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AKTUELLE BERICHTE
Radmer (Stmk.): Schloss Greifenberg verfällt – Denkmal ohne Schutz?
/ Berichte /Steiermark / Leobenvon IDM_adminDas Schloss Greifenberg in der Obersteiermark (Gemeinde Radmer) ist seit langem denkmalgeschützt (per Bescheid), jedoch seit den frühen 1990er-Jahren nicht mehr bewohnt und verfällt zusehends. In der ORF-Kurzserie „Studio 2“ Schlössertour vom 13. Juli 2022 berichtet Rupert Reiter-Kluger vor Ort und es wird die Frage gestellt: „Es ist eines jener Beispiele verfallender Bauwerke wo wirklich die Uhr tickt und wo man die Frage, ob es nicht vielleicht schon zu spät für eine Renovierung ist gar nicht mehr so leicht beantworten kann.“ ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (5 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14142401/Zu-Besuch-auf-Schloss-Radmer/15199620 (ORF 2, „Studio 2“, ‚Zu Besuch auf Schloss Radmer‘, 13.7.2022) Das Dach des Schloss Greifenberg im Ortsteil Radmer an der Hasel (Adresse: Radmer an der Hasel 17) scheint weitgehend intakt, der Putz ist in großen Teilen abgeblättert und die Mauern bröckeln sichtlich (zum Teil mit Rissen). Bevor das Dach jedoch saniert wurde, gab es eindringendes Wasser, die Decken zum Einsturz brachten und sonst große Schäden anrichtete. Neben Wohnungen für das Forst- und Jagdpersonal war von 1905 bis 1971 auch eine einklassige Volksschule in Schloss untergebracht. Irgendwann zwischen den 1970ern und 1990er-Jahren verlor der First seinen hölzernen Glockenturm (Foto noch mit Dachreiter von 1963). Das Problem, gemäß Denkmalschutzgesetz gibt es keine Verpflichtung, dieses wertvolle Kulturerbe in einem baulich guten Zustand zu halten, sondern nur das Verbot, aktiv und vorsätzlich die Bausubstanz nachteilig zu verändern oder zu zerstören (vgl. § 4 Denkmalschutzgesetz „Verbot der Zerstörung und Veränderung von Denkmalen“, dort Abs. 2 Z. 2). Auch eine Leserin der Kronenzeitung hat im Jänner 2020 im Rahmen der Krone-Initiative: „Retten wir die steirischen Schätze!“ auf den schlechten Zustand des Schloss Greifenberg hingewiesen. Schon vor dem Leerstand gab es intensive Überlegungen, was man mit dem extrem entlegenen Schloss machen kann. Auch seitens der Gemeinde gab es Versuche, das Gebäude zu erwerben und im Erdgeschoß ein Kupfermuseum einzurichten und in die oberen Stockwerke für Wohnungen adaptieren, die jedoch scheiterten. Das Schloss Greifenberg mitsamt dem Tal war ehemals kaiserliches Jagdgebiet, zuletzt im Besitz von Thronfolger Franz Ferdinand (1863-1914). Franz Hohenberg, Urenkel Thronfolger Franz Ferdinands, wird im ORF-Beitrag dazu interviewt. Hohenberg erklärt, das Problem für eine weitere Nutzung waren die sechs verschiedenen Hausschwammherde im Gebäude, als auch der Denkmalschutz an sich. Der Kunsthistoriker und Bauforscher Daniel Stössl widerspricht, dass der Denkmalschutz hier ein Hindernis darstellt: „Meiner Erfahrung nach ist der Denkmalschutz nicht der Verhinderer. Der Denkmalschutz ist meistens relativ realistisch und weiß, was wann geschehen muss, um ein Objekt zu erhalten. Das heißt, das Ansinnen des Denkmalschutzes ist das Objekt zu erhalten und nicht zu verhindern, dass es erhalten wird,“ und erklärt weiters, das große Problem ist, eine adäquate Nutzung für das Gebäude zu finden. Der Denkmalpfleger Stössl rät auch dringend davon ab, das Schloss widerrechtlich zu betreten, denn es besteht Einsturzgefahr. Jetzt ist nur noch zu hoffen, dass das Schloss nicht das gleiche Schicksal erleiden wird wie die seit den 1970er-Jahren denkmalgeschützte Gartlmühle in Gresten. Das Bundesdenkmalamt hatte dort 2008 einer weitgehenden Aufhebung des Denkmalschutzes zugestimmt, sodass in Folge fast das gesamte Gebäude 2012 abgerissen wurde. Nur noch das Tonnengewölbe des Eingangs blieb erhalten. Siehe: „Das Denkmal ‚Gartlmühle‘ in Gresten (NÖ) – Ein Wahrzeichen ist verblasst „ in: Denkma[i]l: Nachrichten der Initiative Denkmalschutz“, Nr. 22/2016, Seite 20 f. (NÖ), siehe: https://www.initiative-denkmalschutz.at/denkmail/Denkmail_Nr_22_230i9aso.pdf . Über die Stufen des Verfalls siehe Youtube-Video (12 MIN): “ Gartlmühle – Ein Wahrzeichen