamte Opposition für den baldigen Abriss des nicht denkmalgeschützten Hofes gestimmt (10 ÖVP Stimmen Pro gegen fünf SPÖ und vier FPÖ). Der Bürgermeister Stefan Weißenböck (ÖVP) rechtfertigt sich, dass das kein letzter Wille des Erblassers war, sondern nur ein „Wunsch“. Wenn es als sein ausdrücklicher letzter Wille formuliert gewesen wäre, hätte die Gemeinde nicht das Erbe angetreten, so Weißenböck. Darüber hinaus sei der Hof seit 2014 unbewohnt (damals zog Herr Neuhauser ins Pflegeheim) und schwer baufällig, eine Renovierung käme mit zwischen € 500.000 und einer Million zu teuer, auch gebe es keine Förderung seitens des Landes Oberösterreich. Er möchte lieber das Grundstück um rund 150 Euro / Quadratmeter an eine Wohnbaugenossenschaft verkaufen, die dort 56 Wohnungen errichten will. Für sinnvoller hält es der Bürgermeister, vom Hof die Türen, das Altholz und andere Teile zu erhalten, und diese bei der Gestaltung des nahen Platzes, die ab Herbst beginnen werde, zum Andenken an Nikolaus Neuhauser zu integrieren. Doch nun formiert sich heftiger Widerstand gegen die moralisch zweifelhaften Pläne. Nicht nur, das der gebürtige Grünbacher, Architekt und Freistädter Kulturstadtrat Klaus Elmecker den geplanten Abriss als „Leichenfledderei“ bezeichnet und den Hof als baulich ziemlich stabil bezeichnet, hat nun auch der Linzer Erich Gusenbauer am 26. Juli eine Online-Petition „Stopp! Kein Abriss des 320 Jahre alten Erbhofes in Grünbach!“ gestartet und binnen drei Tagen bereits über 500 Unterschriften gesammelt (Stand: 28. Juli). Auch die SPÖ, besonders in der Person des SP-Fraktionsvorsitzenden Stefan Klambauer, hatte sich stark für den Erhalt des Neuhauser Hofes eingesetzt, wenn er auch nicht sicher war, ob der Hof als gesamtes Erhalten werden könnte: „Ich hätte zumindest eine breite Diskussion in der Bevölkerung angestrebt und Ideen gesammelt, wie man das alte Gebäude für öffentliche Zwecke nutzen könnte, und zugleich Nikolaus Neuhauser ein ehrendes Andenken erhalten.“ meint er gegenüber Tips. Klambauer könnte sich Wohnungen, betreutes Wohnen oder ein Gemeinschaftswohnprojekt gut vorstellen. Im Dezember 2021 hat Klambauer im Gemeinderat seine Überlegungen dazu in einer Powerpoint-Präsentation „Zukunft Neuhauserhof Grünbach“ vorgestellt. Im Dehio-Handbuch Oberösterreich, Band I Mühlviertel, Topographisches Denkmälerinventar (Hrsg. Bundesdenkmalamt), Horn/Wien 2003, Seite 237 f. wird der Neuhauser-Hof folgendermaßen beschrieben: [Grünbach] Nr. 31 [heutige Adresse ‚Am Bach 5‘]: Bemerkenswerter, historisch erhaltener, 1geschossiger Einspringer im Norden des Ortes, ursprünglich einzeln stehend; erbaut im 17. Jh. (u.a. 1691?), in mehreren Bauphasen, dies erkennbar an der unregelmäßigen Front des Hausstocks, dieser mit verbrettertem Giebel und Satteldach; die Wirtschaftsrakte z. T. außen gemauert, hofseitig verbretterte Ständerbauten mit geschnitzten Stehern und Brüstungsteilen am Lichtgang. Innen Holzdecke mit Rüstbaum, gewölbter Stall.“ Jetzt soll es aber rasch mit dem Abriss gehen, weil der Kran der Nachbarbaustelle gerade günstig zur Verfügung stehe, begründet der Bürgermeister die Geschwindigkeit. Anfang August soll abgebrochen werden. Die Abrisskosten von € 38.000 soll aber auch noch die Gemeinde übernehmen, bevor es verkauft wird, wird kritisiert. Der Freistädter Architekt Elmecker hatte den Hof akribisch vermessen und Detailpläne davon gezeichnet. „Der älteste Teil des Hofs ist von 1699, auch der Rüstbaum trägt diese Jahreszahl. Der mittlere Teil datiert mit 1848, 1904 ist noch einmal umgebaut worden, seither ist nichts mehr geschehen, außer die notdürftigsten Reparaturen, etwa am Dach.