Feistritztalbahn (Stmk.): Nach Denkmalschutzaufhebung 2017. Jetzt wieder unter Schutz?

Nachdem am 17. Oktober 2017 das Bundesverwaltungsgericht auf Beschwerde des damaligen Eigentümers, der Steiermärkischen Landesbahn den damaligen Unterschutzstellungsbescheid des Bundesdenkmalamtes der Feistritztalbahn aus 2.2.2011 behoben und die Angelegenheit eines neuen Bescheides an das Bundesdenkmalamt zurückverweisen hatte (Spruch: W176 2000808-1/7E). Die Feistritztalbahn wurde 1909 bis 1911 erbaut und der öffentlichen Personenverkehr wurde zwischen 1971 und 1973 eingestellt. Die Gleisanlagen von Birkfeld nach Ratten wurden gar 1981 abgetragen. Seit 1994 kümmert sich der Club U44 – Freunde der Feistritztalbahn um den Betrieb der Strecke. Jetzt hat das Bundesdenkmalamt die Bahnstrecke jetzt im Juli neuerlich unter Denkmalschutz gestellt. Die 24 km lange Strecke zwischen Weiz und Birkfeld umfasst drei Tunnels und insgesamt 77 Viadukte, Brücken und Durchlässe. Besonders bemerkenswert sind die sehr frühen Stahlbetonviadukte. Zwei Bahnhöfe sind weitgehend in ihrem historischen Erscheinungsbild erhalten. Auszug aus dem damaligen Unterschutzstellungsbescheid (Amtssachverständige war Dr. Richard Dieckmann, Bundesdenkmalamt, Abteilung für Spezialmaterien): Die (…) Feistritztalbahn zählt mit ihren zahlreichen Kunstbauten und der weitgehend erhaltenen Ausstattung zu einer der bedeutendsten Schmalspurbahnen Österreichs. Die in Beton ausgeführten Viadukte sind Zeugnisse der frühen Anwendung dieser neuen Technologie in Österreich und stellen in ihrer ansprechenden Gestaltungsweise als Bogenkonstruktion seltene Dokumente der Brückenbauweise Anfang des 20. Jahrhunderts dar. Die Hochbauten veranschaulichen die typische architektonische Ausformung von Bahnhofsbauwerken einer Lokalbahn in einer nicht mehr häufig anzutreffenden Geschlossenheit. Eisenbahngeschichte ist immer auch Kultur- und Wirtschaftsgeschichte eines Landes, in Österreich ist dies sehr deutlich seit der Errichtung der ersten kontinentalen Eisenbahnstrecke, nämlich der Pferdeeisenbahn Linz-Budweis 1824-32, zu beobachten. Die durch Eisenbahnen erschlossenen Gebiete erlebten einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufschwung, leistungsfähige Verkehrsverbindungen entstanden auch zwischen den Staaten. Die Entwicklung des Eisenbahnwesens bedeutete aber auch einen bemerkenswerten Technologieschub, in dem sich verschiedene Zweige der technischen Wissenschaften (Statik, Verkehrsbau, Maschinenbau) und der Industrie, vorrangig der Eisenerzeugung, gegenseitig befruchteten und die Weiterentwicklung vorantrieben. In diesem Sinne ist auch die Feistritztalbahn als ein Denkmal der österreichischen Wirtschafts- (Verkehrs-)geschichte anzusprechen, das mit seinen original erhaltenen Hoch- und Brückenbauten besonders anschaulich überliefert ist. Die Planung und Gestaltung derselben ist für diese Bahnlinie und ihre historische Entwicklung charakteristisch. Die Feistritztalbahn ist daher ein wichtiger Bestandteil der Eisenbahngeschichte Österreichs und von besonderer (technik-, wirtschafts)geschichtlicher und kultureller Bedeutung.” Gegen diesen Bescheid erhob die Beschwerdeführerin damals (2011)  fristgerecht Berufung an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, wobei sie im Wesentlichen festhielt, dass eine Unterschutzstellung der gesamten Bahnlinie “in Bausch und Bogen” nicht nachvollziehbar sei. Das Bundesverwaltungsgericht führt aus: “Im gegenständlichen Fall hat es das Bundesdenkmalamt unterlassen, hinreichende und nachvollziehbare Feststellungen zum Sachverhalt zu treffen und ist festzuhalten, dass bloß ansatzweise ermittelt wurde”. Es wird kritisiert, dass das Amtsachverständigengutachten nicht die unter Punkt 2.2.1. dargestellten Charakteristika eines Gutachtens aufweist. “(…) Jedenfalls wird aber nicht dargelegt, wie die Sachverständigen zu den Schlussfolgerungen gekommen sind. Zum anderen hat es das Bundesdenkmalamt unterlassen, ausreichende Ermittlungen hinsichtlich der in § 1 Abs. 2 DMSG genannten Kriterien anzustellen. Insbesondere wurde die gegenständliche Bahnlinie nicht in Relation zu Vergleichsobjekten gesetzt. Aufgrund der vorliegenden Ermittlungen ist es daher nicht möglich festzustellen, welchen Stellenwert das gegenständliche Objekt regional bzw. österreichweit einnimmt. Erst nach Vorliegen entsprechender umfassender Daten kann beurteilt werden, ob vor dem Hintergrund der Kriterien Vielzahl, Vielfalt und Verteilung eine Unterschutzstellung des gegenständlichen Objektes gerechtfertigt ist.Somit wurde gemäß § 28 Verwaltungsverfahrensgesetz der Bescheid 2017 behoben und die Angelegenheit zur Erlassung eines neuen Bescheides an das Bundesdenkmalamt zurückverwiesen. Diese Mängel wurden jetzt im Juli 2021 mit einem neuen Bescheid repariert, doch hat bereits der neue Mehrheitseigentümer der Feistritztalbahn, Martin Platzer einen neuerlichen Einspruch angekündigt (die Platzer Industrie Holding hält 76 Prozent der Feistritztalbahn GmbH, den Rest halten Gemeinde Birkfeld (10,86 %), Tourismusverband Weiz (7,14 %)und Club U44 – Freunde der Feistritztalbahn). Bei der Neugründung der GmbH 2019 wurde vereinbart, dass der Club U44 – Freunde der Feistritztalbahn den Betrieb des Zuges weiterhin gewährleistet und Martin Platzer für die Erhaltung der Infrastruktur zuständig ist. Doch da hapert es gewaltig. Probleme bereiten auch ein Bahnübergang, wo die Spurweiter um mehrere Millimeter zu schmal geworden ist sowie eine Hangrutschung beim Hollersbachviadukt nahe Birkfeld. Auch schlägt der Eisenbahnexperte Hans Hufnagl Alarm und warnt: Wenn nicht rasch ordentlich saniert wird, kann man den Betrieb “vergessen”, da die Sanierungskosten ansonsten explodieren. Und auch Karl Schellauf, Betriebsleiter und Obmann des Clubs U44 meint: “Es brennt der Hut, ich bin nahe daran, das Handtuch zu werfen.” Dass es so weit gekommen ist, dafür macht Platzer die Mitgesellschafter verantwortlich. Seit der Gründung der Gesellschaft 2019 gibt es auch die Verpflichtung: Sollte Platzer den touristischen Betrieb nicht aufrecht erhalten, fallen seine Anteile an der Feistritztalbahn an das Land Steiermark zurück. Auch darf die Holding nichts ohne Zustimmung des Landes verkaufen.

