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AKTUELLE BERICHTE
Verlorenes Erbe (Stmk): Landesfürstliche Burg Leoben, 1964 abgerissen
/ Berichte /Steiermark / Leobenvon IDM_adminIn der sehenswerten TV-Serie „Verlorenes Erbe“ (von Rupert Reiter-Kluger) im ORF 2-Vorabendprogramm (“Studio 2”) wurde am 24. Jänner 2022 der Abriss der ehemals Landesfürstlichen Burg in Leoben behandelt. Wie andere Städte in Österreich besaß auch Leoben eine Stadtburg. 1964 musste jedoch 3/4 der stattlichen Anlage am Stadtkai, direkt an der Mur gelegen, einem Rathausneubau weichen. ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (5 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14121679/Bundesdenkmalamt-ueber-Bausuende-in-Leoben/15087047 Nach 1261 vom Rittergeschlecht der Timmersdorfer erbaut, musste dieses die Burg 1418 an Erzherzog Ernst aus dem Hause Habsburg verkaufen. Die nunmehr landesfürstliche Burg diente als Absteige für die Landesherrn. Erzherzog Ferdinand (ab 1619 römisch-deutscher Kaiser) übertrug die Anlage 1613 dem Jesuitenorden, der hier ein Jesuitenkolleg errichten ließ. Alfred Joham, Leiter der Raumplanung Leoben erzählt, dass sich Umbaupläne aus 1623 von den Jesuiten erhalten haben. Nach Aufhebung des Jesuitenordens 1773 diente die Anlage als Kaserne und ab 1876 bis zuletzt als Gymnasium. Christian Brugger, oberster Denkmalpfleger (Abteilungsleiter) im Bundesdenkmalamt Steiermark, berichtet, wie es zum Abriss kommen konnte: 1962 war es zum ersten Mal, dass das Denkmalamt anonym informiert wurde, dass hier möglicherweise mit der alten Burg „etwas im Busch ist“. Die Antwort der Gemeinde war: Nein, es wird wahrscheinlich weiter Schule bleiben und man werde sich schon rühren (im Nordosttrakt war ja schon das neue Stadtmuseum eingerichtet). Doch die Stadt wollte unbedingt ein neues Rathaus, just anstelle der alten Burg. Es regte sich daraufhin auch Widerspruch zum geplanten Abbruch dieses stadtbildprägenden Gebäudes, sogar das Bundeskanzleramt hatte sich mit der Stadt Leoben in Verbindung gesetzt und angeregt, hier ein Eisenmuseum einzurichten. Die Stadt Leoben beharrte jedoch mit aller Vehemenz, ein neues Rathaus anstelle der alten Burg am Stadtkai zu errichten. Das Denkmalamt hatte damals bereits den Wert der Anlage erkannt und entschieden, dass die Burg schützenswert ist und stehen bleiben muss. Die Stadt Leoben beeinspruchte die Unterschutzstellung, sodass das Unterrichtsministerium als nächsthöhere Berufungsinstanz – nach einer Expertise vom bekannten Architekten und Stadtplaner Roland Rainer – unter Auflagen, wie die neue Form des Rathauses auszusehen hat, der Berufung stattgegeben hat. Nur der Nordostflügel in der Kirchgasse 6, der als neu eingerichtetes Stadtmuseum Leoben (heute MuseumsCenter & Kunsthalle) nicht zur Diskussion stand, blieb somit erhalten. 1997 wurde für die Steirische Landesausstellung “Made in Styria” das Gelände der ehemaligen Landesfürstlichen Burg auserkoren. In Vorbereitung dessen wurde das alte Stadtmuseum in einen modernen Museums- und Ausstellungskomplex umgewandelt (Kunsthalle Leoben) und die beiden bekannten Architekten Günther Domenig und Hermann Eisenköck fügten dem erhaltenen Nordosttrakt Flügelbauten an, die „wie symbolische Prothesen der amputierten Burgtrakte in Richtung Rathaus zeigen, um an den einstigen Vierkanter zu erinnern.“ War die Burg wirklich in einem so schlechten Zustand, dass ein Abbruch gerechtfertigt war? Eisenköck: “Das Kolleg hätte durchaus restauriert werden können. Damals ist ein schwerer Fehler passiert, heute wäre ein solcher Abriss in keinster Weise denkbar.” Heute stehen sowohl das “Stadtmuseum und Kunsthaus Leoben mit ehem. Jesuitenkolleg und integr. Stadtmauer” als auch das Neue Rathaus per Verordnung (vorläufig) unter Denkmalschutz (§ 2a Denkmalschutzgesetz). Das Neue Rathaus am Stadtkai (Erzherzog Johann-Straße 2) wurde nach Plänen von Kurt Thornton (Stadtbauamt Leoben) 1964-1973 erbaut. Der Architekturpublizist Friedrich Achleitner beschreibt den langgestreckten Baukörper 1983 als „in seiner trockenen, jedoch ambitionierten Architektur“ als einen „typischen Vertreter der Amtsbauten der [19]60er Jahre.“ ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (5 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14121679/Bundesdenkmalamt-ueber-Bausuende-in-Leoben/15087047 (ORF ‚Studio 2‘, „Bundesdenkmalamt über Bausünde in Leoben“, 24.1.2022). Literatur: Edgard Haider, „Unvergessen: Die ehemalige landesfürstliche Burg in Leoben“, in: Denkma[i]l, Nr. 5/2010, Nachrichten der Initiative Denkmalschutz, Seite 15: https://www.initiative-denkmalschutz.at/denkmail/Denkmail_Nr_05_web.pdf Dehio-Handbuch, die Kunstdenkmäler Österreichs, Band: Steiermark (Topographisches Denkmälerverzeichnis, Hrsg. Bundesdenkmalamt), Wien 1982, Seite 254 (ehem. Jesuitenkolleg) und Seite 258 (Neues Rathaus) Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band II: ‚Kärnten, Steiermark, Burgenland‘, Salzburg und Wien 1983, Seite 252 Weitere Quellen / Linktipps: Leoben, „Landesfürstliche Burg, Neue Stadtburg“ auf ‚Alleburgen.de‘: https://www.alleburgen.de/bd.php?id=23006 Die Kunsthalle Leoben, über den Umbau des Stadtmuseum in einen modernen Museums- und Ausstellungskomplex: https://www.archconsult.com/project/kunsthalle-leoben
Graz (Stmk): Verfallene Ruckerlbergvillen als Spekulationsobjekte
/ Berichte /Steiermark / Grazvon IDM_adminIm ORF-Vorabendprogramm „Studio 2“ (in der auch die Serie „Verlorenes Erbe“ ausgestrahlt wird) waren am 21. Jänner 2022 die vom Abriss bedrohten Villen am Ruckerlberg Thema. Auf dem sehr beliebten Ruckerlberg im 9. Grazer Bezirk Waltendorf stehen viele stattliche Villen, die immer mehr der Spekulation zum Opfer fallen. Gefährdet scheint zum Beispiel die Villa in der Nibelungengasse 86 oder die Nernstgasse 2. Der Schutzverein Ruckerlberg setzt sich für deren Erhaltung ein. Karin Steffen, Obfrau des Schutzvereins erklärt im ORF-Interview: „Ein Politiker, der wirklich etwas ändern will, und wenigstens im Einzelfall einmal ein Exemple statuieren will, der braucht einfach Mut.“ Im ORF-Fernsehbeitrag werden zwei Villen gezeigt, die bereits dem Untergang geweiht sind, denn es gibt schon ein konkretes Nachfolgeprojekt. Einige alte Villen sind schon verschwunden und sind geschichtslosen Neubauten gewichen, wie der Vorher-Nachher Vergleich zeigt. Auch die bekannte Kassecker-Villa (Pistotnikgasse 13) musste 2018 einem neuen Bauprojekt weichen (Berichte des Schutzverein Ruckerlberg: Alt-Waltendorf droht ein weiterer herber Verlust (April 2015); Villa Kassecker ist zu haben! (2.1.2018); Die Villa Kassecker gibt es nicht mehr (Febr. 2018)). Oder auch die ehem. Kamschalvilla in der Hallerschloßstraße 35 mit seinem Christophorusfresko wurde im November 2016 abgerissen. Erfolgreich war der Schutzverein Ruckerlberg bei ihrem Einsatz für die Erhaltung der ehem. Tlaskal-Villa (Rudolfstraße 25), die ursprünglich vom Abbruch bedroht war (Bericht Schutzverein Ruckerlberg Okt. 2018: „Sanierung statt Abbruch“; Zum Abbruch freigegeben? (Febr. 2017)). Seitens der Stadt Graz wurde unlängst eine Schutzzone erlassen, sodass ein Teil des Ruckerlberges mittlerweile mehr oder weniger geschützt ist und der Abbruch untersagt werden kann, erklärt Bernhard Inninger, der Leiter des Grazer Stadtplanungsamtes gegenüber dem ORF. Doch es gibt weiterhin genug Schlupflöcher: Ein paar fehlende Dachziegel, eingeschlagene Fenster und dem Abbruch steht trotz Schutzzone kaum mehr etwas im Wege. ORF-FERNSEHBEITRAG „Ruckerlbergvillen: Die Uhr tickt“ (4 Min): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14121319/Ruckerlbergvillen-Die-Uhr-tickt/15084824 (ORF, „Studio 2“-Vorabendprogramm, 21. Jänner 2022). ORF-Beitrag, 23. Jänner 2022 Villenverfall am Grazer Ruckerlberg: Die Uhr tickt Graz wächst von Tag zu Tag, Wohnraum ist knapp, die Immobilienpreise sind hoch wie nie zuvor – beste Voraussetzungen für Bauträger. Deshalb müssen alte Gebäude immer öfter weichen – so auch viele Villen am Grazer Ruckerlberg: https://steiermark.orf.at/stories/3139856 Der Schutzverein Ruckerlberg: http://www.ruckerlberg.at Der Schutzverein Ruckerlberg auf Facebook: https://www.facebook.com/SchutzvereinRuckerlberg Weitere Medienberichte: 10. Jänner 2022, Kleine Zeitung Schutzverein verärgert: “Das war das letzte Original-Wahrzeichen des Ruckerlbergs”. Karin Steffen, Obfrau des Schutzvereins Ruckerlberg, ist bestürzt über die Zerstörung des Naherholungshügels vieler Grazer. Nächstes Sorgenkind: Das einstige Landhaus Jöbstl. (Bezahlschranke): https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/6083233/Schutzverein-veraergert_Das-war-das-letzte-OriginalWahrzeichen-des

Niki.L, CC BY-SA 4.0, Wikipedia
Markus Landerer, Initiative Denkmalschutz
Schwendau (Tirol): Historischer Kulturplatz ‚Drei Linden‘ in Gefahr
