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AKTUELLE BERICHTE
Kaiserstraße 31 Abriss (Wien): Anlass für Wunsch nach Änderung der Bauordnung
/ Presseaussendungen /Wien 1070, Neubauvon IDM_adminMedienberichte: 7. Juli 2022, Der Standard Keine Sanierung: Abbruch eines Wiener Biedermeierhauses sorgt für Aufregung. Häufig wird bei alten Häusern mit wirtschaftlicher Abbruchreife argumentiert, bevor der Bagger anrollt. Die Wiener Grünen wollen das ändern: https://www.derstandard.at/story/2000137057788/abbruch-eines-wiener-biedermeierhauses-sorgt-fuer-aufregung 30. Juni 2022, Kurier Biedermeierhaus schutzlos in der Schutzzone. Der Abriss eines historischen Baus im 7. Bezirk zeigt einmal mehr auf, wie zahnlos die bestehenden Regeln zum Erhalt historischer Gebäude sind: https://kurier.at/chronik/wien/biedermeierhaus-schutzlos-in-der-schutzzone/402058930 APA-OTS-Presseaussendung (www.ots.at), Initiative Denkmalschutz, 29. Juni 2022 Abbruchskandal in Wien: Biedermeierhaus Kaiserstraße 31 vor Abriss! Trotz Schutzzone und Denkmalschutz! Initiative Denkmalschutz kritisiert Wiener Altstadtschutz scharf. Die „wirtschaftliche Abbruchreife“ kann den Tod jedes Altstadthauses bedeuten. Bauordnung gehört dringend reformiert! Wien (OTS) – Ursprünglich hätte das Biedermeierhaus in der Kaiserstraße 31 (7. Bezirk Neubau) revitalisiert werden sollen, doch plötzlich kam alles anders. Jetzt gibt die „wirtschaftliche Abbruchreife“ dem Gebäude den Todesstoß, denn „die Kosten der notwendigen Sanierung dieses Gebäudes können nicht vom Ertrag der Liegenschaft nach Sanierung abgedeckt werden.“ So wurde – unbemerkt von der Öffentlichkeit – am 27.10.2021 die Abbruchbewilligung erteilt (gemäß § 60 Abs. 1 lit. d Bauordnung). Die Vorarbeiten zum Abbruch laufen bereits. [Vgl. WienSchauen: Lücke auf Zeit (30.8.2019)] Kaiserstraße – Ein geschlossenes Altstadtensemble wird zerstört Das Biedermeierhaus Kaiserstraße 31 wurde 1803-04 erbaut und bildet mit den anschließenden Gebäuden Kaiserstraße 25-29 ein geschlossenes Altstadtensemble (Kloster Töchter vom Göttlichen Heiland), das auch deswegen eigens als Schutzzone gewidmet wurde. Und schon 1973 hat das Bundesdenkmalamt zumindest für die „Reliefs der Straßenfassade“ (Muschelmotive) einen Schutz ausgesprochen. Die „wirtschaftliche Abbruchreife“ – ein Geschenk für Spekulanten? Viele Altbauten (vor 1945 errichtet und von der Magistratsabteilung 19 (Architektur und Stadtgestaltung) als erhaltenswert beurteilt) wurden in letzter Zeit Opfer dieser „wirtschaftlichen Abbruchreife“. Hier nur eine kleine Auswahl: KRANZGASSE 24 (15. Bezirk), Abriss ca. März 2022 +++ GUDRUNSTRASSE 120 / HUMBOLDTGASSE 42-44 (10. Bezirk), Abriss Aug./Sept. 2021 +++ KRIEGLERGASSE 12 (3. Bezirk; Schutzzone), Abriss Februar 2021 +++ LEOPOLDAUER PLATZ 9 und 11 (Schutzzone), Abriss Aug./Sept. 2020. Reform der Bauordnung und Ende dieser Berechnungsmethoden! Die Berechnungsmethode dieser „wirtschaftlichen Abbruchreife“ ist extrem benachteiligend für den Altbau, denn einerseits sind die Mieteinnahmen gedeckelt (im Gegensatz zum Neubau), andererseits lassen sich bei Neubauten zumeist deutlich mehr Geschoße errichten und somit mehr Einnahmen (Miete/Verkauf) erwirtschaften. Des Weiteren erspart man sich eine aufwändige Sanierung von Fassadendekor (usw.). Auch der dafür zuständige Altstadterhaltungsfonds kann – trotz zum Teil beträchtlicher Förderzusagen (bei Krieglergasse 12 waren es € 778.000) – diese Schieflage immer seltener ausgleichen. Daher fordert die Initiative Denkmalschutz eine Abschaffung der „wirtschaftlichen Abbruchreife“ und damit ein Ende einer solchen Förderung von Abriss und Neubau. Es müssen neue Instrumente gefunden werden, um Eigentümer von Altbauten zu entlasten und die Altstadterhaltung zu sichern. Rückfragehinweis: Markus Landerer (0699/1024 4216) und Dr. Gerhard Hertenberger (0676/7723433) Verein Initiative Denkmalschutz, Verein für den Schutz bedrohter Kulturgüter www.initiative-denkmalschutz.at Fuchsthallergasse 11/5 1090 Wien
Abbruchskandal in Wien: Biedermeierhaus Kaiserstraße 31 vor Abriss!
