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AKTUELLE BERICHTE
Keine Schutzzone in Wien-Floridsdorf? Geplante Umwidmung ignoriert klar erhaltenswerte Altbauten in der Brünner Straße 59-65
/ Presseaussendungen /Wien 1210, Floridsdorfvon IDM_adminAPA-OTS-Presseaussendung der Initiative Denkmalschutz Heute soll Vorentscheidung im Planungsausschuss fallen. Initiative Denkmalschutz kritisiert die oft nicht nachvollziehbaren Kriterien für Schutzzonenwidmungen. Immer wieder kommt es bei Umwidmungen vor, dass klar erhaltenswerte Altbauten nicht als Schutzzone gewidmet werden. Auch wird im Rahmen von Umwidmungsverfahren so gut wie nie der Motivenbericht der Magistratsabteilung 19 (Architektur und Stadtgestaltung), die für die fachliche Beurteilung der Schutzzonen zuständig ist, transparent gemacht. Die Initiative Denkmalschutz fordert endlich Transparenz und Offenlegung der Kriterien ein. Planentwurf 8347: Planungsausschuss ist heute gefordert zu handeln So passiert es im aktuellen Umwidmungsverfahren in der Brünner Straße (Kat. G. Großjedlersdorf): Die zwei Gründerzeithäuser Brünner Straße 59-61 sowie die 1930-31 erbaute Wohnhausanlage Brünner Straße 63-65 sollen keine Schutzzonenwidmung erhalten. Heute tagt dazu der zuständige Gemeinderatsausschuss für Stadtplanung (vulgo „Planungsausschuss“). Unser Verein Initiative Denkmalschutz fordert diesen auf, die drei Gebäude noch als Schutzzonenwidmung aufzunehmen und einen entsprechenden Beschluss für den Gemeinderat vorzubereiten. Oft übersehen: Auch den örtlichen Bezirksvertretungen kommt eine hohe Verantwortung für das historische Kulturerbe zu! Die örtlichen Bezirksvertretungen beschließen zwar nicht die Umwidmungen, doch sie geben eine Stellungnahme zu den Planentwürfen ab, die wesentlichen Einfluss auf den rechtsgültigen Beschluss im Gemeinderat hat. In diesem Fall hat unser Verein Initiative Denkmalschutz zeitgerecht den Floridsdorfer Bauausschuss auf das oben erwähnte Problem hingewiesen, doch in der Stellungnahme der Bezirksvertretung wurde diese Anregung unverständlicher Weise nicht aufgenommen. So bleibt nun als letzte Hoffnung der Planungsausschuss. Rückfragehinweis: Markus Landerer (0699/1024 4216) und Dr. Gerhard Hertenberger (0676/7723433) Initiative Denkmalschutz, Verein für den Schutz bedrohter Kulturgüter www.initiative-denkmalschutz.at 1090 Wien Originale APA-OTS-Presseaussendung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20220527_OTS0010
Grieskirchen (OÖ): Abriss Hüfner-Villa empört viele
/ Berichte /Oberösterreich / Grießkirchenvon IDM_adminDie 1899 erbaute Hüfner-Villa beim Bahnhof Grieskirchen wurde am Sonntag, den 15. Mai 2022 platt gemacht. Fotos vom Abriss kursierten rasch in den sozialen Medien und die Aufregung war groß. Über Facebook erlangte auch unser Verein Initiative Denkmalschutz davon Kenntnis. Von einer Erbengemeinschaft wurde die Gründerzeitvilla 2014 an das Lagerhaus verkauft, dieses hat jetzt die Villa in der Bahnhofstraße 32 „schweren Herzens“ abreißen lassen, wie es der Geschäftsführer des Lagerhauses formulierte, nachdem die Suche nach Mietern erfolglos blieb. Auch die Gemeindeführung bekam ob des Abrisses heftige Kritik zu spüren, doch Bürgermeisterin Maria Pachner (VP) und der Stadtrat und Architekt Waldhör (Grünen), meinten, sie hätten keine Handhabe dagegen gehabt, weil das Gebäude nicht unter Denkmalschutz stand. Unser Verein Initiative Denkmalschutz wies jedoch in einem eMail (16.5.) an alle Gemeinderäte von Grieskirchen hin, dass es – neben dem Denkmalschutz des Bundesdenkmalamtes – sehr wohl Schutzinstrumente gäbe, die auch die Gemeinden wahrnehmen können (z.B. Schutzzonen, Erhaltungsgebote u.