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Rankweil (Vbg.): Denkmalgeschützte Häusle-Villa abgebrannt

Denkmalgeschütztes Häusle-Villa ausgebrannt. In der Gemeinde Rankweil ist in der Nacht auf Sonntag (14./15.3.2020) in der 1902 erbauten Heimatstil-Villa ein Feuer ausgebrochen (St.-Peter-Gässele 1). Das seit Jahren unbewohnte Gebäude  – vom erfolgreichen Rankweiler Sticker Johann Marte erbaut – war erst vor kurzem von der Gemeinde erworben worden. +++ Brandeinsatz-Bericht (Fireworld.at): https://www.fireworld.at/2020/03/15/vbg-denkmalgeschuetzte-haeusle-villa-in-rankweil-in-vollbrand +++ Älterer Bericht (2016): Lange hat das Bundesdenkmalamt mit dem Eigentümer der denkmalgeschützten Villa Häusle über eine dringend notwendige Bestandssicherung verhandelt. Laut Denkmalamt mussten das Dach und mehrere Fenster der 1902 im Heimatstil erbauten Villa (Dehio) abgedichtet werden, um weitere Schäden zu verhindern. Nachdem mehrere Fristen verstrichen waren und seit Herbst eine Finanzierungszusage des Denkmalamtes vorliegt, hat die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch die Umsetzung in per Bescheid angeordnet. Siehe: “Gemeinde hat Häusle-Villa gekauft” (16.12.2019; Vorarlberg Online): https://www.vol.at/gemeinde-hat-haeusle-villa-gekauft/6459968; “Notmaßnahmen bei Häusle Villa abgeschlossen” (7.3.2016; Vorarlberg Online): https://www.vol.at/rankweil/notmassnahmen-bei-haeusle-villa-abgeschlossen/4645396; “Bürgerforum: ‘Juwel’ Häusle-Villa der Gemeinde erhalten. Notsicherungsmaßnahmen an Häusle-Villa sollen noch vor dem Winter starten” (29.10.2015; Vorarlberg Online): https://www.vol.at/buergerforum-juwel-der-gemeinde-erhalten/4502023 (vgl. Meldung: “Notmaßnahmen für Häusle Villa” (Marktgemeinde Rankweil): https://www.rankweil.at/aktuell/notmassnahmen-fuer-haeusle-villa). +++ Kurzbeschreibung in Denkmalliste (Wikipedia): Villa Häusle, Wohngebäude und Stickereigebäude: “Die zweigeschoßige Villa mit geschwungenem Giebel und turmartigem Aufbau im Nordosten wurde 1902 errichtet.” (Quelle: Denkmalliste Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Rankweil). +++ Fotos der Häusle-Villa (Wikimedia Commons): https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Villa_H%C3%A4usle_(Rankweil)?uselang=de.

 

Grein Stadttheater (OÖ): Eine Holztreppe spaltet eine Stadt

Das denkmalgeschützte Stadttheater in Grein wurde 1790/91 erbaut und ist eine Sehenswürdigkeit von europäischer Bedeutung, das älteste im Originalzustand erhaltene bürgerliche Theater Mitteleuropas. Heftige Diskussion über den Umbau des Stadttheaters. Es wird u. a. befürchtet, dass bei der Sanierung der historische Wert des 1791 erbauten Theaters nicht geschätzt werde. Auch die Außenholztreppe soll abgerissen werden. Selbst der Landeskulturbeirat hat eine äußerst kritische Stellungnahme abgegeben. ORF-FERNSEHBERICHT (3 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Oberoesterreich-heute/70016/Oberoesterreich-heute/14055312/Eine-Holztreppe-spaltet-eine-Stadt/14714078 +++ ORF-Bericht lesen: https://ooe.orf.at/stories/3050643.

