Villach (Ktn): Grand Hotel Annenheim – Verlorenes Erbe, 1971 gesprengt

In der sehenswerten TV-Serie „Verlorenes Erbe“ (von Rupert Reiter-Kluger) im ORF 2-Vorabendprogramm (“Studio 2”) wurde am 19. August 2021 das Grand Hotel Annenheim am Ossiacher See behandelt. Dieses 1884 erbaute Hotel aus der Gründerzeit stand exakt an jener Stelle, an der sich heute das Apartementhaus Landskron in St. Andrä erhebt (Landskron ist ein Stadtteil von Villach). Im ORF-Beitrag erzählt Ulrich Schmalzl, Sohn des letzten Granhotel Annenheim Besitzers, ausführlich über die prächtige Inneneinrichtung und, wie das Hotel damals, 1971 in die Luft gesprengt wurde. Auch Frau Veronika Zorn vom Tourismusverband Gerlitzen Alpe – Ossiacher See erinnert sich lebendig und mit Wehmut an die damalige Sprengung, denn damit wurde ein wichtiger Markstein der Tourismusgeschichte zerstört. Erbaut wurde das Grand Hotel 1884 vom dalmatinischen Holzarbeiter und Analphabeten Stefan Kleinszig. Das Hotel erhielt damals den Namen „Annenheim“, benannt nach seiner Frau Anna. Dieser Name ging 1908 amtlich auf die vis-a-vis gelegene Ortschaft, die bis dahin „Obersattendorf“ hieß, über. Für das Hotel wurde eine eigene Haltestelle der „Kronprinz-Rudolf-Bahn“ eingerichtet, der heutige Bahnhof Annenheim. Nur das gut erhaltene Bootshaus aus Holz soll heute noch von der Anlage des Grand Hotel Annenheim bestehen.

ORF-FERNSEHBEITRAG (5 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14102684/Blick-zurueck-Urlaub-am-Ossiacher-See/14982868 (19.8.2021, ORF ‚Studio 2‘, „Blick zurück: Urlaub am Ossiacher See“)

Historische Fotos / Geschichte / Quelle:

Ossiacher See Insider
Das historische Grand Hotel Annenheim
– Alte Ansichten vom Ossiacher See
https://www.ossiachersee.cc/grand-hotel-annenheim

Apropos Annenheim: Älterer iD-Bericht:

4. August 2020: Annenheim (Ktn.): Hotel Aichelberghof Abriss und historische Bahnhof-Verlegung:
https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/annenheim-ktn-hotel-aichelberghof-abriss-und-historische-bahnhof-verlegung

Verlorenes Erbe (Stmk): Landesfürstliche Burg Leoben, 1964 abgerissen

In der sehenswerten TV-Serie „Verlorenes Erbe“ (von Rupert Reiter-Kluger) im ORF 2-Vorabendprogramm (“Studio 2”) wurde am 24. Jänner 2022 der Abriss der ehemals Landesfürstlichen Burg in Leoben behandelt. Wie andere Städte in Österreich besaß auch Leoben eine Stadtburg. 1964 musste jedoch 3/4 der stattlichen Anlage am Stadtkai, direkt an der Mur gelegen, einem Rathausneubau weichen.

ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (5 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14121679/Bundesdenkmalamt-ueber-Bausuende-in-Leoben/15087047

Leoben um 1900

Leoben um 1900, mittig links von der Mur die stattliche Anlage der landesfürstlichen Burg zu sehen, um 1900, (c) gemeinfrei (Wikipedia), Originalquelle: http://loc.gov/pictures/resource/ppmsc.09585/

