Beiträge

Fabrik Juhasz (Graz-Lend): Aufregung um Backsteinmauer-Abriss

Der Abriss der östlichen Werkhallenfassade der ehemaligen Fabrik Juhasz in der Neubaugasse 47 im 4. Grazer Bezirk Lend letzte Woche sorgte für große Aufregung bei den Altstadtschützern. Der Geschäftsführer der ausführenden Immobilien-Projektentwicklungsfirma Immola beruhigt und sagt: Die Backsteinmauer wird wieder aufgebaut und in das Neubauprojekt “Home Lend” integriert. Der Abbruch und die Wiedererrichtung wurde genehmigt. DerGRAZER-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.grazer.at/de/oMf4IiED/aufregung-um-neubaugasse-backsteinmauer-abgerissen +++ Das Neubauprojekt “Home Lend” (mit integrierter Backsteinmauer): https://www.immola.at/immobilien/home-lend +++ Die ehemalige Fabrik Juhasz (Neubaugasse 47, Graz) auf GrazErbe.at: https://www.grazerbe.at/Neubaugasse_47_(Graz) +++ Weitere Fotos und Diskussion auf der Facebook-Gruppe “Initiative für ein unverwechselbares Graz”: https://www.facebook.com/groups/unverwechselbares.graz (Offizielle Website: http://www.unverwechselbaresgraz.at).

 

 

St. Peter am Ottersbach (Stmk): Verfallene Mühle gerettet

1978 wurde die Sixt-Mühle in Wittmannsdorf (Gerichtsbezirk Feldbach) in der Südoststeiermark stillgelegt, danach verfiel sie immer mehr. 2005 unter Denkmalschutz gestellt, wurde die alte Industriemühle 2011 von dem Baumeister Rudolf Strohmaier, Neffe der Müllermeisterin Rosa Maria Frauwallner, erworben, um das Erbe seines Großvaters Gottfried Sixt weiterzuführen. Strohmaier hat sie gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Mag. Theodor Poppmeier schließlich bis Juli 2014 erfolgreich revitalisiert. Die über 400 Jahre alte Ottersbachmühle war in ihrer Hochblüte mit fünf Wasserläufern, einer Ölmühle, Sägewerk und dem Müllerhaus eine der letzten voll ausgebauten Mühlen. Der Vorbesitzer Alois Frauwallner sah sich außer Stande, die verfallene Mühle zu erhalten, umso glücklicher ist er, dass die Mühle gerettet werden konnte. ORF-FERNSEHBEITRAG (2 MIN) ZUM NACHSEHEN: https://tvthek.orf.at/profile/Steiermark-heute/70020/Steiermark-heute/14083726/Sehenswuerdigkeit-Ottersbachmuehle/14870457 (1.3.2021, ORF ‘Steiermark Heute’: “Sehenswürdigkeit Ottersbachmühle”) ORF-BERICHT LESEN: https://steiermark.orf.at/magazin/stories/3092782 (1.3.2021, ORF Steiermark, “Von der Ruine zum Baujuwel”)

Video über die Eröffnung der Ottersbachmühle 2014 (Vulkan tv / Youtube): https://www.youtube.com/watch?v=nBAkPQiKPuA

Mühlenbeschreibung:

“Die Mühle wurde als Getreidemühle in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet, der Ottersbach wurde dafür künstlich verlegt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte der Einbau einer Ölmühle. Der außen zweigeschoßige Bau hat innen vier Ebenen mit Holzstützen und verfügt über eine fast vollständig erhaltene Einrichtung (Walzenstuhl, Getreidewinde, Sackstützen usw.) einschließlich des ursprünglichen Antriebs über die Hauptwelle im Keller und die Transmissionsriemen und -wellen zu den Maschinen in den verschiedenen Geschoßen.” (Quelle: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Peter am Ottersbach (Wikipedia))

Über die Geschichte der Mühle: http://www.ottersbachmuehle.at/printable/die-muehle/index.php

Offizielle Website der Ottersbachmühle:

http://www.ottersbachmuehle.at

Krems (NÖ): Denkmalgeschützte Mauterner Brücke langfristig vor Abriss?

