1010_Singerstrasse_17_Volksanwaltschaft-Augarten-Kundgebung_20110906_DSCN6172_a

Augartenspitz: Wo bleibt die kollegiale Missstandsfeststellung der Volksanwaltschaft? 6.9.2011

Konzerthalle der Wiener Sängerknaben am Augartenspitz: Wo bleibt die kollegiale Missstandsfeststellung der Volksanwaltschaft?

Schwerwiegende Rechtsmängel des Denkmalamtsbescheides sollen transparent gemacht und mögliche brisante politische Interventionen aufgedeckt werden

Wien (OTS) – Bei der heutigen Kundgebung vor der Volksanwaltschaft übergaben vier Bürgerinitiativen die Forderung nach einer kollegialen Missstandsfeststellung zur rechtswidrig zustande gekommenen Bewilligung des Bundesdenkmalamtes, in einer denkmalgeschützten historischen Gartenanlage bauen zu dürfen. Volksanwältin Stoisits hat bereits im Frühjahr 2010 Missstände festgestellt, wo bleibt die umfassende kollegiale Missstandsfeststellung? Diese müsste die Vorgänge im Denkmalamt offen legen und könnte so mögliche brisante politische Interventionen aufdecken, die zu diesem rechtswidrig zustande gekommenen Bescheid geführt haben. In einem anderen Fall (Seebahnhof Gmunden, 2008) konnten in der dem Nationalrat vorzulegenden kollegialen Missstandsfeststellung solche Interventionen in allen Details aufgezeigt werden.

Weiterlesen

1020_Obere_Augartenstrasse_1d__Augartenspitz_Menschenkette

„Kein Film für Untertanen!“ 5.9.2011

„Kein Film für Untertanen!“

Österreichischer Dokumentarfilm wird über “Crowdfunding” finanziert

Schon die Entstehung des Dokumentarfilms Auf den Barockaden ist eine österreichische Premiere. Die Produzenten des Filmprojektes wenden sich direkt an das Publikum: Durch eine persönliche, finanzielle Beteiligung – sogenanntes „Crowdfunding“ – kann es selbst dafür sorgen, dass der Film entsteht.
Die Idee dahinter ist einfach: Das Publikum ermöglicht vor der Herstellung des Filmes durch finanzielle Beteiligung die Entstehung des Projektes. Viele erwarten, dass „Crowdfunding“ zur Demokratisierung jener Entscheidungsprozesse führt, die bestimmen, welche Projekte realisiert werden. Durch „Schwarmfinanzierung“ bekommen auch als politisch sensibel oder wirtschaftlich riskant eingestufte Filmprojekte ihre berechtigte und notwendige Chance.

1020_Obere_Augartenstrasse_1e__Augartenspitz_BaumfaellungenDer Dokumentarfilm Auf den Barockaden beschäftigt sich mit ähnlichen Themen: Wie demokratisch sind Entscheidungsprozesse im politischen Leben? Eine ungewöhnliche Wiener Bürgerbewegung kämpft jahrelang mit kreativen Mitteln für den öffentlichen, denkmalgeschützten Augarten um ihn vor der Verbauung durch eine Konzerthalle zu bewahren und deckt mit Humor skandalöse Vorgänge auf.

Prominente Kulturschaffende wie Peter Huemer, Doron Rabinovici, Anne Bennent, Robert Menasse und Otto Lechner unterstützen das Projekt. Letzterer schreibt: „Das ist kein Film für Untertanen. Andererseits: Für Untertanen gibt es Filme genug!“

Nähere Infos: www.auf-den-barockaden.at

Rückfragehinweis:
Tel. 0699 / 1064 5276
1100_Hauptbahnhof-Projekt

Bezirksvertretung Favoriten zeigt skandalöses Desinteresse an Bürgermeinung!

BI Hauptbahnhof Wien und Initiative Denkmalschutz: Bezirksvertretung Favoriten zeigt skandalöses Desinteresse an Bürgermeinung!

Planentwurf Hauptbahnhof soll in der Bezirksvertretungssitzung am Mittwoch (7.9.) durchgepeitscht werden!

