Soweit auf unserer Homepage durch Links der Zugang zu fremden Informationen ermöglicht wird, übernehmen wir für die inhaltliche Richtigkeit dieser Informationen keine Gewähr; zum Zeitpunkt der Linksetzung haben wir von rechtswidrigen Tätigkeit oder Informationen keine Kenntnis und sind uns auch keiner Tatsachen oder Umstände bewusst, aus denen eine rechtswidrige Tätigkeit oder Information offensichtlich wird; wir sind jederzeit bereit, elektronische Verweise zu entfernen, wenn uns entsprechende Mitteilungen über rechtswidrige Inhalte der verlinkten sites zukommen (§ 17 ECG).

AKTUELLE BERICHTE

1230_Wien_Ketzergasse_52-Ketzergasse_54

Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7898 (Wien-Liesing, Kat. G. Siebenhirten): Stellungnahme ID-Verein

An dieMagistratsabteilung 21 BStadtteilplanung und FlächennutzungRathausstraße 14-161082 Wien Wien, 17. September 2009 Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7898 im 23. Bezirk, Kat. G. Siebenhirten Baslergasse, Josef-Endlweber-Gasse, Ketzergasse, Dr.-Hanswenzel-Gasse, Baslergasse und Linienzug 1-2 Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab: Es wird vorgeschlagen, die Häuser Ketzergasse Nr. 78 und 80 in die Schutzzone aufzu­nehmen. Diese historischen Gebäude grenzen unmittelbar an die Schutzzone an und liegen überdies in einem von der Stadt Wien bezeichnenden Bereich „Schutzwürdigkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit“ (vgl. Schutzzonenplan Wien, Grundlage für die flächendeckende Dar­stellung künftiger Untersuchungsgebiete, Stand 1996). Die als Schutzzone ausgewiesenen Bereiche sollen bestandsgemäß gewidmet werden, um den Schutz für den historischen Ortscharakter besser zu gewährleisten und keinen Anreiz für Abbruch und Neubau zu geben. Insbesondere sind die ebenerdigen Häuser Ketzergasse Nr. 52 und Nr. 60 deutlich zu hoch gewidmet. Es wird vorgeschlagen für die Schutzzone die entsprechenden Architekturteile in einen Katalog nach § 7 (4) Wiener Bauordnung aufzunehmen, sodass auch diese einen rechtsverbindlichen Bestandteil des Bebauungsplanes bilden. Freundliche Grüße Verein Initiative Denkmalschutz Im Namen des VorstandsMarkus Landerer und Claus Süss An die Magistratsabteilung 21 B Stadtteilplanung und Flächennutzung Rathausstraße 14-16 1082 Wien Wien, 17. September 2009   Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7898   im 23. Bezirk, Kat. G. Siebenhirten   Baslergasse, Josef-Endlweber-Gasse, Ketzergasse, Dr.-Hanswenzel-Gasse, Baslergasse und Linienzug 1-2   Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:   Es wird vorgeschlagen, die Häuser Ketzergasse Nr. 78 und 80 in die Schutzzone aufzu­nehmen. Diese historischen Gebäude grenzen unmittelbar an die Schutzzone an und liegen überdies in einem von der Stadt Wien bezeichnenden Bereich „Schutzwürdigkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit“ (vgl. Schutzzonenplan Wien, Grundlage für die flächendeckende Dar­stellung künftiger Untersuchungsgebiete, Stand 1996).   Die als Schutzzone ausgewiesenen Bereiche sollen bestandsgemäß gewidmet werden, um den Schutz für den historischen Ortscharakter besser zu gewährleisten und keinen Anreiz für Abbruch und Neubau zu geben. Insbesondere sind die ebenerdigen Häuser Ketzergasse Nr. 52 und Nr. 60 deutlich zu hoch gewidmet.   Es wird vorgeschlagen für die Schutzzone die entsprechenden Architekturteile in einen Katalog nach § 7 (4) Wiener Bauordnung aufzunehmen, sodass auch diese einen rechtsverbindlichen Bestandteil des Bebauungsplanes bilden.   Freundliche Grüße   Verein Initiative Denkmalschutz   Im Namen des Vorstands  