/ Presseaussendungen /Wien 1070, Neubauvon IDM_adminAPA-OTS-Presseaussendung (www.ots.at), Initiative Denkmalschutz, 29. Juni 2022 Abbruchskandal in Wien: Biedermeierhaus Kaiserstraße 31 vor Abriss! Trotz Schutzzone und Denkmalschutz! Initiative Denkmalschutz kritisiert Wiener Altstadtschutz scharf. Die „wirtschaftliche Abbruchreife“ kann den Tod jedes Altstadthauses bedeuten. Bauordnung gehört dringend reformiert! Wien (OTS) – Ursprünglich hätte das Biedermeierhaus in der Kaiserstraße 31 (7. Bezirk Neubau) revitalisiert werden sollen, doch plötzlich kam alles anders. Jetzt gibt die „wirtschaftliche Abbruchreife“ dem Gebäude den Todesstoß, denn „die Kosten der notwendigen Sanierung dieses Gebäudes können nicht vom Ertrag der Liegenschaft nach Sanierung abgedeckt werden.“ So wurde – unbemerkt von der Öffentlichkeit – am 27.10.2021 die Abbruchbewilligung erteilt (gemäß § 60 Abs. 1 lit. d Bauordnung). Die Vorarbeiten zum Abbruch laufen bereits. [Vgl. WienSchauen: Lücke auf Zeit (30.8.2019)] Kaiserstraße – Ein geschlossenes Altstadtensemble wird zerstört Das Biedermeierhaus Kaiserstraße 31 wurde 1803-04 erbaut und bildet mit den anschließenden Gebäuden Kaiserstraße 25-29 ein geschlossenes Altstadtensemble (Kloster Töchter vom Göttlichen Heiland), das auch deswegen eigens als Schutzzone gewidmet wurde. Und schon 1973 hat das Bundesdenkmalamt zumindest für die „Reliefs der Straßenfassade“ (Muschelmotive) einen Schutz ausgesprochen. Die „wirtschaftliche Abbruchreife“ – ein Geschenk für Spekulanten? Viele Altbauten (vor 1945 errichtet und von der Magistratsabteilung 19 (Architektur und Stadtgestaltung) als erhaltenswert beurteilt) wurden in letzter Zeit Opfer dieser „wirtschaftlichen Abbruchreife“. Hier nur eine kleine Auswahl: KRANZGASSE 24 (15. Bezirk), Abriss ca. März 2022 +++ GUDRUNSTRASSE 120 / HUMBOLDTGASSE 42-44 (10. Bezirk), Abriss Aug./Sept. 2021 +++ KRIEGLERGASSE 12 (3. Bezirk; Schutzzone), Abriss Februar 2021 +++ LEOPOLDAUER PLATZ 9 und 11 (Schutzzone), Abriss Aug./Sept. 2020. Reform der Bauordnung und Ende dieser Berechnungsmethoden! Die Berechnungsmethode dieser „wirtschaftlichen Abbruchreife“ ist extrem benachteiligend für den Altbau, denn einerseits sind die Mieteinnahmen gedeckelt (im Gegensatz zum Neubau), andererseits lassen sich bei Neubauten zumeist deutlich mehr Geschoße errichten und somit mehr Einnahmen (Miete/Verkauf) erwirtschaften. Des Weiteren erspart man sich eine aufwändige Sanierung von Fassadendekor (usw.). Auch der dafür zuständige Altstadterhaltungsfonds kann – trotz zum Teil beträchtlicher Förderzusagen (bei Krieglergasse 12 waren es € 778.000) – diese Schieflage immer seltener ausgleichen. Daher fordert die Initiative Denkmalschutz eine Abschaffung der „wirtschaftlichen Abbruchreife“ und damit ein Ende einer solchen Förderung von Abriss und Neubau. Es müssen neue Instrumente gefunden werden, um Eigentümer von Altbauten zu entlasten und die Altstadterhaltung zu sichern. Rückfragehinweis: Markus Landerer (0699/1024 4216) und Dr. Gerhard Hertenberger (0676/7723433) Verein Initiative Denkmalschutz, Verein für den Schutz bedrohter Kulturgüter www.initiative-denkmalschutz.at Fuchsthallergasse 11/5 1090 Wien