“ Für Elmecker ist der Hof nicht nur aus geschichtlicher Hinsicht ein Juwel, sondern auch ein Vorbild, was Handwerkstechniken betrifft. Mit dem geerbten Geldbetrag von € 190.000 wäre sich sicher die Sanierung ausgegangen. „Ein Teil des Hofs ist in Holzriegelbauweise mit Lärchenholz, Stroh und Lehmputz errichtet worden. Heute ist das ein Lehrbeispiel für ökologisch nachhaltiges Bauen, drinnen ist es keineswegs feucht, sondern es hat stets ein angenehmes Klima und wird nie heiß.“ Online Petition: STOPP! KEIN ABRISS DES 320 JAHRE ALTEN ERBHOFES IN GRÜNBACH! https://www.openpetition.eu/at/petition/online/stopp-kein-abriss-des-320-jahre-alten-erbhofes-in-gruenbach Gemeinde Grünbach, Gemeinderatssitzungsprotokoll 25. Juni 2020, Punkt 7.) Verlassenschaft nach Nikolaus Neuhauser; Abgabe einer Erbantrittserklärung durch die Gemeinde Grünbach: https://www.gruenbach.ooe.gv.at/Gemeinderatsprotokoll_3_2020 Medienberichte: 28. Juli 2022, Krone Abriss nach 320 Jahren: Breite Front für Rettung von historischem Erbhof. Im August will Gemeinde Grünbach in Oberösterreich den geerbten Vierkanter schleifen. Weil der letzte Wille des Erblassers ignoriert wird und das Kulturgut in Gefahr ist, formiert sich heftiger Widerstand: https://www.krone.at/2771034 27. Juli 2022, Wiener Zeitung Kommentar: Wenn Geschichte abgerissen wird. Der Neuhauser-Hof in Grünbach bei Freistadt in Oberösterreich ist 320 Jahre alt: https://www.wienerzeitung.at/meinung/kommentare/2156186-Wenn-Geschichte-abgerissen-wird.html 23. Juli 2022, Krone Letzter Wille egal: Gemeinde lässt geerbten Hof nun eiskalt abreißen. 2020 erbte die Gemeinde Grünbach bei Freistadt in Oberösterreich einen Hof und ein Sparbuch mit 190.000 Euro für die Sanierung des Gebäudes. Jetzt will der Ortschef aber das Haus schleifen und das Gelände verkaufen: https://www.krone.at/2766987 19. Juli 2022, Tips Kulturjuwel oder Bruchbude: Neuhauser-Hof entzweit Gemeinde. Grünbach. Ist der 320 Jahre alte Neuhauser-Hof ein Kulturjuwel oder ein baufälliger Steinhaufen? Darüber scheiden sich in der Gemeinde die Geister. Fakt ist, dass es einen gültigen Beschluss des Gemeinderats für den Abriss des Hofes gibt. https://www.tips.at/nachrichten/freistadt/land-leute/573981-kulturjuwel-oder-bruchbude-neuhauser-hof-entzweit-gemeinde 29. Mai 2021, Tips Gemeinde Grünbach erbte mit „Neuhauser-Haus“ 300 Jahre altes Kulturjuwel mitten im Ort. Ein mehr als 300 Jahre altes Bauernhaus erbte die Gemeinde Grünbach vom weitum bekannten Grünbacher Original Nikolaus Neuhauser. Das einzigartige Kulturjuwel, noch weitgehend im Originalzustand, soll der Nachwelt erhalten bleiben: https://www.tips.at/nachrichten/freistadt/land-leute/535437-gemeinde-gruenbach-erbte-mit-neuhauser-haus-300-jahre-altes-kulturjuwel-mitten-im-ort 25. Mai 2021, Oberösterreichische Nachrichten Gemeinde erbte ein Juwel von einem Bauernhaus. Grünbach bei Freistadt. Nikolaus Neuhauser setzte Gemeinde als Erbin ein (Bezahlschranke): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/muehlviertel/gemeinde-erbte-ein-juwel-von-einem-bauernhaus;art69,3403634 23. Mai 2021, MeinBezirk Neuhauser-Haus. Gemeinde Grünbach erbte Kulturjuwel. Für die Gemeinde Grünbach ist es fast wie ein Jahrhundertereignis, sie erbte ein Kulturjuwel: https://www.meinbezirk.at/freistadt/c-lokales/gemeinde-gruenbach-erbte-kulturjuwel_a4666019 Literatur: Dehio-Handbuch Oberösterreich, Band I Mühlviertel, Topographisches Denkmälerinventar (Hrsg. Bundesdenkmalamt), Horn/Wien 2003, Seite 237 f.