ID_w17_Neuwaldegger-Str-36_klein

ID fordert Erweiterung der Schutzzone in Neuwaldegg

Neuer Flächenwidmungsentwurf ignoriert Schutzzonenwürdigkeit aus 1996 Im Jahr 1996 hat die Stadt Wien eine Grundlage zur Erweiterung von Schutzzonen im gesamten Stadtgebiet erstellt. Darin wird u. a. der Bereich Neuwaldegger Straße (zw. Nr. 16-40 bzw. 17-41) in Hernals als schutzwürdig „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ eingestuft. Der Verein Initiative Denkmalschutz hat im Zuge der öffentlichen Auflage des Flächenwidmungsentwurfs das Gebiet untersucht und tatsächlich bedeutende historische Objekte in diesem Bereich festgestellt, die unerklärlicherweise nicht für eine Schutzzonenerweiterung vorgesehen sind. So werden Objekte wie eine bemerkenswerte Villa mit reichem Dekor in Formen der Tudorgotik (Neuwaldegger Straße 33), ein spätbiedermeierliches, repräsentatives Landhaus (Neuwaldegger Straße 36), oder auch der ehem. Lindenhof, eine große romantische Villa, erbaut vom Architekten Karl Hasenauer (Geroldgasse 7), neben weiteren ortsbildprägenden historischen Gebäuden nicht für eine Schutzzonenerweiterung vorgeschlagen. Initiative Denkmalschutz fordert vom Bezirk Stellungnahme pro Schutzzone Recherchen des Vereins haben überdies ergeben, dass diese Gebäude auch nicht unter Denkmalschutz stehen. Somit können diese Gebäude leider – nach der Liberalisierung der Wiener Bauordnung aus dem Jahr 1996/97 – jederzeit ohne Bewilligung abgebrochen werden. Es bleibt unverständlich, dass die Stadt Wien im Zuge der Erarbeitung des Flächenwidmungsentwurfs keine Schutzzonenerweiterung vorgesehen hat. In seiner nächsten Sitzung am 16. September hat der Bezirk Gelegenheit, sich für die Erweiterung der Schutzzone auszusprechen. Eine sachliche Grundlage dafür hat die Initiative Denkmalschutz in ihrer Stellungnahme vom 5. August geliefert. Um einen wirkungsvollen Schutz zu gewährleisten, wird darüber hinaus eine bestandsbezogene Widmung sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Rückfragehinweis: Markus Landerer, Mobil: 0699 1024 4216Claus Süss, Mobil: 0676 740 43 27Verein Initiative Denkmalschutz ZVR-Zl 049832110 Link: Schutzzonengrundlage 1996http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/architektur/planungen/schutzzone/images/ausgangslage-b.jpg

2380_Perchtoldsdorf_Feldgasse_2_Bahnhof_Perchtoldsdorf_der_Kaltenleutgeber_Bahn

Bahnhof Perchtoldsdorf soll Supermarkt weichen

Gastkommentar ÖBB und Gemeinde Perchtoldsdorf wollen in einer Gemeinschaftsaktion einen denkmalschutzwürdigen Bahnhof beseitigen lassen Nur wenige Bahnhöfe im Umfeld der Großstadt Wien zeigen noch die Schönheit der Eisenbahnarchitektur vergangener Zeiten. Ein besonderes Juwel, ein ebenerdiges Fachwerkgebäude mit Holzschnitzereien, hat sich in Perchtoldsdorf in unsere heutige Zeit herüber gerettet. Das idyllische Bauwerk liegt an der Eisenbahnstrecke Liesing-Kaltenleutgeben, deren Personenverkehr bereits 1951 in der Zeit des aufkeimenden Autoverkehrs eingestellt wurde. Früher konnte man hier, nur wenige hundert Meter vom Ortszentrum Perchtoldsdorf entfernt, in die Bahn einsteigen.