Seit rund zwei Jahren ist das Befahren der denkmalgeschützten, 125 Jahre alten Donaubrücke zwischen Krems und Mautern für Fahrzeuge über 9 Tonnen gesperrt. Nach diesem Sommer sollen auch die Ausnahmen davon fallen und es dürfen keine Schulbusse und Einsatzfahrzeuge mehr die Brücke benützen.  Ziel ist es, die Lebensdauer für die marode Brücke – inmitten des UNESCO Weltkulturerbe Wachau gelegen – noch ein wenig zu verlängern. Nach Vorliegen eines neuen Gutachtens soll geklärt werden, ob eine umfangreiche Renovierung oder ein Neubau sinnvoller ist. Doch für letztere Variante müsste ein Abriss mit dem Bundesdenkmalamt und der UNESCO akkordiert werden. NÖN-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.noen.at/krems/krems-mautern-donaubruecke-bald-fuer-busse-gesperrt-krems-mautern-an-der-donau-donaubruecke-donaubruecke-mautern-brueckenmeisterei-fahrbahnsperre-213557315 +++ Kurzbeschreibung der Brücke: “Die 374 Meter lange Stahlfachwerkbrücke über die Donau wurde 1895 eröffnet. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde sie von der Wehrmacht teilweise gesprengt. Die Wiederherstellung und Neueröffnung erfolgte 1945.” (Quelle: Denkmalliste Wikipedia). +++ Die Mauterner Brücke auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Mauterner_Br%C3%BCcke +++ Ältere Medienberichte: “Stahlausdehnung bei Hitze
Mauterner Brücke bleibt Sorgenkind” (30.7.2019, NÖN): https://www.noen.at/krems/stahlausdehnung-bei-hitze-mauterner-bruecke-bleibt-sorgenkind-mautern-an-der-donau-donaubruecke-mautern-hitze-helmut-postl-156630640; “Bald 9-Tonnen-Limit auf Mauterner Brücke” (21.8.2019, NÖN): https://www.noen.at/krems/krems-mautern-bald-9-tonnen-limit-auf-mauterner-bruecke-mauterner-bruecke-bruecke-sanierung-110819626; “Fix: Donaubrücke wird angehoben” (15.8.2017, NÖN): https://www.noen.at/krems/krems-mautern-fix-donaubruecke-wird-angehoben-donaubruecke-bruecke-bruecken-sanierungen-donau-57445993; “Demnächst Teilsperre der Donaubrücke” (14.3.2017, NÖN): https://www.noen.at/krems/mautern-krems-demnaechst-teilsperre-der-donaubruecke-donaubruecke-teilsperre-ueberpruefung-40607513.

Fabrik Wagenmann & Seybel (Wien): Vor Abriss? Stellungnahme Planentwurf 8314

Initiative Denkmalschutz, 11. März 2021

Stellungnahme zum Planentwurf 8314
Seybelgasse 16, ehem. Fabrik Wagenmann, Seybel & Co.

Für das Gebiet zwischen An den Steinfeldern, Perfektastraße, Liesinger-Flur-Gasse, Ketzergasse (zum Teil Stadt- bzw. Landesgrenze), Linienzug 1-3, Siebenhirtenstraße, Seybelgasse, Rudolf-Waisenhorn-Gasse, Linienzug 4-8 und Seybelgasse im 23. Bezirk, Katastralgemeinde Liesing und Siebenhirten

Einleitung: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso möge die Anzahl der Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand angepasst werden. Durch diese Maßnahme – und durch die Festsetzung einer Schutzzone – wird am ehesten der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden.

Das Areal: Im Nordwesten dieses Planentwurfsgebiets liegt das Firmengelände des ehemaligen Chemiewerks von „Wagenmann, Seybel & Co.“ (auch „Wagenmann & Braun“ oder „Wagenmann und Seybel“). Das Firmenareal wird südlich von der Siebenhirtenstraße sowie nördlich von der Straße „An den Steinfeldern“ begrenzt und liegt östlich des Flusses Liesing. Die Firma war im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert ein großer und bedeutender Chemiebetrieb im Süden von Wien. Auf Wikipedia heißt es: „Von der weitläufigen Industrieanlage des 19. Jahrhunderts waren 2011 nur mehr geringe, nicht denkmalgeschützte Reste erhalten, so ein ehemaliges, dem Verfall preisgegebenes Verwaltungsgebäude in der Seybelgasse Nr. 16 (…). Weiters bestanden noch eine große Halle im östlichen Teil, ein Rauchfang an der Siebenhirtenstraße und Mauerreste in der Seybelgasse Nr. 5 und 5a.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Wagenmann,_Seybel_%26_Co.)

Die Stellungnahme im Detail:

Im Planentwurf konnten 2021 per Lokalaugenschein bzw. über Google Maps noch einige Reste dieser einstmals imposanten Industrieanlage ausfindig gemacht werden. (In diesem Zusammenhang muss kritisiert werden, dass die erhalten gebliebenen, historischen Fabriksgebäude im Erläuterungsbericht keine Erwähnung finden.) Insbesondere das Direktionsgebäude (Verwaltungsgebäude) in der Seybelgasse 16 sollte erhalten bleiben (Foto Wikimedia). Unser Verein Initiative Denkmalschutz empfiehlt nachdrücklich, dieses historische Verwaltungsgebäude (aus den 1910er-Jahren?) als Schutzzone zu widmen. Auch der Fachbeirat für Stadtplanung und Stadtgestaltung bittet in seiner gutächtlichen Stellungnahme vom 22. Oktober 2020 (gemäß § 2 Abs. 4 Bauordnung für Wien), “dass der Eckbereich Seybelgasse 16 (…) im Hinblick auf den Erhalt des Bestandsgebäudes überprüft wird.” Entsprechend wären die Baufluchtlinien und die Bebauungsbestimmungen exakt dem Bestand anzupassen.