Wien: Malträtiertes Gründerzeithaus (Hohenbergstraße 18) vor Abriss
/ Presseaussendungen /Wien 1120, Meidlingvon IDM_adminAPA-OTS-Presseaussendung, Initiative Denkmalschutz, 19. Juli 2022 Nächster Abbruchskandal in Wien: Malträtiertes Gründerzeithaus in Meidling vor Abriss – wieder wegen „wirtschaftlicher Abbruchreife“! Initiative Denkmalschutz: Wann unternimmt die Stadt Wien endlich etwas gegen die laufende Stadtbildzerstörung? Wien (OTS) – Noch im Juni war das secessionistische Gründerzeithaus [Hohenbergstraße 18] eine Baustelle und eingerüstet, doch jetzt klafft ein riesiges Loch in der Gründerzeitfassade und der dekorative Attikaaufsatz ist ebenfalls zerstört. Nun erfahren wir von der Baupolizei (MA 37), es darf wegen der (viel zu leicht zu erlangenden) „wirtschaftlichen Abbruchreife“ abgerissen werden. Wann unternimmt die Wiener Stadtregierung (SPÖ und NEOS) endlich etwas gegen die vielfachen Abbrüche wertvollen Kulturerbes in der Stadt? Wie lange wird noch tatenlos zugeschaut? Erinnern möchten wir an den Anfang Juli erfolgten Abrissskandal in der Kaiserstraße 31. Rückfragen & Kontakt: Markus Landerer (0699/1024 4216) und Dr. Gerhard Hertenberger (0676/7723433) Verein Initiative Denkmalschutz, www.idms.at Weitere Infos: Das im Jahr 1904 errichtete Gebäude Hohenbergstraße 18 (nahe Bahnhof Wien-Meidling) sah – zumindest was die Außenfassade betrifft – im September 2017 frisch renoviert aus (siehe Foto). Mit Kaufvertrag vom 31. Juli 2018 wurde es an die ‚Hohenbergstraße 18 Projekt GmbH‚ (FN 493775s) verkauft. Auf einem Google Street View Foto vom Oktober 2020 sieht man das Haus eingerüstet. Am 21. Dezember 2020 wurde ein Ansuchen um Abbruchbewilligung gestellt und nach Befassung der Magistratsabteilung 19 (Architektur und Stadtgestaltung), die das Gebäude offensichtlich als erhaltenswert beurteilt hat, wurde nach Prüfung des Gutachtens durch die Magistratsabteilung 25 (Stadterneuerung und Prüfstelle für Wohnhäuser) die Abbruchbewilligung am 16. September 2021 mit der Begründung „wirtschaftliche Abbruchreife“ (gemäß § 60 Abs. 1 lit. d Bauordnung für Wien) seitens der Magistratsabteilung 37 (Baupolizei) erteilt . Noch im Juni 2022 (Google Street View Foto) sah man das Gebäude Hohenbergstraße 18 eingerüstet und in einem weitgehend guten Zustand (siehe Foto), bis dann plötzlich das Baugerüst abgebaut war, ein riesiges Loch in der Gründerzeitfassade klaffte und der dekorative Attikaaufsatz (rechts oben am Dach) ebenso zerstört wurde. Vgl. auch WienSchauen-Bericht: 20. Juli 2022, Meidling: Behörde gibt Jahrhundertwendehaus zum Abriss frei. Lücke im Baurecht – Loch in der Fassade: https://www.wienschauen.at/meidling-behoerde-gibt-jahrhundertwendehaus-zum-abriss-frei Medienreaktionen: 20. Juli 2022, Der Standard Loch in der Fassade: Gründerzeithaus in Wien-Meidling wird abgerissen. Denkmalschützer kritisieren die wirtschaftliche Abbruchreife, mit der bei alten Häusern oft argumentiert wird: https://www.derstandard.at/story/2000137591311/loch-in-der-fassade-gruenderzeithaus-in-wien-meidling-wird-abgerissen 19. Juli 2022, MeinBezirk / Bezirkszeitung Hohenbergstraße: Meidlinger Gründerzeithaus steht vor dem Abriss. In Meidling wird ein Gründerzeithaus abgerissen. Grund dafür ist die wirtschaftliche Abbruchreife. Die Initiative Denkmalschutz und die Grünen sprechen von einem Abbruchskandal: https://www.meinbezirk.at/meidling/c-lokales/meidlinger-gruenderzeithaus-steht-vor-dem-abriss_a5483878 Erste politische Reaktion: 19. Juli 2022, APA-OTS Grüne Wien/Prack/Grossauer-Ristl: „Abbruch von schützenswerten Häusern endlich stoppen!“ In Meidling wird gerade erneut ein erhaltenswertes Gründerzeithaus Opfer der Abrissbirne, weil seitens der Stadt eine Abbruchbewilligung aufgrund wirtschaftlicher Abbruchreife erteilt wurde: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20220719_OTS0095

Stefan Klambauer
Georg Scherer, WienSchauen.at
Fasanviertel (Wien): Vorläufige (unvollständige!) Stellungnahme Planentwurf 8254