Wien (OTS) – Fast überfallsartig beabsichtigt am kommenden Mittwoch die Bezirksvertretung Favoriten die Stellungnahme zum Planentwurf Hauptbahnhof (Teilgebiet; Nr. 7768) abzugeben. Bereits am Tag des Beginns der öffentlichen Auflagefrist für alle Bürger (25. August), hat der Bauausschuss die Bezirksstellungnahme vorbereitet. Nun will der Bezirk schon am kommenden Mittwoch (7.9.) – ohne ersichtlichen Zeitdruck – die Stellungnahme abgeben, die dann dem Gemeinderat als wesentliche Grundlage für seinen Beschluss dienen soll. Weiterlesen

1210_Lorettoplatz_5_Schloessl-Vorderansicht-2008

Loretto-Schlössl

Loretto-Schlössl (Maria Theresien-Schlössl) in Jedlesee

Lage: 1210 Wien, Lorettoplatz 5

Status (08/2011): Denkmalschutz und Schutzzone

Beschreibung:
Kleines, ebenerdiges, Barockschlössl (ehemaliges Herrschaftshaus) mit Vorgarten und zwei Hektar großem Garten an der Rückfront. Ursprünglich symmetrisch angeleger Bau (Westseite verkürzt) mit Pilastergliederung, Fenster mit Bogenverdachungen. Östl. Einfahrt mit Büsten- und Zapfenaufsätzen.
Eingemauertes Wappenschild mit Doppeladler und Bez. 1762.
Entwurf und Ausführung: Anton Birò (k.k. Hofschlosser), 1900

(Bau-)Geschichte:
Erbaut Ende 17. Jh. (möglicherweise unter Einbeziehung älterer Teile) von Renata Gräfin Bouquoy für Ihren Gatten Albert Graf Bouquoy. Von 1778 bis 1789 im Besitz des Leibarztes Maria Theresias, Anton von Störck. Seit 1841 ist das Chorherrenstift Klosterneuburg Eigentümer der Liegenschaft, seitdem wird es auch als Klosterneuburger Hof bezeichnet.

Gefährdung: Hoch

Bis 201210_Lorettoplatz_5_Schloessl-Hinteransicht-Bauland03 wurde die gesamte Liegenschaft von einem Tennisclub als Pächter genützt. Seither liegt das Grundstück brach, und das Schlössl ist dem Verfall preisgegeben. Der Garten wurde im Juni 2010 von Erholungsgebiet Sport (Esp) in Bauland umgewidmet. Mit der Verbauung des Gartens ist im Herbst 2011 zu rechnen.

Quelle:
Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs (Topographisches Denkmälerinventar; Hrsg. Bundesdenkmalamt), Wien X. bis XIX. und XXI. bis XXIII. Bezirk, Wien, 1996, S. 640

Fotos: 2008

Links:

Eingestellt am:
19.08.2011

Zuletzt aktualisiert am:
19.08.2011

Steinlechnergasse_2-4

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Lainz/Lainzerstraße, 9.6.2011

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7859, Kat.G. Lainz (Wien-Hietzing)

für das Gebiet zwischen Titlgasse, Lainzer Straße, Linienzug 1-5, Verbindungsbahn, Versorgungsheimstraße, Waldvogelstraße Jagdschloßgasse und Linienzug 6-15

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historischen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Dies gilt insbesondere für Gebäude in Schutzzonen. Dadurch wird auch am ehesten der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden.

Im Planentwurf sind insbesondere folgende Objekte in der Höhenerstreckung nicht bestandsgenau gewidmet: Lainzer Straße 130, 132a, 158, 160, 162 (Gartenpalais de Pauli), 162a, 166 und 168 sowie Veitingergasse 2 und 8. Daher wird vorgeschlagen hier – wie auch in anderen hier nicht explizit ausgeführten Bereichen – eine bestandskonforme Widmung vorzusehen. Insbesondere für das dörfliche Giebelhaus in der Lainzer Straße 132 wird auch vorgeschlagen die Baufluchtlinien an den Bestand anzupassen.