Darüber hinaus finden sich noch einige weitere ehemalige Fabrikshallen am Areal. Hier möge geprüft werden, ob nicht ein paar wenige davon als erhaltenswert eingestuft werden können (ob der Unzugänglichkeit des Areals kann unser Verein keine allzu konkreten Empfehlungen abgeben). Auf Google Maps und den Wikimedia-Fotos (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Wagenmann_%26_Seybel?uselang=de) erscheint die große Fabrikshalle (Lagerhalle) im Osten des Areals (etwa aus den 1920er-Jahren?), südlich des am Gelände befindlichen ORF-Senders (auf Höhe der Brunner Straße 56) als erhaltenswert (Foto 1; Foto 2; Foto 3; Foto 4; Foto 5). Unser Verein empfiehlt diese imposante Fabrikshalle als Schutzzone zu widmen und die Bebauungsbestimmungen dem Bestand anzupassen.

Die Reste der historischen Mauer in der Seybelgasse 5 bzw. 5a sollten ebenso erhalten bleiben. Auf Erhaltungswürdigkeit (und Schutzzonenwidmung) zu prüfen wäre auch die Fabrikshalle mit Schlot in der Siebenhirtenstraße 13 sowie die zweischiffige Fabrikshalle (mit Schornstein / Turm an deren Nordwest-Ecke) südöstlich des Direktionsgebäudes (bzw. hinter / östlich dem Gebäude an der Seybelgasse 12a).

Abschließend wird nachdrücklich vorgeschlagen, für die Schutzzone die entsprechenden Architekturteile in einen Katalog nach § 7 (4) Wiener Bauordnung aufzunehmen, sodass auch diese einen rechtsverbindlichen Bestandteil des Bebauungsplanes bilden.

Markus Landerer und Dr. Gerhard Hertenberger, im Namen der
Initiative Denkmalschutz, Verein für den Schutz bedrohter Kulturgüter
www.initiative-denkmalschutz.at, mobil: +43 (0)699 1024 4216
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ZVR-Nr.: 049832110

Vorortelinie (Wien): Das Wunder der Restaurierung (und Wiederinbetriebnahme)

Die heute denkmalgeschützte Wiener Vorortelinie (heute S45) galt zu ihrer Erbauungszeit im Jahr 1898 als Gebirgsbahn mit Tunnels. Und ist auf eine unglaubliche Art und Weise bis in die 1980er-Jahre verfallen. Der Personenverkehr wurde 1978 eingestellt, die Bahn fuhr in den letzten Jahren nur noch für den Güterverkehr, ein Gleis war bereits abgebaut worden und der Rauch der Dampfloks war sehr unbeliebt bei der direkt anrainenden Bevölkerung. Aber dann wurden die Stationsgebäude aufwändig restauriert, obwohl manche schon sehr stark verfallen waren, wie z.B. die Station Ottakring,  da war mehr als eine Restaurierung nötig. Die Stationen “Ober-“, “Unter-Döbling” sowie Breitensee wurden gänzlich abgerissen. Während die Station “Ober-Döbling” und Breitensee durch Neubauten ersetzt wurden, ist die Station “Unter-Döbling” ganz von der Landkarte verschwunden (heute Station “Krottenbachstraße” in der Nähe). ORF-FERNSEHBERICHT (5 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14060675/Sommertour-durch-Wien/14741608 +++ Die Vorortelinie auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Vorortelinie.

Hirtenberg (NÖ): Abriss der Textilfabrik Keim

2020 schloss die Wäsche- und Textilfabrik Josef Keim seine Pforten. Bald war klar, dass die meisten historischen Fabriksgebäude in der Berndorfer Straße 17 abgerissen werden. Die Fabrik wurde 1846/47 erbaut, Umbauten erfolgten 1937 sowie nach Bombenschäden 1948/49. Seit einiger Zeit finden die Abrissarbeiten statt. Letzten Samstag (27.3.) wurde der imposante, 42 Meter hohe Schornstein fachmännisch gesprengt. Ob die dazugehörige, im Jahr 1894 von dem bekannten Architekten Ludwig Baumann errichtete Villa – östlich des Fabriksareals gelegen – auch abgerissen wird, ist unserem Verein nicht bekannt (Über entsprechende Hinweise sind wir dankbar). Laut Gerhard A. Stadler (Buch: Das industrielle Erbe Niederösterreichs, 2006, S. 343) steht die Villa seit vielen Jahren leer und ist dem Verfall preisgegeben.” ORF-BERICHT LESEN: https://noe.orf.at/stories/3096809 (28.3., “100 Jahre alter Schornstein gesprengt”) +++ Weitere Medienberichte (28.3.2021): Kurier: https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/feuerwehr-sprengte-ueber-100-jahre-alten-schornstein/401334366 (“Feuerwehr sprengte über 100 Jahre alten Schornstein”); NÖN: https://www.noen.at/baden/sprengung-ein-letztes-rauchen-fuer-schornstein-in-hirtenberg-hirtenberg-sprengung-schornstein-rudolf-hafellner-267863873 (“Sprengung: Ein letztes Rauchen für Schornstein in Hirtenberg”); Heute: https://www.heute.at/s/letzter-rauch-42-meter-hoher-schornstein-gesprengt-100134868 (“Letzter Rauch! 42 Meter hoher Schornstein gesprengt”)