ä, wie beispielsweise in Wien oder Salzburg). Auch der Denkmalpfleger Georg Spiegelfeld zeigte sich in einem Offenen Brief an die Stadtvertretung Grieskirchen empört. In der Stadt Grieskirchen sind daher nur diejenigen Objekte, die unter Denkmalschutz stehen, vor dem Abriss geschützt. Diese kann man hier in der Denkmalliste auf Wikipedia nachschlagen: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Grieskirchen (Originalquelle: Denkmalverzeichnis Bundesdenkmalamt). Medienberichte / Leserbriefe: 17. Mai 2022, Oberösterreichische Nachrichten Abriss der alten „Hüfner-Villa“ löst in Grieskirchen Empörung aus (Bezahlschranke): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/abriss-der-alten-huefner-villa-loest-in-grieskirchen-empoerung-aus;art67,3652915 19. Mai 2022, Oberösterreichische Nachrichten Leserbrief: „Über Abriss entsetzt“ (Josef M. Hörfarter, Tollet): https://www.nachrichten.at/meinung/leserbriefe/ueber-abriss-entsetzt;art11086,3653861 20. Mai 2022, Oberösterreichische Nachrichten Leserbrief: Offener Brief zur Hüfner-Villa an die Vertretung der Stadt Grieskirchen (Dr. Georg Spiegelfeld, Denkmalpfleger): https://www.nachrichten.at/meinung/leserbriefe/offener-brief-zur-huefner-villa;art11086,3654406 Nachtrag: 23. Mai 2022, Tips Auf einmal rollten die Bagger an und rissen die „Hüfner-Villa“ ab. Der Abriss der „Hüfner-Villa“ sorgt derzeit für große Aufregung in Grieskirchen und weit darüber hinaus. Tips hat nachgefragt, warum es dazu kam, ob der Abriss verhindert hätte werden können und warum dieses Thema die ganze Stadt bewegt: https://www.tips.at/nachrichten/grieskirchen/land-leute/568112-auf-einmal-rollten-die-bagger-an-und-rissen-die-huefner-villa-ab

Markus Landerer / Initiative Denkmalschutz
privat (zur Verfügung gestellt von Lorenz Potocnik
Villa Rezek (Wien): Aufwändige Restaurierung eines Haus der Moderne in Pötzleinsdorf
/ Berichte /Wien 1180, Währingvon IDM_adminVilla Rezek: „Eines der bedeutendsten und wohl auch mysteriösesten Wiener Häuser der frühen dreißiger Jahre“ (Zitat Friedrich Achleitner*) wird derzeit vom engagierten Architekten Maximilian Eisenköck in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt restauriert. Das seit 2010 unter Denkmalschutz stehende Terrassenwohnhaus des Arztehepaares Dr. Rezek in der Wilbrandtgasse 37 wurde 1932-33 vom Architekten Hans Glas (1892 – nach 1960) entworfen. Auf der Website des Architekten Maximilian Eisenköck heißt es dazu: „Unter strengen denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wird die Restaurierung und teilweise Rekonstruierung dieses Zeugnisses der frühen Wiener Moderne auf der Windmühlhöhe in Pötzleinsdorf vorgenommen. Der seit Jahren andauernde Verfall, des Hauptwerks des 1938 nach Kalkutta emigrierten Adolf Loos Schülers Hans Glas, soll hiermit gestoppt und nachträgliche Umbauten rückgebaut werden. (…) Ursprüngliche Gartengestaltung: Albert Esch. Geplante Fertigstellung: Frühjahr 2021″. Im Architektenlexikon: „Das Gebäude ist im Stil der ‚Neuen Sachlichkeit‘ in einfachen, dekorlosen Formen konzipiert. Bemerkenswert ist die Anlage der großzügig bemessenen Terrassen, die sich sowohl nach Süden als auch nach Osten öffnen, wodurch ein prachtvoller Blick über die Stadt ermöglicht wurde. Der Hanglage folgend hat Glas jedes Stockwerk stufenförmig zurückversetzt und der sehr groß bemessenen Villa damit eine erstaunliche Leichtigkeit verliehen.“ ORF-FERNSEHBEITRAG (Studio 2, 20.7.2020; 5 MIN) ZUM NACHSEHEN: https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14059019/Rundgang-durch-die-Villa-Rezek/14733519 +++ Das Haus Rezek – Website Architekt Maximilian Eisenköck: http://www.maxeisenkoeck.com/project/haus-rezek +++ +++ Architektur Zentrum Wien (Führung 23.11.2019): https://www.azw.at/de/termin/die-villa-rezek-in-wien-von-hans-glas-1932-33 +++ Der Architekt Hans Glas im Architektenlexikon: http://www.architektenlexikon.at/de/170.htm und auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Glas_(Architekt). +++ Das Haus Rezek in der Denkmalliste Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Wien/W%C3%A4hring . * Literatur: Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band III/2, Salzburg und Wien 1995, Seite 231 f.