Linktipps:

Die Feistritztalbahn auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Feistritztalbahn
Club U44Freunde der Feistritztalbahn: http://club-u44.at
Die Feistritztalbahn (offizielle Website): https://www.feistritztalbahn.at

Medienberichte:

19. August 2021, Kleine Zeitung
Nach Aufhebung 2017: Feistritztalbahn wieder unter Denkmalschutz gestellt. Im Jahr 2017 hatte das Bundesdenkmalamt entschieden, den Denkmalschutz der Feistritztalbahn neu zu prüfen. Der Spruch liegt jetzt vor, die gesamte Bahnstrecke samt Gleisanlagen und Objekten wird wieder unter Denkmalschutz gestellt. Mehrheitseigentümer Martin Platzer legt dagegen Berufung ein: https://www.kleinezeitung.at/steiermark/weiz/6022658/Nach-Aufhebung-2017_Feistritztalbahn-wieder-unter-Denkmalschutz

10. August 2021, Kleine Zeitung
Heftige Reaktionen: Feistritztalbahn: “Situation nicht kommentarlos hinnehmen”. Von “Bahn unbedingt erhalten” bis “Radweg errichten” erreichten uns Reaktionen zum Stillstand der Feistritztalbahn. Außerdem: Gemeinde Birkfeld und Club U44 sagen, sie hätten nie eine Einladung zu einer Gesellschafterversammlung bekommen, die laut Mehrheitseigentümer mehrfach hinausgegangen ist: https://www.kleinezeitung.at/steiermark/oststeier/6019282/Heftige-Reaktionen_Situation-nicht-kommentarlos-hinnehmen

10. August 2021, Kleine Zeitung
Kommt der Bummelzug noch in Fahrt?”Es brennt der Hut” bei der Feistritztalbahn. Wird die Feistritztalbahn jemals wieder fahren? Im Vorjahr waren nur wenige Fahrten möglich, heuer ist der “Bummelzug” überhaupt noch nicht mit Gästen unterwegs gewesen. Und manche bezweifeln, dass der Betrieb überhaupt wieder auf Schiene kommt: https://www.kleinezeitung.at/steiermark/weiz/6018896/Kommt-der-Bummelzug-noch-in-Fahrt_Es-brennt-der-Hut-bei-der

10. August 2021, Kleine Zeitung
Kommentar: Grabesstille rund um die Feistritztalbahn. Darf die Region stillschweigend zur Kenntnis nehmen, dass die Feistritztalbahn einfach nicht mehr fährt? https://www.kleinezeitung.at/steiermark/weiz/6018988/Kommentar_Grabesstille-rund-um-die-Feistritztalbahn

30. Juni 2021, Kleine Zeitung
Feistritztalbahn: Der Zug steht und keiner weiß, wann er fahren wird. Die Stimmung unter den Gesellschaftern der Feistritztalbahn war schon einmal besser: Gemeinde und Bummelzugbetreiber klagen, der Mehrheitseigentümer sei für sie nicht erreichbar, dabei müssten dringend Sanierungen unternommen werden.
https://www.kleinezeitung.at/steiermark/weiz/6001180/Feistritztalbahn_Der-Zug-steht-und-keiner-weiss-wann-er-fahren-wird

