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AKTUELLE BERICHTE

Stellungnahme Planentwurf 8247 (Wien): Grinzinger Straße 107 und Pfarrwirt in Heiligenstadt

Initiative Denkmalschutz, 4. Juni 2020 Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8247 Für das Gebiet in der Grinzinger Straße (Grenze Heiligenstädter Park) im 19. Bezirk, Katastralgemeinde Heiligenstadt Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Aktuell befindet sich die gesamte Liegenschaft Grinzinger Straße 107 (mit dem leerstehenden Fernmeldebetriebsamt) in einer Schutzzone. Die dort befindliche Baufläche ist mit Bauklasse I, beschränkt auf 7,5 Meter ausgewiesen (Plandokument Nr. 7310, Gemeinderatsbeschluss vom 30. Jänner 2003). Im vorliegenden Planentwurf soll die Schutzzonenwidmung gänzlich entfallen. Außerdem ist beabsichtigt nicht nur die Baufläche nach Westen hin auszuweiten, sondern auch um ganze 3 Meter zu erhöhen (von Bauklasse I 7,5 m auf Bauklasse II 10,5 m). Unser Verein Initiative Denkmalschutz lehnt die geplanten Änderungen entschieden ab. Direkt oberhalb der Liegenschaft befindet sich das historisch bedeutende Hochplateau (schon zur Römerzeit besiedelt) mit dem Kirchweiler „Heiligenstadt“. An der Geländekante dominant liegend der bekannte Pfarrwirt am Pfarrplatz 5 („Zur schönen Aussicht“) mit seiner 1872 errichteten Holzveranda, die 1904 auf ihre heutige Größe erweitert wurde. Diese einzigartige Aussicht und der Blick von der Grinzinger Straße auf den Pfarrwirt sind für das Stadt- respektive Ortsbild von großer Bedeutung. Nicht umsonst wurde am 16. März eigens eine Petition eingebracht („Rettet Heiligenstadt vor massiver Verbauung”; https://www.wien.gv.at/petition/online/PetitionDetail.aspx?PetID=5f9799ecd69c4ac79643eb5cc2f9a723), die in kürzester Zeit die erforderlichen 500 Unterschriften – trotz Covid-19 Pandemie (!) – erreichte. (Vgl. auch Kronen Zeitung vom 8.3.2020: „Betonklotz droht Ortsbild zu zerstören“). Markus Landerer und Claus Süss im Namen der Initiative Denkmalschutz — Initiative Denkmalschutz Verein für den Schutz bedrohter Kulturgüter Fuchsthallergasse 11/5 1090 Wien / Vienna Österreich / Austria www.initiative-denkmalschutz.at mobil: +43 (0)699 1024 4216 email: (ZVR-Nr.: 049832110) Literatur: – Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Wien X. bis XIX. und XXI. bis XXIII. Bezirk, (Hrsg. Bundesdenkmalamt), Wien 1996, Seite 592f. – Offizielle Website des Pfarrwirts: Bauhistorisch – Geschichte des Hauses, https://www.pfarrwirt.com/geschichte/bauhistorisch/ (abgerufen am 3. Juni 2020)