/ Stellungnahmen /Wien 1030, Landstraßevon IDM_adminInitiative Denkmalschutz Vorläufige (unvollständige!) Stellungnahme zum Planentwurf 8254 (Fasanviertel), 7.9.2020 Für das Gebiet zwischen Aspangstraße, Josef-Schmid-Platz, Adolf-Blamauer-Gasse, Landstraßer Gürtel, Jacquingasse, Mechelgasse, Magazingasse, Rennweg im 3. Bezirk, Katastralgemeinde Landstraße. Öffentliche Auflage (Alle Unterlagen): https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/flaechenwidmung/aktuell/8254.html Grundsätzliches Unser Verein erachtet es als eine Unsitte der Bezirksvertretung noch während der öffentlichen Auflage [hier bis 1. Oktober] abschließende Beratungen im Bauausschuss zu tätigen, oder womöglich gar die Stellungnahme noch während der öffentlichen Auflage in der Bezirksvertretung zu beschließen. Vgl. unseren Bericht dazu: „Bezirkspolitik in Wien: Kein Interesse an Stellungnahmen der eigenen Bürger!“: https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/bezirkspolitik-in-wien-kein-interesse-an-stellungnahmen-der-eigenen-buerger/. Da auch noch andere Planentwürfe gleichzeitig in öffentlichen Auflage sind, war es uns bis dato in dieser kurzen Zeit nicht möglich einen Lokalaugenschein über das gesamte Plangebiet zu machen. [Anmerkung: der Bauausschuss tagte heute, 9. September, Beschlussfassung war bereits für die nächste Bezirksvertretungssitzung am 17. September vorgesehen, wurde aber jetzt verschoben, laut heutigem Telefonat einer Bezirksrätin mit unserem Verein] Einleitung: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso möge die Anzahl der Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand angepasst werden. Dadurch wird auch am ehesten – neben der Festsetzung einer Schutzzone – der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Anmerkung: Wir beziehen uns in dieser Stellungnahme für Schutzzonenerweiterungen primär auf die Außenerscheinung der Gebäude. Im Wissen, dass so manche Objekte eine unscheinbare bzw. im Verlauf von Jahrzehnten stark vereinfachte Fassade haben, im Inneren aber durchaus erhaltenswerte Bausubstanz aufweisen können, ist immer eine eingehende Untersuchung des Objektes notwendig. Da uns ein solcher Befund mangels Zutritt zu vielen Objekten und aus zeitlichen Gründen nicht möglich ist, empfehlen wir den Verantwortlichen, immer auch die innere Bausubstanz bei Schutzzonenerweiterungen zu berücksichtigen. Die Stellungnahme im Detail: Es wird empfohlen die Wohnhausanlage Khunngasse 20 in die Schutzzone aufzunehmen. „Volkswohnhaus 3., Khunngasse 20, städtisches Wohnhaus, erbaut 1928/1929 nach Plänen von Rudolf Scherer (16 Wohnungen). Die äußeren beiden Achsen der Fassade sind durch spitze Erker vorgezogen, was den expressionistischen Einfluss auf den kommunalen Wohnbau der 1920er Jahre unterstreicht. An der Eingangstür ist der zierende Charakter der Schraubenköpfe auffallend.“ (Quelle: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Volkswohnhaus_Khunngasse_20). Weitere ausführliche Beschreibung des Hauses siehe Eintrag „Khunngasse 20“ auf Wiener Wohnen (mit Foto): https://www.wienerwohnen.at/hof/438/Khunngasse-20.html +++ Über den Architekten Rudolf Scherer (im Architektenlexikon): http://www.architektenlexikon.at/de/537.htm Ebenso wird empfohlen das Gründerzeithaus Mohsgasse 31 mit seiner gut erhaltenen Gründerzeitfassade in die Schutzzone aufzunehmen (Foto anbei) Markus Landerer und Dr. Gerhard Hertenberger Initiative Denkmalschutz
Taborstraße, u.a. Hotel National (Wien): Vorläufige Stellungnahme Planentwurf 8318
/ Stellungnahmen /Wien 1020, Leopoldstadtvon IDM_adminVorläufige (!) Stellungnahme zum Planentwurf 8318 der Initiative Denkmalschutz, 7.9.2020 Für das Gebiet zwischen Taborstraße, Schmelzgasse, Große Mohrengasse 2. Bezirk, Katastralgemeinde Leopoldstadt Öffentliche Auflage des Planentwurfs 8318 (Alle Unterlagen): https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/flaechenwidmung/aktuell/8318.html Grundsätzliches Unser Verein erachtet es als eine Unsitte der Bezirksvertretung noch während der öffentlichen Auflage [hier bis 1. Oktober] abschließende Beratungen im Bauausschuss zu tätigen, oder womöglich gar die Stellungnahme noch während der öffentlichen Auflage in der Bezirksvertretung zu beschließen. Vgl. unseren Bericht dazu: „Bezirkspolitik in Wien: Kein Interesse an Stellungnahmen der eigenen Bürger!