verblasst„: https://www.youtube.com/watch?v=XDMBfazFL6I Medienbericht: 26.01.2020, Kronenzeitung „Krone“-Aktion: Steirer kämpfen für bedrohte Kulturgüter. Eine Burg des berühmten Minnesängers Ulrich von Liechtenstein bröckelt vor sich hin. Auch an anderen Schlössern nagt der Zahn der Zeit – dabei sind sie Wahrzeichen unseres Landes! Hand in Hand mit ihren Lesern kämpft die „Krone“ um die Erhaltung des steirischen Bauerbes: https://www.krone.at/2085397 Weitere Infos / Linktipps: Peter Buchinger, ‚Schloss Greifenberg – Ein Aufruf zur Rettung‘, in: Zeitschrift Denkma[i]l Nr. 20/2015, Nachrichten der Initiative Denkmalschutz, Seite 53: https://www.initiative-denkmalschutz.at/denkmail/Denkmail_Nr_20_84721o_web.pdf Facebook-Gruppe „Bewahren wir das Schlossensemble Greifenberg“: https://www.facebook.com/groups/758092594307339 Schloss Greifenberg in Radmer (Geschichte, Beschreibung) auf Website: „Burgen-Austria.com“: http://www.burgen-austria.com/archive.php?id=295 Schloss Greifenberg (13 Fotos; vermutlich 2019) auf der Website: „Burgen, Schlösser und Ruinen in Österreich“ (Kastellan Oliver): http://ruine.at/greifenberg.htm „Der Paradeisstollen (und Schloss Greifenberg)“ in Radmer auf Website „Austria-Forum.org“: https://austria-forum.org/af/Bilder_und_Videos/Hochschwab/Teil_3_Um_den_Hochschwab/Radmer Historisches Foto Schloss Radmer aus 1963 (noch mit hölzernem Glockenturm auf First (Dachreiter); in: „Fotos – alte Ansichten“ der Gemeinde Radmer): http://www.radmer.at/index.php/fotos/23-alte-ansichten/detail/351-schloss-greifenberg-1963# Literatur (u.a.): Schloss Greifenberg in Radmer – Stiller Verfall in den Alpen, in: Wolfgang Burghart – Gerhard Hertenberger, „Österreichs gefährdetes Kulturerbe. Vom Umgang mit historischen Bauten. 70 Fallbeispiele“ (Hrsg. Initiative Denkmalschutz), Wien 2018, Seite 70 f. Kulturpark Österreich, Projektstudie, Seite 237 (Foto: Innenraum mit zum Teil eingestürzter Stuckdecke im Schloss Greifenberg und Kurzbeschreibung), Wien 2000, Hrsg. „Kulturpark Österreich – Verein zum Schutz von Baudenkmälern“ Herwig Ebner, Burgen und Schlösser der Steiermark (Birken-Reihe), Band 2: Mürztal und Leoben, Wien 1979 (2. erweiterte Auflage), Seite 122 Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs, Topographisches Denkmälerinventar (Hrsg. Bundesdenkmalamt), Band: Steiermark (ohne Graz), Wien 1982, Seite 386
Villa Putz (Wien): Verfall der „Sauna im Garten“ seit 1990er-Jahre
/ Berichte /Wien 1020, Leopoldstadtvon IDM_adminIn der Nähe des Wiener Praters, im so genannten Pratercottage, versteckt sich in einem verwilderten Garten die im Jahr 1933 erbaute Villa Putz, die seit vielen Jahren verfällt. Dazu hat der ORF im „Studio 2“ einem eigenen Beitrag gewidmet. ORF-FERNSEHBEITRAG ANSEHEN (5 min): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14140784/Sauna-im-Gruenen/15191113 (ORF 2, ‚Studio 2‘-Beitrag von Rupert Reiter-Kluger, 29. Juni 2022, ‚Sauna im Grünen‘). Erbaut wurde die schlichte Villa in der Sportklubstraße 8 vom bekannten Architekten Franz Mörth, der auch 1957-60 das heute denkmalgeschützte Amtsgebäude der Arbeiterkammer in der Prinz Eugen-Straße 20-22 erbaut hat. Mörth hat die Villa im Auftrag der Molkereibesitzerin Josefine Putz erbaut, deren Initialen „JP“ am Gartenzaun deutlich sichtbar sind. (Auch das Nachbargebäude Sportklubstraße 6, Ecke Kurzbauergasse 10 wurde von Mörth errichtet). Nach dem 2. Weltkrieg war hier kurz ein Büro der Österreichischen Kommunisten eingerichtet. Bekannt wurde die Villa in den 1950er-1970er Jahren als „Sauna im Grünen“, in der die bekannte Prominenz (auch Hollywood-Stars) ein und aus ging, wie Skistar Karl Schranz im ORF-Interview erzählt. Unter anderem fand am Pool im Garten eine Miss Austria Wahl 1968 statt. Von hier soll die Sauna ihren Siegeszug in Österreich angetreten haben, heißt es. Anwälte, Journalisten und Minister fanden sich ein. Seit den 1990er-Jahren verfällt die Villa immer mehr. Im Tatort-Film „Zwischen den Fronten“ (mit Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser) kann man das Innere des Hauses sehen (gedreht wurde im März 2012; ausgestrahlt wurde der Fernsehfilm am 17.2.2013). Im