31. Jänner 2019, Kleine Zeitung
Von Weiz nach Birkfeld: Club U44 präsentiert Plan B für Feistritztalbahn. Der Club U44 würde Anteile an der Feistritztalbahn BetriebsgesmbH. abgeben, wenn er den Bereich Touristenfahrten bekäme: https://www.kleinezeitung.at/steiermark/weiz/5571493/Von-Weiz-nach-Birkfeld_Club-U44-praesentiert-Plan-B-fuer

30. Mai 2019, Krone
Feistritztalbahn: Neue Herren, große Pläne – und der alte Charme. Jahrelang wurde um die Feistritztalbahn gefeilscht und spekuliert – nun sind endlich die Würfel gefallen. Ab 1. Juni schnauft der geliebte Dampfbummelzug wieder jeden Samstag durch die Oststeiermark, wenn auch wegen der Großbaustelle in Weiz nur von Birkfeld bis Anger. Neue Eigentümerin ist eine Wiener Technologiefirma; den touristischen Betrieb führen die alten Liebhaber fort: https://www.krone.at/1932246

3. Juni 2017, Kleine Zeitung
Nostalgiebahn: Das sind die Neuerungen rund um die Feistritztalbahn. Zeitgerecht startet die Feistritztalbahn in die Saison. Die Professionalisierung in der Leitung der Bahn wird sichtbar mit vielen Neuerungen und realistischen Zukunftsplänen: https://www.kleinezeitung.at/steiermark/weiz/5228738/Nostalgiebahn_Das-sind-die-Neuerungen-rund-um-die-Feistritztalbahn

11. Februar 2016, ORF
Die Feistritztalbahn ist gerettet: Das Land Steiermark verkauft seine für den Betrieb der oststeirischen Tourismusattraktion erforderlichen Grundstücke an die Feistritztalbahn Betriebs-GmbH: https://steiermark.orf.at/v2/news/stories/2757169

22. Juli 2015, ORF
Zukunft der Feistritztalbahn weiter offen. Die Zukunft der Feistritztalbahn ist nach wie vor offen. Die Betreiber der Bahn und die steiermärkischen Landesbahnen als Eigentümer verhandeln seit Monaten über den Streckenabschnitt von Weiz nach Anger: https://steiermark.orf.at/v2/news/stories/2722084

21. März 2011, ORF
100 Jahre Feistritztalbahn. Dampfen und schnaufen hört man eine Lok heutzutage selten. Bei der Feistritztalbahn gibt es dazu aber noch die Möglichkeit – und das seit 100 Jahren, denn der Zug von Weiz nach Birkfeld fuhr 1911 zum ersten Mal: https://stmv1.orf.at/magazin/immergutdrauf/bewusstleben/stories/534274/index.html

Verlorenes Erbe (Stmk): Baldwandgalerie – Pionierbauwerk der Technik

In der sehenswerten TV-Serie „Verlorenes Erbe“ (von Rupert Reiter-Kluger) im ORF 2-Vorabendprogramm (“Studio 2”) wurde am 21. Februar 2022 die Badlwandgalerie in Peggau bei Graz behandelt.

ORF-FERNSEHBERICHT (5 min): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14125144/Verlorenes-Erbe-Badlwand/15109598 (ORF Studio 2, ‘Verlorenes Erbe: Badlwand’, 21.2.2022)

Die weltberühmte Semmeringbahn zu bauen war eine technische Meisterleistung. Wichtige Erfahrungen dazu sammelte man zuvor beim Bau der Badlwandgalerie im Murtal bei Peggau, der ersten Talenge nördlich von Graz. Diese Erfahrungen, sagt der ehemalige steirische Landeskonservator Friedrich Bouvier gegenüber dem ORF, wurden für die Galerien und Tunnelbauten am Semmering genützt, die am Semmering im großen Stil angelegt wurden. Die Badlwandgalerie wurde 1844 fertig gestellt und ist das erste technische Großbauvorhaben in der österreichischen Eisenbahngeschichte.  In der Talenge der Mur war es so schmal, dass Landstraße und Bahntrasse übereinander gestapelt werden mussten, und auch dazu musste vorher von der Felswand  gesprengt werden. Dann war die 363 Meter lange Badlwandgalerie 120 Jahre lang Zugstrecke zwischen Graz und Wien. Ab 1966 diente die Badlwandgalerie nur noch dem Straßenverkehr.