Hitler Geburtshaus in Braunau (OÖ): Viel Kritik an geplantem Umbau

Das Innenministerium will das Geburtshaus Adolf Hitlers in Braunau bis 2023 umbauen und „neutralisieren“. Jeder Bezug zu Hitler soll verschwinden. Dies stößt jetzt von vielen Seiten auf Kritik, vor allem, dass möglichst nichts mehr auf den historischen Kontext des Hauses hindeuten soll. Kritik kommt von Florian Kotanko, dem Leiter der Braunauer Zeitgeschichtetage. „Die geplante Neugestaltung des Hitler-Geburtshauses orientiert sich an der Devise ‚Verdrängung statt Auseinandersetzung“, sagt der Vorsitzende des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), Willi Mernyi. „Offenbar will man die Welt vergessen lassen, dass der schlimmste Massenmörder der Geschichte in Braunau geboren wurde. Dieser Ansatz ist inhaltlich falsch und wird auch sicher nicht funktionieren. Man muss zu dem stehen, was war.“ „Anstelle des krampfhaften Versuchs, die historischen Tatsachen zu ‚neutralisieren‘, sollte gedenkpolitisch offensiv vorgegangen werden“, fordert Robert Eiter, Sprecher des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus. „Beispielsweise wäre ein Konzept wie das ‚Haus der Verantwortung‘ des Politikwissenschafters Andreas Maislinger geeignet. Es würde Braunau und ganz Österreich viel Ansehen bringen.“ Auf vehemente Ablehnung stößt besonders der Plan, den „Mahnstein gegen Krieg und Faschismus“ vom Gehsteig vor dem Hitler-Geburtshaus zu entfernen und ins „Haus der Geschichte“ nach Wien zu verlegen. Und die Direktorin des Hauses der Geschichte in Wien, Monika Sommer, fordert einen runden Tisch. ORF-BERICHT WEITERLESEN: https://ooe.orf.at/stories/3051479. ORF-FERNSEHBERICHT (2 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Oberoesterreich-heute/70016/Oberoesterreich-heute/14054151/Hitler-Geburtshaus-Kritik-an-Plaenen/14708463 +++ Museumsdirektorin warnt: „Geschichte darf man nicht unsichtbar machen“ (Kurier, 4.6.2020): https://kurier.at/chronik/oesterreich/museumsdirektorin-warnt-bei-umbau-von-hitlerhaus-in-braunau-geschichte-darf-man-nicht-unsichtbar/400930379 +++ „Nehammer will Braunauer Hitlerhaus ’neutralisieren‘, Gedenkverbände empört. Protest gegen Verlegung des Gedenksteins in das „Haus der Geschichte“ nach Wien (Der Standard, 3.6.2020): https://www.derstandard.at/story/2000117864524/nehammer-will-braunauer-hitlerhaus-neutralisieren-gedenkverbaende-empoert ; „Proteste gegen Entfernung von Mahnstein vor Hitler-Haus. Die Pläne für Hitlers Geburtshaus in Braunau verdrängen die Geschichte, kritisieren Gedenkverbände. Der Gedenkstein dürfe nicht ins Museum verräumt werden.“ (Der Standard, 3.6.2020): https://www.derstandard.at/story/2000117869485/proteste-gegen-entfernung-von-mahnstein-vor-hitlerhaus +++ „Hitler-Geburtshaus: Diskussion um Verlegung von Gedenkstein nach Wien“ (Die Presse, 3.6.2020): https://www.diepresse.com/5821946/hitler-geburtshaus-diskussion-um-verlegung-von-gedenkstein-nach-wien +++ APA-OTS-Presseaussendungen/Reaktionen: Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) kritisiert Pläne zum Hitler-Geburtshaus. MKÖ-Mernyi: „Verdrängung statt Auseinandersetzung“: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200603_OTS0104; „Stögmüller (Grüne OÖ) zu Hitler-Geburtshaus: Erinnerungspolitik darf nicht entfernt werden“: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200603_OTS0170; „Schatz (SPÖ): ‚Mahnstein gegen Krieg und Faschismus‘ muss in Braunau bleiben“: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200603_OTS0167 +++ Kommentare: „Hitlerhaus: Alles falsch“ (Kurier, 4.6.): https://kurier.at/meinung/hitlerhaus-alles-falsch/400930373. +++ Offizielle Erklärung des Bundesdenkmalamtes zum Umbau: „Aktuelle Pläne zur Umgestaltung des Geburtshauses von Adolf Hitler“: https://bda.gv.at/aktuelles/artikel/2020/06/aktuelle-plaene-zur-umgestaltung-des-geburtshauses-von-adolf-hitler-1. Bericht der Initiative Denkmalschutz (2.6.2020) Das jahrelange Ringen um die Nutzung von Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn hat offenbar ein Ende. Das denkmalgeschützte Altstadthaus wird zu einer Polizeistation umgebaut, teilte Innenminister Karl Nehammer heute, 2. Juni in einer Pressekonferenz mit. Das Vorarlberger Architektenbüro Marte.Marte wird die Umgestaltung des Hitler-Geburtshauses in Braunau vornehmen. Dabei wird die Fassade stark verändert und zwei Dachgiebel aufgesetzt. „Der Denkmalschutz war begeistert“, meint der Juryvorsitzend Robert Wimmer, doch das Bundesdenkmalamt wurde im Zuge des Enteignungsgesetzes „ausgeschaltet“, denn eine denkmalbehördliche Bewilligung, wenn es sich um eine Veränderung im Sinne des § 4 Denkmalschutzgesetz handelt,  ist seitdem nicht mehr nötig. (Schreiben des Bundesdenkmalamtes an die Initiative Denkmalschutz,  31. Jänner 2018). Standard-Artikel weiterlesen: https://www.derstandard.at/story/2000117838620/hitlers-geburtshaus-wird-polizeistation +++ ORF-FERNSEHBERICHT (2 min): https://tvthek.orf.at/profile/Oberoesterreich-heute/70016/Oberoesterreich-heute/14053898/Hitler-Geburtshaus-wird-umgestaltet/14707365 +++  Weitere Medienberichte: APA (Tiroler Tageszeitung), darin enthalten VIDEO DER PRESSEKONFERENZ (34 MIN): https://www.tt.com/artikel/30735084/vorarlberger-architektenbuero-baut-hitler-geburtshaus-um; ORF: https://ooe.orf.at/stories/3051404; Offizielle APA-OTS-Presseaussendung des Bundesministerium für Inneres: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200602_OTS0173 +++ APA-OTS-Presseaussendungen der INITIATIVE DENKMALSCHUTZ: „Hitlers Geburtshaus in Braunau: Initiative Denkmalschutz fordert Erhaltung des Altstadthauses statt tiefgreifende Veränderung. Keine denkmalbehördliche Bewilligung für baulichen Eingriff mehr nötig. Denkmalamt mittels Enteignungsgesetz ausgeschaltet„ (April 2018): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180410_OTS0006; Hitler Geburtshaus: Hohe Politik täuscht Öffentlichkeit! Enteignung als Vorwand für Zerstörung? Initiative Denkmalschutz fordert Erhalt! Nun ist es ausgesprochen: „Vollständige Beseitigung“ des denkmalgeschützten Adolf Hitler Geburtshauses soll durch geplantes „Enteignungsgesetz“ ermöglicht werden!“ (Sept. 2016): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160919_OTS0008; Hitler Geburtshaus: Aufhebung des Denkmalschutzes durch die Hintertür? Initiative Denkmalschutz kritisiert Enteignungsgesetz. Für ein würdiges Gedenken an die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus ist Abriss weder nötig noch richtig! (Juli 2016): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160712_OTS0014 +++ Das Hitler Geburtshaus auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf-Hitler-Geburtshaus +++ FACEBOOK-TIPP „Idea for a House of Responsibility in Braunau am Inn“: https://www.facebook.com/houseofresponsibilitybraunau