Graz (Stmk.) Burgruine Gösting: Bauzustand verschlechtert sich zusehends
/ Berichte /Steiermark / Grazvon IDM_admin„Gösting ist eine der ältesten und bedeutendsten Burgen der Steiermark und Österreichs mit umfangreicher, noch aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammender Bausubstanz“ (Zitat: Burgverein). Bis 1999 kümmerte sich der älteste Burgverein von Österreich um die Erhaltung der denkmalgeschützten Burgruine Gösting (13. Grazer Bezirk). Damals wurde die Burgruine vom ‚Grafen‘ Heinrich von Attems samt Wäldern und Grund an den legendären Grazer Bäcker Hubert Auer verkauft. Mit dem neuen Eigentümer konnte sich der Burgverein nie einigen und so konnte er nicht mehr die Burgruine pflegen. Der Eigentümer selbst kümmert sich nur wenig um die denkmalgeschützten Mauern. Die Burg bleibt auch bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit geschlossen. „Es bröckelt an allen Enden„, beschreibt Sepp Stieger, Obmann des Burgverein Gösting die aktuelle Situation. Die Stadt Graz verhandelt ebenso mit dem Eigentümer der Burgruine, aber bis jetzt konnte kein Einvernehmen erzielt werden. Einen Verkauf der Burgruine an die Stadt Graz könne sich der Eigentümer aber nicht vorstellen, und auch sonst scheint er keine Eile zu haben. Dem Denkmalamt sind – wie so oft – die Hände gebunden, denn der Eigentümer muss nichts unternehmen, um das denkmalgeschützte Bauwerk zu erhalten, erklärt Christian Brugger, Abteilungsleiter im Bundesdenkmalamt Steiermark. Im Denkmalschutzgesetz (DMSG) gibt es nämlich keine Erhaltungspflicht, sondern nur ein Verbot des (aktiven) Zerstörens (Vgl. § 4 DMSG). Auf der Website des Burgvereins unter „Aktuelle Situation“ wird die Lage dramatisch geschildert: „Die Lage in Bezug auf die Burggebäude und ihre Erhaltung hat sich leider weiterhin nicht zum Guten entwickelt. Es besteht offensichtlich nach wie vor kein Interesse des Besitzers, die Anlage sachgerecht zu erhalten und zu pflegen (…) Die kümmerlichen ‚Reparaturen‘, die bisher unter der Ägide des Eigentümers durchgeführt worden sind, haben nachweislich (laut Feststellung des Bundesdenkmalamtes) an der Burg mehr Schaden als Nutzen angerichtet. Besonders wichtige Sanierungsmaßnahmen an sehr gefährdeten Bauteilen blieben weiterhin konsequent unerledigt. (…) Besonders gefährdet sind zurzeit das Fundament des Apsidenturmes, der seit Jahren bestehende Abbruch im Bereich des Toilettendachs und die Bergfried-Basis an der Westseite sowie das Bergfried-Planum, das undicht ist.“ Der-GRAZER-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.grazer.at/de/KYBgFHs5/privatgrundstueck-burgruine-goesting-nicht-mehr bzw. UND WEITEREN Der-GRAZER-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.grazer.at/de/ZVBN8Qs0/burgruine-goesting-nur-noch-der-burgherr-kann-die +++ Weitere Medienberichte: „Für Besucher gesperrt: Streit um Ruine Gösting“ (19.7.2020, ORF): https://steiermark.orf.at/stories/3058595; „Beliebtes Grazer Ausflugsziel Burgruine Gösting gesperrt“: (19.7.2020, Kurier): https://kurier.at/chronik/oesterreich/beliebtes-grazer-ausflugsziel-burgruine-goesting-gesperrt/400974035; „Burgruine Gösting gesperrt: Suche nach Lösung“ (17.7.2020, Krone): https://www.krone.at/2193907; „Burgruine Gösting: Beliebtes Grazer Ausflugsziel gesperrt“ (17.7.2020, k.at): https://k.at/lifestyle/burgruine-goesting-beliebtes-grazer-ausflugsziel-gesperrt/400974296 +++ Der Burgverein Gösting (offizielle Website): https://www.bvg-graz.at +++ Die Burgruine Gösting auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Burgruine_G%C3%B6sting. +++ Älterer Medienbericht: „Verfall der Burgruine Gösting: Baumaßnahmen dringend nötig“ (12.1.2020, Der Grazer): https://www.grazer.at/de/yssUFWNv/verfall-der-burgruine-goesting-baumassnahmen.
