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„Dann müsste auch der Stephansdom abgerissen werden“ 12.1.2011

„Der Standard“ interviewte Markus Landerer und Claus Süss zum Thema: „Denkmalschutz in Wien“ Link zum Interview und den Leser-Kommentaren

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Wiener Stadtbildpflege am Abstellgleis?

Initiative Denkmalschutz: Wiener Stadtbildpflege am Abstellgleis? Die vernachlässigte Schutzzonenpolitik fordert zwei weitere Opfer Zwei Gründerzeithäuser in der Hietzinger Hauptstraße 100-102 sollen 2011 dem Abriss zum Opfer fallen. Dabei hätte die Politik über 10 Jahre Zeit gehabt diese erhaltenswerten Objekte in die Schutzzone aufzunehmen und damit vor dem Abbruch zu retten.   Schutzzonenerweiterung: Die skandalöse Chronologie der Untätigkeit Bereits 1996 hat die Stadt Wien im Rahmen ihres Schutzzonenmodells Gebiete definiert, die „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ als schutzzonenwürdig eingestuft werden können, darunter auch die betroffenen Häuser. 1999 wurde das gegenständliche Gebiet von der MA 19 inventarisiert und wieder als schützenswert beurteilt („eine nahezu geschlossene Reihe von erhaltenswerten Gebäuden“). Im Februar 2007 hat die Bezirksvertretung Hietzing den Antrag zur Schaffung einer Schutzzone einstimmig angenommen („existiert ein nahezu geschlossenes Ensemble von Gründerzeit-Häusern“). In der Antwort vom zuständigen Stadtrat Rudi Schicker wurde man auf die nächste Gebietsüberarbeitung vertröstet. Im Juni 2008 hat die Bezirksvertretung die Stadt Wien noch einmal auf die Dringlichkeit dieser Schutzzonenwidmung hingewiesen und um ehebaldigste Umsetzung gebeten, da in nächster Zeit Eingriffe in das Ensemble zu erwarten sind. Wieder wurde nichts unternommen und im Juni dieses Jahres wurde schließlich ein Neubauprojekt bei der Baubehörde eingereicht.