Situation am nördlichen Eingang der Badlwandgalerie: Die Straße führt auf der Decke der Galerie der Bahnstrecke, rechts die Mur, die in dieser Talenge vor dem Bau der in den Felsen geschnittenen Galerie keinen Platz für breite Verkehrswege ließ (noch abgesehen von der Hochwassergefahr). Daher verlief auch die Römerstraße an dieser Stelle über den Berghang rechts (Kugelstein); alte Ansichtskarte um 1900, CC BY-SA 4.0, Wikipedia

Durch die Verlegung der Bahntrasse auf die andere Murseite in den 1960er-Jahren sowie die Verlegung der Straße vom Dach der Galerie auf die Aufschüttung des später hinzugekommenen ehemaligen zweiten Gleises vor der Galerie wurde diese in den 1970er-Jahren selbst funktionslos, zumal die Galerie den Belastungen durch den Schwerverkehr kaum mehr stand hielt. Mario Ruml, Denkmalschutzexperte und Fachmann für die Badlwandgalerie, erklärt, dass die Zuständigkeiten, wer für die Erhaltung des Bauwerks aufkommt, nie genau geklärt wurden, ob die Bahn oder der Straßenerhalter dafür zuständig ist , dies hat sich bis in die Gegenwart hineingezogen. Jetzt, sagt Friedrich Bouvier, sind die Gewölbe nicht mehr zu halten, die haben sich in den letzten 30 Jahren langsam durch Einsturz verabschiedet, auch wegen Wasser und Steinschlag. Was jetzt von der historischen Substanz erhalten werden soll, ist die Außenhülle der Galerie ohne Gewölbe. Die denkmalgeschützte Badlwandgalerie bleibt ein Kuriosum und auch ein Stück Verkehrsgeschichte. Die Gemeinde Peggau, jetzt Eigentümerin der Badlwandgalerie, stellt gerade Überlegungen an, was mit ihr geschehen soll. Nach erfolgter Absicherung des Bauwerks wird möglicherweise ein Radweg über die Badlwandgalerie führen.

Laxenburger Straße 4, 1100 Wien

Wien-Favoriten: Bahngebäude demoliert

Der 10. Bezirk Favoriten ist seit Anfang 2020 um zwei historische Gebäude ärmer. Eines davon war ein Verwaltungsgebäude der Bahn in der Laxenburger Straße 4 (nördlich Kreuzung Landgutgasse). Die über 100 Jahre alten Bauten wurden mit ausdrücklicher Zustimmung der Magistrate abgerissen. Damit ist die Chance vertan, die Altbauten in das Stadtentwicklungsgebiet “Neues Landgut” beim Hauptbahnhof zu integrieren. Nur die historischen Hallen bleiben erhalten, darunter die so genannte Gösserhalle. Die zentrale Frage ist: Warum haben die Magistrate die Abrisse genehmigt, obwohl erst 2018 das Gesetz zum Schutz alter Häuser verschärft wurde? WienSchauen-Artikel weiterlesen: https://www.wienschauen.at/favoriten-bahn-gebaeude-demoliert. +++ ORF-Fernsehbericht über die geplanten Neubauten (“Favoriten bekommt einen neuen Stadtteil”, 5.3.2020.): https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14043773/Favoriten-bekommt-einen-neuen-Stadtteil/14656761; ORF-Bericht lesen “In Favoriten entsteht ‘Neues Landgut’“: https://wien.orf.at/stories/3037649 +++  Öffentliche Auflage Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan (jede/r Bürger/in kann bis inklusive 16. April 2020 eine Stellungnahme dazu abgeben) Planentwurf Nr. 8296: https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/flaechenwidmung/aktuell/8296.html +++ Die Gösserhallen am Gelände Laxenburger Straße 2a-4, Fotos von Erich J. Schimek für die Initiative Denkmalschutz: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157711236392248; Teilabriss September 2019 Fotos (Erich J. Schimek): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157711236392248.

