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AKTUELLE BERICHTE
Verlorenes Erbe (Stmk): Baldwandgalerie – Pionierbauwerk der Technik
/ Berichte /Steiermark / Graz-Umgebungvon IDM_adminIn der sehenswerten TV-Serie „Verlorenes Erbe“ (von Rupert Reiter-Kluger) im ORF 2-Vorabendprogramm (“Studio 2”) wurde am 21. Februar 2022 die Badlwandgalerie in Peggau bei Graz behandelt. ORF-FERNSEHBERICHT (5 min): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14125144/Verlorenes-Erbe-Badlwand/15109598 (ORF Studio 2, ‚Verlorenes Erbe: Badlwand‘, 21.2.2022) Die weltberühmte Semmeringbahn zu bauen war eine technische Meisterleistung. Wichtige Erfahrungen dazu sammelte man zuvor beim Bau der Badlwandgalerie im Murtal bei Peggau, der ersten Talenge nördlich von Graz. Diese Erfahrungen, sagt der ehemalige steirische Landeskonservator Friedrich Bouvier gegenüber dem ORF, wurden für die Galerien und Tunnelbauten am Semmering genützt, die am Semmering im großen Stil angelegt wurden. Die Badlwandgalerie wurde 1844 fertig gestellt und ist das erste technische Großbauvorhaben in der österreichischen Eisenbahngeschichte. In der Talenge der Mur war es so schmal, dass Landstraße und Bahntrasse übereinander gestapelt werden mussten, und auch dazu musste vorher von der Felswand gesprengt werden. Dann war die 363 Meter lange Badlwandgalerie 120 Jahre lang Zugstrecke zwischen Graz und Wien. Ab 1966 diente die Badlwandgalerie nur noch dem Straßenverkehr. Durch die Verlegung der Bahntrasse auf die andere Murseite in den 1960er-Jahren sowie die Verlegung der Straße vom Dach der Galerie auf die Aufschüttung des später hinzugekommenen ehemaligen zweiten Gleises vor der Galerie wurde diese in den 1970er-Jahren selbst funktionslos, zumal die Galerie den Belastungen durch den Schwerverkehr kaum mehr stand hielt. Mario Ruml, Denkmalschutzexperte und Fachmann für die Badlwandgalerie, erklärt, dass die Zuständigkeiten, wer für die Erhaltung des Bauwerks aufkommt, nie genau geklärt wurden, ob die Bahn oder der Straßenerhalter dafür zuständig ist , dies hat sich bis in die Gegenwart hineingezogen. Jetzt, sagt Friedrich Bouvier, sind die Gewölbe nicht mehr zu halten, die haben sich in den letzten 30 Jahren langsam durch Einsturz verabschiedet, auch wegen Wasser und Steinschlag. Was jetzt von der historischen Substanz erhalten werden soll, ist die Außenhülle der Galerie ohne Gewölbe. Die denkmalgeschützte Badlwandgalerie bleibt ein Kuriosum und auch ein Stück Verkehrsgeschichte. Die Gemeinde Peggau, jetzt Eigentümerin der Badlwandgalerie, stellt gerade Überlegungen an, was mit ihr geschehen soll. Nach erfolgter Absicherung des Bauwerks wird möglicherweise ein Radweg über die Badlwandgalerie führen.
Verlorenes Erbe (OÖ): Flachsspinnerei Stadl-Paura
/ Berichte /Oberösterreich / Wels Landvon IDM_adminIn der sehenswerten TV-Serie „Verlorenes Erbe“ (von Rupert Reiter-Kluger) im ORF 2-Vorabendprogramm (“Studio 2”) wurde am 16. Februar 2022 der Abriss der Lambacher Flachsspinnerei in der Stadtgemeinde Stadl-Paura behandelt. ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (5 min): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14124521/Die-Flachsspinnerei-in-Stadl-Paura/15105970. 1850 begann die Geschichte der Flachsspinnerei in Stadl bei Lambach. Da es zu dieser Zeit viele Orte mit dem Namen Stadl gab, wurde sie als „Lambacher Flachsspinnerei“ bezeichnet (später: Lambacher HITIAG Leinen AG). Sie war die erste Aktiengesellschaft in Oberösterreich und die Fabriksanlage in der Fabrikstraße 3 wurde 1852-53 erbaut. In einem Gutachten des bekannten Univ.-Prof. und Denkmalpflegers Manfred Wehdorn, Experte für Industriearchitektur (Industriearchäologie) heißt es: „Der Fabriksbau der Lambacher ist ein frühes Beispiel eines romantisierenden Industriebaues, welcher in seinen zum Teil gotischen Detailornamenten augenscheinlich englische Vorbilder zitiert (…) Die Architektur besitzt geradezu großstädtisches Gepräge.“ Leider wurde die Bedeutung dieser einzigartigen Fabriksanlage nie erkannt und gewürdigt, auch gingen die frühen Baupläne und Korrespondenzen zwischen 1960 und 1990 verloren bzw. wurden vernichtet. 2005 wurde die Fabrik endgültig geschlossen und das Areal an Privat verkauft. Der langsame Verfall setzte ein. Leider zeigte offenbar auch das Bundesdenkmalamt kein Interesse am Objekt. Zeitzeuge Bruno Sterner erzählt im ORF-Interview, dass sein Onkel und sein Vater dort gearbeitet hatten. In den Anfängen und noch sehr lange war die Kinderarbeit sehr hart, sie mussten bis zu 73 Stunden in der Woche arbeiten. Die Stadlinger Flachsspinnerei wurde für einige Zeit der größte Leinenproduzent in Europa. Die Fabrik war auch sozial fortschrittlich; es gab 30 Jahre vor der staatlichen Krankenkasse eine Versorgung für Kranke und Kinder. Es gab einen eigenen Arbeiterkonsum. Das soziale Leben, Kino, Bäder, Kegel, Sportverein, Fußballklub, Schießen, Turnen. Stolz war man auf die Lambacher Flachsspinnerei immer, einmal gelang sogar ein Welterfolg. Die Halteseile der Bremsfallschirme der Astronauten-Kapsel des ersten bemannten Mondfluges wurden von der Lambacher Flachsspinnerei erzeugt. 2005 war dann aber endgültig Schluss, da wurde die Produktion in den Osten verlegt. Bruno Sterner hat noch versucht die Fabriksanlage vor dem Abriss zu retten, die Gemeinderäte zu interessieren, Teile der Fabrik zu erhalten, man hat auch noch mit dem Eigentümer gesprochen und es wäre möglich gewesen, aber schlussendlich vergeblich, denn leider ist dann eine politische Fraktion trotz Zusage umgefallen, berichtet er. So musste schließlich auch das schönste Stück der Fabrik im Frühjahr 2015, der Haupttrakt weichen. Die Bewohner der zukünftigen Wohnsiedlung mit 600 Wohnungen können noch den alten Zaun bewundern, der als einziger Teil des Areals erhalten geblieben ist. ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (5 min): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14124521/Die-Flachsspinnerei-in-Stadl-Paura/15105970 (ORF, Studio 2, ‚Die Flachsspinnerei in Stadl Paura‘, 16.2.2022). Literatur / Linktipps / Quellen: Bruno Sterner, Die Lambacher-Flachsspinnerei in Stadl-Paura – Das Ende nach 165 Jahren Industriegeschichte, in „Denkma[i]l“ Nr. 15/2015, Nachrichten der Initiative Denkmalschutz, Seite 18 f.: https://www.initiative-denkmalschutz.at/denkmail/Denkmail_Nr_19_web.pdf Bernhard Huss (Fotograf), Flachsspinnerei Stadl-Paura: Die letzten Aufnahmen vor dem Abriss (25.1.2015): http://huss-photography.at/flachsspinnerei Bernhard Huss (Fotograf), Sprengung Fabrikschlot Flachsspinnerei Stadl-Paura (17.8.2015): http://huss-photography.at/sprengung-fabrikschlot-flaschsspinnerei-stadl-paura Wolfgang Burghart, Die Lambacher Flachsspinnerei Stadl-Paura. Keine Chance für alte Industrie, in: „Österreichs gefährdetes Kulturerbe“ (Hrsg. Initiative Denkmalschutz), Wien 2018, Seite 180 f. Die Flachsspinnerei auf „Kulturnetz Wels Land“ (inkl. Gastkommentar von Bruno Sterner, „Das Ende nach 155 Jahren – Geschichte und Niedergang einer Pionierleistung“, in: „Lebensraum Stadl-Paura“): https://www.kultur-netz.at/kulturgueter/stadl-paura/eingang-flachsspinnerei.html Sehenswerte Ausstellung über Anfang und Ende der Flachsspinnerei Lambach (Oberösterreichische Nachrichten, 22. Oktober 2018): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/Sehenswerte-Ausstellung-ueber-Anfang-und-Ende-der-Flachsspinnerei-Lambach;art67,3040016 Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band I: „Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg“, Salzburg und Wien 1980, Seite 100

Liuthalas (talk), CC BY-SA 3.0 AT
Bernhard Huss, www.huss-photography.at
Eisenstädter Haydnkirche (Bgld.): Kampf gegen den Holzwurm
/ Berichte /Burgenland / Eisenstadt Stadtvon IDM_adminHolzwürmer haben sich in die jahrhundertealten Statuen und Altäre der Haydnkirche in Eisenstadt eingenistet und fressen diese von Innen auf. Die teils hohe Feuchtigkeit in der auch als Bergkirche oder Kalvarienbergkirche bezeichneten römisch-katholischen Kirche ist ein idealer Nährboden für die Würmer. Das historische Juwel soll nun gerettet werden – das Sanierungsprojekt steht, den Holzwürmern soll der Garaus gemacht werden. ORF-FERNSEHBERICHT (2 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Burgenland-heute/70021/Burgenland-heute/14057252/Haydnkirche-Schaeden-durch-Holzwurm/14723789 +++ ORF-BERICHT LESEN: https://burgenland.orf.at/stories/3056128 +++ Weitere Medienberichte: Kurier: https://kurier.at/chronik/burgenland/eisenstaedter-kirche-gesperrt-holzwurm-wird-mit-gas-bekaempft/400961429; Krone: https://www.krone.at/2183897; MeinBezirk: https://www.meinbezirk.at/eisenstadt/c-lokales/der-holzwurm-nagt-an-der-haydnkirche_a4132758 +++ Älterer Medienberichte: „Haydnkirche: Schäden durch Holzwurm“ (23.12.2019, ORF): https://burgenland.orf.at/stories/3027319; „Holzwurm in der Eisenstädter Haydnkirche viel gefräßiger als bisher bekannt“ (23.12.2019, Kurier): https://kurier.at/chronik/burgenland/holzwurm-in-der-eisenstaedter-haydnkirche-viel-gefraessiger-als-bisher-bekannt/400711596 +++ Die Haydnkirche auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bergkirche_(Eisenstadt).
Großwarasdorf (Bgld.): Gemeinderat protestiert gegen geplanten Denkmalschutz für Brutalismus-Schule
/ Berichte /Burgenland / Oberpullendorfvon IDM_adminDas Bundesdenkmalamt will die Neue Mittelschule (NMS) Großwarasdorf unter Denkmalschutz stellen. Die Gemeinde Großwarasdorf lehnt dies aber ab und schaltet jetzt Rechtsanwalt ein. Wäre die finanzielle Zuwendung für denkmalgeschützte Gebäude besser, hätte die Gemeinde nichts dagegen, meint der Bürgermeister. Ein neuerlicher Bescheid des Denkmalamtes erklärte den Einspruch der Gemeinde allerdings für nicht zulässig, da dies rein wirtschaftliche Interessen betreffe. Das als Hauptschule 1968-72 geplante und errichtete Gebäude in der Schulstraße 3 wurde vom bekannten burgenländischen Architekten Matthias Szauer im Stil des Brutalismus geplant: BVZ-Artikel WEITERLESEN: https://www.bvz.at/oberpullendorf/grosswarasdorf-gemeinderat-protestiert-wegen-denkmalschutz-fuer-nms-grosswarasdorf-gemeinderat-grosswarasdorf-nms-grosswarasdorf-rudolf-berlakovich-bundesdenkmalamt-212686044 +++ 19-seitiger „FULL DOCUMENTATION FISH“ mit ausführlichen Infos/Fotos vom Gebäude (DOCOMOMO Austria): https://www.docomomo.at/cms/wp-content/uploads/2019/02/2018_grosswarasdorf_hauptschule.pdf (Kurzfassung: https://www.docomomo.at/gebaeude/hauptschule-grosswarasdorf).
Stellungnahme Planentwurf 8253 (Wien): Wichtiges Gründerzeithaus nicht für Schutzzone vorgesehen!
/ Stellungnahmen /Wien 1080, Josefstadt von IDM_adminAm 20. Juni unternahm unser Verein Initiative Denkmalschutz einen Lokalaugenschein im Gebiet des Planentwurfs 8253. Mit Verwunderung mussten wir feststellen, dass das sehr gut erhaltene Gründerzeithaus Josefstädter Straße 99 (siehe Foto) im aktuellen Planentwurf (öffentliche Auflage 22. Mai bis 3. Juli) nicht für die Schutzzone vorgesehen ist! (Anmerkung: Seit wenigen Jahren können theoretisch auch Einzelobjekte als Schutzzone gewidmet werden: z.B. Nikolsdorfer Gasse 20 im 5. Bezirk und Darwingasse 35 im 2. Bezirk). Initiative Denkmalschutz, 2. Juli 2020 Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8253 Für das Gebiet zwischen Josefstädter Straße, Albertgasse, Lerchenfelder Straße und Lerchenfelder Gürtel im 8. Bezirk, Katastralgemeinde Josefstadt Einleitung: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso möge die Anzahl der Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand angepasst werden. Dadurch wird auch am ehesten – neben der Festsetzung einer Schutzzone – der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. Anmerkung: Wir beziehen uns in dieser Stellungnahme für Schutzzonenerweiterungen primär auf die Außenerscheinung der Gebäude. Im Wissen, dass so manche Objekte eine unscheinbare bzw. im Verlauf von Jahrzehnten stark vereinfachte Fassade haben, im Inneren aber durchaus erhaltenswerte Bausubstanz aufweisen können, ist immer eine eingehende Untersuchung des Objektes notwendig. Da uns ein solcher Befund mangels Zutritt zu vielen Objekten und aus zeitlichen Gründen nicht möglich ist, empfehlen wir den Verantwortlichen, immer auch die innere Bausubstanz bei Schutzzonenerweiterungen zu berücksichtigen. Die Stellungnahme im Einzelnen: Erfreulich sind zunächst die Neu-Ausweisungen von Schutzzonen im aktuellen Planentwurf. Zusätzlich Aufnahme in die Schutzzone mögen folgende Gebäude finden: Blindengasse 1A (= Lerchenfelder Gürtel 46): „Secessionistisch (…) (1900, Türe, Gitter, Ornamentkacheln)“ (Zitat Dehio) Josefstädter Straße 99: gänzlich unverständlich, wieso dieses im Jahr 1880 errichtete Gebäude nicht für die Schutzzone vorgesehen ist: gut erhaltene, üppige gründerzeitliche Fassadengliederung. Das Gebäude bildet gemeinsam mit der Josefstädter Straße 101 ein einheitliches Gebäudeensemble Josefstädter Straße 101 (Ecke Blindengasse 