ID-Stellungnahme Flächenwidmung Raiffeisenhochhaus (Weltkulturerbe)

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 6689E2 im 2. Bezirk, Kat. G. Leopoldstadt Obere Donaustraße, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisenplatz, Hammer-Purgstall-Gasse, Lilienbrunngasse Der Verein „Initiative Denkmalschutz“ gibt folgende Stellungnahme ab: Das Plangebiet liegt an einer äußerst sensiblen Stelle an der unmittelbaren Grenze des Wiener Weltkulturerbes „Historisches Zentrum von Wien“ (seit 2001), keine 700 Meter Luftlinie vom Stephansdom entfernt. Die Kernzone des Weltkulturerbegebietes beginnt direkt am anderen Ufer des Donaukanals. Die an dieser Stelle viel zu knapp bemessene Pufferzone des Weltkulturerbegebietes endet im Donaukanal und somit unmittelbar vor dem geplanten Hochhauscluster Raiffeisen. Die Widmung damit zu begründen, dass schon bisher am Donaukanalufer eine massive Hochhausverbauung stattgefunden hat, greift zu kurz.

Flächenwidmung Neuwaldegg-Dornbach (Wien-Hernals): Stellungnahme ID-Verein

An dieMagistratsabteilung 21 AStadtteilplanung und FlächennutzungRathausstraße 14-161082 Wien Wien, 5. August 2009 Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7863im 17. und 18. Bezirk, Kat. G. Neuwaldegg, Dornbach und Pötzleinsdorf Der Verein „Initiative Denkmalschutz“ gibt folgende Stellungnahme ab: Bestandsorientierte Widmung Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung eine bestandsorientierte Widmung für die historischen Objekte vor-geschlagen. Jedoch wird bei nicht wenigen Objekten im neuen Entwurf des Flächen-widmungs- und Bebauungsplanes keine entsprechende Rücksicht genommen. Besonders augenfällig wird dies bei den Objekten Neuwaldegger Straße Nr. 6 bis 14, Nr. 46), für die eine Widmung W I vorgeschlagen wird. Die Gebäude sind jedoch nur einstöckig (Nr. 12 gar nur ebenerdig). Für das ebenerdige Haus Artariastraße 2 ist ebenso augenfällig eine zu hohe Widmung (W I 6,5 m) vorgesehen. Im Sinne der im Entwurf selbst definierten Maßnahmen „Ausweisung bestandsorientierter Bebauungsbestimmungen“ (Ziele der Bearbeitung), möge die Bebauungsbestimmung entsprechend dem Bestand angepasst werden, um den Schutz für den historischen Ortscharakter besser zu gewährleisten und keinen Anreiz für Abbruch und Neubau zu geben.

w01_Am-Hof-2_Laenderbank-300

Sofiensäle

Lage: 1030 Wien, Marxergasse 17 Baugeschichte: Errichtet 1832, Umbauten und Erweiterungen 1848, 1871, 1899 (Fassade), 1948 Generalrenovierung. Erster Wiener Bau mit Deckenkonstruktion aus Stahl, nach Plänen von Siccardsburg und van der Nüll. Bedeutung: Seit 1832 einer der bedeutendsten Veranstaltungsorte Wiens, mit herausragender musikhistorischer Bedeutung. Gefährdung: Seit 1986, aber besonders seit 2001, drohender Totalabriss. Link: Bürgerinitiative ‚Rettet die Sofiensäle‚ Link: ORF-Beitrag, 27.3.2010 Eine Fotostrecke zu den Sofiensälen finden sie hier.   http://wien.orf.at/stories/432323/

w01_Am-Hof_Kandelaber-300

Historische Straßenmöblierung in Wien vor dem Aus?