Beschreibung des Fabriksgebäude Firma Keim:
“als Baumwollspinnerei um 1850 erb[aut].; lang gestreckter 2geschossiger Bau mit 3geschossigem übergiebeltem Mittelrisalit mit großer Fensterrose; reicher Baudekor der Firma Brausewetter (Fensterbekrönungen, umlaufender Rundbogenfries, Giebelaufsätze); hoher Schlot – Villa Keim, asymmetrischer 1geschossiger Bau unter hohen Walm- und Schopfwalmdächern, späthistoristisch mit Cottagestilelementen, 1894 von Ludwig Baumann.” (Quelle: Dehio-Handbuch, Bundesdenkmalamt, 2003).

Mehr Fotos (Infos) der Fabrik: http://blog.die-kiels.org/textilfabrik-josef-keim-und-sohn-hirtenberg (18.2.2021, “Textilfabrik Josef Keim und Sohn Hirtenberg”)

Älterer Medienbericht:

4. Dezember 2020, MeinBezirk
Traditionsbetrieb Keim – Hirtenberger Wäsche ist bald Geschichte: https://www.meinbezirk.at/triestingtal/c-lokales/traditionsbetrieb-keim-hirtenberger-waesche-ist-bald-geschichte_a4371158

Literatur:

– Gerhard A. Stadler, Das industrielle Erbe Niederösterreichs, Geschichte – Technik – Architektur, Wien Köln Weimar 2006, Seite 342 f.

– Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Topographisches Denkmälerinventar , herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Band: Niederösterreich südlich der Donau, Teil 1: A bis L, Horn/Wien 2003, Seite 820

Krimmler Tauernpass (Sbg.): Denkmalamt stoppt Wegsanierung

Das Bundesdenkmalamt hat die Sanierung des Wanderwegs über den 2.600 Meter hohen Krimmler Tauern gestoppt. Jetzt ruhen die Arbeiten an dem historischen Pfad nach Südtirol, und es wird offenbar eine Denkmal-Unterschutzstellung angedacht. Das Denkmalamt wurde zuvor von besorgten Bürgern über die begonnene – offenbar nicht kulturverträgliche – Wegsanierung informiert. Den uralten Weg dürften schon die Römer gegangen sein. Der Bautechniker Gerhard Steger befürchtet, dass aus dem alten, historischen Wanderpfad mit seinen jahrhundertealten Steinplatten eine Art Mountain- und E-Bike-Strecke werden könnte. ORF-FERNSEHBERICHT (2 MIN; 9.8.2020): https://tvthek.orf.at/profile/Salzburg-heute/70019/Salzburg-heute/14061010/Tauernuebergang-unter-Schutz/14742955 +++ ORF-BERICHTE LESEN: “Krimml: Denkmalamt stoppt Wegsanierung” (9.8.2020): https://salzburg.orf.at/stories/3061475 sowie “Krimml: Diskussion um Wegesanierung” (6.8.2020): https://salzburg.orf.at/stories/3061164 +++ Bundesdenkmalamt schützt Krimmler Tauernweg (BDA-Website, 10.8.2020): https://bda.gv.at/aktuelles/artikel/2020/08/bundesdenkmalamt-schuetzt-krimmler-tauernweg-salzburg-1082020 +++ Krimmler Tauern auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Krimmler_Tauern.

Achenseebahn (Tirol): Meistgefährdetes Europäisches Kulturdenkmal

Europa Nostra –die europäische Stimme der Zivilgesellschaft für den Schutz und die Förderung des Kultur und Naturerbes hat am 8. April 2021 die Liste der “7 Meistgefährdeten Kulturerbestätten in Europa 2021 bekannt gegeben. An erster Stelle steht die Achenseebahn in Tirol. (Pressemitteilung englisch)

TIPP: VIDEOKONFERENZ: Mittwoch, 21. April, 18:00 Uhr
Die Achenseebahn in Tirol, Industriedenkmal in Gefahr: Details und Anmeldung