Älterer iD-Medienbericht vom 26. Mai 2020:

Das denkmalgeschützte Stadttheater in Grein wurde 1790/91 erbaut und ist eine Sehenswürdigkeit von europäischer Bedeutung, das älteste im Originalzustand erhaltene bürgerliche Theater Mitteleuropas. Seit letztem Jahr tobt ein heftiger Streit um die Sanierung, insbesondere um den geplanten Zubau, auch eine eigene Petition wurde ins Leben gerufen. Jetzt  ist ein sehr kritisches Urteil des Oberösterreichischen Landeskulturbeirats, Fachbeirat V: Architektur, Denkmalpflege, Ortsbildpflege publik geworden. Aus Sicht der Sozialdemokraten ist in diesem “eine vernichtende Kritik” herauszulesen. Zur Sanierung des Stadttheaters und der Errichtung des Zubaus schreiben die Vorsitzenden des Fachbeirates V, Margit Greinöcker und Wolfgang Sedelmaier, unter anderem: “Künstlerische Qualifikationen fehlen völlig. Dies zeigt, dass die kulturelle Bedeutung des Gebäudes von den Beteiligten offensichtlich nicht wahrgenommen wird. … Um ein diesem in OÖ hochbedeutenden Bau entsprechendes Ergebnis der Realisierung sicherzustellen, wäre ein Verfahren auszuloben, das die geistige Leistung ‚Planung‘ nicht dem Preiswettbewerb, sondern dem Qualitätswettbewerb überläßt. (…)“ MeinBezirk-Artikel weiterlesen: https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/vernichtende-kritik-herauszulesen_a4074744 +++ Die bereits beendete Online-Petition “Bewahrt das Stadttheater Grein!”: https://www.openpetition.eu/at/petition/online/bewahrt-das-stadttheater-grein +++ Ältere Medienberichte: “Petition wegen Zubau. Theater rund um Holzbalkon vor Theater in Grein” (20.11.2019): https://www.krone.at/2045776; Stadttheater: 750 Unterschriften für Holzbalkon. SPÖ: “Wollen nichts mit Kulturgut-Frevel zu tun haben” (14.11.2019): https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/spoe-wollen-nichts-mit-kulturgut-frevel-zu-tun-haben_a3735603 ; “Petition soll geplanten Liftturmzubau stoppen” (Krone, 8.5.2019): https://www.krone.at/1917785; “Greiner Verein kämpft mit Petition für historisches Stadttheater” (OÖN, 6.5.2019): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/muehlviertel/greiner-verein-kaempft-mit-petition-fuer-historisches-stadttheater;art69,3126151; “VP-Antwort auf Unterschriftenaktion” (5.5.2019): https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/vp-antwort-auf-unterschriftenaktion_a3368874; “Unterschriftenaktion Stadttheater Grein: Gegen zu großen Umbau und Abriss des Holzbalkons” (MeinBezirk, 27.4.2019): https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/gegen-zu-grossen-umbau-und-abriss-des-holzbalkons_a3353229 ; “SP zeigt Alternativen auf: Hebelift und Holzstiege” (MeinBezirk, 21.10.2018): https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/hebelift-und-holzstiege_a2973138; “FP verlangt Mitbestimmung und macht Vorschläge” (9.10.2018): https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/fp-verlangt-mitbestimmung-und-macht-vorschlaege_a2956710; “Erste Präsentation des Greiner Theater-Umbaus” (OÖN, 8.10.2018): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/muehlviertel/Erste-Praesentation-des-Greiner-Theater-Umbaus;art69,3026245 +++ Das Stadttheater Grein auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Stadttheater_Grein und in der Denkmalliste Grein auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Grein. +++ Offizielle Website des Stadttheater Grein: https://www.stadttheater-grein.at.