Wunsch nach mehr Sensibilität im UNESCO-Weltkulturerbe Historisches Zentrum von Wien 1991 bis 1993 wurde in einem Arbeitskreis der Stadt Wien (MA19, „Möblierung im städtischen Raum“) ein Leitbild für die Straßen- und Platzgestaltung erarbeitet, das die Erhaltung des historischen Charakters zum Ziel hatte. Nicht passende Elemente sollten entfernt werden. Nur dort, wo keine historischen Vorbilder gegeben waren, sollte das Mobiliar durch zeitgemäße Elemente ersetzt werden. Originale Straßenmöblierung der Wiener Ringstraße in den letzten Jahren verschrottet Die Stadt Wien scheint sich nun von dieser ursprünglichen Absicht gänzlich abgewandt zu haben, wie es sich aktuell am Disput um die Beleuchtung in der Kärntner Straße zeigt. Nach der Umgestaltung des Schwarzenbergplatzes 2002, der bis vor kurzem der einzige Bereich der Ringstraße war, innerhalb dessen die (veränderten) Lichtmaste von 1904 noch in größerer Zahl vorhanden waren, wurde und wird auch die historische Straßenmöblierung im gesamten Ringstraßenbereich sukzessive entfernt. So wurden insbesondere im Jahr 2005 die originalen Gusseisensockel samt originaler Beleuchtungsmaste der Ringstraße entsorgt. Auch und vor allem die originalen Gaslaternenkandelaber, ca. 100 Stück, sind zumeist in den Schrott gewandert, wohl einmalig im internationalen Vergleich. Nur mehr kümmerliche Reste lagern in einem Depot der Stadt (MA33).

Innsbruck: Bürgerinitiative für die Erhaltung eines unersetzlichen Denkmals

Eines der letzten im Originalzustand erhaltenen und leuchtenden Zeugnisse der Panoramakunst des 19. Jahrhunderts, das 1896 von Zeno Diemer, Franz Burger u.a. gemalte, 1000 m² große Innsbrucker Riesenrundgemälde, „Die Schlacht am Bergisel“ ist in höchstem Maße gefährdet. Es soll seinem angestammten Platz entrissen und in ein neues noch zu bauendes, teilweise unterirdisches Museum übersiedelt werden. Man kann sich vorzustellen, wie gefährlich allein schon die Abnahme, dann der Transport und die Wiederaufhängung einer so riesigen Leinwand für dieses seltene Denkmal sein kann – da mögen noch so fundierte Expertenmeinungen für die Übersiedlung aufgefahren werden. Auch besitzt dieses gewaltige, weltweit bekannte Leinwandbild durch seinen singulären Charakter besondere kulturhistorische Bedeutung. Es steht seit 1974 als Einheit von Gemälde und Gebäude unter Denkmalschutz und ist mit drei anderen Panoramen weltweit das letzte nahezu im Originalzustand in seiner Orginalrotunde erhaltene Panorama. Der helle, sonnige Rundbau am Rennweg wurde 1907 eigens für das Gemälde nach dem klassischen seit dem 18. Jahrhundert patentierten Panoramamuster errichtet und ermöglicht eine optimale Tageslichtführung von oben. Die Tiroler Landesregierung will das Gemälde seinem angestammten Platz entreißen und hat hierfür die Genehmigung des Bundesdenkmalamtes beantragt. Dieses hat sich am 7. November d. J. in einem neuerlichen Bescheid gegen die Trennung von Gemälde und Rotunde ausgesprochen. Gegen diesen Bescheid hat der Landeshauptmann von Tirol nun bei Bundesministerin Dr. Claudia Schmied Berufung eingelegt und behauptet, er habe das Wort der Ministerin, dass sie die Translozierung genehmigen werde, was von der Ministerin dementiert wurde. Der Beschluss der Ministerin wird für Ende des Jahres erwartet. Der Verein FÜR UNSER PANORAMA setzt sich seit einem Jahr mit einer Bürgerinitiative für die Erhaltung der Einheit dieses seltenen Denkmals ein. Er wird dabei von allen führenden internationalen Denkmalschutzorganisationen unterstützt. Mehr Informationen und die Möglichkeit, durch Unterstützungserklärungen oder Unterschrift die dringende Petition dieser Bürgerinitiative zu unterstützen unter www.innsbruck-panorama.eu Verein FÜR UNSER PANORAMA Fr. Dr. R. Gautron Mobil: 0650/ 366 088 1 e-mail: Link: Offener Brief an Bundeministerin Schmied