Nach 1261 vom Rittergeschlecht der Timmersdorfer erbaut, musste dieses die Burg 1418 an Erzherzog Ernst aus dem Hause Habsburg verkaufen.  Die nunmehr landesfürstliche Burg diente als Absteige für die Landesherrn. Erzherzog Ferdinand (ab 1619 römisch-deutscher Kaiser) übertrug die Anlage 1613 dem Jesuitenorden, der hier ein Jesuitenkolleg errichten ließ. Alfred Joham, Leiter der Raumplanung Leoben erzählt, dass sich Umbaupläne aus 1623 von den Jesuiten erhalten haben. Nach Aufhebung des Jesuitenordens 1773 diente die Anlage als Kaserne und ab 1876 bis zuletzt als Gymnasium. Christian Brugger, oberster Denkmalpfleger (Abteilungsleiter) im Bundesdenkmalamt Steiermark, berichtet, wie es zum Abriss kommen konnte: 1962 war es zum ersten Mal, dass das Denkmalamt anonym informiert wurde, dass hier möglicherweise mit der alten Burg „etwas im Busch ist“. Die Antwort der Gemeinde war: Nein, es wird wahrscheinlich weiter Schule bleiben und man werde sich schon rühren (im Nordosttrakt war ja schon das neue Stadtmuseum eingerichtet). Doch die Stadt wollte unbedingt ein neues Rathaus, just anstelle der alten Burg. Es regte sich daraufhin auch Widerspruch zum geplanten Abbruch dieses stadtbildprägenden Gebäudes, sogar das Bundeskanzleramt hatte sich mit der Stadt Leoben in Verbindung gesetzt und angeregt, hier ein Eisenmuseum einzurichten. Die Stadt Leoben beharrte jedoch mit aller Vehemenz, ein neues Rathaus anstelle der alten Burg am Stadtkai zu errichten. Das Denkmalamt hatte damals bereits den Wert der Anlage erkannt und entschieden, dass die Burg schützenswert ist und stehen bleiben muss. Die Stadt Leoben beeinspruchte die Unterschutzstellung, sodass das Unterrichtsministerium als nächsthöhere Berufungsinstanz – nach einer Expertise vom bekannten Architekten und Stadtplaner Roland Rainer – unter Auflagen, wie die neue Form des Rathauses auszusehen hat, der Berufung stattgegeben hat. Nur der Nordostflügel in der Kirchgasse 6, der als neu eingerichtetes Stadtmuseum Leoben (heute Mu­se­ums­Cen­ter & Kunst­hal­le) nicht zur Diskussion stand, blieb somit erhalten. 1997 wurde für die Steirische Landesausstellung “Made in Styria” das Gelände der ehemaligen Landesfürstlichen Burg auserkoren. In Vorbereitung dessen wurde das alte Stadtmuseum in einen modernen Museums- und Ausstellungskomplex umgewandelt (Kunsthalle Leoben) und die beiden bekannten Architekten Günther Domenig und Hermann Eisenköck fügten dem erhaltenen Nordosttrakt Flügelbauten an, die „wie symbolische Prothesen der amputierten Burgtrakte in Richtung Rathaus zeigen, um an den einstigen Vierkanter zu erinnern.“ War die Burg wirklich in einem so schlechten Zustand, dass ein Abbruch gerechtfertigt war? Eisenköck: “Das Kolleg hätte durchaus restauriert werden können. Damals ist ein schwerer Fehler passiert, heute wäre ein solcher Abriss in keinster Weise denkbar.” Heute stehen sowohl das “Stadtmuseum und Kunsthaus Leoben mit ehem. Jesuitenkolleg und integr. Stadtmauer” als auch das Neue Rathaus per Verordnung (vorläufig) unter Denkmalschutz (§ 2a Denkmalschutzgesetz). Das Neue Rathaus am Stadtkai (Erzherzog Johann-Straße 2) wurde nach Plänen von Kurt Thornton (Stadtbauamt Leoben) 1964-1973 erbaut.  Der Architekturpublizist Friedrich Achleitner beschreibt den langgestreckten Baukörper 1983 als „in seiner trockenen, jedoch ambitionierten Architektur“ als einen „typischen Vertreter der Amtsbauten der [19]60er Jahre.“

ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (5 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14121679/Bundesdenkmalamt-ueber-Bausuende-in-Leoben/15087047 (ORF ‚Studio 2‘, „Bundesdenkmalamt über Bausünde in Leoben“, 24.1.2022).

 

Stadt Leoben 1912

Leoben, Blick über die Mur, hinter der Brücke sieht man die einst stattliche Burg, Foto: 1912, (c) gemeinfrei (Wikipedia)

Literatur:

Edgard Haider, „Unvergessen: Die ehemalige landesfürstliche Burg in Leoben“, in: Denkma[i]l, Nr. 5/2010, Nachrichten der Initiative Denkmalschutz, Seite 15: https://www.initiative-denkmalschutz.at/denkmail/Denkmail_Nr_05_web.pdf

Dehio-Handbuch, die Kunstdenkmäler Österreichs, Band: Steiermark (Topographisches Denkmälerverzeichnis, Hrsg. Bundesdenkmalamt), Wien 1982, Seite 254 (ehem. Jesuitenkolleg) und Seite 258 (Neues Rathaus)

Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band II: ‚Kärnten, Steiermark, Burgenland‘, Salzburg und Wien 1983, Seite 252

Weitere Quellen / Linktipps:

Leoben, „Landesfürstliche Burg, Neue Stadtburg“ auf ‚Alleburgen.de‘: https://www.alleburgen.de/bd.php?id=23006

Die Kunsthalle Leoben, über den Umbau des Stadtmuseum in einen modernen Museums- und Ausstellungskomplex:  https://www.archconsult.com/project/kunsthalle-leoben

Neues Rathaus Leoben

Das Neue Rathaus Leoben, erbaut 1964 bis 1973, Architekt Kurt Thornton, mittlerweile unter Denkmalschutz, Foto: Juni 2011, (c) ZL, CC BY-SA 3.0, Wikipedia

Wien: Abriss von Alter AKH-Klinik fix

Auf Grund unserer Presseaussendung vom 23. April (siehe unten) hat jetzt der ORF über den Abriss des AKH-Klinikgebäudes (erbaut 1909-11) berichtet. ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (2 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14049856/Streit-um-Abriss-von-historischer-AKH-Klinik/14688356; ORF-Bericht lesen: https://wien.orf.at/stories/3046219 +++ Der Abriss wird begründet mit „Instandsetzung wirtschaftlich nicht zumutbar“ (siehe: § 60 Abs.  lit. d Bauordnung für Wien). +++ Weitere Medienberichte: „I. medizinische Universitätsklinik: Ehemalige Kliniken werden abgerissen (27.4.2020): https://www.meinbezirk.at/alsergrund/c-lokales/ehemalige-kliniken-im-akh-werden-abgerissen_a4042968 sowie im Kurier am Sonntag (26.4.2020): nicht online abrufbar.