Weiterlesen

1030_Juchgasse_22

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Landstraße

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7980 im 3. Bezirk, Katastralgemeinde Landstraße

für das Gebiet zwischen Barichgasse, Boerhaavegasse, Juchgasse und Arenberggasse

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

Beim Objekt Juchgasse 22 handelt es sich um das ehem. Israelitische Taubstummeninstitut, erbaut in der ausgehenden Gründerzeit im 1. Viertel des 20. Jh. (lt. Dehio: erbaut 1857-58 von A.E.(?) Baumgartner; 1926 umgestaltet). In seiner Mächtigkeit und Gliederung (ein Mitteltrakt mit zentraler, seichter Risalitbildung sowie Attikageschoß, flankiert von zwei Quertrakten) stellt dieser Bau einen typischen Vertreter eines monumentalen Gründerzeithauses dar. In diesem Sinne wäre auch der Erhalt dieses Monumentalbaues trotz seiner vereinfachten Fassadengliederung wünschenswert. Es wird daher vorgeschlagen das Objekt Juchgasse 22 bestandgemäß zu widmen (sowohl hinsichtlich der Baufluchtlinien als auch der Höhenwidmung).

Weiterlesen

1130_Goberg8_Sauraug9_Gruenderzeitvilla

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Lainz/Jagdschloßgasse, 24.3.2011

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7198E im 13. Bezirk, Kat. G Lainz

für das Gebiet zw. Gobergasse, Sauraugasse, Jagdschloßgasse und Ratmannsdorfgasse

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historischen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Dies gilt inbesondere für Gebäude in Schutzzonen. Dadurch wird auch am ehesten der Anreiz für Abbruch und Neubau hintangehalten.

Weiterlesen

1090_Alserbachstr4-4a_Hoftrakte

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Alsergrund

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7950 im 9. Bezirk, Kat. G. Alsergrund

für das Gebiet zwischen Widerhofergasse, Nußdorfer Straße, Alserbachstraße, Boltzmanngasse, Linienzug a-b und Widerhoferplatz

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historischen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Dies gilt insbesondere für Gebäude in Schutzzonen. Dadurch wird auch am ehesten der Anreiz für Abbruch und Neubau hintangehalten.

Weiterlesen

1120_Albrechtsbergergasse_16

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Meidling

Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7943 im 12. Bezirk, Kat. G Meidling

für das Gebiet zwischen Niederhofstraße, Aßmayergasse, Wilhelmstraße, Zeleborgasse, Ignazgasse, Krichbaumgasse und Bendlgasse

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historischen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Dies gilt inbesondere für Gebäude in Schutzzonen. Dadurch wird auch am ehesten der Anreiz für Abbruch und Neubau hintangehalten.

Das gesamte Plangebiet liegt in einem von der Stadt Wien bezeichneten Bereich „Schutzwürdigkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit“ (vgl. Schutzzonenplan Wien, Grundlage für die flächendeckende Darstellung künftiger Untersuchungsgebiete, Stand 1996, siehe Beilage). Bedauerlicher Weise gab es in jüngster Zeit großflächige Abbrüche im Bereich zwischen Albrechtsbergergasse (Nr. 17*, 19, 21*, 23*) und Aßmayergasse (Nr. 30, 32*, 34*).

Weiterlesen

1020_Augartenspitz_110307-augarten_heckmannm_quer1

Augarten: Runder Tisch ohne vertrauensbildende Maßnahmen zwecklos

Augarten-Initiativen fordern Baustopp während Gesprächen

Wien (OTS) – Erst heute Abend soll unter Beteiligung der Bürgerinitiativen ein Runder Tisch auf Einladung von Frau Mag. Vassilakou zum Thema Augarten stattfinden. Die Bürgerinitiativen haben ihre Bereitschaft zum Runden Tisch bekundet, jedoch Ergebnisoffenheit und Baustopp für die Konzerthalle der Wiener Sängerknaben gefordert. Zwar soll es Ergebnisoffenheit geben, doch ist dazu eine …

Begleitende vertrauensbildende Maßnahme notwendig

Ein echter, ergebnisoffener Dialog setzt voraus, dass durch weitere Baumaßnahmen keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden. Stimmt der Bauwerber dem nicht zu, gibt er von vorneherein zu erkennen, dass er nicht bereit ist, auch nur einen Zentimeter von dem auf mehr als fragwürdige Grundlagen gestützten Bau abzurücken.

Weiterlesen