Ruthnerturm Wr. Neustadt (NÖ): Forderung nach Wiederaufbau

Aufgrund eines Hotelprojekts und der Niederösterreichischen Landesausstellung 2019 musste der Ruthner-Turm 2017 am Gelände der Stadtgärtnerei Wiener Neustadt abgetragen werden. Grüne fordern nun Renovierung und Wiederaufbau. Der Ruthner-Turm ist ein 42 Meter hohes, rundes Turmgewächshaus des österreichischen Ingenieurs Othmar Ruthner, das der Produktion von Jungpflanzen, Blumen und Gemüse diente. Auf einem sich ständig im Umlauf befindlichen Paternoster hingen auf 282 Hängevorrichtungen 35.000 Blumentöpfe. Der Ruthnerturm war Teil der Internationalen Gartenschau 1964 (“WIG 64”) im Wiener Donaupark. Monate vor der Eröffnung wurde in österreichischen Medien als eine “Weltsensation” und “Revolution im Pflanzenbau” angekündigtNÖN-BERICHT “Ruthnerturm: Grüne fordern Renovierung & Wiederaufbau” (21.4.2020) WEITERLESEN: https://www.noen.at/wr-neustadt/denkmalschutz-ruthnerturm-gruene-fordern-renovierung-wiederaufbau-wiener-neustadt-ruthnerturm-denkmalschutz-spinnerin-am-kreuz-202181510 +++ Der Grün-Gemeinderat Andreas Löffler: “Ruthner-Turm bleibt weiter liegen” auf der Website der Grünen (21.4.2020): https://bezirkwienerneustadt.gruene.at/themen/ortsgruppe/ruthner-turm-bleibt-weiter-liegen +++ Glashochhaus wieder modern? Nach der Wiederentdeckung eines verfallenen Ruthner-Turms im Kurpark Oberlaa in Wien startet Daniel Podmirseg 2020 ein Forschungsprojekt (http://www.verticalfarminstitute.org): Gemüse im Glashochbau soll wiederbelebt werden. Podmirseg durchstöbert gemeinsam mit dem Sohn Othmar Ruthners, Oswald Ruthner das Archiv seines Vaters. Bislang sind sie auf Belege gestoßen, dass Ruthner weltweit 29 Turmglashäuser erbaut hat. Das erste in Wien – und das wird nun wiederbelebt: https://www.meinbezirk.at/favoriten/c-lokales/neustart-fuer-das-turmglashaus_a3924087 (vgl. auch: “Wien-Favoriten: Das Turmglashaus soll wiederbelebt werden” (21.4.2018): https://www.meinbezirk.at/favoriten/c-lokales/wien-favoriten-das-turmglashaus-soll-wiederbelebt-werden_a2522745 sowie “Vertical Farming im Kurpark Oberlaa” (10.9.2018): https://www.meinbezirk.at/favoriten/c-lokales/vertical-farming-im-kurpark-oberlaa_a2881931) +++  LINKTIPP: Werner Sulzgruber: Erinnerungsort. Das Ruthner`sche Turmgewächshaus – Urbane Landwirtschaft in Wiener Neustadt: http://www.zeitgeschichte-wn.at/stadt-spaziergaenge/die-town-tower-tour/pplace/513 +++ LITERATUR ZUM NACHLESEN: Kurzfassung: Christian Hlavac, “Einst eine ‘Weltsensation’: Der Ruthner-Turm in Wiener Neustadt”, in: “Denkma[i]l” Nr. 24/2017, Zeitschrift der Initiative Denkmalschutz auf Seite 36, hier nachlesbar: https://www.initiative-denkmalschutz.at/denkmail/DenkMail_Nr-24-2017_web.pdf sowie AUSFÜHRLICHER ARTIKEL zum Ruthner-Turm von WERNER SULZGRUBER, Das Ruthner`sche Turmgewächshaus in Wiener Neustadt – das letzte seiner Art (in: Unser Neustadt – Blätter des Wiener Neustädter Denkmalschutzvereines, Folge 3-4, Dez. 2016): http://www.zeitgeschichte-wn.at/images/Sulzgruber-DasRuthnerscheTurmgewaechshausinWN-UnserNeustadt-Dez-2016.pdf sowie FORTSETZUNG: Werner Sulzgruber, Der Wiener Neustädter Ruthner-Turm: Neue Erkenntnisse (in: Unser Neustadt – Blätter des Wiener Neustädter Denkmalschutzvereines, Folge 4/2018, 1/2019): http://www.zeitgeschichte-wn.at/images/sonstiges/unser-neustadt-3-4-2018-ruthner-turm-artikel.pdf +++ Älterere Medienberichte: “Spekulationen um Ruthner-Turm, auch Gärtnerei interessiert” (MeinBezirk, 4.4.2018): https://www.meinbezirk.at/wiener-neustadt/c-lokales/spekulationen-um-ruthner-turm-auch-gaertnerei-interessiert_a2476326; “Neue Heimat: Ruthner-Turm soll zu Phönix Wr. Neustadt” (NÖN, 2.2.2017): https://www.noen.at/wr-neustadt/industrie-denkmal-neue-heimat-ruthner-turm-soll-zu-phoenix-wr-neustadt-ruthner-turm-phoenix-36035888. sowie “Ruthner´sches Turmgewächshaus bekommt neuen Standort” (Tips, 2.2.2017): https://www.tips.at/nachrichten/wiener-neustadt/land-leute/383258-ruthner-sches-turmgewaechshaus-bekommt-neuen-standort.

Braunau (OÖ): Hitlers Geburtshaus wird Polizeistation

Das jahrelange Ringen um die Nutzung von Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn hat offenbar ein Ende. Das denkmalgeschützte Altstadthaus wird zu einer Polizeistation umgebaut, teilte Innenminister Karl Nehammer heute, 2. Juni in einer Pressekonferenz mit. Das Vorarlberger Architektenbüro Marte.Marte wird die Umgestaltung des Hitler-Geburtshauses in Braunau vornehmen. Dabei wird die Fassade stark verändert und zwei Dachgiebel aufgesetzt. “Der Denkmalschutz war begeistert”, meint der Juryvorsitzend Robert Wimmer, doch das Bundesdenkmalamt wurde im Zuge des Enteignungsgesetzes “ausgeschaltet”, denn eine denkmalbehördliche Bewilligung, wenn es sich um eine Veränderung im Sinne des § 4 Denkmalschutzgesetz handelt,  ist seitdem nicht mehr nötig. (Schreiben des Bundesdenkmalamtes an die Initiative Denkmalschutz,  31. Jänner 2018). Standard-Artikel weiterlesen: https://www.derstandard.at/story/2000117838620/hitlers-geburtshaus-wird-polizeistation +++ ORF-FERNSEHBERICHT (2 min): https://tvthek.orf.at/profile/Oberoesterreich-heute/70016/Oberoesterreich-heute/14053898/Hitler-Geburtshaus-wird-umgestaltet/14707365 +++  Weitere Medienberichte: APA (Tiroler Tageszeitung), darin enthalten VIDEO DER PRESSEKONFERENZ (34 MIN): https://www.tt.com/artikel/30735084/vorarlberger-architektenbuero-baut-hitler-geburtshaus-um; ORF: https://ooe.orf.at/stories/3051404; Offizielle APA-OTS-Presseaussendung des Bundesministerium für Inneres: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200602_OTS0173 +++ APA-OTS-Presseaussendungen der INITIATIVE DENKMALSCHUTZ: “Hitlers Geburtshaus in Braunau: Initiative Denkmalschutz fordert Erhaltung des Altstadthauses statt tiefgreifende Veränderung. Keine denkmalbehördliche Bewilligung für baulichen Eingriff mehr nötig. Denkmalamt mittels Enteignungsgesetz ausgeschaltet (April 2018): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180410_OTS0006; Hitler Geburtshaus: Hohe Politik täuscht Öffentlichkeit! Enteignung als Vorwand für Zerstörung? Initiative Denkmalschutz fordert Erhalt! Nun ist es ausgesprochen: “Vollständige Beseitigung” des denkmalgeschützten Adolf Hitler Geburtshauses soll durch geplantes “Enteignungsgesetz” ermöglicht werden!” (Sept. 2016): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160919_OTS0008; Hitler Geburtshaus: Aufhebung des Denkmalschutzes durch die Hintertür? Initiative Denkmalschutz kritisiert Enteignungsgesetz. Für ein würdiges Gedenken an die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus ist Abriss weder nötig noch richtig! (Juli 2016): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160712_OTS0014 +++ Das Hitler Geburtshaus auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf-Hitler-Geburtshaus +++ FACEBOOK-TIPP “Idea for a House of Responsibility in Braunau am Inn”: https://www.facebook.com/houseofresponsibilitybraunau