32): trotz stark reduzierter Fassadengliederung bildet dieses mächtige Eckhaus (erbaut 1880) gemeinsam mit dem benachbarten Haus Josefstädter Straße 99 eine prägnante stadtbildprägende Einheit. Josefstädter Straße 103 (Ecke Blindengasse 31): markantes Eckhaus mit gründerzeitlich-secessionistischem Fassadendekor am Eckrisalit. Lerchenfelder Gürtel 66: Gründerzeithaus mit reduzierter Fassadengliederung, im Inneren gut erhalten. Lerchenfelder Straße 156: 1860 erbaut, mit frühhistoristisch, additiver Fassadengliederung. Trotz rezenter dreigeschoßiger Aufstockung bleibt der zweistöckige frühhistoristische Gebäuteil erhaltenswert. Lerchenfelder Straße 162 / Ecke Blindengasse 2 möge trotz reduzierter Fassadengliederung ebenso in die Schutzzone Aufnahme finden. Im Inneren noch ältere Teile gut erhalten. Stolzenthalergasse 4: Mächtiges Gründerzeithaus mit reduzierter Fassadengliederung. Dieses Gebäude sollte im Sinne eines sonst weitgehend geschlossenen Straßenensembles ebenso als Schutzzone ausgewiesen werden – So wie auch mehrere weitere mit reduzierter Fassadengliederung, die als Teil eines Ensemble sehr wohl in diesem Planentwurf für eine Schutzzone vorgesehen sind. Auch das benachbarte Eckhaus Stolzenthalergasse 2 (Ecke Lerchenfelder Straße 132), ebenso mit reduzierter Fassadengliederung, ist im aktuellen Planentwurf sehr wohl für die Schutzzone vorgesehen. Stolzenthalergasse 10-12 (Ecke Pfeilgasse 37): 1859, Fassadierung 1910. Zu prüfen wäre auch noch das Gebäude: Blindengasse 29: historische Fassade verloren, Eingangstor noch erhalten. Im Inneren erhaltenswert?. Abschließend wird vorgeschlagen für die Schutzzone die entsprechenden Architekturteile in einen Katalog nach § 7 (4) Wiener Bauordnung aufzunehmen, sodass auch diese einen rechtsverbindlichen Bestandteil des Bebauungsplanes bilden. Markus Landerer und Claus Süss im Namen der Initiative Denkmalschutz Initiative Denkmalschutz Verein für den Schutz bedrohter Kulturgüter Fuchsthallergasse 11/5 1090 Wien, Österreich (ZVR-Nr.: 049 832 110)
Vorbild Südtirol: Umgebungsschutz für Denkmäler
/ Berichte /Oberösterreich / Urfahr Umgebungvon IDM_adminWährend es in Österreich keinen Umgebungsschutz für denkmalgeschützte Gebäude gibt, der den Namen auch verdient (vgl. dazu Beispiel Karner in Gallneukirchen (OÖ), siehe unten) existieren in Südtirol entsprechende, gute rechtliche Rahmenbedingungen. In der Vinschgauer Gemeinde Prad am Stilfserjoch hat die Südtiroler Landesregierung einen Denkmalschutz für das Umfeld der Kirche St. Johann in Prad beschlossen. Unter Schutz gestellt werden mehrere Parzellen verschiedener Eigentümer. Hand in Hand mit der Schutzbestimmung geht das Verbot, Hilfsbauten wie Gerüste oder Masten zu errichten sowie Folien und Netze auszubringen, wie sie beispielsweise im intensiven Obstbau Verwendung finden. Untersagt ist auch die Errichtung neuer Straßen und Parkplätze. +++ In Österreich gibt es lediglich einen dermaßen schwachen „Umgebungsschutz“, sodass allein das „Anbringung von Reklameschildern, Schaukästen, Aufschriften und dergleichen“ verhindert werden kann, nicht jedoch störende Neubauten. Der § 7 Abs. 1 Denkmalschutzgesetz heißt hier wörtlich: „Zur Vermeidung der Gefährdung und Beeinträchtigung des Bestandes oder Erscheinungsbildes von unbeweglichen Denkmalen durch Veränderung in ihrer Umgebung (zB durch Anbringung von Reklameschildern, Schaukästen, Aufschriften und dergleichen) hat die Bezirksverwaltungsbehörde auf Antrag des Bundesdenkmalamtes oder – bei Gefahr im Verzug – von Amts wegen Verbote zu erlassen.“ Kein Umgebungsschutz in Österreich – Das aktuelle Beispiel Karner in Gallneukirchen (OÖ) Direkt neben dem denkmalgeschützten, aus dem 15. Jh. stammenden Karner (Beinhaus) in der Gemeinde Gallneukirchen soll ein Neubauprojekt entstehen. Der Karner stand auf dem Friedhof, der sich bis 1836 rund um die Pfarrkirche befand.