Annenheim (Ktn.): Hotel Aichelberghof Abriss und historische Bahnhof-Verlegung

Große Pläne gibt es für den Tourismusort Annenheim in der Gemeinde Treffen am Ossiacher See. Das alte Hotel Aichelberghof direkt am See (Seeuferstraße 18) soll abgerissen werden und einem großen Vierstern-Hotelkomplex weichen. Die denkmalgeschützte Annenheim Bahnhaltestelle (Aufnahmsgebäude), ein Fachwerkbau aus dem letzten Viertel des 19. Jh., soll abgetragen und als Teil der neuen Schiffsanlegestelle am Ossiacher See wieder aufgebaut werden. ORF-FERNSEHBERICHT ZUM NACHSEHEN: https://tvthek.orf.at/profile/Kaernten-heute/70022/Kaernten-heute/14060440/Neuer-Ortskern-fuer-Annaheim/14740195 +++ ORF-BERICHT LESEN: https://kaernten.orf.at/stories/3060732 +++ Älterer Medienbericht: “Millioneninvestition in Annenheim” (15.10.2019, ORF): https://kaernten.orf.at/stories/3017328 +++ Beschreibung des denkmalgeschützten “Bahnhof” (Aufnahmsgebäude) in der Denkmalliste Wikipedia: “Das Aufnahmegebäude wurde 1869, nach anderen Angaben im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts errichtet. Es ist ein ebenerdiger Fachwerkbau mit geputzten Fachfeldern, einer typischen Giebelverbretterung und einem Satteldach.” +++ Bereits sechs Jahre zuvor wurde bedauerlicher Weise der denkmalgeschützte Fußgängersteg nach langem Verrosten wegen “Gefahr in Verzug” abgerissen. Dieser wurde als Nietenkonstruktion errichtet und war bis dahin der letzte seiner Art an der ehemaligen Kronprinz Rudolf-Bahn. Er hätte 2015 saniert werden sollen, wurde aber bereits im Dezember 2014 gesperrt und kurze Zeit später wegen “Gefahr im Verzug” abgerissen (Quelle: Denkmalliste Wikipedia). +++ Ältere Medienberichte zum abgerissenen Fußgängersteg: “Denkmalgeschützte Brücke gesperrt” (2.12.2014, ORF): https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2682426; “Annenheim: Kontroverse um alte Brücke” (25.12.2013): https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2617620 +++ Siehe auch: “Wirtschaft contra Denkmalschutz” (13.9.2015, ORF): u.a. Fußgängersteg: “Ein anderes Beispiel war die alte Eisenbahnüberführung für Fußgänger in Annenheim am Ossiacher See. Lange wurde über Auflagen des Denkmalschutzes diskutiert, die Brücke rostete inzwischen vor sich hin. Bis es dann zu spät war: Wegen Gefahr in Verzug wurde sie zunächst gesperrt, dann abgebaut und zwischengelagert.”: https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2731453

Fehlende Barrierefreiheit in öffentlichen, denkmalgeschützten Gebäuden?

ORF-Bürgeranwalt “Nachgefragt”: Fehlende Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden. 2018 hat der “Bürgeranwalt” den Behindertenanwalt Dr. Hansjörg Hofer und einen jungen Mann im Rollstuhl gebeten, einzelne Wiener Museen auf Barrierefreiheit zu prüfen. Damals fiel ihre Beurteilung der Zugänglichkeit schlecht aus. Wie sieht es jetzt aus? Getestet wurde das Kunsthistorische Museum und das Museum angewandte Kunst in Wien (MAK). Denkmalamt wird als Vorwand genommen. Volksanwalt Walter Rosenkranz weißt beim Bürgeranwalt darauf hin, dass im vorliegenden Fall der fehlenden Handläufe behauptet wurde, das Denkmalamt sei dagegen. Man habe aber nachgeforscht, so Rosenkranz und festgestellt, dass das Denkmalamt nicht einmal einen Antrag auf einen Handlauf gehabt hätte. „Ich glaube das Denkmalamt ist hier eindeutig besser als sein Ruf, der hier manchmal gestreut wird, oft auch aus Bequemlichkeit“, so Rosenkranz. ORF-FERNSEHSENDUNG BÜRGERANWALT (8 min): https://tvthek.orf.at/profile/Buergeranwalt/1339/Buergeranwalt/14044721/Nachgefragt-Fehlende-Barrierefreiheit-in-oeffentlichen-Gebaeuden/14661818. Auch auf der Website von “BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben” wird darüber berichtet: https://www.bizeps.or.at/sendung-buergeranwalt-fragt-nach-fehlende-barrierefreiheit-in-oeffentlichen-gebaeuden-was-hat-sich-getan.

Guggenthal (Sbg.): Erneut Brand auf denkmalgeschütztem Gut

Fahrlässiger Brandstiftungs-Verdacht in historischer Brauerei. Dienstagfrüh (23.6.) ist in der denkmalgeschützten ehemaligen Brauerei Guggenthal bei Salzburg (Gemeinde Koppl), fast genau zwei Jahre nach dem Großbrand 2018 wieder ein Feuer ausgebrochen. Diesmal wurde die Villa Ceconi, das ehemalige Herrenhaus, beschädigt. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftungs-Verdacht. Bereits im Februar ist eine Stützmauer der Villa Ceconi eingebrochen. ORF-FERNSEHBERICHT (2 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Salzburg-heute/70019/Salzburg-heute/14056223/Brandstiftungs-Verdacht-in-historischer-Brauerei/14718716 +++ ORF-Bericht lesen: https://salzburg.orf.at/stories/3054427 +++ Weitere Medienberichte: Krone: https://www.krone.at/2177840; Salzburg24: https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/brand-in-koppl-guggenthal-feuerwehren-im-einsatz-89249188 +++ Ältere Medienberichte: “Gut Guggenthal: Stützmauer von Ceconi-Villa eingestürzt” (13.2.2020): https://www.sn.at/salzburg/kultur/gut-guggenthal-stuetzmauer-von-ceconi-villa-eingestuerzt-83371495. +++ “Das [denkmalgeschützte] Herrenhaus der Brauerei Gut Guggenthal wurde 1863 bis 1864 vom Baumeister Valentin Ceconi erbaut.” (Quelle Denkmalliste Gemeinde Koppl, Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Koppl#objektid-60453). +++ Das Gut Guggenthal auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Gut_Guggenthal.