Haus Beer (Wien): Wie geht es weiter mit einem Schlüsselwerk moderner Architektur?
/ Berichte /Wien 1130, Hietzingvon IDM_adminDas Haus (oder die Villa) Beer ist „das wohl bedeutendste Beispiel der Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit“ (Zitat Friedrich Achleitner*) und steht seit 1987 unter Denkmalschutz. Es wurde vom Gummisohlenfabrikanten Julius Beer in Auftrag gegeben und ist ein Vorzeigebauwerk moderner Architektur aus 1929-31 vom österreichisch-schwedischen Architekten und Designer Josef Frank (* 15. Juli 1885 in Baden bei Wien; † 8. Jänner 1967 in Stockholm) gemeinsam mit Oskar Wlach. Nach jahrelangen Gerichtsstreitigkeiten mit positivem Ausgang plante der private Investor und eigenständige Unternehmer, die Villa in der Wenzgasse 12 in Hietzing öffentlich zugänglich zu machen. Doch laut einem internationalen Immobilien-Journal ist das Anwesen nun doch zum Verkauf mit zahlreichen Auflagen angeboten. Das Haus Beer ist zwar unbewohnt, aber die Liegenschaft nicht dem Verfall preisgegeben. Der Garten wirkt noch nicht zu sehr verwildert, doch beim Gebäude sind sicher zahlreiche bauliche Mängel festzustellen. MeinBEZIRK-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.meinbezirk.at/hietzing/c-lokales/wie-geht-es-weiter-mit-der-villa-beer-sie-ist-als-wichtiger-bau-der-europaeischen-architekturgeschichte-des-20-jahrhunderts-eingestuft_a4144899 +++ Petition: „HAUS BEER IN GEFAHR – Petition zur Rettung des Hauptwerks von Josef Frank“ (Dez. 2016): https://www.wien.gv.at/petition/online/PetitionDetail.aspx?PetID=4ece6f8323e243ad938edf2585df4fca (mit Antworten der zuständigen Stellen der Stadt Wien und Stellungnahme des Bundesdenkmalamtes) / Die Empfehlung des Petitionsausschusses (21.6.2018, OTS): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180621_OTS0105 +++ Internationale Petition „Villa Beer by Josef Frank under threat“: https://www.petitions.net/villa_beer_by_josef_frank_under_threat +++ Offizielle APA-OTS Presseaussendung Docomomo Austria: „Hilferuf für ein Baudenkmal – Villa Beer akut gefährdet! Umbaupläne zerfetzen originale Raumkomposition“ (28.10.2016): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161028_OTS0064 +++ Österreichische Gesellschaft für Architektur (ÖGFA): „Haus Beer in Gefahr: Petition zur Rettung des Hauptwerks von Josef Frank“ (17.11.2016): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161117_OTS0190 +++ Weitere ÄLTERE MEDIENBERICHTE:„Baujuwel von Josef Frank: Villa Beer verfällt„(26.3.2016, ORF): https://wien.orf.at/v2/news/stories/2764985; „Die Villa Beer in Hietzing: Zukunft noch ungewiss, Verfall des Hauses oder Öffentlichkeits-Konzept?„ (12.9.2017, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/hietzing/c-lokales/die-villa-beer-in-hietzing-zukunft-noch-ungewiss-verfall-des-hauses-oder-oeffentlichkeits-konzept_a2246706 (oder in: European News Agency: https://www.european-news-agency.de/kunst_kultur_und_musik/villa_beer_in_wien_hietzing_zukunft_noch_immer_ungewiss-68912); „‚Villa Beer war mein Zuhause‘ – Udo Pöschmann lebte 66 Jahre in dem Schlüsselwerk der Moderne“ (4.7.2020, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/hietzing/c-lokales/villa-beer-war-mein-zuhause_a210391 +++ Architekturzentrum Wien: „‚Alles Frank!‘ in der Villa Beer. Besichtigungsmöglichkeit: Sa 08.09. & So 09.09.2018“ (OTS, 4.9.2018): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180904_OTS0128; „BesucherInnenansturm bei „Alles Frank!