* Der Besitzer des Karners, Erich Mayr ist irritiert, denn unmittelbar an seine Grundgrenze und ganz nah beim Karner soll ein 13,5 Meter hoher Neubau zwischen Pfarrgasse und Hauptstraße entstehen. Der Eigentümer sieht damit eine schwere Entwertung des historischen Erscheinungsbildes des Karners damit verbunden, und damit ist er nicht alleine. Der Besitzer glaubt an einen Widmungsfehler, doch der Projektwerber und die Bürgermeisterin sind der Ansicht, dass der Bebauungsplan dies so erlaube. MeinBEZIRK-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.meinbezirk.at/urfahr-umgebung/c-lokales/wirbel-um-alten-karner_a4079517 +++ Beschreibung des Karners in der Denkmalliste (Wikipedia): „Sog. Watzinger-Kapelle, Michaelskapelle, ehem. Karner (Pfarrgasse 2): Der ehemalige Karner wurde vermutlich im späten 15. Jahrhundert errichtet. Der freistehende Kapellenbau besitzt einen 3/8-Schluss und einen spätgotischen Dachstuhl. Der Innenraum wurde in drei Geschoße aufgeteilt.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Gallneukirchen). +++ „Wohnen im Karner“, in der Zeitschrift des Österreichischen Burgenvereins (Sept. 2015), Seite 26: https://burgenverein.at/wp-content/uploads/2014/12/Sep-2015-Zeitschrift.pdf. +++ * Quelle: Tips. total regional. total GALLNEUKRICHEN (Nov. 2018), Seite 8.
Krems (NÖ): Schutzzone Schillerstraße wird kommen, doch zu spät für Nr. 2-4
/ Berichte /Niederösterreich / Krems-Stadtvon IDM_adminDie beiden über 150 Jahre alten Häuser Schillerstraße 2-4 stehen jetzt vor dem Abbruch. Der Kremser Gemeinderat hat zwar jetzt – in Vorbereitung einer Schutzzone – eine Bausperre rund um die Schillerstraße beschlossen, doch die wird für die beiden Gebäude zu spät kommen. Die Häuser Schillerstraße 2-4 liegen in der Kernzone des UNESCO-Welterbes Wachau, und stehen nicht unter Denkmalschutz, obwohl noch 1999 hat das Bundesdenkmalamt den Abschnitt bei der Schillerstraße 2-4 für Denkmalschutzwürdig erachtet hatte. Doch eine aktuelle Überprüfung seitens des Denkmalamtes ergab, dass die Bedeutung die Einleitung eines Unterschutzstellungsverfahrens nicht rechtfertigt. NÖN-Artikel WEITERLESEN: https://www.noen.at/krems/krems-historischer-baubestand-schutzzone-wird-kommen-krems-schutzzone-bausperre-gemeinderat-krems-schillerstrasse-212568731 +++ (2.6.2020): P3TV-VIDEO „Protest gegen Abriss in Krems“ (2 min; 2.6.2020): https://www.p3tv.at/webtv/10234-protest-gegen-abriss-in-krems. APA-OTS-Presseaussendung Initiative Denkmalschutz, 30.3.2020 Krems: Bresche ins UNESCO-Welterbe Wachau? Stadt Krems beabsichtigt Abriss in Schillerstraße 2-4 zu bewilligen! Denkmalamt muss handeln! Forderung nach Erhalt der beiden über 150 Jahre alten Häuser! Initiative Denkmalschutz unterstützt örtliche Bürgerinitiative Wien (OTS) – Noch 1999 galten im Denkmalamt die frühhistoristischen Häuser in der Schillerstraße – zentrale Achse zwischen der Kremser Innenstadt und der Altstadt von Stein sowie in der Kernzone(!) des Welterbes gelegen – als schutzwürdig. Jetzt, nachdem die Wachau im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe erklärt wurde, plötzlich nicht mehr? Denkmalamt muss Not-Unterschutzstellung aussprechen! Das Bundesdenkmalamt ist berechtigt, eine sofort gültige Unterschutzstellung auszusprechen (Mandatsbescheid gemäß § 57 AVG). Dies ist wohl die wirkungsvollste und vielleicht auch die letzte Möglichkeit, den Abbruch so kurzfristig zu verhindern. Nach großen Versäumnissen: Stadt Krems ist jetzt gefordert! Die Stadt Krems kann gemäß NÖ Raumordnungsgesetz (NÖ ROG 2014) eigene Schutzzonenwidmungen verordnen. Es ist höchst an der Zeit, dass die Stadt Krems endlich ihre eigene Verantwortung