Braunau (OÖ): Hitlers Geburtshaus wird Polizeistation

Das jahrelange Ringen um die Nutzung von Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn hat offenbar ein Ende. Das denkmalgeschützte Altstadthaus wird zu einer Polizeistation umgebaut, teilte Innenminister Karl Nehammer heute, 2. Juni in einer Pressekonferenz mit. Das Vorarlberger Architektenbüro Marte.Marte wird die Umgestaltung des Hitler-Geburtshauses in Braunau vornehmen. Dabei wird die Fassade stark verändert und zwei Dachgiebel aufgesetzt. „Der Denkmalschutz war begeistert“, meint der Juryvorsitzend Robert Wimmer, doch das Bundesdenkmalamt wurde im Zuge des Enteignungsgesetzes „ausgeschaltet“, denn eine denkmalbehördliche Bewilligung, wenn es sich um eine Veränderung im Sinne des § 4 Denkmalschutzgesetz handelt,  ist seitdem nicht mehr nötig. (Schreiben des Bundesdenkmalamtes an die Initiative Denkmalschutz,  31. Jänner 2018). Standard-Artikel weiterlesen: https://www.derstandard.at/story/2000117838620/hitlers-geburtshaus-wird-polizeistation +++ ORF-FERNSEHBERICHT (2 min): https://tvthek.orf.at/profile/Oberoesterreich-heute/70016/Oberoesterreich-heute/14053898/Hitler-Geburtshaus-wird-umgestaltet/14707365 +++  Weitere Medienberichte: APA (Tiroler Tageszeitung), darin enthalten VIDEO DER PRESSEKONFERENZ (34 MIN): https://www.tt.com/artikel/30735084/vorarlberger-architektenbuero-baut-hitler-geburtshaus-um; ORF: https://ooe.orf.at/stories/3051404; Offizielle APA-OTS-Presseaussendung des Bundesministerium für Inneres: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200602_OTS0173 +++ APA-OTS-Presseaussendungen der INITIATIVE DENKMALSCHUTZ: „Hitlers Geburtshaus in Braunau: Initiative Denkmalschutz fordert Erhaltung des Altstadthauses statt tiefgreifende Veränderung. Keine denkmalbehördliche Bewilligung für baulichen Eingriff mehr nötig. Denkmalamt mittels Enteignungsgesetz ausgeschaltet„ (April 2018): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180410_OTS0006; Hitler Geburtshaus: Hohe Politik täuscht Öffentlichkeit! Enteignung als Vorwand für Zerstörung? Initiative Denkmalschutz fordert Erhalt! Nun ist es ausgesprochen: „Vollständige Beseitigung“ des denkmalgeschützten Adolf Hitler Geburtshauses soll durch geplantes „Enteignungsgesetz“ ermöglicht werden!“ (Sept. 2016): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160919_OTS0008; Hitler Geburtshaus: Aufhebung des Denkmalschutzes durch die Hintertür? Initiative Denkmalschutz kritisiert Enteignungsgesetz. Für ein würdiges Gedenken an die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus ist Abriss weder nötig noch richtig! (Juli 2016): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160712_OTS0014 +++ Das Hitler Geburtshaus auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf-Hitler-Geburtshaus +++ FACEBOOK-TIPP „Idea for a House of Responsibility in Braunau am Inn“: https://www.facebook.com/houseofresponsibilitybraunau

Neusiedl (Bgld.) Hallenbad: Bundesverwaltungsgericht entscheidet im Sommer über Denkmalschutz

Das Hallenbad in Neusiedl am See wurde 1975-77 von den Architekten Rüdiger Stelzer und Walter Hutter erbaut und gilt als Vertreter des „Brutalismus“. Das Bundesdenkmalamt setzt  sich schon seit Jahren für die Unterschutzstellung ein. Anfang März wurde dem Hallenbad plötzlich Einsturzgefahr attestiert. Nachdem die Gemeinde die Unterschutzstellung beeinsprucht hat, liegt die Entscheidung beim Bundesverwaltungsgericht. Dieses hat seinerseits ein Gutachten in Auftrag gegeben, das im Juli nun vorliegen soll. Von dieser Expertise hänge ab, ob das Gebäude bzw. Teile davon unter Denkmalschutz gestellt werden. Laut „Liste brutalistischer Bauwerke in Österreich“ auf Wikipedia gilt das Gebäude als „einziges aus dieser Zeit stammendes Hallenbad, das später nicht verändert wurde“, (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_brutalistischer_Bauwerke_in_%C3%96sterreich). BVZ-Artikel weiterlesen: https://www.bvz.at/neusiedl/derzeit-gesperrt-hallenbad-neusiedl-gutachten-im-sommer-erwartet-neusiedl-am-see-architektur-burgenland-sportanlage-hallenbad-neusiedl-am-see-208117035 +++ Weitere aktuelle Medienberichte: ORF: https://burgenland.orf.at/stories/3051167; MeinBezirk: https://www.meinbezirk.at/neusiedl-am-see/c-lokales/denkmalamt-gutachten-soll-bis-sommer-vorliegen_a4088562; KRONE: https://www.krone.at/2164036 +++ Ältere Medienberichte: „Einsturzgefahr: Hallenbad Neusiedl gesperrt“ (4.3.2020, ORF): https://burgenland.orf.at/stories/3037447; „Zweieinhalb bis drei Jahre bleibt Hallenbad gesperrt“ (4.3.2020, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/neusiedl-am-see/c-lokales/zweieinhalb-bis-drei-jahre-bleibt-hallenbad-gesperrt_a3965616; Kurier: https://kurier.at/chronik/burgenland/einsturzgefahr-hallenbad-neusiedl-am-see-ist-gesperrt/400771533; BVZ: https://www.bvz.at/neusiedl/einsturzgefahr-das-neusiedler-hallenbad-ist-gesperrt-neusiedl-am-see-redaktionsfeed-hallenbad-neusiedl-am-see-einsturzgefahr-sperre-freizeitbetriebe-neusiedl-am-see-195128815 +++ Facebook-Seite „Unser Hallenbad muss erhalten bleiben“: https://www.facebook.com/unserhallenbadneusiedl; Bürgerinitiative „Rettet das Hallenbad“ im Internet: http://www.rettet-das-hallenbad.at.+++ Weitere ältere Medienberichte: „Einspruch gegen Denkmalschutz für Hallenbad. Gemeinderat bringt Beschwerde gegen Bescheid des Bundesdenkmalamtes beim Bundesverwaltungsgericht ein.“ (10.7.2019): https://www.bvz.at/neusiedl/neusiedl-am-see-einspruch-gegen-denkmalschutz-fuer-hallenbad-neusiedl-am-see-denkmalschutz-hallenbad-neusiedl-am-see-bundesdenkmalamt-gemeinderat-neusiedl-154178656; „Neusiedler Hallenbad: Gemeinderat einstimmig gegen einen Denkmalschutz“ (18.1.2019): https://www.bvz.at/neusiedl/neusiedler-hallenbad-gemeinderat-einstimmig-gegen-einen-denkmalschutz-neusiedl-am-see-hallenbad-neusiedl-132650824; „Neues Gutachten: Neusiedler Hallenbad: Denkmalschutz aufgeweicht“ (7.1.2019): https://www.bvz.at/neusiedl/neues-gutachten-neusiedler-hallenbad-denkmalschutz-aufgeweicht-neusiedl-am-see-bundesdenkmalamt-131140019; „Gutachten liegt vor: Neusiedler Hallenbad wird zum Denkmal. Das Gutachten des Bundesdenkmalamtes liegt vor: Gebäude ist zur Gänze schützenswert“ (17.10.2018): https://www.bvz.at/neusiedl/gutachten-liegt-vor-neusiedler-hallenbad-wird-zum-denkmal-hallenbad-neusiedl-am-see-bundesdenkmalamt-architektur-119870865; „Neusiedl: Denkmalschutz für Hallenbad“ (24.2.2018): https://burgenland.orf.at/v2/news/stories/2897332; „Denkmalschutz: Amt prüft Hallenbad“ (BVZ; 11.10.2017): http://www.bvz.at/neusiedl/neusiedl-am-see-denkmalschutz-amt-prueft-hallenbad/63.580.455; „Neue Pläne für Neusiedler Hallenbad“ (ORF; 18.9.2017): http://burgenland.orf.at/news/stories/2866909; „Hallenbad Neusiedl: Ungewisse Zukunft“ (ORF; 2.2.2017): http://burgenland.orf.at/news/stories/2823379; Für Hallenbad Neusiedl: 400 Teilnehmer bei Protestmarsch (29.7.2016, NÖN): https://www.noen.at/bruck/fuer-hallenbad-neusiedl-400-teilnehmer-bei-protestmarsch-fotos-hallenbad-proteste-19128567. +++ Fotos des Hallenbad Neusiedl/See (Adresse: Sportzentrum 4) von Erich J. Schimek für die Initiative Denkmalschutz: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157662143694013.

