Heumarkt: Gefährdetes Welterbe (Wien) – Warten auf UNESCO-Entscheidung

Das UNESCO-Welterbe-Komitee kann wegen der Corona-Pandemie nicht tagen. Die Stadt Wien setzt weiter alles daran, sowohl das geänderte Heumarkt-Projekt umzusetzen als auch  den Weltkulturerbe-Titel zu behalten. Seite 2017 steht das UNESCO-Welterbe “Historisches Zentrum von Wien” auf der “Roten Liste des gefährdeten Welterbes” (List of World Heritage in Danger). Der Weltkulturerbe-Beauftragte der Stadt Wien sowie Erster Präsident des Wiener Landtages, Ernst Woller (SPÖ) glaubt, mit der “abgespeckten” Hochhausvariante dieses Ziel zu erreichen, obwohl dies klar im Widerspruch der bisherigen UNESCO/ICOMOS-Beschlüsse stehen würde (“nicht höher als Bestand”). Die “abgespeckte” Version sieht das Weglassen des Hochhausturmes vor, jedoch – um keine Baukubatur zu verlieren – eine Höherzonung der Hotelscheibe. Florian Meixner, der stellvertretende Generalsekretär der Österreichischen UNESCO-Kommission hoffe, dass das Welterbekomitee noch in diesem Jahr tagen werde, betont aber auch, dass sich der Prozess noch über Jahre ziehen könnte, weil u. a. auch noch der neue Managementplan zum Schutz des Wiener Welterbes erstellt werden muss. Sollte die UNESCO – entgegen ihrer eigenen, bisherigen Aussagen – doch der abgespeckten Variante zustimmen, so wäre wohl auch die von der Alliance for Nature beantragte und für das Projekt sehr kritische Umweltverträglichkeitsprüfung vom Tisch. ORF-FERNSEHBERICHT (2 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14083991/Heumarkt-Projekt-in-der-Warteschleife/14871995 (3.3.2021 ORF “Wien Heute”: “Heumarkt-Projekt in der Warteschleife”)

Medienbericht:

3. März 2021, ORF
Heumarkt: Warten auf Urteil über Plan B. Das umstrittene Heumarkt-Projekt ruht. Das entscheidende Welterbe-Komitee kann wegen der Corona-Pandemie nicht tagen. Ziel der Stadt Wien ist aber nach wie vor, Welterbe zu bleiben und trotzdem am Heumarkt zu bauen: https://wien.orf.at/stories/3093192

Presseaussendungen der Initiative Denkmalschutz (Auswahl)

9. Jänner 2020, APA-OTS-Presseaussendung
Initiative Denkmalschutz zu Heumarkt-Gefeilsche ums Weltkulturerbe: Ein unmoralisches Angebot der Stadt Wien an die UNESCO!
Neuer Vizekanzler und Kulturminister Werner Kogler ist jetzt verpflichtet Recht im Sinne des Regierungsprogrammes umzusetzen: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200109_OTS0013

7. Mai 2019, APA-OTS-Pressseaussendung
Aviso PK Heumarkt: Kulturminister Blümel und Bundesregierung müssen(!) rechtliche Schritte zur Erhaltung des Welterbes einleiten!
Präsentation der neuen, vertiefenden Rechtsanalyse von Dr. Helmut Hofmann durch Initiative Denkmalschutz, Initiative Stadtbildschutz und Aktion 21 – pro Bürgerbeteiligung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190507_OTS0017

26. März 2018, APA-OTS-Presseaussendung
UNESCO-Welterbe Wien: Ohne Reduktion des Heumarkt-Hochhausprojekts zielsicher zur Aberkennung. Initiative Denkmalschutz zeigt die Fakten
Die ÖVP-FPÖ Bundesregierung muss den Flächenwidmungsplan beeinspruchen und den Turm reduzieren. Aktuelle Aussagen des Kulturministers Blümel lassen jedoch anderes befürchten: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180326_OTS0021
Die Fakten: https://www.initiative-denkmalschutz.at/images/2020/02/UNESCO-Beschluesse-Heumarkt_2012-17_Initiative-Denkmalschutz.pdf

Gratkorn (Stmk): Gründerzeitvilla Reiter vor Abriss?