/ Berichte /Tirol / Schwazvon IDM_adminDie Gemeinde Schwendau im Zillertal (Bez. Schwaz) will einen neuen Kindergarten errichten. Der geplante Standort für das Projekt ist jedoch äußerst umstritten. Der Bürgermeister Franz Hauser spricht sich klar gegen den Standort „Drei Linden“ aus, denn der historisch bedeutende Platz darf nicht für ein Projekt geopfert werden, von dem einzelne Grundbesitzer finanziell profitieren. Doch der Bürgermeister wurde am 20. Februar 2020 von der Mehrheit im Gemeinderat überstimmt und es wurde ein Grundsatzbeschluss gefasst. Das Bundesdenkmalamt hat Einwände bezüglich des Standortes „Drei Linden“ da das Projekt viel zu nahe an die Bäume bzw. das historische Wegkreuz heranreichen würde. Sowohl Bäume als auch das Kreuz stehen unter Schutz, die Baumgruppe als Naturdenkmal, das Wegkreuz steht unter Denkmalschutz. Jetzt wurde eine Online-Petition „Gegen das Neubauprojekt Kindergarten am Standort Dreilinden“ gestartet. Der Initiator Gerhard Schiestl kritisiert in der Begründung der Petition weiters, dass im aktuellen örtlichen Raumordnungskonzept für diesen Bereich keine bauliche Entwicklung vorgesehen und zudem auch im gelben Wildbachgefahrenzonenbereich gelegen ist. ZILLERTALER-ZEITUNG WEITERLESEN: https://www.zillertalerzeitung.at/de/homepage/historischer-kulturplatz-drei-linden-in-gefahr +++ ONLINE-PETITION UNTERZEICHNEN: https://www.openpetition.eu/at/petition/online/gegen-das-neubauprojekt-kindergarten-am-standort-dreilinden +++ Weitere Medienberichte: „Schwendauer Kindergarten bei den drei Linden?“ (17.6.2020, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/schwaz/c-lokales/schwendauer-kindergarten-bei-den-drei-linden_a4105377; „Petition gegen Neubau von Schwendauer Kindergarten bei ‚Drei Linden’“ (24.6.2020, Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/17073853/petition-gegen-neubau-von-schwendauer-kindergarten-bei-drei-linden +++ Kommentar: „Schwendau. So ein Kindergarten!“ (17.6.2020; MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/schwaz/c-lokales/schwendau-so-ein-kindergarten_a4109034. +++ Liste der Naturdenkmäler im Bezirk Schwaz („Lindenbaumgruppe“ in Schwendau): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Naturdenkm%C3%A4ler_im_Bezirk_Schwaz +++ Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schwendau (Wegkreuz. Lindenstraße): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Schwendau.
Schwaz (Tirol): Abrissgefahr für denkmalgeschützte Innbrücke
/ Berichte /Tirol / Schwazvon IDM_adminDie Innbrücke in der Stadt Schwaz wurde 1927/28 nach einem Entwurf von Clemens Holzmeister erbaut. In den nächsten drei Jahren könnten sich entscheiden, ob die 92 Jahre alte, denkmalgeschützte Steinbrücke abgerissen wird (Die Brücke steht per Verordnung unter Denkmalschutz; gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz = verfahrensmäßige Prüfung noch ausständig, Erhaltungs- bzw. Denkmalschutzwürdikgeit mit Wahrscheinlichkeit zu erwarten). Seitens der Wildbach- und Lawinenverbauung und des Wasserbauamtes will man eine neue Brücke, da die Steinbrücke bei Hochwasser die größte Verklausungsproblematik im Unterinntal darstellt, doch das Bundesdenkmalamt möchte die Brücke auf jeden Fall erhalten. Angezweifelt wird aktuell auch, ob die Brücke wirklich von Clemens Holzmeister entworfen wurde. TIROLER TAGESZEITUNG (TT) WEITERLESEN: https://www.tt.com/artikel/17085881/plaene-in-schwaz-silberstaedter-schlagen-bruecke-in-richtung-vomp +++ Innbrücke-Beschreibung (Achleitner): „Entwurf: Tiroler Landesbauamt, Architektonische Gestaltung: Clemens Holzmeister, Ausführung: Mayreder, Kraus & Co., 1927-29. Bemerkenswert bei der Schwazer Brücke ist, daß ihr technischer Entwurf nach dem architektonischen von Holzmeister verfaßt wurde. Das Tragwerk ist aus Plattenbalken-Gelenkträgern über zwei Flußpfeilern, volle Stahlbetonbrüstung. Lichte Weite 84 m (25,50 + 33,80 + 25,50).