Das große Brauereigebäude durch Brand im Juni 2018 zerstört

Die Landeskonservatorin Eva Hody kurz nach dem Brand im Interview: https://www.sn.at/salzburg/chronik/gut-guggenthal-feuer-zerstoert-alten-brauhof-29604994. In der Folge wurde der Denkmalschutz im November 2019 aufgehoben: https://salzburg.orf.at/v2/news/stories/2948160 +++ +++ Presseaussendung INITIATIVE DENKMALSCHUTZ (17.6.2019): “Abriss Brauerei Guggenthal bei Salzburg – Ein systemischer Frevel im Denkmalschutzgesetz! Abbruch nach Großbrand im Juni letzten Jahres scheint jetzt fix. Bundesverwaltungsgericht hat letzten Einspruch abgewiesen. Denkmalschutzgesetz braucht Novellierung!: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190617_OTS0009. Darin fordern wir das Ende des Anreizsystems für Unglücksfälle! Ob diese Unglücke zufällig, fahrlässig oder absichtlich geschehen, keinesfalls dürfen sich daraus Vorteile ziehen lassen. Ein Wiederaufbau in gleicher Form, egal wie viel historische Bausubstanz zerstört wurde, wäre wohl die effektivste Präventionsmaßnahme. Wir sind fest davon überzeugt, dass z.B. eine solche Maßnahme in Hinkunft viele Unglücksfälle verhindert.” (vgl. auch ORF-Bericht: “Guggenthal: Denkmalschutz will mehr Mitsprache” (18.6.2019): https://salzburg.orf.at/stories/3000881)

Das nahe gelegene Jagdschloss Guggenthal ebenso gefährdet!

Nicht genug, dass das denkmalgeschützte Gut Guggenthal seit Jahren verfällt. Im Februar 2018 haben Diebe ein historisches Wappen des Jagdschloss Guggenthal am helllichten Tag gestohlen. Und Vandalen haben viele Graffiti hinterlassen: SN-BERICHT WEITERLESEN: https://www.sn.at/salzburg/chronik/gut-guggenthal-diebstahl-vandalismus-und-verfall-gefaehrden-das-baujuwel-24280156. +++ Das vom Diebstahl betroffene denkmalgeschützte Jagdschloss Guggenthal auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Guggenthal. +++ +++ Liste der denkmalgeschützten Gebäude in der Gemeinde Koppl (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Koppl.

Klagenfurt (Ktn.): Alter Platz soll als Ensemble unter Denkmalschutz gestellt werden

Selten aber doch stellt das Bundesdenkmalamt ganze Häuserensembles unter Denkmalschutz. Nun erachtet das Denkmalamt den “Alten Platz” in der Altstadt von Klagenfurt als ein solches kulturhistorisch erhaltenswertes Ensemble. Der Alte Platz ist umgeben von 34 Bürgerhäusern, die zumeist auf das 16. Jahrhundert zurückgehen. 12 dieser Häuser sowie die Dreifaltigkeitssäule stehen bereits als Einzelobjekte unter Denkmalschutz, nun sollen auch die anderen Gebäude unter Schutz gestellt werden. Die Eigentümer wurden soeben von diesem Vorhaben informiert, sie können nun innerhalb von vier Wochen eine Stellungnahme abgeben und gegebenenfalls dagegen Einspruch erheben.  Laut dem Medium “5 Min.at” steigen bereits Händler und Eigentümer auf die Barrikaden, denn Wertverlust und Leerstände werden befürchtet. Das Bundesdenkmalamt ist jetzt um Beruhigung bemüht. Auch der Chef der Klagenfurter Stadtplanung, Robert Piechl, beruhigt: Das wird nicht so heiß gegessen, wie gekocht.” In Österreich gibt es derzeit rund 80 denkmalgeschützte Ensembles von unterschiedlicher Größe. In Kärnten wurden zuletzt die Ensembles Gmünd und Friesach unter Denkmalschutz gestellt. PS: Ein Ensembleschutz in der Innenstadt von Wien – wie der Kurier berichtet- ist unserem Verein nicht bekannt! (nur eine Schutzzone der Stadt Wien). KURIER-ARTIKEL WEITERLESEN (17.8.2020): https://kurier.at/chronik/oesterreich/der-alte-platz-wird-unter-denkmalschutz-gestellt/401002424 +++ Offizielle APA-OTS-Presseaussendung BUNDESDENKMALAMT (12.11.2019): “Unterschutzstellung des Ensembles „Klagenfurt – Alter Platz“ in Prüfung“: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20191112_OTS0115 +++ Weitere Medienberichte: Eigentümer steigen auf die Barrikaden. Alter Platz: Haus­besitzer fürchten Zu­griff durch Denk­mal­schutz (5 min, 16.8.2020): https://www.5min.at/202008305091/alter-platz-hausbesitzer-fuerchten-zugriff-durch-denkmalschutz; Leserbrief: Die Auswahl des Alten Platzes alleine wäre diskriminierend” (17.8.2020): https://www.5min.at/202008305179/die-auswahl-des-alten-platzes-bedeutet-eine-diskriminierung +++ Ältere Medienberichte: “Alter Platz soll unter Schutz gestellt werden” (12.11.2019, ORF): https://kaernten.orf.at/stories/3021327; “Alter Platz in Klagenfurt soll zum Denkmal werden” (19.11.2019, Kurier): https://kurier.at/lifestyle/wohnen/alter-platz-in-klagenfurt-soll-zum-denkmal-werden/400678088; “Alter Platz unter Denkmalschutz” (13.11.2019, Ö24): https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/kaernten/alter-platz-unter-denkmalschutz/405754796 +++ Der Alte Platz in Klagenfurt auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Alter_Platz_(Klagenfurt_am_W%C3%B6rthersee) +++ Denkmalliste Wikipedia (mit den 13 Einzelobjekten am Alten Platz, die bereits unter Denkmalschutz stehen): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Klagenfurt_am_W%C3%B6rthersee-Klagenfurt.

Leibnitz: Denkmalgeschützter Reitstall Bergmühle in Südsteiermark abgebrannt

Am Dienstag Mittag, 24. März 2020 brach großen Reitstall des denkmalgeschützten (§2a) “Reitstall Bergmühle” ein Großbrand aus (zum Teil 1892 erbaut). Im Ortsteil Grottendorf (bei Seggauberg) war die Freiwillige Feuerwehr Leibnitz  rasch zur stelle und löschte den Brand. “Die teils mehrere hunderte Jahre alten, unter Denkmalschutz stehenden und großteils aus Holz gebauten Gebäude begünstigten den Verlauf des Brandes erheblich”, heißt es im Bericht auf Fireworld.at: https://www.fireworld.at/2020/03/24/stmk-reitstall-lichterloh-in-flammen-mehrere-pferde-verendet-%E2%86%92-zwei-dutzend-wehren-im-einsatz; ORF-FERNSEHBERICHT (1 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Steiermark-heute/70020/Steiermark-heute/14045851/Grossbrand-in-Leibnitz/14667729; ORF-Bericht lesen: https://steiermark.orf.at/stories/3040732 +++ Feuerwehr Leibnitz Bericht (mit vielen Fotos): https://www.feuerwehr-leibnitz.at/artikel/reitstall-komplett-niedergebrannt +++ Video des Brands aus der Vogelperspektive: https://www.youtube.com/watch?v=-C-R9wHReSM +++ Offizielle Website des “Reitstall Bergmühle”: http://www.reitstall-bergmuehle.at (mit Fotogalerie: http://www.reitstall-bergmuehle.at/-_Reitstall_Bergmuhle_-/Galerie.html). +++ Der “Reitstall Bergmühle” steht per § 2a Denkmalschutzgesetz unter Schutz. Eintrag in der Denkmalliste Leibnitz (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Leibnitz. +++ Die Lage des “Reitstall Bergmühle” auf Google Maps: https://www.google.at/maps/place/Leibnitz/@46.7790119,15.5245297,759a,35y,39.15t/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x476fa48371e5d70f:0x40097572de67850!8m2!3d46.79043!4d15.56207 +++ Weitere Medienberichte: “Ursache noch nicht geklärt. Reitstall wurde Raub der Flammen, mehrere Pferde tot” (Kleine Zeitung): https://www.kleinezeitung.at/steiermark/suedsuedwest/5790023/Ursache-noch-nicht-geklaert_Reitstall-wurde-Raub-der-Flammen; “26 Feuerwehren bekämpften den Brand “ (MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/leibnitz/c-lokales/26-feuerwehren-bekaempften-den-brand_a4004022; “Großbrand im Reitstall Bergmühle, sieben Pferde tot” (Pferderevue): https://www.pferderevue.at/aktuelles/sonstiges/2020/03/grossbrand-im-reitstall-bergmuehle–sieben-pferde-tot.html; “Drama in Österreich: Reitstall Bergmühle abgebrannt, einige Pferde tot” (Pferdesportportal: Equestrian Worldwide): https://www.eqwo.net/drama-in-oesterreich-reitstall-bergmuehle-abgebrannt-einige-pferde-tot/sonstiges/news_;

