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Ö1-Radio: Geschütztes Erbe („Journal Panorama“; 7.7.2020)

Ö1 Radio – Journal Panorama, Di., 7. Juli 2020, 18:25 bis 18:55 Uhr Geschütztes Erbe – Anforderungen an den Denkmalschutz im 21. Jahrhundert Gestaltung: Uschi Mürling-Darrer Mit Interview INITIATIVE DENKMALSCHUTZ: ab 18:47 Uhr bis 18:49 (ab Minute 22) BIS Di.. 14.7.2020, ca. 18 Uhr: HIER  NACHHÖRBAR: https://oe1.orf.at/programm/20200707/604240/Geschuetztes-Erbe Was bedeutet Denkmalschutz heutzutage? Geht es darum, das zu bewahren, an das wir uns erinnern sollen? Oder ist es die Befürchtung, ein Stück Identität zu verlieren, wenn Relikte vergangener Epochen nicht mehr existieren? Nach dem Ersten Weltkrieg wollte man mit einem Ausfuhrverbot von Kunstgegenständen vermeiden, dass die hungernde Bevölkerung Kulturgüter verscherbelt. Daraus entstand 1923 das erste Denkmalschutzgesetz, auf das unser jetziges noch immer aufbaut – freilich nicht ohne einige Male novelliert zu werden. So wurde etwa klargestellt, dass es keine Erhaltungs- oder Instandsetzungspflicht gibt. Für Kritiker ist damit der Denkmalschutz in Österreich ein schwaches, wenn nicht gar zahnloses Gesetz. Immer wieder sei man auf Bürgerinitiativen oder Medien angewiesen, um Denkmalschutz durchzusetzen, sagen Kritiker. Hinzu kommen neue Anforderungen und Herausforderungen, die sich zum Beispiel durch die Vergangenheitsbewältigung ergeben, Stichwort Hitler-Geburtshaus. Oder, dass es auch in denkmalgeschützten Bauten inzwischen den Anspruch auf Barrierefreiheit gibt und man Gebäude für eine sinnvolle Nutzung modernisieren muss.    

Jormannsdorf (Bgld.): Schlosspark vor Verbauung?

Angst vor Kahlschlag im Schlosspark von Jormannsdorf (Gem. Bad Tatzmannsdorf). Heuer feiert Bad Tatzmannsdorf das 400-Jahr-Jubiläum des Heilbades. Eine Bürgerinitiative um die beiden Personen Gerhard Unger und Peter Halper hat sich konstituiert und eine Unterschriftenaktion für die Erhaltung des Schlossparks gestartet. Der Schlosspark, der schon seit Jahrzehnten einen anderen Eigentümer als das Schloss selbst aufweist, ist in Privatbesitz, die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) hat eine Kaufoption darauf. Eine mögliche Umwidmung und anschließende Verbauung steht im Raum, erste Pläne dazu werden geschmiedet. Vorerst herrscht vor allem die Angst, dass noch im Sommer viele alte Bäume gefällt werden könnten. Einige der uralten Bäume stammen vermutlich noch aus der Zeit der Entstehung des Schlossparks. Das Problem – wie so oft in der Gartendenkmalpflege – das Denkmalamt kann keine historischen Gartenanlagen unter Denkmalschutz stellen, die nicht per Verfassungsbestimmung im Denkmalschutzgesetz als mögliche Denkmäler angeführt werden (und das sind nur 56 an der Zahl). Unser Verein Initiative Denkmalschutz ist mit der örtlichen Bürgerinitiative in Kontakt und Unterschriftenlisten können über unseren Verein angefordert werden. KURIER-ARTIKEL WEITERLESEN: https://kurier.at/chronik/burgenland/angst-vor-kahlschlag-im-schlosspark/400960067 +++ Weiterer Medienbericht: „Angst vor Kahlschlag: Große Sorge um Naturjuwel“ (8.7.2020; Krone): https://www.krone.at/2187373 +++ Das Schloss Jormannsdorf auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Jormannsdorf sowie Eintrag in der Denkmalliste Bad Tatzmannsdorf (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Bad_Tatzmannsdorf.