“ in der Villa Beer. Rund 2.500 Architekturinteressierte besuchten am Wochenende das Meisterwerk der Zwischenkriegsmoderne von Josef Frank“ (4.4.2016, OTS): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160404_OTS0125; „VP-Dworak zur Villa Beer: Ohne Nutzungskonzept ist der Kauf ein konzeptloses Projekt“ (18.1.2006, OTS): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20060118_OTS0035; Stadt Wien (Rathauskorrespondenz): Villa Beer – Schlüsselwerk moderner österreichischer Architektur. Studie über Zugängigkeit des Gebäudes für die Öffentlichkeit ist fertig (17.1.2006, OTS): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20060117_OTS0129 +++ Siehe auch: „Architektur: Moderne Gebäude sind massiv bedroht“ (mit Haus Beer), in: Profil (21.7.2016): https://www.profil.at/kultur/architektur-moderne-gebaeude-7317126. +++ Fotos vom Haus Beer (Erich J. Schimek für die Initiative Denkmalschutz): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157666766443856. * Zitat aus: Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jh., Band III/2, Salzburg und Wien 1995, Seite 65 PS: Der originale, 4-seitige Unterschutzstellungsbescheid des Bundesdenkmalamtes liegt unserem Verein Initiative Denkmalschutz vor
Großenzersdorf bei Wien (NÖ): Kantorhaus der ehem. Synagoge abgerissen
/ Berichte /Niederösterreich / Gänserndorfvon IDM_adminAlles ist planiert, das Kantorhaus (früher Sitz des Rabbiners) abgerissen, jetzt sind viele Bewohner von Groß-Enzersdorf erschrocken: Hätte man das Denkmal nicht erhalten können? Die Synagoge mit dem Kantorhaus wurde 1897 vom Architekten Jakob Gartner erbaut. Nach den Verwüstungen in der NS-Zeit wurde das Synagogengebäude direkt an der Kaiser Franz Josef-Straße 11 1961 abgerissen, das ehemalige Kantorhaus am rückwärtigen Grundstück wurde erst jetzt geschleift (Luftbild Google Maps mit Kantorhaus). Das Bundesdenkmalamt hatte zuvor noch das Fundament der Synagoge archäologisch untersucht. Die Archäologin Ute Scholz (Leiterin der archäologischen Grabung) bedauert, dass das Kantorhaus einem Neubau weichen muss. Die Firma Glorit wird auf dem Grundstück eine Wohnhausanlage bauen. NÖN-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.noen.at/gaenserndorf/gross-enzersdorf-synagoge-letzter-stein-weg-gross-enzersdorf-synagoge-neubau-214604758 +++ Information der Stadtgemeinde zum Bauvorhaben am Grundstück der ehemaligen Synagoge (9.7.2020): https://www.gross-enzersdorf.gv.at/de/Aktuelles-Veranstaltungen/Aktuelles/Aktuelles-Berichte/Information-zum-Bauvorhaben-am-Grundstueck-der-ehemaligen-Synagoge +++ Diplomarbeit ‚Virtuelle Rekonstruktion Synagoge Groß Enzersdorf‘ (Pepa Nalbantova, 2017) mit Fotos der alten Synagoge: https://publik.tuwien.ac.at/files/publik_260192.pdf +++ Älterer Medienbericht: „Grabungen abgeschlossen: Das Untergeschoß der Synagoge wurden in Groß-Enzersdorf freigelegt.“ (29.5.2020, NÖN): https://www.noen.at/gaenserndorf/grabungen-abgeschlossen-gross-enzersdorf-das-unterirdische-stadtl-gross-enzersdorf-archaeologie-ausgrabungen-synagoge-burghofgelaende-burghof-gross-enzersdorf-207409085. +++ Die jüdische Gemeinde Groß Enzersdorf: https://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/e-g/781-gross-enzersdorf-niederoesterreich. +++ Nebenbei: „Der Architekt Jakob Gartner (1861-1921) und die Hochblüte des Synagogenbaus“(David Kultur): https://davidkultur.at/artikel/der-architekt-jakob-gartner-1861-1921-und-die-hochblute-des-synagogenbaus.