Innsbruck: Bürgerinitiative für die Erhaltung eines unersetzlichen Denkmals

Eines der letzten im Originalzustand erhaltenen und leuchtenden Zeugnisse der Panoramakunst des 19. Jahrhunderts, das 1896 von Zeno Diemer, Franz Burger u.a. gemalte, 1000 m² große Innsbrucker Riesenrundgemälde, „Die Schlacht am Bergisel“ ist in höchstem Maße gefährdet. Es soll seinem angestammten Platz entrissen und in ein neues noch zu bauendes, teilweise unterirdisches Museum übersiedelt werden. Man kann sich vorzustellen, wie gefährlich allein schon die Abnahme, dann der Transport und die Wiederaufhängung einer so riesigen Leinwand für dieses seltene Denkmal sein kann – da mögen noch so fundierte Expertenmeinungen für die Übersiedlung aufgefahren werden. Auch besitzt dieses gewaltige, weltweit bekannte Leinwandbild durch seinen singulären Charakter besondere kulturhistorische Bedeutung. Es steht seit 1974 als Einheit von Gemälde und Gebäude unter Denkmalschutz und ist mit drei anderen Panoramen weltweit das letzte nahezu im Originalzustand in seiner Orginalrotunde erhaltene Panorama. Der helle, sonnige Rundbau am Rennweg wurde 1907 eigens für das Gemälde nach dem klassischen seit dem 18. Jahrhundert patentierten Panoramamuster errichtet und ermöglicht eine optimale Tageslichtführung von oben. Die Tiroler Landesregierung will das Gemälde seinem angestammten Platz entreißen und hat hierfür die Genehmigung des Bundesdenkmalamtes beantragt. Dieses hat sich am 7. November d. J. in einem neuerlichen Bescheid gegen die Trennung von Gemälde und Rotunde ausgesprochen. Gegen diesen Bescheid hat der Landeshauptmann von Tirol nun bei Bundesministerin Dr. Claudia Schmied Berufung eingelegt und behauptet, er habe das Wort der Ministerin, dass sie die Translozierung genehmigen werde, was von der Ministerin dementiert wurde. Der Beschluss der Ministerin wird für Ende des Jahres erwartet. Der Verein FÜR UNSER PANORAMA setzt sich seit einem Jahr mit einer Bürgerinitiative für die Erhaltung der Einheit dieses seltenen Denkmals ein. Er wird dabei von allen führenden internationalen Denkmalschutzorganisationen unterstützt. Mehr Informationen und die Möglichkeit, durch Unterstützungserklärungen oder Unterschrift die dringende Petition dieser Bürgerinitiative zu unterstützen unter www.innsbruck-panorama.eu Verein FÜR UNSER PANORAMA Fr. Dr. R. Gautron Mobil: 0650/ 366 088 1 e-mail: Link: Offener Brief an Bundeministerin Schmied