Markus Landerer / Initiative Denkmalschutz
Klagenfurt (Ktn.): Alter Platz soll als Ensemble unter Denkmalschutz gestellt werden
/ Berichte /Kärnten / Klagenfurt Stadtvon IDM_adminSelten aber doch stellt das Bundesdenkmalamt ganze Häuserensembles unter Denkmalschutz. Nun erachtet das Denkmalamt den „Alten Platz“ in der Altstadt von Klagenfurt als ein solches kulturhistorisch erhaltenswertes Ensemble. Der Alte Platz ist umgeben von 34 Bürgerhäusern, die zumeist auf das 16. Jahrhundert zurückgehen. 12 dieser Häuser sowie die Dreifaltigkeitssäule stehen bereits als Einzelobjekte unter Denkmalschutz, nun sollen auch die anderen Gebäude unter Schutz gestellt werden. Die Eigentümer wurden soeben von diesem Vorhaben informiert, sie können nun innerhalb von vier Wochen eine Stellungnahme abgeben und gegebenenfalls dagegen Einspruch erheben. Laut dem Medium „5 Min.at“ steigen bereits Händler und Eigentümer auf die Barrikaden, denn Wertverlust und Leerstände werden befürchtet. Das Bundesdenkmalamt ist jetzt um Beruhigung bemüht. Auch der Chef der Klagenfurter Stadtplanung, Robert Piechl, beruhigt: „Das wird nicht so heiß gegessen, wie gekocht.“ In Österreich gibt es derzeit rund 80 denkmalgeschützte Ensembles von unterschiedlicher Größe. In Kärnten wurden zuletzt die Ensembles Gmünd und Friesach unter Denkmalschutz gestellt. PS: Ein Ensembleschutz in der Innenstadt von Wien – wie der Kurier berichtet- ist unserem Verein nicht bekannt! (nur eine Schutzzone der Stadt Wien). KURIER-ARTIKEL WEITERLESEN (17.8.2020): https://kurier.at/chronik/oesterreich/der-alte-platz-wird-unter-denkmalschutz-gestellt/401002424 +++ Offizielle APA-OTS-Presseaussendung BUNDESDENKMALAMT (12.11.2019): „Unterschutzstellung des Ensembles „Klagenfurt – Alter Platz“ in Prüfung„: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20191112_OTS0115 +++ Weitere Medienberichte: „Eigentümer steigen auf die Barrikaden. Alter Platz: Hausbesitzer fürchten Zugriff durch Denkmalschutz„ (5 min, 16.8.2020): https://www.5min.at/202008305091/alter-platz-hausbesitzer-fuerchten-zugriff-durch-denkmalschutz; „Leserbrief: Die Auswahl des Alten Platzes alleine wäre diskriminierend“ (17.8.2020): https://www.5min.at/202008305179/die-auswahl-des-alten-platzes-bedeutet-eine-diskriminierung +++ Ältere Medienberichte: „Alter Platz soll unter Schutz gestellt werden“ (12.11.2019, ORF): https://kaernten.orf.at/stories/3021327; „Alter Platz in Klagenfurt soll zum Denkmal werden“ (19.11.2019, Kurier): https://kurier.at/lifestyle/wohnen/alter-platz-in-klagenfurt-soll-zum-denkmal-werden/400678088; „Alter Platz unter Denkmalschutz“ (13.11.2019, Ö24): https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/kaernten/alter-platz-unter-denkmalschutz/405754796 +++ Der Alte Platz in Klagenfurt auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Alter_Platz_(Klagenfurt_am_W%C3%B6rthersee) +++ Denkmalliste Wikipedia (mit den 13 Einzelobjekten am Alten Platz, die bereits unter Denkmalschutz stehen): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Klagenfurt_am_W%C3%B6rthersee-Klagenfurt.
