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Hinterstoder (OÖ): Villa Peham trotz Abriss 2015 weiterhin unter Denkmalschutz?

In der Nacht vom 6. auf den 7. September 2015 (Sonntag auf Montag) brannte die denkmalgeschützte Villa Peham in Hinterstoder im oberösterreichischen Traunviertel lichterloh, rasch wurde Brandstiftung als Ursache festgestellt, unbekannte Täter waren eingebrochen und hatten am Dach Feuer gelegt (Fotos und Video nach dem Brand). Bereits im November 2015 begannen die Abrissarbeiten des ehemaligen Landes-Erholungsheims unweit der Polsterlucke. Doch aus bisher noch unerfindlichen Gründen blieb die Villa Peham im Bundesdenkmalamt weiterhin als Denkmal gelistet (vgl. Denkmalliste 2020). Die Villa Peham am Goierweg 21 wurde 1924-1926 für den Wiener Gynäkologen Prof. Dr. Heinrich Peham als geräumiges Ferienhaus mit Gästezimmern von den bekannten Architekten Siegfried Theiss (1882-1963) und Hans Jaksch (1879-1970) erbaut. 2007 kaufte die Gemeinde Hinterstoder die per Verordnung (§ 2a) denkmalgeschützte Villa vom Land Oberösterreich. So stellen sich Fragen: Wurde das Bundesdenkmalamt nicht über den Abriss informiert? War der Abriss rechtskonform?  Letztere Frage gelang dieser Tage erneut in den Fokus, da an dessen Stelle jetzt ein umstrittens Luxus-Campingressort entstehen soll. Die Projektgegner schalteten das Bundesdenkmalamt ein. Der Bürgermeister soll beim Abriss des historischen Gebäudes voreilig agiert haben, um rasch Platz für neue Projekte zu schaffen. Der Bürgermeister von Hinterstoder, Helmut Wallner (ÖVP) rechtfertigt sich: „Nach dem Brand habe ich in erster Linie nicht an das Denkmalamt gedacht. Jetzt werden wir die Sache wieder reparieren. Aber einen vollständigen Wiederaufbau der Peham-Villa können und konnten wir uns nicht leisten“. Karin Zörrer Zeiner hat nun die Petition „Rettet das Hintere Stodertal ! Das Villa Peham – Areal (nahe Schiederweiher) soll Grünland bleiben!“ gestartet. Darin wird zur Villa selbst ausgeführt: „Die denkmalgeschützte Villa Peham wurde am 07.09.2015 unter bisher ungeklärten Umständen durch Brandstiftung beschädigt und danach ohne Genehmigung des Denkmalamts einzuholen abgerissen.“ Medienberichte zum umstrittenen Campingplatz: OÖN (9.3.2021): Petition: Rettung des Stodertals; Tips (29.1.2021): Bebauungsplan für Luxus-Resort in Hinterstoder einstimmig beschlossen;  Krone (8.9.2020): In Hinterstoder: Für Luxuscamp sogar den Herzog verärgert Medienberichte zu Brand und Abriss der Villa Peham: 3. März 2021, Krone Betreiber verwundert: ‚Wir errichten hier doch kein Atomkraftwerk!‘: https://www.krone.at/2356214 26. November 2015, Oberösterreichische Nachrichten Millionenschaden: Peham-Villa wird nach Brand abgerissen: https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/steyr/Millionenschaden-Peham-Villa-wird-nach-Brand-abgerissen;art68,2042005 8. September 2015, Laumat.at Ermittlungen nach Brand eines denkmalgeschützen Erholungsheimes in Hinterstoder: https://www.laumat.at/medienbericht,ermittlungen-nach-brand-eines-ehemaligen-erholungsheimes-in-hinterstoder,4551.html 8. September 2015, Oberösterreichische Nachrichten Feuer in Erholungsheim war Brandstiftung: https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/Feuer-in-Erholungsheim-war-Brandstiftung;art4,1966057 Literatur: Georg Schwalm-Theiss, Theiss & Jaksch, Architekten 1907-1961, Wien 1986, Seite 78

St. Peter am Ottersbach (Stmk): Verfallene Mühle gerettet

1978 wurde die Sixt-Mühle in Wittmannsdorf (Gerichtsbezirk Feldbach) in der Südoststeiermark stillgelegt, danach verfiel sie immer mehr. 2005 unter Denkmalschutz gestellt, wurde die alte Industriemühle 2011 von dem Baumeister Rudolf Strohmaier, Neffe der Müllermeisterin Rosa Maria Frauwallner, erworben, um das Erbe seines Großvaters Gottfried Sixt weiterzuführen. Strohmaier hat sie gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Mag. Theodor Poppmeier schließlich bis Juli 2014 erfolgreich revitalisiert. Die über 400 Jahre alte Ottersbachmühle war in ihrer Hochblüte mit fünf Wasserläufern, einer Ölmühle, Sägewerk und dem Müllerhaus eine der letzten voll ausgebauten Mühlen. Der Vorbesitzer Alois Frauwallner sah sich außer Stande, die verfallene Mühle zu erhalten, umso glücklicher ist er, dass die Mühle gerettet werden konnte. ORF-FERNSEHBEITRAG (2 MIN) ZUM NACHSEHEN: https://tvthek.orf.at/profile/Steiermark-heute/70020/Steiermark-heute/14083726/Sehenswuerdigkeit-Ottersbachmuehle/14870457 (1.3.2021, ORF ‚Steiermark Heute‘: „Sehenswürdigkeit Ottersbachmühle“) ORF-BERICHT LESEN: https://steiermark.orf.at/magazin/stories/3092782 (1.3.2021, ORF Steiermark, „Von der Ruine zum Baujuwel“) Video über die Eröffnung der Ottersbachmühle 2014 (Vulkan tv / Youtube): https://www.youtube.com/watch?v=nBAkPQiKPuA Mühlenbeschreibung: „Die Mühle wurde als Getreidemühle in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet, der Ottersbach wurde dafür künstlich verlegt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte der Einbau einer Ölmühle. Der außen zweigeschoßige Bau hat innen vier Ebenen mit Holzstützen und verfügt über eine fast vollständig erhaltene Einrichtung (Walzenstuhl, Getreidewinde, Sackstützen usw.) einschließlich des ursprünglichen Antriebs über die Hauptwelle im Keller und die Transmissionsriemen und -wellen zu den Maschinen in den verschiedenen Geschoßen.“ (Quelle: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Peter am Ottersbach (Wikipedia)) Über die Geschichte der Mühle: http://www.ottersbachmuehle.at/printable/die-muehle/index.php Offizielle Website der Ottersbachmühle: http://www.ottersbachmuehle.at