Mariahilfer Straße (Wien): Zwei Biedermeierhäuser fallen der Spitzhacke zum Opfer
/ Berichte /Wien 1150, Fünfhaus von IDM_adminDie beiden Spätbiedermeierhäuser in der Mariahilfer Straße 166-168 (Nr. 166 mit secessionistischer Fassadengestaltung) wurden vor 1848 errichtet. In den nächsten Wochen werden die beiden Häuser bedauerlicher Weise abgerissen. Wenige Tage vor Gültigkeit der neuen Bauordnungsnovelle wurde Ende Juni 2018 mit dem Abbruch begonnen, obwohl noch letzte Mieter darinnen wohnten. Ein Gericht gab nun dem Eigentümer Recht, sodass diese jetzt vom 2. Juli bis 15. September abgerissen werden können. KURIER-ARTIKEL WEITERLESEN: https://kurier.at/chronik/wien/zwei-biedermeier-haeuser-fallen-der-spitzhacke-zum-opfer/400974794. +++ Neubauprojekt „Wiener Stadtoase“: https://www.mahue166-168.at +++ Artikel auf WienSchauen.at (mit vielen historischen Fotos): „Abriss durch alle Instanzen“(26.6.2020): https://www.wienschauen.at/abriss-durch-alle-instanzen-mariahilfer-strasse-166-168 +++ INITIATIVE DENKMALSCHUTZ: „Bauordnungsnovelle (Wien): Was ist vom Abrissstopp im Sommer 2018 geblieben?“ (27.6.2020): https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/bauordnungsnovelle-wien-was-ist-vom-abrissstopp-im-sommer-2018-geblieben +++ Petition „Für die Erhaltung der vom Abriss bedrohten Biedermeierhäuser Mariahilfer Straße 166-168 im 15. Bezirk“ (eingebracht 17.7.2018): https://www.wien.gv.at/petition/online/PetitionDetail.aspx?PetID=71f4aa63422d42c48c8930a40c5acdf7 +++ Fotos Mariahilfer Straße 166-168 (Erich J. Schimek für die Initiative Denkmalschutz): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157670840630488.
Hitlers Geburtshaus: „Neutralisierung muss scheitern“. Initiative Denkmalschutz: Erhaltung und Kontextualisierung ‚State of the Art‘
/ Presseaussendungen /Oberösterreich / Braunau am Innvon IDM_adminBundesministerium unterdrückt Kommissionsbericht. Die de facto Denkmalschutzaufhebung muss rückgängig gemacht werden! Wien (OTS) – Nach der letztwöchigen Allparteien-Entscheidung der Stadtgemeinde Braunau, den Mahnstein vor Hitlers Geburtshaus zu belassen, ist das Konzept der „Neutralisierung“ wohl endgültig gescheitert. Es war aber ohnehin zum Scheitern verurteilt, denn ExpertInnen und Wissenschafter geben der „Kontextualisierung“ ganz klar den Vorrang (Abteilungsleiter im Bundesdenkmalamt Friedrich Dahm im ‚Journal Panorama‘, Ö1 Radio am 7.7. zu Denkmalschutz: „Bewahrung und Kontextualisierung“), zuletzt Ljiljana Radonić (Österr. Akademie der Wissenschaften) im Radio auf Ö1 gestern um 13 Uhr, Expertin für Erinnerungspolitik und Gedächtnistheorie zu Hitlers Geburtshaus: „Der Versuch einer Neutralisierung dieses Ortes, der muss scheitern“. Neutralisierung: Politisches, nicht wissenschaftliches Konzept! Das Konzept der „Neutralisierung“ war von Anfang an ein rein politischer Wunsch, die Wissenschaft wurde nur als Feigenblatt vorgeschoben. Denn wenn man den Kommissionsbericht „Zum historisch korrekten Umgang mit dem Geburtshaus Adolf Hitlers“ aufmerksam liest, war quasi die „Neutralisierung“ – keine „Assoziierung mit der Person Hitlers“ – die wesentliche Vorgabe an die WissenschafterInnen. Transparenz? Fehlanzeige! Ministerium hüllt sich in Schweigen Sektionschef Hermann Feiner (BMI) spricht in der Pressekonferenz am 2. Juni von „größtmöglicher Transparenz“ und sagt, ein weiterer Kommissionsbericht zum Thema „Umgang mit historisch belasteten Örtlichkeiten“ sei „veröffentlicht“(!) worden. Auf Nachfrage bleibt dieser Bericht unter Verschluss und wird als „internes Dokument“ des Bundesministerium für Inneres (BMI) bezeichnet, „welches