Werfen (Sbg.): Streit um Denkmal-Unterschutzstellung des Wispelhofs

Um den 1924 erbauten, geschichtsträchtigen Wispelhof  in Werfen wird gestritten (Wispelhofsiedlung 1). Der Eigentümer erhob Einspruch gegen die überraschende, sehr kurzfristig augesprochene Denkmal-Unterschutzstellung durch das Bundesdenkmalamt. Bewohner von Werfen rund um Andreas Prommegger (sowie unser Verein Initiative Denkmalschutz) riefen Politik, Medien und das Bundesdenkmalamt auf den Plan. Und Prommegger mein gegenüber den Salzburger Nachrichten (23.6.) weiter: Das Ziel in der Gemeinde müsse nun sein, dass Werfen schnellstmöglich einen Schutz nach dem Ortsbildschutzgesetz des Landes bekomme, damit es hinkünftig nicht derartige Überraschungen geben kann. ORF-BERICHT WEITERLESEN: https://salzburg.orf.at/stories/3054451 +++ Das Besondere: Im Wispelhof sind mutmaßlich Teile der alten Ausstattung des denkmalgeschützten Schlosses Blühnbach bzw. zum Gut Blühnbach gehörig, verbaut (Kassettendecke, alte Türen mit Wandvertäfelungen). U. a. hätten diese Teile Anfang Juni über die Online-Versteigerungsplattform www.aurena.at versteigert werden sollen. +++ Weiterer Medienbericht: “Historischer Hof in Werfen soll nun doch geschützt werden” (23.6.2020; Salzburger Nachrichten): https://www.sn.at/salzburg/chronik/historischer-hof-in-werfen-soll-nun-doch-geschuetzt-werden-89229319 (bzw. auf Pressreader: https://www.pressreader.com/austria/salzburger-nachrichten/20200623/282127818736149) +++ Ältere Medienberichte: “Historischem Bau könnte die Abrissbirne erspart bleiben” (23.5.2020, Salzburger Nachrichten): https://www.pressreader.com/austria/salzburger-nachrichten/20200523/282445646258034 +++ Leserbriefe (26./27.5.2020, Salzburger Nachrichten: “Keine Abrissbirne für den Wispelhof” (Hannelore Stelzhammer, 5230 Mattighofen): https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/wispelhof-in-werfen-soll-erhalten-bleiben-88078801; “Wispelhof in Werfen soll erhalten bleiben” (Gertrude Friese, 5452 Pfarrwerfen): https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/wispelhof-in-werfen-soll-erhalten-bleiben-88078801; “Wann ist ein Objekt schützenswert?” (Gretl Herzog, 5020 Salzburg): https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/wann-ist-ein-objekt-schuetzenswert-88124773. +++ Das Schloss Blühnbach auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bl%C3%BChnbach.