Werfen (Sbg.): Streit um Denkmal-Unterschutzstellung des Wispelhofs

Um den 1924 erbauten, geschichtsträchtigen Wispelhof  in Werfen wird gestritten (Wispelhofsiedlung 1). Der Eigentümer erhob Einspruch gegen die überraschende, sehr kurzfristig augesprochene Denkmal-Unterschutzstellung durch das Bundesdenkmalamt. Bewohner von Werfen rund um Andreas Prommegger (sowie unser Verein Initiative Denkmalschutz) riefen Politik, Medien und das Bundesdenkmalamt auf den Plan. Und Prommegger mein gegenüber den Salzburger Nachrichten (23.6.) weiter: Das Ziel in der Gemeinde müsse nun sein, dass Werfen schnellstmöglich einen Schutz nach dem Ortsbildschutzgesetz des Landes bekomme, damit es hinkünftig nicht derartige Überraschungen geben kann. ORF-BERICHT WEITERLESEN: https://salzburg.orf.at/stories/3054451 +++ Das Besondere: Im Wispelhof sind mutmaßlich Teile der alten Ausstattung des denkmalgeschützten Schlosses Blühnbach bzw. zum Gut Blühnbach gehörig, verbaut (Kassettendecke, alte Türen mit Wandvertäfelungen). U. a. hätten diese Teile Anfang Juni über die Online-Versteigerungsplattform www.aurena.at versteigert werden sollen. +++ Weiterer Medienbericht: “Historischer Hof in Werfen soll nun doch geschützt werden” (23.6.2020; Salzburger Nachrichten): https://www.sn.at/salzburg/chronik/historischer-hof-in-werfen-soll-nun-doch-geschuetzt-werden-89229319 (bzw. auf Pressreader: https://www.pressreader.com/austria/salzburger-nachrichten/20200623/282127818736149) +++ Ältere Medienberichte: “Historischem Bau könnte die Abrissbirne erspart bleiben” (23.5.2020, Salzburger Nachrichten): https://www.pressreader.com/austria/salzburger-nachrichten/20200523/282445646258034 +++ Leserbriefe (26./27.5.2020, Salzburger Nachrichten: “Keine Abrissbirne für den Wispelhof” (Hannelore Stelzhammer, 5230 Mattighofen): https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/wispelhof-in-werfen-soll-erhalten-bleiben-88078801; “Wispelhof in Werfen soll erhalten bleiben” (Gertrude Friese, 5452 Pfarrwerfen): https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/wispelhof-in-werfen-soll-erhalten-bleiben-88078801; “Wann ist ein Objekt schützenswert?” (Gretl Herzog, 5020 Salzburg): https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/wann-ist-ein-objekt-schuetzenswert-88124773. +++ Das Schloss Blühnbach auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bl%C3%BChnbach.

Lutzmannsburg (Bgld.): Das verschwundene Dorf – ein Sensationsfund

Neben der Therme Lutzmannsburg hat die Archäologin Dorothea Talaa das verschwundene Dorf Spanfurth-Ombos ausgegraben. Ihr jüngster Sensationsfund: ein in Österreich einzigartiger Brunnen, der für die Waffenproduktion verwendet wurde. An der Stelle des prähistorischen Dorfes entsteht nun ein dringend notwendiges Rückhaltebecken. Die archäologischen Funde werden in Zukunft in Lutzmannsburg ausgestellt. ORF-FERNSEHBERICHT (3 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Burgenland-heute/70021/Burgenland-heute/14057373/Sensationsfund-in-Lutzmannsburg/14724379 +++ ORF-BERICHT LESEN: https://burgenland.orf.at/stories/3055351 +++ Ältere Medienberichte zu Archäologie in Lutzmannsburg: “Sensationsfund: Erdstall vollständig freigelegt. In Lutzmannsburg sind sensationelle archäologische Funde gemacht worden: Zum ersten Mal in Österreich wurde ein Erdstall vollständig freigelegt – diese unterirdischen Gänge dienten im elften und zwölften Jahrhundert als Versteck für Menschen, Tiere oder Vorräte.” (30.10.2018, ORF): https://burgenland.orf.at/v2/news/stories/2944518; “Erstmals Erdställe in Österreich vollständig freigelegt. Archäologin Talaa zu den Ausgrabungen in Lutzmannsburg: “Was wir da gefunden haben, ist wirklich einmalig” (31.10.2018, Standard): https://www.derstandard.at/story/2000090356785/erstmals-erdstaelle-in-oesterreich-vollstaendig-freigelegt. +++ Die Gemeinde Lutzmannsburg auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Lutzmannsburg.