“ Zitat aus: Friedrich Achleitner, „Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert“ (Band I, Salzburg und Wien 1980, Seite 336) +++ Älterer Medienbericht: „Geschütze Steinbrücke in Schwaz droht der Abbruch“ (21.5.2019; TT): https://www.tt.com/artikel/15664278/geschuetzer-steinbruecke-in-schwaz-droht-der-abbruch +++ Weitere Medienberichte (darin Steinbrücke erwähnt): „Vom Verkehr bis zu Bauprojekten: Schwazer sprechen Probleme an“ (19.11.2019, TT): https://www.tt.com/artikel/16238091/vom-verkehr-bis-zu-bauprojekten-schwazer-sprechen-probleme-an; Parkhaus beschäftigt Schwazer Stadtforum“ (15.11.2018; TT): https://www.tt.com/artikel/15015773/parkhaus-beschaeftigt-schwazer-stadtforum +++ Hochwasserproblematik: „Erhöhte Hochwasserwarnung in Schwaz“ (11.6.2019): https://www.meinbezirk.at/schwaz/c-lokales/erhoehte-hochwasserwarnung-in-schwaz_a3449319 +++ Die Steinbrücke in Schwaz auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Steinbr%C3%BCcke_(Schwaz) ; Steinbrücke / „Clemens Holzmeister-Brücke“ auf der Website der Stadtgemeinde Schwaz: https://qr.schwaz.at/brueckenverzeichnis/steinbruecke und in der Denkmalliste Schwaz (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Schwaz +++ Beschreibung im Tiroler Kunstkataster: Die Straßenbrücke / Innbrücke: https://gis.tirol.gv.at/kunstkatasterpdf/pdf/16468.pdf sowie Figurenbildstock mit Statue hl. Johannes Nepomuk: https://gis.tirol.gv.at/kunstkatasterpdf/pdf/16542.pdf (Verbleib der im Dehio-Handbuch erwähnten spätbarocken „Johannes-Nepomuk-Statue auf der Innbrücke, um 1740″ unbekannt bzw. erschließt sich unserem Verein Initiative Denkmalschutz anhand der Literatur nicht; vgl.: Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Tirols, Topographisches Denkmälerinventar, hrsg. Bundesdenkmalamt, Wien 1980, Seite 715). +++ Der Architekt Clemens Holzmeister, Eintrag im Architektenlexikon: http://www.architektenlexikon.at/de/241.htm sowie auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_Holzmeister.
Bauordnungsnovelle (Wien): Was ist vom Abrissstopp im Sommer 2018 geblieben?
/ Berichte /Wien, allgemein von IDM_adminAm 30. Juni 2018 trat die neue Bauordnungsnovelle in Wien in Kraft, die zum Ziel hatte, die historischen Gebäude (vor 1945 erbaut) und außerhalb von gewidmeten Schutzzonen der Stadt Wien standen, vor Abriss zu schützen. Ein Blick zurück: Im Juni 2018 kam es zu einer nie dagewesenen Abbruchwelle von Gründerzeithäusern in Wien, um den auslaufenden bewilligungsfreien Abbruch für diese Häuser so schnell als möglich umzusetzen. Dutzende Häuser waren halb eingerissen und die Baupolizei (MA 37) verfügte am Samstag, 30. Juni über diese Häuser einen Abbruchstopp. Als dagegen seitens vieler Eigentümer Einspruch erhoben wurde, wurden diesen jedoch Recht gegeben (ein für Gültigkeit der Bauordnungsnovelle begonnener Abbruch darf weitergeführt werden) und somit sind fast alle Gebäude bis heute abgerissen. Siehe Verwaltungsgerichtshof-Erkenntnis vom 28. Mai 2019 (Ro 2019/05/0012): – VwGH-Erkenntnis: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vwgh/JWT_2019050012_20190528J00/JWT_2019050012_20190528J00.pdf – die daraus resultierenden 5 Rechtssätze: 1.) https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vwgh/JWR_2019050012_20190528J01/JWR_2019050012_20190528J01.pdf 2.) https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vwgh/JWR_2019050012_20190528J02/JWR_2019050012_20190528J02.pdf 3.) https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vwgh/JWR_2019050012_20190528J03/JWR_2019050012_20190528J03.pdf 4.) https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vwgh/JWR_2019050012_20190528J04/JWR_2019050012_20190528J04.pdf 5.) https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vwgh/JWR_2019050012_20190528J05/JWR_2019050012_20190528J05.pdf. STANDARD-ARTIKEL AKTUELL (27.6.2020): „ZWEI JAHRE NACH DEN ABBRUCHSTOPPS: Die Bagger kamen mit Verspätung. Eine Novelle der Wiener Bauordnung sollte alte Häuser besser schützen. Laufende Abbrüche wurden vor zwei Jahren gestoppt. Was seither geschah“: https://www.derstandard.at/story/2000118320186/zwei-jahre-nach-den-abbruchstopps-die-bagger-kamen-mit-verspaetung STANDARD-ARTIKEL (6.7.2019): „Wiener Bauordnung: EIN JAHR NACH ABBRUCHSTOPPS. Abgerissen wird weiterhin. Seit einem Jahr werden alte Wiener Häuser besser geschützt. Viele Baustopps wurden seither aufgehoben. Mancherorts schauen Anrainer bis heute auf Ruinen“: https://www.derstandard.at/story/2000105353520/ein-jahr-nach-abbruchstopps-abgerissen-wird-weiterhin Ganz anders die Situation Radetzkystraße 24-26 (3. Bez.) und Mariahilfer Straße 166-168 (15. Bez.) Nur bei zwei Häusern stellt sich die Situation ganz anders dar, denn die waren zum Zeitpunkt des Abbruchbeginns von Mietern bewohnt: 3. Bezirk, Radetzykystraße 24-26 sowie 15. Bezirk: Mariahilfer Straße 166-168. Eine interne Analyse unseres Vereins Initiative Denkmalschutz kommt zu einem anderen, als dem offiziellen Ergebnis, denn der wesentliche Teilaspekt „Bewohnt bei Abbruchbeginn“ fand keine juristische Ausleuchtung: „Die Baupolizei hat zu früherer