“: https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/bezirkspolitik-in-wien-kein-interesse-an-stellungnahmen-der-eigenen-buerger/. (…) [Anmerkung: der Bauausschuss tagt am 9. September, voraussichtliche Beschlussfassung in der nächsten Bezirksvertretungssitzung am 21. September zu befürchten] Einleitung: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso möge die Anzahl der Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand angepasst werden. Dadurch wird auch am ehesten – neben der Festsetzung einer Schutzzone – der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Anmerkung: Wir beziehen uns in dieser Stellungnahme für Schutzzonenerweiterungen primär auf die Außenerscheinung der Gebäude. Im Wissen, dass so manche Objekte eine unscheinbare bzw. im Verlauf von Jahrzehnten stark vereinfachte Fassade haben, im Inneren aber durchaus erhaltenswerte Bausubstanz aufweisen können, ist immer eine eingehende Untersuchung des Objektes notwendig. Da uns ein solcher Befund mangels Zutritt zu vielen Objekten und aus zeitlichen Gründen nicht möglich ist, empfehlen wir den Verantwortlichen, immer auch die innere Bausubstanz bei Schutzzonenerweiterungen zu berücksichtigen. Die Stellungnahme im Detail: Große Mohrengasse 11-13 Unverständlich erachtet unser Verein, dass dieser Teil der breit gelagerten historischen Krankenhausanlage nicht als Schutzzone gewidmet werden soll. Es wird daher eindringlich empfohlen, auch den Trakt rechts (nördlich) vom dominanten Mittelrisalit (auf Höhe der Kreuzung Komödiengasse) als Schutzzone zu widmen. Laut Dehio-Handbuch wurde dieser nördliche Trakt von Franz Ritter von Neumann 1903-05 erbaut (Seite 7). Siehe Google Maps Foto: https://www.google.at/maps/@48.2153028,16.3823002,3a,75y,289.87h,121.52t/data=!3m6!1e1!3m4!1se5KT7LHiHZMohSGDwTY0xg!2e0!7i16384!8i8192 (bez. Foto anbei) Taborstraße 8, 8a, 8b (Große Mohrengasse 3, 3a, 3b) Hotel (City-) Central, erbaut 1914, von Siegfried Theiß und Hanns Jaksch. Großer, prägender Hotelbau mit secessionistisch-neoklassizistischer Gliederung. Hier wird empfohlen auch die dominante Innenhofausbildung mit Erkern u.ä. mit Baufluchtlinien dem Bestand exakt anzupassen, sodass auch die Fassadenausprägungen zum Innenhof hin erhalten bleiben bzw. geschützt werden (nicht wie jetzt mit Planentwurf vorgesehen mit undifferenzierter „85 % Beschränkung der bebaubaren Fläche“; also ohne Baufluchtlinien nach Innen hin). Siehe Google Maps Foto: https://www.google.at/maps/@48.2133406,16.3808817,63a,35y,289.87h,45.04t/data=!3m1!1e3 Taborstraße 18 (Schmelzgasse 2), ehem. Hotel National Dieses in der Hotel-Geschichte einzigartige Haus aus der Frühzeit des Historismus erachtet der Verein auch mit der inneren Struktur/Räumlichkeiten und den Innenhöfen als klar erhaltenswürdig, insbesondere der hufeisenförmige Innenhof ist für das Frühgründerzeithaus besonders charakteristisch. Die Schutzzonenwidmung für dieses Gebäude wird daher grundsätzlich sehr begrüßt. Doch ebenso wichtig wäre es, dass die Baufluchtlinien exakt den Fassadenfronten zu den Innenhöfen hin angeglichen bleiben – derzeit sind beide Innenhöfe ja in ihrem Bestand gewidmet. Die jetzt im Planentwurf vorgesehene Innenhofwidmung an anderer Stelle bereitet die Entkernung des Gebäudes widmungstechnisch vor, dies lehnt unser Verein strikt ab. Siehe Google Maps Foto: https://www.google.at/maps/@48.2156086,16.3798448,81a,35y,90h,45.03t/data=!3m1!1e3 (bez. Foto anbei) [Ergänzung: Hotel National Presseaussendungen: 21.7.2017: Taborstraße 18: Das erste Grand Hotel Wiens darf nicht filetiert werden https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/taborstrasse-18-das-erste-grand-hotel-wiens-darf-nicht-filetiert-werden-2172017/ 10.11.2016: Grand Hotel National: Initiative Denkmalschutz unterstützt Petition zum Erhalt, 10.11.2016 https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/grand-hotel-national-initiative-denkmalschutz-unterstuetzt-petition-zum-erhalt-10112016/] Markus Landerer und Dr. Gerhard Hertenberger Initiative Denkmalschutz Verein für den Schutz bedrohter Kulturgüter
Wels (OÖ): Letzte Baracke des Lagers 1001 jetzt rechtskräftig unter Denkmalschutz
/ Berichte /Oberösterreich / Wels Stadtvon IDM_adminEin historisch bedeutendes Gebäude im Welser Stadtteil Lichtenegg hätte für immer verschwinden sollen. Das Holzhaus in der Schulstraße bot von 1938 bis 1962 Unterkunft für Soldaten, KZ-Insassen und Heimatvertriebene. Jetzt hat sich das Bundesdenkmalamt gegen den Einspruch der Welser Heimstätte als Eigentümerin beim Bundesverwaltungsgericht durchgesetzt, sodass die letzte Welser Baracke im „Lager 1001“ nun rechtmäßig unter Denkmalschutz steht. Thomas Rammerstorfer von den Welser Grünen wünscht sich jetzt einen Runden Tisch, um über die weitere Nutzung der Baracke zu beratschlagen. Der Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) hatte 2018 erklärt die Entscheidung den Konservatoren zu überlassen. Der Schutz von Objekten sei im übrigen auch die Aufgabe von Ländern und Gemeinden, betonte daraufhin der