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Wien: Die verlorenen Josef Hoffmann-Villen im 18. u. 19. Bezirk

Im Rahmen der ORF-Serie “Verlorenes Erbe” (im Vorabendprogramm in “Studio 2”) wurden diesmal zerstörte oder stark veränderte Villen des berühmten Jugendstil-Architekten und Gründer der Wiener Werkstätten, Josef Hoffmann präsentiert: Die 1906 erbaute und 1970 abgerissene Villa für den Schriftsteller Richard Beer-Hofmann gegenüber vom Türkenschanzpark in der Hasenauerstraße 59 (Ecke Joseph-Kainz-Park, 18. Bezirk), siehe Foto anbei bzw. auf photowien.weebly.com. Nur die Einfriedung hat sich bis heute erhalten, siehe Google Maps.  Im 19. Bezirk auf der Hohen Warte hat Josef Hoffmann gleich für mehrere Künstler eigene Häuser entworfen. Diese existieren heute noch oder wurden – leider zum Negativen – stark verändert. Zum Beispiel wurde die Villa Hochstetter in der Steinfeldgasse 7 bis zur Unkenntlichkeit umgebautEbenso zerstört bzw. bis zur Unkenntlichkeit umgebaut wurde auch das Haus Henneberg in der Wollergasse 8. Die Villa Brauner in der Geweygasse 11 wurde von Bomben im 2. Weltkrieg zerstört und durch einen Neubau ersetzt. Die Inneneinrichtungen der Villen landeten zum Teil bei Antiquitätenhändlern und tauchen heute noch vereinzelt auf Kunstauktionen auf. Erfreulich ist, dass noch fünf Villen auf der Hohen Warte bestehen, u. a. die restaurierungsbedürftige und unter Denkmalschutz stehende Villa Ast in der Steinfeldgasse 2. ORF-FERNSEHBEITRAG (9.7.2020) ZUM NACHSEHEN (5 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14057898/Verlorenes-Erbe-Hofmann-Haeuser/14727810 +++ Der Architekt Josef Hoffmann mit Werkverzeichnis und Fotos seiner Häuser auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Hoffmann_(Architekt) +++ Josef Hoffmann mit umfassenden Werkverzeichnis im Architektenlexikon: http://www.architektenlexikon.at/de/234.htm.

 

Dianabad (Wien): Abriss des legendären Bades 1965

Vier Dianabäder gab es in der Oberen Donaustraße 93-95 am Donaukanal im 2. Bezirk. Legendär war das imposante zweite Bad, das 1913–1917 nach den Plänen des Architekten Peter Paul Brang erbaut wurde. In der Vorabend-Sendung “Studio 2” (14.9.2020): ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (6 min: https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14064632/Wiens-Dianabad-wird-geschlossen/14761147. Es war eine luxuriöse fünfstöckige Anlage und besaß zwei Schwimmhallen, Dampf- und Wannenbäder, Sonnenbäder und ein Hotel, das den ganzen Straßentrakt an der Oberen Donaustraße einnahm. Mosaike wurden 1914 von Leopold Forstner geschaffen und der Skulpturenschmuck in der Eingangshalle von Georg Leisek 1914/15. Die Keramiken stammen von den Gebrüder Schwadron. Der Hoteltrakt am Donaukanal wurde im 2. Weltkrieg schwer beschädigt (durch Bombentreffer und letzte Kriegshandlungen in Wien), das Bad dahinter blieb fast unbeschädigt erhalten. Die Hotelruine wurde 1963 demoliert, das danach noch 20 Jahre benutzte Bad (bis 30.4.1965) wurde erst 1965/66 abgerissen. Das 3. und 4. Dianabad wurde ums Eck in der Lilienbrunngasse 7-9 erbaut. Noch im Oktober 2020 wird das im Jahr 2000 errichtete 4. Dianabad endgültig geschlossen, darin die fünf großen Jugendstilmosaike und eine Brunnenfigur aus dem 2. Bad. Nun harren diese alten Ausstattungsstücke einer ungewissen Zukunft.

Das Dianabad auf Geschichte Wien Wiki: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Dianabad sowie auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Dianabad_(Wien)

Fotogalerie historischer Aufnahmen (“Das rote Wien”): http://www.dasrotewien.at/seite/baeder-oeffentliche/galerie/hallenbaeder