Zeit die Auffassung vertreten, dass ein Abbruch nur von ‚leeren‘ Gebäuden möglich ist und daher (begonnene) Abtragungsarbeiten bei bewohnten Objekten als bewilligungs- bzw. anzeigepflichtige Bauführungen zu werten sind. Offenbar wird diese Rechtsansicht nicht mehr vertreten. Ein Grund dafür ist ho. nicht bekannt. (…) Zweifellos handelt es sich auch bei Abbrucharbeiten um Bauarbeiten (ein Bauvorhaben, eine Bauführung) im Sinne der Bauordnung für Wien. § 129a Abs. 2 lässt erkennen, dass ein Gebäudeabbruch die gänzliche Entfernung eines Bauwerkes (‚Totalabbruch‘) darstellt. Wie dies aber bei weiterhin benützten Wohnungen (unter Berücksichtigung des § 123 Abs. 3 u. 4) bewerkstelligt werden kann ist fraglich: Ein Totalabbruch ist jedoch (erst) möglich, wenn ein Bauwerk gänzlich unbenützt (unbewohnt) ist. (…) Abtragungsarbeiten können somit nur als eine Veränderung eines bestehenden Bauwerks verstanden werden, die – je nach Art der Baumaßnahmen nach § 60 bzw. § 62 bewilligungs- bzw. anzeigepflichtig sind (…) Es ist davon auszugehen, dass der letzte Satz des § 124 Abs. 2 Anwendung zu finden hat. Dieser besagt, dass mit dem Bau entgegen der Baubeginnsanzeige nicht begonnen wird, diese als nicht erstattet gilt. Wird nun der Abbruchbeginn mit einem Datum zur Kenntnis gebracht, bei dem sich noch benützte Wohnungen im Gebäude befinden, so ist diese als nicht erstattet anzusehen, da ja keine Abbrucharbeiten i.S.d. § 129a Abs. 2 durchführbar wären. (…) Im gegenständlichen Fall ist somit zu bezweifeln, ob hier die Abbruchbeginnsanzeige rechtsgültig war, vielmehr ist sie als ’nicht erstattet‘ anzusehen. Da nun davon auszugehen ist, dass keine rechtsgültige Mitteilung über den Beginn von Abbrucharbeiten vorliegt, wäre – sofern die entsprechenden Voraussetzungen (also keine weiterhin benützten Wohnungen) gegegeben sind, ein neuerliches Verfahren zur Einleitung eines Abbruchs notwendig, welches jedoch nach den aktuellen gesetzlichen Regelungen abzuhandeln wäre.“ 1.) Biedermeier-Doppelhaus Mariahilfer Straße 166-168, 15. Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus (1150 Wien) „Abriss durch alle Instanzen“ (26.6.2020; WienSchauen): https://www.wienschauen.at/abriss-durch-alle-instanzen-mariahilfer-strasse-166-168 VwGH-Erkenntnis (Ro 2019/05/0039): https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vwgh/JWT_2019050039_20191216L00/JWT_2019050039_20191216L00.pdf Rechtssatz: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vwgh/JWR_2019050039_20191216L01/JWR_2019050039_20191216L01.pdf FOTOS Erich J. Schimek (Initiative Denkmalschutz): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157670840630488 Petition „Für die Erhaltung der vom Abriss bedrohten Biedermeierhäuser Mariahilfer Straße 166-168“ (Juli 2018): https://www.wien.gv.at/petition/online/PetitionDetail.aspx?PetID=71f4aa63422d42c48c8930a40c5acdf7 2.) Frühgründerzeithaus Radetzkystraße 24-26, 3. Bezirk Landstraße (1030 Wien) Standard (18.6.2020): „OGH-Beschluss: Abbruchhaus in der Radetzkystraße bekommt Dach und Fenster. Die Mietervereinigung spricht von einem Etappensieg, Arbeiten am Haus sind bereits im Gange“: https://www.derstandard.at/story/2000118167448/ogh-beschluss-abbruchhaus-in-der-radetzkystrasse-bekommt-dach-und-fenster Standard (15.5.2020): „Arbeiten am bewohnten Abbruchhaus in der Wiener Radetzkystraße. Der Eigentümer hat laut Gerichtsbeschluss bis Juli Zeit, das Dach wiederherzustellen“: https://www.derstandard.at/story/2000117515393/arbeiten-am-bewohnten-abbruchhaus-in-der-wiener-radetzkystrasse Standard (7.12.2019): „Abbruchhaus Radetzkystraße: Eigentümer muss Dach wiederherstellen. Achtmonatige Frist läuft bereits – wird sie versäumt, droht dem Eigentümer die Zwangsverwaltung“: https://www.derstandard.at/story/2000111991440/abbruchhaus-radetzkystrasse-eigentuemer-muss-dach-wiederherstellen FOTOS Erich J. Schimek (Initiative Denkmalschutz): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157688821860394 Petition „Rettet das Haus Radetzkystrasse 24 und 26“ (Juni 2018): https://www.wien.gv.at/petition/online/PetitionDetail.aspx?PetID=9cf3cb466f50481fbace26c9e3336037
Schloss Leopoldstein (Stmk.): Denkmalgeschützte Tür gestohlen. Zeugen gesucht