stellvertretende Abteilungsleiter für Oberösterreich im Bundesdenkmalamt in Anspielung auf die Aussagen des Bürgermeisters. +++ Aktuelle Medienberichte: „Suche nach Verwendungszweck für die letzte Welser Lagerbaracke“ (1.9.2020, OÖN): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/suche-nach-verwendungszweck-fuer-die-letzte-welser-lagerbaracke;art67,3288880; „Baracke Lichtenegg: Grüne wollen sinnvolle Nutzung“ (31.8.2020, Monatliche): https://monatliche.at/baracke-lichtenegg-rammerstorfer-schlaegt-runden-tisch-vor Ältere Medienberichte: „Heimstätte wartet mit Abbruch bis ein Bescheid des Denkmalamtes vorliegt“ (29.1.2019, Wochenblick): https://www.wochenblick.at/heimstaette-wartet-mit-abbruch-bis-ein-bescheid-des-denkmalamtes-vorliegt; „Mahnung gegen Krieg: Denkmalamt begründet Erhalt der Lagerbaracke„ (14.1.2019, OÖN): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/mahnung-gegen-krieg-denkmalamt-begruendet-erhalt-der-lagerbaracke;art67,3091387; „Einsturzgefahr: Geschützte Baracke wird vor dem Verfall bewahrt„ (27.12.2018, OÖN): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/Einsturzgefahr-Geschuetzte-Baracke-wird-vor-dem-Verfall-bewahrt;art67,3086521; „Letzte Baracke in Wels: Bundesdenkmalamt empfiehlt Erhaltung der Baracke 1001“ (20.11.2018, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/wels-wels-land/c-politik/bundesdenkmalamt-empfiehlt-erhaltung-der-baracke-1001_a3051102; „Letzte Baracke ist jetzt Wind und Wetter ausgesetzt“ (2.11.2018, OÖN): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/Letzte-Baracke-ist-jetzt-Wind-und-Wetter-ausgesetzt;art67,3050447; „Heimstätte plant Reihenhäuser auf Baracken-Grund„ (24.10.2018, OÖN): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/Heimstaette-plant-Reihenhaeuser-auf-Baracken-Grund;art67,3042416; „Die Siebenbürger Sachsen interessieren sich für Baracke“ (18.10.2017, OÖN): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/Die-Siebenbuerger-Sachsen-interessieren-sich-fuer-Baracke;art67,3036101; „Gemeinderat will letzte Welser Baracke erhalten„ (11.10.2018, OÖN): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/Gemeinderat-will-letzte-Welser-Baracke-erhalten;art67,3030807; „Grüne kämpfen für Erhalt von Baracke“ (4.10.2018, OÖN): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/Gruene-kaempfen-fuer-Erhalt-von-Baracke;art67,3024423 (vgl. Grüne Wels: https://wels.gruene.at/themen/kultur/erhalt-der-letzten-baracke-des-lagers-1001 sowie https://wels.gruene.at/themen/kultur/erhalt-der-letzten-baracke-des-lagers-1001-1); „Denkmalamt prüft Schutz der letzten Welser Baracke„ (28.9.2018, OÖN): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/Denkmalamt-prueft-Schutz-der-letzten-Welser-Baracke;art67,3019046; „Heimstätte will die letzte Welser Baracke abreißen„ (21.9.2018, OÖN): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/Heimstaette-will-die-letzte-Welser-Baracke-abreissen;art67,3012604
Bergwerk Platzertal (Tirol): Einzigartige Einblicke in die Bergbaugeschichte
/ Berichte /Tirol / Landeckvon IDM_adminGem. Pfunds (u. Tösens): Die denkmalgeschützte Bergwerksanlage Platzertal (15. Jh. bis 1910 in Betrieb) zählt mit bis 2815 m zu den höchstgelegenen Bergwerken Europas. Der Bergwerksverein Platzertal sieht Erwartungen nach Abschluss des Restaurierungsprojekts „weit übertroffen“. Stollen-Öffnung bleibt vorerst Vision. Traurig: Die Stolleneingänge mussten 1996 „aus Sicherheitsgründen“ auf Anordnung der Berghauptmannschaft Innsbruck gesprengt werden. TIROLER TAGESZEITUNG-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.tt.com/artikel/17284993/neue-fenster-in-versunkene-bergbau-zeiten-im-tiroler-oberland-geoeffnet; ORF: „Altes Bergwerk in neuem Glanz“ (2.9.2020, ORF): https://tirol.orf.at/stories/3064913 Bergwerk Platzertal auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Platzertal. Artikel Sonja Mitterer: „Das Bergwerk Platzertal in Tirol“ in: unserer Zeitschrift „Denkma[i]l“ Nr. 18/2014, S. 30f.: https://www.initiative-denkmalschutz.at/denkmail/Denkmail_Nr_19_web.pdf Ältere Medienberichte: „Höchstes Bergwerk Europas für Jahrzehnte gesichert“ (21.9.2018, Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/14824457/hoechstes-bergwerk-europas-fuer-jahrzehnte-gesichert; „Wie sich die Knappen wuschen“ (3.8.2018 Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/14652549/wie-sich-die-knappen-wuschen;„Abenteuer macht Winterpause“ (30.9.2017, Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/13494871/abenteuer-macht-winterpause; „Bergwerk-Retter krempeln im Platzertal die Ärmel hoch“ (6.6.2017, Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/13061096/bergwerk-retter-krempeln-im-platzertal-die-aermel-hoch; „Verein lässt goldene Zeit des Bergbaus aufleben“ (14.4.2017, Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/12856601/verein-laesst-goldene-zeit-des-bergbaus-aufleben; „Verein will Tor in das silberne Zeitalter öffnen“ (16.6.2016, Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/11632757/verein-will-tor-in-das-silberne-zeitalter-oeffnen; „Bergwerk Platzertal: Restaurierung Bergstation“ (24.8.2013, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/landeck/c-lokales/bergwerk-platzertal-restaurierung-bergstation_a669645; „Tösens: Bergwerk Platzertal soll wieder auferstehen“ (MeinBezirk, 22.7.2013): https://www.meinbezirk.at/landeck/c-lokales/toesens-bergwerk-platzertal-soll-wieder-auferstehen_a641348
Achenkirch (Tirol): 2500 Jahre alte Felsbilder in der Achenseeregion
/ Berichte /Tirol / Schwazvon IDM_adminDie wohl ältesten Ritzungen in Tirols Bergen liegen gut versteckt in der Achenseeregion. Doch Archäologe Bert Ilsinger vom Institut für Archäologien der Uni Innsbruck ist ihnen auf der Spur. In der Gemeinde Achenkirch wurde eine solche Felsbildzeichnung 2019 unter Denkmalschutz gestellt. TIROLER TAGESZEITUNG-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.tt.com/artikel/17273922/2500-jahre-alte-felsbilder-in-der-achenseeregion-beleben-die-vergangenheit +++ Die „Rätische Felsbildstation Natternwand“ in der Denkmalliste (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Achenkirch +++ Über Felsbilder (Wikipedia): „Die Felsbildplätze in Österreich (und Südtirol), finden sich in den Ostalpen als in den Stein geritzte oder geklopfte Grafiken in einigen Bundesländern Österreichs und in Südtirol. Es handelt sich um Abbildorte von geometrischen, anthropo- und zoomorphen Symbolen, die Jahrhunderte lang aufgesucht wurden. Die schwierige Zugänglichkeit und Lage der Bilder hängt mit kultischen Vorstellungen und Praktiken zusammen. Die Felsbilder der Schweiz und Oberitaliens wurden hauptsächlich in der Bronze- und Eisenzeit graviert. Die Felsbilder in Österreich und Südtirol sind jünger und überwiegend geometrisch. Sie stellen die Fortsetzung archaischer Sinngebungen und Symboliken bis ins Mittelalter dar, bisweilen noch bis in jüngere Zeit. Für die Datierung stehen nur relative Anhaltspunkte zur Verfügung: Gravierungstechnik, Verwitterung, Platzierung und Überlagerung mehrerer Zeichnungen. So stellte sich heraus, dass die Felsbilder mehrperiodig entstanden.“ WEITERLESEN: „Felsbildplätze in Österreich“ (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Felsbildpl%C3%A4tze_in_%C3%96sterreich +++ A N I S A – Verein für alpine Forschung (u. a. Archäologie, Alm- und Felsbildforschung): http://www.anisa.at/index-2.htm
Eichgraben (NÖ): Werden Römergräber wegen Forststraße zerstört?
/ Berichte /Niederösterreich / St. Pölten Landvon IDM_adminAufregung in der Gemeinde Eichgraben. Bei der Errichtung einer Forststraße nach Rekawinkel am Höhenwanderweg sollen Gräber aus der Römerzeit zerstört worden sein. Von den ehemals sieben Grabhügeln würden ohnehin nur noch vier verstreut erkennbare Hügel existieren. Die Bundesforste verteidigen sich und betonen, dass man die Arbeiten unter Einbindung des Bundesdenkmalamtes durchgeführt hat. NÖN-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.noen.at/neulengbach/eichgraben-pressbaum-arbeiten-fuer-forststrasse-werden-roemergraeber-zerstoert-eichgraben-pressbaum-rekawinkel-archaeologie-strassenbau-bundesforste-oesterreichische-bundesforste-220767918 +++ Wandertipp: „Cultura Trail Römerweg Eichgraben“: https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/wienerwald/cultura-trail-roemerweg-eichgraben/1534968 bzw. https://www.bergfex.at/sommer/niederoesterreich/touren/wanderung/19307,cultura-trail-roemerweg-eichgraben +++ Die Marktgemeinde Eichgraben auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Eichgraben
Hirm (Bgld.): Park der Direktorenvilla soll verbaut werden