St. Koloman Volksschule (Sbg.): Kaufmann-Fresko von 1966 wird erhalten
/ Berichte /Salzburg / Tennengau (Pol. Bez. Hallein)von IDM_adminIn der Gemeinde St. Koloman wird derzeit ein großes Fresko von der Fassade der nicht denkmalgeschützten Volksschule geschnitten. Es stammt vom Salzburger Maler Wilhelm Kaufmann (1901-1999), der es 1966 für den Neubau gestaltet hat. Nun wird die Schule am Berneggweg 191 saniert und erweitert. Das Fresko bleibt erhalten und soll im Inneren der renovierten Volksschule neu aufgestellt werden. ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (3 min; 11.8.2020): https://tvthek.orf.at/profile/Salzburg-heute/70019/Salzburg-heute/14061218/Kaufmann-Fresko-bleibt-erhalten/14743990 +++ ORF-BERICHT LESEN: https://salzburg.orf.at/stories/3061927 +++ Weitere Medienberichte: „Sanierung und Neubau: Volks- und Kindergartengebäude St. Koloman platzt aus allen Nähten“ (2.8.2020, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/tennengau/c-lokales/volks-und-kindergartengebaeude-st-koloman-platz-aus-allen-naehten_a4188780; „St. Koloman startet Mega-Sanierungsprojekt“ (8.8.2020, Krone): https://www.krone.at/2207296 +++ Der Maler Wilhelm Kaufmann (* 1901 in Salzburg; † 1999 ebenda) auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Kaufmann_(Maler,_1901) +++ Die Volksschule St. Koloman, offizielle Website: https://www.vs-st-koloman.salzburg.at.
Fertörákos/Neusiedler See (Bgld.): 30 Umweltorganisationen sehen UNESCO-Weltkulturerbe bedroht
/ Berichte /Burgenland / Neusiedl am Seevon IDM_adminVier-Sterne-Hotelprojekt bei Fertörákos im benachbarten Ungarn am Ufer des Neusiedler Sees bedroht Welterbe „Kulturlandschaft Fertő/Neusiedler See„. Nach Erteilung der Baugenehmigung für das umstrittene Tourismusprojekt schlagen 30 Umweltorganisationen aus 20 Ländern Alarm, u. a. Alliance for Nature. Sie fordern die Eintragung des Sees in die „Rote Liste“ des „Gefährdeten Welterbes“ der UNESCO. ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (3 MIN, 11.8.2020): https://tvthek.orf.at/profile/Burgenland-heute/70021/Burgenland-heute/14061211/Welterbestatus-des-Neusiedlersees-gefaehrdet/14743921 +++ ORF-BERICHTE LESEN: „Neusiedler See: Welterbestatus gefährdet“ (11.8.2020): https://burgenland.orf.at/stories/3061813; „Fertörakos: Umweltschützer wenden sich an UNESCO“ (14.8.2020): https://burgenland.orf.at/stories/3062314 +++ Weitere Medienberichte: „Ungarisches Vier-Sterne-Hotel bedroht Welterbe Neusiedler See“ (8.8.2020, Der Standard): https://www.derstandard.at/story/2000119244201/ungarisches-vier-sterne-hotel-bedroht-welterbe-neusiedler-see; „UNESCO-Welterbe: Neusiedler See soll auf rote Liste“ (8.8.2020, Krone): https://www.krone.at/2206848; „Neusiedler See: Baubewilligungen in Fertörakos“ (6.8.2020, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/eisenstadt/c-lokales/baubewilligungen-in-fertoerakos_a4179735; „Fertörakos: Ungarn genehmigt den Bau“ (7.8.2020, BVZ): https://www.bvz.at/eisenstadt/bezirk-eisenstadt-ungarn-fertoerakos-ungarn-genehmigt-den-bau-bezirk-eisenstadt-fertoerakos-regina-petrik-bauprojekt-naturschutz-tourismus-217977377; „Keine rechtlichen Möglichkeiten. Großprojekt in Fertörakos fix“ (11.8.2020, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/eisenstadt/c-lokales/grossprojekt-in-fertoerakos-fix_a4186842; „Kommt Hafenprojekt in Fertörakos nun doch?“ (13.8.2020, BVZ): https://www.bvz.at/eisenstadt/neusiedler-see-kommt-hafenprojekt-in-fertoerakos-nun-doch-fertoerakos-hafen-fertoerakos-218933075; „Überrumpelt: Start für ungarisches Mega-Projekt am Neusiedler See“ (5.8.2020, Kurier): https://kurier.at/chronik/burgenland/fertoerakos-ungarn-erteilt-baubewilligung/400992434 +++ Gastkommentar (Gudula Walterskirchen): „Es sind nicht die Ungarn schuld, sondern vor allem wir Österreicher! Umweltschützer protestieren gegen ein ungarisches Bauprojekt am Neusiedler See, während im Burgenland seit Jahrzehnten Raubbau an der Natur betrieben wird.