Heumarkt (Wien): UNESCO Kritik an Hochhausprojekt Plan B

Die Stadt Wien hat im Dezember 2019 einen Plan B für das umstrittene und das Welterbe-Status Wien gefährdende Hochhausprojekt am Heumarkt ausgearbeitet und hofft jetzt, dass das UNESCO-Welterbekomitee dieses Alternativprojekt in seiner nächsten Sitzung im Juli 2021 (China) akzeptiert und somit der Titel des Weltkulturerbes „Historisches Zentrum von Wien“ erhalten bleibt.  Der 66 Meter hohe Turm wurde gestrichen, dafür soll jedoch die Hotelscheibe auf 55 Meter Höhe angehoben werden. Das Problem: Die UNESCO hat seit vielen Jahren die Vorgabe gemacht: „nicht höher als Bestand“ (das wären etwa 39 Meter gemäß Bauordnung bzw. bis zu 43 Meter mit den technischen Aufbauten). Die Stadt Wien meint, durch Streichung des Hochhausturmes und einer Reduktion der Gesamthöhe auf 55 Meter ist man den Wünschen der UNESCO ausreichend nachgekommen. Doch die Österreichische UNESCO Kommission zeigt sich skeptisch und meint, dass mit einer Zustimmung keineswegs gerechnet werden kann. Zur Unterstützung der Position der Stadt Wien hat  die Stadt um 90.000 Euro eine Studie beim bekannten Architekten und Denkmalpfleger Manfred Wehdorn in Auftrag gegeben, das die Welterbeverträglichkeit bestätigen soll, doch bleibt die Studie unter Verschluss. Diese Intransparenz stößt auf scharfe Kritik der Opppositionsparteien ÖVP und FPÖ. KURIER-ARTIKEL WEITERLESEN: https://kurier.at/chronik/wien/unesco-absage-an-plan-b-zum-heumarkt-immer-noch-zu-hoch/401346389 (9.4.2021, „UNESCO-Absage an ‚Plan B‘ zum Heumarkt: Immer noch zu hoch“) +++ ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (1 1/2 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14088274/Planaenderungen-fuer-Heumarkt-Projekt/14897447 (9.4.2021, „Planänderungen für Heumarkt-Projekt“) Weitere aktuelle Medienberichte / politische Reaktionen: 9.4.2021, ORF Plan B für den Heumarkt. Um das geplante Bauprojekt am Heumarkt wird seit Jahren gleich auf mehreren Ebenen gestritten, vom Bezirk bis hinauf zur UNESCO. Zentraler Streitpunkt war die Höhe eines Turms. Der soll jetzt weg, dafür alles andere höher werden. Im Mai steht die nächste Entscheidung an: https://wien.orf.at/stories/3098561 9. April 2021, APA-OTS FPÖ: Nepp: Heumarkt-Widmung ist neu aufzurollen. UNESCO-Welterbe und Transparenz müssen gewährleistet sein: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210409_OTS0086 9. April 2021, APA-OTS ÖVP: Wölbitsch/Olischar: Heumarkt-Projekt muss welterbetauglich umgesetzt werden! Wien noch immer auf Roter Liste der UNESCO – 90.000 Euro-Gutachten unter SPÖ-Verschluss – Transparenz: auch Neos in der Pflicht: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210409_OTS0046 8. April 2021, Kurier So sieht der geheime „Plan B“ für den Wiener Heumarkt aus. Der Turm soll weg, das Hotelgebäude wächst: Dem KURIER liegt das Konzept vor, mit dem die Stadt die Welterbe-Hüter der UNESCO besänftigen will. Die Gebäudehöhen könnten für neuen Ärger sorgen: https://kurier.at/chronik/wien/wien-intern/so-sieht-der-geheime-plan-b-fuer-den-wiener-heumarkt-aus/401345087 Älterer iD-Bericht: 6. März 2021, Heumarkt: Gefährdetes Welterbe (Wien) – Warten auf UNESCO-Entscheidung: https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/heumarkt-gefaehrdetes-welterbe-wien-warten-auf-unesco-entscheidung Presseaussendungen der Initiative Denkmalschutz (Auswahl) 9. Jänner 2020, APA-OTS-Presseaussendung Initiative Denkmalschutz zu Heumarkt-Gefeilsche ums Weltkulturerbe: Ein unmoralisches Angebot der Stadt Wien an die UNESCO! Neuer Vizekanzler und Kulturminister Werner Kogler ist jetzt verpflichtet Recht im Sinne des Regierungsprogrammes umzusetzen: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200109_OTS0013 7. Mai 2019, APA-OTS-Pressseaussendung Aviso PK Heumarkt: Kulturminister Blümel und Bundesregierung müssen(!) rechtliche Schritte zur Erhaltung des Welterbes einleiten! Präsentation der neuen, vertiefenden Rechtsanalyse von Dr. Helmut Hofmann durch Initiative Denkmalschutz, Initiative Stadtbildschutz und Aktion 21 – pro Bürgerbeteiligung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190507_OTS0017 26. März 2018, APA-OTS-Presseaussendung UNESCO-Welterbe Wien: Ohne Reduktion des Heumarkt-Hochhausprojekts zielsicher zur Aberkennung. Initiative Denkmalschutz zeigt die Fakten. Die ÖVP-FPÖ Bundesregierung muss den Flächenwidmungsplan beeinspruchen und den Turm reduzieren. Aktuelle Aussagen des Kulturministers Blümel lassen jedoch anderes befürchten: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180326_OTS0021 Die Fakten: https://www.initiative-denkmalschutz.at/images/2020/02/UNESCO-Beschluesse-Heumarkt_2012-17_Initiative-Denkmalschutz.pdf