nicht zur Veröffentlichung bestimmt ist“! Keine Chance die Wissenschaftlichkeit dieses Neutralisierungs-Konzepts also irgendwoher ableiten zu können! Bundesdenkmalamt „begeistert“? – Eine reine Chimäre! Juryvorsitzender Robert Wimmer bei der Pressekonferenz am 2. Juni: „Der Denkmalschutz war begeistert“. Doch diese Behauptung entbehrt jeglicher Grundlage, denn das Denkmalamt wurde im Enteignungsgesetz eiskalt ausgeschaltet. Unter dem Vorwand der Verhinderung des NS-Gedenkens wurde dem Denkmalamt jegliche Behördenfunktion entzogen, nur ein Beraterstatus blieb im Wettbewerbsverfahren zur Umgestaltung. Rückfragen & Kontakt: Markus Landerer 0699/1024 4216 und Claus Süss 0676/740 43 27, Initiative Denkmalschutz, www.idms.at Bisherige Presseaussendungen der Initiative Denkmalschutz: 10. April 2018, APA-OTS Hitlers Geburtshaus in Braunau: Initiative Denkmalschutz fordert Erhaltung des Altstadthauses statt tiefgreifende Veränderung Keine denkmalbehördliche Bewilligung für baulichen Eingriff mehr nötig. Denkmalamt mittels Enteignungsgesetz ausgeschaltet https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180410_OTS0006 19. September 2016, APA-OTS Hitler Geburtshaus: Hohe Politik täuscht Öffentlichkeit! Enteignung als Vorwand für Zerstörung? Initiative Denkmalschutz fordert Erhalt! Nun ist es ausgesprochen: „Vollständige Beseitigung“ des denkmalgeschützten Adolf Hitler Geburtshauses soll durch geplantes „Enteignungsgesetz“ ermöglicht werden! https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160919_OTS0008 12. Juli 2016, APA-OTS Hitler Geburtshaus: Aufhebung des Denkmalschutzes durch die Hintertür? Initiative Denkmalschutz kritisiert Enteignungsgesetz Für ein würdiges Gedenken an die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus ist Abriss weder nötig noch richtig! https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160712_OTS0014
Schopenhauerstraße (Wien): Stellungnahme Planentwurf Nr. 7208G – Schutzzonenvorschlag
/ Stellungnahmen /Wien 1180, Währing von IDM_adminInitiative Denkmalschutz, 10. Juli 2020 Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7208G Für das Gebiet zwischen Theresiengasse, Schopenhauerstraße, Martinstraße im 18. Bezirk, Katastralgemeinde Währing Einleitung: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso möge die Anzahl der Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand angepasst werden. Dadurch wird auch am ehesten – neben der Festsetzung einer Schutzzone – der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Anmerkung: Wir beziehen uns in dieser Stellungnahme für Schutzzonenerweiterungen primär auf die Außenerscheinung der Gebäude. Im Wissen, dass so manche Objekte eine unscheinbare bzw. im Verlauf von Jahrzehnten stark vereinfachte Fassade haben, im Inneren aber durchaus erhaltenswerte Bausubstanz aufweisen können, ist immer eine eingehende Untersuchung des Objektes notwendig. Da uns ein solcher Befund mangels Zutritt zu vielen Objekten und aus zeitlichen Gründen nicht möglich ist, empfehlen wir den Verantwortlichen, immer auch die innere Bausubstanz bei Schutzzonenerweiterungen zu berücksichtigen. Die Stellungnahme im Einzelnen: Es wird empfohlen die beiden Gebäude Schopenhauerstraße 34 (Ecke Theresiengasse 73) sowie Schopenhauerstraße 36 als Schutzzone auszuweisen. Abschließend wird vorgeschlagen für die Schutzzone die entsprechenden Architekturteile in einen Katalog nach § 7 (4) Wiener Bauordnung aufzunehmen, sodass auch diese einen rechtsverbindlichen Bestandteil des Bebauungsplanes bilden. NACHTRAG (16.7.): Die beiden Häuser sind im Dehio-Handbuch des Bundesdenkmalamtes (hrsg. 1996) erwähnt: – Schopenhauerstraße 34: secessionistisches Wohnhaus, Joseph Sinnenberg, 1907, Schmiedeisengitterportal – Schopenhauerstraße: früh- bis strenghistoristische Wohnhäuser um 1865-85. Nr. 36: Fassade um 1900 Markus Landerer und Claus Süss im Namen der Initiative Denkmalschutz Initiative Denkmalschutz Verein für den Schutz bedrohter Kulturgüter Fuchsthallergasse 11/5 1090 Wien, Österreich (ZVR-Nr.: 049 832 110)
