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Felixdorf (NÖ): Erstmals Feldlager der napoleonischen ‘Grande Armée’ in Österreich entdeckt

Eigentlich wollten Mitarbeiter des Amtes für Rüstung und Wehrtechnik (ARWT) des Bundesheeres, des Ludwig-Boltzmann-Instituts und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) nur neue Sensortechniken für das Auffinden von Sprengfallen und Kampfmittel tief unter der Erde erproben, doch daraus ist eine kleine archäologische Sensation geworden. Es wurden archäologische Fundstücke und die Umrisse eines gigantischen Lagers am Rande eines militärischen Übungsplatzes im Steinfeld gefunden (Gemeinde Felixdorf). Nach angeordneten Grabungen des Bundesdenkmalamtes steht nun fest: Es handelt sich um das ehemalige Lager der französischen Armee im Zweiten Napoleonischen Krieg 1805. Dieser Fund ist bisher der einzig belegte Fall eines französischen Feldlagers in Österreich. Es ist vorgesehen, im Frühjahr 2021 alle Fundstellen zu öffnen und zu untersuchen. KRONE-ARTIKEL WEITERLESEN: https://www.krone.at/2266573 (3.11.2020, Historische Funde: Bundesheer mit Sensation: Lager Napoleons entdeckt) +++ Weitere Medienberichte: “Napoleonische Kriege: Feldlager in Niederösterreich entdeckt” (28.10.2020, Kurier): https://kurier.at/chronik/oesterreich/napoleonische-kriege-feldlager-in-niederoesterreich-entdeckt/401080038; “Lager der französischen Armee entdeckt” (28.10.2020, ORF): https://noe.orf.at/stories/3073478; “Felixdorf: Lager der französischen Armee aus 1805 entdeckt” (28.10.2020, NÖN): https://www.noen.at/wr-neustadt/felixdorf-lager-der-franzoesischen-armee-aus-1805-entdeckt-felixdorf-archaeologie-militaer-230869722

Originale APA-OTS-Presseaussendung (28.10.2020):
Bundesheer: Grabungsfund – Vermutliches Feldlager der französischen „La Grande Armée“ aus 1805 entdeckt. Übungsplatz wird zum archäologischen Schauplatz: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20201028_OTS0177

Weyregg (OÖ): Größtes römische Fußbodenmosaik Oberösterreichs freigelegt

Das bisher größte Römermosaik Oberösterreichs haben Archäologen in der Gemeinde Weyregg am Attersee entdeckt. Es zierte auf 110 Quadratmetern den Boden einer 31 Meter langen Wandelhalle in einer Luxusvilla. Der Fund werde nun dokumentiert, aber nicht weiter freigelegt. Er soll unterirdisch erhalten bleiben und werde zugeschüttet. Standard-Artikel WEITERLESEN: https://www.derstandard.at/story/2000117340787/mosaik-aus-der-roemerzeit-in-oberoesterreich-entdeckt +++ “So residierten die alten Römer am Attersee” (OÖN; 8.5.2020): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/so-residierten-die-alten-roemer-am-attersee;art4,3256520 +++ Weitere Medienberichte: ORF: https://ooe.orf.at/stories/3047558; MeinBezirk: https://www.meinbezirk.at/voecklabruck/c-lokales/groesstes-roemermosaik-des-landes-in-weyregg-freigelegt_a4060515; TIPS: https://www.tips.at/nachrichten/weyregg/land-leute/506654-neueste-funde-in-weyregg-belegen-weitaus-groesstes-bekanntes-roemermosaik-in-oberoesterreich; Wiener Zeitung: https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wissen/geschichte/2059735-Bisher-groesstes-Roemermosaik-Oberoesterreichs-entdeckt.html; Kurier: https://kurier.at/chronik/oberoesterreich/bisher-groesstes-roemermosaik-in-weyregg-entdeckt/400835147. +++ Liste der denkmalgeschützten Objekte in Weyregg am Attersee (Wikipedia; mit römischer Villa und römischer Hafenanlage): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Weyregg_am_Attersee.

Hohe Birga (Tirol): Über 2000 Jahre alten Weg aus Eisenzeit bei Innsbruck entdeckt