Die Achenseebahn ist eine dampfbetriebene Zahnradbahn, die Jenbach mit dem Achensee in Tirol verbindet. Die schmalspurige Achenseebahn, die seit über 130 Jahren im Einsatz steht, ist ein authentisches Beispiel für die europäische Industriegeschichte; es besteht jedoch die Gefahr, dass sie verloren geht – da sie auch nicht unter nationalem Denkmalschutz steht. Andere ähnliche europäische Eisenbahnen, die dasselbe System verwendeten, wurden wegen nicht durchgeführter Modernisierung und Überalterung der Technologie geschlossen oder abgerissen. Die Achenseebahn ist die einzige öffentliche Eisenbahn der Welt, die seit ihrer Eröffnung im Jahr 1889 die gesamte Ausrüstung eines Eisenbahnsystems aus dem späten 19. Jahrhundert nutzt. Dessen Elemente sind kohlegefeuerte Dampflokomotiven, Personenwagen, ein Lokschuppen mit Schiebebühne, Werkstatt, Gleise, Bahndämme und Brücken. Die Konzessionsurkunde für die Errichtung der Eisenbahn wurde vom österreichischen Kaiser Franz Josef I. unterzeichnet. Im Frühjahr 2020 ging die Achenseebahn Aktiengesellschaft in Konkurs. Die meisten von der Tiroler Landesregierung versprochenen Subventionen wurden nie ausgezahlt. Diese einzigartige Infrastruktur kann aufgrund mangelnder Wartung schnell kaputt gehen und ihre ursprüngliche und stets ausgeübte Funktion nicht mehr erfüllen. Das Internationale Komitee zur Erhaltung des industriellen Erbes (TICCIH) und der Internationale Rat für Denkmäler und Stätten (ICOMOS) unterstützten die Kampagne zur Erhaltung der Achenseebahn, an der lokale Verbände und Freiwillige beteiligt sind.

Nationaler Denkmalschutz

Der internationale Alarm durch ICOMOS im Mai 2020 (Heritage Alert) sowie ein unterstützender Warnruf Internationale Komitee zur Erhaltung des industriellen Erbes (TICCIH) bewegte dann doch das Bundesdenkmalamt (BDA), ein nationales Unterschutzstellungverfahren anzudenken. Die beabsichtigte, nur teilweise, Unterschutzstellung als Ergebnis der Recherchen Ende August 2020, führte zu einer ausgedehnten Stellungnahme von ICOMOS Austria, mit der eine zweistellige Anzahl an juristischen, technischen und inhaltlichen schweren Mängeln für den beabsichtigten Teilunterschutzstellungbescheid festgestellt wurden. Dennoch exekutierte das Bundesdenkmalamt Ende Dezember 2020 diesen Bescheid ohne jede Berücksichtigung der vorgebrachten Mängel und der internationalen Expertisen. Besonders betroffen macht, dass offensichtlich nicht nur bei diesem Bescheid des BDA, als Behörde der Republik, die Judikatur der nationalen Gerichte vollkommen unberücksichtigt bleibt. ICOMOS Austria hat daher den Teilunterschutzstellungsbescheid fristgerecht beeinsprucht. Der Einspruch ist beim Bundesverwaltungsgericht (BVwG) anhängig.

Achenseebahn, Tirol

Ein Zug der Achenseebahn mit nur einem Wagen auf dem Zahnstangenabschnitt oberhalb von Jenbach. Foto: 1977, (c) trams aux fils, CC BY 2.0, Wikipedia

Weiterführende Infos/Links:

Europa Nostra Pressemitteilung (8. April 2021):Achensee-Dampf-Zahnradbahn, Tirol, gelistet unter den 7 Meistgefährdeten Kulturerbe-Stätten in Europa im Jahre 2021″: http://icomos.at/wp2021/wp-content/uploads/2021/04/PR-7ME-2021-List-AT-final_20210408-1.pdf

ICOMOS: Achenseebahn (Heritage Alert): ICOMOS Heritage Alert seit Mai 2020 und 7 Most Endangered Site von Europa Nostra seit April 2021: http://icomos.at/wp2021/evaluiert/heritage-alert/achensee-bahn-alert

TICCIH: Achenseebahn: Brief von TICCIH-Präsident Dr. Miles Oglethorpe im Original: http://www.ticcih.at/2020/05/24/achenseebahn-tirol

ICOMOS: Heritage Alert (Kulturerbe-Alarm) Achenseebahn (Mai 2020): http://icomos.at/wordpress/heritage-alert-achenseebahn

Medienberichte:

12. April 2021, UnserTirol
Die Achenseebahn – ein gefährdetes Kulturgut: https://www.unsertirol24.com/2021/04/12/die-achenseebahn-ein-gefaehrdetes-kulturgut

10. April 2021, Tiroler Tageszeitung
Sorge um Dampfzahnrad-Bahn bei Denkmalschutz-Verbund „Europa Nostra“ (Bezahlschranke): https://www.tt.com/artikel/18024100/sorge-um-dampfzahnrad-bahn-bei-denkmalschutz-verbund-europa-nostra