wahrnimmt und den „historisch erhaltungswürdigen Baubestand“ in der gesamten Stadt überprüft und ggf. unter Schutz stellt (§ 30 Abs. 2 Z. 1; § 31 Abs. 8). Unabhängig davon besteht – wie woanders erfolgreich geschehen – für Bürgermeister und Stadtverantwortliche die Möglichkeit, mittels politischer Verhandlungen den Eigentümer vom Abbruch abzubringen. Rückfragen & Kontakt: Markus Landerer 0699/1024 4216 und Claus Süss 0676/740 43 27 Initiative Denkmalschutz, www.idms.at Ältere iD-Berichte: Kremser Schillerstraße: Welterbebeirat nicht gegen Abriss (7.3.2020): Die beiden Gebäude Schillerstraße 2-4 liegen in der Kernzone des UNESCO-Welterbes Wachau, trotzdem sollen die Häuser einem Neubauprojekt weichen, denn die Häuser stehen nicht unter Denkmalschutz und befinden sich in keiner Schutzzone. Jetzt hat auch der Welterbebeirat keine Einwände gegen einen möglichen Abriss geäußert. (Der Welterbebeirat setzt sich aus drei stimmberechtigten Mitgliedern zusammen: Mag. Ruth Pröckl, Bundeskanzleramt, als „State Party“ zuständig für das Welterbe in Österreich; Mag. Martin Grüneis, Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Kunst und Kultur, sowie Mag. Roman Janacek, Region Wachau, Bürgermeister der Gemeinde Bergern. Quelle: https://www.weltkulturerbe-wachau.at/weltkulturerbe-wachau/management). NÖN-Artikel weiterlesen (2.3.2020): https://www.noen.at/krems/krems-beirat-gibt-gruenes-licht-fuer-bauprojekt-krems-bauprojekt-schillerstrasse-194746759. Gleichzeitig wird 20 Jahre Welterbestatus Wachau gefeiert. NÖN-Artikel weiterlesen (7.3.2020): https://www.noen.at/krems/20-jahr-jubilaeum-wachau-feiert-welterbe-status-krems-welterbe-wachau-194751180. +++ Älterer iD-Bericht (12.2.2020): Noch 1999 hat das Bundesdenkmalamt den Abschnitt bei der Schillerstraße 2-4 für Denkmalschutzwürdig erachtet. Doch eine aktuelle Überprüfung seitens des Denkmalamtes ergab jetzt, dass die Bedeutung die Einleitung eines Unterschutzstellungsverfahrens nicht rechtfertigt. Jetzt liegt der Ball wieder bei der Stadt Krems, denn diese könnte Schutzzonen verordnen, doch auch eine solche könnte zu spät kommen für diese beiden Häuser. NÖN-Artikel (12.2.2020) weiterlesen: https://www.noen.at/krems/ball-liegt-nun-bei-stadt-kremser-schillerstrasse-denkmalamt-haelt-sich-zurueck-krems-bundesdenkmalamt-schutzzone-bau-190749297 +++ iD-Bericht (7.2.2020): Stadt Krems entdeckt Schutzzone, für Schillerstraße zu spät? Aktueller Anlassfall Schillerstraße 2-4: In der Bevölkerung wächst die Sorge um den historischen Baubestand in Krems. Eine Entwicklung, die nun die Politik zum Handeln zwingt. Die Schutzzone ist als Möglichkeit für Gebäude entdeckt worden, die – wenn sie nicht unter Denkmalschutz stehen – vor einen möglichen Abriss gerettet werden können. Einen Sündenbock für die Bedrohung historischer Gebäude durch Bauträger hat die Opposition übrigens im Gestaltungsbeirat der Stadt Krems gefunden, dessen Mitglieder mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP neu bestellt wurde. NÖN-Artikel weiterlesen (7.2.2020): https://www.noen.at/krems/historischer-baubestand-krems-entdeckt-die-schutzzone-krems-bauen-schutzzone-reinhard-weitzer-denkmalschutz-189462151. +++Weitere Medienberichte in der NÖN: „Schillerstraße: Anrainer proben Aufstand wegen Bauprojekt“ (21.1.2020): https://www.noen.at/krems/krems-anrainer-proben-aufstand-wegen-bauprojekt-krems-bauprojekt-streit-richard-scholter-185792288 ; „Leserbrief: Schillerstraße braucht Schutzzone“ (27.1.2020): https://www.noen.at/leserbriefe/leserbrief-schillerstrasse-braucht-schutzzone-krems-leserbrief-187630700; „Schillerstraße: Suche nach Kompromiss wegen Bauprojekt“ (30.1.2020): https://www.noen.at/krems/krems-suche-nach-kompromiss-wegen-bauprojekt-krems-reinhard-resch-bauprojekt-187651797.