Grein Stadttheater (OÖ): „Vernichtende Kritik“ zu Sanierung und Zubau

Das denkmalgeschützte Stadttheater in Grein wurde 1790/91 erbaut und ist eine Sehenswürdigkeit von europäischer Bedeutung, das älteste im Originalzustand erhaltene bürgerliche Theater Mitteleuropas. Seit letztem Jahr tobt ein heftiger Streit um die Sanierung, insbesondere um den geplanten Zubau, auch eine eigene Petition wurde ins Leben gerufen. Jetzt  ist ein sehr kritisches Urteil des Oberösterreichischen Landeskulturbeirats, Fachbeirat V: Architektur, Denkmalpflege, Ortsbildpflege publik geworden. Aus Sicht der Sozialdemokraten ist in diesem „eine vernichtende Kritik“ herauszulesen. Zur Sanierung des Stadttheaters und der Errichtung des Zubaus schreiben die Vorsitzenden des Fachbeirates V, Margit Greinöcker und Wolfgang Sedelmaier, unter anderem: „Künstlerische Qualifikationen fehlen völlig. Dies zeigt, dass die kulturelle Bedeutung des Gebäudes von den Beteiligten offensichtlich nicht wahrgenommen wird. … Um ein diesem in OÖ hochbedeutenden Bau entsprechendes Ergebnis der Realisierung sicherzustellen, wäre ein Verfahren auszuloben, das die geistige Leistung ‚Planung‘ nicht dem Preiswettbewerb, sondern dem Qualitätswettbewerb überläßt. (…)“ MeinBezirk-Artikel weiterlesen: https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/vernichtende-kritik-herauszulesen_a4074744 +++ Die bereits beendete Online-Petition „Bewahrt das Stadttheater Grein!“: https://www.openpetition.eu/at/petition/online/bewahrt-das-stadttheater-grein +++ Ältere Medienberichte: „Petition wegen Zubau. Theater rund um Holzbalkon vor Theater in Grein“ (20.11.2019): https://www.krone.at/2045776; Stadttheater: 750 Unterschriften für Holzbalkon. SPÖ: „Wollen nichts mit Kulturgut-Frevel zu tun haben“ (14.11.2019): https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/spoe-wollen-nichts-mit-kulturgut-frevel-zu-tun-haben_a3735603 ; „Petition soll geplanten Liftturmzubau stoppen“ (Krone, 8.5.2019): https://www.krone.at/1917785; „Greiner Verein kämpft mit Petition für historisches Stadttheater“ (OÖN, 6.5.2019): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/muehlviertel/greiner-verein-kaempft-mit-petition-fuer-historisches-stadttheater;art69,3126151; „VP-Antwort auf Unterschriftenaktion“ (5.5.2019): https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/vp-antwort-auf-unterschriftenaktion_a3368874; „Unterschriftenaktion Stadttheater Grein: Gegen zu großen Umbau und Abriss des Holzbalkons“ (MeinBezirk, 27.4.2019): https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/gegen-zu-grossen-umbau-und-abriss-des-holzbalkons_a3353229 ; „SP zeigt Alternativen auf: Hebelift und Holzstiege“ (MeinBezirk, 21.10.2018): https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/hebelift-und-holzstiege_a2973138; „FP verlangt Mitbestimmung und macht Vorschläge“ (9.10.2018): https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/fp-verlangt-mitbestimmung-und-macht-vorschlaege_a2956710; „Erste Präsentation des Greiner Theater-Umbaus“ (OÖN, 8.10.2018): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/muehlviertel/Erste-Praesentation-des-Greiner-Theater-Umbaus;art69,3026245 +++ Das Stadttheater Grein auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Stadttheater_Grein und in der Denkmalliste Grein auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Grein. +++ Offizielle Website des Stadttheater Grein: https://www.stadttheater-grein.at.