/ Berichte /Steiermark / Leobenvon IDM_adminUnbekannte Täter stahlen eine denkmalgeschützte Tür eines Nebeneingangs von Schloss Leopoldstein in Eisenerz. Besitzer des Schlosses haben eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Der Zeitpunkt des Diebstahls kann schon Wochen zurückliegen. Die Holztür aus dem Ende des 19. Jh. ist mit Schmiedeeisenbeschlägen in Form von sogenannten „Lebensbäumen“ versehen. Die Polizei sucht Zeugen und bittet um sachdienliche Hinweise: Polizeiinspektion Eisenerz: Tel.: +43 59133 6321. KLEINE ZEITUNG-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.kleinezeitung.at/steiermark/leoben/5831396/Zeugen-gesucht_Schloss-Leopoldstein_Denkmalgeschuetzte-Tuer-gestohlen sowie in der KRONENZEITUNG: https://www.krone.at/2180175 +++ Originale Presseaussendung der Landespolizeidirektion (LPD Steiermark; 26.6.2020): https://www.polizei.gv.at/stmk/presse/aussendungen/presse.aspx?prid=474B435948644D4C6A426F3D&pro=0 +++ Das Schloss Leopoldstein wurde im Kern um 1670 erbaut. Prinz Arnulf von Bayern ließ das Schloss zwischen 1890 und 1895 nach dem Vorbild der bayrischen Königsschlösser im historisierenden Stil zu einer Sommerresidenz umbauen. +++ Schloss Leopoldstein auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Leopoldstein +++ Ältere Medienberichte zu Schloss Leopoldstein: „Schloss Leopoldstein: Gespräche um Verkauf in der Endphase. Gerüchte brodeln um den Verkauf von Schloss Leopoldstein in Eisenerz. WAG Linz-Chef Wolfgang Schön bestätigt Verhandlungen.“ (20.1.2018; Kleine Zeitung): https://www.kleinezeitung.at/steiermark/leoben/5356628/Eisenerz_Schloss-Leopoldstein_Gespraeche-um-Verkauf-in-der-Endphase; „Wie ein Schloss in die Causa Buwog kam. Im Buwog-Prozess wird Exbanker Georg Starzer befragt. Er bestreitet, dass die RLB OÖ Peter Hochegger ein Schloss als Provisionsersatz angeboten habe“ (12.2.2018; Der Standard): https://www.derstandard.at/story/2000074131161/wie-ein-schloss-in-die-causa-buwog-kam.
Hosenträgerhaus (Wien): Mauerschäden und ‚Gefahr im Verzug‘ im Otto-Wagner Haus
/ Berichte /Wien 1090, Alsergrundvon IDM_adminNun ist das eingetreten, was die Eigentümer schon seit Jahren befürchtet haben: In der Universitätsstraße 12 (Ecke Garnisongasse) bestand letzten Mittwoch (24.6.) „Gefahr im Verzug“ (jedoch keine Einsturzgefahr) beim vom berühmten Architekten Otto Wagner erbauten so genannten „Hosenträgerhaus“. Massive Risse wurden im Mauerwerk des denkmalgeschützten Gebäudes entdeckt. Die Eigentümer vermuten einen Zusammenhang mit den Bauarbeiten der Wiener Linien für die geplante U5-Station Frankhplatz und erstatteten Anzeige bei der Baupolizei. Ein Vertreter der Baupolizei sieht jedoch keinen Handlungsbedarf. Und für die Wiederherstellung wären ohnehin die Hauseigentümer zuständig. Woher die Schäden kämen, müsste dann zivilrechtlich geklärt werden. KURIER-ARTIKEL WEITERLESEN: https://kurier.at/chronik/wien/tragende-mauer-in-otto-wagner-bau-beginnt-zu-broeckeln/400951472 +++ UPDATE: „Mauer im Hosenträgerhaus hat erste Risse“ (29.6.2020): https://www.meinbezirk.at/alsergrund/c-lokales/mauer-im-hosentraegerhaus-hat-erste-risse_a4120704 +++ Geschichte des Hosenträgerhauses: Das Hosenträgerhaus (Universitätsstraße 12, Garnisongasse 1, Frankhplatz 2), ist eine zeitgenössisch-populistische Bezeichnung im Hinblick auf die sechs Lisenen mit Stuckzieraten, die das Gebäude an der Fassade zur Universitätsstraße aufweist (Lisene = flach hervortretender, pfeilerartiger Mauerstreifen zur Gliederung der Fassade) . Trotz seiner Entstehungszeit handelt es sich um einen Schlüsselbau für die bürgerliche Mietshausarchitektur der Jahrhundertwende 19./20. Jh.; mit dem Verlassen des Palaisschemas machte Wagner einen energischen Schritt in Richtung Großstadthaus mit großbürgerlichem Grundriss. WIEN GESCHICHTE WIKI-EINTRAG WEITERLESEN: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Hosentr%C3%A4gerhaus +++ Ältere Medienberichte: „Otto-Wagner-Fassade durch U-Bahn-Bau gefährdet“ (13.8.2019; MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/alsergrund/c-lokales/otto-wagner-fassade-durch-u-bahn-bau-gefaehrdet_a3481548; „Eigentümer bangen um Otto-Wagner-Bau“ (15.7.2019; MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/alsergrund/c-lokales/eigentuermer-bangen-um-otto-wagner-bau_a3515601; „U-Bahn-Bau könnte sich verzögern“ (16.7.2018; Kurier): https://kurier.at/chronik/wien/u-bahn-bau-koennte-sich-verzoegern/400066796. +++ Eintrag in der Denkmalliste Alsergrund (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Wien/Alsergrund +++ Fotos des Hauses von Erich J. Schimek / Initiative Denkmalschutz: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157699033002564.