APA-OTS-PRESSEAUSSENDUNG, Donnerstag, 23. April 2020

Initiative Denkmalschutz: Abriss des historischen AKH-Klinikgebäudes hat – trotz Erhaltungswürdigkeit (MA 19 bescheinigt) – begonnen! Stadt Wien gibt desaströses Vorbild ab. Seit 2018 gelten verschärfte Erhaltungsgebote. Nicht so für die Stadt selbst?

Wien (OTS) – 2018 hat die Stadtregierung die Bauordnung novelliert, um einen besseren Schutz für Altbauten außerhalb von Schutzzonen zu erreichen. Kurz vor Inkrafttreten der Novellierung gab es daher noch eine große Abbruchwelle in ganz Wien. Auch die historischen AKH Klinikgebäude (Lazarettgasse 14, 9. Bezirk) standen seit langem auf der Abrissliste des KAV, doch ließ man diese Frist bedenkenlos verstreichen. Könnte es sein, dass man darauf vertraute, man könne es sich „richten“? Seit 2018 unterliegen diese Gebäude nun der neuen Regelung, und wie erwartet hat die zuständige Magistratsabteilung 19 den Bauten Erhaltungswürdigkeit attestiert, sodass sie grundsätzlich erhalten werden müssten. Nach(!) Inkrafttreten der neuen Bauordnung ließ man Schieß- und Sprengübungen im Gebäude zu und die Außenfenster wurden ausgehängt. Alles mit dem Ziel, einen „derart schlechten Bauzustand“ zu erreichen (gemäß § 60 (1) d Bauordnung), um doch noch die Abbruchbewilligung zu erwirken? Dieser Tage wurde mit dem Abriss begonnen und die Baupolizei (MA 37) bestätigte jetzt die Abbruch- Genehmigung für die ehemalige I. Medizinische (Interne) Klinik.

Letzte Hoffnung für die historische Kinderklinik (erb. 1909-1911)?

Das historische Gebäude der Kinderklinik, direkt gegenüber dem Lazarettgassenweg (aus der gleichen Bauzeit und ebenso vom berühmten Ringstraßenarchitekten Emil von Förster entworfen), ist weiterhin akut gefährdet. Unser Verein hofft, dass unsere laufende Petition „Rettet die historischen AKH-Kliniken!“, die vor kurzem vom Ausschuss in Behandlung genommen wurde, noch ein Umdenken bewirkt.

„Vorbild“ Stadt Wien? Weitere Abrisskandidaten im 13./14. Bezirk

Abrisse sind beim Krankenhaus Hietzing, Versorgungsheim Lainz (Geriatriezentrum am Wienerwald) sowie beim ehem. Otto Wagner Spital Steinhof (Pavillon 8 und Fleischerei) zu befürchten. Hier werden ebenfalls seit vielen Jahren Gebäude baulich stark vernachlässigt.

Rückfragen & Kontakt:

Markus Landerer 0699/1024 4216 und Claus Süss 0676/740 43 27,
Initiative Denkmalschutz, www.idms.

Linktipp WienSchauen: Historische AKH-Kliniken: Petition gegen Abriss:
https://www.wienschauen.at/petition-gegen-abriss

Lese-Tipp: Georg Scherer, „AKH – Die historischen Kliniken des Wiener Allgemeinen Krankenhauses. Zwei bedeutende Werke des Ringstraßen-Architekten Emil von Förster sind akut gefährdet, nicht zuletzt, weil sie seit 1987 nicht mehr unter Denkmalschutz stehen“: in: „Denkma[i]l Nr. 26 / November 2019“, Seite 3-7 (siehe: https://www.initiative-denkmalschutz.at/zeitschrift).