Otto Wagner Areal Steinhof (Wien): Umwidmung und Soros-Uni im Gemeinderat beschlossen
/ Berichte /Wien 1140, Penzing von IDM_adminDrei Beschlüsse wurden in der vergangenen Gemeinderatssitzung am 25. Juni 2020 zum Thema Jugendstiljuwel ehemaliges Otto Wagner Spital-Steinhof (OWS) mehrheitlich gefasst: Die Ansiedlung der Central European University (CEU) „Soros Uni“ in einem Drittel der Pavillons des OWS, der neue Flächenwidmungs- und Bebauungsplan (Nr. 8139) und damit eine, wie SPÖ und Grüne betonten, reduzierte Bebaubarkeit des Areals und dann noch die infrastrukturelle Erschließung des Standorts, um ihn gut nutzen zu können. Kritik an den Konzepten kam vor allem von Neos, ÖVP und FPÖ. Sie vermissen nach wie vor ein (versprochenes) Gesamtkonzept. MeinBezirk-Artikel WEITERLESEN: https://www.meinbezirk.at/penzing/c-politik/gruenes-licht-fuer-ows-neu-im-gemeinderat_a4125717 +++ GEMEINDERATSSITZUNG ZUM NACHHÖREN (ab Stunde 3:36:17): https://youtu.be/JdwoL2SPBCM (Postnummern 27, 114 und 133: Liegenschaft in Wien 14, Otto-Wagner-Areal, und zwar Schaffung eines Wissenschafts-, Kultur- und Bildungsstandortes, Plandokument Nr. 8139 sowie Abschluss von Dotations- und Dienstbarkeitsverträgen mit der Wirtschaftsagentur Wien und der WSE Wiener Stadtentwicklung GmbH) +++ Weiterer Medienbericht: „Verhandlung geglückt: Steinhofgründe werden 2025 zu Uni“ (24.6.2020; Kurier): https://kurier.at/chronik/wien/verhandlung-geglueckt-steinhofgruende-werden-2025-zu-uni/400949522 +++ Politische APA-OTS-Pressereaktionen: „SP-Omar Al-Rawi: Startschuss für ein neues Kapitel Stadtgeschichte am Otto-Wagner-Areal. Mit dem Bau des Uni-Campus werden ein neuer Bildungsstandort und Arbeitsplätze geschaffen.“ (24.6.2020): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200624_OTS0126; „FP-Guggenbichler/Wansch: FPÖ als einzige Partei gegen Steinhof-Bausünden und Soros-Uni. Für umstrittene Soros-Universität werfen Rot, Grün, Schwarz und NEOS alle Grundsätze zu Natur-, Denkmal- und Klimaschutz über Bord“ (30.6.2020): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200630_OTS0148; „Bürgermeister Ludwig: Stadt Wien stellt die Weichen für den Umzug der CEU auf das Otto-Wagner-Areal. Vizebürgermeisterin Hebein: Wien ist und bleibt ein sicherer Hafen für kritisches Denken, Demokratie und freie Forschung“ (3.6.2020): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200603_OTS0038 +++ WORLD HERITAGE WATCH REPORT 2020: Und wieder wird das Otto-Wagner-Spital im World Heritage Watch (WHW) Report 2020 als besonders gefährdetes Weltkulturerbe angeführt. Was für die ganze Welt von Bedeutung ist, wird von der Wiener Stadtregierung aus Unkenntnis, Bauwut oder Unfähigkeit ignoriert. Den Bericht in englischer Sprache über das Otto-Wagner-Spital: http://www.steinhof-erhalten.at/Stellungnahmen/world_heritage_watch_report_2020_ows.pdf. Den Bericht in deutscher Sprache: http://www.steinhof-erhalten.at/Stellungnahmen/ows-world_heritage_watch_report_2020-uebersetzung.pdf. (Übersetzung: Initiative Steinhof-erhalten). Auf der Website von „World Heritage Watch“ können Sie den gesamten WHW-Report 2020 einsehen: https://world-heritage-watch.org/wp-content/uploads/2020/06/WHW-Report-2020.pdf. +++ INITIATIVE DENKMALSCHUTZ PRESSEAUSSENDUNGEN / STELLUNGNAHMEN: 21.2.2020: „Otto Wagner Spital Steinhof: (Finale) Stellungnahme der Initiative Denkmalschutz (Planentwurf Nr. 8139)“: https://www.initiative-denkmalschutz.at/stellungnahme/otto-wagner-spital-steinhof-stellungnahme-der-initiative-denkmalschutz-planentwurf-nr-8139; 12.2.2020: „Otto Wagner Spital Steinhof Umwidmung – Initiative Denkmalschutz: Bauliche Anschläge im aktuellen Planentwurf Nr. 8139 schon absehbar!“: https://www.initiative-denkmalschutz.at/presseaussendungen/otto-wagner-spital-steinhof-umwidmung-initiative-denkmalschutz-bauliche-anschlaege-im-aktuellen-planentwurf-nr-8139-schon-absehbar; 15.10.2019: „Jugendstiljuwel Otto Wagner-Spital Am Steinhof: Prolongierter Bruch der Mediationsvereinbarung durch Baubeginn von 120 GESIBA Wohnungen! Initiative Denkmalschutz: Kulturgut-Zerstörung im für die Gesamtanlage so wichtigen Ostareal geht unvermindert weiter!“: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20191015_OTS0023; 19.4.2017: „Otto Wagner Spital Steinhof: Mit Start des Wohnungsbaus bricht Stadt Wien Mediationsvereinbarung! Bürgerinitiativen fordern Baustopp!“: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170419_OTS0023; 25.11.2014: „Otto Wagner Spital Steinhof: Stadt Wien ignoriert Mediationsergebnis. Alle in die Mediation eingebundenen Bürgerinitiativen distanzieren sich von geplanter Vorgehensweise der Stadt Wien“: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20141125_OTS0018; 11.07.2012: „Otto-Wagner-Spital Steinhof: Initiative Denkmalschutz steigt aus der Mediation aus“: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120711_OTS0010.