Palais Erzherzog Rainer (Wien): Abgerissen 1957
/ Berichte /Wien 1040, Wieden von IDM_adminUnter dem Titel „Der Schatz im Beserlpark“ gab es in der Reihe „Verlorenes Erbe“ im ORF-Nachmittagsfernsehen („Studio 2“) wieder einen Blick zurück auf abgerissene Baujuwele. Diesmal ging es um das Palais Erzherzog Rainer (ehem. Palais Engelskirchen) in der Wiedner Hauptstraße 63 (Schönburgstraße 1, Rainergasse 18), das 1957 abgerissen wurde. „Schatz im Beserlpark“ deshalb, weil letzte bauliche Reste des Palais (steinere Fenstergewände der barocken Winterreitschule vom berühmten Barockarchitekten Johann Bernhard Fischer von Erlach) in einem kleinen Wiener Park als „Beserlparkbehübschung“ gelandet sind und noch heute bestaunt werden können. Bei der barocken Winterreitschule wurde der Denkmalschutz aufgehoben, das Palais selbst stand wegen der Umbauten im 19. Jh. nicht unter Denkmalschutz. Nachdem Semperit dort Ende der 1950er-Jahre seine Firmenzentrale baute, befindet sich heute dort das Hochhaus der Wirtschaftskammer Österreich. Prof. Martin Kupf, Restaurator und Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege, gibt einen Rückblick auf seine Erlebnisse beim Abriss (das Logo dieser Gesellschaft zeigt diese barocke Winterreitschule). Ein historischer Türflügel konnte ebenso gerettet werden und befindet sich heute in einer privaten Künstlerwohnung in Wien. ORF-FERNSEHBEITRAG NACHSEHEN (6 min): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14056439/Der-Schatz-im-Beserlpark/14719831 +++ Das Palais Erzherzog Rainer auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Palais_Erzherzog_Rainer. +++ Das Engelskirchnerpalais auf Wien Geschichte Wiki: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Engelskirchnerpalais bzw. auf „Planet Vienna“: http://www.planet-vienna.com/spots/Palais/engelskirchner/engelskirchner.htm +++ Historische Ansichten/Fotos (Wikipedia): https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Palais_Erzherzog_Rainer?uselang=de +++ LITERATURTIPPS: Edgard Haider, Verlorenes Wien, Adelspaläste vergangener Tage, Böhlau Verlag 1984 (Seite 134-139), siehe: https://www.historia-animata.net/b%C3%BCcher/verlorenes-wien. bzw. der Abbruch des Palais Rainer mit der Denkmalschutzaufhebung, in: Dieter Klein, Martin Kupf, Robert Schediwy: Wien. Stadtbildverluste seit 1945. Ein Rückblick auf fünf Jahrzehnte, siehe Seite 263 f.: https://books.google.at/books?id=sk4faeM5flgC&pg=PA263&lpg=PA263&dq=winterreitschule+fischer+von+erlach+palais+wien&source=bl&ots=Sz9-aArR1e&sig=ACfU3U3jF1EJ4AHbwCKYelWMhI9vha0yBw&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiwyKGv_p3qAhVPQhUIHatWDwk4ChDoATAAegQICRAB#v=onepage&q=winterreitschule%20fischer%20von%20erlach%20palais%20wien&f=false.