ORF-Beitrag wird auch Raphael Priglinger als Anrainer interviewt, der auch zugleich Bezirkspolitiker und Vorsitzender des Bauausschusses in der Leopoldstadt ist, und den schlechten Bauzustand bei der zuständigen Baupolizei gemeldet hat. Daraufhin kommt im ORF-Beitrag Gerhard Cech, Leiter der zuständigen Baupolizei der Stadt Wien (MA 37) zu Wort, der betont, dass die Hauseigentümer in Wien prinzipiell dazu verpflichtet sind, die Häuser in einem guten Zustand zu erhalten sind (gemäß § 129 Abs. 2 der Bauordnung für Wien), trotzdem verfällt die Villa immer mehr. Die Villa ist nicht denkmalgeschützt und steht in keiner Schutzzone der Stadt Wien, jedoch unterliegt das Gebäude seit der Bauordnungsnovelle 2018 prinzipiell einem Schutz, da es vor 1945 erbaut wurde. Zumindest muss die zuständige Magistratsabteilung 19 (Architektur und Stadtgestaltung) die Erhaltungswürdigkeit des Gebäudes überprüfen (vgl. § 60 Abs. 1 lit. d Bauordnung für Wien). Literatur/Linktipps: Pratercottage-Blog:„Was vom Tage übrig blieb. Villa Putz, Sportklubstraße 8 (1933)“: http://www.pratercottage.at/2012/07/18/was-vom-tage-uebrig-blieb Fotos „Sportklubstraße 8“ von Erich J. Schimek für die Initiative Denkmalschutz: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/albums/72157695635460111 Fotos vom Nachbargebäude Sportklubstraße 6 (Ecke Kurzbauerweg 10; ebenso von Franz Mörth errichtet) von Erich J. Schimek für die Initiative Denkmalschutz: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157669451778648

HermannSchachner CC BY-SA 3.0 at
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Burschlkirche Landeck (Tirol): Holzwurmbefall – Einladung zur Begasung
/ Berichte /Tirol / Landeckvon IDM_admin2016 wurde am bemerkenswerten frühbarocken Schnitzaltar in der Landecker Burschlkirche der Holzwurmbefall entdeckt. Dann wurden weitere Schäden am Turm, Dachboden und in der Sakristei festgestellt. Jetzt findet zwischen 28. September und 2. Oktober findet in der Burschlkirche im Ortsteil Perfuchs die Begasung zur Bekämpfung des Holzwurms statt. Die Bevölkerung ist jetzt eingeladen, selbst Gegenstände mit Holzwurmbefall in die Kirche zu stellen. Anmeldung erforderlich. MeinBezirk-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.meinbezirk.at/landeck/c-lokales/gegenstaende-mit-holzwurmbefall-duerfen-mit-rein_a4205607 +++ Kurzbeschreibung der Burschlkirche: „Pestkapelle, urkundlich geweiht 1656. Frühbarocker Hochaltar aus 1651, Adam Payr zugeschriebene Schnitzfiguren sind zum Teil im Schlossmuseum Landeck. Das Hochaltarbild hl. Antonius vor dem Jesuskind wird Michael Waldmann dem Jüngeren zugeschrieben. Ein bemerkenswerter frühbarocke Schnitzaltar wird Michael Lechleitner zugeschrieben.“ (Quelle: Denkmalliste Wikipedia) +++ Ältere Medienberichte: „Streit um Burschlkirche in Landeck endet mit dickem Scheck“ (13.7.2020, Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/17135856/streit-um-burschlkirche-in-landeck-endet-mit-dickem-scheck; „Der Holzwurm rumort in der Landecker Burschlkirche“ (17.12.2019, Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/16452408/der-holzwurm-rumort-in-der-landecker-burschlkirche; „AG Sopie Scholl legt Engagement zurück. In der Burschlkirche ist der Wurm drin“ (16.12.2019, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/landeck/c-lokales/in-der-burschlkirche-ist-der-wurm-drin_a3824301
Alte Residenz (Salzburg): Geheime Kapelle wird restauriert
/ Berichte /Salzburg / Stadt Salzburgvon IDM_adminIn der Alten Residenz in Salzburg wird derzeit ein versteckter Schatz erneuert. Bisher war diese Hauskapelle unter weißer Leimfarbe verborgen: die Privatkapelle von Friedrich Fürst zu Schwarzenberg, der von 1835 bis 1850 Fürsterzbischof von Salzburg war. Ein Restauratorenteam gibt ihr alten Glanz. Die Kapelle soll wieder für Besucher zugänglich gemacht werden. ORF-FERNSEHBERICHT (3 MIN; 24.8.2020): https://tvthek.orf.at/profile/Salzburg-heute/70019/Salzburg-heute/14062476/Geheime-Kapelle-in-der-Alten-Residenz/14750283 +++ ORF-BERICHT LESEN: https://salzburg.orf.at/stories/3063673 +++ Die Salzburger Residenz auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Salzburger_Residenz.