“ (16.8.2020, Die Presse): https://www.diepresse.com/5853607/es-sind-nicht-die-ungarn-schuld-sondern-vor-allem-wir-osterreicher +++ Das UNESCO-Weltkulturerbe „Kulturlandschaft Fertő/Neusiedler See“ (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturlandschaft_Fert%C5%91/Neusiedler_See. Siehe auch iD-Bericht (12.7.2020): Neusiedler See (Bgld.): Bauprojekte bedrohen UNESCO-Weltkulturerbe: https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/neusiedler-see-bgld-bauprojekte-bedrohen-unesco-weltkulturerbe/
Abriss Schörgelgasse 6 (Graz): Altstadtanwalt schlägt Alarm
/ Berichte /Steiermark / Grazvon IDM_adminUnweit des Dietrichsteinplatzes im 6. Grazer Bezirk Jakomini wurde das Werkstättengebäude der ehemaligen Schlosserei des 200 Jahre alten Gebäudes Schörgelgasse 6 in der Kopernikusgasse am Mittwoch, 5. August abgerissen. Das einstöckige Haupthaus zur Schörgelgasse 6 (bzw. zum Dietrichsteinplatz) soll auch noch weichen. Ende Juli ist der neue Bebauungsplan in Kraft getreten, der dreigeschoßige Neubauten erlaubt. Die zuvor geäußerte Kritik der Altstadtkommission an dieser Höherzonung verhallte ungehört. So schlägt der Altstadtanwalt Armin Stolz jetzt Alarm. Er attestiert einen „zahnlosen Altstadtschutz“, die Abbruchproblematik hat sich – auch in der Altstadtschutzzone – in den letzten Jahren weiter verschärft. Das größte Problem: Immer öfter wird mit der „wirtschaftlichen Unzumutbarkeit“ für den Abriss argumentiert. Altstadtanwalt Stolz kündigt an bis Herbst einen Vorschlag für ein verbessertes Grazer Altstadterhaltungsgesetz vorzulegen. +++ Baubeschreibung (nach ÖKT): Pawlatschenhaus mit Schlosserei: „Dieses zweigeschossige Ensemble ist ein Rest des vorstädtischen Gewerbes am Dietrichsteinplatz. Besonders das schöne schmiedeeiserne Schlosserei-Schild ist ein deutliches Zeichen dieser einstmals so bedeutenden Zunft. Die Kellertür mit rundbogiger Steinrahmung und der Inschrift „J M 1818“ weist auf einen Vorbesitzer hin, einen Johann May. Der Hoftrakt zeichnet sich durch einen schon selten gewordenen Balkongang auf Radkonsolen aus. Das Ensemble ist somit „als städtebauliche Erinnerung zu bewerten“. +++ Medienberichte: „Abbruch: Haus in der Schörgelgasse bereits teilweise abgerissen. Nun hat der Besitzer Fakten geschaffen: Ein erster Teil eines 200 Jahre alten Gebäude-Ensembles unweit des Dietrichsteinplatzes wurde abgerissen.“ (6.8.2020, Kleine Zeitung): https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5849318/Abbruch_Haus-in-der-Schoergelgasse-bereits-teilweise-abgerissen; „Geplanter Gebäudeabriss: Grazer Altstadtanwalt schlägt Alarm. Geplanter Abriss eines Gebäudes beim Dietrichsteinplatz: Altstadtanwalt fordert besseren Schutz historischer Häuser.“ (4.8.2020; Kleine Zeitung): https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5848240/Geplanter-Gebaeudeabriss_Grazer-Altstadtanwalt-schlaegt-Alarm +++ Schörgelgasse 6 auf Baugeschichte.at (bzw. Grazwiki.at): https://baugeschichte.at/Sch%C3%B6rgelgasse_6. „Ex-Stadtplanungschef mahnt: ‚Es ist erschreckend, wie grauslich Graz schon ist’“ (15.8.2020, Kleine Zeitung): https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5852738/ExStadtplanungschef-mahnt_Es-ist-erschreckend-wie-grauslich-Graz. Ein Gesetz, das nur die Interessen der Baulöwen bedient. Politiker, die zusehen, wie die Landeshauptstadt zubetoniert wird: Jetzt schlägt der ehemalige Stadtplanungschef Heinz Rosmann Alarm. Heinz Rosmann wirkt bei der „Initiative für ein unverwechslbares Graz“ mit.
