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Friedlhube aus 17. Jh. (Graz-Ries): Abriss statt Denkmalschutz

Das alte Mühlenhaus im Stiftingtal im 10. Grazer Bezirk Ries soll in Bälde abgerissen werden. Das Bundesdenkmalamt konnte keine Erhaltungswürdigkeit im Sinne des (strengen) Denkmalschutzgesetzes feststellen. Jetzt soll die alte, so genannte Friedl-Hube, das ehemals zu einer Mühle gehörige Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, einem Wohnprojekt weichen. Der Eigentümer hätte das Gebäude in der Stiftingtalstraße 57 gerne an jemanden verkauft, der das Gebäude erhalten hätte, doch fand sich kein einziger Interessent. Dabei handelt es sich um das einzige erhaltene derartige historische Mühlengebäude an einem Bach in Graz. Die Bauverhandlung für einen Neubau wurde für den 26. November angesetzt. GRAZER-ARTIKEL WEITERLESEN: https://grazer.at/de/Zxktv9HC/wohnprojekt-statt-denkmalschutz-altes-grazer-wird Jetzt wird befürchtet, dass sich die im selben Besitz stehende 1908 erbaute secessionistesche Villa in der Stiftingtalstraße 65 ebenso abgerissen werde könnte. Siehe: https://baugeschichte.at/Stiftingtalstra%C3%9Fe_65 (vgl. Dehio Graz, Wien 1979, Seite 217) Zur Geschichte der ehem. Friedl-Hube (Baugeschichte.at): „Zur Friedlhube soll zu Beginn des 17. Jhs. zunächst eine Mühle, später eine Schmiede des Deutschen Ritterordens gehört haben, sagt eine Tafel beim Eingang. Das gut erhaltene Gebäude ist mit seinem steilen Schopfwalmdach ein typischer Bau des 17. Jahrhunderts. Bei Restaurierungsarbeit[en] wurden 1986 in einem ebenerdigen Raum eine alte Esse freigelegt, in dem sich Schmiedehämmer, ein Amboss und anderes Schmiedehandwerk befanden.“ Hier weiterlesen: https://baugeschichte.at/Stiftingtalstra%C3%9Fe_57

Altes Rinnböckhaus (Wien): Geschichtsträchtiges Arbeiterwohnhaus vom Abriss bedroht

Hinter der schlichten und recht unscheinbaren Fassade in der Simmeringer Hauptstraße 3 verbirgt sich eine besondere Rarität der frühen Arbeitergeschichte. Das alte Eckhaus an der Litfaßstraße 2 (Rinnböckstraße 2) bildet den letzten erhaltenen Rest der so genannten Rinnböckhäuser, die in der Frühgründerzeit, von 1861 bis 1865 vom promintenten Deichgräbermeister und Abgeordneten zum Simmeringer Gemeinderat Josef Rinnböck (1816-1880) errichtet wurden. Er war mit seinem Unternehmen am Abriss der Wiener Stadtmauer beteiligt und baute aus diesen Abbruch-Ziegeln diesen frühen Arbeitergroßwohnhof. Im Hof des Rinnböckhauses befand sich der „Schreindorfer Saal“, ein Tanz- und Konzertsaal (Bild). Der Schreindorfer Saal wurde 1955 abgerissen. Das stadteinwärts gelegene, größere, dreigeschoßige Arbeiterwohnhaus in der Simmeringer Hauptstraße 1 musste 1974 dem Autobahnbau der Südosttangente weichen (Foto während Abriss).  Obwohl die Existenz der Arbeiterwohnhäuser einer privaten Initiative verdanken, markieren die Häuser gleichsam den Beginn des modernen sozialen Wohnbaus in Wien und waren zu ihrer Erbauungszeit die zweitgrößte Wohnhausanlage auf dem Gebiet der heutigen Stadt (nach dem Freihof auf der Wieden im 4. Bezirk). MEINBEZIRK-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.meinbezirk.at/simmering/c-regionauten-community/das-alte-rinnboeck-haus-in-gefahr_a4341649 Weitere Infos: Rinnböckhäuser, Wien XI – Baudenkmäler in Österreich: https://baudenkmaeler.wordpress.com/2014/09/14/rinnbockhauser-wien-xi