Parkhotel Pörtschach (Ktn.): Pionierbau des Wörthersee-Tourismus um 1960 abgerissen
/ Berichte /Kärnten / Klagenfurt Landvon IDM_adminAus der ORF Sendereihe „Verlorenes Erbe“ in der Sendung „Studio 2“: Das Parkhotel Pörtschach wurde als Villa IX des Etablissement Wahliss um 1890 vom Architekten Wilhelm Heß (1846-1916) erbaut. Er war ein bedeutender Vertreter der Wörthersee-Architektur. Bauherr der Villa IX war der Wiener Geschäftsmann und Porzellanfabrikant Carl Ernst Wahliss (1837-1900). Er hatte 1882 große Teile der Pörtschacher Landzunge erworben und darauf das weiträumige „Etablissement Wahliss“ errichtet, eine weiträumige Freizeiteinrichtung mit Hotels, Villen und Parkanlagen für die gehobene Gesellschaft. Wahliss gehörte damit zu den Pionieren des Tourismus am Wörthersee und das Etablissement Wahliß war zur damaligen Zeit die „größte Hotelstadt der Monarchie“ (Zitat: Archivar Pörtschach, Peter Napetschnig). Das Haupthaus des Etablissement Wahliss war die Villa IX, es war zugleich das eleganteste und komfortabelste Hotel am Wörthersee aus der Zeit des Fin de Siècle. Ein dreigeschoßiger, von Mittelturm und seitlichen Eckrisaliten betonter Monumentalbau mit umlaufenden Holzveranden im Stil des Historismus, der auch Elemente der Heimatschutzarchitektur umfasste sowie Neorenaissance-Anklänge aufwies. 1928 erwarb die Gemeinde Pörtschach die Villa IX und lies bereits bauliche Änderungen vornehmen, die das äußere Erscheinungsbild vereinfachte und nachteilig veränderte. Nach dem 2. Weltkrieg hat sich der Zustand des Gebäudes weiter verschlechtert. Die Villa IX wurde letztendlich um 1960 von Wiener Investoren abgerissen, um in Folge das heutige Parkhotel Pörtschach zu errichten, das 1963 eröffnet wurde. ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (5 MIN, 25.8.2020): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14062525/Parkhotel-Poertschach-Verlorenes-Erbe/14750763 Literatur: 54seitige Broschüre: 50 Jahre Parkhotel Pörtschach (inklusive altes Parkhotel), Pörtschach 2013, siehe: https://www.gat.st/sites/default/files/downloadbroschuereparkhotelpoertschachamwoerthersee.pdf Apropos Architekt Wilhelm Heß: Sehr gefährdet ist aktuell ein weiteres Hotel vom gleichen Architekten, das so genannte Hotel Wörthersee in Klagenfurt am Ufer des Wörthersees, siehe iD-Bericht: „Hotel Wörthersee ‚Architektur-Juwel‘ in Gefahr“ (21.7.2020): https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/klagenfurt-ktn-hotel-woerthersee-architektur-juwel-in-gefahr/
Prunnerkreuz am Zollfeld (Ktn): Römische Büstenköpfe gestohlen
/ Berichte /Kärnten / Klagenfurt Landvon IDM_adminDas Prunnerkreuz am Zollfeld in der Gemeinde Maria Saal ist eine 1692 erbaute Nischenkapelle, an der zahlreiche Inschrift- und Reliefsteine, die aus der Römerzeit bis zum 19. Jahrhundert stammen, angebracht wurden. In der Nacht von Sonntag auf Montag (23./24.8.2020) wurde jetzt die Medaillonstele „Büsten zweier Knaben“ auf der Südseite der denkmalgeschützten Kapelle (rechts der Nische) gewaltsam herausgemeißelt und gestohlen. Der Scharzmarktwert des antiken Römersteins ist beträchtlich. Sieben weitere Römersteine wurden beschädigt, doch hier misslang der versuchte Diebstahl. Das Prunnerkreuz war mit seinen Reliefs und Inschriften lange Zeit eines der wenigen sichtbaren Zeichen zur Geschichte der damaligen römischen Provinzhauptstadt Virunum. KRONE-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.krone.at/2217270. +++ Das Prunnerkreuz am Zollfeld auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Prunnerkreuz; auf Kleindenkmaeler.at: http://www.kleindenkmaeler.at/detail/prunnerkreuz; MyHeimat.de: https://www.myheimat.de/igling/kultur/roemische-zeugnisse-prunner-kreuz-marktgemeinde-maria-saal-am-zollfeld-d556391.html +++ Das Prunnerkreuz als Vorzeichnung zum „Kronprinzenwerk“ (Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild, Wien 1886-1902), Bd. Kärnten, 1891, S. 60, siehe: http://www.bildarchivaustria.at/Pages/ImageDetail.aspx?p_iBildID=12953659 +++ Älterer Medienbericht: „‚Forscherglück‘ am Wegesrand: Schon in der Antike gab es regen Handel im Alpen-Adria-Raum. Daher wollen Historiker in Kärnten, Slowenien und Italien grenzübergreifend römische Steindenkmäler erforschen. Diese sind oft erst auf den zweiten Blick entlang von alten Römerstraßen zu finden“ (1.4.2017, ORF): https://kaernten.orf.at/v2/tv/stories/2833422. Ein ähnlicher Diebstahl ereignete sich 2018 beim Schloss Guggenthal in der Gemeinde Koppl bei Salzburg. Damals wurde das barocke Wappen herausgeschlagen und gestohlen und 2014 ein weiteres Wappen, siehe Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Guggenthal, Salzburg-Wiki: https://www.sn.at/wiki/Kunstgut-Diebstahl bzw. Meldung der Landespolizeidirektion Salzburg (2018): https://www.regionews.at/newsdetail/Wappen_von_ehemaligen_Schloss_im_Flachgau_gestohlen-175664.