Die 1899 erbaute, malerische Villa Reiter in Gratkorn nördlich von Graz könnte bald der Spitzhacke zum Opfer fallen. Die in der Gemeinde auch als Direktionsvilla bekannte Villa in der Bahnhofstraße 10 (Ecke Murweg) wird vom Bundesdenkmalamt nicht unter Schutz gestellt, da sie nicht den strengen Kriterien des Denkmalschutzes erfüllt (vgl. § 1 Abs. 1 und Abs. 2 Denkmalschutzgesetz). Dies ergab eine amtsinterne Prüfung, berichtet der Abteilungsleiter im Bundesdenkmalamt Steiermark, Christian Brugger gegenüber der “Woche”.  In diesem Zusammenhang möchten wir als Verein Initiative Denkmalschutz darauf verweisen, dass die Gemeinden selbst bzw. Bundesländer eigene Schutzbestimmungen für das lokal erhaltenswerte Kulturgut – was diese Villa zweifellos darstellterlassen kann (vgl. unsere vorjährige Presseaussendung: “Ortsbildschutz in der Steiermark sanft entschlafen?” – 7.4.2020). Vermutlich wurde die Gründerzeitvilla für den Werksarzt der Leykam-Josefsthal Aktiengesellschaft für Papier- und Druckindustrie erbaut (die Villa selbst ist erst etwa 40 Jahre später ins Eigentum der Papierfabrik Leykam-Josefsthal gekommen). Laut Recherchen des Denkmalamtes dürfte der Bauwerber ein Herr Josef Hötzl gewesen sein (Im Achleitner-Buch ist als Bauherr “Dr. Hilda Reiter” vermerkt). Derzeit befindet sich die Villa im Eigentum der Leykam Siedlung, einer gemeinnützigen Wohn-, Bau- und SiedlungsgesmbH. Ein Abriss wird aber nicht so bald erfolgen, da noch neun Mieter in der Villa wohnen. WOCHE-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.meinbezirk.at/graz-umgebung/c-lokales/kein-schutzschild-fuer-die-reitervilla_a4554539 (6. April 2021, “Klarheit für Gratkorner Baujuwel: Kein Schutzschild für die Reitervilla”)

Literatur:

Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band II: ‘Kärnten, Steiermark, Burgenland’, Salzburg und Wien 1983, Seite 195

Literaturtipp:

Adalbert Sikora, Die Anfänge der Gratkorner Papierfabrik: https://www.historischerverein-stmk.at/wp-content/uploads/Z_Jg55_Adalbert-SIKORA-Die-Anf%C3%A4nge-der-Gratkorner-Papierfabrik.pdf (in: Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark, Jahrgang 55 (1964), Seite 193-199)

Salzburg: Glas-Pavillon-Neubau hinter Pferdeschwemme, Cafe Niemetz wird abgerissen

Neubau eines Glas-Pavillons im Hof des denkmalgeschützten Schüttkastens samt unterirdischem Saal für die Festspiele geplant, dafür soll das Cafe Niemetz am Herbert-von-Karajan-Platz 11 neben dem Sigmundstor abgerissen werden. Es wurde als nicht erhaltenswert beurteilt. Ein im Sommer geladener Wettbewerb hat jetzt das Siegerprojekt von Marte.Marte Architekten gekürt. Salzburger Nachrichten-Artikel weiterlesen: https://www.sn.at/salzburger-festspiele/festspiel-besucherzentrum-kommt-aber-noch-fehlt-geld-84082810 (dort Foto 4 Bild des Cafe Niemetz). ORF-FERNSEHBEITRAG (2 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Salzburg-heute/70019/Salzburg-heute/14042994/Plaene-fuer-neues-Festspielzentrum-praesentiert/14651941 +++ Altes Foto des Schüttkastens mit beiden historischen Torbauten im ORF-Artikel (31.1.2019): “Festspiele wollen Empfangsraum und Cafe”: https://salzburg.orf.at/v2/news/stories/2961828/ +++ Weitere aktuelle Medienberichte in “Die Presse”: https://www.diepresse.com/5776077/festspielzimmer-zum-100er; ORF: https://salzburg.orf.at/stories/3036558/; Drehpunktkultur: http://www.drehpunktkultur.at/index.php/home-sp-1905016579/13954-ausblick-mit-licht-und-frischluft.

Freistadt (OÖ): Denkmalamt gibt Versteigerungshalle zum Abriss frei

Das Bundesdenkmalamt hat das Prüfungverfahren über die 1951 eröffnete Versteigerungshalle in der Stadt Freistadt im oberösterreichischen Mühlviertel abgeschlossen. Ergebnis: Die Halle (Adresse: Am Stieranger 2) ist nicht schutzwürdig, da sie nicht nicht den strengen Kriterien des Denkmalschutzgesetzes entspricht. Sie darf somit abgerissen werden. Am Areal soll jetzt der geplante Hotelneubau entstehen. Der markante Hallenbau wurde vom Architekt Hans Arndt (1904-1971) errichtet. Die Versteigerungshalle war mit ihrer gewaltigen Dimension von 38 mal 26,2 Meter Grundfläche und mit einer Höhe von 18,3 Metern in der damaligen Zeit einzigartig in ganz Österreich.  MeinBezirk-Artikel weiterlesen: “Hotelprojekt: Denkmalamt gibt Halle zum Abbruch frei” (3.4.2020): https://www.meinbezirk.at/freistadt/c-lokales/denkmalamt-gibt-halle-zum-abbruch-frei_a4018425 sowie Tips-Artikel: “Kein Denkmalschutz für alte Versteigerungshalle” (3.4.2020): https://www.tips.at/nachrichten/freistadt/land-leute/504093-kein-denkmalschutz-fuer-alte-versteigerungshalle +++ Der Architekt Hans Arndt auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Arndt_(Architekt) +++ Ältere Medienberichte: “Hotelpläne in alter Versteigerungshalle: Bundesdenkmalamt schaltet sich ein” (Tips, 2.3.2020): https://www.tips.at/nachrichten/freistadt/land-leute/500622-hotelplaene-in-alter-versteigerungshalle-bundesdenkmalamt-schaltet-sich-ein; „Alte Versteigerungshalle in Freistadt soll neuem Hotel weichen“ (Tips, 26.2.2020): https://www.tips.at/nachrichten/freistadt/wirtschaft-politik/499972-alte-versteigerungshalle-in-freistadt-soll-neuem-hotel-weichen; „Hotelprojekt in Freistadt: Einigung auf alte Versteigerungshalle als Standort“ (Oberösterreichische Nachrichten, 26.2.2020): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/muehlviertel/hotelprojekt-in-freistadt-einigung-auf-alte-versteigerungshalle-als-standort;art69,3232051; „Alte Versteigerungshalle als Hotelstandort“ (MeinBezirk, 25.2.2020): https://www.meinbezirk.at/freistadt/c-lokales/alte-versteigerungshalle-als-hotelstandort_a3948876.

Wiener Neustadt (NÖ): Statuen aus Dom gestohlen. Kunstdiebstahl in Österreich leicht rückläufig

Die Corona-Zeit wurde offenbar genutzt Statuen aus dem Wiener Neustädter Dom zu stehlen. Vom Dreifaltigkeitsaltar wurde das so genannte „Prager Jesulein“ entwendet, eine Statue im Stil des Rokoko (aus den 1750er-Jahren). In Österreich ist die Zahl der Kunstdiebstähle leicht rückläufig. 144 Fälle wurden 2019 angezeigt. Kurier-Artikel weiterlesen: https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/statuen-aus-wiener-neustaedter-dom-gestohlen/400843451 +++ Der Dom von Wiener Neustadt auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Dom_von_Wiener_Neustadt.

Grein Stadttheater (OÖ): Eine Holztreppe spaltet eine Stadt

Das denkmalgeschützte Stadttheater in Grein wurde 1790/91 erbaut und ist eine Sehenswürdigkeit von europäischer Bedeutung, das älteste im Originalzustand erhaltene bürgerliche Theater Mitteleuropas. Heftige Diskussion über den Umbau des Stadttheaters. Es wird u. a. befürchtet, dass bei der Sanierung der historische Wert des 1791 erbauten Theaters nicht geschätzt werde. Auch die Außenholztreppe soll abgerissen werden. Selbst der Landeskulturbeirat hat eine äußerst kritische Stellungnahme abgegeben. ORF-FERNSEHBERICHT (3 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Oberoesterreich-heute/70016/Oberoesterreich-heute/14055312/Eine-Holztreppe-spaltet-eine-Stadt/14714078 +++ ORF-Bericht lesen: https://ooe.orf.at/stories/3050643.

Älterer iD-Medienbericht vom 26. Mai 2020:

Das denkmalgeschützte Stadttheater in Grein wurde 1790/91 erbaut und ist eine Sehenswürdigkeit von europäischer Bedeutung, das älteste im Originalzustand erhaltene bürgerliche Theater Mitteleuropas. Seit letztem Jahr tobt ein heftiger Streit um die Sanierung, insbesondere um den geplanten Zubau, auch eine eigene Petition wurde ins Leben gerufen. Jetzt  ist ein sehr kritisches Urteil des Oberösterreichischen Landeskulturbeirats, Fachbeirat V: Architektur, Denkmalpflege, Ortsbildpflege publik geworden. Aus Sicht der Sozialdemokraten ist in diesem “eine vernichtende Kritik” herauszulesen. Zur Sanierung des Stadttheaters und der Errichtung des Zubaus schreiben die Vorsitzenden des Fachbeirates V, Margit Greinöcker und Wolfgang Sedelmaier, unter anderem: “Künstlerische Qualifikationen fehlen völlig. Dies zeigt, dass die kulturelle Bedeutung des Gebäudes von den Beteiligten offensichtlich nicht wahrgenommen wird. … Um ein diesem in OÖ hochbedeutenden Bau entsprechendes Ergebnis der Realisierung sicherzustellen, wäre ein Verfahren auszuloben, das die geistige Leistung ‚Planung‘ nicht dem Preiswettbewerb, sondern dem Qualitätswettbewerb überläßt. (…)“ MeinBezirk-Artikel weiterlesen: https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/vernichtende-kritik-herauszulesen_a4074744 +++ Die bereits beendete Online-Petition “Bewahrt das Stadttheater Grein!”: https://www.openpetition.eu/at/petition/online/bewahrt-das-stadttheater-grein +++ Ältere Medienberichte: “Petition wegen Zubau. Theater rund um Holzbalkon vor Theater in Grein” (20.11.2019): https://www.krone.at/2045776; Stadttheater: 750 Unterschriften für Holzbalkon. SPÖ: “Wollen nichts mit Kulturgut-Frevel zu tun haben” (14.11.2019): https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/spoe-wollen-nichts-mit-kulturgut-frevel-zu-tun-haben_a3735603 ; “Petition soll geplanten Liftturmzubau stoppen” (Krone, 8.5.2019): https://www.krone.at/1917785; “Greiner Verein kämpft mit Petition für historisches Stadttheater” (OÖN, 6.5.2019): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/muehlviertel/greiner-verein-kaempft-mit-petition-fuer-historisches-stadttheater;art69,3126151; “VP-Antwort auf Unterschriftenaktion” (5.5.2019): https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/vp-antwort-auf-unterschriftenaktion_a3368874; “Unterschriftenaktion Stadttheater Grein: Gegen zu großen Umbau und Abriss des Holzbalkons” (MeinBezirk, 27.4.2019): https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/gegen-zu-grossen-umbau-und-abriss-des-holzbalkons_a3353229 ; “SP zeigt Alternativen auf: Hebelift und Holzstiege” (MeinBezirk, 21.10.2018): https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/hebelift-und-holzstiege_a2973138; “FP verlangt Mitbestimmung und macht Vorschläge” (9.10.2018): https://www.meinbezirk.at/perg/c-politik/fp-verlangt-mitbestimmung-und-macht-vorschlaege_a2956710; “Erste Präsentation des Greiner Theater-Umbaus” (OÖN, 8.10.2018): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/muehlviertel/Erste-Praesentation-des-Greiner-Theater-Umbaus;art69,3026245 +++ Das Stadttheater Grein auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Stadttheater_Grein und in der Denkmalliste Grein auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Grein. +++ Offizielle Website des Stadttheater Grein: https://www.stadttheater-grein.at.

Stammersdorfer Friedhof (Wien): Der ‘verlorene’ Glockenturm

Vor über zehn Jahren wurde bei einem Sturm der Glockenturm auf dem Kapellengiebel einfach aus der Verankerung gerissen und stürzte von der Spitze der Aufbahrungskapelle am – im Jahr 1903 erbauten – Stammersdorfer Friedhof (Stammersdorfer Straße 244–260). Dann wurde in Aussicht gestellt, dass der Glockenturm bei der nächsten Kapellensanierung wieder aufgesetzt wird. Die denkmalgeschützte Aufbahrungskapelle ist längst saniert, doch der Glockenturm fehlt weiterhin. Begründung: Bereits 2011 war klar, dass der Glockenturm zu desolat sei für ein Wiederaufsetzen, sodass auch in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt auf den Glockenturm verzichtet wurde. Die Kapelle (Aufbahrungshalle) bleibt jetzt offenbar endgültig ohne Glockenturm. DIE FLORIDSDORFER ZEITUNG (DFZ) WEITERLESEN (21.4.2020): http://www.dfz21.at/dfz/stammersdorfer-friedhof-glockenturm-zu-grabe-getragen +++ Der Stammersdorfer Zentralfriedhof (auch: Friedhof Stammersdorf Zentral) auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Stammersdorfer_Zentralfriedhof +++ Älterer Medienbericht: “Nach WIFF – Kritik: Neuer Zaun für Stammersdorfer Friedhof. ‘Jetzt fehlt nur noch der Glockenturm…’ (28.7.2016): http://www.wiff21.at/nach-wiff-kritik-neuer-zaun-fuer-stammersdorfer-friedhof-jetzt-fehlt-nur-noch-der-glockenturm.

 

 

KHM Wien: Historischer Kriminalfall um ägyptisches Kanopenset

Neben einem internationalen Fall um einen gestohlenen ägyptischen Sarkophag laufen auch im Kunsthistorischen Museum (KHM) Wien interne Ermittlungen zu einem historischen Kriminalfall. Ein ägyptisches Kanopenset aus Alabaster war seit 1824 im KHM-Bestand. In der Amtszeit (1922-1951) des Sammlungsleiters Hans Demel verschwand es unter ungeklärten Umständen. Bereits 2018 hat das KHM das Aktionshaus, das dieses Kanpoenset verkaufen wollte, auf diesen Umstand aufmerkam gemacht. Jetzt soll es neuerlich, am 22. Juli versteigert werden. Eine rechtliche Handhabe dagegen scheint man keine mehr zu haben: VerjährtSTANDARD-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.derstandard.at/story/2000118627012/dubiose-deals-mit-archaeologischen-funden-aus-aegypten +++ Die Ägyptisch-Orientalische Sammlung des Kunsthistorischen Museums (KHM) auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84gyptisch-Orientalische_Sammlung_des_Kunsthistorischen_Museums

Annenheim (Ktn.): Hotel Aichelberghof Abriss und historische Bahnhof-Verlegung

Große Pläne gibt es für den Tourismusort Annenheim in der Gemeinde Treffen am Ossiacher See. Das alte Hotel Aichelberghof direkt am See (Seeuferstraße 18) soll abgerissen werden und einem großen Vierstern-Hotelkomplex weichen. Die denkmalgeschützte Annenheim Bahnhaltestelle (Aufnahmsgebäude), ein Fachwerkbau aus dem letzten Viertel des 19. Jh., soll abgetragen und als Teil der neuen Schiffsanlegestelle am Ossiacher See wieder aufgebaut werden. ORF-FERNSEHBERICHT ZUM NACHSEHEN: https://tvthek.orf.at/profile/Kaernten-heute/70022/Kaernten-heute/14060440/Neuer-Ortskern-fuer-Annaheim/14740195 +++ ORF-BERICHT LESEN: https://kaernten.orf.at/stories/3060732 +++ Älterer Medienbericht: “Millioneninvestition in Annenheim” (15.10.2019, ORF): https://kaernten.orf.at/stories/3017328 +++ Beschreibung des denkmalgeschützten “Bahnhof” (Aufnahmsgebäude) in der Denkmalliste Wikipedia: “Das Aufnahmegebäude wurde 1869, nach anderen Angaben im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts errichtet. Es ist ein ebenerdiger Fachwerkbau mit geputzten Fachfeldern, einer typischen Giebelverbretterung und einem Satteldach.” +++ Bereits sechs Jahre zuvor wurde bedauerlicher Weise der denkmalgeschützte Fußgängersteg nach langem Verrosten wegen “Gefahr in Verzug” abgerissen. Dieser wurde als Nietenkonstruktion errichtet und war bis dahin der letzte seiner Art an der ehemaligen Kronprinz Rudolf-Bahn. Er hätte 2015 saniert werden sollen, wurde aber bereits im Dezember 2014 gesperrt und kurze Zeit später wegen “Gefahr im Verzug” abgerissen (Quelle: Denkmalliste Wikipedia). +++ Ältere Medienberichte zum abgerissenen Fußgängersteg: “Denkmalgeschützte Brücke gesperrt” (2.12.2014, ORF): https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2682426; “Annenheim: Kontroverse um alte Brücke” (25.12.2013): https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2617620 +++ Siehe auch: “Wirtschaft contra Denkmalschutz” (13.9.2015, ORF): u.a. Fußgängersteg: “Ein anderes Beispiel war die alte Eisenbahnüberführung für Fußgänger in Annenheim am Ossiacher See. Lange wurde über Auflagen des Denkmalschutzes diskutiert, die Brücke rostete inzwischen vor sich hin. Bis es dann zu spät war: Wegen Gefahr in Verzug wurde sie zunächst gesperrt, dann abgebaut und zwischengelagert.”: https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2731453

Alte Residenz (Salzburg): Geheime Kapelle wird restauriert

In der Alten Residenz in Salzburg wird derzeit ein versteckter Schatz erneuert. Bisher war diese Hauskapelle unter weißer Leimfarbe verborgen: die Privatkapelle von Friedrich Fürst zu Schwarzenberg, der von 1835 bis 1850 Fürsterzbischof von Salzburg war. Ein Restauratorenteam gibt ihr alten Glanz. Die Kapelle soll wieder für Besucher zugänglich gemacht werden. ORF-FERNSEHBERICHT (3 MIN; 24.8.2020): https://tvthek.orf.at/profile/Salzburg-heute/70019/Salzburg-heute/14062476/Geheime-Kapelle-in-der-Alten-Residenz/14750283 +++ ORF-BERICHT LESEN: https://salzburg.orf.at/stories/3063673 +++ Die Salzburger Residenz auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Salzburger_Residenz.