Neusiedl (Bgld.): Eine denkmalgeschützte „Bruchbude“ wird zum Gasthaus
/ Berichte /Burgenland / Neusiedl am Seevon IDM_adminMillioneninvestitionen in die Revitalisierung eines spätmittelalterlichen Bürgerhauses am Hauptplatz 15, das wegen der Fassadeneingriffe jahrelang unscheinbar vor sich dahinschlummerte. 2014 wurde der in der Stadt Neusiedl/See als „Treppohaus“ bekannte Streckhof unter Denkmalschutz gestellt und wird jetzt aufwändig revitalisiert. Bei einer bauhistorischen Untersuchung wurden spätmittelalterliche Fragmente aus dem Jahr 1517 entdeckt. BVZ-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.bvz.at/neusiedl/neusiedl-am-see-revitalisierung-eine-bruchbude-wird-zum-gasthaus-neusiedl-am-see-gasthaus-renovierung-210605368 +++ Kurzbeschreibung des Bürgerhauses (Hauptplatz 15) in der Denkmalliste (Wikipedia): „Das zweigeschoßige Haus mit Rundbogentor weist noch barocke Bausubstanz auf.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Neusiedl_am_See).
Werfen (Sbg.): Streit um Denkmal-Unterschutzstellung des Wispelhofs
/ Berichte /Salzburg / Pongau (Pol. Bez. St. Johann)von IDM_adminUm den 1924 erbauten, geschichtsträchtigen Wispelhof in Werfen wird gestritten (Wispelhofsiedlung 1). Der Eigentümer erhob Einspruch gegen die überraschende, sehr kurzfristig augesprochene Denkmal-Unterschutzstellung durch das Bundesdenkmalamt. Bewohner von Werfen rund um Andreas Prommegger (sowie unser Verein Initiative Denkmalschutz) riefen Politik, Medien und das Bundesdenkmalamt auf den Plan. Und Prommegger mein gegenüber den Salzburger Nachrichten (23.6.) weiter: Das Ziel in der Gemeinde müsse nun sein, dass Werfen schnellstmöglich einen Schutz nach dem Ortsbildschutzgesetz des Landes bekomme, damit es hinkünftig nicht derartige Überraschungen geben kann. ORF-BERICHT WEITERLESEN: https://salzburg.orf.at/stories/3054451 +++ Das Besondere: Im Wispelhof sind mutmaßlich Teile der alten Ausstattung des denkmalgeschützten Schlosses Blühnbach bzw. zum Gut Blühnbach gehörig, verbaut (Kassettendecke, alte Türen mit Wandvertäfelungen). U. a. hätten diese Teile Anfang Juni über die Online-Versteigerungsplattform www.aurena.at versteigert werden sollen. +++ Weiterer Medienbericht: „Historischer Hof in Werfen soll nun doch geschützt werden“ (23.6.2020; Salzburger Nachrichten): https://www.sn.at/salzburg/chronik/historischer-hof-in-werfen-soll-nun-doch-geschuetzt-werden-89229319 (bzw. auf Pressreader: https://www.pressreader.com/austria/salzburger-nachrichten/20200623/282127818736149) +++ Ältere Medienberichte: „Historischem Bau könnte die Abrissbirne erspart bleiben“ (23.5.2020, Salzburger Nachrichten): https://www.pressreader.com/austria/salzburger-nachrichten/20200523/282445646258034 +++ Leserbriefe (26./27.5.2020, Salzburger Nachrichten: „Keine Abrissbirne für den Wispelhof“ (Hannelore Stelzhammer, 5230 Mattighofen): https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/wispelhof-in-werfen-soll-erhalten-bleiben-88078801; „Wispelhof in Werfen soll erhalten bleiben“ (Gertrude Friese, 5452 Pfarrwerfen): https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/wispelhof-in-werfen-soll-erhalten-bleiben-88078801; „Wann ist ein Objekt schützenswert?“ (Gretl Herzog, 5020 Salzburg): https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/wann-ist-ein-objekt-schuetzenswert-88124773. +++ Das Schloss Blühnbach auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bl%C3%BChnbach.
Weinviertel (NÖ): Regionale Initiative rettet Kellergassen
/ Berichte /Niederösterreich / Horn von IDM_adminRegionale Initiative rettet Kellergassen. Um das einmalige Flair und die Geschichte von Kulturdenkmälern im Weinviertel in Niederösterreich zu erhalten, hat die Initiative Agrar Plus langfristige Projekte zur Wiederbelebung entwickelt. Dazu gehören u. a. die Stadelakademie, bei der man zum Stadelmeister und zur Stadelmeisterin wird, um das Bewusstsein für diese Baudenkmäler weiterzugeben. ORF-FERNSEHBERICHT (5 min): https://tvthek.orf.at/profile/Land-und-Leute/1369/Land-und-Leute/14055861/Regionale-Initiative-rettet-Kellergassen/14716992. +++ Von der Kostbarkeit der bäuerlichen Baudenkmäler: Die Weinviertler Stadelakademie: https://akademie.agrarplus.at/weinviertler-stadelakademie.html +++ Offizielle Website von Agrarplus: https://www.agrarplus.at (Bericht über die ORF-Dreharbeiten: https://www.agrarplus.at/notizen-detail/orf-dreht-in-der-kellergasse-seefeld-fuer-land-und-leute.html). +++ Tipp: „Kellergassenführungen im Weinviertel„: http://www.kellergassenerlebnis.at/kellergassenfuehrungen-im-weinviertel.html. +++ Die APA-OTS-Fernsehbeitragsankündigung (10.6.2020): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200610_OTS0164.