Gaming (NÖ): Denkmalgeschützte ‚Alte Post‘ in Kienberg vor Abriss
/ Berichte /Niederösterreich / Scheibbsvon IDM_adminUPDATE (2.9.): REAKTION SEITENS EIGENTÜMER SIEHE UNTEN Ein ehemaliges Arbeiterwohnhaus hinter dem Herrenhaus in Kienberg im Erlauftal wurde bereits abgerissen. Und die neue Erbin der „Forst- und Liegenschaftsverwaltung Kienberg“ (Gemeinde Gaming) hat noch Vieles vor. Auch drei denkmalgeschützte Gebäude befinden sich jetzt in ihrem Besitz, die ehemalige Gießerei (Heinreichweg 4), der alte Kindergarten und die Alte Post. Leider wurden in den letzten Jahren alle drei Gebäude dem Verfall preisgegeben. Freude kommt bei der Erbin auf, da es ihr jetzt gelungen ist, die „Alte Post“ aus dem Denkmalschutz zu entlassen. Jetzt soll das Gebäude in Bälde abgerissen werden. Vermutlich handelt es sich dabei um das alte Arbeiterwohnhaus (Heinreichweg 2). Für Hinweise, ob diese Annahme korrekt ist bzw. welche Adresse der alte Kindergarten hat, wäre unser Verein Initiative Denkmalschutz sehr dankbar. NÖN-Artikel weiterlesen: https://www.noen.at/erlauftal/bauarbeiten-kienberg-altes-gemaeuer-geht-etwas-neues-entsteht-gaming-forstgut-kienberg-teresa-outhwaite-tourismus-219793228. +++ Beschreibung Heinreichweg 2 im Dehio-Handbuch (Hrsg. Bundesdenkmalamt): „Arbeiterwohnhaus, ursprünglich Töpper’scher Werksbau, genutetes Erdgeschoß mit Korbbogeneinfahrt und Lünettenfenstern 1832, Aufstockung mit Satteldach und gezimertem seitlichem Balkongang über Gusseisenkonsolen um 1880„. +++ Denkmalliste Gaming (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Gaming REAKTION AUF UNSEREN ARTIKEL (22.8.): „Gaming (NÖ): Denkmalgeschützte Post in Kienberg vor Abriss.“: Wir erhielten eine Stellungnahme von der neuen Eigentümervertreterin, die wir gerne – in Absprache – veröffentlichen: Bezugnehmend auf den Artikel „Denkmalgeschützte Alte Post in Kienberg vor Abriss“ möchte ich gerne folgendes anmerken: Bei der „Alten Post“ handelt es sich um das ehemalige Arbeiterwohnhaus mit der Adresse Heinrichweg 2. Der ehemalige „Alte Kindergarten“ hat die Adresse Heinrichweg 1. Nach dem Tod meiner Tante, Frau Lily Claire Reitlinger, im Mai vorigen Jahres habe ich die Geschäftsführung der Forst- und Liegenschaftsverwaltung Kienberg übernommen und somit auch die unter Denkmalschutz stehende Gießerei und deren Nebengebäude (eh. Post und Kindergarten – beides später Arbeiterwohnhäuser), sowie andere Häuser in Kienberg, die jedoch nicht unter Denkmalschutz stehen. Leider befindet sich die „Alte Post“ in einem so schlechten Zustand, sodass es mir als neue Besitzerin nicht mehr möglich war dieses Gebäude instand zu setzen bzw. zu erhalten. Somit hat das Bundesdenkmalamt unter Beiziehung eines Sachverständigen des Denkmalbeirates entschieden, dass eine denkmalgerechte Instandsetzung mit Dokumentationswert nicht mehr umsetzbar und eine Denkmalwürdigkeit nicht mehr gegeben sei. Es besteht hier auch die Gefahr, dass herabstürzende Mauerteile Fußgänger oder Radfahrer (der Radweg führt direkt am Gebäude vorbei) verletzen. Mir persönlich bedeutet es enorm viel wenigstens die beiden anderen Gebäude (Gießerei und eh. Kindergarten) zu erhalten, da es für unsere Gegend ein sehr wichtiger Teil der Geschichte ist. Eine Revitalisierung liegt uns sehr am Herzen, was allerdings riesige Investitionen und eine längere Planungsfrist bedeuten wird. Es sind schon einige Ideen für eine neue Nutzung vorhanden, jedoch ist es noch zu früh darüber zu sprechen. Was den Abriss des ehemaligen Arbeiterwohnhauses hinter dem Herrenhaus betrifft, möchte ich dazusagen, dass dieses keinesfalls unter Denkmalschutz stand und hier bereits ein neues Haus mit Ferienwohnungen entsteht, welches sich dem Stil der umliegenden Häuser in seiner Form anpasst. Ein weiteres Projekt ist auch bereits in der ersten Planungsphase. Wir haben vor, ein an das Herrenhaus angrenzendes Wohnhaus, Baujahr ca. Mitte 19. Jahrhundert, zu revitalisieren bevor es auch dem Verfall preisgegeben wird. Mit allen Bauvorhaben und Plänen für die künftigen Projekte stehen wir in Kooperation mit der Gemeinde Gaming, insbesondere mit Frau Bürgermeisterin Renate Rakwetz, die uns immer sehr unterstützt um unsere Pläne auch in die Tat umzusetzen. Unser historisches Interesse ist sehr groß und wir sind immer gerne für Gespräche bereit und für Ratschläge diesbezüglich offen. Mit freundlichen Grüßen Teresa Outhwaite Literatur: – Dehio-Handbuch Niederösterreich südlich der Donau – Teil 1, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Topographisches Denkmälerinventar, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Horn – Wien 2003, Seite 506, siehe: https://bda.gv.at/publikationen/details/dehio-niederoesterreich-suedlich-der-donau-in-zwei-teilen-die-kunstdenkmaeler-oesterreichs/
Bezirkspolitik in Wien: Kein Interesse an Stellungnahmen der eigenen Bürger!