Auf der “Hohen Birga” (Gemeinde Birgitz), einem kleinen bewaldeten Hügel nahe Innsbruck, auf dem bereits 1937 die Überreste einer über 2.000 Jahre alten rätischen Siedlung aus der Eisenzeit (Fritzens-Sanzeno-Kultur) entdeckt worden waren, wurde jetzt ein über 2000 Jahre alter Weg von Archäologen entdeckt. Bei den Grabungen fanden sich zudem zahlreiche Fragmente verzierter eisenzeitlicher Keramik, ein Webgewicht, Tierknochen sowie eine eiserne Lanzenspitze. In den letzten Jahrzehnten waren am Südhang der Hohen Birga ohne archäologische Begleitung Wohnhäuser errichtet worden. Im Zuge von Bauvorhaben ordnete das Bundesdenkmalamt eine archäologische Untersuchung jener zwei Grundstücksparzellen an, die als einzige bisher noch unverbaut geblieben sind. Die “Eisenzeitliche Siedlung Hohe Birga” wurde 2015/16 vom Bundesdenkmalamt unter Denkmalschutz gestellt. ORF-BERICHT WEITERLESEN:  https://tirol.orf.at/stories/3053931 +++ Weitere Medienberichte: “Über 2000 Jahre alter Weg aus Eisenzeit in Birgitz von Archäologen entdeckt” (19.6.; Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/30737588/ueber-2000-jahre-alter-weg-aus-eisenzeit-in-birgitz-von-archaeologen-entdeckt; “Hohe Birga: Über 2.000 Jahre alter Weg entdeckt” (19.6.; Newsroom der Uni Innsbruck): https://www.uibk.ac.at/newsroom/ueber-2.000-jahre-alter-weg-entdeckt.html.de; “Innsbruck: Über 2000 Jahre alter Weg aus Eisenzeit entdeckt” (19.6.; Stol.it, Nachrichten für Südtirol): https://www.stol.it/artikel/kultur/innsbruck-ueber-2000-jahre-alter-weg-aus-eisenzeit-entdeckt +++ Beschreibung der denkmalgeschützten archäologischen Stätte (Denkmalliste Wikipedia): “Auf einem Hügel nördlich von Birgitz wurde eine Höhensiedlung der Fritzens-Sanzeno-Kultur aus dem 1. Jahrtausend v. Chr. freigelegt. Es wurden 13 Häuser vom rätischen Typ nachgewiesen, von dreien sind noch Grundmauern erhalten. Zu den Funden zählen Fibeln, Glasarmreifen, Geschirr, Gerätschaften, Bronze- und Eisenbarren und ein Webstuhl.” (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Birgitz) +++ Die “Hohe Birga” auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Hohe_Birga. +++ Ältere Medienberichte: “Großes Puzzleteil gefunden. Es ist eine kleine Sensation: Die Unterlagen der ersten Grabungen auf der ‘Hohen Birga’ in Birgitz sind nun aufgetaucht.” (2.12.2019; Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/13880705/grosses-puzzleteil-gefunden; “Packende Einblicke in die ‘Wohnkultur’ vor 2000 Jahren in Birgitz” (24.7.2019; Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/15880747/packende-einblicke-in-die-wohnkultur-vor-2000-jahren-in-birgitz; “Zwei Häuser in Tirol aus jüngerer Eisenzeit freigelegt” (23.7.2019; Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/15881302/zwei-haeuser-in-tirol-aus-juengerer-eisenzeit-freigelegt; “Archäologiepark bei Birgitz: Einblicke in die Eisenzeit” (20.6.2018; Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/14479368/archaeologiepark-bei-birgitz-einblicke-in-die-eisenzeit; “Rätersiedlung in Birgitz erleben. Lehrpfad und Museum geben Einblicke in die rätische Vergangenheit. Die Eröffnung findet morgen statt” (25.5.2013; Tiroler Tageszeitung): https://www.tt.com/artikel/6625901/raetersiedlung-in-birgitz-erleben.

Lutzmannsburg (Bgld.): Das verschwundene Dorf – ein Sensationsfund

Neben der Therme Lutzmannsburg hat die Archäologin Dorothea Talaa das verschwundene Dorf Spanfurth-Ombos ausgegraben. Ihr jüngster Sensationsfund: ein in Österreich einzigartiger Brunnen, der für die Waffenproduktion verwendet wurde. An der Stelle des prähistorischen Dorfes entsteht nun ein dringend notwendiges Rückhaltebecken. Die archäologischen Funde werden in Zukunft in Lutzmannsburg ausgestellt. ORF-FERNSEHBERICHT (3 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Burgenland-heute/70021/Burgenland-heute/14057373/Sensationsfund-in-Lutzmannsburg/14724379 +++ ORF-BERICHT LESEN: https://burgenland.orf.at/stories/3055351 +++ Ältere Medienberichte zu Archäologie in Lutzmannsburg: “Sensationsfund: Erdstall vollständig freigelegt. In Lutzmannsburg sind sensationelle archäologische Funde gemacht worden: Zum ersten Mal in Österreich wurde ein Erdstall vollständig freigelegt – diese unterirdischen Gänge dienten im elften und zwölften Jahrhundert als Versteck für Menschen, Tiere oder Vorräte.” (30.10.2018, ORF): https://burgenland.orf.at/v2/news/stories/2944518; “Erstmals Erdställe in Österreich vollständig freigelegt. Archäologin Talaa zu den Ausgrabungen in Lutzmannsburg: “Was wir da gefunden haben, ist wirklich einmalig” (31.10.2018, Standard): https://www.derstandard.at/story/2000090356785/erstmals-erdstaelle-in-oesterreich-vollstaendig-freigelegt. +++ Die Gemeinde Lutzmannsburg auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Lutzmannsburg.

Wien Museum: Grabungen am Karlsplatz. Was unter dem Platz liegt.

Tief unter dem Wien-Museum floss einst der Wienfluss. Was zeitlich dazwischen liegt, konnten Archäologen vom 7. Oktober 2019 bis 17. Jänner 2020 bis in eine Tiefe von fünf Metern untersuchen. Die älteste ausgegrabene Straße zeigt: Anno dazumal betrug der Niveauunterschied zur barocken Karlskirche beachtliche sechs Meter. Weiterlesen im Standard-Archäologie-Blog: https://www.derstandard.at/story/2000114194996/grabungen-am-karlsplatz-was-unter-dem-wiener-platz-liegt +++ Das Wien Museum auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Wien_Museum