Literaturtipp: Monika Keplinger, Die „Neuen Kliniken“ des Wiener Allgemeinen Krankenhauses (1904–1923). Fragment einer Krankenstadt, siehe: https://www.bibliothekderprovinz.at/buch/6886
Grundlage des Buches bildet die Dissertation (2010): http://othes.univie.ac.at/11457

Ältere Presseaussendungen der Initiative Denkmalschutz:

10. Mai 2019, APA-OTS-Presseaussendung
Initiative Denkmalschutz: Historische Klinikgebäude beim AKH vor Abriss. Petition zur Rettung gestartet: www.wien.at/petition/online
Nach Bauordnungsnovelle 2018: Stadt Wien bei Erhaltungspflicht wieder schlechtes Vorbild für private Hauseigentümer?
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190510_OTS0010

23. April 2012, Presseaussendung
Historische Klinikgebäude im AKH vor Abriss!
Im aktuellen Flächenwidmungsverfahren sind bedeutende Bauten vom Ringstraßenarchitekten Emil von Förster für den Abbruch vorgesehen!
https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/historische-klinikgebaeude-im-akh-vor-abriss

24. April 2012, Stellungnahme
Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7988 im 9. Bezirk, Katastralgemeinde Alsergrund
Neues AKH, Universitätsfrauenklinik, “Neue Kliniken” und Umfeld
https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/stellungnahme-zum-entwurf-flaechenwidmungs-und-bebauungsplan-alsergrund-2

 

Neusiedl (Bgld.) Hallenbad: Bundesverwaltungsgericht entscheidet im Sommer über Denkmalschutz

Das Hallenbad in Neusiedl am See wurde 1975-77 von den Architekten Rüdiger Stelzer und Walter Hutter erbaut und gilt als Vertreter des „Brutalismus“. Das Bundesdenkmalamt setzt  sich schon seit Jahren für die Unterschutzstellung ein. Anfang März wurde dem Hallenbad plötzlich Einsturzgefahr attestiert. Nachdem die Gemeinde die Unterschutzstellung beeinsprucht hat, liegt die Entscheidung beim Bundesverwaltungsgericht. Dieses hat seinerseits ein Gutachten in Auftrag gegeben, das im Juli nun vorliegen soll. Von dieser Expertise hänge ab, ob das Gebäude bzw. Teile davon unter Denkmalschutz gestellt werden. Laut „Liste brutalistischer Bauwerke in Österreich“ auf Wikipedia gilt das Gebäude als „einziges aus dieser Zeit stammendes Hallenbad, das später nicht verändert wurde“, (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_brutalistischer_Bauwerke_in_%C3%96sterreich). BVZ-Artikel weiterlesen: https://www.bvz.at/neusiedl/derzeit-gesperrt-hallenbad-neusiedl-gutachten-im-sommer-erwartet-neusiedl-am-see-architektur-burgenland-sportanlage-hallenbad-neusiedl-am-see-208117035 +++ Weitere aktuelle Medienberichte: ORF: https://burgenland.orf.at/stories/3051167; MeinBezirk: https://www.meinbezirk.at/neusiedl-am-see/c-lokales/denkmalamt-gutachten-soll-bis-sommer-vorliegen_a4088562; KRONE: https://www.krone.at/2164036 +++ Ältere Medienberichte: „Einsturzgefahr: Hallenbad Neusiedl gesperrt“ (4.3.2020, ORF): https://burgenland.orf.at/stories/3037447; „Zweieinhalb bis drei Jahre bleibt Hallenbad gesperrt“ (4.3.2020, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/neusiedl-am-see/c-lokales/zweieinhalb-bis-drei-jahre-bleibt-hallenbad-gesperrt_a3965616; Kurier: https://kurier.at/chronik/burgenland/einsturzgefahr-hallenbad-neusiedl-am-see-ist-gesperrt/400771533; BVZ: https://www.bvz.at/neusiedl/einsturzgefahr-das-neusiedler-hallenbad-ist-gesperrt-neusiedl-am-see-redaktionsfeed-hallenbad-neusiedl-am-see-einsturzgefahr-sperre-freizeitbetriebe-neusiedl-am-see-195128815 +++ Facebook-Seite „Unser Hallenbad muss erhalten bleiben“: https://www.facebook.com/unserhallenbadneusiedl; Bürgerinitiative „Rettet das Hallenbad“ im Internet: http://www.rettet-das-hallenbad.at.+++ Weitere ältere Medienberichte: „Einspruch gegen Denkmalschutz für Hallenbad. Gemeinderat bringt Beschwerde gegen Bescheid des Bundesdenkmalamtes beim Bundesverwaltungsgericht ein.“ (10.7.2019): https://www.bvz.at/neusiedl/neusiedl-am-see-einspruch-gegen-denkmalschutz-fuer-hallenbad-neusiedl-am-see-denkmalschutz-hallenbad-neusiedl-am-see-bundesdenkmalamt-gemeinderat-neusiedl-154178656; „Neusiedler Hallenbad: Gemeinderat einstimmig gegen einen Denkmalschutz“ (18.1.2019): https://www.bvz.at/neusiedl/neusiedler-hallenbad-gemeinderat-einstimmig-gegen-einen-denkmalschutz-neusiedl-am-see-hallenbad-neusiedl-132650824; „Neues Gutachten: Neusiedler Hallenbad: Denkmalschutz aufgeweicht“ (7.1.2019): https://www.bvz.at/neusiedl/neues-gutachten-neusiedler-hallenbad-denkmalschutz-aufgeweicht-neusiedl-am-see-bundesdenkmalamt-131140019; „Gutachten liegt vor: Neusiedler Hallenbad wird zum Denkmal. Das Gutachten des Bundesdenkmalamtes liegt vor: Gebäude ist zur Gänze schützenswert“ (17.10.2018): https://www.bvz.at/neusiedl/gutachten-liegt-vor-neusiedler-hallenbad-wird-zum-denkmal-hallenbad-neusiedl-am-see-bundesdenkmalamt-architektur-119870865; „Neusiedl: Denkmalschutz für Hallenbad“ (24.2.2018): https://burgenland.orf.at/v2/news/stories/2897332; „Denkmalschutz: Amt prüft Hallenbad“ (BVZ; 11.10.2017): http://www.bvz.at/neusiedl/neusiedl-am-see-denkmalschutz-amt-prueft-hallenbad/63.580.455; „Neue Pläne für Neusiedler Hallenbad“ (ORF; 18.9.2017): http://burgenland.orf.at/news/stories/2866909; „Hallenbad Neusiedl: Ungewisse Zukunft“ (ORF; 2.2.2017): http://burgenland.orf.at/news/stories/2823379; Für Hallenbad Neusiedl: 400 Teilnehmer bei Protestmarsch (29.7.2016, NÖN): https://www.noen.at/bruck/fuer-hallenbad-neusiedl-400-teilnehmer-bei-protestmarsch-fotos-hallenbad-proteste-19128567. +++ Fotos des Hallenbad Neusiedl/See (Adresse: Sportzentrum 4) von Erich J. Schimek für die Initiative Denkmalschutz: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157662143694013.