/ Berichte /Wien, allgemeinvon IDM_adminFlächwidmungs- und Bebauungspläne bilden eine besonders wichtige Grundlage bei Bauvorhaben. Wenn es um Aufstockungen von Gebäuden mit besonderer Bedeutung für das historische Stadtbild geht, oder ob durch viel zu hohe Widmungen Anreize für Abrisse für Altbauten geschaffen werden, all dies wird in den Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen festgehalten. Unser Verein Initiaitive Denkmalschutz hat daher seit seiner Gründung im Jahr 2008 besonderes Augenmerk auf solche Umwidmungen gelegt und bereits viele Dutzende Stellungnahmen abgegeben, einerseits weil dies eines der ganz wenigen Rechte für uns als NGO ist, die uns der Gesetzgeber zugestanden hat (quasi Anhörungsrecht), andererseits weil wir hier proaktiv und vorausschauend negative Entwicklungen schon Jahre vorher gegebenenfalls hintanhalten könn(t)en. Aktuelle öffentliche Auflagen in den Bezirken 2., 3., 14., 20., 22. Letzten Donnerstag am 20. August gingen nach der Sommerpause wieder viele aktuelle Flächenwidmungsverfahren online. Bis 1. Oktober haben jetzt Bürgerinnen und Bürger das Recht, Stellungnahmen zu den geplanten Umwidmungen abzugeben, die dann im zuständigen Gemeinderatsausschuss behandelt und danach im Gemeinderat rechtsgültig beschlossen werden. Eine sehr wichtige Rolle kommt dabei den örtlichen Bezirksvertretungen zu, denn die Stellungnahme der Bezirke haben ein besonders großes Gewicht, wenn noch Abänderungen zum Planentwurf gemacht werden sollen. Örtliche Bezirkspolitik kein Interesse an Stellungnahmen der Bürger und NGOs? Was seit vielen Jahren viele Bürgerinnen und Bürger jedoch vor den Kopf stößt: Die Bezirksvertretungen zeigen zumeist keinerlei Interesse an den Stellungnahmen der eigenen Bezirksbürger oder von NGOs wie unserem Verein Initiative Denkmalschutz, denn allzu oft werden die Bezirks-Stellungnahmen noch während(!) der öffentlichen Auflagefrist beschlossen bzw. im zuständigen Bezirks-Bauausschuss abschließend beraten, sodass keinerlei Möglichkeit für die Bezirkspolitiker – gewollt oder ungewollt(!) besteht, die Stellungnahmen der BürgerInnen überhaupt zu kennen (und wie bekannt, werden gerade in den letzten Tagen vor Fristende die meisten Stellungnahmen abgegeben). Gemeinsam mit dem Verein „Aktion 21 – pro Bürgerbeteiligung“ versucht unser Verein Initiative Denkmalschutz seit vielen Jahren diesen „Missstand“ verbessern. UPDATE (29.8.2020): 2. Bezirk: Bis dato keine Antwort +++ 3. Bezirk: Wie befürchtet: Nächste Bauausschuss-Sitzung am 9.9., Stellungnahme-Beschluss in Bezirksvertretungssitzung am 17.9. (2 Wochen vor Ende der öffentlichen Auflagefrist!) Bezirksvertretungen können sich sehr wohl zu Wort melden! Auch wenn der Gesetzgeber, der Wiener Landtag, es hier nicht wirklich vorgesehen hat, dass die Bezirkspolitik rechtzeitig Kenntnis von den Stellungnahmen der Bezirksbürger erlangt, so können die Bezirksparteien diesen „Missstand“ einerseits der eigenen Partei im Gemeinderat/Landtag melden bzw. im Bezirk Resolutionen beschließen, um hier glaubwürdig zu bekunden, dass der Bezirk die Stellungnahmen der eigenen Bezirksbürger kennen will. Vielleicht wurde es – ganz selten – gemacht, doch unserem Verein sind keinerlei derartige Reaktionen bekannt. Oft hat es den Anschein, als ob die Bezirkspolitik nicht unglücklich ist, wenn sie zum Zeitpunkt der Beschlusssfassung der Stellungnahme „unwissend“ ist (man könnte ja sonst vielleicht ein schlechtes Gewissen bekommen?). Verein Initiative Denkmalschutz beabsichtigt drei Stellungnahmen abzugeben (2. u. 3. Bezirk) Zwei von fünf Bezirken stehen bei unserem Verein aktuell im Fokus. Zu den beiden Planentwürfen im 2. Bezirk sowie zu einem Planentwurf im 3. Bezirk beabsichtigt unser Verein eine Stellungnahme abzugeben und wir stellten daher noch am gleichen Tag (20.8.) folgende Anfrage an die Bezirke Leopoldstadt und Landstraße per email: Sehr geehrte Bezirksvorstehung, sehr geehrte/r Vorsitzende/r des Bauausschusses, seit heute, 20. August befinden/befindet sich die/der Planentwurf /-würfe Nr. … in öffentlicher Auflage (bis 1. Oktober): Unsere