Achenseebahn in Tirol: Mögliches Welterbe in Gefahr

Kulturerbe-Alarm für die Achenseebahn in Tirol Die historische Achenseebahn bei Jenbach, die in seiner Gesamtheit ein wertvolles Industriedenkmal darstellt, steht in Gefahr aufgelassen und verkauft zu werden – der Internationale Rat für Denkmalpflege – ICOMOS International – hat wegen der akuten Gefährdung von Kulturgut einen „Heritage Alert“ (Kulturerbe-Alarm) ausgelöst. Achenseebahn soll UNESCO-Weltkulturerbe werden (ORF-Tirol): https://tirol.orf.at/stories/3049949 +++ ORF-FERNSEHBERICHT (3 min): https://tvthek.orf.at/profile/Tirol-heute/70023/Tirol-heute/14052956/Achenseebahn-soll-UNESCO-Welterbe-werden/14702116 Originale Pressemitteilung von ICOMOS Austria (20. Mai 2020), dem Internationalen Rat für Denkmalpflege in Österreich (vgl. http://icomos.at/wordpress/heritage-alert-achenseebahn): „Seit Ende März 2020 bekannt wurde, dass die Achenseebahn in Tirol durch den betriebswirtschaftlichen Konkurs akut von der endgültigen Zerstörung bedroht ist, kämpft ICOMOS Austria in Absprache mit der österreichischen UNESCO-Kommission und der Welterbeabteilung der Republik Österreich um den Erhalt dieses einzigartigen technischen Ensembles. Ein Konkurs könnte die Zerschlagung der Eisenbahn und „die Versilberung“ ihrer Einzelteile zur Folge haben: Die originalen Lokomotiven und Waggons vom Eröffnungstag 1889 landen in irgendwelchen Museen, die Zahnstange geht nach Funchal auf Madeira. In Tirol bliebe lediglich ein grasbewachsener Bahndamm übrig. Das Land Tirol hat zwar mustergültig den Schutz des UNESCO-Welterbes in sein Raumordnungsrecht aufgenommen, verfügt aber als letztes Bundesland in Österreich noch nicht über eine Welterbestätte. Die kleine Bahn hätte aufgrund ihrer Einzigartigkeit durchaus das Potential, zum Kulturerbe der Menschheit (UNESCO-Welterbe) ernannt zu werden. Denn längst richtet sich die Strategie der UNESCO in Europa nicht mehr auf das 20. Kloster, die 30. Kirche oder das 10. Schloss; davon zählen in Europa schon zu viele zum Welterbe. Sehr wohl aber finden Verkehrswege in den einschlägigen Strategie-Papieren für Europa noch Erwähnung. Diese 1886 geplante und 1889 in Betrieb gegangene Zahnrad-Dampfbahn ist Österreichs älteste Anlage ihrer Art. Teilweise mit Zahnradantrieb, teilweise im Adhäsionsbetrieb erklimmt die kleine Bahn 440 Höhenmeter zum Achensee. Was sie weltweit einzigartig macht, ist ihr bis heute authentisch erhaltener Betrieb mit den Dampflokomotiven und Wagons des Eröffnungstages. Die zuständigen österreichischen Behörden für den Schutz solcher Anlagen vermeinen offensichtlich, dass der grundsätzlich sehr eng gefasste, nationale Denkmalschutz in Österreich eine klassische Unterschutzstellung nicht zu lässt. Dabei kennt das österreichische Denkmalschutzgesetz sehr wohl die Möglichkeit, Ensembles samt ihrem Zubehör unter Schutz zu stellen. Das ist aber bisher nicht erfolgt, wäre aber ganz im Sinne der UNESCO Welterbekonvention, die Österreich 1992-93 unterzeichnet hat. Die weltweite Konvention anerkennt explizit technische Ensembles als zu schützendes Kulturerbe der Menschheit. Ein hochaktuelles Gutachten der beiden Eisenbahnhistoriker Toni Häfliger (Architekt BSA SIA Schweiz, ua Semmeringbahn) und Dr. Günter Dinhobl (Österreich) vom 10.5.2020, führt aus: „Anhand der Würdigung ergibt sich – im Sinne der Ersteinschätzung – die Folgerung, dass die Achenseebahn im regionalen und nationalen Kontext eine eisenbahnhistorische Einzigartigkeit und Bedeutung besitzt. Die technische Gesamtanlage ist daher in der bestehenden Form schutzwürdig bzw. erhaltenswert. Im internationalen Vergleich ist nach dem vorstehend dargelegten Wissenstand eine äußerst selten noch vorhandene Authentizität und Originalität, hinsichtlich eines durchgehenden Zahnrad- und Adhäsionsbetriebes mit weitestgehend originaler Infrastruktur und Rollmaterial, als begründet anzunehmen.“ Daraufhin hat ICOMOS International aktuell einen sogenannten Heritage Alert ausgelöst, der darauf hinweist, dass potentielles Welterbe gefährdet ist; einen weltweiter Apell, dieses Kulturgut mit allen auf nationaler Ebene zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen und zu erhalten. Der Brief erging unter anderem an: LH Günther PLATTER, LHStv. Mag. Ingrid FELIPE Saint Hilaire, Dr. Christoph BAZIL, Präsident des Bundesdenkmalamts sowie Florian MEIXNER, BA MA, Stellvertretender Generalsekretär der Österreichische UNESCO-Kommission. Lesen Sie hier den Brief von ICOMOS International an die Verantwortlichen in Österreich im Original: http://icomos.at/wordpress/wp-content/uploads/2020/05/Let_35_ICOMOS_Achenseebahn_20200519.pdf Der Heritage Alert soll die Behörden ermuntern, einschlägige Stätten unter nationalen Schutz zu stellen, wenn ihnen internationale Bedeutung zukommt. Am kommenden Montag, den 25.5.2020, ist die Prüfungstagsatzung zum Konkursantrag über die Achenseebahn AG. Da offensichtlich ausreichend Vermögen vorhanden ist, um das Konkursverfahren durchzuführen, wird es wegen der zahlreichen Interessenten für die Einzelteile rasch abgeschlossen sein. Dann hat das Vermögen versilbert zu werden, um die Gläubigerforderungen zu befriedigen. Damit kann das 131-jährige Geschichtsbuch dieser einzigartigen Bahn geschlossen werden.“ Weitere interessante Informationen: Das 24seitige eisenbahntechnische Kurzgutachten hinsichtlich des Potentials Denkmalschutz / Welterbe im Original: https://www.unesco.at/fileadmin/user_upload/20200510_Gutachten_TH_DG_Achenseebahn_def.pdf (vgl. Website der UNESCO Österreich, siehe: https://www.unesco.at/kultur/kulturgueterschutz-1/news-kulturgueterschutz/article/icomos-heritage-alert-fuer-die-achenseebahn-in-tirol) Die Achenseebahn auf der Website von TICCIH Austria, dem Österreichischen Denkmalrat für das kulturelle Erbe von Industrie und Technik (mit Original-Brief von TICCIH-Präsident Dr. Miles Oglethorpe): http://www.ticcih.at/2020/05/24/achenseebahn-tirol. (Präsident von TICCIH-Austria, Dr. Günter Dinhobl, ist Mitverfasser des eisenbahntechnischen Kurzgutachtens, siehe obigen Link) Die Achenseebahn auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Achenseebahn Offizielle Website der Achenseebahn: https://www.achenseebahn.at Weiterer aktueller Medienbericht: „Achenseebahn: Weichen stehen auf Sanierung. Im Insolvenzverfahren sagt das Land Tirol einen Millionenzuschuss zu, Neustart ist 2021 geplant.“ (Salzburger Nachrichten, 21. Mai 2020):  https://www.sn.at/panorama/oesterreich/achenseebahn-weichen-stehen-auf-sanierung-87858787