Wilhelminenberg (Wien): Der Verfall der Villa Aurora
/ Berichte /Wien 1160, Ottakringvon IDM_adminDie Villa Aurora, das einstige beliebte Ausflugslokal am Wilhelminenberg, das im März 2019 endgültig schloss, wurde an einen Immobilientreuhänder verkauft, seine Zukunft ist ungewiss. Erste Gerüchte über die Schließung und Verkauf des Gasthauses am Predigtstuhl machten sich im Februar 2019 breit. KURIER-ARTIKEL WEITERLESEN: https://kurier.at/chronik/wien/wilhelminenberg-der-verfall-der-villa-aurora/400999022 +++ Ausgangspunkt der medialen Aufmerksamkeit war ein kurzes Facebook-Posting unseres Vereins am 11. Februar 2019 mit folgendem Text: „Das beliebte Ausflugsgasthaus ‚Villa Aurora‘ soll dem Vernehmen nach spätestens am 17. März schließen, es wurde verkauft. Die Gebäude in der Wilhelminenstraße 237 (Eingang Ecke Savoyenstraße) stehen weder in einer Schutzzone noch unter Denkmalschutz. Ohne gültige Bauordnungsnovelle seit Juni 2018 könnten diese problemlos abgerissen werden und das gleiche Schicksal wie das Gasthaus Sperl auf der Wieden erleiden (Karolinengasse 13, 4. Bezirk). Dies ist jetzt Dank der neuen Bauordnungsnovelle nicht mehr so einfach möglich.“ Wir bezogen uns damals auf folgende Meldung im Internet: „Villa Aurora – bald Vergangenheit“ (23.1.2019, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/ottakring/c-lokales/villa-aurora-bald-vergangenheit_a3161817. Der damaligen Inhaber Friedrich Falkner dementierte den Verkauf heftig und behauptete wegen der bevorstehenden Schließung, dass nur eine Renovierung bevorstehe, siehe Wiener Zeitung (11.2.2019; mit INITIATIVE DENKMALSCHUTZ): „Villa Aurora wird renoviert. Anrainer befürchteten Abbruch des Gasthauses, Geschäftsführung dementiert“: https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/wien/1017303_Villa-Aurora-wird-renoviert.html; „Renovierung: Villa Aurora bleibt erhalten“ (14.2.2019, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/ottakring/c-lokales/villa-aurora-bleibt-erhalten_a3202242; „Villa Aurora: Inhaber dementiert den Verkauf„ (12.2.2019, Kurier): https://kurier.at/chronik/wien/villa-aurora-inhaber-dementiert-den-verkauf/400405259. UPDATE: ORF „Wien heute“ FERNSEHBEITRAG (14.8.2020; 1:17 min): Villa Aurora noch im Tiefschlaf. SIEHE: https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14061522/Villa-Aurora-noch-im-Tiefschlaf/14745592. Seit einem Jahr ist das ehemals beliebte Ausflugslokal Villa Aurora geschlossen. Was der neue Besitzer damit vor hat, ist bisher nicht bekannt. Die Corona-Krise soll seine Pläne aber verschoben haben. Fotos der Villa Aurora (Erich J. Schimek für Initiative Denkmalschutz): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/albums/72157690709416663 Weitere ältere Medienberichte: „Hallmann Immobilien hat den Zuschlag. Verkauf von Villa Aurora bestätigt“ (5.7.2019, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/ottakring/c-lokales/verkauf-von-villa-aurora-bestaetigt_a3497916; „Villa Aurora vor Verkauf an Immobilien-Riesen?“ (7.6.2019, Heute): https://www.heute.at/s/-villa-aurora-vor-verkauf-an-immobilien-riesen–46746239; „Verhandlungen laufen: Villa Aurora steht vor Verkauf“ (31.5.2019, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/ottakring/c-lokales/villa-aurora-steht-vor-verkauf_a3427845; „Villa Aurora renoviert. Das Restaurant sperrt am 18. März zu. Ob es danach noch so viel Schnitzel gibt wie jetzt, ist offen.“ (15.2.2019, Die Presse): https://www.diepresse.com/5580425/villa-aurora-renoviert. +++ Politische Reaktion: „FP-Heinreichsberger: Abriss der Villa Aurora kann nicht ausgeschlossen werden. Kommt der nächste Planungsskandal auf Ottakring zu?“ (7.6.2019, APA-OTS): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190607_OTS0121.