zwei Fragen dazu: 1.) Wann findet die nächste Bauauschuss-Sitzung statt, in der dieser Planentwurf behandelt wird? 2.) Wann ist seitens der Bezirksvertretung beabsichtigt, die Stellungnahme zu diesem Planentwurf zu beschließen? Wir befürchten, dass dies bereits in der nächsten Bezirksvertretungssitzung am 17. September / 21. September – also noch während der öffentlichen Auflage (!!!) – erfolgen wird (vgl. https://www.wien.gv.at/bvt/internet/AdvPrSrv.asp?Layout=sSitzungstermine&Type=R&Bezirk=02 bzw. https://www.wien.gv.at/bvt/internet/AdvPrSrv.asp?Layout=sSitzungstermine&Type=R&Bezirk=3). In diesem Fall fordern wir Sie auf, die öffentliche Auflage abzuwarten, und erst danach die abschließende Beratung im Bauausschuss abzuhalten und in weiterer Folge die Stellungnahme in der Bezirksvertretung zu beschließen [iD-Anmerkung: vermutlich müsste hierzu eine Sonder-Bezirksvertretungssitzung einberufen werden]. Wenn nicht einmal die eigenen Bezirksvertreterinnen und – vertreter Interesse an den abgegebenen Stellungnahmen der Bezirksbürgerinnen und Bürgern sowie NGOs haben, wieso sollte dann der Gemeinderatsausschuss größeres Interesse an den Stellungnahmen zeigen, zumal die Gemeinderatsausschuss-Mitglied viel schlechtere eigene örtliche Kenntnisse der lokalen Gegebenheiten haben. Wie Sie wissen, hat Ihre Bezirks-Stellungnahme wesentliches Gewicht für den rechtsgültigen Beschluss im Gemeinderat. Die zum Teil vorherrschende Praxis in den Bezirken, vor Ende der öffentlichen Auflagefrist Stellungnahmen der Bezirksvertretung zu beschließen, stößt nicht nur unserem Verein, sondern vielen Bürgerinnen und Bürgern vor den Kopf. Unser Verein beabsichtigt zum/zu den Planentwurf/-entwürfen … eine Stellungnahme abzugeben und hoffen diese bis etwa 10. September Ihnen übermitteln zu können. Natürlich werden wir unsere Stellungnahme ebenso bei der MA 21 abgeben, mit freundlichen Grüßen Markus Landerer im Namen der Initiative Denkmalschutz mobil: 0699 / 1024 4216 Mitglied beim Verein „Aktion 21 – pro Bürgerbeteiligung (www.aktion21.at) PS: Auszug aus der Bauordnung für Wien § 2 Abs. (5): Der Magistrat hat die Entwürfe für die Festsetzung und für Abänderungen der Flächenwidmungspläne und der Bebauungspläne (…), durch sechs Wochen zur öffentlichen Einsicht aufzulegen und in einem der örtlich zuständigen Bezirksvertretung mit der Einladung zu übermitteln, innerhalb einer gleichzeitig festzusetzenden Frist, die zwei Monate, im Falle unwesentlicher Abänderungen der Flächenwidmungspläne und Bebauungspläne vier Wochen, nicht überschreiten darf, dazu Stellung zu nehmen. Bei unwesentlichen Abänderungen der Flächenwidmungspläne und Bebauungspläne kann die öffentliche Auflage auf vier Wochen verkürzt werden (…). Anmerkung Initiative Denkmalschutz: Bedauerlicher Weise wurde die Frist für die örtlichen Bezirksvertretungen bei der Bauordnungsnovelle 2018 sogar noch von drei auf zwei Monate verkürzt. Vgl. u.a. unsere Stellungnahme zu § 2 Abs. 5 Bauordnungsnovelle (18. Mai 2020): https://www.initiative-denkmalschutz.at/stellungnahme/wien-stellungnahme-bauordnungsnovelle-18-mai-2020/
Villa Lindweg 17 (Graz): Trotz Einwendungen gegen Bebauungsplan Villa wird schon abgerissen
/ Berichte /Steiermark / Grazvon IDM_adminDie hübsche kleine Villa Lindweg 17 im 3. Grazer Bezirk Geidorf muss dran glauben, obwohl der Bebauungsplan noch nicht rechtskräftig ist. Der Bebauungsplan 03.23.0 hat dieses Objekt quasi zum Verschwinden genötigt. Gegen den Bebauungsplan wurden Einwendungen erhoben. Dennoch muss die Soko Altstadt rund um Peter Laukhardt am 12. August 2020 bereits den Abbruch der Villa Lindweg 17 mit ansehen. Peter Laukhardt fürchtet nun – wie schon in seiner Einwendung zum Bebauungsplan angeführt -, dass die Gebäude Lindweg 5 (einstöckiger Bau), Lindweg 11 (Villa), Lindweg 23 (kleines Haus) und Lindweg 25 (villenartiges Landhaus) ebenso diesem neuen Bebauungsplan zum Opfer fallen werden. +++ Villa Lindweg 17 auf Baugeschichte.at: https://baugeschichte.at/Lindweg_17 +++ Villa Lindweg 11 auf Baugeschichte.at: https://baugeschichte.at/Lindweg_11.
