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Graz: Bauplan Lindweg regt auf (Stmk): Villen und Park könnten verschwinden

„Diese 1885-87 von Johann DE COLLE für den Ingenieur und Bauunternehmer Jakob Lapp erbaute historistische Villa [Lindweg 33] wurde 1928 zum Salvatorianerkolleg. Trotz eines Dachausbaus und der starken Vereinfachung der Fassade 1970-72 steht das Objekt noch immer unter Denkmalschutz [§ 2a DMSG], weil es über eine großartige Innenausstattung mit Vestibülen, Säulenstiegen, Stuckdekoration und Holzvertäfelungen verfügt. Die Villa liegt in einem riesigen, teilweise baumbestandenen Park, der sich fast bis zur Bergmanngasse hinzieht.“ (Zitat: Eintrag Lindweg 33 auf www.grazerbe.at). Jetzt sorgt der in öffentlicher Auflage befindliche „Bebauungsplan 03.23.0 Lindweg“ in Graz (3. Bezirk Geidorf) gerade für reichlich Aufregung, denn der große Park der Villa Lindweg 33 könnte völlig verbaut werden. Dies kritisiert Peter Laukhardt von Soko Altstadt, der einen Einspruch für diesen Bebauungsplan vorbereitet hat. Etliche Villen samt Park müssten dafür ebenso weichen. Abgerissen werden sollen u. a. die Häuser Lindweg 5, Villa Lindweg 11, Villa Lindweg 17 sowie villenartiges Landhaus am Lindweg 25.  Noch bis 9. Juli kann jede/r Bürger/in ebenso einen solchen Einspruch bei der Stadt Graz einlegen. DerGRAZER.at-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.grazer.at/de/HjlevmrF/bauplan-lindweg-regt-auf-villen-und-park-koennten. +++ Der „Bebauungsplan 03.23.0 Lindweg“ in öffentlicher Auflage: https://www.graz.at/cms/beitrag/10346972/7758896/Bebauungsplan.html

Terramare-Schlössl (Wien-Hernals) verfällt weiter, Zukunft ungewiss

Das seit 2018 denkmalgeschützte Terramare-Schlössl steht schon seit 5 Jahren leer und bereitet dem Bezirk, den Anrainern und Denkmalschützern viel Sorgen, denn die frühhistoristische Villa in der Heuberggasse 10 mit einem großen Park, Wirtschaftsgebäude und Portiershaus war bis 2014 Sitz der kroatischen Botschaft und befindet sich im Besitz des Staates Bosnien und Herzegowina und die Bausubstanz wird immer schlechter. Deswegen hat die Bezirksvertretung Hernals in der Sitzung am 4.12.2019 einstimmig eine Resolution für die Erhaltung des Terramare-Schlössls beschlossen. MeinBezirk-Artikel weiterlesen: https://www.meinbezirk.at/hernals/c-lokales/das-terramare-schloessl-in-hernals-die-geschichte-und-die-ungewisse-zukunft_a4106250 +++ Beschreibung des Schlössls im Dehio-Handbuch aus 1996 (Hrsg. Bundesdenkmalamt!, vgl.: http://www.bda.at/publikationen/812/6796/Die-Kunstdenkmaeler-Oesterreichs) ist das Schlössl auf Seite 444 ausführlich(!) beschrieben: „Botschaft der Republik Kroatien (bis 1991 Residenz der jugoslawischen Botschaft). Erb. 1865, 1904 Adaptierung durch Fellner & Helmer. Malerische Villa mit symmetrischer Gliederung durch übergiebelte Risalite und polyonale Türme mit Glockenhelmen; den Fronten Treppen, Veranden und Terrassen zu Garten (zartes Rosenornament an Geländern und Brüstungen) vorgelagert; Giebelschmuck mit glasierten Terrakotta-Madonnentondi und plastisch aus der Wand modelliertem Pfau. Im Inneren zentrale 2geschossige Halle mit 2läufiger Holztreppe und halkreisförmig eingezogener Galerie mit Balustrade (Zugang zu Obergeschoß-Zimmer), Farbglas-Oberlichte mit Blumenfries. Abschluß des Geländes durch Wirtschaftsgebäude und Pförtnerwohnung, 1869.“ +++ Resolution der Bezirksvertretung Hernals (4.12.2019): „Die Hernalser Bezirksvertretung spricht sich für den Erhalt des denkmalgeschützten und ortsbildprägenden Terramare-Schlössls samt seinem Park mit schützenswertem Baumbestand in der Heuberggasse 10 aus und ist daher gegen ein seitens der Firma GPM Group-General-Planungs-Management GmbH angekündigtes Wohnbauprojekt für die Errichtung einer „Wohnanlage mit 4.000m² Parkanlage“. Geplant sind 25 Wohnungen mit einer Wohnfläche von 2.000m². Auf diesem Areal befindet sich neben der historischen, denkmalgeschützten Villa ein wertvoller Baumbestand, wie z.B. eine als Naturdenkmal eingestufte besonders schützenswerte Blutbuche. Als Willenskundgebung soll diese Resolution in geeigneter Form an die Bevölkerung kundgemacht werden.“, Quelle: https://www.wien.gv.at/bezirke/hernals/politik/sitzungen/pdf/resolution-20191204-erhalt-terramare-schloessl.pdf +++ Fotos von Erich J. Schimek für die Initiative Denkmalschutz: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157649414795475. +++ Artikel von Hermann Härtel, Dem Terramare-Schlössel droht der Verfall, in: „Denkma[i]l“ Nr. 24/2017, Zeitschrift der Initiative Denkmalschutz, siehe Seite 28: https://www.initiative-denkmalschutz.at/denkmail/DenkMail_Nr-24-2017_web.pdf +++ Ältere Medienberichte: Der Verfall eines Baujuwels (MeinBezirk, 18.2.2018): https://www.meinbezirk.at/hernals/c-freizeit/der-verfall-eines-baujuwels_a2411364; „Terramare-Schlössl nicht ‚an Immobilienhändler verscherbeln‘. Bürger und Politiker setzen sich für Erhaltung und Sanierung des Gebäudes ein.“ (Kurier, 1.3.2017): https://kurier.at/chronik/wien/terramare-schloessl-nicht-an-immobilienhaendler-verscherbeln/249.106.483; „Verfallendes Terramare-Schlössl: Schon ein Jahr lang tut sich gar nichts“ (MeinBezirk, 17.1.2017): https://www.meinbezirk.at/hernals/c-lokales/verfallendes-terramare-schloessl-schon-ein-jahr-lang-tut-sich-gar-nichts_a1989734.; „Terramare-Schlössl: Nun meldet sich der Botschafter zu Wort“ (MeinBezirk, 19.1.2016): https://www.meinbezirk.at/mariahilf/c-lokales/terramare-schloessl-nun-meldet-sich-der-botschafter-zu-wort_a1605001; „Terramare Schlössl wird nicht verkauft“ (MeinBezirk, 5.10.2015): https://www.meinbezirk.at/hernals/c-lokales/terramare-schloessl-wird-nicht-verkauft_a1497626; „Das erste Gerücht: Terramareschlössel soll abgerissen werden“ (MeinBezirk, 13.10.2014): https://www.meinbezirk.at/hernals/c-lokales/terramareschloessel-1170-wien-heuberggasse-10_a1115759. PS: Der 10-seitige Unterschutzstellungsbescheid des Bundesdenkmalamtes vom 2. August 2018 liegt unserem Verein Initiative Denkmalschutz vor.