Mariahilfer Straße 166-168: Das alte Wien macht sich aus dem Staub
/ Berichte /Wien 1150, Fünfhausvon IDM_adminSanierungen, Dachbodenausbauten oder Neubauten – ganze Bezirke oder Grätzeln verändern ihr Gesicht. Am Beispiel Mariahilfer Straße 166-168, Hietzinger Hauptstraße 100-102 (2016 abgerissen) sowie Radetzkystraße 24-26. WIENER ZEITUNG-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/wien/2070824-Das-alte-Wien-macht-sich-aus-dem-Staub.html +++ Initiative Denkmalschutz Presseaussendung (2.9.2016): „Abriss Hietzinger Hauptstraße 100-102: Löchrige Schutzzone. Initiative Denkmalschutz: Abriss Hietzinger Hauptstraße 100-102. Schutzzone löchriger als ein Schweizer Käse?“: https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/abriss-hietzinger-hauptstrasse-100-102-loechrige-schutzzone-2-september-2016 +++ „Bauordnungsnovelle Wien: Was ist vom Abrissstopp im Sommer 2018 geblieben?“ (27.6.2020): https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/bauordnungsnovelle-wien-was-ist-vom-abrissstopp-im-sommer-2018-geblieben +++ WienSchauen: Mariahilfer Straße 166-168: „Abriss durch alle Instanzen“ (26.6.2020): https://www.wienschauen.at/abriss-durch-alle-instanzen-mariahilfer-strasse-166-168. +++ WienSchauen: Radetzkystraße 24-26: „Ein Jahr wohnen ohne Dach“ (19.6.2019): https://www.wienschauen.at/ein-bewohntes-haus-abreissen-radetzkystrasse-24-26 +++ Fotos Hietzinger Haupstraße 100-102 (Erich J. Schimek für die Initiative Denkmalschutz): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157628998443139 (Abrissfotos siehe: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157673370608161).
Krimmler Tauernpass (Sbg.): Denkmalamt stoppt Wegsanierung
/ Berichte /Salzburg / Pinzgau (Pol. Bez. Zell am See)von IDM_adminDas Bundesdenkmalamt hat die Sanierung des Wanderwegs über den 2.600 Meter hohen Krimmler Tauern gestoppt. Jetzt ruhen die Arbeiten an dem historischen Pfad nach Südtirol, und es wird offenbar eine Denkmal-Unterschutzstellung angedacht. Das Denkmalamt wurde zuvor von besorgten Bürgern über die begonnene – offenbar nicht kulturverträgliche – Wegsanierung informiert. Den uralten Weg dürften schon die Römer gegangen sein. Der Bautechniker Gerhard Steger befürchtet, dass aus dem alten, historischen Wanderpfad mit seinen jahrhundertealten Steinplatten eine Art Mountain- und E-Bike-Strecke werden könnte. ORF-FERNSEHBERICHT (2 MIN; 9.8.2020): https://tvthek.orf.at/profile/Salzburg-heute/70019/Salzburg-heute/14061010/Tauernuebergang-unter-Schutz/14742955 +++ ORF-BERICHTE LESEN: „Krimml: Denkmalamt stoppt Wegsanierung“ (9.8.2020): https://salzburg.orf.at/stories/3061475 sowie „Krimml: Diskussion um Wegesanierung“ (6.8.2020): https://salzburg.orf.at/stories/3061164 +++ „Bundesdenkmalamt schützt Krimmler Tauernweg„ (BDA-Website, 10.8.2020): https://bda.gv.at/aktuelles/artikel/2020/08/bundesdenkmalamt-schuetzt-krimmler-tauernweg-salzburg-1082020 +++ Krimmler Tauern auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Krimmler_Tauern.