Klosterfrauenbühel Lienz (Osttirol): 90 Meter hohes Heiligtum lässt Archäologen staunen
/ Berichte /Tirol / Lienzvon IDM_adminKeltisch-römische Tempelanlage größer als vermutet. Die Fachwelt aus ganz Europa interessiert sich für das seltsame Heiligtum am Klosterfrauen-Bühel (Dominikanerinnen-Bichl) oberhalb des Brauhauses Falkenbräu in der Stadt Lienz. Das über 2000 Jahre alte Heiligtum wurde von den Römern mit einer mächtigen Umfassungsmauer versehen. Unschätzbare Funde der Kelten und Römer wurden ausgegraben, die in dieser Form selten so gut erhalten sind. Es gibt keine vergleichbare Anlage auf der ganzen Welt, die ähnlich einer Stufenpyramide über das Tal herausragte, was den Archäologen bei der Bewertung und Einordnung der archäologischen Kultanlage entsprechende Schwierigkeiten bereitet. PS: Anmerkung Initiative Denkmalschutz: „Die Anlage steht offenbar (noch) nicht unter Denkmalschutz„ (vgl. Denkmalverzeichnis BDA bzw. Denkmalliste Wikipedia). ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (16.8.2020): https://tvthek.orf.at/profile/Tirol-heute/70023/Tirol-heute/14061693/Tempelanlage-groesser-als-vermutet/14746255 +++ Uni Innsbruck (Institut für Archäologien): „Kultkontinuität auf dem Klosterfrauenbichl in Lienz – Vom Stammesheiligtum der Laianken zum ländlichen römerzeitlichen Kultplatz„: https://www.uibk.ac.at/archaeologien/projekte/grabherr-gerald/lienz/klosterfrauenbichl-lienz.html +++ Weitere (ältere) Medienberichte: „Lienz‘ kommt von den Laianken: Keltische Stätte beeindruckt Forscher“: (19.11.2019, Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/16279725/lienz-kommt-von-den-laianken-keltische-staette-beeindruckt-forscher; „Forscher finden Artefakte auf ‚heiligem Hügel‘ in Osttirol“ (13.11.2019, Der Standard): https://www.derstandard.at/story/2000111019024/forscher-finden-artefakte-auf-heiligem-huegel-in-osttirol; „Keltische Kriegstrompete in Lienz gefunden“ (13.11.2019, ORF): https://tirol.orf.at/stories/3021502; „Kultstätte in Lienz wird weiter erforscht“ (19.3.2019, Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/15448293/kultstaette-in-lienz-wird-weiter-erforscht; „Archäologieblog: Ausgrabung mit Dolomiten-Blick: Ein Kultplatz oberhalb von Lienz.“ (2.8.2018, Der Standard): https://www.derstandard.at/story/2000084571448/ausgrabung-mit-dolomiten-blick-ein-roemischer-kultplatz-oberhalb-von-lienz; „Kelten- und Römerfundstücke in Osttirol“ (14.11.2019, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/tirol/c-lokales/kelten-und-roemerfundstuecke-in-osttirol_a3753816.
Weltmuseum (Wien): denkmalgeschützt und Zugang trotzdem barrierefrei
/ Berichte /Wien 1010, Innere Stadtvon IDM_adminDer Verein „BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben“ zeigt am Beispiel Weltmuseum Wien in der Hofburg auf, dass es sehr wohl möglich ist, etwas barrierefrei zu gestalten, ohne dabei die historische Erscheinung des Gebäudes zu zerstören. Ein Plattformlift dient zur Überwindung der drei Stufen bis zum Eingang. Der Plattformlift fährt aus dem Boden, die Plattform schiebt sich nach vor, die Stufen am Eingang können überwunden werden. BIZEPS-ARTIKEL (mit VIDEO) WEITERLESEN: https://www.bizeps.or.at/weltmuseum-denkmalgeschuetzt-und-zugang-trotzdem-barrierefrei +++ Das Weltmuseum Wien auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Weltmuseum_Wien.