Paukerwerk (Wien): Fabrikabriss und Stellungnahme Flächenwidmung

22. Mai 2020 Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8297 Für das Gebiet zwischen Siemensstraße, Franz-Sebek-Straße, (Trasse Nordbahn), Mondsteinstraße, Paukerwerkstraße und Giefinggasse im 21. Bezirk, Katastralgemeinde Leopoldau Beschreibung des Baubestandes im Plangebiet Im Plangebiet befinden sich die 1907/08* erbauten Paukerwerke (Siemensstraße 89). „Die noch existierenden und zum Teil baugeschichtlich interessanten Hallen gehörten einst zum Industriekomplex Clayton & Shuttleworth in der Shuttleworthstraße 6 (…).“ Das „Industrieensemble gehört noch zu den geschlossensten Anlagen von Floridsdorf aus der Spätgründerzeit und der beginnenden Moderne – entworfen mit architektonischem Engagement“, so wird die Anlage im Architekturführer von Friedrich Achleitner aus dem Jahr 2010 „Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert“ beschrieben (Band III/3, Seite 249). Leider wurden die Gebäude während der letzten Monate sukzessive zerstört. Beim Lokalaugenschein am 16. Mai 2020 wurden nur mehr Ruinen der historischen Fabriksanlage angetroffen (vgl. beiliegendes Foto). Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass nach dem Erstellen der MA21-Unterlagen für die öffentlichen Auflage und vor Ende der öffentlichen Auflagefrist diese historische Fabrikanlage quasi komplett zerstört wurde. Im Erläuterungsbericht (datiert mit 22. Jänner 2020) heißt es noch unter „Gegebenheiten im Plangebiet“ (Seite 2): „(…) liegen die weitläufigen ehemaligen Fabrikanlagen der Paukerwerk AG, welche weitestgehend leerstehend und in schlechtem Bauzustand sind.“  (Letztere Behauptung kann nicht mehr überprüft werden. Nach unseren Recherchen scheint der Bauzustand aber deutlich besser gewesen zu sein als hier behauptet wird). Somit wurde die Abgabe einer Stellungnahme zum Planentwurf für unseren Verein Initiative Denkmalschutz quasi obsolet. Für die Initiative Denkmalschutz waren die Fabrikhallen bzw. zumindest Teile davon klar erhaltungswürdig, zumal auch der anerkannte Architekt und Architekturpublizist Friedrich Achleitner diese Hallen entsprechend gewürdigt hat (vgl. Zitat oben). Es wird daher nachdrücklich für die Zukunft angeregt, dass der im Erläuterungsbericht beschriebene Zustand während der öffentlichen Auflage auch vor Ort angetroffen werden soll. Das heißt konkret: In der Zeit bis zum Widmungsabschluss sollen keine Abbrüche erfolgen, wenn eine mögliche Erhaltungswürdigkeit nicht ausgeschlossen werden kann. Markus Landerer und Claus Süss im Namen der Initiative Denkmalschutz * Quelle: Paukerwerk Aktiengesellschaft, Unternehmensgeschichte, siehe: http://www.albert-gieseler.de/dampf_de/firmen0/firmadet1515.shtml (abgerufen am 21.5.2020) Literatur: – Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band III/3, 19.-23. Bezirk, St. Pölten – Salzburg 2010, Seite 249 — Initiative Denkmalschutz Verein für den Schutz bedrohter Kulturgüter Fuchsthallergasse 11/5 1090 Wien / Vienna Österreich / Austria www.initiative-denkmalschutz.at mobil: +43 (0)699 1024 4216 email: (ZVR-Nr.: 049832110)

Graz (Stmk): Luftschutzstollen im Kalvarienberg soll für breitere Öffentlich zugänglich werden