Vorortelinie (Wien): Das Wunder der Restaurierung (und Wiederinbetriebnahme)
/ Berichte /Wien, allgemeinvon IDM_adminDie heute denkmalgeschützte Wiener Vorortelinie (heute S45) galt zu ihrer Erbauungszeit im Jahr 1898 als Gebirgsbahn mit Tunnels. Und ist auf eine unglaubliche Art und Weise bis in die 1980er-Jahre verfallen. Der Personenverkehr wurde 1978 eingestellt, die Bahn fuhr in den letzten Jahren nur noch für den Güterverkehr, ein Gleis war bereits abgebaut worden und der Rauch der Dampfloks war sehr unbeliebt bei der direkt anrainenden Bevölkerung. Aber dann wurden die Stationsgebäude aufwändig restauriert, obwohl manche schon sehr stark verfallen waren, wie z.B. die Station Ottakring, da war mehr als eine Restaurierung nötig. Die Stationen „Ober-„, „Unter-Döbling“ sowie Breitensee wurden gänzlich abgerissen. Während die Station „Ober-Döbling“ und Breitensee durch Neubauten ersetzt wurden, ist die Station „Unter-Döbling“ ganz von der Landkarte verschwunden (heute Station „Krottenbachstraße“ in der Nähe). ORF-FERNSEHBERICHT (5 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14060675/Sommertour-durch-Wien/14741608 +++ Die Vorortelinie auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Vorortelinie.
Annenheim (Ktn.): Hotel Aichelberghof Abriss und historische Bahnhof-Verlegung
/ Berichte /Kärnten / Villach Landvon IDM_adminGroße Pläne gibt es für den Tourismusort Annenheim in der Gemeinde Treffen am Ossiacher See. Das alte Hotel Aichelberghof direkt am See (Seeuferstraße 18) soll abgerissen werden und einem großen Vierstern-Hotelkomplex weichen. Die denkmalgeschützte Annenheim Bahnhaltestelle (Aufnahmsgebäude), ein Fachwerkbau aus dem letzten Viertel des 19. Jh., soll abgetragen und als Teil der neuen Schiffsanlegestelle am Ossiacher See wieder aufgebaut werden. ORF-FERNSEHBERICHT ZUM NACHSEHEN: https://tvthek.orf.at/profile/Kaernten-heute/70022/Kaernten-heute/14060440/Neuer-Ortskern-fuer-Annaheim/14740195 +++ ORF-BERICHT LESEN: https://kaernten.orf.at/stories/3060732 +++ Älterer Medienbericht: „Millioneninvestition in Annenheim“ (15.10.2019, ORF): https://kaernten.orf.at/stories/3017328 +++ Beschreibung des denkmalgeschützten „Bahnhof“ (Aufnahmsgebäude) in der Denkmalliste Wikipedia: „Das Aufnahmegebäude wurde 1869, nach anderen Angaben im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts errichtet. Es ist ein ebenerdiger Fachwerkbau mit geputzten Fachfeldern, einer typischen Giebelverbretterung und einem Satteldach.“ +++ Bereits sechs Jahre zuvor wurde bedauerlicher Weise der denkmalgeschützte Fußgängersteg nach langem Verrosten wegen „Gefahr in Verzug“ abgerissen. Dieser wurde als Nietenkonstruktion errichtet und war bis dahin der letzte seiner Art an der ehemaligen Kronprinz Rudolf-Bahn. Er hätte 2015 saniert werden sollen, wurde aber bereits im Dezember 2014 gesperrt und kurze Zeit später wegen „Gefahr im Verzug“ abgerissen (Quelle: Denkmalliste Wikipedia). +++ Ältere Medienberichte zum abgerissenen Fußgängersteg: „Denkmalgeschützte Brücke gesperrt“ (2.12.2014, ORF): https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2682426; „Annenheim: Kontroverse um alte Brücke“ (25.12.2013): https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2617620 +++ Siehe auch: „Wirtschaft contra Denkmalschutz“ (13.9.2015, ORF): u.a. Fußgängersteg: „Ein anderes Beispiel war die alte Eisenbahnüberführung für Fußgänger in Annenheim am Ossiacher See. Lange wurde über Auflagen des Denkmalschutzes diskutiert, die Brücke rostete inzwischen vor sich hin. Bis es dann zu spät war: Wegen Gefahr in Verzug wurde sie zunächst gesperrt, dann abgebaut und zwischengelagert.“: https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2731453