Wien: Die verlorenen Josef Hoffmann-Villen im 18. u. 19. Bezirk
/ Berichte /Wien 1180, Währingvon IDM_adminIm Rahmen der ORF-Serie „Verlorenes Erbe“ (im Vorabendprogramm in „Studio 2“) wurden diesmal zerstörte oder stark veränderte Villen des berühmten Jugendstil-Architekten und Gründer der Wiener Werkstätten, Josef Hoffmann präsentiert: Die 1906 erbaute und 1970 abgerissene Villa für den Schriftsteller Richard Beer-Hofmann gegenüber vom Türkenschanzpark in der Hasenauerstraße 59 (Ecke Joseph-Kainz-Park, 18. Bezirk), siehe Foto anbei bzw. auf photowien.weebly.com. Nur die Einfriedung hat sich bis heute erhalten, siehe Google Maps. Im 19. Bezirk auf der Hohen Warte hat Josef Hoffmann gleich für mehrere Künstler eigene Häuser entworfen. Diese existieren heute noch oder wurden – leider zum Negativen – stark verändert. Zum Beispiel wurde die Villa Hochstetter in der Steinfeldgasse 7 bis zur Unkenntlichkeit umgebaut. Ebenso zerstört bzw. bis zur Unkenntlichkeit umgebaut wurde auch das Haus Henneberg in der Wollergasse 8. Die Villa Brauner in der Geweygasse 11 wurde von Bomben im 2. Weltkrieg zerstört und durch einen Neubau ersetzt. Die Inneneinrichtungen der Villen landeten zum Teil bei Antiquitätenhändlern und tauchen heute noch vereinzelt auf Kunstauktionen auf. Erfreulich ist, dass noch fünf Villen auf der Hohen Warte bestehen, u. a. die restaurierungsbedürftige und unter Denkmalschutz stehende Villa Ast in der Steinfeldgasse 2. ORF-FERNSEHBEITRAG (5 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Archiv/7648449/Die-Kuenstlervillen-Wiens/14067652/Die-Kuenstlervillen-Wiens/14775124 (ausgestrahlt am 9.7.2020 ursprünglich unter dem Titel: „Verlorenes Erbe: Hofmann-Häuser“) Der Architekt Josef Hoffmann mit Werkverzeichnis und Fotos seiner Häuser auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Hoffmann_(Architekt) +++ Josef Hoffmann mit umfassenden Werkverzeichnis im Architektenlexikon: http://www.architektenlexikon.at/de/234.htm. PS: Ehemaliger Link: https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14057898/Verlorenes-Erbe-Hofmann-Haeuser/14727810
KHM Wien: Historischer Kriminalfall um ägyptisches Kanopenset
/ Berichte /Wien 1010, Innere Stadtvon IDM_adminNeben einem internationalen Fall um einen gestohlenen ägyptischen Sarkophag laufen auch im Kunsthistorischen Museum (KHM) Wien interne Ermittlungen zu einem historischen Kriminalfall. Ein ägyptisches Kanopenset aus Alabaster war seit 1824 im KHM-Bestand. In der Amtszeit (1922-1951) des Sammlungsleiters Hans Demel verschwand es unter ungeklärten Umständen. Bereits 2018 hat das KHM das Aktionshaus, das dieses Kanpoenset verkaufen wollte, auf diesen Umstand aufmerkam gemacht. Jetzt soll es neuerlich, am 22. Juli versteigert werden. Eine rechtliche Handhabe dagegen scheint man keine mehr zu haben: Verjährt. STANDARD-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.derstandard.at/story/2000118627012/dubiose-deals-mit-archaeologischen-funden-aus-aegypten +++ Die Ägyptisch-Orientalische Sammlung des Kunsthistorischen Museums (KHM) auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84gyptisch-Orientalische_Sammlung_des_Kunsthistorischen_Museums