/ Berichte /Burgenland / Mattersburgvon IDM_adminDer Park der Direktorenvilla der ehemaligen Siegendorfer Zuckerfabrik (FOTO) soll verbaut werden. Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) hat das Areal in der Gemeinde Hirm (Villagasse) gekauft. Das Bundesdenkmalamt überlegt offenbar, die im Heimastil 1909/10 erbaute Villa unter Denkmalschutz zu stellen, doch ein Vertreter der OSG meint, man hätte sich schon geeinigt, man schütze die Villa selber. KURIER-ARTIKEL WEITERLESEN (26.8.2020): https://kurier.at/chronik/burgenland/doppelhaeuser-im-park-der-hirmer-direktorenvilla/401011361 +++ Über die Zuckerfabrik Siegendorf auf „Burgenland History Blog“: https://www.brettl.at/blog/schliessung-der-zuckerfabrik-hirme (Die Siegendorfer Zuckerfabrik liegt im benachbarten Gemeindegebiet von Siegendorf im Politischen Bezirk Eisenstadt-Umgebung). +++ Die Siegendorfer Zuckerfabrik in der Denkmalliste Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Siegendorf Apropos Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG): Ebenso eine Parkverbauung plant die OSG im Südburgenland (Pol. Bez. Oberwart), siehe: 8. Juli 2020: Jormannsdorf (Bgld.): Schlosspark vor Verbauung? https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/jormannsdorf-bgld-schlosspark-vor-verbauung
Magdalensberg (Ktn.): Umstrittener Ausbau des Gipfelhauses abgeschlossen
/ Berichte /Kärnten / Klagenfurt Landvon IDM_adminDer Magdalensberg mit seiner archäologischen Fundstätte der keltisch-römischen Siedlung (Zeit um Christi Geburt) stellt eine der bedeutendsten archäologische Orte Österreichs dar. Seit 1856 befindet sich dort neben der Kirche auch ein Gipfelhaus, dessen umstrittener Ausbau jetzt abgeschlossen wurde. ORF-FERNSEHBERICHT (2 MIN, 25.8.2020): https://tvthek.orf.at/profile/Kaernten-heute/70022/Kaernten-heute/14062606/Magdalensberg-Ausbau-des-Gipfelhauses-abgeschlossen/14750855 +++ ORF-BERICHT LESEN: „Magdalensberg: Millioneninvestition abgeschlossen“ (26.8.2020, ORF): https://kaernten.orf.at/stories/3063741 +++ Vor einem Jahr sagte der bekannte Kärntner Archäologe Heimo Dolenz gegenüber dem ORF-Fernsehen (29.8.2019): „Als Archäologen blutet einem das Herz, dass hier so wertvolle Befunde der Kärntner und der österreichischen Geschichte für immer verloren gehen„. Noch im Juli 2019 zeigte er sich zuversichtlich, „dass das Projekt keine allzu großen Auswirkungen auf das Erbe der Geschichte haben wird.“ (vgl. Krone, 19.7.2019: „Jetzt kommt ein Hotel: ‚Stephansdom der Antike’“: https://www.krone.at/1962612) +++ Weitere ältere Medienberichte: „Neue archäologische Funde am Magdalensberg“ (7.7.2020, ORF): https://kaernten.orf.at/stories/3056818; „Anonyme Anzeige wegen Gipfelhaus-Umbaus“ (26.10.2019, ORF): https://kaernten.orf.at/stories/3018935 +++ Die Norische Siedlung am Magdalensberg auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt_auf_dem_Magdalensberg.
Großwarasdorf (Bgld.): Unmut über Denkmalschutz für Brutalismus-Schule
/ Berichte /Burgenland / Oberpullendorfvon IDM_adminDie Neue Mittelschule in Großwarasdorf steht jetzt rechtskräftig unter Denkmalschutz. Das als Hauptschule 1968-72 geplante und errichtete Gebäude in der Schulstraße 3 wurde vom bekannten burgenländischen Architekten Matthias Szauer im Stil des Brutalismus geplant. Dem Einspruch der Gemeinde gegen die Unterschutzstellung wurde nicht statt gegeben. Das sorgt jetzt für Unmut in der Gemeindepolitik, denn es werden hohe Sanierungskosten befürchtet. Doch die Wirtschaftlichkeit spielt im Unterschutzstellungsverfahren gemäß Denkmalschutzgesetz keine Rolle, allein die geschichtlichen, künstlerische oder kulturelle Bedeutung kommt im Unterschutzstellungsverfahren zu tragen, sagt Dr. Paul Mahringer vom Bundesdenkmalamt. ORF-FERNSEHBERICHT ZUM NACHSEHEN (3 MIN, 29.8.2020): https://tvthek.orf.at/profile/Burgenland-heute/70021/Burgenland-heute/14063055/NMS-Grosswarasdorf-unter-Denkmalschutz/14752797 +++ ORF-BERICHT LESEN: https://burgenland.orf.at/stories/3064398 +++ Älterer Medienbericht: „Großwarasdorf:Denkmalschutz für die Schule? Bundesdenkmalamt will einige Brutalismus-Gebäude unter Schutz stellen, auch die NMS Großwarasdorf. Gemeinde schaltet Anwalt ein.“ (7.7.2020, Kurier): https://kurier.at/chronik/burgenland/grosswarasdorfdenkmalschutz-fuer-die-schule/400963514 19-seitiger “FULL DOCUMENTATION FISH” mit ausführlichen Infos/Fotos vom Gebäude (DOCOMOMO Austria): https://www.docomomo.at/cms/wp-content/uploads/2019/02/2018_grosswarasdorf_hauptschule.pdf Älterer iD-Bericht (4.7.2020): Großwarasdorf (Bgld.): Gemeinderat protestiert gegen geplanten Denkmalschutz für Brutalismus-Schule: https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/grosswarasdorf-bgld-gemeinderat-protestiert-gegen-geplanten-denkmalschutz-fuer-schule/