14. März 2021, ORF
Erhalt der Achenseebahn – Fass ohne Boden? https://tirol.orf.at/stories/3094716

4. März 2021, ORF
Achenseebahn soll 2022 wieder fahren: https://tirol.orf.at/stories/3093191

15. Dezember 2020, Salzburger Nachrichten
Neuer Denkmalschutzalarm um die Achenseebahn (Bezahlschranke): https://www.sn.at/panorama/oesterreich/neuer-denkmalschutzalarm-um-die-achenseebahn-97053142

19. Oktober 2020, ORF
Achenseebahn: Land zahlt laufende Kosten: https://tirol.orf.at/stories/3072047

6. Juli 2020, ORF
Betrieb der Achenseebahn bleibt ungewiss: https://tirol.orf.at/stories/3056602

24. Mai 2020, ORF
Achenseebahn soll UNESCO-Welterbe werden: https://tirol.orf.at/stories/3049949

17. April 2020, in-motion.me
Achenseebahn, ein Opfer politischer Zerstörungswut! https://in-motion.me/articles/2020-04-17_ACHENSEEBAHN,-ein-Opfer-politischer-Zerst%C3%B6rungswut

11. April 2020, ORF
Land Tirol will Achenseebahn retten: https://tirol.orf.at/stories/3043616

25. März 2020, ORF
Achenseebahn ist in Konkurs: https://tirol.orf.at/stories/3040816

10. März 2020, ORF
Achenseebahn: Insolvenz steht bevor: https://tirol.orf.at/stories/3038247

Gaming (NÖ): Denkmalgeschützte ‘Alte Post’ in Kienberg vor Abriss

UPDATE (2.9.): REAKTION SEITENS EIGENTÜMER SIEHE UNTEN

Ein ehemaliges Arbeiterwohnhaus hinter dem Herrenhaus in Kienberg im Erlauftal wurde bereits abgerissen. Und die neue Erbin der “Forst- und Liegenschaftsverwaltung Kienberg” (Gemeinde Gaming) hat noch Vieles vor. Auch drei denkmalgeschützte Gebäude befinden sich jetzt in ihrem Besitz, die ehemalige Gießerei (Heinreichweg 4), der alte Kindergarten und die Alte Post. Leider wurden in den letzten Jahren alle drei Gebäude dem Verfall preisgegeben. Freude kommt bei der Erbin auf, da es ihr jetzt gelungen ist, die “Alte Post” aus dem Denkmalschutz zu entlassen. Jetzt soll das Gebäude in Bälde abgerissen werden. Vermutlich handelt es sich dabei um das alte Arbeiterwohnhaus (Heinreichweg 2). Für Hinweise, ob diese Annahme korrekt ist bzw. welche Adresse der alte Kindergarten hat, wäre unser Verein Initiative Denkmalschutz sehr dankbar. NÖN-Artikel weiterlesen: https://www.noen.at/erlauftal/bauarbeiten-kienberg-altes-gemaeuer-geht-etwas-neues-entsteht-gaming-forstgut-kienberg-teresa-outhwaite-tourismus-219793228. +++ Beschreibung Heinreichweg 2 im Dehio-Handbuch (Hrsg. Bundesdenkmalamt): “Arbeiterwohnhaus, ursprünglich Töpper’scher Werksbau, genutetes Erdgeschoß mit Korbbogeneinfahrt und Lünettenfenstern 1832, Aufstockung mit Satteldach und gezimertem seitlichem Balkongang über Gusseisenkonsolen um 1880. +++ Denkmalliste Gaming (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Gaming

REAKTION AUF UNSEREN ARTIKEL (22.8.): “Gaming (NÖ): Denkmalgeschützte Post in Kienberg vor Abriss.”: Wir erhielten eine Stellungnahme von der neuen Eigentümervertreterin, die wir gerne – in Absprache – veröffentlichen:

Bezugnehmend auf den Artikel „Denkmalgeschützte Alte Post in Kienberg vor Abriss“ möchte ich gerne folgendes anmerken: Bei der „Alten Post“ handelt es sich um das ehemalige Arbeiterwohnhaus mit der Adresse Heinrichweg 2. Der ehemalige „Alte Kindergarten“ hat die Adresse Heinrichweg 1.

Nach dem Tod meiner Tante, Frau Lily Claire Reitlinger, im Mai vorigen Jahres habe ich die Geschäftsführung der Forst- und Liegenschaftsverwaltung Kienberg übernommen und somit auch die unter Denkmalschutz stehende Gießerei und deren Nebengebäude (eh. Post und Kindergarten – beides später Arbeiterwohnhäuser), sowie andere Häuser in Kienberg, die jedoch nicht unter Denkmalschutz stehen.

Leider befindet sich die „Alte Post“ in einem so schlechten Zustand, sodass es mir als neue Besitzerin nicht mehr möglich war dieses Gebäude instand zu setzen bzw. zu erhalten. Somit hat das Bundesdenkmalamt unter Beiziehung eines Sachverständigen des Denkmalbeirates entschieden, dass eine denkmalgerechte Instandsetzung mit Dokumentationswert nicht mehr umsetzbar und eine Denkmalwürdigkeit nicht mehr gegeben sei. Es besteht hier auch die Gefahr, dass herabstürzende Mauerteile Fußgänger oder Radfahrer (der Radweg führt direkt am Gebäude vorbei) verletzen.