Weinviertel (NÖ): Regionale Initiative rettet Kellergassen

Regionale Initiative rettet Kellergassen. Um das einmalige Flair und die Geschichte von Kulturdenkmälern im Weinviertel in Niederösterreich zu erhalten, hat die Initiative Agrar Plus langfristige Projekte zur Wiederbelebung entwickelt. Dazu gehören u. a. die Stadelakademie, bei der man zum Stadelmeister und zur Stadelmeisterin wird, um das Bewusstsein für diese Baudenkmäler weiterzugeben. ORF-FERNSEHBERICHT (5 min): https://tvthek.orf.at/profile/Land-und-Leute/1369/Land-und-Leute/14055861/Regionale-Initiative-rettet-Kellergassen/14716992. +++ Von der Kostbarkeit der bäuerlichen Baudenkmäler: Die Weinviertler Stadelakademie: https://akademie.agrarplus.at/weinviertler-stadelakademie.html +++ Offizielle Website von Agrarplus: https://www.agrarplus.at (Bericht über die ORF-Dreharbeiten: https://www.agrarplus.at/notizen-detail/orf-dreht-in-der-kellergasse-seefeld-fuer-land-und-leute.html). +++ Tipp: „Kellergassenführungen im Weinviertel„: http://www.kellergassenerlebnis.at/kellergassenfuehrungen-im-weinviertel.html. +++ Die APA-OTS-Fernsehbeitragsankündigung (10.6.2020): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200610_OTS0164.

Eisenstädter Haydnkirche (Bgld.): Kampf gegen den Holzwurm

Holzwürmer haben sich in die jahrhundertealten Statuen und Altäre der Haydnkirche in Eisenstadt eingenistet und fressen diese von Innen auf. Die teils hohe Feuchtigkeit in der auch als Bergkirche oder Kalvarienbergkirche bezeichneten römisch-katholischen Kirche ist ein idealer Nährboden für die Würmer. Das historische Juwel soll nun gerettet werden – das Sanierungsprojekt steht, den Holzwürmern soll der Garaus gemacht werden. ORF-FERNSEHBERICHT (2 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Burgenland-heute/70021/Burgenland-heute/14057252/Haydnkirche-Schaeden-durch-Holzwurm/14723789 +++ ORF-BERICHT LESEN: https://burgenland.orf.at/stories/3056128 +++ Weitere Medienberichte: Kurier: https://kurier.at/chronik/burgenland/eisenstaedter-kirche-gesperrt-holzwurm-wird-mit-gas-bekaempft/400961429; Krone: https://www.krone.at/2183897; MeinBezirk: https://www.meinbezirk.at/eisenstadt/c-lokales/der-holzwurm-nagt-an-der-haydnkirche_a4132758 +++ Älterer Medienberichte: „Haydnkirche: Schäden durch Holzwurm“ (23.12.2019, ORF): https://burgenland.orf.at/stories/3027319; „Holzwurm in der Eisenstädter Haydnkirche viel gefräßiger als bisher bekannt“ (23.12.2019, Kurier): https://kurier.at/chronik/burgenland/holzwurm-in-der-eisenstaedter-haydnkirche-viel-gefraessiger-als-bisher-bekannt/400711596 +++ Die Haydnkirche auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bergkirche_(Eisenstadt).