Klagenfurt (Ktn.): Hotel Wörthersee “Architektur-Juwel” in Gefahr

Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Grüne) sorgt sich um die Zukunft des denkmalgeschützten Hotels Wörthersee in der Stadt Klagenfurt. Der Investor soll den Abriss und Neubau beantragt haben. Das Hotel Wörthersee in der  Villacher Straße 338 wurde 1891-1897 im Auftrag von Mitgliedern der Familie Thurn-Valsassina unter dem Architekten Wilhelm Heß errichtet. Es ist ein bedeutender Bau der sogenannten Wörthersee-Architektur. Die Grüne Kultursprecherin erzürnt: „Die Stadt hat dem Investor schon mit der im Jahr 2017 erfolgten Flächenwidmungsplanänderung den Weg für die Renovierung geebnet. Wobei immer glasklar kommuniziert wurde, dass der Denkmalschutz die höchste Priorität hat. Der Investor wusste also von Beginn an, welche Auflagen und Investitionen ihn dadurch erwarten. Doch anstatt unverzüglich – Zeit ist ja bekanntlich Geld – mit der Restaurierung und dem auflagengerechten Umbau zu beginnen, hat auch er – wie schon jahrelang die Vorbesitzer – das Anwesen weitere 3 Jahre dem Verfall preisgegeben. Nun beantragt er den Abriss und Neubau.”  Experten des Denkmalbeirates suchen derzeit mit dem Eigentümer nach einer Lösung. 5MIN-AT-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.5min.at/202007298662/hotel-woerthersee-architektur-juwel-in-gefahr +++ Originale Presseaussendung der Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Grüne): https://klagenfurt.gruene.at/hotel-woerthersee-architektur-juwel-in-gefahr +++ Weiterer aktueller Medienbericht: “Sanierung von Hotel wackelt” (21.7.2020, Kleine Zeitung): https://www.kleinezeitung.at/kaernten/klagenfurt/5842116/Klagenfurt_Sanierung-von-Hotel-Woerthersee-wackelt +++ Das Hotel Wörthersee auf der Website “Wörthersee Architektur – Villen, Hotels und Badeanstalten der Kaiserzeit”: http://www.woerthersee-architektur.at/?Klagenfurt:Hotel_W%F6rthersee +++ Die Wörthersee-Architektur auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rthersee-Architektur +++ Der Architekt Wilhelm Heß (1846-1916) auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_He%C3%9F_(Architekt) +++  Ältere Medienberichte: “Hotel Wörthersee vor Renovierung. Bundesdenkmalamt bescheinigte dem Investor seriöses Auftreten (21.9.2019, ORF): https://kaernten.orf.at/stories/3013916; “Bald: Bau­start beim Hotel Wörther­see”(21.6.2018, 5min): https://www.5min.at/201806152581/bald-baustart-beim-hotel-woerthersee; “Umbau Hotel Wörthersee noch heuer möglich” (6.2.2018, ORF): https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2893828; “Hotel Wörthersee: Umbau ab Herbst?” (25.7.2017, ORF): https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2856832; Investor pocht auf Seezugang. Neo-Hotelier erwartet sich als Gegenleistung Kooperationsbereitschaft der Stadt.” (8.11.2016, Kurier): https://kurier.at/chronik/oesterreich/investor-pocht-auf-seezugang/229.452.602; “Hotel Wörthersee hat einen Käufer” (4.11.2016, Kleine Zeitung): https://www.kleinezeitung.at/kaernten/klagenfurt/aktuelles_klagenfurt/5112685/Klagenfurt_Hotel-Woerthersee-hat-einen-Kaeufer; Hotel ‘Sorgenkind’ vor Verkauf? (11.9.2016, ORF): https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2795956; “Plötzlich gibt es zwei Kauf-Interessenten” (26.8.2016, Kurier): https://kurier.at/chronik/oesterreich/ploetzlich-gibt-es-zwei-kauf-interessenten/217.687.865; “Hotel Wörthersee: Der Denkmalschutz bröckelt. Besitzer des Baujuwels setzt auf Zeit und lässt Sanierungsarbeiten schleifen.” (22.8.2016, Kurier): https://kurier.at/chronik/oesterreich/hotel-woerthersee-der-denkmalschutz-broeckelt/216.911.086; Hotel Wörthersee verfällt (20.4.2016, ORF): https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2769645; “Denkmalbeirat entscheidet über das Hotel Wörthersee. Das Gebäude verfällt seit Jahren. Besitzer hat Aufhebung des Denkmalschutzes beantragt. Experten werden prüfen, ob überhaupt noch genug schützenswerte Substanz vorhanden ist.” (30.8.2015, Kleine Zeitung): https://www.kleinezeitung.at/kaernten/klagenfurt/4808915/KLAGENFURT_Beirat-entscheidet-ueber-Hotel-Woerthersee; “Beim Hotel Wörthersee bröckelt jetzt auch der Denkmalschutz. Besitzer soll beim Bundesdenkmalamt die Aufhebung des Schutzes beantragt haben. Landesverwaltungsgericht muss nach Berufung über vorgeschriebene Instandstetzungsmaßnahmen entscheiden.” (23.4.2015, Kleine Zeitung): https://www.kleinezeitung.at/kaernten/klagenfurt/4714689/Klagenfurt_Bei-Hotel-Woerthersee-broeckelt-Denkmalschutz +++ Das Hotel Wörthersee in der Denkmalliste auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Klagenfurt_am_W%C3%B6rthersee-Gurlitsch_I.