Mir persönlich bedeutet es enorm viel wenigstens die beiden anderen Gebäude (Gießerei und eh. Kindergarten) zu erhalten, da es für unsere Gegend ein sehr wichtiger Teil der Geschichte ist. Eine Revitalisierung liegt uns sehr am Herzen, was allerdings riesige Investitionen und eine längere Planungsfrist bedeuten wird. Es sind schon einige Ideen für eine neue Nutzung vorhanden, jedoch ist es noch zu früh darüber zu sprechen.

Was den Abriss des ehemaligen Arbeiterwohnhauses hinter dem Herrenhaus betrifft, möchte ich dazusagen, dass dieses keinesfalls unter Denkmalschutz stand und hier bereits ein neues Haus mit Ferienwohnungen entsteht, welches sich dem Stil der umliegenden Häuser in seiner Form anpasst.

Ein weiteres Projekt ist auch bereits in der ersten Planungsphase. Wir haben vor, ein an das Herrenhaus angrenzendes Wohnhaus, Baujahr ca. Mitte 19. Jahrhundert, zu revitalisieren bevor es auch dem Verfall preisgegeben wird.

Mit allen Bauvorhaben und Plänen für die künftigen Projekte stehen wir in Kooperation mit der Gemeinde Gaming, insbesondere mit Frau Bürgermeisterin Renate Rakwetz, die uns immer sehr unterstützt um unsere Pläne auch in die Tat umzusetzen.

Unser historisches Interesse ist sehr groß und wir sind immer gerne für Gespräche bereit und für Ratschläge diesbezüglich offen.

Mit freundlichen Grüßen
Teresa Outhwaite

 

Denkmalliste NÖ, Kienberg bei Gaming

Denkmalliste des Bundesdenkmalamtes (2020), alle 5 Objekte in Kienberg bei Gaming stehen sogar per Bescheid unter Denkmalschutz, (c) Bundesdenkmalamt

Literatur:

Dehio-Handbuch Niederösterreich südlich der Donau – Teil 1, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Topographisches Denkmälerinventar, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Horn – Wien 2003, Seite 506, siehe: https://bda.gv.at/publikationen/details/dehio-niederoesterreich-suedlich-der-donau-in-zwei-teilen-die-kunstdenkmaeler-oesterreichs/

Hammerbrotwerke Schwechat (NÖ): Es war Brandstiftung

Die ehem. Hammerbrotwerke in Schwechat, direkt an der Stadtgrenze zu Wien gelegen, waren ein Vorzeigebetrieb der Sozialdemokraten. 1908-09 ließen sie die heute (per Bescheid) denkmalgeschützte Brotfabrik mit Getreidemühle von den bekannten Architektenbrüdern Franz Gessner und Hubert Gessner (Otto Wagner Schüler) errichten, um selbst Brot für die Arbeiterschaft im Großraum Wien zu erzeugen und auszuliefern. Die architektonische Qualität sieht man den Gebäuden heute noch an: große Backsteinbauten in spätsecessionistischen, dekorativen Formen. Alles errichtet mit hochwertigen Materialien, innen mit Fliesen und Marmor ausgekleidet wegen der Hygiene. Am Dienstag, 23. Februar dieses Jahres gegen 4 Uhr Früh war ein Schwelbrand in der Zwischendecke des Dachstuhls des seit 1969 nicht mehr in Betrieb befindlichen Werks ausgebrochen. Fünf Stunden kämpfte die Feuerwehr gegen die Flammen. Jetzt steht die Brandursache fest: Es war Brandstiftung. Dies soll aber nicht daran hindern, die Wohnbaupläne des Eigentümers Soravia umzusetzen. Der Brand war allerdings nicht der erste am Areal in der Innerbergerstraße 28, auch kommt es – trotz Wachdienst – immer wieder zu Vandalismusschäden. Bereits 2001 war die Fabrik teilweise abgebrannt.  2011 hat der damalige Eigentümer, die Post, das Areal zum Verkauf angeboten. 2018 schlug der bekannte Immobilienentwickler Soravia zu, bereits damals präsentierte sich die altehrwürdige Industrieanlage sehr desolat: Es fehlten Dächer, Decken waren eingestürzt, Fenster waren kaputt. Als zukünftige Nutzung sind Wohnungen, Büro, Gastronomie, Gewerbe vorgesehen. Es soll “unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes” ein “Wohnbauprojekt mit entsprechendem Infrastrukturausbau und Gewerbenutzungen entstehen. Zielsetzung ist es, die historische Bausubstanz zu erhalten und zu restaurieren, neuen leistbaren Wohnraum im historischen Ambiente zu schaffen, dabei auch für kreative Impulse im Bereich Gewerbe zu sorgen und somit eine echte Landmarke für Schwechat zu realisieren”.  Jabornegg & Pálffy sind die planenden Architekten bei dem Projekt, heißt es auf der Soravia-Website. Dabei wird auch über eine Umwidmung des Areals mit der Stadt Schwechat verhandelt.