Villa Rezek (Wien): Aufwändige Restaurierung eines Haus der Moderne in Pötzleinsdorf

Villa Rezek: „Eines der bedeutendsten und wohl auch mysteriösesten Wiener Häuser der frühen dreißiger Jahre“ (Zitat Friedrich Achleitner*) wird derzeit vom engagierten Architekten Maximilian Eisenköck in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt restauriert. Das seit 2010 unter Denkmalschutz stehende Terrassenwohnhaus des Arztehepaares Dr. Rezek in der Wilbrandtgasse 37 wurde 1932-33 vom Architekten Hans Glas (1892 – nach 1960) entworfen. Auf der Website des Architekten Maximilian Eisenköck heißt es dazu: „Unter strengen denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wird die Restaurierung und teilweise Rekonstruierung dieses Zeugnisses der frühen Wiener Moderne auf der Windmühlhöhe in Pötzleinsdorf vorgenommen. Der seit Jahren andauernde Verfall, des Hauptwerks des 1938 nach Kalkutta emigrierten Adolf Loos Schülers Hans Glas, soll hiermit gestoppt und nachträgliche Umbauten rückgebaut werden. (…) Ursprüngliche Gartengestaltung: Albert Esch. Geplante Fertigstellung: Frühjahr 2021″. Im Architektenlexikon: „Das Gebäude ist im Stil der ‚Neuen Sachlichkeit‘ in einfachen, dekorlosen Formen konzipiert. Bemerkenswert ist die Anlage der großzügig bemessenen Terrassen, die sich sowohl nach Süden als auch nach Osten öffnen, wodurch ein prachtvoller Blick über die Stadt ermöglicht wurde. Der Hanglage folgend hat Glas jedes Stockwerk stufenförmig zurückversetzt und der sehr groß bemessenen Villa damit eine erstaunliche Leichtigkeit verliehen.“ ORF-FERNSEHBEITRAG (Studio 2, 20.7.2020; 5 MIN) ZUM NACHSEHEN: https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14059019/Rundgang-durch-die-Villa-Rezek/14733519 +++ Das Haus Rezek – Website Architekt Maximilian Eisenköck: http://www.maxeisenkoeck.com/project/haus-rezek +++ +++ Architektur Zentrum Wien (Führung 23.11.2019): https://www.azw.at/de/termin/die-villa-rezek-in-wien-von-hans-glas-1932-33 +++ Der Architekt Hans Glas im Architektenlexikon: http://www.architektenlexikon.at/de/170.htm und auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Glas_(Architekt). +++ Das Haus Rezek in der Denkmalliste Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Wien/W%C3%A4hring .

* Literatur: Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band III/2, Salzburg und Wien 1995, Seite 231 f.

Fertörákos/Neusiedler See (Bgld.): 30 Umweltorganisationen sehen UNESCO-Weltkulturerbe bedroht

Vier-Sterne-Hotelprojekt bei Fertörákos im benachbarten Ungarn am Ufer des Neusiedler Sees bedroht Welterbe „Kulturlandschaft Fertő/Neusiedler See„. Nach Erteilung der Baugenehmigung für das umstrittene Tourismusprojekt schlagen 30 Umweltorganisationen aus 20 Ländern Alarm, u. a. Alliance for Nature. Sie fordern die Eintragung des Sees in die „Rote Liste“ des „Gefährdeten Welterbes“ der UNESCO. ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (3 MIN, 11.8.2020): https://tvthek.orf.at/profile/Burgenland-heute/70021/Burgenland-heute/14061211/Welterbestatus-des-Neusiedlersees-gefaehrdet/14743921 +++ ORF-BERICHTE LESEN: „Neusiedler See: Welterbestatus gefährdet“ (11.8.2020): https://burgenland.orf.at/stories/3061813; „Fertörakos: Umweltschützer wenden sich an UNESCO“ (14.8.2020): https://burgenland.orf.at/stories/3062314 +++ Weitere Medienberichte: „Ungarisches Vier-Sterne-Hotel bedroht Welterbe Neusiedler See“ (8.8.2020, Der Standard): https://www.derstandard.at/story/2000119244201/ungarisches-vier-sterne-hotel-bedroht-welterbe-neusiedler-see; „UNESCO-Welterbe: Neusiedler See soll auf rote Liste“ (8.8.2020, Krone): https://www.krone.at/2206848; „Neusiedler See: Baubewilligungen in Fertörakos“ (6.8.2020, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/eisenstadt/c-lokales/baubewilligungen-in-fertoerakos_a4179735; „Fertörakos: Ungarn genehmigt den Bau“ (7.8.2020, BVZ): https://www.bvz.at/eisenstadt/bezirk-eisenstadt-ungarn-fertoerakos-ungarn-genehmigt-den-bau-bezirk-eisenstadt-fertoerakos-regina-petrik-bauprojekt-naturschutz-tourismus-217977377; „Keine rechtlichen Möglichkeiten. Großprojekt in Fertörakos fix“ (11.8.2020, MeinBezirk): https://www.meinbezirk.at/eisenstadt/c-lokales/grossprojekt-in-fertoerakos-fix_a4186842; „Kommt Hafenprojekt in Fertörakos nun doch?“ (13.8.2020, BVZ): https://www.bvz.at/eisenstadt/neusiedler-see-kommt-hafenprojekt-in-fertoerakos-nun-doch-fertoerakos-hafen-fertoerakos-218933075; „Überrumpelt: Start für ungarisches Mega-Projekt am Neusiedler See“ (5.8.2020, Kurier): https://kurier.at/chronik/burgenland/fertoerakos-ungarn-erteilt-baubewilligung/400992434 +++ Gastkommentar (Gudula Walterskirchen): „Es sind nicht die Ungarn schuld, sondern vor allem wir Österreicher! Umweltschützer protestieren gegen ein ungarisches Bauprojekt am Neusiedler See, während im Burgenland seit Jahrzehnten Raubbau an der Natur betrieben wird.“ (16.8.2020, Die Presse): https://www.diepresse.com/5853607/es-sind-nicht-die-ungarn-schuld-sondern-vor-allem-wir-osterreicher +++ Das UNESCO-Weltkulturerbe „Kulturlandschaft Fertő/Neusiedler See“ (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturlandschaft_Fert%C5%91/Neusiedler_See.