Der Kalvarienbergstollen im 4. Grazer Bezirk Lend ist großteils unverändert aus der Bauzeit im Zweiten Weltkrieg erhalten, Geländer oder Latrinen befinden sich im Originalzustand. Seit 2006 engagiert sich Friedrich Hager für den im Besitz der Pfarre Kalvarienberg befindlichen Luftschutzstollen und möchte den Stollen für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich machen. Auch jetzt schon können Interessierte eine Führung von ihm bekommen. Jetzt werden Arbeiten dazu durchgeführt, unter anderem wird daran gearbeitet den zugemauerten, zweiten Zugang wieder zu öffnen. Alle Arbeiten werden in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt durchgeführt. MeinBezirk-Artikel weiterlesen: https://www.meinbezirk.at/graz/c-lokales/frische-luft-fuer-den-kalvarienbergstollen_a4072719 +++ Weitere Medienberichte: „Kalvarienberg-Stollen: Ein unsichtbares Kriegsrelikt“ (Annenpost; 18. Juni 2019): http://www.annenpost.at/2019/06/18/luftschutzstollen-kalvarienberg-lend-geschichte; „Neue Pläne für den Grazer Kalvarienberg. 3000 Menschen bot der Luftschutzstollen im Kalvarienberg Schutz vor Bombenangriffen. Eine Initiative macht sich nun für die Sanierung stark.“ (Kleine Zeitung, 23.12.2017): https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5343429/Im-Grazer-Norden_Neue-Plaene-fuer-den-Grazer-Kalvarienberg +++ KALVARIENBERG-VIDEO (25 min) „Kalvarienberg Stollen Graz Erster Luftangriff auf Graz: 25. Februar 1944“: https://www.youtube.com/watch?v=DnguTE7RGKQ +++ Der Grazer Kalvarienberg auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Grazer_Kalvarienberg.

Rankweil (Vbg.): Häusle-Villa muss nach Brand nicht abgerissen werden

Die denkmalgeschützte Häusle-Villa in Rankweil kann erhalten bleiben. Die Villa stand im März in Flammen, kurz nachdem es die Gemeinde Rankweil erworben hatte. Nun gab die Gemeinde bekannt, dass eine Sanierung trotz des großen Brandschadens möglich sei. ORF-BERICHT WEITERLESEN: https://vorarlberg.orf.at/stories/3049391 +++ Weiterer Medienbericht (Vorarlberg online): https://www.vol.at/haeusle-villa-bleibt-erhalten/6622583 +++ Ältere iD-Meldung (15.3.2020): Denkmalgeschütztes Häusle-Villa ausgebrannt. In der Gemeinde Rankweil ist in der Nacht auf Sonntag (14./15.3.2020) in der 1902 erbauten Heimatstil-Villa ein Feuer ausgebrochen (St.-Peter-Gässele 1). Das seit Jahren unbewohnte Gebäude  – vom erfolgreichen Rankweiler Sticker Johann Marte erbaut – war erst vor kurzem von der Gemeinde erworben worden. +++ Brandeinsatz-Bericht (Fireworld.at): https://www.fireworld.at/2020/03/15/vbg-denkmalgeschuetzte-haeusle-villa-in-rankweil-in-vollbrand +++ Älterer Bericht (2016): Lange hat das Bundesdenkmalamt mit dem Eigentümer der denkmalgeschützten Villa Häusle über eine dringend notwendige Bestandssicherung verhandelt. Laut Denkmalamt mussten das Dach und mehrere Fenster der 1902 im Heimatstil erbauten Villa (Dehio) abgedichtet werden, um weitere Schäden zu verhindern. Nachdem mehrere Fristen verstrichen waren und seit Herbst eine Finanzierungszusage des Denkmalamtes vorliegt, hat die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch die Umsetzung in per Bescheid angeordnet. Siehe: „Gemeinde hat Häusle-Villa gekauft“ (16.12.2019; Vorarlberg Online): https://www.vol.at/gemeinde-hat-haeusle-villa-gekauft/6459968; „Notmaßnahmen bei Häusle Villa abgeschlossen“ (7.3.2016; Vorarlberg Online): https://www.vol.at/rankweil/notmassnahmen-bei-haeusle-villa-abgeschlossen/4645396; „Bürgerforum: ‚Juwel‘ Häusle-Villa der Gemeinde erhalten. Notsicherungsmaßnahmen an Häusle-Villa sollen noch vor dem Winter starten“ (29.10.2015; Vorarlberg Online): https://www.vol.at/buergerforum-juwel-der-gemeinde-erhalten/4502023 (vgl. Meldung: „Notmaßnahmen für Häusle Villa“ (Marktgemeinde Rankweil): https://www.rankweil.at/aktuell/notmassnahmen-fuer-haeusle-villa). +++ Kurzbeschreibung in Denkmalliste (Wikipedia): Villa Häusle, Wohngebäude und Stickereigebäude: „Die zweigeschoßige Villa mit geschwungenem Giebel und turmartigem Aufbau im Nordosten wurde 1902 errichtet.“ (Quelle: Denkmalliste Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Rankweil). +++ Fotos der Häusle-Villa (Wikimedia Commons): https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Villa_H%C3%A4usle_(Rankweil)?uselang=de.  

Verlorenes Erbe (Stmk): Franziskanerkloster Mürzzuschlag 1972 abgerissen

In der sehenswerten TV-Serie „Verlorenes Erbe“ (von Rupert Reiter-Kluger) im ORF 2-Vorabendprogramm (“Studio 2”) wurde am 17. November 2021 das Franziskanerkloster in Mürzzuschlag (Steiermark) behandelt. Das Barockkloster wurde 1799 aufgelassen und vor bald 50 Jahren dem Erdboden gleichgemacht. Im ORF-Beitrag kommt Pater Oliver vom Wiener Franziskanerkloster zu Wort. Er zeigt den Akt, der im klostereigenen Archiv aufbewahrt wird; darin befinden sich u. a. Vorstudien und Baupläne des Mürzzuschlager Franziskanerklosters aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. 1900 bis zum Abbruch 1972 waren Wohnungen und Geschäfte im alten Kloster untergebracht, davor war es auch als Hotel „Zum Erzherzog Johann“ in Benutzung, erklärt im ORF-Interview Heinz Veitschegger, ein historisch interessierter Bürger, der auch Fotos vom seinerzeitigen Abbruch des Klosters gemacht hat. Heute stehen an seiner Stelle Wohnhäuser. Die alte Klosterkirche in der Wiener Straße 56 blieb bestehen, doch anstelle des alten Eingangs zur Kirche wurde ein moderner Glasvorbau errichtet, sodass das Kirchengebäude als solches vom Straßenraum kaum mehr wahrnehmbar ist. Heute befindet sich im Kirchengebäude dasKunsthaus Mürz. Ebenso in Mürzzuschlag befindet sich das ehemalige Schimuseum (Wintersportmuseum Mürzzuschlag), das unter Denkmalschutz steht und trotzdem vor sich hinbröckelt. Dieses Gebäude in der Wiener Straße 79 (Foto) kann aber noch gerettet werden … ORF-FERNSEHBEITRAG (5 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14113364/Verlorenes-Erbe-Muerzzuschlag-und-das-vergessene-Kloster/15037238 (ORF 2, ‚Studio 2‘, 17.11.2021, „Verlorenes Erbe: Mürzzuschlag und das vergessene Kloster“)