St. Koloman Volksschule (Sbg.): Kaufmann-Fresko von 1966 wird erhalten

In der Gemeinde St. Koloman wird derzeit ein großes Fresko von der Fassade der nicht denkmalgeschützten Volksschule geschnitten. Es stammt vom Salzburger Maler Wilhelm Kaufmann (1901-1999), der es 1966 für den Neubau gestaltet hat. Nun wird die Schule am Berneggweg 191 saniert und erweitert. Das Fresko bleibt erhalten und soll im Inneren der renovierten Volksschule neu aufgestellt werden. ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (3 min; 11.8.2020): https://tvthek.orf.at/profile/Salzburg-heute/70019/Salzburg-heute/14061218/Kaufmann-Fresko-bleibt-erhalten/14743990 +++ ORF-BERICHT LESEN: https://salzburg.orf.at/stories/3061927 +++ Weitere Medienberichte: “Sanierung und Neubau: Volks- und Kindergartengebäude St. Koloman platzt aus allen Nähten” (2.8.2020, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/tennengau/c-lokales/volks-und-kindergartengebaeude-st-koloman-platz-aus-allen-naehten_a4188780; “St. Koloman startet Mega-Sanierungsprojekt” (8.8.2020, Krone): https://www.krone.at/2207296 +++ Der Maler Wilhelm Kaufmann (* 1901 in Salzburg; † 1999 ebenda) auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Kaufmann_(Maler,_1901) +++ Die Volksschule St. Koloman, offizielle Website: https://www.vs-st-koloman.salzburg.at.

Bergwerk Platzertal (Tirol): Einzigartige Einblicke in die Bergbaugeschichte

Gem. Pfunds (u. Tösens): Die denkmalgeschützte Bergwerksanlage Platzertal (15. Jh. bis 1910 in Betrieb) zählt mit bis 2815 m zu den höchstgelegenen Bergwerken Europas. Der Bergwerksverein Platzertal sieht Erwartungen nach Abschluss des Restaurierungsprojekts „weit übertroffen“. Stollen-Öffnung bleibt vorerst Vision. Traurig: Die Stolleneingänge mussten 1996 “aus Sicherheitsgründen” auf Anordnung der Berghauptmannschaft Innsbruck gesprengt werden. TIROLER TAGESZEITUNG-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.tt.com/artikel/17284993/neue-fenster-in-versunkene-bergbau-zeiten-im-tiroler-oberland-geoeffnet; ORF: “Altes Bergwerk in neuem Glanz” (2.9.2020, ORF): https://tirol.orf.at/stories/3064913

Bergwerk Platzertal auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Platzertal.

Artikel Sonja Mitterer: “Das Bergwerk Platzertal in Tirol” in: unserer Zeitschrift “Denkma[i]l” Nr. 18/2014, S. 30f.: https://www.initiative-denkmalschutz.at/denkmail/Denkmail_Nr_19_web.pdf

Ältere Medienberichte: “Höchstes Bergwerk Europas für Jahrzehnte gesichert” (21.9.2018, Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/14824457/hoechstes-bergwerk-europas-fuer-jahrzehnte-gesichert; “Wie sich die Knappen wuschen” (3.8.2018 Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/14652549/wie-sich-die-knappen-wuschen;“Abenteuer macht Winterpause” (30.9.2017, Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/13494871/abenteuer-macht-winterpause; “Bergwerk-Retter krempeln im Platzertal die Ärmel hoch” (6.6.2017, Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/13061096/bergwerk-retter-krempeln-im-platzertal-die-aermel-hoch; “Verein lässt goldene Zeit des Bergbaus aufleben” (14.4.2017, Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/12856601/verein-laesst-goldene-zeit-des-bergbaus-aufleben; “Verein will Tor in das silberne Zeitalter öffnen” (16.6.2016, Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/11632757/verein-will-tor-in-das-silberne-zeitalter-oeffnen; “Bergwerk Platzertal: Restaurierung Bergstation” (24.8.2013, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/landeck/c-lokales/bergwerk-platzertal-restaurierung-bergstation_a669645; “Tösens: Bergwerk Platzertal soll wieder auferstehen” (MeinBezirk, 22.7.2013): https://www.meinbezirk.at/landeck/c-lokales/toesens-bergwerk-platzertal-soll-wieder-auferstehen_a641348