Gaming (NÖ): Denkmalgeschützte ‘Alte Post’ in Kienberg vor Abriss

UPDATE (2.9.): REAKTION SEITENS EIGENTÜMER SIEHE UNTEN

Ein ehemaliges Arbeiterwohnhaus hinter dem Herrenhaus in Kienberg im Erlauftal wurde bereits abgerissen. Und die neue Erbin der “Forst- und Liegenschaftsverwaltung Kienberg” (Gemeinde Gaming) hat noch Vieles vor. Auch drei denkmalgeschützte Gebäude befinden sich jetzt in ihrem Besitz, die ehemalige Gießerei (Heinreichweg 4), der alte Kindergarten und die Alte Post. Leider wurden in den letzten Jahren alle drei Gebäude dem Verfall preisgegeben. Freude kommt bei der Erbin auf, da es ihr jetzt gelungen ist, die “Alte Post” aus dem Denkmalschutz zu entlassen. Jetzt soll das Gebäude in Bälde abgerissen werden. Vermutlich handelt es sich dabei um das alte Arbeiterwohnhaus (Heinreichweg 2). Für Hinweise, ob diese Annahme korrekt ist bzw. welche Adresse der alte Kindergarten hat, wäre unser Verein Initiative Denkmalschutz sehr dankbar. NÖN-Artikel weiterlesen: https://www.noen.at/erlauftal/bauarbeiten-kienberg-altes-gemaeuer-geht-etwas-neues-entsteht-gaming-forstgut-kienberg-teresa-outhwaite-tourismus-219793228. +++ Beschreibung Heinreichweg 2 im Dehio-Handbuch (Hrsg. Bundesdenkmalamt): “Arbeiterwohnhaus, ursprünglich Töpper’scher Werksbau, genutetes Erdgeschoß mit Korbbogeneinfahrt und Lünettenfenstern 1832, Aufstockung mit Satteldach und gezimertem seitlichem Balkongang über Gusseisenkonsolen um 1880. +++ Denkmalliste Gaming (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Gaming

REAKTION AUF UNSEREN ARTIKEL (22.8.): “Gaming (NÖ): Denkmalgeschützte Post in Kienberg vor Abriss.”: Wir erhielten eine Stellungnahme von der neuen Eigentümervertreterin, die wir gerne – in Absprache – veröffentlichen:

Bezugnehmend auf den Artikel „Denkmalgeschützte Alte Post in Kienberg vor Abriss“ möchte ich gerne folgendes anmerken: Bei der „Alten Post“ handelt es sich um das ehemalige Arbeiterwohnhaus mit der Adresse Heinrichweg 2. Der ehemalige „Alte Kindergarten“ hat die Adresse Heinrichweg 1.

Nach dem Tod meiner Tante, Frau Lily Claire Reitlinger, im Mai vorigen Jahres habe ich die Geschäftsführung der Forst- und Liegenschaftsverwaltung Kienberg übernommen und somit auch die unter Denkmalschutz stehende Gießerei und deren Nebengebäude (eh. Post und Kindergarten – beides später Arbeiterwohnhäuser), sowie andere Häuser in Kienberg, die jedoch nicht unter Denkmalschutz stehen.

Leider befindet sich die „Alte Post“ in einem so schlechten Zustand, sodass es mir als neue Besitzerin nicht mehr möglich war dieses Gebäude instand zu setzen bzw. zu erhalten. Somit hat das Bundesdenkmalamt unter Beiziehung eines Sachverständigen des Denkmalbeirates entschieden, dass eine denkmalgerechte Instandsetzung mit Dokumentationswert nicht mehr umsetzbar und eine Denkmalwürdigkeit nicht mehr gegeben sei. Es besteht hier auch die Gefahr, dass herabstürzende Mauerteile Fußgänger oder Radfahrer (der Radweg führt direkt am Gebäude vorbei) verletzen.

Mir persönlich bedeutet es enorm viel wenigstens die beiden anderen Gebäude (Gießerei und eh. Kindergarten) zu erhalten, da es für unsere Gegend ein sehr wichtiger Teil der Geschichte ist. Eine Revitalisierung liegt uns sehr am Herzen, was allerdings riesige Investitionen und eine längere Planungsfrist bedeuten wird. Es sind schon einige Ideen für eine neue Nutzung vorhanden, jedoch ist es noch zu früh darüber zu sprechen.

Was den Abriss des ehemaligen Arbeiterwohnhauses hinter dem Herrenhaus betrifft, möchte ich dazusagen, dass dieses keinesfalls unter Denkmalschutz stand und hier bereits ein neues Haus mit Ferienwohnungen entsteht, welches sich dem Stil der umliegenden Häuser in seiner Form anpasst.

Ein weiteres Projekt ist auch bereits in der ersten Planungsphase. Wir haben vor, ein an das Herrenhaus angrenzendes Wohnhaus, Baujahr ca. Mitte 19. Jahrhundert, zu revitalisieren bevor es auch dem Verfall preisgegeben wird.