Projekt Hammerbrotfabrik (Soravia): https://www.soravia.at/project/hammerbrotwerke

Projekt Hammerbrotfabrik (Jabornegg & Pálffy Architekten): https://jabornegg-palffy.at/projekte/hammerbrotwerke

Die Hammerbrotfabrik Schwechat (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Hammerbrotwerke#Werk_Schwechat

Die Hammerbrotwerke (Wien Geschichte Wiki): https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Hammerbrotwerke

Fotos der Hammerbrotfabrik Schwechat von Erich J. Schimek (Initiative Denkmalschutz; März 2013): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157633131904994

Aktuelle Medienberichte:

28. April 2021, NÖN
Hammerbrotwerke: Es war Brandstiftung. Das Feuer im ersten Stock eines der historischen Fabriksgebäude wurde gelegt – die Ermittlungen der Polizei laufen noch. Hinweise gibt es noch keine: https://www.noen.at/schwechat/schwechat-hammerbrotwerke-es-war-brandstiftung-schwechat-redaktionsfeed-feuerwehreinsatz-brandstiftung-schwelbrand-ermittlungen-redaktion-271847118

24. Februar 2021, NÖN
Hammerbrotwerke: Brand in historischer Fabrik. Die Schwechater Feuerwehren kämpften fünf Stunden gegen Flammen in der Zwischendecke zum Dachstuhl: https://www.noen.at/schwechat/schwechat-hammerbrotwerke-brand-in-historischer-fabrik-schwechat-redaktionsfeed-redaktion-hammerbrotwerke-ff-schwechat-fabriksbrand-feuerwehreinsatz-250763103

21. Oktober 2020, Fireworld (Feuerwehr-News)
Brand bei den ehemaligen Hammerbrotwerken in Schwechat: https://www.fireworld.at/2020/10/21/noe-brand-bei-den-ehemaligen-hammerbrotwerken-in-schwechat

Ältere Medienberichte:

19. September 2018, ORF
Historische Brotfabrik soll Wohnraum werden. In den sogenannten Hammerbrotwerken in Schwechat wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem für Wien Brot gebacken. Heute stehen die Gebäude schon lange leer. Nun gibt es den Plan, die denkmalgeschützte Fabrik zu revitalisieren: https://noe.orf.at/v2/tv/stories/2936911

5. September 2018, NÖN
Zweites Leben für Hammerbrot-Fabrik. Immobiliengruppe „Soravia“ plant Wohnbauprojekt auf Areal. Aus denkmalgeschützten Backsteinbauten werden Wohnhäuser: https://www.noen.at/schwechat/schwechat-zweites-leben-fuer-hammerbrot-fabrik-soravia-hammerbrot-fabrik-112916209

27. August 2018, GEWINN
Soravia will Hammerbrotwerke retten. Wie das Wirtschaftsmagazin GEWINN in seiner neuen Ausgabe berichtet, hat Immobilienentwickler Soravia die historischen Hammerbrotwerke in Schwechat gekauft. Die seit Jahrzehnten leerstehende, denkmalgeschützte Großbäckerei soll vor dem Verfall gerettet und zu Wohnungen umgebaut werden: https://www.gewinn.com/immobilien/immobilien-news/artikel/soravia-will-hammerbrotwerke-retten

27. August 2018, APA-OTS
Soravia will Hammerbrotwerke retten. Wie das Wirtschaftsmagazin GEWINN in seiner neuen Ausgabe berichtet, hat Immobilienentwickler Soravia die historischen Hammerbrotwerke in Schwechat gekauft: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180827_OTS0053

8. Mai 2013, NÖN
Achtung: Es knallt jetzt in Schwechat. Film-Schauplatz / „CopStories“-Dreh auf historischem Boden – dem ehemaligen Hammerbrotwerk. Das Areal steht weiter zum Verkauf: https://www.noen.at/schwechat/achtung-es-knallt-jetzt-in-schwechat-4477966

Literatur:

– Gerhard A. Stadler, Das industrielle Erbe Österreichs, Geschichte – Technik – Architektur, Wien-Köln, Weimar 2006, Seite 724, Brotfabrik Schwechat

– Dehio-Handbuch Niederösterreich südlich der Donau – Teil 2 (M bis Z), Die Kunstdenkmäler Österreichs, Topographisches Denkmälerinventar, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Horn – Wien 2003, Seite 2177, siehe: https://bda.gv.at/publikationen/details/dehio-niederoesterreich-suedlich-der-donau-in-zwei-teilen-die-kunstdenkmaeler-oesterreichs