AKTUELLE BERICHTE

Bauprojekt Dr. Franz Rehrl-Platz: Salzburgs Welterbe in Gefahr?

Salzburg (OTS) – Der Salzburger Stadtverein, die Bürgerinitiative “Schützt Salzburgs Lebensräume” mit deren Aktion RETTET SALZBURG!, das “Komitee für eine verträgliche Bebauung des Dr. Franz Rehrl Platzes”, die “Initiative Denkmalschutz“, die “Aktion 21 – pro Bürgerbeteiligung” sowie der Initiative “Stau in Salzburg“, denen allen aus unterschiedlicher Sicht die Salzburger Altstadt und deren Schutz von großer ideeller Bedeutung ist, fühlen sich durch den Brief von ICOMOS an die Stadt Salzburg bestätigt und fordern gemeinsam:

Für alle neuen Bauprojekte in der historischen Altstadt von Salzburg ist zur Sicherung des Weltkulturerbes und zur Wahrung einer hohen städtebaulichen Qualität unter allen Umständen zumindest ein zweistufiges Wettbewerbsverfahren unabdingbar. In einer 1. Stufe im Verantwortungsbereich der Stadt sind die städtebaulichen und typologischen Rahmenbedingungen unter intensiver Bürgerbeteiligung abzuklären. In einer 2. Wettbewerbsstufe ist über die architektonisch-ästhetische Umsetzung der Vorgaben und Erkenntnisse der ersten Wettbewerbsstufe zu befinden. Das Ergebnis dieser beiden Verfahren gilt verbindlich als Grundlage für alle weiteren Behördenverfahren.

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Stellungnahme zum Planentwurf Stadlauer Malzfabrik

Stellungnahme zum Planentwurf 7956 im 22. Bezirk, Stadlauer Malzfabrik

Für das Gebiet zwischen Erzherzog-Karl-Straße, Linienzug 1-5 (ÖBB Ostbahn), Linienzug 5-6 (Kaisermühlenstraße, Neuhaufenstraße), Neuhaufenstraße, Donaustadtstraße, Lange Allee, Rabenlechnerweg, Schreinerweg und Polgarstraße im 22. Bezirk, Katastralgemeinde Stadlau und Hirschstetten

gibt der Verein Initiative Denkmalschutz folgende Stellungnahme ab:

Beschreibung und Bedeutung der historischen Gebäude im Plangebiet

“Im Plangebiet befindet sich noch historische Bausubstanz des traditionsreichen Betriebes Kathreiner Malzkaffee, der heutigen Stadlauer Malzfabrik.” (Zitat Erläuterungsbericht S. 2). Die Stadlauer Malzfabrik AG (STAMAG) in der Smolagasse 1 ist “ein in der Grundstruktur immer noch einheitliches Industrieensemble aus der Zeit um 1900” und bezieht daraus seine Bedeutung (Zitat Achleitner). Die Stadlauer Malzfabrik wurde als Erste Wiener Exportmalzfabrik J. Hauser & M. Sobotka 1884 gegründet und 1884-1886 von Josef Pflugmacher erbaut (Entwurf und Ausführung) und wurde 1889 nach Brand wiederhergestellt und in der Folge mehrfach umgebaut und erweitert. “Die Bauweise ist eine schlichte Mauerstruktur mit Pfeilervorlagen, wobei die Felder geputzt und die ‘Lisenen’ und Segmentbögen der Fenster in Sichtziegel ausfgeführt wurden. Das ergibt eine kräftige, ruhige Ordnung der Objekte.” (Achleitner). Im Zentrum der weitläufigen Anlage liegt die Mälzerei, nördl. davon Wohn- und Verwaltungsbauten, südl. Lager, Backwarenfabrik und Werkstätten (die tonnengewölbten Werkstätten mit ihren zarten, eisernen Dachkonstruktionen, erbaut 1906 (vgl. Foto Achleitner, S.357), wurden erst vor wenigen Tagen, am 18. Jänner, durch einen Brand stark beschädigt). Das Verwaltungsgebäude, erbaut 1894, mit klassizierender Gliederung und Expedit (erbaut um 1890, Halle mit breitem Treppengiebel) gruppieren sich um einen repräsentativen Platz.

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Wiener Gürtel – Pressekonferenz, Montag, 23. Jänner 2012

Pressekonferenz der Initiative Denkmalschutz: Wiener Gürtel – Gründerzeitensemble vor Zerstörung

Wien (OTS) – Im Rahmen einer PK wird die Initiative Denkmalschutz über die drohende Zerstörung des Gürtelensembles im Bereich Döblinger Haupstraße 2 am Gürtel sprechen, dem in diesem Abschnitt eine “überdurchschnittliche Bedeutung” zukommt. Weiters wird über den kaum vorhandenen Schutz des Wiener Gürtels als Gesamtes berichtet.

Gast: Dr. Madeleine Petrovic, Buchautorin: “Der Wiener Gürtel, Wiederentdeckung einer Prachtstraße”

Zeit: 9:30 Uhr

Ort: Cafe Latte Grande (bei U6-Station Nußdorfer Str.) Währinger Gürtel 139, 1180 Wien

Rückfragehinweis:
Markus Landerer und Claus Süss
Verein Initiative Denkmalschutz (ZVR-Nr. 049832110)
Tel.: 0699 1024 4216
email: