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Linz (OÖ): Scharfe Kritik an Umwidmung des Bergschlössl-Parks

Das Bergschlössel nahe des Linzer Hauptbahnhofes wurde in den Jahren 1717 bis 1718 unter der Leitung des Barockbaumeisters Johann Michael Prunner errichtet. Es besitzt den ältesten Park von Linz (Bergschlößlgasse 1) und befindet sich seit 1986 im Eigentum der Stadt. Nun soll dieser Park im Volksgartenviertel  verbaut werden. Entsprechend heftige Kritik gibt es jetzt für die Umwidmung, die am 24. September im Gemeinderat von SPÖ und FPÖ beschlossen wurde. „Mit der heute beschlossenen Umwidmung des teilweise denkmalgeschützten Bergschlösslareals auf ‚Kerngebiet‘ werden Tür und Tor für die Zerstörung der Grünfläche geöffnet. Somit ist es nun möglich, dass Büroflächen oder sogar ein Supermarkt in der wertvollen Grünanlage Platz finden„, kritisiert die Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne), „da jetzt einen historischen Park, der schon einmal durch das Engagement von BürgerInnen gerettet wurde, auch nur anzutasten, zeigt, dass man immer noch nicht verstanden hat, worum es geht.“ Dies wurde 1985 durch die Initiative „Rettet das Bergschlössl“, zu der auch Maler Christian Ludwig Attersee gehörte, verhindert. TIPS-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.tips.at/nachrichten/linz/wirtschaft-politik/517194-bergschloessl-park-umgewidmet-scharfe-kritik-von-umweltstadtraetin +++ Originale Stellungnahme Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne): https://linz.gruene.at/themen/umwelt-naturschutz/schutz-des-bergschloesslparks-muss-an-erster-stelle-stehen-stadt-soll-liegenschaft-selbst-nutzen +++ Stellungnahme Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ): „Bergschlösselpark bleibt unberührt“ (9.9.2020): https://linz.news/2020/09/hein-bergschloesselpark-bleibt-unberuehrt +++ Auch Lorenz Potocnik (NEOS) kritisiert im Februar 2020: Ein möglicher Verkauf des Bergschlössls und somit Teilen des Parks – beide bilden seit jeder eine schlüssige Einheit – ist aus historischer, volkswirtschaftlicher sowie aus städtebaulicher Sicht abzulehnen. +++ Noch im Jahr 2005 erstellte die Landschaftsarchitektin DIin Elisabeth Lehner ein Parkpflegewerk als Grundlage für die weitere Entwicklung, siehe: „Vom Barock bis ins Heute – 300 Jahre Bergschlößlpark“ (2018, Linz.at): https://botanischergarten.linz.at/8069.php Über die Geschichte des Bergschlössls samt Garten: „Bergschlösslpark blieb lange im Verborgenen“ (Oberösterreichische Nachrichten, 23.9.2020): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/bergschloesslpark-blieb-lange-im-verborgenen;art66,3304234 Das Bergschlössl und Park auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bergschl%C3%B6ssl sowie auf Linz Wiki: https://www.linzwiki.at/wiki/Bergschl%C3%B6sslpark Ältere Medienberichte: 10.9.2020: „Bergschlössl: Debatte um Umwidmung“ (Oberösterr. Nachrichten): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/bergschloessl-debatte-um-umwidmung;art66,3292044 10.9.2020: „Grüne warnen vor Garage unter dem Bergschlössl“ (Krone): https://www.krone.at/2227005 9.9.2020: „Aufregung um geplante Umwidmung des Bergschlösslparks“ (TIPS): https://www.tips.at/nachrichten/linz/wirtschaft-politik/515870-aufregung-um-geplante-umwidmung-des-bergschloesslparks 28.2.2020: „Bergschlössl-Zukunft wird zum Thema im Gemeinderat“: https://www.tips.at/nachrichten/linz/wirtschaft-politik/500355-bergschloessl-zukunft-wird-zum-thema-im-gemeinderat 25.2.2020: „Wird jetzt auch noch das Linzer Bergschlössl verkauft?“ (Linza): https://www.linza.at/bergschloessllinz 6.12.2019: „Tiefgarage unter dem Bergschlösslpark? „Das wird es sicher nicht spielen“(Oberösterr. Nachrichten; Bezahlartikel): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/tiefgarage-unter-dem-bergschloesslpark-das-wird-es-sicher-nicht-spielen;art66,3196774 Literaturtipp: Eva Berger, „Linz Schloßpark, Bergschlößl“ in: Historische Gärten Österreichs, Garten- und Parkanlagen von der Renaissance bis um 1930, Band 2 (Oberösterreich, Salzburg, Vorarlberg, Kärnten, Steiermark, Tirol), Wien Köln Weimar 2003, Seite 80 f.

Mozarteum Salzburg: Trotz Denkmalschutz-Protest Umbaustart mit Teilabriss

Die Stiftung Mozarteum startet mit dem großen Umbau beim Mozarteum Salzburg Gebäude: Hauptstück ist der Neubau eines modernen Glasfoyers, das künftig die beiden Hauptgebäude miteinander verbinden soll. Entstanden ist das denkmalgeschützte Gebäudeensemble in der Schwarzstraße 26-28 aus der Verbindung der 1910-11 um- bzw. ausgebauten ehemaligen Villa Lasser mit dem 1912 bis 1914 realisierten Jugendstilneubau des Münchner Architekten Richard Berndl. Da dafür der denkmalgeschützte, historische Verbindungstrakt abgerissen werden muss, sorgte das Projekt im Vorfeld für zum Teil heftige Proteste. Auch das Bundesdenkmalamt kam scharf in Kritik. Diesen Montag, 21.9.2020, ist der erste Bagger aufgefahren. ORF-FERNSEHBERICHT (3 MIN; 23.9.2020): https://tvthek.orf.at/profile/Salzburg-heute/70019/Salzburg-heute/14065740/Neun-Millionen-fuer-Verbindungsbau/14766286; ORF-BERICHT LESEN: https://salzburg.orf.at/stories/3068231 +++ Weitere aktuelle Medienberichte (23.9.2020): „Altes Mozarteum erhält neues Gesicht“ (Salzburger Nachrichten): https://www.sn.at/salzburg/politik/altes-mozarteum-erhaelt-neues-gesicht-93236239; „Nach einem Jahrhundert: Baustart für Umbau des Mozarteums“ (Krone): https://www.krone.at/2236195; „Ein gläsernes ‚Nichts‘ für Mozart“ (DrehPunktKultur): http://www.drehpunktkultur.at/index.php/178-meldungen/14496-ein-glaesernes-nichts-fuer-mozart; „Stiftung Mozarteum Salzburg erhält ein ‚Facelifting’“ (Oberösterreichisches Volksblatt): https://volksblatt.at/stiftung-mozarteum-salzburg-erhaelt-ein-facelifting Älterer iD-Bericht mit vertiefenden Infos und Fotos: 24.7.2020: Mozarteum Salzburg: Bürgerinitiative gegen Foyer-Neubau https://www.initiative-denkmalschutz.at/berichte/mozarteum-salzburg-buergerinitiative-gegen-foyer-neubau Das Mozarteum Salzburg Gebäude auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Mozarteum_(Geb%C3%A4ude) sowie auf Salzburg Wiki: https://www.sn.at/wiki/Mozarteum_(Geb%C3%A4ude) Literaturtipp: Hannes P. Schneilinger, “Dem Salzburger Gesamtkunstwerk ‘Mozarteum’ droht Gefahr”, in der Zeitschrift: Denkma[i]l, Nachrichten der Initiative Denkmalschutz, Nr. 25, September 2019, Seite 24-27, siehe: https://www.initiative-denkmalschutz.at/zeitschrift