Siehe auch iD-Bericht (12.7.2020): Neusiedler See (Bgld.): Bauprojekte bedrohen UNESCO-Weltkulturerbe:
https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/neusiedler-see-bgld-bauprojekte-bedrohen-unesco-weltkulturerbe/

Achenkirch (Tirol): 2500 Jahre alte Felsbilder in der Achenseeregion

Die wohl ältesten Ritzungen in Tirols Bergen liegen gut versteckt in der Achenseeregion. Doch Archäologe Bert Ilsinger vom Institut für Archäologien der Uni Innsbruck ist ihnen auf der Spur. In der Gemeinde Achenkirch wurde eine solche Felsbildzeichnung 2019 unter Denkmalschutz gestellt. TIROLER TAGESZEITUNG-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.tt.com/artikel/17273922/2500-jahre-alte-felsbilder-in-der-achenseeregion-beleben-die-vergangenheit +++ Die „Rätische Felsbildstation Natternwand“ in der Denkmalliste (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Achenkirch +++ Über Felsbilder (Wikipedia): „Die Felsbildplätze in Österreich (und Südtirol), finden sich in den Ostalpen als in den Stein geritzte oder geklopfte Grafiken in einigen Bundesländern Österreichs und in Südtirol. Es handelt sich um Abbildorte von geometrischen, anthropo- und zoomorphen Symbolen, die Jahrhunderte lang aufgesucht wurden. Die schwierige Zugänglichkeit und Lage der Bilder hängt mit kultischen Vorstellungen und Praktiken zusammen. Die Felsbilder der Schweiz und Oberitaliens wurden hauptsächlich in der Bronze- und Eisenzeit graviert. Die Felsbilder in Österreich und Südtirol sind jünger und überwiegend geometrisch. Sie stellen die Fortsetzung archaischer Sinngebungen und Symboliken bis ins Mittelalter dar, bisweilen noch bis in jüngere Zeit. Für die Datierung stehen nur relative Anhaltspunkte zur Verfügung: Gravierungstechnik, Verwitterung, Platzierung und Überlagerung mehrerer Zeichnungen. So stellte sich heraus, dass die Felsbilder mehrperiodig entstanden.“ WEITERLESEN: „Felsbildplätze in Österreich“ (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Felsbildpl%C3%A4tze_in_%C3%96sterreich +++ A N I S A – Verein für alpine Forschung (u. a. Archäologie, Alm- und Felsbildforschung): http://www.anisa.at/index-2.htm

Karl Lueger-Denkmal (Wien): Streit um Erinnerungskultur

Weiterhin Auseinandersetzungen um rund das denkmalgeschützte und umstrittene Karl Lueger-Denkmal am Dr.-Karl-Lueger-Platz (bei U3-Stubentor am Ring). Karl Lueger war Politiker und Wiener Bürgermeister von 1897-1910. Wegen seiner Bedeutung für die Entwicklung Wiens zu einer modernen Großstadt einerseits und seines Antisemitismus andererseits ist er bis heute Gegenstand teils heftig geführter Kontroversen (vgl. Wikipedia). Eine Künstlergruppe rund um Eduard Freudmann hat am Montag (5.10.) eine „Schandwache“ beim Lueger-Denkmal gebildet. Diese sollte die Stadt Wien daran hindern, die im Sommer aufgesprühten Schande-Graffitischriftzüge zu entfernen. Dabei wurden die Schande-Graffitti abgenommen, in Beton gegossen und mit Goldfarbe überzogen wieder angebracht. Daraufhin haben Mitglieder der Identitären Bewegung eine Gegenaktion gestartet und unter den Augen der Polizei die goldenen Betonbuchstaben wieder mit Hammer und Meißel abgeschlagen. Die Polizei hat angekündigt, den Vorfall zu untersuchen. ORF-FERNSEHBEITRAG (KULTURMONTAG) (5.10., 4 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/kulturMontag/1303/kulturMontag/14066770/Kuenstlerische-Schandwache-am-Karl-Lueger-Denkmal/14772819; ORF-FERNSEHBEITRAG (ZIB 1; 1 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-1/1203/ZIB-1/14067035/Schandwache-am-Lueger-Denkmal/14773058 +++ ORF-BERICHT LESEN: https://wien.orf.at/stories/3069961 +++Weiteres Video (Standard): https://www.derstandard.at/story/2000120527691/lueger-denkmal-antisemiten-auf-dem-podest (7.10.2020, Standard: „Lueger-Denkmal: Antisemiten auf dem Podest“).