Graz (Stmk.): Seit 2000 Abrissbirne für 173 Altbauten
/ Berichte /Steiermark / Grazvon IDM_adminKonflikt: Um neuen Wohnraum zu schaffen, wurden in Graz seit dem Jahr 2000 insgesamt 173 alte und erhaltenswerte Häuser zerstört. Und es werden nahezu wöchentlich mehr. Der Abriss einer alte Villa in der Billrothgasse sorgt jetzt für Ärger. Der Grazer Altstadtschützer Peter Laukhardt (Soko Altstadt) zieht ein Resümee. DER GRAZER-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.grazer.at/de/BHWBKwO8/seit-2000-abrissbirne-fuer-insgesamt-173-altbauten +++ Das Beispiel Abriss Villa Billrothgasse 20 (10. Bezirk Ries) auf Grazerbe.at: https://www.grazerbe.at/Billrothgasse_20 +++ Offizielle Website Grazerbe.at: https://www.grazerbe.at
Stammersdorfer Friedhof (Wien): Der ‚verlorene‘ Glockenturm
/ Berichte /Wien 1210, Floridsdorf von IDM_adminVor über zehn Jahren wurde bei einem Sturm der Glockenturm auf dem Kapellengiebel einfach aus der Verankerung gerissen und stürzte von der Spitze der Aufbahrungskapelle am – im Jahr 1903 erbauten – Stammersdorfer Friedhof (Stammersdorfer Straße 244–260). Dann wurde in Aussicht gestellt, dass der Glockenturm bei der nächsten Kapellensanierung wieder aufgesetzt wird. Die denkmalgeschützte Aufbahrungskapelle ist längst saniert, doch der Glockenturm fehlt weiterhin. Begründung: Bereits 2011 war klar, dass der Glockenturm zu desolat sei für ein Wiederaufsetzen, sodass auch in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt auf den Glockenturm verzichtet wurde. Die Kapelle (Aufbahrungshalle) bleibt jetzt offenbar endgültig ohne Glockenturm. DIE FLORIDSDORFER ZEITUNG (DFZ) WEITERLESEN (21.4.2020): http://www.dfz21.at/dfz/stammersdorfer-friedhof-glockenturm-zu-grabe-getragen +++ Der Stammersdorfer Zentralfriedhof (auch: Friedhof Stammersdorf Zentral) auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Stammersdorfer_Zentralfriedhof +++ Älterer Medienbericht: „Nach WIFF – Kritik: Neuer Zaun für Stammersdorfer Friedhof. ‚Jetzt fehlt nur noch der Glockenturm…‘ (28.7.2016): http://www.wiff21.at/nach-wiff-kritik-neuer-zaun-fuer-stammersdorfer-friedhof-jetzt-fehlt-nur-noch-der-glockenturm.
Griffen (Kärnten): Alarm um Stift. Baujuwel droht Verfall, weil das Geld fehlt
/ Berichte /Kärnten / Völkermarktvon IDM_adminAlarm um Stift Griffen (Bez. Völkermarkt). Weil das Geld fehlt: Baujuwel droht der Verfall. Experten und Liebhaber historischer Architektur sind entsetzt: Dem Stift Griffen, das auf mehr als 800 Jahre alten Mauern ruht, droht der Verfall! Der Putz bröckelt, Fensterscheiben sind kaputt, das Dach ist undicht. Die alten, denkmalgeschützten Gemäuer, die das Handke-Museum beherbergen, bedürfen dringend einer Sanierung. Doch die lässt auf sich warten. Der Diözese fehlt dafür das nötige Geld. KRONE-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.krone.at/2178514 +++ Stiftsanlage-Beschreibung: Das ehemalige Prämonstratenser-Chorherrenstift St. Maria in Griffental, kurz Stift Griffen genannt, besteht aus einer im Kern romanischen Stiftskirche, den nordwestlich angrenzenden barocken Stiftsgebäuden und ist von einer hohen, gotischen Wehrmauer umgeben. Die Errichtung des Klosters in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts beeinflusste wesentlich die Entwicklung der Region bzw. des Marktes Griffen. Weiterlesen im Eintrag auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Stift_Griffen. +++ Liste der denkmalgeschützten Objekte in Griffen (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Griffen.