Haus Wassermann (Wien): Denkmalschutz kam Abriss zuvor

Im ORF-Vorabendprogramm auf „Studio 2“ wurde am 4.11.2021 das ehemalige Haus Wassermann in Wien-Grinzing vorgestellt ORF-FERNSEHBEITRAG: https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14111682/Villa-Wassermann-Ein-Anbau-und-seine-Folgen/15028175. Die federführend von Oskar Strnad (in Ateliergemeinschaft mit Josef Frank und Oskar Wlach) 1914-15 erbaute Villa des bekannten jüdischen Schriftstellers Jakob Wassermann (* 1873, +1934) wäre vor wenigen Jahren fast abgerissen worden. Ein Immobilieninvestor wollte an Stelle des Hauses in der Paul-Ehrlich-Gasse 4 einen Neubau errichten, doch im Zuge der Einverleibungsphase (Kauf) trat das Bundesdenkmalamt auf den Plan und stellte die Villa noch rechtzeitig (Dezember 2015) unter Denkmalschutz.  „Oskar Strnad gehört zu den prägendsten Persönlichkeiten der sog. ‚Zweiten Wiener Moderne‘ der Zwischenkriegszeit“ (Zitat Architektenlexikon).  Im ORF-Interview kommt der Strnad-Exprte Rainald Franz (MAK) sowie der Bauunternehmer Gerhard Hudecek zu Wort. Nebenan (Paul Ehrlich-Gasse 8) stand bis 2016 auch noch die 1932 erbaute Villa (Haus Gerzabek, Entwurf Hans Adolf Vetter) des berühmten Entertainers Peter Alexander (* 1926, + 2011), die jedoch abgerissen wurde, um einen Mehrparteienwohnhaus Platz zu machen. Dieses Schicksal ist der Villa Wassermann erspart geblieben, hat dafür aber einen modernen Anbau erhalten. Jetzt ist der Bauunternehmer Hudecek stolz mit dem Ergebnis und bezeichnet es als „eine Symbiose zwischen einem Neubau mit sehr hoher Qualität und einem historischen Kulturdenkmal, das wir erhalten konnten“. Nicht ganz so euphorisch zeigt sich der Strnad-Experte Rainald Franz, zumal der Neubau zu nah an den Altbau herangerückt wurde. Kommentar des ORF-Reporters Rupert Reiter-Kluger über das bauliche Ergebnis: „Die österreichische Lösung: ein bisserl Denkmalschutz, ein bisserl nicht, hat jedenfalls hier ein Beispiel geschaffen, über das noch viel diskutiert werden kann.“ ORF-FERNSEHBEITRAG HIER NACHSEHEN (5 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14111682/Villa-Wassermann-Ein-Anbau-und-seine-Folgen/15028175 (ORF 2, „Studio 2“, 4. November 2021, „Villa Wassermann: Ein Anbau und seine Folgen“) FOTOS 2015-18 HAUS WASSERMANN (von Erich J. Schimek für die Initiative Denkmalschutz: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/albums/72157693639093890/with/16910157267 HAUS WASSERMANN (VPH-PROJEKT), VPH- Venture Property Holding GmbH: https://www.vph-wien.at/de/portfolio/73-1190-wien-paul-ehrlich-gasse-4 Oskar Strnad wurde in Zusammenarbeit mit Oskar Wlach und Josef Frank zu einem Vorreiter einer Wiener Moderne, die unter Einfluss der Theorien von Adolf Loos eine höchst eigenständige Position einnahm. Betreffend des Hauses Wassermann (und des ebenfalls von Strand erbauten Haus Hock in der Cobenzlgasse 71, Wien-Grinzing): „Wesentlich war die Zusammenfassung aller Wohnbereiche in einer großen zentralen Halle, die durch eine ausgeklügelte Weg- und Treppenführung mit dem Oberstock und dem Außenbereich verbunden war, wobei der Gedanke der Wegführung durch ein Gebäude sowohl für Strnad als auch für Frank ein bestimmendes Element der Planung darstellte. Dieses Raumsystem führte zu einem betont asymmetrischen Baukörper, dessen unterschiedlich geformte Wandöffnungen frei angeordnet waren. Dieses für die Zeitgenossen höchst ungewöhnliche Konzept, das zum Teil auch auf herbe Kritik stieß, wurde in formaler Hinsicht durch eine Anlehnung an Elemente des Biedermeier oder des Klassizismus (wie ein Dreieckgiebel oder ein Säulenportikus) ergänzt, was den Gebäuden einen etwas manieristischen Charakter verlieh.“ (Zitat aus „Stellenwert“ des Architekten Oskar Strnad im Architektenlexikon). Literatur: – Unterschutzstellungsbescheid des Bundesdenkmalamtes (25-seitig; GZ: BDA-59068.obj/0008-WIEN/2015), 16. Dezember 2015 – Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band III/3, Wien 19.-23. Bezirk, St. Pölten – Salzburg 2010, Seite 92 f. – Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs, Band: Wien X.-XIX. Bezirk und XXI. bis XXIII. Bezirk (Topographisches Denkmälerinventar, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt), Wien 1996, Seite 591