Gratkorn (Stmk): Gründerzeitvilla Reiter vor Abriss?

Die 1899 erbaute, malerische Villa Reiter in Gratkorn nördlich von Graz könnte bald der Spitzhacke zum Opfer fallen. Die in der Gemeinde auch als Direktionsvilla bekannte Villa in der Bahnhofstraße 10 (Ecke Murweg) wird vom Bundesdenkmalamt nicht unter Schutz gestellt, da sie nicht den strengen Kriterien des Denkmalschutzes erfüllt (vgl. § 1 Abs. 1 und Abs. 2 Denkmalschutzgesetz). Dies ergab eine amtsinterne Prüfung, berichtet der Abteilungsleiter im Bundesdenkmalamt Steiermark, Christian Brugger gegenüber der „Woche“.  In diesem Zusammenhang möchten wir als Verein Initiative Denkmalschutz darauf verweisen, dass die Gemeinden selbst bzw. Bundesländer eigene Schutzbestimmungen für das lokal erhaltenswerte Kulturgut – was diese Villa zweifellos darstellt – erlassen kann (vgl. unsere vorjährige Presseaussendung: „Ortsbildschutz in der Steiermark sanft entschlafen?“ – 7.4.2020). Vermutlich wurde die Gründerzeitvilla für den Werksarzt der Leykam-Josefsthal Aktiengesellschaft für Papier- und Druckindustrie erbaut (die Villa selbst ist erst etwa 40 Jahre später ins Eigentum der Papierfabrik Leykam-Josefsthal gekommen). Laut Recherchen des Denkmalamtes dürfte der Bauwerber ein Herr Josef Hötzl gewesen sein (Im Achleitner-Buch ist als Bauherr „Dr. Hilda Reiter“ vermerkt). Derzeit befindet sich die Villa im Eigentum der Leykam Siedlung, einer gemeinnützigen Wohn-, Bau- und SiedlungsgesmbH. Ein Abriss wird aber nicht so bald erfolgen, da noch neun Mieter in der Villa wohnen. WOCHE-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.meinbezirk.at/graz-umgebung/c-lokales/kein-schutzschild-fuer-die-reitervilla_a4554539 (6. April 2021, „Klarheit für Gratkorner Baujuwel: Kein Schutzschild für die Reitervilla“) Literatur: Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band II: ‚Kärnten, Steiermark, Burgenland‘, Salzburg und Wien 1983, Seite 195 Literaturtipp: Adalbert Sikora, Die Anfänge der Gratkorner Papierfabrik: https://www.historischerverein-stmk.at/wp-content/uploads/Z_Jg55_Adalbert-SIKORA-Die-Anf%C3%A4nge-der-Gratkorner-Papierfabrik.pdf (in: Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark, Jahrgang 55 (1964), Seite 193-199)