Mit allen Bauvorhaben und Plänen für die künftigen Projekte stehen wir in Kooperation mit der Gemeinde Gaming, insbesondere mit Frau Bürgermeisterin Renate Rakwetz, die uns immer sehr unterstützt um unsere Pläne auch in die Tat umzusetzen.

Unser historisches Interesse ist sehr groß und wir sind immer gerne für Gespräche bereit und für Ratschläge diesbezüglich offen.

Mit freundlichen Grüßen
Teresa Outhwaite

 

Denkmalliste NÖ, Kienberg bei Gaming

Denkmalliste des Bundesdenkmalamtes (2020), alle 5 Objekte in Kienberg bei Gaming stehen sogar per Bescheid unter Denkmalschutz, (c) Bundesdenkmalamt

Literatur:

Dehio-Handbuch Niederösterreich südlich der Donau – Teil 1, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Topographisches Denkmälerinventar, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Horn – Wien 2003, Seite 506, siehe: https://bda.gv.at/publikationen/details/dehio-niederoesterreich-suedlich-der-donau-in-zwei-teilen-die-kunstdenkmaeler-oesterreichs/

Hosenträgerhaus (Wien): Mauerschäden und ‘Gefahr im Verzug’ im Otto-Wagner Haus

Nun ist das eingetreten, was die Eigentümer schon seit Jahren befürchtet haben: In der Universitätsstraße 12 (Ecke Garnisongasse) bestand letzten Mittwoch (24.6.) “Gefahr im Verzug” (jedoch keine Einsturzgefahr) beim vom berühmten Architekten Otto Wagner erbauten so genannten “Hosenträgerhaus”. Massive Risse wurden im Mauerwerk des denkmalgeschützten Gebäudes entdeckt. Die Eigentümer vermuten einen Zusammenhang mit den Bauarbeiten der Wiener Linien für die geplante U5-Station Frankhplatz und erstatteten Anzeige bei der Baupolizei. Ein Vertreter der Baupolizei sieht jedoch keinen Handlungsbedarf. Und für die Wiederherstellung wären ohnehin die Hauseigentümer zuständig. Woher die Schäden kämen, müsste dann zivilrechtlich geklärt werden. KURIER-ARTIKEL WEITERLESEN: https://kurier.at/chronik/wien/tragende-mauer-in-otto-wagner-bau-beginnt-zu-broeckeln/400951472 +++ UPDATE: “Mauer im Hosenträgerhaus hat erste Risse” (29.6.2020): https://www.meinbezirk.at/alsergrund/c-lokales/mauer-im-hosentraegerhaus-hat-erste-risse_a4120704 +++ Geschichte des Hosenträgerhauses: Das Hosenträgerhaus (Universitätsstraße 12, Garnisongasse 1, Frankhplatz 2), ist eine zeitgenössisch-populistische Bezeichnung im Hinblick auf die sechs Lisenen mit Stuckzieraten, die das Gebäude an der Fassade zur Universitätsstraße aufweist (Lisene = flach hervortretender, pfeilerartiger Mauerstreifen zur Gliederung der Fassade) . Trotz seiner Entstehungszeit handelt es sich um einen Schlüsselbau für die bürgerliche Mietshausarchitektur der Jahrhundertwende 19./20. Jh.; mit dem Verlassen des Palaisschemas machte Wagner einen energischen Schritt in Richtung Großstadthaus mit großbürgerlichem Grundriss. WIEN GESCHICHTE WIKI-EINTRAG WEITERLESEN: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Hosentr%C3%A4gerhaus +++ Ältere Medienberichte: “Otto-Wagner-Fassade durch U-Bahn-Bau gefährdet” (13.8.2019; MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/alsergrund/c-lokales/otto-wagner-fassade-durch-u-bahn-bau-gefaehrdet_a3481548; “Eigentümer bangen um Otto-Wagner-Bau” (15.7.2019; MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/alsergrund/c-lokales/eigentuermer-bangen-um-otto-wagner-bau_a3515601; “U-Bahn-Bau könnte sich verzögern” (16.7.2018; Kurier): https://kurier.at/chronik/wien/u-bahn-bau-koennte-sich-verzoegern/400066796. +++ Eintrag in der Denkmalliste Alsergrund (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Wien/Alsergrund +++ Fotos des Hauses von Erich J. Schimek / Initiative Denkmalschutz: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157699033002564.