Weitere aktuelle Medienberichte (5.10.2020): „Antisemitismus: Rechtsextreme zerstören Kunstintervention am Karl-Lueger-Denkmal“ (Standard): https://www.derstandard.at/story/2000120484297/kuenstler-verewigten-graffiti-auf-karl-lueger-denkmal-mit-beton; Lueger-Statue: Ein Denkmal als Schandmal (Die Presse): https://www.diepresse.com/5877582/ein-denkmal-als-schandmal; „‚Schandwache‘ in Wien: Lueger-Denkmal: Proteste gegen Graffiti-Entfernung“ (Krone): https://www.krone.at/2245120

Nach der Aktion: „Anzeigen und weitere Demos nach Kunstaktion beim Karl-Lueger-Denkmal“ (7.10.2020, Standard): https://www.derstandard.at/story/2000120556102/anzeigen-und-weitere-demo-nach-kunstaktion-beim-karl-lueger-denkmal

„Was tun mit dem Lueger-Denkmal?“ User-Diskussion (Standard-Forum): https://www.derstandard.at/story/2000120543526/was-tun-mit-dem-lueger-denkmal

Kommentar der Anderen: Eva Blimlinger: „Karl Lueger mit Theodor Herzl verdecken“ (6.10.2020, Standard): „Ein neuer Vorschlag in der Debatte über das Lueger-Denkmal in Wien: Stellt es in den Schatten!„: https://www.derstandard.at/story/2000120507212/karl-lueger-mit-theodor-herzl-verdecken

Initiative fordert Umgestaltung des Lueger-Denkmals: Der Aufruf an die Wiener Politik kurz vor der Wahl wird von bekannten Vertretern der Kulturszene unterstützt (1.10.2020, Standard): https://www.derstandard.at/story/2000120381787/initiativ

Aufruf von 40 Persönlichkeiten aus Kunst und Gesellschaft (3.10.2020): „Lueger-Denkmal: Antisemitisch, verfälscht Geschichte. Mehr als 40 Unterzeichnende sprechen sich für Veränderung an Platz und Ehrenmal aus“ (Standard): https://www.derstandard.at/story/2000120451725/lueger-denkmal-antisemitisch-verfaelscht-geschichte

Erinnerungspolitik: Künstler Martin Krenn zu Denkmalsturm: „Nichts ist für die Ewigkeit“. Krenn plädiert in der Debatte über historisch belastete Denkmäler zwischen Wegreißen und Stehenlassen für einen dritten Weg: die Bearbeitung (1.10.2020, Standard): https://www.derstandard.at/story/2000120381868/kuenstler-martin-krenn-zu-denkmalsturm-nichts-ist-fuer-die-ewigkeit

Ljiljana Radonić: Von fehlenden und überholten Denkmälern (Blog: Geschichte Österreichs): Manche Denkmäler fehlen, andere sollen künstlerisch dekonstruiert werden. Denkmäler erinnern niemals nur an Vergangenes. Sie polarisieren oftmals in der Gegenwart. Das ist gut so, denn Debatten über Denkmäler sind in einer Demokratie wichtig (27.9.2020, Standard): https://www.derstandard.at/story/2000120203507/von-fehlenden-und-ueberholten-denkmaelern

Reaktionen im APA-OTS-Medienportal:

6.10.2020: FP-Stenzel/Kohlbauer ad Innenminister: „Es ist Zeit zu handeln!“: Schwere Sachbeschädigung linksextremer Fanatiker muss strafrechtliche Konsequenzen haben: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20201006_OTS0029

9.10.2020: Karl Lueger repräsentiert Antisemitismus im Herzen der Stadt: Die jüdischen Österreichischen HochschülerInnen (JöH) veranstalteten am Mittwoch, 7. Oktober, ihre kritische Kunstinstallation am Lueger Denkmal: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20201009_OTS0174

Älterer iD-Bericht:

28.7.2020: Initiative Denkmalschutz: Belastete Denkmäler – Beispiel Lueger-Denkmal (Wien): Denkmäler stürzen keine Lösung! https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/belastete-denkmaeler-beispiel-lueger-denkmal-wien-denkmaeler-stuerzen-keine-loesung